Transfer-Kracher bahnt sich an Timo Werner zum FC Bayern? "Intensive Verhandlungen" mit RB Leipzig

Ein Wechsel von Timo Werner zum FC Bayern gilt als wahrscheinlich. Foto: imago/kolpert-press

Wechselt Timo Werner zum FC Bayern? Die Gerüchte um einen möglichen Transfer nehmen seit Wochen Fahrt auf. Mittlerweile sollen sich die Münchner mit RB Leipzig in "intensiven Verhandlungen" befinden.

München - Im "Doppelpass" bei Sport1 hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß Ende Februar von großen Transfers für den Sommer gesprochen, von denen einige sogar bereits fix seien. Einer dieser Transfer-Kracher könnte Nationalspieler Timo Werner von RB Leipzig sein.

Denn wie die "Sport Bild" ebenfalls Ende Februar berichtete, soll sich der FC Bayern bereits mit dem 22-Jährigen und dessen Berater Karlheinz Förster über einen Wechsel zum deutschen Rekordmeister verständigt haben. Förster ist auch der Berater von Niklas Süle, für den er 2017 den Transfer zu den Bayern abwickelte.

Timo Werner: Verlängerung oder Wechsel

Die Personalie Werner wird bei RB Leipzig immer brisanter. Der Grund: Der DFB-Stürmer hat bei den "Roten Bullen" nur noch einen Vertrag bis 2020. Ein ablösefreier Abgang kommt für die Bosse nicht in Frage, deswegen ist ein Wechsel im kommenden Sommer äußerst wahrscheinlich – vorausgesetzt Werner verlängert seinen Vertrag nicht vorzeitig.

"Wir haben bei der Vertragsunterschrift klar vereinbart, dass wir mit Timo nicht in ein letztes Jahr ohne Vertragsverlängerung gehen", sagte RB-Vorstand Oliver Mintzlaff der "Sport Bild". Die Ausgangssituation ist also klar: Vorzeitige Vertragsverlängerung oder Wechsel im Sommer, damit Leipzig noch eine hohe Ablösesumme einstreichen kann.

Mintzlaff über Werner-Wechsel: Es gibt keinen Austausch

Kurz nachdem die Gerüchte aufgekommen waren, schob Mintzlaff sämtlichen Spekulationen um einen möglichen Wechsel von Timo Werner einen Riegel vor. "Es gibt mit keinem anderen Verein einen Austausch. (...) Wir konzentrieren uns jetzt erstmal auf uns zusammen mit Timo", sagte er Anfang März vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg (1:0).

Auch RB-Trainer Ralf Rangnick dementierte, dass es zwischen dem FC Bayern und Werner bereits zu einer Einigung gekommen sei. "Eine mögliche Einigung kann es für 2019 unmöglich geben. Dazu müssten wir einverstanden sein, und das sind wir nicht. An uns ist von den Bayern auch noch niemand herangetreten", sagte Rangnick im März. Zudem soll es laut "kicker" ein Telefonat mit Förster gegeben haben, in dem Rangnick versichert wurde, "dass es keine Vorabvereinbarungen oder sonst etwas in dieser Art gebe".

Bei "Sport1" legte Mintzlaff nach: "Ich weiß gar nicht, was der FC Bayern in der Causa Werner zu tun hat. Mit Timo können sie ja noch gar nicht gesprochen haben, weil der Spieler bei uns ist, einen Vertrag bei uns hat – und Bayern hält sich auch immer an alle FIFA-Regularien. Von daher gehe ich nicht davon aus, dass es da schon irgendwelche Absprachen gibt."

FC Bayern in "intensiven Verhandlungen" mit Leipzig

Nun könnte Bewegung in die Personalie Timo Werner kommen: Wie der "kicker" am vergangenen Montag (18. März) berichtete, soll sich der FC Bayern offenbar in "intensiven Verhandlungen" mit RB Leipzig befinden. Konkret geht es dabei um die Ablösesumme für den Angreifer.

