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"Notbremse", Distanzunterricht und Lockdown: Diese Corona-Regeln gelten in München

In München tritt erneut die Corona-"Notbremse" in Kraft, ab sofort gibt es wieder verschärfte Maßnahmen. Diese Regeln gelten in der Stadt.
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Der Gärtnerplatz: Hier gilt ab Freitag (16. April) ein Alkoholverbot zwischen 18 Uhr und 6 Uhr.
Der Gärtnerplatz: Hier gilt ab Freitag (16. April) ein Alkoholverbot zwischen 18 Uhr und 6 Uhr. © Daniel von Loeper

Hinweis der Redaktion: Dieser Text hat den Stand der am 6. April bekanntgegeben Regeländerungen sowie der am 9. März veranlassten Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt München. Grundlage für diese sind die am 22. März von Bund und Ländern beschlossene Verlängerung der Corona-Maßnahmen sowie die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 5. März und die entsprechenden Änderungen vom 25. März


München - Der Lockdown in Bayern wird vorerst bis zum 9. Mai verlängert! Das beschloss das Kabinett in einer Sitzung am Dienstag (13. April).

Zuletzt musste München wegen der hohen Inzidenz vor den Osterfeiertagen die "Notbremse" ziehen. Es kam zu verschärften Regeln, jedoch nur für kurze Zeit. Denn über die Feiertage sank die Inzidenz wieder – nach drei Tagen "Notbremse" galten abMittwoch (7. April) wieder die gelockerten Maßnahmen.

Doch nun kommt es erneut zur "Notbremse" in der bayerischen Landeshauptstadt, die Inzidenz befindet sich wieder über dem Grenzwert von 100. Seit Mittwoch (14. April) gibt es wieder verschärfte Maßnahmen in der Stadt.

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Welche Lockdown-Regeln gelten in München?

Maskenpflicht in der Innenstadt: Bund und Länder haben beschlossen, dass eine Maskenpflicht überall dort besteht, wo es Publikumsverkehr gibt. In München gilt eine Maskenpflicht in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt, Rindermarkt, Viktualienmarkt, Dienerstraße, Schrammerstraße, Landschaftstraße, im Tal sowie in der Schützenstraße und im Stachus-Untergeschoss.

Die Stadt München hat die zeitliche Geltungsdauer der Maskenpflicht "aufgrund aktueller Rechtsprechung" allerdings angepasst: Seit dem 10. März gilt die Maskenpflicht auf den festgelegten Begegnungsflächen (s. oben) täglich von 9 bis 21 Uhr. Zuvor galt eine generelle Maskenpflicht rund um die Uhr.

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Verschärfung der Maskenpflicht in Bayern

Auch hier gilt die Maskenpflicht: Im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel ist das Tragen einer Mund-Nasen-Maske Pflicht. Hier wurden die Regeln nochmals verschärft: So müssen Menschen seit dem 18. Januar beim Einkaufen und im ÖPNV eine FFP2-Maske tragen, die kein Ventil hat. Eine Einmal-Maske oder ein selbstgenähter Mund-Nasen-Schutz ist nicht mehr erlaubt.

Zusätzlich gilt die Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden und auf sogenannten Begegnungs- und Verkehrsflächen in Arbeitsstätten. Die Maskenpflicht gilt für Personen ab sechs Jahren. Kinder zwischen sechs und 15 Jahren müssen nicht zwingend eine FFP2-Maske tragen, hier ist auch eine andere Maske möglich. Verstöße werden mit Bußgeldern von bis zu 500 Euro geahndet.

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Alkoholverbot in München

Alkoholverbot im öffentlichen Raum: Am 19. Januar hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das bayernweite Alkoholverbot im öffentlichen Raum gekippt! Dennoch gilt in München in Teilen des öffentlichen Raums ein Alkoholverbot.

