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Rassismus-Verfahren: DFB-Bundesgericht verkürzt die Sperre gegen Ex-Löwe Dennis Erdmann

Die Sperre für Dennis Erdmann vom 1. FC Saarbrücken wegen schweren Rassismus-Vorwürfen ist vom DFB-Bundesgericht verkürzt worden. Der Abwehrspieler darf nun im Duell gegen seinen Ex-Klub 1860 auflaufen.
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Keine einfache Zeit für Ex-Löwe Dennis Erdmann.
Keine einfache Zeit für Ex-Löwe Dennis Erdmann. © Uwe Anspach (dpa)

Saarbrücken – Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat im Rassismus-Verfahren gegen Dennis Erdmann vom Drittligisten 1. FC Saarbrücken das Strafmaß reduziert.

Die Mitte September vom Sportgericht ursprünglich ausgesprochene Sperre von acht Wochen wurde um zwei Wochen gekürzt, sodass Erdmann mit sofortiger Wirkung wieder spielberechtigt ist. Auch gegen seinen Ex-Klub TSV 1860 am 23. Oktober dürfte der Abwehrspieler nun wieder auflaufen. Die Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro wurde in zweiter Instanz ebenfalls gestrichen. 

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Die bis zum Ende der ursprünglichen Sperrzeit am 25. Oktober ausstehenden zwei Partien wurden allerdings bis zum Ende der Spielzeit auf Bewährung ausgesetzt. Das Sportgericht hatte es nach mündlichen Verhandlungen in Frankfurt/Main als erwiesen angesehen, dass Erdmann gegen den 1. FC Magdeburg (2:1) am 25. August mehrere Gegenspieler mit rassistischen Äußerungen beleidigte. 

Fiktives Geständnis wirkt sich strafmildernd aus

Der 30-Jährige bestreitet die Vorwürfe, sein Anwalt Horst Kletke beschränkte die Berufung dennoch auf das Strafmaß. "Durch die Beschränkung der Berufung ist der vom DFB-Sportgericht festgestellte Tatbestand auch für das DFB-Bundesgericht bindend", sagte der Bundesgerichtsvorsitzende Achim Späth: "Strafmildernd hat das Bundesgericht trotz der schwerwiegenden Vorfälle berücksichtigt, dass den 13 Zeugen durch dieses fiktive Geständnis die erneute Vernehmung und Belastung erspart blieb."

Erdmann war erst im Sommer zu den Saarländern gewechselt, durch die sechswöchige Sperre fehlte er in insgesamt fünf Ligaspielen. Das Sportgericht hatte sein Urteil am 13. September damit begründet, dass "für bewusste Falschaussagen aller Magdeburger Zeugen und ein Komplott gegen Dennis Erdmann keine Anhaltspunkte" vorliegen.

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