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Lockerungen in Sicht: Diese Corona-Regeln gelten aktuell in München

In München gilt (noch) die Corona-"Notbremse", mit der verschärfte Maßnahmen einhergehen. Doch baldige Lockerungen sind in Sicht. Diese Regeln gelten derzeit in der Stadt.
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Die Theresienwiese bleibt diesen Herbst leer: Die Wiesn wurde erneut abgesagt.
Die Theresienwiese bleibt diesen Herbst leer: Die Wiesn wurde erneut abgesagt. © imago/Sven Simon

Hinweis der Redaktion: Dieser Text hat den Stand der am 6. April bekanntgegebenen Regeländerungen sowie der am 9. März veranlassten Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt München. Grundlage für diese sind die am 22. März von Bund und Ländern beschlossene Verlängerung der Corona-Maßnahmen sowie die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 5. März und die entsprechenden Änderungen vom 27. März sowie dem Kabinettsbericht vom 4. Mai.


München - Die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sowie die damit einhergehenden strengeren Lockdown-Regeln in Bayern werden vorerst bis einschließlich 6. Juni verlängert! Das beschloss das Kabinett in einer Sitzung am 4. Mai.

Indes gilt die Corona-"Notbremse" in München weiter. Doch wie lange noch? Sowohl am 5., 6. sowie am 7. Mai lag die Inzidenz unter dem Grenzwert von 100. Setzt sich der Trend fort, ist ab der kommenden Woche mit Lockerungen zu rechnen.

Die Corona-Regeln für München im Überblick

Maskenpflicht
Alkoholverbot
Kontaktbeschränkungen
Nächtliche Ausgangssperre
Einzelhandel
Dienstleistungen
Kultur und Freizeit
Gastronomie
Tourismus
Sport
Schulen und Kitas

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Maskenpflicht: Welche Regeln gelten in München?

Maskenpflicht in der Innenstadt: Bund und Länder haben beschlossen, dass eine Maskenpflicht überall dort besteht, wo es Publikumsverkehr gibt. In München gilt eine Maskenpflicht in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt, Rindermarkt, Viktualienmarkt, Dienerstraße, Schrammerstraße, Landschaftstraße, im Tal sowie in der Schützenstraße und im Stachus-Untergeschoss.

Die Stadt München hat die zeitliche Geltungsdauer der Maskenpflicht "aufgrund aktueller Rechtsprechung" allerdings angepasst: Seit dem 10. März gilt die Maskenpflicht auf den festgelegten Begegnungsflächen (s. oben) täglich von 9 bis 21 Uhr. Zuvor galt eine generelle Maskenpflicht rund um die Uhr.

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FFP2-Maskenpflicht in Bayern

Im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel ist das Tragen einer Mund-Nasen-Maske Pflicht. Hier wurden die Regeln nochmals verschärft: So müssen Menschen seit dem 18. Januar beim Einkaufen und im ÖPNV eine FFP2-Maske tragen, die kein Ventil hat. Eine Einmal-Maske oder ein selbstgenähter Mund-Nasen-Schutz sind nicht mehr erlaubt.

Zusätzlich gilt die Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden und auf sogenannten Begegnungs- und Verkehrsflächen in Arbeitsstätten. Die Maskenpflicht gilt für Personen ab sechs Jahren. Kinder zwischen sechs und 15 Jahren müssen nicht zwingend eine FFP2-Maske tragen, hier ist auch eine andere Maske möglich. Verstöße werden mit Bußgeldern von bis zu 500 Euro geahndet.

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Alkoholverbot in München

Alkoholverbot im öffentlichen Raum: Am 19. Januar hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das bayernweite Alkoholverbot im öffentlichen Raum gekippt! Dennoch gilt in München in Teilen des öffentlichen Raums ein Alkoholverbot.

Seit 28. Januar gilt in der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt ein Alkoholkonsumverbot. Das Verbot gilt – analog zur Maskenpflicht – in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, im Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt, auf dem Rindermarkt und dem Viktualienmarkt, in der Dienerstraße, Schrammerstraße und Landschaftstraße, im Tal sowie in der Schützenstraße und im Stachus-Untergeschoss.

Auf dem Viktualienmarkt darf rund um die Uhr kein Alkohol getrunken werden, in der Fußgängerzone wurde das Alkoholverbot am 13. April angepasst: Seit dem 16. April ist dort der Alkoholkonsum zwischen 18 Uhr und 6 Uhr verboten.

