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Corona-Lockdown in München: Diese Regeln gelten ab Montag

Der Lockdown in Deutschland wird verlängert, in München gibt es jedoch noch einige spezielle Regeln. Die AZ fasst die Maßnahmen zusammen, die ab 8. März gelten.
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Der Lockdown in München wurde erneut verlängert. (Archivbild)
Der Lockdown in München wurde erneut verlängert. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel hat den Stand des am 3. März 2021 von Bund und Ländern verabschiedeten Beschlusses sowie der am 4. März beschlossenen Lockerungs-Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung. Die speziellen Regeln für die Landeshauptstadt München haben den Stand der am 27. Januar veranlassten Allgemeinverfügung.


Diese Lockdown-Regeln gelten ab Montag in München

Maskenpflicht in der Innenstadt: Bund und Länder haben beschlossen, dass eine Maskenpflicht überall dort besteht, wo es Publikumsverkehr gibt. In München gilt eine generelle Maskenpflicht in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt, Rindermarkt, Viktualienmarkt, Dienerstraße, Schrammerstraße, Landschaftstraße, auf den Gehwegen im Tal sowie in der Schützenstraße und im Stachus-Untergeschoss.

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Verschärfung der Maskenpflicht in Bayern

Auch hier gilt die Maskenpflicht: Im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel ist das Tragen einer Mund-Nasen-Maske Pflicht. Hier wurden die Regeln nochmals verschärft: So müssen Menschen seit dem 18. Januar beim Einkaufen und im ÖPNV eine FFP2-Maske tragen, die kein Ventil hat. Eine Einmal-Maske oder ein selbstgenähter Mund-Nasen-Schutz ist nicht mehr erlaubt.

Zusätzlich gilt die Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden und auf sogenannten Begegnungs- und Verkehrsflächen in Arbeitsstätten. Die Maskenpflicht gilt für Personen ab sechs Jahren. Verstöße werden mit Bußgeldern von bis zu 500 Euro geahndet.

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Wirbel um Alkoholverbot in München

Alkoholverbot im öffentlichen Raum: Am 19. Januar hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das bayernweite Alkoholverbot im öffentlichen Raum gekippt! Dennoch gilt in München in Teilen des öffentlichen Raums ein Alkoholverbot.

Seit 28. Januar gilt in der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt ein Alkoholkonsumverbot. Das Verbot gilt - analog zur Maskenpflicht - in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, im Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt, auf dem Rindermarkt und dem Viktualienmarkt, in der Dienerstraße, Schrammerstraße und Landschaftstraße, im Tal sowie in der Schützenstraße und im Stachus-Untergeschoss. Hier darf rund um die Uhr kein Alkohol konsumiert werden.

Die städtische Allgemeinverfügung - also auch das Alkoholverbot an den oben genannten Plätzen - bleibt vorerst ohne Änderungen in Kraft, wie das KVR der AZ am Donnerstag (4. März) mitteilte.

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Corona-Regeln für München und Deutschland

Kontaktbeschränkungen: Mit dem neuesten Bund-Länder-Beschluss sowie der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (gültig ab 8. März) werden die Kontaktbeschränkungen etwas gelockert: Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, kann sich ein Haushalt mit einem anderen Haushalt treffen, die Personenzahl von fünf darf dabei jedoch nicht überschritten werden. Liegt die Inzidenz unter 35, kann sich ein Haushalt mit zwei weiteren Haushalten treffen, wenn eine Personenzahl von zehn nicht überschritten wird. Kinder bis 14 Jahren sind jeweils ausgenommen. Liegt die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100, gilt die bisherige Regelung, dass sich ein Haushalt nur mit einer weiteren Person treffen darf. Die Inzidenzwerte richten sich jeweils nach dem Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt.

Reisen: Auf nicht zwingend notwendige private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - soll verzichtet werden. Dies gilt für Reisen in Bayern und Deutschland und für "überregionale tagestouristische Ausflüge". Übernachtungen in Hotels sind nur noch für ausdrücklich nicht touristische Zwecke gestattet.

Verschärfungen gibt es nun erneut bei der Einreise: Wer aus einem "besonders infektionsgefährlichen Virusvariantengebiet" nach Deutschland einreist, muss sich künftig für 14 Tage in Quarantäne begeben – bisher waren es zehn Tage. Auch ein vorzeitiges Beenden der Quarantäne durch einen negativen Test am fünften Tag nach der Einreise ist nun nicht mehr möglich.

Die sonstigen Quarantäneausnahmen für die Einreise aus Virusvariantengebieten (vor allem für Warentransport und systemrelevante Grenzgänger und Grenzpendler) bleiben unverändert.

Diese Corona-Regeln gelten bundesweit für Gastro, Bildung und Freizeit

Freizeit, Sport, Unterhaltung: Seit dem 2. November sind praktisch alle Freizeiteinrichtungen geschlossen. Bund und Länder haben am 3. März einen Öffnungsplan mit schrittweisen Corona-Lockerungen beschlossen, den auch die bayerische Staatsregierung so übernommen hat.