Seit 28. Januar gilt in der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt ein Alkoholkonsumverbot. Das Verbot gilt - analog zur Maskenpflicht - in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, im Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt, auf dem Rindermarkt und dem Viktualienmarkt, in der Dienerstraße, Schrammerstraße und Landschaftstraße, im Tal sowie in der Schützenstraße und im Stachus-Untergeschoss.

Auf dem Viktualienmarkt darf rund um die Uhr kein Alkohol getrunken werden, in der Fußgängerzone wurde das Alkoholverbot am 13. April angepasst: Ab 16. April ist dort der Alkoholkonsum zwischen 18 Uhr und 6 Uhr verboten.

Zudem wird das Alkoholverbot in München ab 16. April verschärft: Dann ist das Konsumieren von Alkohol an den Party-Hotspots Gärtnerplatz und Wedekindplatz täglich von 18 Uhr bis 6 Uhr verboten! Das teilte die Stadt am 13. April nach einer Sitzung des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) unter der Leitung von OB Dieter Reiter (SPD) bekannt.

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Kontaktbeschränkungen in München

Die verschärften Regeln sorgen auch wieder bei den Kontakten für Einschränkungen. Seit Mittwoch (14. April) darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person eines anderen Haushalts treffen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgerechnet. "Ausgenommen ist die wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung für Kinder unter 14 Jahren in einer festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaft, wenn sie Kinder aus höchstens zwei Hausständen umfasst", teilte die Stadt dazu bereits Anfang April mit.

Nächtliche Ausgangssperre in München

Mit dem Eintreten der "Notbremse" gibt es in München auch wieder eine Ausgangssperre: Zwischen 22 Uhr und 5 Uhr darf die Wohnung nur noch aus "triftigen Gründen" verlassen werden. Die Ausgangssperre ist seit Mittwoch (14. April), 0 Uhr, in Kraft.

Einzelhandel in München

Seit Mittwoch (14. April) kommt es beim Einzelhandel in München zu diversen Änderungen: Kunden müssen dann - wie bislang auch - im Vorfeld einen Shopping-Termin buchen ("Click & meet"). Neu ist allerdings, dass in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz zwischen 100 und 200 einen negativen Corona-Test vorweisen müssen. Die Regelung gilt bayernweit in den betroffenen Gebieten schon seit 12. April, in München aber erst seit Mittwoch. Mehr Infos dazu gibt's hier.

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Jedoch gibt es auch Ausnahmen: So dürfen Läden weiterhin "normal" öffnen, die für die "tägliche Versorgung unverzichtbar" sind. Eine Übersicht über die geöffneten Läden gibt es hier. Allgemein gilt: In den Ladenräumen sowie bereits auf den Parkplätzen besteht für das Personal eine Maskenpflicht, die Kunden müssen eine FFP2-Maske tragen.

"Click & collect", also das Abholen vorbestellter Waren vor Ort, bleibt weiterhin erlaubt. 

Dienstleistungen in München

Friseure haben in München weiterhin geöffnet. Zudem sind Dienstleistungsbetriebe der nicht-medizinischen Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege geöffnet. Auch medizinisch notwendige Behandlungen in Arzt-, Zahnarzt- und sonstigen Praxen bleiben natürlich weiter möglich. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, und Tattoo-Studios sind geschlossen.

Kultur und Freizeit in München

Auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen haben ab Mittwoch wieder geschlossen. Beispielsweise ist dadurch ein Museums- oder Tierparkbesuch auch mit vorheriger Terminbuchung nicht mehr möglich!

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Sport in München

Auch beim Sport gibt es wegen der "Notbremse" Einschränkungen: Seit dem 14. April ist in München nur noch kontaktfreier Sport unter Beachtung der Kontaktbeschränkungen erlaubt. Mannschaftssport ist untersagt.

Schulen und Kitas in München

Nachdem das Robert Koch-Institut (RKI) für den 16. April für die Stadt München eine 7-Tage-Inzidenz von 158,5 gemeldet hat, gilt in der Woche vom 19. bis 25. April für die Münchner Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen die Inzidenzeinstufung "über 100".

