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Stadt hat entschieden: Christkindlmarkt am Marienplatz abgesagt!

Der Christkindlmarkt am Marienplatz wird wegen der Corona-Pandemie und der steigenden Infektionszahlen abgesagt. Das hat die Stadt München am Freitag entschieden.
| Michael Schleicher Felix Müller
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Der Christkindlmarkt am Marienplatz wurde abgesagt. (Symbolbild)
Der Christkindlmarkt am Marienplatz wurde abgesagt. (Symbolbild) © Andreas Gebert / dpa

München - Die nächste Corona-Absage für eine Münchner Groß-Veranstaltung: Nach AZ-Informationen wird der Christkindlmarkt am Marienplatz, der größte und zugleich älteste der Stadt, in diesem Jahr nicht stattfinden. Auch die kleineren Weihnachtsmärkte in den einzelnen Stadtvierteln wurden abgesagt. Grund sind die steigenden Infektionszahlen in ganz Deutschland und der bayerischen Landeshauptstadt.

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"Die Entscheidung ist verständlich, weil die weitere Ausbreitung des Virus gebremst werden muss", sagte der zuständige Referent für Arbeit und Wirtschaft, Clemens Baumgärtner. "Ich verstehe aber auch die Enttäuschung der Beschicker und der Gäste des Christkindlmarkts. Der Markt wäre zum Jahresende für die Menschen ein kleines Stück Normalität in einem Jahr voller Einschränkungen gewesen."

Die Entscheidung zur Absage hat der "Stab für außergewöhnliche Ereignisse" (SAE) unter Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Freitagnachmittag getroffen. "Ohne unseren Christkindlmarkt wird Weihnachten in diesem Jahr nicht das sein, was es sonst ist. Allen Münchnerinnen und Münchnern wird er fehlen. Ganz besonders leid tut es uns für die Standlbesitzer. Nach diesem Jahr ist das für viele eine Katastrophe. Dennoch ist die Entscheidung richtig. Der Gesundheitsschutz geht vor", sagte SPD-Rathaus-Chefin Anne Hübner der AZ.

OB Reiter: "Kontaktbeschränkung muss oberste Priorität haben"

OB Reiter zur Absage der Christkindlmärkte: "Ich hätte uns allen gewünscht, dass wir dieses so belastende Jahr wenigstens mit dem traditionellen Christkindlmarkt hätten ausklingen lassen können. Aber schweren Herzens müssen wir mit Blick auf das Infektionsgeschehen die Christkindl- und Weihnachtsmärkte leider absagen. Kontaktbeschränkung muss jetzt oberste Priorität haben. Und für die Beschicker bringt die Absage wenigstens Klarheit statt einer noch tage- oder wochenlangen Hängepartie."

Auch CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl unterstützte die Entscheidung. "Es ist sehr schade, dass auch die Christkindlmärkte heuer ausfallen müssen", sagte er. "Leider ließ die Infektionslage trotz des guten Hygienekonzepts keine andere Entscheidung zu. Mir tut es leid für die Beschicker und für alle Bürger."

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Christkindlmarkt war zunächst unter Auflagen geplant

Zunächst hatte die Stadt eigentlich geplant, den Christkindlmarkt stattfinden zu lassen – wegen Corona jedoch unter besonderen Auflagen. Kleinere Standl und größere Abstände dazwischen sollten für ein geringes Infektionsrisiko sorgen. Zudem sollte das Areal erweitert werden, um mehr Platz gewährleisten zu können. Des Weiteren hätten die Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.

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Der Christkindlmarkt am Marienplatz hätte am 23. November beginnen sollen. Für die Stadt hat der Markt durchaus auch einen wirtschaftlichen Wert: 2018 waren es nach Berechnungen der Stadt rund 279 Millionen Euro gewesen. Darin enthalten sind die Umsätze der Marktstände sowie ökonomische Effekte, die der Münchner Tourismuswirtschaft zugute kommen. Den Berechnungen zufolge gaben die rund 3,25 Millionen Passanten an 28 Tagen 59 Millionen Euro (pro Person durchschnittlich 50,50 Euro) direkt auf dem Christkindlmarkt aus.

Auch Faschingsveranstaltungen in München abgesagt

Schlechte Nachrichten gibt es auch für Faschings-Fans: Sowohl der Auftakt in die närrische Zeit am 11. November mit der Narrhalla auf dem Viktualienmarkt als auch das Faschingstreiben am Faschingsdienstag mit dem Tanz der Marktweiber wurden am Freitag von der Stadt abgesagt.

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