Aufstiegskandidat TSV 1860: Fünf Gründe, warum es diesmal klappen muss

Der TSV 1860 wird in der neuen Saison als großer Aufstiegskandidat gehandelt, unwahrscheinlich ist das freilich nicht. Vor allem jetzt wäre ein Aufstieg in die 2. Liga wohl so wichtig wie schon lange nicht mehr.
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Die Löwen gehören zu den Aufstiegsfavoriten in der Dritten Liga.
Die Löwen gehören zu den Aufstiegsfavoriten in der Dritten Liga. © sampics/Augenklick

München - Die Buchmacher und Drittliga-Trainer sind sich schonmal einig: Der TSV 1860 gehört in der kommenden Saison zu den großen Aufstiegsfavoriten.

Auch wenn Löwen-Trainer Michael Köllner natürlich noch nichts davon wissen möchte und die Sechzger mit der Rolle des Favoriten ohnehin etwas fremdeln, ist ein Aufstieg in die 2. Liga alles andere als unwahrscheinlich. Nach Platz acht vor zwei Saisons und dem vierten Rang in der vergangenen Spielzeit soll's nun endlich was werden.

Für die Sechzger gibt es zudem mehrere Gründe, warum ein Aufstieg diesmal so wichtig wäre wie schon lange nicht mehr:

Dressel wäre nicht mehr zu halten

Die Causa Dennis Dressel sorgte in der Vorbereitung der Löwen für mächtig Wirbel. Zweitligist Darmstadt 98 war am Mittelfeldspieler interessiert und auch Dressel schien einem Transfer gegenüber offen zu sein. Letztendlich platzte der Deal an der Ablöse: Sechzig wollte rund 500.000 Euro, Darmstadt bot aber "nur" knapp 350.000 Euro.

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Was mittlerweile aber auch bekannt ist: Dressel will in Zukunft in der 2. Liga spielen, daraus wird mittlerweile kein Geheimnis mehr gemacht. Dressels Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, die Löwen werden also wohl nur bei einem Aufstieg die Chance auf eine Verlängerung haben. Bleibt es weiterhin bei Liga drei, heißt es in Giesing wohl: Servus, Dennis.

Mölders könnte seine Karriere beenden

Alphalöwe Sascha Mölders brachte in der Vergangenheit schon des Öfteren ein potentielles Karriereende ins Spiel. Der Stürmer war vom professionellen Fußball-Business genervt. "Ich könnte zwar noch einige Jahre spielen, aber das ganze Drumherum geht mir, entschuldigen Sie die Ausdrucksweise, auf den Sack", sagte Mölders im Oktober 2019 im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen". Doch mit Köllner kam für Mölders auch wieder der Spaß am Fußball zurück, der Angreifer verlängerte schließlich seinen Vertrag bei 1860.

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Mölders' Vertrag läuft im Sommer 2022 aus, dann ist er 37 Jahre alt. Zuletzt sagte er, dass er nicht einfach so mit dem Fußballspielen aufhören könne. Nach seiner Profikarriere sehe er sich nochmal in der Regionalliga als Spielertrainer.

"Ich werde natürlich nicht jünger und wenn du Vierter geworden bist, dann glaubt dir kein Mensch, wenn du sagst, dass du Siebter oder Achter werden willst. Natürlich will ich hoch", sagte er zuletzt. Ob sich Mölders bei einem Nicht-Aufstieg nochmal eine Saison Dritte Liga antun wird, ist zumindest fraglich. Andererseits wäre es bei einem Aufstieg in die 2. Liga durchaus denkbar, dass der Sturm-Oldie im Spätherbst seiner Karriere nochmal ein Jahr bei den Löwen dranhängt.

Köllner weckt bereits jetzt Begehrlichkeiten

Erst vor rund zwei Monaten wurde Sechzig-Trainer Köllner mit Austria Wien in Verbindung gebracht. Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel bestätigte, dass die Österreicher Interesse an einer Verpflichtung hatten. Schnell war auch klar, dass Köllner bei den Löwen bleiben wird – mit dem 51-Jährigen ist die langersehnte Ruhe an der Grünwalder Straße eingekehrt und auch auf dem Platz lief es plötzlich.

Das bekommen auch andere Vereine mit – Köllner weckt Begehrlichkeiten. Könnte der Trainer bei einem weiteren Jahr Dritte Liga möglicherweise einem passenden Angebot folgen?

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Neue finanzielle Möglichkeiten in der 2. Liga

Seit Köllner an der Grünwalder Straße übernommen hat, herrscht unter den Gesellschaftern ungewohnte Einigkeit. Ein Zustand, der natürlich weiter beibehalten werden soll, der Aufstieg würde dabei für zusätzliche gute Stimmung sorgen.

Zudem wäre die 2. Liga für Sechzig endlich die große Chance, ohne Streitereien untereinander mehr Geld zu generieren. Die zusätzlichen finanziellen Mittel könnten dann sinnvoll - und gemeinsam - eingesetzt werden.

Die Fans hätten es endlich mal verdient

Die Löwen-Anhänger gehören zu den treuesten Fans im deutschen Fußball – viel Negatives mussten die leidgeplagten Sechzger in der Vergangenheit auch immer wieder mitmachen.

Dennoch war und ist die Unterstützung weiter ungebrochen: Das Grünwalder Stadion ist bei jedem Heimspiel ausverkauft, für die neue Saison haben die Sechzger über 11.000 Dauerkarten verkauft. Die Fans hätten es also endlich mal wieder verdient, ihre Löwen in der 2. Liga nach vorne zu peitschen.

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Gründe gibt es also genügend, warum es diesmal mit dem Aufstieg klappen sollte. Möglich ist es auf jeden Fall, da sind sich (fast) alle einig.

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