Dies heißt für Münchner Kindertageseinrichtungen und Schulen in der Woche von 19. bis 25. April konkret:

  • In Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und organisierten Spielgruppen ist nur noch Notbetreuung möglich.
  • An den 4. Klassen der Grundschule, der Jahrgangsstufe 11 an Gymnasien und Fachoberschulen sowie in Abschlussklassen findet Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern statt.
  • An allen übrigen Schularten und Jahrgangsstufen findet Distanzunterricht statt.
  • Für den Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern haben die Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schultages über ein schriftliches oder elektronisches negatives Ergebnis eines PCR- oder POC-Antigentests zu verfügen und dieses auf Anforderung vorzuweisen oder müssen in der Schule unter Aufsicht einen Selbsttest mit negativem Ergebnis vorgenommen haben. Die dem Testergebnis zu Grunde liegende Testung darf nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Die Testpflicht gilt mindestens zweimal wöchentlich.

Corona-Regeln für München und Deutschland

Kontaktbeschränkungen: Auch die Kontaktbeschränkungen richten sich nach der Inzidenz im jeweiligen Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt. Liegt die Inzidenz zwischen 35 und 100, kann sich ein Haushalt mit einem anderen Haushalt treffen, die Personenzahl von fünf darf dabei jedoch nicht überschritten werden.

Liegt die Inzidenz unter 35, kann sich ein Haushalt mit zwei weiteren Haushalten treffen, wenn eine Personenzahl von zehn nicht überschritten wird. Kinder bis 14 Jahren sind jeweils ausgenommen. Liegt die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100, gilt die Regel, die bis Anfang März gegolten hat. Dann darf sich ein Haushalt nur mit einer weiteren Person treffen – das ist seit Sonntag auch in München wieder der Fall.

Reisen: Auf nicht zwingend notwendige private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - soll verzichtet werden. Dies gilt für Reisen in Bayern und Deutschland und für "überregionale tagestouristische Ausflüge". Übernachtungen in Hotels sind nur für ausdrücklich nicht touristische Zwecke gestattet. Seit dem 30. März ist ein negativer Corona-Test bei der Einreise nach Deutschland Pflicht.

Wer aus einem "besonders infektionsgefährlichen Virusvariantengebiet" nach Deutschland einreist, muss sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Auch ein vorzeitiges Beenden der Quarantäne durch einen negativen Test am fünften Tag nach der Einreise ist mittlerweile nicht mehr möglich. Wer aus einem Risikogebiet kommt muss sich für zehn Tage in Quarantäne begeben.

Die sonstigen Quarantäneausnahmen für die Einreise aus Virusvariantengebieten (vor allem für Warentransport und systemrelevante Grenzgänger und Grenzpendler) bleiben unverändert.

Diese Corona-Regeln gelten bundesweit für Gastro, Bildung und Freizeit

Freizeit, Sport, Unterhaltung: Bund und Länder haben am 3. März einen Stufenplan mit schrittweisen Corona-Lockerungen beschlossen, den auch die bayerische Staatsregierung so übernommen hat.

Den Anfang machten seit 8. März unter anderem Buchhandlungen, Bibliotheken und Fahrschulen. Auch Öffnungen bei Kultur und Freizeit (z.B. Museen und Tierparks) sind seitdem möglich – wenn es die Inzidenzzahl zulässt.

Sonderfall Profisport: Profisportveranstaltungen dürfen ohne Zuschauer stattfinden. Erste Klubs in Regionen, die Teil von Modellversuchen sind, dürfen aber bereits wieder wenige Zuschauer in Stadien lassen, zum Beispiel Hansa Rostock

Gastronomie: Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und Restaurants mussten bereits Anfang November schließen. Die Lieferung und Abholung von Speisen bleibt erlaubt. Essen darf aber nicht direkt bei der Abholung - etwa an Würstl- oder Pommesbuden - verzehrt werden. Betriebskantinen wurden geschlossen, Speisen und Getränke dürfen sie allenfalls zum Mitnehmen anbieten.

