FC Bayern: Hansi Flicks Feinschliff vor dem Duell mit Chelsea

Beim FC Bayern beginnt die heiße Phase der Vorbereitung auf die Champions League. Hansi Flick richtet den Fokus auf Chelsea, Thomas Müller vergleicht den Trainer mit Guardiola: "Das komplette Paket".
| Maximilian Koch
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Die heiße Phase beginnt: Trainer Hansi Flick bereitet den FC Bayern auf das Champions-League-Turnier vor.
Firo/Augenklick Die heiße Phase beginnt: Trainer Hansi Flick bereitet den FC Bayern auf das Champions-League-Turnier vor.

München - Der FC Bayern geht mit einem großen Vorsprung ins Duell mit dem FC Chelsea – und das liegt nicht allein am 3:0-Sieg der Münchner im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals. Während Bayern die Generalprobe gegen Olympique Marseille (1:0) erfolgreich und überzeugend hinter sich brachte, ging bei den Blues fast alles schief.

Die Münchner können sich das Weiterkommen nur selbst noch vermasseln. Liegt darin die größte Gefahr? "Jetzt ist der Fokus voll auf Chelsea gerichtet", sagte Trainer Hansi Flick nach dem Testspielsieg gegen Marseille: "Klar ist, dass wir auch noch ein paar Dinge einstudieren müssen. Wir wollen die Zeit intensiv nutzen."

Bayern gegen Chelsea am Samstag

Am Samstag (21 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker) kommt Chelsea dann zum Rückspiel in die Allianz Arena. Flick, der die Trainingsgruppe nun teilt und vorerst auf die Zugänge um Leroy Sané verzichtet, warnte in den vergangenen Tagen mehrmals vor Chelsea. Er will, dass seine Stars die Partie von Beginn an dominieren, die Engländer mit Pressing unter Druck setzen. Gegen Marseille klappte das schon prima. Vorstand Oliver Kahn lobte das "erstaunlich hohe Niveau" seiner Bayern nach dem Kurzurlaub.

Auf dem Weg zum Finalturnier nach Lissabon (ab 12. August), wo das zweite Triple der Vereinsgeschichte gewonnen werden soll, gehe es jetzt in der heißen Phase der Vorbereitung um die "Feinabstimmung", erklärte Flick. Im Kern hat er sein Team allerdings schon zusammen – und in Topform. Den verletzten Benjamin Pavard soll Joshua Kimmich auf der rechten Abwehrseite ersetzen. Wie gut das klappt, war gegen Marseille zu beobachten. Kimmich ist für das Angriffsspiel ein Gewinn. Trotz der Umstellungen habe es "keinen Bruch" gegeben, sagte Flick.

Thiago könnte von Beginn an spielen - trotz Wechselgedanken

Es zeichne eine Mannschaft aus, "wenn sie einen solchen Ausfall auch immer wieder kompensieren kann". Ein Qualitätsverlust ist nicht zu erkennen, stattdessen hat die Variante mit Kimmich als Rechtsverteidiger sogar noch einen anderen Vorteil. Thiago, der Bayern nach dem Champions-League-Turnier verlassen möchte, rückt nun nämlich wieder in die Startelf. Der Spanier präsentierte sich bei der Generalprobe sehr motiviert, gefiel an der Seite von Leon Goretzka als Ballverteiler und Zweikämpfer. Thiagos Ziel: Mit dem Henkelpott Servus sagen. Das wäre ja wirklich ein stilvoller Abschied.

Doch dafür braucht es in dieser Trainingswoche vor der Chelsea-Partie noch den Feinschliff. In der Offensive beispielsweise stimmten die Abläufe nicht immer, Ivan Persic konnte über den linken Flügel kaum einmal für Gefahr sorgen. Kingsley Coman dürfte am Samstag wieder in die Startelf rücken. Seine Königsklassen-Formation hat Flick bereits im Kopf. Er spüre, "dass sich jeder auf die Champions League freut", sagte der Coach.

"Die Alten wollen es nochmal wissen"

Dies unterstrich auch Thomas Müller im "SZ"-Interview: "Die jungen Spieler sind extrem hungrig – und auch die Alten wollen es noch einmal wissen", erklärte er. Ein riesiges Lob gab es von Müller für Flick. "Ähnlich klar geregelt war unser Spiel zuletzt unter Pep Guardiola", sagte der Weltmeister von 2014. "Da durfte zwar jeder Spieler seiner Position eine individuelle Note mit hinzugeben, aufgrund seiner Vorlieben, Stärken und Schwächen, aber trotzdem hatte diese Position immer eine klare Aufgabe."

Flick bringe das "komplette Paket" als Coach mit, ergänzte Müller. Aktuell ist Flick eben als Mahner gefragt. "Erst einmal müssen wir gegen Chelsea spielen. Das wird relativ eng. Über alles andere machen wir uns danach Gedanken", sagte er. Man habe die "Pflichtaufgaben mit Meisterschaft und Pokal hervorragend gemeistert", erkärte Flick weiter, jetzt gehe es darum, "das Besondere zu machen". Dafür ist diese Trainingswoche die Grundlage.

Lesen Sie hier: Thomas Tuchel auf Pep Guardiolas Spuren: Thiago oder nix?

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