FC Bayern München: Viele Verletzte bereiten dem Rekordmeister Sorge

Neben Kapitän Neuer fehlt nun auch Vize Müller, Hummels und Martínez sind fraglich für das Leipzig-Spiel. Heynckes muss seinen Plan ändern.
| Maximilian Koch
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Sind alle verletzt: Die Bayern Javi Martínez, Mats Hummels, Thomas Müller und Manuel Neuer (v.l.).
Rauchensteiner/firo/Augenklick/Axel Heimken/dpa/AZ Sind alle verletzt: Die Bayern Javi Martínez, Mats Hummels, Thomas Müller und Manuel Neuer (v.l.).

München - Es ist die Elf des Grauens für den FC Bayern. Manuel Neuer, Javi Martínez, Juan Bernat, Franck Ribéry, Thiago, Jérôme Boateng, James Rodríguez, Arturo Vidal, David Alaba, nun auch Thomas Müller und Mats Hummels: Elf Stars, die in dieser Saison bereits verletzt fehlten oder sich gerade erst Blessuren zugezogen haben. Bayern hat nicht nur den besten Kader der Liga – sondern auch die prominenteste Krankenstation.

Ausgerechnet vor dem heißen Herbst, dem Pokalkracher gegen Leipzig am Mittwoch, den Liga-Duellen mit RB (28.10.) und Borussia Dortmund (4.11.) sowie dem Champions-League-Spiel bei Celtic Glasgow (31.10.), muss Trainer Jupp Heynckes auf einige seiner Topstars verzichten.

Bitter: Der Coach hatte es als eine seiner dringendsten Aufgaben angesehen, eine funktionierende Stammelf zu formen. Diesen Plan muss er nun vorerst verwerfen. Die AZ erklärt Bayerns kranke Achse.

Manuel Neuer

Am Sonntag war der malade Torhüter draußen unterwegs. Herbstspaziergang – das verrät ein Bild auf Neuers Instagram-Seite. Neuer sitzt auf einer Bank, dick eingepackt in eine schwarze Jacke, mit Mütze und Schal, die kurzen Hosen irritieren nur auf den ersten Blick. Denn der Nationalkeeper trägt weiter einen Spezialschuh an seinem gebrochenen linken Fuß, ohne Krücken geht nichts.

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Die Bayern rechnen offiziell damit, dass der 31-Jährige zum Rückrundenauftakt im Januar wieder spielen kann, Neuer betonte zuletzt, dass die Wundheilung im Fuß "bis zu einem halben Jahr dauern" könne. Möglich, dass der Stammtorhüter, der "Beste der Welt", wie Heynckes sagt, noch länger ausfällt. Der neue Coach hat Vertreter Sven Ulreich starkgeredet ("Er ist ein guter Torwart!"), doch in diesen bisher wichtigsten Wochen der Saison fehlt Neuer den Bayern enorm.

Mats Hummels

Es sei "nicht so wild", sagte der Innenverteidiger nach dem 1:0-Sieg in Hamburg. Da hatte sich Hummels am Sprunggelenk verletzt, laut BILD handelt es sich um einen Kapselriss. Nach AZ-Informationen ist ein Einsatz des Weltmeisters im Pokalduell gegen Leipzig aber nicht ausgeschlossen. Hummels könnte schon am Dienstag ins Training zurückkehren. Falls Hummels nicht rechtzeitig fit wird, ist Niklas Süle die erste Alternative.

Javi Martínez

Der Spanier absolvierte am Sonntag wieder große Teile des Mannschaftstrainings, nach seiner Verletzung am Schultergelenk ein gutes Zeichen für die Bayern. Dennoch: Martínez musste eine Woche pausieren, ob es für die Startelf in Leipzig reicht, ist wie bei Hummels offen. Dabei hatte ihn Heynckes als Abfangjäger im defensiven Mittelfeld gegen den schnellen RB-Angriff fest eingeplant. Martínez-Ersatz Arturo Vidal spielt aktuell weit unter Bestform.

Thomas Müller

Ein bisschen Hoffnung gibt es beim Vize-Kapitän. Wie die Bayern mitteilten, hat sich Müller gegen den HSV "nur" einen Muskelfaserriss im rechten hinteren Oberschenkel erlitten. Heißt: drei Wochen Zwangspause. Die BILD hatte zuvor gemeldet, der 28-Jährige würde wegen eines Muskelbündelrisses bis zu sechs Wochen ausfallen. Besonders ärgerlich: Müller zog sich die Verletzung bei einem Hackentrick zu. "Ich habe mir mal auf diese Art eine Sehne gerissen und seitdem nicht mehr mit der Hacke gespielt", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Wird Müller in Zukunft wohl auch beherzigen.

Neben Franck Ribéry (Außenbandriss im Knie) fehlt damit der nächste Fixpunkt in der Offensive. Arjen Robben und Kingsley Coman (siehe Story unten) sind jetzt noch mehr gefordert. Als Müller-Ersatz kommen Thiago oder der zuletzt schwache James in Frage. Falls bis Mittwoch alle gesund bleiben.

Lesen Sie auch: Bayern in Leipzig -

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