Frühestens ab dem 26. April kann es dann auch in Bayern zu Gastro-Lockerungen kommen. Auch hier hängt es jedoch stark von der Inzidenz ab – wie in vielen anderen Bereichen auch sind dann die Grenzwerte 50 und 100 entscheidend.

Dienstleistungen: Friseursalons sind seit dem 1. März wieder geöffnet. Seit 8. März dürfen deutschlandweit auch wieder die Betreiber "körpernaher Dienstleistungen" öffnen – dazu zählen unter anderem Kosmetik- und Nagelstudios, vorausgesetzt, die Inzidenz lässt es zu. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo-, Logotherapien oder Fußpflege sind schon wieder seit längerer Zeit möglich.

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Schulen und Kindergärten: Bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von unter 50 erfolgt in allen Grundschul- und Förderschulklassen Präsenzunterricht. Bei einer Inzidenz von unter 100 findet an allen anderen Schularten in allen Jahrgangsstufen sowie in den Grundschulen in Landkreisen oder kreisfreien Städten über einer Inzidenz von 50 Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand statt. Bei einer Inzidenz von über 100 findet mit Ausnahme der Abschlussklassen Distanzunterricht statt.

Auch beim Kita-Betrieb ist die Inzidenz entscheidend: Bei einer Inzidenz unter 50 erfolgt Regelbetrieb, zwischen 50 und 100 ein eingeschränkter Regelbetrieb und bei einer Inzidenz von über 100 Notbetreuung.

Lockdown in München: Diese Regeln gelten im Einzelhandel

Einzelhandel, Einkaufen: Der Groß-und Einzelhandel war von Mitte Dezember und bis 7. März komplett geschlossen. Ausnahmen waren Geschäfte des täglichen Bedarfs, Tankstellen, Banken, Postfilialen, Apotheken und Drogerien.

Wie bei Kultur- und Freizeiteinrichtungen kommt es auch beim Einzelhandel zu einzelnen Öffnungsschritten: Liegt die Inzidenz im Landkreis oder der kreisfreien Stadt unter 50, darf der Einzelhandel seit dem 8. März wieder öffnen – eine Hygienekonzept sowie eine begrenzte Kundenzahl vorausgesetzt.

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Seit dem 12. April kommt es im Einzelhandel - zumindest in Bayern - zu einer weiteren Lockerung: Geschäfte in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt mit einer Inzidenz zwischen 100 und 200 dürfen dann ebenfalls mit "Click & meet" öffnen – allerdings nur, wenn der Kunde einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen kann. Dabei darf der PCR-Test maximal 48 Stunden alt sein, bei einem Schnelltest sind es 24 Stunden. Bislang durfte der Einzelhandel in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer Inzidenz über 100 überhaupt nicht öffnen.

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 bleibt es bei den bisherigen Regelungen: Auch hier ist Shoppen nur mit vorheriger Terminbuchung möglich, allerdings benötigen die Kunden hier keinen negativen-Corona-Test. Bei einer Inzidenz von unter 50 darf der Einzelhandel "normal" öffnen, ein Hygienekonzept vorausgesetzt. Bei einer Inzidenz über 200 ist - wie bisher auch schon - nur die Abholung vorbestellter Waren ("Click & collect") zulässig.

Pflegeheime: Besucher in Alten- und Pflegeheimen sowie Behinderteneinrichtungen müssen einen negativen Corona-Test (Antigen-Schnelltest oder PCR-Test) vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Auch die Durchführung eines Tests in der Einrichtung - unter Aufsicht - ist möglich. Innerhalb aller Einrichtungen gilt eine FFP2-Maskenpflicht.

Homeoffice: Bund und Länder wollen einen weitgehenden Anspruch der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Homeoffice einführen. Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause aus überall dort ermöglichen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 30. April.

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