Stars nur auf der Bank FC Bayern: Das sind die ersten Verlierer unter Hansi Flick

Unter dem neuen Bayern-Trainer Hansi Flick müssen sich manche Bayern-Spieler mit einer Rolle auf der Bank begnügen. Foto: Sven Hoppe/dpa

Während Müller, Martínez und auch Davies vom neuen Trainer profitieren, müssen sich andere Stars erst wieder ins Team kämpfen: Die AZ gibt einen Überblick – von Thiago bis Coutinho.

 

München - Am Montag war Erholung angesagt beim FC Bayern. Einfach mal durchpusten nach der Party am Samstag – der 4:0-Demonstration gegen Borussia Dortmund im Klassiker der Bundesliga. Erst am Dienstag wird Trainer Hansi Flick (54) seine Stars wieder versammeln, zumindest die, die noch übrig sind.

Bis auf Thomas Müller (30), Javi Martínez (31) und Jérôme Boateng (31) verabschieden sich fast alle Topspieler zu ihren Nationalteams. Für das deutsche Quartett Manuel Neuer (33), Joshua Kimmich (24), Leon Goretzka (24) und Serge Gnabry (24) stehen etwa die abschließenden EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland (Samstag) und Nordirland (Dienstag) an.

Wer zählt zu den Bayern-Verlierer unter Flick?

Und für Flick zwei Trainingswochen, in denen er weiter an seiner Spielidee feilen kann, an Automatismen auf dem Platz. Mit Müller und Martínez sind ja zumindest zwei Säulen der Mannschaft in seiner kleinen Trainingsgruppe vertreten. Boateng hingegen muss diesen Status erst wieder erreichen – wie auch andere Stars. Die AZ erklärt, wer unter Flick zu den ersten Verlierern zählt.

Thiago: (18 Spielminuten unter Flick)

Der Spanier war unter Ex-Coach Niko Kovac im zentralen Mittelfeld gesetzt, diese Zeiten sind erst mal vorbei. Gegen Olympiakos Piräus und Borussia Dortmund gab Joshua Kimmich den alleinigen Sechser und Spieleröffner, speziell gegen den BVB zeigte Kimmich auf seiner Lieblingsposition eine herausragende Leistung. "Jeder auf dem Platz wusste, was er zu tun hat", sagte Kimmich lobend über Flicks Einfluss: "Ich fand es gut, dass er in der Defensive in der Herangehensweise Strukturen und Abläufe festgelegt hat." 

Thiago, in der Vergangenheit oftmals zu verspielt, wurde erst spät in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Im Bayern-Zentrum wird Flick wohl auch beim nächsten Spiel in Düsseldorf (23. November) auf das Dreieck Kimmich, Goretzka und Müller vertrauen. Diese Formation hat für Stabilität gesorgt.

Philippe Coutinho: (21 Spielminuten)

Deshalb zählt auch der Brasilianer aktuell zu den Enttäuschten. Positiv: Coutinho hüpfte nach der Gala gegen den BVB trotzdem gemeinsam mit den Kollegen vor der Südkurve. Im Sommer wurde Coutinho noch wie ein Erlöser gefeiert, Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bescheinigte ihm nach wenigen Auftritten bereits "Weltklasse-Format".

Davon war zuletzt allerdings sehr wenig zu sehen, Coutinho ist derzeit nur Edeljoker, erster Ersatzmann für die Offensivreihe um Müller, Gnabry und Kingsley Coman (23). Ob Flick es schafft, den Künstler bei Laune zu halten? Die Hoffnung ist zumindest da. Denn: Der neue Coach erinnere ihn "an Jupp Heynckes", sagte Co-Trainer Hermann Gerland im BR: "Er spricht gut mit den Spielern, ist nett zu ihnen, erzählt ihnen von Fehlern, die sie machen." Das könnte beim Umgang mit Coutinho helfen.

Corentin Tolisso: (8 Spielminuten)

Zu Saisonbeginn gehörte der Mittelfeld-Allrounder fast immer zur Startelf, mit Leichtsinnsfehlern wie gegen Tottenham oder Hoffenheim spielte sich Tolisso dann aber aus dem Team. Am Samstag im Dortmund-Kracher durfte der Franzose keine einzige Minute mitwirken, er trottete traurig Richtung Ersatzbank und verließ später als erster Bayern-Profi das Stadion. Tristesse!

Auf der Länderspielreise geht es für Tolisso nun darum, neues Selbstvertrauen zu gewinnen. Sein Hauptrivale als Achter ist Goretzka.

Jérôme Boateng: (0 Spielminuten)

In der Viererkette scheint Flick seine Stammformation gefunden zu haben – mit Alphonso Davies (19) auf der linken Seite, Benjamin Pavard (23) rechts sowie Martínez und David Alaba (27) zentral. "Ich finde es hervorragend, wie er das macht", sagte Goretzka über Alaba: "Er ist extrem zweikampfstark und gibt uns eine gute Stabilität, weil er nach vorne und offensiv denkt." 

Für Boateng, der nach seiner Roten Karte in Frankfurt auch noch gegen Düsseldorf gesperrt ist, sind das keine guten Nachrichten. Er wird es schwer haben, sich ins Team zu kämpfen. Aber das kennt Boateng ja schon lange.

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