Zudem ist seit 16. April das Konsumieren von Alkohol an den Party-Hotspots Gärtnerplatz und Wedekindplatz täglich von 18 Uhr bis 6 Uhr verboten! Das teilte die Stadt am 13. April nach einer Sitzung des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) unter der Leitung von OB Dieter Reiter (SPD) mit.

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Kontaktbeschränkungen in München

Die verschärften Regeln sorgen auch bei den Kontakten für Einschränkungen. So darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person eines anderen Haushalts treffen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgerechnet. "Ausgenommen ist die wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung für Kinder unter 14 Jahren in einer festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaft, wenn sie Kinder aus höchstens zwei Hausständen umfasst", teilte die Stadt dazu bereits Anfang April mit.

Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen gibt es bereits seit dem 6. Mai für vollständige Geimpfte und Genesene, die in Bayern in vollem Umfang mit negativ Getesteten gleichgestellt werden. Geimpfte und Genesene werden bei den Kontakten künftig nicht mehr mitgezählt.

Nächtliche Ausgangssperre in München

Mit dem Eintreten der "Notbremse" gibt es in München auch wieder eine Ausgangssperre: Zwischen 22 Uhr und 5 Uhr darf die Wohnung nur noch aus "triftigen Gründen" verlassen werden. In München gilt zudem auch die Bundes-Notbremse: Sobald die Inzidenz über 100 liegt, tritt die Ausgangssperre automatisch in Kraft. Anders als allgemein geregelt, ist die Verordnung in Bayern hier aber strenger. Laut Bundes-Notbremse darf man zwischen 22 Uhr und 0 Uhr beispielsweise noch joggen oder spazieren, im Freistaat ist dies allerdings nicht erlaubt. Hier ist um 22 Uhr Schluss.

Diese Regelung wird laut Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch weiterhin und unverändert bestehen bleiben – vorerst bis zum 6. Juni. Etwas gelockert wird dann ab dem 7. Juni, wenn die bundesrechtliche Regelung übernommen wird. Eine Jogging-Runde oder ein Spaziergang sind dann bis Mitternacht erlaubt.

Lockerungen gibt es bereits seit dem 6. Mai für vollständig Geimpfte und Genesene: Für sie fällt die nächtliche Ausgangssperre komplett weg!

Corona-Regeln für Einzelhandel in München

Mit Geltung der Bundes-Notbremse gibt es auch beim Handel jenseits des täglichen Bedarfs eine Änderung: Die Option, mit negativem Test und Termin im Geschäft einzukaufen, gibt es nur noch bei Inzidenzen zwischen 100 und 150. Bislang galt das für den Bereich 100 bis 200.

Wie bisher dürfte der Handel bei Inzidenzen unter 50 "normal" öffnen, zwischen 50 und 100 dürfen Kunden mit Termin einkaufen. Über 150 ist nur noch die Abholung bestellter Waren ("Click & collect") erlaubt. Mehr Infos dazu gibt's hier.

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Jedoch gibt es auch Ausnahmen: So dürfen Läden weiterhin "normal" öffnen, die für die "tägliche Versorgung unverzichtbar" sind. Eine Übersicht über die geöffneten Läden gibt es hier. Allgemein gilt: In den Ladenräumen sowie bereits auf den Parkplätzen besteht für das Personal eine Maskenpflicht, die Kunden müssen eine FFP2-Maske tragen.

Prinzipiell gilt: Vollständig Geimpfte sowie Corona-Genesene brauchen keinen Testnachweis mehr für den Einzelhandel.

Corona-Regeln für Dienstleistungen in München

Friseure haben in München weiterhin geöffnet. Zudem haben Betriebe für die Fußpflege geöffnet. Auch medizinisch notwendige Behandlungen in Arzt-, Zahnarzt- und sonstigen Praxen bleiben natürlich weiter möglich. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, und Tattoo-Studios sind geschlossen. "Körperferne Dienstleistungen" dürfen inzwischen wieder öffnen – darunter fallen beispielsweise Schneidereien oder Fotografen.

Die restlichen körpernahen Dienstleistungen, die derzeit noch geschlossen sind, dürfen ab dem 10. Mai wieder öffnen, wenn die Inzidenz unter 100 liegt.

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Corona-Regeln für Kultur und Freizeit in München

Seit dem 28. April dürfen die Außenanlagen von zoologischen und botanischen Gärten wieder öffnen, wenn ein Schutz- und Hygienekonzept vorliegt. Zudem müssen Besucher einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. "Vollständig gegen Corona geimpfte Personen sind ab Tag 15 nach der abschließenden Impfung negativ getesteten Personen gleichgestellt", teilte die Stadt München zuletzt mit. Vollständig Geimpfte und Genesene müssen beim Tierpark-Besuch künftig keinen Negativ-Test mehr vorweisen.

