AZ exklusiv Zwei Bayern-Legenden hoffen auf Alaba-Verbleib

Irre Idee: Angeblich wollten die Bayern David Alaba (l.) gegen Leroy Sané von Manchester City eintauschen. Foto: Sven Hoppe/Adam Davy/PA Wire/dpa/AZ

Bayerns Abwehrstar David Alaba wurde offenbar Manchester City angeboten – um im Gegenzug Leroy Sané zu verpflichten. Didi Hamann und Klaus Augenthaler stärken den Österreicher in der AZ.

 

München - Es wäre der spektakulärste Spielertausch in der Historie des FC Bayern gewesen – und einer, der die Fans wohl auf die Barrikaden gebracht hätte: Wie mehrere Medien, darunter Sport1, berichten, wollten die Münchner David Alaba an Manchester City und Ex-Coach Pep Guardiola abgeben, um im Gegenzug Wunschspieler Leroy Sané zu verpflichten. Alaba soll den Deal, der mit seinem neuen Berater Pini Zahavi besprochen wurde, allerdings abgelehnt haben.

Und doch: Immer mehr zeichnet sich ab, dass der Österreicher Bayern nach dieser Saison verlässt. Und dass die Münchner tatsächlich bereit sind, den unter Trainer Hansi Flick herausragenden Abwehrboss und Fanliebling abzugeben. Nicht jeder wird das verstehen.

Alaba: Vertrag läuft 2021 aus

Der Vertrag des 27-Jährigen läuft 2021 aus, er würde eigentlich gern verlängern, aber eben auch gern zu verbesserten Bezügen. Alaba möchte wie Joshua Kimmich im Mittelfeld spielen – und zu den Topverdienern der Kategorie Robert Lewandowski aufsteigen. Doch Bayern ist offenbar nicht bereit, für Alaba an die Schmerzgrenze oder darüber hinaus zu gehen. Eine Strategie, die sich vor einigen Jahren bei Toni Kroos als Fehler herausstellte. Der Mittelfeldstar wechselte dann zu Real Madrid. Die Königlichen sind neben dem FC Barcelona nun ein heißer Kandidat als künftiger Alaba-Klub.

"Man kann sich Bayern momentan gar nicht ohne Alaba vorstellen", sagt Abwehrlegende Klaus Augenthaler der AZ. "Er spielt ja nicht nur auf der linken Seite gut, sondern mittlerweile auch in der Abwehrmitte. Dort übernimmt er viel Verantwortung und ist ganz wichtig für die Mannschaft. Aber die Verantwortlichen wissen schon, was sie tun und wie wertvoll Alaba ist."

Auch als Urgestein des Klubs natürlich, seit 2008 spielt Alaba für Bayern, der gebürtige Wiener gehört quasi zum Inventar. "Es wäre ein Riesenverlust, wenn Alaba wechselt", sagt Sky-Experte Didi Hamann im AZ-Gespräch. "Aktuell ist er einer der wichtigsten Spieler überhaupt bei Bayern. Einen Ersatz zu finden, wäre fast unmöglich, so vielseitig wie Alaba ist."

"Hernández ist bei Bayern noch nicht in Gang gekommen"

Doch Bayern plant wohl anders. Mit Alphonso Davies und Lucas Hernández gibt es zwei Spieler, die ebenfalls links hinten verteidigen können. In der Abwehrmitte stehen neben dem Franzosen Hernandez zudem Jérome Boateng, Benjamin Pavard und der derzeit in der Reha schuftende Niklas Süle (Kreuzbandriss) als Alternativen zur Verfügung. Im Notfall auch Javi Martínez. Aber kann man Alaba deshalb wirklich gehen lassen?

"Hernández ist bei Bayern noch nicht in Gang gekommen", gibt Hamann zu bedenken. Der Weltmeister hatte bislang mit Verletzungen zu kämpfen und konnte die Rekordablöse in Höhe von mehr als 80 Millionen Euro nicht rechtfertigen. "Alaba hingegen gehört mit Thomas Müller, Manuel Neuer und Robert Lewandowski zu den letzten Identifikationsfiguren im Team", ergänzt Hamann, der gleichwohl verstehen könnte, wenn Alaba noch einmal ein neues Abenteuer wagen würde. "Er ist jetzt 27 Jahre alt. Wahrscheinlich ist es jetzt die letzte Möglichkeit für ihn, auf absolutem Topniveau ins Ausland zu gehen."

"Alaba gehört zu den Top-5-Spielern im Team"

Dort könnte er vermutlich auch noch einen Tick mehr verdienen als bei Bayern, wenngleich Alaba schon jetzt fürstlich entlohnt wird. "Er gehört zu den Top-5-Spielern im Team, dementsprechend muss er auch bezahlt werden", sagt Hamann.

Doch es scheint so, als würden Alaba und Bayern derzeit zu weit auseinanderliegen. Ein Abschied nach zwölf Jahren in München ist ein realistisches Szenario.

Lesen Sie hier: Was spricht für einen Alaba-Abgang - und was dagegen?

 

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