Zukunft des FC Bayern: Das planen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge

Der FC Bayern bastelt an seiner Zukunft – und setzt dabei auf ehemalige Stars und deutsche Nationalspieler.
| SID
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Bauen bei ihren Mitarbeitern auf ehemalige Bayern-Spieler: Boss Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Präsident Uli Hoeneß.
imago/Christian Schroedter Bauen bei ihren Mitarbeitern auf ehemalige Bayern-Spieler: Boss Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Präsident Uli Hoeneß.

München - Uli Hoeneß ist ein Mensch, der Traditionen pflegt und Verbindungen hält. Dies wird auch in diesen Tagen wieder deutlich, wenn es um die Zukunft von Bayern München geht. Wieder einmal setzt der deutsche Rekordmeister um seinen allmächtigen Präsidenten bei den Planungen auf verdiente Kräfte aus den eigenen Reihen.

Niko Kovac wird Cheftrainer und Nachfolger von Jupp Heynckes, Miroslav Klose übernimmt die U17 – und selbst Mehmet Scholl soll nach drei Abschieden zurückkehren und erneut die U23 übernehmen. Neben Hoeneß selbst und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge arbeitet zudem in Sportdirektor Hasan Salihamidzic ein weiterer früherer Bayern-Profi in leitender Funktion.

Sie alle leben das berühmte "Mia san mia". Kovac arbeite "sehr akribisch, sehr fleißig, das ist das, was wir brauchen", sagte Salihamidzic etwa über den neuen Coach, mit dem er 2001 den Weltpokal gewann. Er sei "der perfekte Trainer, er kennt die DNA des Klubs". Und Kovac kennt deshalb wie Klose oder Scholl den Druck, der in München dauerhaft herrscht.

Salihamidzic, Scholl & Co.: Rückkehr zur Bayern-DNA

Rummenigge richtete nach dem Gewinn der 28. Meisterschaft eine deutliche Botschaft an die längst abgehängte Liga-Konkurrenz. "Ich kann schon jetzt ankündigen: Wer darauf hofft, dass der FC Bayern in seinen Anstrengungen nachlässt, hat Pech gehabt. Das wird es nicht geben. Dieses Gen, das satt macht, fehlt in unserer DNA", betonte der Boss und drückte damit auch die Erwartungen an Kovac aus.

Er sei nach sechs Meisterschaften in Folge "sehr zuversichtlich", so Rummenigge weiter, "dass wir den Rathausbalkon, auf dem wir in den kommenden Wochen wieder feiern dürfen, auch künftig nicht vernachlässigen werden".

FC Bayern: Die Kaderplanungen für die Zukunft

Damit die Dominanz erhalten bleibt, basteln die Bayern aber nicht nur fleißig an ihrem Führungs- und Trainerteam, sondern auch an der Mannschaft. Große Veränderungen sind nicht zu erwarten, einen Wechsel von Torjäger Robert Lewandowski zu Real Madrid schloss Rummenigge kategorisch aus. Der Pole besitzt wie alle weiteren Stützen einen langfristigen Vertrag. Auch mit den alternden Stars Arjen Robben (34) und Franck Ribéry (35) sowie Rafinha (32) will der Klub bis 2019 verlängern.

Zudem werde der Verein weiterhin "versuchen, am Transfermarkt die für Bayern München besten Spieler zu verpflichten. In Leon Goretzka und Serge Gnabry kommen zwei hochtalentierte deutsche Nationalspieler in unser Team. Mit Joshua Kimmich, Niklas Süle, Corentin Tolisso, James Rodriguez und Kingsley Coman haben wir im letzten Jahr den Umbruch erfolgreich eingeleitet. Die Zukunft des FC Bayern steht schon heute auf dem Platz", betonte Rummenigge.

Es ist eine Zukunft auch nach dem Geschmack von Hoeneß. Einem Thomas Tuchel wollte der Präsident die sportliche Leitung im Gegensatz zu Rummenigge nicht anvertrauen. Dann doch lieber Kovac, der das berühmte Bayern-Gen besitzt. Auch der Gladbacher und Ex-Münchner Max Eberl hatte auf der Hoeneß-Liste für den Posten des Sportdirektors gestanden – ehe es Salihamidzic wurde.

Es gibt aber auch Beispiele, dass eine Bayern-Vergangenheit nicht immer zu einer erfolgreichen Zweit-Karriere beim Rekordmeister reicht. Von Jürgen Klinsmann als Trainer und Christian Nerlinger als Manager hatte Hoeneß schnell genug. Und Philipp Lahm stellte er gar nicht erst ein.

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