Neuer, Alaba und Co.: Wer beim FC Bayern jetzt besonders gefragt ist

Der FC Bayern hat seine vergangenen beiden Partien verloren, jetzt gilt es gegen den SC Freiburg, Team vom Kult-Trainer Streich, wieder in die Erfolgsspur zu finden. Die AZ zeigt, wer besonders gefordert ist.
| Patrick Strasser
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Der FC Bayern will gegen den SC Freiburg die dritte Niederlage in Folge verhindern.
Der FC Bayern will gegen den SC Freiburg die dritte Niederlage in Folge verhindern. © firo/Augenklick

München - Strahlender Sonnenschein auf dem Bayern-Gelände beim Training am Freitag. Und siehe da, nahezu logisch nach dem Schneegestöber vom Mittwoch in Kiel als die Münchner mit dem Pokal-Aus im hohen Norden eiskalt erwischt wurden: Bei den Profis waren trotz der eisigen Temperaturen aufgehellte Gesichter zu sehen. Etwas Sonne tanken, wichtig fürs Gemüt, für die Bildung des Provitamins D und des Fußballmechanismus R.

Und zwar R wie: eine Reaktion zeigen. Am Sonntag (15.30 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker) gegen den SC Freiburg gilt es für den Abo-Meister zu beweisen, warum man der Abo-Meister ist. Nach dem 2:3 vorigen Freitag in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach war der K.o. im Elfmeterschießen bereits die zweite Pleite des Kalenderjahres.

Flick: Enttäuschung ablegen und nach vorne schauen

Zur Erinnerung: 2020, im Jahr, das der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge "mit Goldrand einrahmen lassen wollte", hatte man weit weniger Niederlagen (eine) als gewonnene Titel (fünf). Wird eng, solch ein Verhältnis auch 2021 herzustellen.

"Wir müssen die Enttäuschung ablegen und nach vorne schauen", meinte Trainer Hansi Flick und betonte: "Eine Spitzenmannschaft zeichnet aus, dass man, wenn es mal nicht so gut läuft, schnell wieder in die Spur kommt. Damit wollen wir schleunigst anfangen."

FC Bayern: Bloß keine weitere Niederlage

Mit anderen Worten: Bitte eine Reaktion zeigen, Männer! Denn eine dritte Niederlage in Serie hätte zur Folge, dass man gänzlich aus der Spur driftet und ein wenig die Kontrolle (sprich die Tabellenführung) verliert auf dem Kurs Richtung neunte Meisterschaft hintereinander. Auf wen kommt es nun ganz besonders an? Welcher Spieler muss das Steuer übernehmen? Die AZ-Übersicht:

Manuel Neuer: Der Kapitän muss mit Ausstrahlung, Überzeugung und (frischem) Mut vorangehen. Dabei aber seine Welt hintenanstellen: Schon sieben Gegentore in drei Partien anno 2021. Der Welttorhüter kennt das Gefühl eines Zu-Null-Spieles in nationalen Wettbewerben nur noch vom Hörensagen (am 24. Oktober beim 5:0 gegen Frankfurt) oder auf internationalem Parkett aus vager Erinnerung an das 2:0 im letzten Champions-League-Gruppenspiel gegen Lokomotive Moskau (9. Dezember).

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David Alaba: Die Defensive ist Bayerns wunder Punkt, egal in welcher Besetzung. DFB-Abwehrchef Niklas Süle ist von der Rolle, die französischen 2018er-Weltmeister Benjamin Pavard und Lucas Hernández im Formtief. Kann Alaba den Laden zusammenhalten? Und das, ohne seine Gedanken beim bevorstehenden Abschied im Sommer (wohl zu Real Madrid) zu haben? "Die gesamte Mannschaft ist in der Defensive gefordert", sagte Flick und bemängelte: "Wir bekommen derzeit weniger Druck auf den Ball." Weil Flick seine Abwehrkette so fatalistisch hoch verteidigen lässt, wird sie immer wieder durch weite Schläge in die Tiefe auf einen enteilenden Stürmer überrumpelt - siehe das 1:1 in Kiel. Lerneffekt bisher gleich null.

Joshua Kimmich braucht Leon Goretzka an der Seite

Joshua Kimmich: Der Kapitän der Zukunft wurde durch seine Verletzung Anfang November (Meniskuseinriss) zurückgeworfen, soll aber wie im Triple-Jahr liefern und der bestimmende Mann im Mittelfeld sein. Was ihm meist nur gelingt, wenn Kumpel Leon Goretzka - und nicht der zu inkonstante Corentin Tolisso - an seiner Seite mitkämpft. Gut für "Jo": Wie auch Eric Maxim Choupo-Moting und Kingsley Coman konnte Goretzka (das Trio fehlte in Kiel) am Freitag wieder voll trainieren.

Thomas Müller: Der Lautsprecher des Teams ist wie die gesamte Mannschaft etwas leiser geworden. Was Flick bejaht: "Es tat uns immer gut, dass wir laut waren, dass wir viel kommuniziert haben. Aktuell hat man ein bisschen das Gefühl, dass es ein bisschen weniger ist. Ich hoffe, dass wir so schnell wie möglich dahin zurückkommen." Mit einem voll aufgedrehten "Radio Müller", damit die Kommandos des Trainers auf dem Feld auch bei allen ankommen.

Robert Lewandowski: Nach fünf Spielen hintereinander mit Torgarantie (acht Treffer) ging beim Weltfußballer nach seiner Einwechslung in Kiel nichts. Der Mittelstürmer ist allerdings auch kein Joker, muss mit Anpfiff losgelassen werden. Gegen Freiburg heißt es: Ein R für die R. Robert und die Reaktion.

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