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Timo Werner: Diese Ablösesumme wäre wohl fällig

Der FC Bayern müsste für den Stürmer-Star einiges an Geld auf den Tisch legen. Wie die "Bild" berichtet, will RB Leipzig eine Ablösesumme von 60 Millionen Euro für den 22-Jährigen aufrufen, die Schmerzgrenze soll bei 40 Millionen Euro liegen. Aufgrund der vertrackten Situation und der geringen Vertragslaufzeit ist es wahrscheinlich, dass sich die Ablöse eher in Richtung Schmerzgrenze bewegen wird. Leipzig muss ein Angebot eines Interessenten annehmen, sonst müssten sie Werner im Sommer 2020 ablösefrei ziehen lassen.

Eine Verlängerung des Vertrags scheint kein Thema mehr zu sein – dem Bericht nach hat Werner seit Weihnachten ein neues Arbeitspapier vorliegen, welches er bis heute jedoch nicht unterschrieben hat.

Timo Werner und Robert Lewandowski beim FC Bayern?

Sollten die Bayern Timo Werner wirklich verpflichten hätte der deutsche Rekordmeister zwei Top-Stars im Sturm. Funktioniert ein Gespann mit Robert Lewandowski überhaupt? Einem Bericht der "Sport Bild" zufolge wollen die Münchner mit dem Polen vorzeitig bis 2023 verlängern. Vor allem, um Lewandowski damit zu signalisieren, dass der Verein Vertrauen in den 30-Jährigen hat – selbst wenn zusätzlich noch Werner verpflichtet werden sollte.

Nun hat sich Lewandowski selbst zur möglichen Situation im Bayern-Sturm geäußert – und schickt eine indirekte Ansage an Timo Werner: "Thomas Müller und Serge Gnabry können beide in der Spitze spielen. In der vergangenen Saison habe ich mehrfach Pausen bekommen und ich muss sagen, dass sie mir gar nicht so gut getan haben", sagte Lewandowski der "Welt am Sonntag". Der Bayern-Stürmer habe dadurch seine Spiel-Rhythmus verloren. "Es waren vielleicht zu viele Pausen", erklärte der Pole. "Ich spiele gern jedes Spiel."

Werner ablösefrei zu Bayern? Der Plan der RB-Bosse

Wird wider Erwarten keine Einigung zwischen Timo Werner, dem FC Bayern und RB Leipzig erzielt, könnte der Stürmer wegen seines auslaufenden Vertrags im nächsten Jahr ablösefrei wechseln. Die Leipziger Bosse sollen sich schon Pläne zurechtgelegt haben, was man beim Eintreten dieses ungewünschten Szenarios tun könnte.

So könnten die Verantwortlichen das neue Vertragsangebot nochmal verbessern und gleichzeitig eine (hohe) Ausstiegsklausel für 2020 festlegen. Sollte Werner dann zustimmen, würde er vorerst in Leipzig bleiben – die Bayern müssten für einen Transfer dann deutlich mehr Geld zahlen, als die kolportierten 40 bis 60 Millionen Euro.

Ein andere Möglichkeit wäre die Verpflichtung eines weiteren Stürmers bei RB Leipzig. In der Folge würden die Bosse Druck auf Werner ausüben, der Nationalstürmer wäre dann nicht mehr zwingend gesetzt und müsste sich vor der anstehenden Europameisterschaft 2020 möglicherweise auch mit anderen Vereinen auseinandersetzen, die mehr zahlen würden als der FC Bayern. Interessenten gibt es auf jeden Fall einige.

