Abwehr-Sorgen beim FC Bayern: Wer verteidigt gegen Salzburg?

Der FC Bayern will gegen RB Salzburg den Einzug ins Achtelfinale der Champions League perfekt machen, wird dabei aber in der Abwehr improvisieren müssen. Trainer Hansi Flick bieten sich verschiedene Optionen.
| Bernhard Lackner
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Hansi Flick muss gegen RB Salzburg improvisieren.
Hansi Flick muss gegen RB Salzburg improvisieren. © imago images / Poolfoto

München - Hansi Flick gab gleich zu Beginn die Marschroute vor. "Das ist unser Ziel", antwortete der Trainer des FC Bayern in bestimmendem Ton auf die Frage, ob seine Mannschaft gegen RB Salzburg (Mittwoch, 21 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) den Einzug ins Achtelfinale der Champions League bereits fix machen wolle. Mit einem Sieg wäre das Ticket für die K.o.-Runde der Königsklasse gelöst – gegen den österreichischen Serienmeister wird dies allerdings kein Selbstläufer.

RB Salzburg ist offensiv brandgefährlich

Schon beim Hinspiel vor drei Wochen bereiteten die offensivstarken Bullen aus der Mozartstadt dem deutschen Rekordmeister phasenweise große Probleme, erst in der Schlussphase konnten die Münchner die Partie auf ihre Seite ziehen. Die defensiven Nachlässigkeiten wurden durch die vier Treffer in der Schlussviertelstunde kaschiert. "Es wird eine schwierige Aufgabe", meinte daher auch Flick zum Aufeinandertreffen mit den Salzburgern.

Zumal sich insbesondere in der Defensive die Personalsituation im Vergleich zum Spiel vor drei Wochen deutlich verschärft hat. Neben dem Langzeitverletzten Alphonso Davies, der nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk mittlerweile zumindest wieder einige Laufübungen auf dem Platz absolvieren kann, wird mit Bouna Sarr ein weiterer Außenverteidiger fehlen.

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Beim 1:1 gegen Werder Bremen zog sich Linksverteidiger Lucas Hernández zudem eine Hüftprellung zu. Bei ihm besteht zumindest die Hoffnung, dass er am Mittwochabend auf der Bank sitzen kann. Ein Startelf-Einsatz scheint allerdings ausgeschlossen.

Bayerns Lucas Hernandez geht verletzt vom Platz.
Bayerns Lucas Hernandez geht verletzt vom Platz. © Lukas Barth/epa/Pool/dpa

Alaba als Hernández-Ersatz - Martínez in der Innenverteidigung?

Gegen RB Salzburg wird Flick in der Viererkette also improvisieren müssen, personell stellt sich die Viererkette wegen der Ausfälle fast von alleine auf. Gegen Werder Bremen rückte nach der Auswechslung von Hernández David Alaba auf die Linksverteidigerposition. Seinen Platz im Abwehrzentrum neben Jérôme Boateng übernahm gezwungenermaßen Javi Martínez, da auch Niklas Süle derzeit nicht zur Verfügung steht.

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Dieselbe Umstellung wäre gegen Salzburg ebenfalls denkbar, wenn auch nicht optimal. Der Spanier wird aufgrund der Ausfälle von Joshua Kimmich und Corentin Tolisso eigentlich im defensiven Mittelfeld gebraucht. Hier steht neben Leon Goretzka lediglich Marc Roca zur Verfügung, letzterer spielte seit seinem Wechsel von Espanyol Barcelona in den Planungen von Flick bislang aber kaum eine Rolle. Tanguy Nianzou, der nach seiner Oberschenkelverletzung gegen Werder erstmals im Kader der Bayern stand und sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung spielen kann, wurde von den Bayern nicht für die Champions League gemeldet.

Wird Chris Richards der Hernández-Ersatz?

Wenn Martínez erneut im Mittelfeld aufläuft, wird Alaba mangels Personal also im Abwehrzentrum gebraucht. Um die dann vakante Position als linkes Glied der Viererkette zu besetzen, müsste Flick improvisieren. Hier steht als einzige potenzielle Option Youngster Chris Richards bereit. Der 20-jährige Amerikaner ist eigentlich gelernter Innenverteidiger, hat in der abgelaufenen Saison für die U23 jedoch häufig als Rechtsverteidiger gespielt. Ihn gegen die pfeilschnellen Offensivspieler der Salzburger auf ungewohnter Seite einzusetzen, wäre durchaus mit Risiken verbunden.

Abwehrspieler des FC Bayern: Chris Richards.
Abwehrspieler des FC Bayern: Chris Richards. © Sven Simon/ imago images

Wie genau Flick am Mittwochabend plant, wollte er bei der Abschluss-Pressekonferenz am Dienstag nicht durchklingen lassen. "Wir haben mehrere Optionen", meinte der Bayern-Coach lediglich: "Ich werde nicht mit offenen Karten spielen."

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