FC Bayern: Kingsley Coman – wohin führt der Weg des Königs?

Im Jahr 2020 köpft Kingsley Coman die Bayern zum Triumph in der Champions League – in dieser Saison kommt der 25-Jährige auf 121 Einsatzminuten. Sein Vertrag läuft 2023 aus – bleibt er oder wechselt er?
| Patrick Strasser
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Der Königskopfball in der Königsklasse: Kingsley Coman trifft im Champions-League-Finale 2020 in Lissabon gegen die Star-Truppe von Paris St.-Germain zum 1:0, es ist das Goldene Tor zum Triumph.
Der Königskopfball in der Königsklasse: Kingsley Coman trifft im Champions-League-Finale 2020 in Lissabon gegen die Star-Truppe von Paris St.-Germain zum 1:0, es ist das Goldene Tor zum Triumph. © Rauchensteiner/Augenklick

München – Er war der King von Lissabon. Kingsley Coman brachte mit seinem goldenen Tor zum 1:0 gegen Paris St.-Germain im August 2020 den Henkelpott nach München. Der Siegtorschütze für den FC Bayern in einem Champions-League-Finale zu sein – das ist zuvor nur Franz "Bulle" Roth 1976 beim 1:0 gegen AS Saint-Étienne in Glasgow gelungen und Arjen Robben 2013 im Endspiel von Wembley gegen Borussia Dortmund als der Holländer kurz vor Schluss das 2:1 erzielte.

Coman hat also seinen Platz in der Historie des FC Bayern. Doch diese Saison läuft es nicht für den 25-Jährigen, der nach einer Wadenverletzung und eines kleineren Eingriffes am Herzen auf nur 121 Einsatzminuten kommt. Beim 5:1-Feuerwerk letzten Sonntag in Leverkusen konnte der Flügelstürmer immerhin sein Comeback nach fünf Wochen Ruhepause und Aufbautraining feiern.

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Kingsley Coman ist wieder einsatzfähig

Währenddessen gewann die französische Nationalmannschaft ohne ihn die Nations League, bei Bayern machten sich Leroy Sané auf dem linken und Serge Gnabry auf dem rechten Flügel unentbehrlich. Hinzu kommt die steile Karrierekurve von Jamal Musiala (18), der auf beiden Flügeln als Joker eingesetzt werden kann.

Dennoch freut sich Bayern-Trainer Julian Nagelsmann sehr, Coman wieder als Waffe auf einer der Außenbahnen einsetzen zu können, es gibt ihm etwa beim Champions-League-Gruppenspiel bei Benfica Lissabon am Mittwoch (21 Uhr, DAZN und im AZ-Liveticker) mehr Optionen. Die Schnelligkeit und Dribbelstärke des "King" wie ihn alle an der Säbener Straße rufen, ist unentbehrlich – aber wie lange stehen dessen Künste noch zur Verfügung?

Coman-Verkauf im Sommer 2022 wahrscheinlich

Der Vertrag von Coman, seit seinem Wechsel 2015 von Juventus Turin in München, läuft bis 2023. Aktuell gibt es zwei Optionen: eine Vertragsverlängerung mit deutlicher Anhebung des Salärs (von angeblich knapp 12 Millionen Euro auf rund 16 bis 17 Millionen pro Saison) oder ein Verkauf mit hohem Erlös im Sommer. Letztere ist aktuell die wahrscheinlichere Variante.
Der ablösefreie Abgang von David Alaba im vergangenen Sommer zu Real Madrid wie die wahrscheinliche Wiederholung dieser Situation bei Corentin Tolisso 2022 (und womöglich Niklas Süle) hat die Bayern-Bosse verärgert.

Also drängen sie Coman zu einer Tendenz in seiner Entscheidung, um potenzielle Interessenten, vor allem aus der Premier League, in die Spur zu bringen. Doch die theoretisch aufgerufenen 80 Millionen hatten so manchen Klub im Frühjahr und Sommer abgeschreckt. Ein Jahr vor Vertragsende dürfte Coman 2022 günstiger sein. Doch je mehr Spielminuten und Scorerpunkte er demnächst sammelt, desto wertvoller würde er werden – für Nagelsmann und einen möglichen Verkauf.

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Coman-Ersatz: Antony und Adeyemi auf dem Radar

Die übliche Krux. Erleichtert haben die Bayern zur Kenntnis genommen, dass die Coman-Seite das Mandat von Berater Pini Zahavi, einem der Top-Spielerberater im Weltfußball, zu dessen Klienten unter anderem Bayern-Torjäger Robert Lewandowski gehört, und den Ehrenpräsident Uli Hoeneß im Zuge der gescheiterten Verhandlungen mit Alaba als "geldgierigen Piranha" beschimpfte, zurückgezogen hat. Das Mandat galt ohnehin nur in der letzten Transferperiode für einen eventuellen Wechsel nach England. Comans Vater Christian vertritt seinen Sohn, doch die Gespräche mit den Bayern-Bossen stocken.

Und in solch einer Situation müssen sich die Verantwortlichen, allen voran Sportvorstand Hasan Salihamidzic, natürlich um mögliche Alternativen zu Coman kümmern. Auf dem Radar: der brasilianische Nationalspieler Antony (21) von Ajax Amsterdam. Viel höher im Kurs: Karim Adeyemi (RB Salzburg). Mit dessen Vertretern traf man sich bereits an der Säbener Straße. Nicht nur, um Druck auf die Coman-Seite zu machen. Der 19-jährige DFB-Nationalspieler, der im September sein Debüt unter Bundestrainer Hansi Flick gefeiert hatte, gilt als Wunschkandidat der Bayern für den Angriff. Aber auch der BVB kämpft um Adeyemi. Das Preisschild: rund 30 bis 40 Millionen Euro Ablöse.  

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