Moll und Neu-Löwe Salger machen hinten dicht

Duo mit großer Zukunft! Trotz der zwei Gegentore hinterlässt Sechzigs neues Innenverteidiger-Pärchen Salger und Moll einen starken Eindruck. Trainer Köllner: "Die beiden haben einen guten Job gemacht."
| Matthias Eicher
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Zwei, die sich anscheinend gefunden haben: Sechzigs neues Innenverteidiger-Duo Quirin Moll (l.) und Stephan Salger.
Zwei, die sich anscheinend gefunden haben: Sechzigs neues Innenverteidiger-Duo Quirin Moll (l.) und Stephan Salger. © Sampics/Augenklick, imago images/Frank Hoermann/Sven Simon , AZ

München - Die Innenverteidigung schien einmal wieder eine der größten Baustellen zu sein bei den Blauen. Tim Rieder weg, Aaron Berzel weg, Kapitän Felix Weber weg – und wer soll dichthalten in der letzten Linie vor Torhüter Marco Hiller?

Nun scheint es so, als hätten die Löwen nicht nur einen passenden Innenverteidiger gefunden, sondern auch ein harmonierendes Pärchen. Trotz des 1:2 in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Erstligist Eintracht Frankfurt und dem damit verbundenen Pokal-Aus am Samstag erntete der TSV 1860 eine ordentliche Ladung an Lob. 

Stephan Salger und Quirin Moll - der doppelte Ruhepol

Obwohl Sechzig zwei Gegentreffer kassierte, bestach allen voran das Innenverteidiger-Duo - Neuzugang Stephan Salger und der gelernte Sechser Quirin Moll - als doppelter Ruhepol. Zwei Unachtsamkeiten zum Trotz gab es für die beiden Defensivspieler die AZ-Note zwei.

"Es war so, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir haben da zwei gute Spieleröffner, die trotzdem robust sind gegen den Ball und den Gegner oft wegblocken konnten", sagte Cheftrainer Michael Köllner über Neulöwe Salger und Umschüler Moll: "Die beiden haben einen guten Job gemacht." Salger und Moll - mit diesem passenden Pärchen hat Sechzig hinten zwei echte Volltreffer gelandet.

Hat eine neue Abwehrmitte gefunden: Michael Köllner.
Hat eine neue Abwehrmitte gefunden: Michael Köllner. © Sampics/Augenklick

Salgers "Tiefensicherung" wirkt gegen Frankfurt

Salger war von vorneherein als Verstärkung in der Innenverteidigung vorgesehen. Von Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld ablösefrei gekommen, hatten ihn Köllner und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel als spielstarken Mann ausgemacht. "Ich bin jetzt nicht dieser harte Zweikämpfer, sondern eher einer, der weitblickend spielt. Ich versuche, die Sachen mit einer guten Tiefensicherung zu lösen, mit einer guten Antizipation", beurteilte sich der 30-Jährige selbst. Nach dem Duell mit dem zwei Klassen höheren Frankfurtern lässt sich urteilen: Salgers Spielstil hielt die Eintracht in vielen Situationen weg vom Tor.

Moll dagegen wurde von Köllner aufgrund seines Stärken-Schwächen-Profils eine Position zurückgezogen. Der Oberpfälzer hatte beim Ex-Profi ein gewisses Schnelligkeitsdefizit ausgemacht, das auf der Sechs schwieriger zu kompensieren sei. Gegen Frankfurt bewies Moll, dass er mit seinen Vorzügen - seiner Ruhe am Ball, seiner Spielstärke und seiner Physis - in der Abwehr durchaus sehr gut zu gebrauchen ist.

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Bei allem Lob - über zwei Szenen muss man dennoch sprechen: Ein Mal musste Moll einen Abspiel-Patzer von Salger ausbessern und sah dafür prompt eine Verwarnung. Und beim 0:1 war es der 29 Jahre alte Moll selbst, der die Flanke auf Vorlagengeber Bas Dost nicht verhindern konnte, stattdessen ins Leere köpfte.

Mölders: Unmöglich, alles zu verteidigen

Torjäger Sascha Mölders springt seinem Kumpel aber zur Seite: "Es hat nicht immer was mit Unachtsamkeit zu tun. Das war ein klar strukturierter Angriff von Frankfurt. Du kannst gegen so klasse Gegner nicht alles verteidigen."

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Ob die Körpergröße des Duos Salger (1,83 m) und Moll (1, 82 m) eine Rolle spielt? Sechzig hat laut Köllner zwar "größentechnisch im Vergleich zur letzten Saison etwas verloren", doch der 50-Jährige hatte "nicht das Gefühl", als hätte 1860 "dadurch bei Standards etwas anbrennen lassen".

Wie es mit den Lobhudeleien eben so ist: Ausruhen darf sich das neue Innenverteidiger-Duo darauf nicht. Vielmehr muss es sich bei Sechzigs Drittliga-Auftakt beim SV Meppen am Samstag (14 Uhr im AZ-Liveticker) erneut Seite an Seite beweisen. Das sieht freilich auch Köllner so: "Sie haben beide noch viel Luft nach oben und können sich in Meppen noch einen Tick besser präsentieren." Na dann, auf geht's!

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