FC Bayern: Müller und Lewandowski gesperrt - Wer stürmt gegen Gladbach?

Der FC Bayern will gegen Borussia Mönchengladbach den nächsten Schritt zum Titel machen, muss dabei aber mit Thomas Müller und Robert Lewandowski auf zwei seiner wichtigsten Angreifer verzichten. Wie löst Hansi Flick das Offensiv-Puzzle?
| Bernhard Lackner
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Hansi Flick muss gegen Freiburg auf David Alaba verzichten.
Sven Hoppe/dpa 2 Hansi Flick muss gegen Freiburg auf David Alaba verzichten.
Brillierte bei seinem Startelf-Debüt in der Bundesliga: Joshua Zirkzee.
imago/Hartenfelser 2 Brillierte bei seinem Startelf-Debüt in der Bundesliga: Joshua Zirkzee.

München - Viel zu kritisieren gab es nicht am Samstagabend, vollends zufrieden war Hansi Flick aber auch nicht. "Es ist schon ärgerlich, aber wir müssen das so annehmen", sagte der Bayern-Coach nach dem 4:2-Sieg bei Bayer 04 Leverkusen.

Hintergrund: Ausgerechnet die beiden Top-Scorer Thomas Müller (sieben Tore, 20 Vorlagen) und Robert Lewandowski (30 Tore, drei Vorlagen), eigentlich nicht als Raubeine bekannt, sahen gegen die Werkself ihre jeweils fünfte Gelbe Karte in der laufenden Spielzeit. Im Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag (18.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) wird Hansi Flick seine Offensive also umbauen müssen.

Hansi Flick muss gegen Freiburg auf David Alaba verzichten.
Hansi Flick muss gegen Freiburg auf David Alaba verzichten. © Sven Hoppe/dpa

"Es ist halt so, wir akzeptieren das Ganze. Wir werden gegen Mönchengladbach zwei andere Spieler sehen, das ist auch mal gut", sagte der Bayern-Coach weiter. Die AZ zeigt Flicks Optionen gegen die Fohlen:

Gnabry oder Zirkzee: Wer ersetzt Lewandowski?

Bereits vor der neunwöchigen Corona-Pause mussten die Bayern ihren Torjäger ersetzen – und taten das mit großem Erfolg! Bei den beiden Partien in Hoffenheim (6:0) und gegen den FC Augsburg (2:0) rückte jeweils Joshua Zirkzee ins Sturmzentrum und machte mit einem Tor und einer Vorlage einen guten Job.

Brillierte bei seinem Startelf-Debüt in der Bundesliga: Joshua Zirkzee.
Brillierte bei seinem Startelf-Debüt in der Bundesliga: Joshua Zirkzee. © imago/Hartenfelser

Für einen Einsatz des jungen Niederländers spricht, dass die Bayern in ihrem Spielsystem keine größeren Änderungen vornehmen müssten. Wie Lewandowski kann auch Zirkzee dank seiner Größe und Physis die Rolle des Zielspielers im Sturmzentrum einnehmen und gegnerische Verteidiger an sich binden, um so Räume für seine Mitspieler zu schaffen.

Einen komplett anderen Spielertyp stellt Serge Gnabry dar. Der Nationalspieler besticht viel mehr durch Antritt und Schnelligkeit als durch Physis – die Position im Sturmzentrum ist ihm allerdings alles andere als fremd: Sowohl in der Nationalmannschaft als auch während seiner Leihe zur TSG Hoffenheim hat Gnabry die Rolle in der Vergangenheit häufig erfolgreich ausgefüllt.

Ob Gnabry gegen Gladbach überhaupt eine Option sein wird, ist jedoch noch offen. Der Nationalspieler zog sich am Dienstag im Training eine Rückenverletzung zu und musste bereits im Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt pausieren. Sein Einsatz am Wochenende steht noch auf der Kippe.

Hoffnungen auf einen Einsatz als Joker darf sich wohl Kwasi Okyere Wriedt machen. Der Top-Stürmer der kleinen Bayern wurde am Donnerstag an der Säbener Straße gesichtet und soll im Kader gegen Gladbach stehen, berichtet die "Bild". Wriedt, der bislang unter Flick noch keine Rolle gespielt hat, führt mit 19 Treffern die Torjägerliste der 3. Liga an.

Spielmacher statt Raumdeuter: Wird Thiago der Müller-Ersatz?

Für Thiago kommt die Sperre von Thomas Müller im Prinzip zum genau richtigen Zeitpunkt. Der spanische Spielmacher hatte nach der Corona-Pause mit einer Adduktorenverletzung zu kämpfen. Beim Sieg gegen Bayer Leverkusen feierte der 29-Jährige am Samstag nach zweiwöchiger Verletzungspause seine Rückkehr auf den Rasen, auch beim Pokal-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt (2:1) wurde er eingewechselt. Gegen Gladbach dürfte Thiago als Müller-Ersatz das Dreier-Mittelfeld mit Leon Goretzka und Joshua Kimmich bilden.

Allzu viel Konkurrenz hat der Spanier zumindest nicht: Philippe Coutinho und Corentin Tolisso stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, Michael Cuisance musste zuletzt aufgrund einer Magen-Darm-Infektion kürzertreten.

Der deutlich defensiver orientierte Javi Martínez erhielt, auch und vor allem verletzungsbedingt, unter Hansi Flick bislang kaum eine Chance. In diesem Kalenderjahr kommt der Defensiv-Allrounder wettbewerbsübergreifend auf gerade einmal vier Einsätze und insgesamt 28 Spielminuten.

Lesen Sie auch: Chancenwucher gegen Frankfurt - Müller spricht Klartext

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