Bankdrücker statt Dauerbrenner: Findet Wein noch seinen Platz?

In der abgelaufenen Saison gehörte Daniel Wein zum absoluten Stammpersonal beim TSV 1860 – gegen Würzburg und Frankfurt musste sich der Allrounder zunächst mit einem Platz auf der Bank begnügen. Findet der Dauerbrenner noch seinen Platz in der Löwen-Elf?
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Daniel Wein könnte seinen Stammplatz bei den Löwen verlieren.
Daniel Wein könnte seinen Stammplatz bei den Löwen verlieren. © imago images / Sven Simon

München - Besser spät als nie: Nach wochenlanger Hängepartie konnten die Löwen in den vergangenen Wochen endlich auf dem Transfermarkt aktiv werden.

Der erneute Umbruch, der nach den Abgängen zahlreicher Leistungsträger mit Ablauf der vergangenen Saison nötig wurde, ist zum Großteil abgeschlossen. Mit Erik Tallig, Stefan Salger und Richard Neudecker konnten die Löwen drei Qualitätsspieler an die Grünwalder Straße lotsen, am Dienstag folgte die Verpflichtung des Stürmer-Duos Martin Pusic und Tim Linsbichler. Einmal mehr verändert sich das Gesicht der Sechzger.

Einer der Verlierer dieses Umbruchs könnte derweil Daniel Wein werden. Der 26-Jährige zählte seit seinem Wechsel von Wehen Wiesbaden nach München 2017 stets zum Stammpersonal bei den Löwen, auch in der vergangenen Saison war der Defensiv-Allrounder gesetzt. Durch die gezwungene Umstrukturierung im Kader wird sich sein Status in der kommenden Spielzeit allerdings möglicherweise ändern.

Köllner setzt auf Sechser Erdmann und Innenverteidiger Moll

Trotz seiner Vielseitigkeit - Wein kann sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld spielen - war für den 26-Jährigen zuletzt kein Platz mehr in der ersten Löwen-Elf. Bereits in den Testspielen der Vorbereitung setzte Michael Köllner auf den gelernten Innenverteidiger Dennis Erdmann auf der Sechs, Mittelfeldspieler Quirin Moll rückte dafür ins Abwehrzentrum. Beide erhielten auch in den ersten Pflichtspielen gegen die Würzburger Kickers (5:2 n. E.) und Eintracht Frankfurt (1:2) den Vorzug vor Wein.

Dass sich dies zu Saisonbeginn ändert, scheint angesichts der starken Konkurrenz aktuell unwahrscheinlich. Neben Abräumer Erdmann wird Köllner wohl weiter auf Dennis Dressel bauen, der sich in der abgelaufenen Spielzeit mit starken Leistungen einen Stammplatz erarbeitet hat. Für offensive Impulse sollen die Hoffnungsträger Tallig und Neudecker sorgen.

Köllner: Moll und Salger dürfen sich gegen Meppen beweisen

Auch im Abwehrzentrum sind die Plätze vorerst vergeben, zumindest für den Auftakt beim SV Meppen am Samstag (14 Uhr, Magenta Sport und im AZ-Liveticker). Wie Köllner zuletzt bestätigte, wird das Innenverteidiger-Duo Quirin Moll - der 29-Jährige wurde vom Oberpfälzer zum Gewinner der Vorbereitung erklärt - und Stefan Salger wieder den Vorzug erhalten.

"Die beiden haben einen guten Job gemacht", lautete Köllners Fazit nach der 1:2-Niederlage gegen Frankfurt, schränkte aber ein: "Sie haben beide noch viel Luft nach oben und können sich in Meppen noch einen Tick besser präsentieren." Eine Chance, auf die Daniel Wein weiter warten muss.

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