Pokal-Coup knapp verpasst: 1860 verliert gegen Frankfurt

Der TSV 1860 hätte Eintracht Frankfurt fast eine Erstrunden-Blamage im DFB-Pokal zugefügt. Die Hessen mussten lange zittern, von einer Überlegenheit war der Pokal-Champion von 2018 weit entfernt. Die Löwen brachten sich selbst um den Coup.
| Von Manuel Schwarz, dpa
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Erik Tallig im Zweikampf mit Sebastian Rode.
Erik Tallig im Zweikampf mit Sebastian Rode. © Jan Huebner /imago images

München - Eintracht Frankfurt ist mit einem mühevollen Erstrundensieg im DFB-Pokal in die neue Pflichtspielsaison gestartet. Beim Fußball-Drittligisten 1860 München benötigten die Hessen am Samstag in ganz schwachen 90 Minuten einen kurzen Zwischensprint nach der Pause und mächtig Abschlussschwäche der "Löwen" für ein 2:1 (0:0). André Silva (51. Minute) und Bas Dost (56.) trafen für die Gäste, die als Pokalsieger von 2018 und Halbfinalist aus der Vorsaison eine Erstrunden-Blamage wie noch vor zwei Jahren vermieden.

Kein Klassenunterschied zu sehen

Dem TSV reichte ein Elfmetertor von Phillipp Steinhart (78.) nicht zur Überraschung. Von einem Klassenunterschied war bei spätsommerlich warmen Temperaturen im zuschauerleeren Grünwalder Stadion nichts zu sehen. Bei den Frankfurtern blitzte nur ganz selten die individuelle Klasse auf. Die Gäste schienen besonders routiniert und cool wirken zu wollen, offensiv aber blieb das Team von Adi Hütter harmlos.

Gegen beherzt verteidigende "Löwen" gab es kaum ein Durchkommen, Dost und der erst am Donnerstag fix verpflichtete Silva hatten nur jeweils eine Torchance - diese Gelegenheiten aber wurden genutzt. Sonst fiel nur ein Pfostentreffer von Dominik Kohr auf (18.).

Viele Chancen für 1860

Die Sechziger indes hatten etliche gute Gelegenheiten. Angetrieben von Bundesliga-Veteran Sascha Mölders setzte der TSV die Eintracht völlig unbeeindruckt schon in der gegnerischen Hälfte unter Druck. So herbeigeführte Ballgewinne und schnelle Gegenstöße sorgten für viele Chancen: Mölders (14.), Fabian Greilinger (33.) und Richard Neudecker (68.) wurden jeweils allein auf Torwart Kevin Trapp zulaufend doch noch gestoppt, Kapitän Mölders köpfte zudem an den Pfosten (40.).

Nach der Pause reichten der Eintracht wenige Minuten, um doppelt zu jubeln. Zunächst leitete Dost eine Flanke auf Silva weiter, dieser konnte ins leere Tor einnicken. Kurz darauf revanchierte sich Silva und bediente seinen niederländischen Sturmpartner, der ebenso per Kopf traf. Das war es dann aber schon mit der Eintracht-Gefahr.

Vielmehr gaben die "Löwen" von Trainer Michael Köllner nicht auf. Nach einem Foul von Frankfurts Torhüter Trapp an Stefan Lex verwandelte Steinhart den fälligen Strafstoß zum 1:2. Am Ende aber retteten die Gäste den knappen Auswärtserfolg über die Zeit.

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