Timo Werner: Auch der FC Liverpool hat Interesse

Denn der FC Bayern ist nicht der einzige Verein, der Interesse an einer Verpflichtung von Timo Werner hat. Wie die AZ bereits im Dezember des vergangenen Jahres berichtet hat, ist auch der FC Liverpool am Leipzig-Stürmer dran – so wurden bereits Scouts der "Reds" in der Red Bull Arena gesichtet. Der britische "Guardian" zog einige Monate später nach und berichtete ebenfalls von einem Klopp-Interesse an Werner. Die Bayern bekommen also hochkarätige - und vor allem zahlungskräftige - Konkurrenz.

Werner: FC Liverpool hat RB Leipzig kontaktiert

Der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp scheinen in Sachen Timo Werner wirklich ernst zu machen. Wie der "Mirror" berichtet, sollen die "Reds" RB Leipzig bereits kontaktiert haben. Dem Bericht nach wollen die Engländer gerne weiter informiert bleiben, sollte es bei Werner eine Entwicklung der Situation geben.

Klopp gilt als Fan des DFB-Stürmers, zudem sollen Liverpool und Leipzig nach dem abgeschlossenen Deal von Naby Keita ein gutes Verhältnis zueinander haben. Keita will seinen ehemaligen Mitspieler zudem nach England locken: "Es ist doch klar: Sollte er wechseln, dann bitte ich Timo, dass er zu uns nach Liverpool kommt", sagte der Mittelfeldspieler vergangenen Monat in einem Interview mit der "Sport Bild".

Timo Werner zum FC Bayern? Das sagt RB-Boss Mateschitz

Doch der FC Bayern scheint im Rennen um Timo Werner weiter vorne zu liegen – ein Wechsel scheint wohl nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Dietrich Mateschitz, der Boss von Red Bull, hat sich mittlerweile auch zum Transfergerücht geäußert – demnach müssten die Münchner für den Stürmer besonders tief in die Tasche greifen. "Billig wird er ganz sicher nicht", sagte der 74-Jährige dem Schweizer "Blick".

Eine konkrete Zahl nannte der Multi-Milliardär zwar nicht, allerdings soll er dem Bericht nach intern eine Ablösesumme von 100 Millionen Euro genannt haben. Angesichts der restlichen Vertragslaufzeit ist es allerdings mehr als unwahrscheinlich, dass der deutsche Rekordmeister so viel Geld für Werner zahlen wird.

Timo Werner: Rummenigge stichelt gegen RB

Der Ton in der Causa Timo Werner wird rauerBayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge stichelte Anfang März gegen RB Leipzig: "Ich würde Rasenball - heißen die doch, glaube ich - den Ratschlag geben, nicht zu offensiv mit der ganzen Personalie umzugehen. Weil manchmal liegt man auch nicht richtig. Ich habe sehr viel Erfahrung im Geschäft. Und wann immer man mit Transfers so offensiv umgeht wie Rasenball, ist es nicht im Interesse", sagte der 63-Jährige nach dem 5:1-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach.

Zu einer möglichen Einigung mit Werner und dessen Berater Förster wollte sich Rummenigge jedoch nicht äußern: "Ich bestätigte überhaupt nichts."

Timo Werner: Niko Kovac hält sich bedeckt

Angesprochen auf Timo Werner hielt sich Bayern-Trainer Niko Kovac bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Gladbach relativ bedeckt: "Darüber redet Brazzo Salihamidzic", sagte der Kroate. "Deutscher Nationalspieler. Guter Spieler", fasste der Coach kurz und prägnant zusammen – und konnte sich anschließend ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Werner bringt sich bei Bayern ins Spiel

Werner brachte sich vor einigen Wochen selbst bei den Bayern ins Spiel. Nach der 0:1-Niederlage in München im Dezember des vergangenen Jahres sagte der 22-Jährige im "Sky"-Interview: "Wenn man in Deutschland bleiben will, gibt es eigentlich von Leipzig aus nur einen Klub, zu dem man wechseln kann." Auf die Nachfrage, ob dieser Klub der FC Bayern sei, fügte Werner hinzu: "Das könnte man jetzt schlussfolgern".

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