Beim FC Bayern hat der Generationen-Kampf begonnen

München - Die Bayern-Stars Joshua Kimmich und Jérôme Boateng standen Stirn an Stirn, schauten sich tief in die Augen. Es waren mit Sicherheit keine Nettigkeiten, die beide in diesem Moment während der Partie gegen Bremen (6:1) austauschten. Und ein weiteres Zeichen dafür, dass der Umbruch bei den Münchnern in vollem Gange ist.
Kimmich, 24 Jahre alt, ist der Anführer der jungen Generation, zu der auch Serge Gnabry (24), Leon Goretzka (24) und Niklas Süle (24) zählen. Allesamt Spieler des Jahrgangs 1995. Auf der anderen Seite steht Boateng (31) für die Triple-Mannschaft von 2013. Stars wie der Weltmeister oder auch Javi Martínez (31) und Thomas Müller (30) haben es immer schwerer, ihren Platz im Team zu behaupten. Die jungen Profis begehren auf, sie wollen mehr Macht haben. Der Generationen-Kampf.
FC Bayern: Das sind die Marktwerte der Spieler
Kimmich kann sich dieses offensive Auftreten leisten, weil seine Leistung meistens stimmt und er als Leader akzeptiert wird. Laut "Sport Bild" möchte Flick in der Winterpause einen Rechtsverteidiger verpflichten, um Kimmich dauerhaft als Sechser vor der Abwehr aufbieten zu können. In der Chefrolle also.
Thiago wird erneut Papa! Diese Bayern-Spieler haben Kinder
Boateng hingegen hat es sehr schwer. Bayern wollte den Innenverteidiger bereits im Sommer loswerden, ein Wechsel zu Juventus Turin scheiterte. Gegen Bremen sah Boateng gegen Milot Rashica (23) mehrmals schlecht aus, in der Halbzeit wurde er ausgewechselt. "Wir spielen im Moment mit einem sehr großen Risiko, wir stehen sehr hoch", sagte David Alaba und nahm Boateng damit ein wenig in Schutz.
Alaba selbst muss sich gegen Alphonso Davies (19) behaupten, der als Linksverteidiger kaum mehr wegzudenken ist. "Phonzie bringt eine unglaubliche Schnelligkeit mit und spielt in dem Alter auch schon mit sehr viel Mut. An ihm werden wir noch viel Spaß haben", schwärmte Alaba. Das Gute für den Österreicher: Er ist derzeit als Innenverteidiger gesetzt, weil Lucas Hernández (23) und Süle noch länger ausfallen.

Lesen Sie auch: Salihamidzic über Chelsea-Los - Wir sind Favorit!