Julian Nagelsmann beginnt mit Mini-Kader: Fluch für den Trainer, Segen für die Rotationsspieler

Wenn Julian Nagelsmann im Juli beim FC Bayern übernimmt, steht dem neuen Trainer nur ein Bruchteil des eigentlichen Kaders zu Verfügung. Während die Stars im Urlaub oder bei den Nationalmannschaften weilen, könnten die Rotationsspieler auf sich aufmerksam machen.
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Wird mit einem Rumpf-Kader in die Saison starten: Julian Nagelsmann.
Wird mit einem Rumpf-Kader in die Saison starten: Julian Nagelsmann. © imago images / Picture Point

München - Wenn im Sommer ein großes Turnier ansteht, müssen die Bayern-Trainer in der Regel mit einem kleineren Kader in der Saisonvorbereitung planen. Julian Nagelsmann droht in diesem Sommer dennoch ein Extremfall. Der designierte Nachfolger von Hansi Flick startet Anfang Juli mit einem absoluten Rumpfkader. 

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EM-Teilnehmer: Finale oder Urlaub

Wie der "Kicker" kürzlich berichtete, bekommen die Nationalspieler der Münchner nach ihrer Zeit bei den Teams drei Wochen Urlaub. Bedeutet also: Kommt die deutsche Nationalmannschaft mit dem Bayern-Block um Manuel Neuer, Niklas Süle, Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Leroy Sané, Serge Gnabry, Thomas Müller und Jamal Musiala ins EM-Finale am 11. Juli, würden diese Spieler erst kurz vor August ins Training der Bayern einsteigen. 

Auch die französische Nationalmannschaft gilt als einer der Topfavoriten auf den Titel und könnte ebenfalls ein Quartett an Bayern-Stars ins Finale mitnehmen. Dann wären auch Corentin Tolisso, Kingsley Coman, Benjamin Pavard und Lucas Hernández bis kurz vor Saisonstart nicht dabei. So kurios es klingen mag: Für einen optimalen Saisonstart unter Nagelsmann mit ausreichend Vorbereitung müssten sowohl Deutschland als auch Frankreich frühzeitig im Turnier ausscheiden. 

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Neben den zwölf genannten Profis nimmt auch Weltfußballer Robert Lewandowski mit Polen an der EM teil, während Neuzugang Dayot Upamecano für die U21 Frankreichs aktiv ist. Mit Alphonso Davies (Kanada) und Chris Richards (USA) könnten zwei weitere Spieler bis in den August aufgrund des Gold Cups fehlen. 

Rotationsspieler schöpfen Hoffnung

Wenn sich die erste Garde im Urlaub oder den Nationalmannschafts-Wettbewerben befindet, schlägt die Stunde der Ersatz- und Rotationsspieler. Zwar sind die Transferplanungen bei den Münchnern ohnehin noch nicht abgeschlossen, doch im Moment wartet auf Nagelsmann beim Trainingsauftakt am 6. Juli ein überschaubarer Haufen an Spielern. Bouna Sarr und Marc Roca sind, wenn sie bleiben, zwei der wenigen Akteure, die wahrscheinlich vom Start weg aktiv sein werden. 

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Neben dem wahrscheinlich bleibenden Backup Eric Maxim Choupo-Moting und dem fast perfekten Neuzugang Omar Richards werden zudem die vielen Leih-Rückkehrer zum Aufgebot von Nagelsmann gehören. Die Mittelfeld-Spieler Adrian Fein (PSV Eindhoven) und Michael Cuisance (Olympique Marseille) konnten bei ihren Leih-Klubs nicht vollständig überzeugen und werden deshalb nach München zurückkehren. Nagelsmann wird sich selbst ein Bild davon machen wollen, ob und wie er die beiden in seine Pläne einbinden kann. 

Auf den 33-Jährigen wartet also eine große Aufgabe, die Münchner mit wenig Zeit und wenig Spielern für die kommende Saison fit zu machen. Die zweite Reihe hingegen kann frühzeitig auf sich aufmerksam machen und Pluspunkte beim neuen Bayern-Trainer sammeln. 

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