Transfers, Führungsebene, Titel Projekt München 21: Was sich beim FC Bayern alles ändern wird

Kandidaten für die Bayern-Zukunft (v.l.): Oliver Kahn, Niklas Süle, Kai Havertz, Joshua Kimmich, Timo Werner und Hasan Salihamidzic. Foto: AZ

Der FC Bayern treibt seine Zukunftsplanung voran – auf allen Ebenen. Mit Hernández und Werner soll bereits Einigkeit bestehen. Währenddessen erhöht Rummenigge den Druck für das Spiel in Mönchengladbach.

 

München - Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß schauten sich etwas verlegen an, doch dann schritten sie zur Tat: Mit mächtig Wumms pusteten die beiden Anführer des FC Bayern die Kerzen auf der Geburtstagstorte aus, anschließend grinsten sie in die Kameras. Gut gemacht, oder? "Das Baby, das vor 119 Jahren geboren wurde, hat sich zu einem prächtigen Burschen entwickelt", sagte Rummenigge: "Ich glaube, der FC Bayern ist das, was ich immer als pumperlgesund beschrieben habe."

119 Jahre hat der Münchner Spitzenklub seit Mittwoch nun schon hinter sich, eine Sonderausstellung in der Erlebniswelt der Allianz Arena ("Zwischen Atelier und Fußballplatz") erinnert an die Gründer des FC Bayern, die dem einst weltberühmten Schwabinger Kunst- und Kulturleben angehörten.

Münchner Fußballer weltberühmt

Heute sind die Münchner Fußballer weltberühmt – und trotz der Erfolge in den vergangenen Jahren weiter süchtig nach Titeln. "Wir haben jetzt wichtige Monate vor uns", stellte Rummenigge klar: "Die beginnen am Samstag mit dem Spiel in Mönchengladbach und gehen mit dem ersten Höhepunkt gegen Liverpool weiter. Ich hoffe, dass wir dann auch ins Viertelfinale einziehen. Das wird schwierig, aber wir sind durchaus optimistisch."

Bayerns Vorstandsboss wandte sich an Coach Niko Kovac und dessen Team: "Es wäre schön, wenn wir Ende Mai die eine oder andere Silberware auf dem Rathausbalkon vorzeigen dürften." Er hoffe, so Rummenigge weiter, "dass die Mannschaft und der Trainer die Ergebnisse erzielen, die wir in den nächsten Wochen und Monaten brauchen".

Meisterschaft, Pokal und Champions League

Bayerns Zielsetzung für den Saison-Endspurt ist damit klar: Die Meisterschaft soll's schon werden, der Pokal gerne auch und in der Champions League schaut man halt mal. In den kommenden Jahren haben die Münchner dann ein noch viel größeres Projekt vor sich: die Erneuerung des Klubs. Und zwar auf allen Ebenen: "München 21". Die AZ erklärt, worauf es bei Bayerns Zukunftsprojekt ankommt – und warum es deutlich besser laufen wird als beim Bahnhofsdesaster "Stuttgart 21".

Baustelle Spielerkader: Nach dieser Saison endet die Ära von Franck Ribéry und Arjen Robben bei den Bayern, auch Spieler wie Thomas Müller oder Jérôme Boateng steuern auf den Herbst ihrer Karrieren zu. Die Triple-Generation von 2013 löst sich langsam auf.

München will das Champions-League-Finale

München hat sich neben St. Petersburg für das Champions-League-Finale 2021 beworben – und die Bayern-Mannschaft der Zukunft soll da natürlich dabei sein: Niklas Süle (23), Joshua Kimmich (24), Leon Goretzka (24), Serge Gnabry (23), Corentin Tolisso (24), Thiago (27) und Kingsley Coman (22) führen das neue Team an, weitere Spieler stoßen dazu.

Im Sommer bereits Weltmeister Benjamin Pavard (22) vom VfB Stuttgart, HSV-Angreifer Fiete Arp (19) ergänzt den Münchner Kader ab Sommer 2019 oder 2020. Ein starkes Gerüst. Laut "Sport Bild" und mehreren spanischen Medien kommt Verteidiger Lucas Hernández (23) zur neuen Saison von Atlético Madrid. Fixe Ablöse: 85 Millionen Euro. Und auch mit Nationalstürmer Timo Werner (22) soll Einigkeit erzielt worden sein. Der Leipzig-Star wechselt entweder nach dieser Saison zu Bayern oder 2020 – dann ablösefrei.

Im Visier: Kai Havertz

Außerdem im Visier der Münchner: Spielmacher-Juwel Kai Havertz (19) von Bayer Leverkusen, dessen Teamkollege Julian Brandt (22), Chelseas Callum Hudson-Odoi (18) und Nicolas Pépé (23) vom OSC Lille. "Wir haben gesagt, dass wir heute nicht über Transfers sprechen wollen", sagte Hoeneß am Mittwoch zu den Gerüchten. Bei Sport1 meinte er jüngst, dass Bayern 2019 bei Spielerverpflichtungen "klotzen" werde.

Baustelle Klubführung: Der Vertrag mit Vorstandsboss Rummenigge wurde bis Ende 2021 verlängert, bereits 2020 soll Oliver Kahn als Vorstandsmitglied zu Bayern stoßen und nach einem Jahr der Eingewöhnung für Rummenigge übernehmen. Hoeneß wird ziemlich sicher bis Ende 2022 Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender bleiben.

Offen ist, was mit Hasan Salihamidzic passiert. Der Vertrag des Sportdirektors läuft bis 2020, Hoeneß sieht Brazzo auf Sicht als Sportvorstand. Philipp Lahm ist derzeit außen vor. Trainer Kovac ist bis 2021 an den FC Bayern gebunden.

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