Ab dem 10. Mai gibt es auch Lockerungen für Theater-, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos. Für die Öffnung ist eine Inzidenz von unter 100 jedoch Voraussetzung. Zudem ist ein negativer Test notwendig. Vollständig Geimpfte und Genesene sind von dieser Regel ausgenommen. Ein Schutz- und Hygienekonzept ist eine weitere Voraussetzung für das Öffnen.

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Corona-Regeln für Gastronomie in München

Die Außengastronomie darf ab dem 10. Mai wieder öffnen – vorausgesetzt, die Sieben-Tages-Inzidenz befindet sich "stabil" unter 100. Die Gastro-Betriebe dürfen bis 22 Uhr öffnen, Gäste brauchen einen vorher ausgemacht Termin sowie einen Negativ-Test. Vollständig Geimpfte und Genesene müssen kein negatives Testergebnis mehr vorlegen.

Für die Öffnung ist ein Antrag beim Bayerischen Gesundheitsministerium nötig. "Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird gebeten, das hierfür nötige Einvernehmen zu erteilen", heißt es im Kabinettsbericht vom 4. Mai.

Zudem gilt eine Maskenpflicht bis zum Erreichen des Platzes, allgemein ist ein gültiges Schutz- und Hygienekonzept Voraussetzung, dass der Betrieb überhaupt öffnen darf.

Corona-Regeln für Tourismus in München

Wenn die Inzidenz in München "stabil" unter 100 liegen sollte, dürfen ab dem 21. Mai wieder Hotels, Ferienwohnungen und -häuser sowie Campingplatze öffnen. Ein genaues Konzept werde laut Kabinettsbericht in den nächsten Tagen erarbeitet. "Das Konzept muss die infektiologische Gesamtlage berücksichtigen und eine Rücknahme der Öffnungen bei entsprechender Inzidenzentwicklung vorsehen. Das Gleiche gilt für spezielle touristische Infrastrukturen", heißt es dort.

Corona-Regeln für Sport in München

Auch beim Sport gibt es wegen der "Notbremse" Einschränkungen: In München ist derzeit nur kontaktfreier Individualsport alleine, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt. Lockerungen gibt es jedoch für Kinder: Gruppen von maximal fünf Kindern unter 14 Jahren dürfen kontaktlosen Sport im Freien betreiben.

Weitere Lockerungen beim Sport seien laut Ministerpräsident Söder ab dem 10. Mai geplant: In Regionen mit einer stabilen Corona-Inzidenz von unter 100 ist dann auch kontaktfreier Sport in Gebäuden sowie Kontaktsport unter freiem Himmel wieder erlaubt – ebenfalls verbunden mit einer Testpflicht, die bei einer Inzidenz unter 50 wieder entfallen soll.

Corona-Regeln für Schulen und Kitas in München

Nachdem das Robert Koch-Institut (RKI) für den 30. April für die Stadt München eine 7-Tage-Inzidenz von 127,9 gemeldet hat, gilt in der Woche vom 3. bis 9. Mai für die Münchner Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen die Inzidenzeinstufung "über 100".

Dies heißt für Münchner Kindertageseinrichtungen und Schulen in der Woche von 3. bis 9. Mai konkret:

  • In Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und organisierten Spielgruppen ist nur noch Notbetreuung möglich.
  • An den 4. Klassen der Grundschule, der Jahrgangsstufe 11 an Gymnasien und Fachoberschulen sowie in Abschlussklassen findet Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern statt.
  • An allen übrigen Schularten und Jahrgangsstufen findet Distanzunterricht statt.
  • Für den Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern haben die Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schultages über ein schriftliches oder elektronisches negatives Ergebnis eines PCR- oder POC-Antigentests zu verfügen und dieses auf Anforderung vorzuweisen oder müssen in der Schule unter Aufsicht einen Selbsttest mit negativem Ergebnis vorgenommen haben. Die dem Testergebnis zu Grunde liegende Testung darf nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Die Testpflicht gilt mindestens zweimal wöchentlich.

Ab dem 10. Mai gibt es weitere Lockerungen bei der Schule: In den 1. bis 3. Klassen der Grundschulstufe sowie die 5. und 6. Klassen der Förderschule in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von unter 165 findet Präsenzunterricht oder Wechselunterricht statt. Für die 4. Klasse bleibt es beim bisherigen System.

Ab dem 7. Juni wird in Bayern an allen weiterführenden Schulen in Gebieten mit einer Inzidenz kleiner 165 Präsenzunterricht oder Wechselunterricht zugelassen.

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