Endlich wieder dicht: Ein Trio überzeugt in der Abwehr des FC Bayern

Die Bayern-Abwehr zeigt sich beim Sieg in Augsburg stabiler als zuletzt, nur Pavard fällt ab. Mit Boateng soll es Gespräche geben.
| Maximilian Koch
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König der Lüfte: Bayerns Jérôme Boateng überzeugt beim 1:0-Erfolg gegen den FC Augsburg.
König der Lüfte: Bayerns Jérôme Boateng überzeugt beim 1:0-Erfolg gegen den FC Augsburg. © imago/MIS

München/Augsburg - In der 61. Minute knallte Augsburgs Daniel Caligiuri gegen eine bayerische Abwehrwand und kam keinen Zentimeter mehr weiter. Jérôme Boateng hatte sich ihm in den Weg gestellt, der gefährliche Augsburger Konter war damit unterbunden.

Und während Caligiuri beim Schiedsrichter ein Foulspiel reklamierte, winkte Boateng nur ab. Normale Härte – so verteidigt man als doppelter Triple-Sieger eben!

Gegen Augsburg: Starke Leistung von Boateng

Nicht nur in dieser Szene zeigte Boateng am Mittwochabend seine ganze Erfahrung und Klasse. Der 32-Jährige brachte in seinem 300. Bundesligaspiel 91 der Pässe zum Mitspieler, gewann 50 Prozent seiner Zweikämpfe und beging nur ein Foulspiel. Damit hatte Boateng großen Anteil daran, dass Bayern endlich mal wieder ohne Gegentor blieb. Torhüter Manuel Neuer bedankte sich bei seinen Vorderleuten.

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Lob gab es hinterher von Lothar Matthäus. "Boateng spielt in den letzten zwei Jahren eine gute Rolle beim FC Bayern. Gerade unter Hansi Flick ist er aufgeblüht, hat zu alter Form gefunden", sagte der Sky-Experte – und forderte eine Vertragsverlängerung für Boateng: "Man sollte sich auf jeden Fall mit ihm zusammensetzen und über ein oder zwei weitere Jahre nachdenken."

Rummenigge kündigt Gespräche mit Boateng an

Boatengs Vertrag läuft im Sommer aus, nach AZ-Informationen gab es bislang keine Verhandlungen über eine weitere Zusammenarbeit. Diese sollen aber bald stattfinden, wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der "Bild" sagte: "Jérôme ist ein sehr verdienter Spieler, mit dem wir beim FC Bayern auch entsprechend umgehen werden", erklärte Rummenigge. Zunächst müsse allerdings ausgelotet werden, "was er sich selbst noch zutraut", so der Vorstandsboss weiter.

Aufgrund des sicheren Abgangs von David Alaba ist Boateng auch für Matthäus "mehr als eine Alternative." Gerade jetzt in der Corona-Zeit, in der die Bayern sparen müssen.

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Viel hängt davon ab, wie die Entwicklung von Niklas Süle in den nächsten Wochen verläuft. Flick ist grundsätzlich überzeugt von den Qualitäten des 25-Jährigen, doch seit seinem Kreuzbandriss im Herbst 2019 hat Süle sein altes Topniveau noch nicht wieder konstant erreicht. In Augsburg saß Süle 90 Minuten auf der Bank, und auch am Sonntag gegen Schalke hat Flick eigentlich keinen Grund, an der harmonierenden Abwehrmitte Boateng/Alaba etwas zu ändern. "Konstanz ist wichtig", sagte Flick zur Besetzung der Viererkette.

Im Sommer könnte mit Leipzigs Dayot Upamecano ein neuer Süle-Rivale in den Kader rücken. Komplizierte Aussichten.

Pavard weiter im Formtief

Kompliziert war es zuletzt auch für Lucas Hernández. Doch im Gegensatz zu seinem französischen Weltmeister-Kollegen Benjamin Pavard, der Augsburgs Elfmeter verschuldete, spielte Linksverteidiger Hernández stark. "Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht, sehr aggressiv, auch nach vorne gute Akzente gesetzt", sagte Flick. Hernández holte den Strafstoß vor dem 1:0 heraus und stand hinten stabil.

So kann es weitergehen – für Hernández und für die gesamte Bayern-Abwehr, die endlich mal wieder dichtmachte.

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