Den Anfang machen ab 8. März unter anderem Buchhandlungen, Bibliotheken und Fahrschulen. Auch Öffnungen bei Kultur und Freizeit (z.B. Museen und Tierparks) sind möglich – wenn es die Inzidenzzahl zulässt. Die Details zu den Lockerungen mit allen Öffnungsschritten finden Sie hier.

Auf diese fünf Lockerungsstufen haben sich Bund und Länder geeinigt.
Auf diese fünf Lockerungsstufen haben sich Bund und Länder geeinigt. © Bundesregierung

Sonderfall Profisport: Profisportveranstaltungen dürfen ohne Zuschauer stattfinden.

Gastronomie: Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und Restaurants mussten bereits Anfang November schließen. Die Lieferung und Abholung von Speisen bleibt erlaubt. Essen darf aber nicht direkt bei der Abholung - etwa an Würstl- oder Pommesbuden - verzehrt werden. Betriebskantinen wurden geschlossen, Speisen und Getränke dürfen sie allenfalls zum Mitnehmen anbieten.

Frühestens ab 22. März gibt es nun auch bei der Gastro Lockerungen: Sollte die Inzidenz im Landkreis oder der kreisfreien Stadt ab 8. März für zwei Wochen stabil unter 50 liegen, darf die Außengastronomie geöffnet werden. Zu Einschränkungen kommt es hierbei, wenn die Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt: Besucher müssen dann vorher einen Termin buchen. Sitzen an einem Tisch Personen aus mehreren Hausständen, ist ein tagesaktueller Schnell- oder Selbsttest der Tischgäste erforderlich.

Dienstleistungen: Friseursalons sind seit dem 1. März wieder geöffnet. Ab 8. März dürfen dann deutschlandweit auch wieder die Betreiber "körpernaher Dienstleistungen" öffnen – dazu zählen unter anderem Kosmetikstudios und Massagepraxen. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo-, Logotherapien oder Fußpflege sind schon wieder seit längerer Zeit möglich.

Schulen und Kindergärten: Schulen und Kindergärten in Bayern waren seit dem 16. Dezember geschlossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderregierungschefs vereinbarten bei ihrer Videokonferenz am 10. Februar, dass die Länder im Rahmen ihrer Kultushoheit über eine Öffnung der Schulen und Kitas selbst entscheiden können.

Während Gymnasiums- BOS- und FOS-Abschlussklassen bereits wieder seit längerer Zeit im Wechselunterricht sind, sind in Bayern auch die Grundschulklassen und Abschlussklassen der Real- und Mittelschulen seit dem 22. Februar wieder in der Schule – aber nur im Wechselunterricht und nur in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100. Auch Kitas sind seitdem wieder im eingeschränkten Regelbetrieb offen.

Nun gibt es weitere Lockerungen bei der Schule: Bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von unter 50 erfolgt in allen Grundschul- und Förderschulklassen Präsenzunterricht. Bei einer Inzidenz von unter 100 find an allen anderen Schularten in allen Jahrgangsstufen sowie in den Grundschulen in Landkreisen oder kreisfreien Städten über einer Inzidenz von 50 Wechselunterricht statt. Bei einer Inzidenz von über 100 findet mit Ausnahme der Abschlussklassen Distanzunterricht statt.

Auch beim Kita-Betrieb ist die Inzidenz entscheidend: Bei einer Inzidenz unter 50 erfolgt Regelbetrieb, zwischen 50 und 100 ein eingeschränkter Regelbetrieb und bei einer Inzidenz von über 100 Notbetreuung.

Lockdown in München: Das gilt im Einzelhandel

Einzelhandel, Einkaufen: Der Groß-und Einzelhandel ist seit Mitte Dezember und noch bis 7. März geschlossen. Ausnahmen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs, Tankstellen, Banken, Postfilialen, Apotheken und Drogerien.

Wie bei Kultur- und Freizeiteinrichtungen kommt es auch beim Einzelhandel zu einzelnen Öffnungsschritten: Liegt die Inzidenz im Landkreis oder der kreisfreien Stadt unter 50, darf der Einzelhandel bereits ab dem 8. März wieder öffnen – eine Hygienekonzept sowie eine begrenzte Kundenzahl vorausgesetzt. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100 gibt es Einschränkungen: Ein Ladenbesuch ist dann unter anderem nur mit einer vorherigen Terminbuchung ("Click & Meet") möglich. Steigt die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100 oder befindet sie sich ohnehin schon über diesem Wert, wird der Einzelhandel (wieder) geschlossen.

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Pflegeheime und Krankenhäuser: Dank der deutlich fortgeschrittenen Impfungen in Alten- und Pflegeheimen können in Heimen mit hoher Durchimpfungsrate wieder mehr soziale Kontakte (Besuche der Bewohnerinnen und Bewohner aber auch Gemeinschaftsveranstaltungen) ermöglicht werden, sobald der Impfschutz nach der Zweitimpfung in der jeweiligen Einrichtung seine volle Wirkung entfaltet. Dabei sind weiterhin Hygiene- und Testkonzepte umzusetzen.

Homeoffice: Bund und Länder wollen einen weitgehenden Anspruch der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Homeoffice einführen. Künftig müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause aus überall dort ermöglichen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 30. April.

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