Erst Aufstieg, dann Hoeneß: So geht es beim FC Bayern II weiter

Die Bayern-Amateure feiern das langersehnte Comeback in der 3. Liga. Erfolgstrainer Seitz wird die Mannschaft aber wohl verlassen – für ihn dürfte der Neffe des Präsidenten nachrücken.
| Bernhard Lackner
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Die Amateure des FC Bayern feiern das langersehnte Comeback in der 3. Liga. Erfolgstrainer Holger Seitz wird die Mannschaft aber wohl verlassen – für ihn dürfte der Neffe des Präsidenten Uli Hoeneß nachrücken.

München - Holger Seitz blickte abgekämpft drein. Abgekämpft, aber glücklich. Eine Stunde lang trug er da schon die Erkenntnis in sich: Die langersehnte Rückkehr der Bayern-Amateure in die 3. Liga, sie war endlich geschafft.

Unterstützt auf den Rängen von den Profi-Pokalsiegern Franck Ribéry, David Alaba, Niklas Süle, Leon Goretzka und Serge Gnabry gelang im Relegations-Krimi gegen die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg ein dramatischer 4:1-Sieg. Endlich wieder Profi-Fußball, nach acht langen Jahren.

"Einfach ein geiles Gefühl", beschrieb der biergeduschte Niederbayer Seitz bei der Presserunde seinen Gemütszustand. Ob da nicht auch ein bisschen Wehmut dabei war?

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Auf Seitz folgt Hoeneß

Ab der kommenden Saison wird der 44-Jährige dem Vernehmen nach nicht mehr auf der Trainerbank der Amateure Platz nehmen. Er soll zum Sportlichen Leiter des FC Bayern Campus befördert werden – und zusammen mit Jochen Sauer und Hermann Gerland die Jugendabteilungen des Rekordmeisters verantworten.

Schon seit einigen Wochen halten sich Gerüchte um eine weitreichende Umstrukturierung im Unterbau des Klubs, Sportdirektor Hasan Salihamidzic bestätigte am Sonntagabend entsprechende Pläne: "Es wird wahrscheinlich so sein, dass Sebastian Hoeneß die U23 übernimmt." Dies hätte eine Art Domino-Effekt zur Folge, in dessen Zuge die Nachwuchstrainer des Rekordmeisters um jeweils einen Jahrgang befördert würden.

Heißt konkret: Seitz würde vom bisherigen U19-Coach Hoeneß, dem Neffen des Präsidenten, beerbt werden. Dessen Posten könnte wiederum U17-Trainer Miroslav Klose übernehmen. Auf diesen würde U16-Trainer Danny Schwarz folgen, Alexander Moj dürfte sich dafür über eine Beförderung von der U14 zur U16 freuen.

FC Bayern II will Stelle intern besetzen

Die finalen Gespräche bezüglich der Trainer-Rochade werden in dieser Woche geführt, wie Jochen Sauer bestätigte: "Sebastian Hoeneß ist ein Kandidat, den wir uns sehr gut in dieser Rolle vorstellen können. Wir wollen die Stelle intern besetzen, da unsere Trainer die Spieler am besten kennen."

Es wäre eine verantwortungsvolle Aufgabe, die Hoeneß zukäme. "Es ist unheimlich wichtig für uns, dass die zweite Mannschaft jetzt wieder in der 3. Liga spielt, weil der Sprung zu den Profis nicht mehr so groß ist. Das ist für die Entwicklung der Jungs ein wichtiger Schritt", erklärte Präsident Uli Hoeneß: "Wir haben immer gesagt: Wenn man die Nachwuchsarbeit gut machen will, dann sollte die zweite Mannschaft in der 3. Liga spielen. Das gibt uns die Möglichkeit, gute Spieler zu verpflichten, die über die zweite Mannschaft den Sprung in die Bundesliga schaffen können." Auch er sah abgekämpft aus. Abgekämpft, aber zufrieden.

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