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Corona-Maßnahmen: Diese Regeln gelten jetzt in München

Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung des Teil-Lockdowns geeinigt. Die Corona-Maßnahmen, die seit Anfang November gelten, wurden nun teilweise noch verschärft. In München kommt es dazu noch zu einigen speziellen Regelungen. Die AZ fasst alle wichtigen Maßnahmen zusammen.
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Zur Eindämmung des Coronavirus gilt in München eine Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Straßen der Innenstadt. (Symbolbild)
Zur Eindämmung des Coronavirus gilt in München eine Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Straßen der Innenstadt. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa

München - Seit 2. November gilt der "Lockdown light" in ganz Deutschland und damit natürlich auch in München. Nachdem sich Bund und Länder bereits am 25. November auf eine Verlängerung des Teil-Lockdowns geeinigt hatten, wurden die Maßnahmen am vergangenen Mittwoch (2. Dezember) nun erneut verlängert.

Damit gelten bundesweit - bis vorerst 10. Januar - einheitliche Regeln, jedoch gibt es auch lokale Besonderheiten in der Landeshauptstadt München. Die Beschlüsse für den Mini-Lockdown in Deutschland und München im Überblick:

Besondere Corona-Regeln in München

Maskenpflicht in der Innenstadt: Bund und Länder haben beschlossen, dass eine Maskenpflicht überall dort besteht, wo es Publikumsverkehr gibt. In München gibt es eine generelle Maskenpflicht in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt, Rindermarkt, Viktualienmarkt, Dienerstraße, Schrammerstraße, Landschaftstraße, auf den Gehwegen im Tal sowie in der Schützenstraße und im Stachus-Untergeschoss.

Auch hier gilt die Maskenpflicht: Im öffentlichen Nah- und Fernverkehr (DB, MVG, MVV) sowie im Einzelhandel ist das Tragen einer Mund-Nasen-Maske Pflicht. Zusätzlich gilt die Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden und auf sogenannten Begegnungs- und Verkehrsflächen in Arbeitsstätten. Die Maskenpflicht gilt ab sechs Jahren. Verstöße werden mit Bußgeldern von bis zu 500 Euro geahndet.

Alkoholverbot ab 21 Uhr: Der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum ist ab 21 Uhr an den Hotspots Baldeplatz, Gärtnerplatz, Gerner Brücke, Wedekindplatz und in den Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke untersagt. An Tankstellen und sonstigen Verkaufsstellen dürfen ab 21 Uhr keine alkoholischen Getränke mehr verkauft werden.

Das Alkoholverbot könnte jedoch auch auf den ganzen Tag ausgeweitet werden – das hat der Freistaat mit seiner neuen Hotspot-Strategie beschlossen: In bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Corona-Inzidenz von mehr als 200 soll ein ganztägiges Alkoholverbot auf bestimmten öffentlichen Plätzen gelten.

Corona-Regeln für München und Deutschland

Kontaktbeschränkungen: Kontakte zu Personen außerhalb des eigenen Hausstands sollen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Laut dem Bund-Länder-Beschluss ist in der Öffentlichkeit nur noch die Zusammenkunft des eigenen und eines weiteren Hausstandes erlaubt und das auch nur mit maximal fünf Personen. Zuvor waren bis zu zehn Personen aus zwei Haushalten erlaubt. An Weihnachten und Silvester gelten Ausnahmeregelungen.

Ein Schild weist in der Innenstadt von München auf die Maskenpflicht hin. (Archivbild)
Ein Schild weist in der Innenstadt von München auf die Maskenpflicht hin. (Archivbild) © Matthias Balk/dpa

Partys, private Feiern und Treffen: Laut dem Corona-Beschluss von Bund und Ländern sind Feiern auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen "angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel". Mit Kontrollen soll dagegen verstärkt vorgegangen werden. In Bayern wurde diese Regel sogar noch verschärft: Hier gilt auch im privaten Raum eine strikte Kontaktbeschränkung.

Reisen: Auf nicht zwingend notwendige private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - soll verzichtet werden. Dies gilt für Reisen in Bayern und Deutschland und für "überregionale tagestouristische Ausflüge". Übernachtungen in Hotels sind nur noch für ausdrücklich nicht touristische Zwecke gestattet.

Bayern verschärfte die Maßnahmen noch: Wintersportler und andere Tagestouristen, die auch nur kurz in ein Risikogebiet im Ausland reisen, sollen im Freistaat künftig verpflichtend in Quarantäne müssen. Eine Ausnahmeregelung für Aufenthalte unter 24 Stunden soll nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe gelten, insbesondere Arbeit, Schule, Arztbesuche, familiäre Angelegenheiten und Geschäfte des täglichen Bedarfs.

Diese Corona-Regeln gelten bundesweit für Gastro, Bildung und Freizeit

Freizeit, Sport, Unterhaltung: Seit dem 2. November sind praktisch alle Freizeiteinrichtungen geschlossen. Dazu gehören: Theater, Opern, Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios, Wellnesseinrichtungen, Museen, Zoos und ähnliche Einrichtungen.

Sonderfall Profisport: Profisportveranstaltungen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden.

Gastronomie: Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und Restaurants mussten schließen. Ausnahme: Die Lieferung und Abholung von Speisen ist erlaubt. Auch Kantinen bleiben weiterhin geöffnet. Die Maßnahmen gelten vorerst bis einschließlich 10. Januar.

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Dienstleistungen: Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe sind ebenfalls geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo-, Logotherapien oder Fußpflege bleiben weiter möglich. Friseure bleiben unter Hygiene-Auflagen geöffnet.

Schulen, Kindergärten, Universitäten und Hochschulen: Schulen und Kindergärten bleiben geöffnet. In Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen (Inzidenz 200 oder mehr) wird Schulen erlaubt, ab der Jahrgangsstufe 8 Wechsel-Unterricht einzuführen. An Universitäten sollen Vorlesungen und Seminare digital durchgeführt werden. Arbeiten in Forschungslaboren sind davon ausgeschlossen. Jedoch kann es hier regional zu einzelnen Besonderheiten kommen.

Einzelhandel, Einkaufen: Der Groß-und Einzelhandel bleibt unter den bislang gültigen Hygiene-Auflagen geöffnet. Im Groß- und Einzelhandel mit einer Fläche von mehr als 800 Quadratmetern darf höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter anwesend sein. Bei einer Fläche unter 800 Quadratmetern darf sich eine Person pro zehn Quadratmeter aufhalten. Dabei gilt die Gesamtverkaufsfläche.

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