Diese Bayern-Stars sollen eine neue Ära prägen

Nach dem 5:0-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf blickt der FC Bayern selbstbewusst in die Zukunft. Hoeneß sieht die Münchner "an der Schwelle zu einer neuen, tollen Generation" – mit Sané, aber ohne Havertz.
| Maximilian Koch
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Sie sollen die Zukunft des FC Bayern entscheidend mitbestimmen: Joshua Kimmich (li.) und Wunschspieler Leroy Sané (re.). Außerdem: Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Vorstand Oliver Kahn.
GES/Augenklick Sie sollen die Zukunft des FC Bayern entscheidend mitbestimmen: Joshua Kimmich (li.) und Wunschspieler Leroy Sané (re.). Außerdem: Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Vorstand Oliver Kahn.

München - Unter Trainer Hansi Flick bewegt sich der FC Bayern in Sphären, die man zuletzt unter Pep Guardiola erreicht hatte. Spielerisch, taktisch und auch bei der Punktausbeute. Beweis gefällig?

Mit dem 5:0-Erfolg über Fortuna Düsseldorf am Samstag stellte Flick einen neuen Rekord auf: Es war der 22. Sieg im 25. Pflichtspiel seiner Cheftrainer-Zeit, da kann selbst Guardiola nicht mithalten. 86 Treffer der Flick-Bayern nach 29 Bundesliga-Spieltagen sind ebenfalls unerreicht, 0,64 Gegentore pro Spiel unter Flick bedeuten europaweit einen Spitzenwert. Beeindruckend. Fast schon beängstigend für die Liga. Flick hat eine Sieg- und Tormaschine geformt, die ihresgleichen sucht.

Drei Siege aus fünf Spielen, dann ist der FC Bayern Meister

Für die achte Meisterschaft in Serie sind noch höchstens drei Siege aus fünf Spielen nötig. "Ich glaube, wir sind einfach zu erfahren, als dass wir uns jetzt zurücklehnen", sagte Vorstand Oliver Kahn bei "Sky90". Und für Bundestrainer Joachim Löw steht fest: "Die Bayern lassen sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen." Der Erfolg gegen die Fortuna, den Mathias Jörgensen mit einem Eigentor (15.), Benjamin Pavard (29.), Alphonso Davies (52.) sowie Robert Lewandowski per Doppelpack (43., 50.) herausschossen, war eine Machtdemonstration. Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler sah einen "Klassenunterschied", der scheidende Sportvorstand Lutz Pfannenstiel sagte: "Wir wurden auseinandergesägt."

Wenn man den Bayern-Machern an diesem Pfingstwochenende so zuhörte, soll der aktuelle Höhenflug erst der Anfang von etwas noch viel Größerem sein. Ehrenpräsident Uli Hoeneß sprach im BR-Interview bereits von einer "neuen Ära" und präzisierte: "Ich glaube, dass wir an der Schwelle zu einer neuen, tollen Generation sind."

Den umworbenen Leroy Sané (Manchester City) schloss er kurzerhand schon mal in seine Bayern-Mannschaft der Zukunft mit ein: "Wir haben mit Joshua Kimmich, Niklas Süle und hoffentlich David Alaba, Thiago und auch Leroy Sané eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft." Laufe "alles optimal", stünden weitere Erfolge vor der Tür. Man kann Hoeneß wohl kaum widersprechen.

Hoeneß: Havertz kommt wohl nicht

Mega-Talent Kai Havertz von Bayer Leverkusen wird dabei aber offenbar nicht helfen, zumindest in näherer Zukunft nicht. "Sportlich würde ich ihn gerne in München sehen", sagte Hoeneß, "aber Stand heute kann ich es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Havertz kommt."

Vorstand Kahn stellte sogar einen Verzicht auf Spielereinkäufe im Sommer in den Raum: "Das könnte eine Option sein. Wir haben durch den Ausbruch dieser Krise gesehen, wie verletzlich dieses System Profifußball ist. Ich glaube, dass sich viele Vereine, auch viele europäische Vereine, sehr viele Gedanken machen. Wie geht das Ganze nach Corona weiter? Und was bedeutet das finanziell?" Er wehre sich dagegen, ergänzte Kahn, "auch bei 30 oder 40 Millionen, egal für welchen Spieler, dass das Peanuts oder kleinere Summen wären in der heutigen Zeit".

Ohne Havertz, aber wohl mit Sané (24) und der jungen Generation um Kimmich und Leon Goretzka (beide 25) plant Bayern den Angriff auf die europäische Spitze.

2022 findet das Champions-League-Finale in München statt. Da will Bayern dabei sein. Oder klappt es schon vorher mit dem Triumph in der Königsklasse? Bastian Schweinsteiger traut seinem Ex-Klub jedenfalls "alles" zu. "Auch im europäischen Vergleich ist es eine Supermannschaft", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und legte sich fest: "Sie können die Champions League gewinnen."

Das war Guardiola übrigens in drei Jahren bei Bayern nicht gelungen. Flick versucht, den Katalanen nun auch in diesem Punkt zu überflügeln.

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