Gnabry und Sané mittendrin: Die Zukunftsduelle beim FC Bayern

Auf vier Positionen tobt der Konkurrenzkampf. Die AZ sagt, wer wo bei Bayern die Nase vorn hat.
| Patrick Strasser
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Leroy Sané und Serge Gnabry streiten sich beim FC Bayern um einen Stammplatz.
Leroy Sané und Serge Gnabry streiten sich beim FC Bayern um einen Stammplatz. © IMAGO / Philippe Ruiz

München - Nach Berlin ist vor Doha. Vor ihrem Nachtflug an den Persischen Golf zur Klub-WM der Fifa möchten die Bayern mit einem Erfolg bei der Hertha noch einen Abschiedsgruß an die Bundesliga-Konkurrenz richten, bevor sie sich größeren Aufgaben widmen. "Wir wollen den fünften Sieg in Folge holen und ein Zeichen an die Liga senden, dass wir wieder voll in der Spur sind", kündigte Trainer Hansi Flick für das Spiel im Olympiastadion an - nach dem vorzeitigen Pokal-Aus und dem 1:1 im Dezember bei Union der letzte Trip in die Hauptstadt für diese Saison.

Außer den verletzten Alexander Nübel, Neuers Stellvertreter im Tor, und Abwehr-Talent Tanguy Nianzou, die beide ihr Aufbautraining an der Säbener Straße machen, sind alle Profis mit in Berlin. Beim Tabellen-15. Hertha wollen sich die Bayern Schwung holen für die Operation Titel Nummer sechs in Doha. Aufgrund der Termin-Problematik infolge der Corona-Pandemie musste die WM vom ursprünglichen, traditionellen Termin Mitte Dezember ins neue Jahr verschoben werden, das Turnier in Katar zählt aber zur vergangenen Saison.

Beim FC Bayern bilden sich vier Stammplatz-Duelle heraus

Hertha ist Gegenwart. "Normalerweise sind die Spiele in Berlin immer so ein bisschen auf Messers Schneide. Die Herthaner stehen tabellarisch sicherlich nicht dort, wo sie gerne hinwollen. Da ist bei Berlin in der jetzigen Situation viel Druck auf dem Kessel", analysierte Thomas Müller. "Das wollen wir natürlich ausnutzen, dass vielleicht die eine oder andere Unsicherheit aufkommt, wenn es nicht für sie läuft, wir vielleicht das 1:0 erzielen sollten."

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Die Münchner werden im Olympiastadion mit kaum veränderter Startelf gegenüber dem überzeugenden 4:1 gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Samstag auflaufen. Mit Blick auf die WM und das angestrebte prestigeträchtige Finale am 11. Februar (wenn alles normal läuft gegen den Südamerika-Vertreter Palmeiras São Paulo aus Brasilien) bilden sich jedoch vier Stammplatz-Duelle heraus:

Benjamin Pavard gegen Niklas Süle

Weil Jérôme Boateng zusammen mit dem scheidenden Abwehrchef David Alaba laut Flick in der Innenverteidigung gesetzt ist, bleibt für Niklas Süle nur die Ausweich-Position als Rechtsverteidiger (wie zuletzt beim 4:0 auf Schalke). Da Süle die Rolle defensiver interpretiert als Benjamin Pavard, könnte der Franzose wie in fünf von sieben Januar-Partien beginnen. Er hat momentan die Nase vorn.

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Alphonso Davies gegen Lucas Hernández

Auch auf der anderen, der linken Außenverteidiger-Position geht die Tendenz klar in eine Richtung. Alphonso Davies, Shootingstar der vergangenen Saison, ist zwar noch nicht wieder auf früherem Top-Niveau, doch sein Tempo und seine Offensivpower sind für Flick und das Team aktuell wertvoller als die Zweikampfhärte und die Bissigkeit von Lucas Hernández, der 2021 in sieben Partien nur drei Mal zum Einsatz (zwei Mal Startelf) kam.

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Jamal Musiala gegen Marc Roca

Im Mittelfeld könnte Flick dem offensiveren Jamal Musiala gegenüber Marc Roca, der ein mehr als ordentlich Bundesliga-Startelfdebüt gegen Hoffenheim gefeiert hatte, den Vorzug geben. Nach dem positiven Corona-Test von Leon Goretzka muss der DFB-Nationalspieler noch bis Freitag in Quarantäne bleiben, danach muss er negativ getestet werden. Seine Reise nach Katar ist offen.

Serge Gnabry gegen Leroy Sané

Da Kingsley Coman, der die Bayern mit seinem Kopfballtreffer im Champions-League-Finale gegen Paris St.-Germain (1:0) zur Klub-WM geköpft hat, aktuell auf einer der Außenbahn-Positionen gesetzt ist, streiten sich Serge Gnabry und Leroy Sané um die zweite Stelle. Beim 4:1 über Hoffenheim beendete Gnabry sein 801 Minuten dauernde Torflaute in der Bundesliga, auch die Form stimmt wieder, kleinere Blessuren sind auskuriert. Möglich, dass Sané im Halbfinale der Klub-WM starten darf, Gnabry im Endspiel. Absolute Luxus-Rotation.

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