Sascha Mölders' Aufstiegsambitionen: "Natürlich wollen wir oben mitmischen"

"Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass wir nicht hoch wollen." Das sagt Kult-Löwe Sascha Mölders über die Aufstiegsambitionen des TSV 1860.
| Matthias Eicher
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Will auch im neuen Heimtrikot und in der neuen Saison wieder für Furore sorgen und im dritten Anlauf endlich den Aufstieg packen: Sascha Mölders, Spielführer des TSV 1860.
Will auch im neuen Heimtrikot und in der neuen Saison wieder für Furore sorgen und im dritten Anlauf endlich den Aufstieg packen: Sascha Mölders, Spielführer des TSV 1860. © Sampics/Augenklick

München - Italien hat Giorgo Chiellini, Portugal hat Cristiano Ronaldo. Und Sechzig? Sascha Mölders natürlich.

Der Routinier hat mit seinen Sechzgern noch lange nicht fertig. Im Gegenteil: Der 36-jährige Torjäger, das Alpha-Tier unter seinen Löwen, scharrt vor dem Drittliga-Auftakt am Samstag gegen die Würzburger Kickers (14 Uhr) schon mit den Hufen. Pardon, mit den Pranken.

Mölders will aufsteigen

"Ich werde natürlich nicht jünger und wenn du Vierter geworden bist, glaubt dir kein Mensch, wenn du sagst, dass du Siebter oder Achter werden willst. Ich habe mit Sechzig in der Zweiten Liga gespielt und würde lügen, wenn ich sagen würde, dass wir nicht hoch wollen", stellte der Kapitän des TSV 1860 bei einer Drittliga-Auftaktkonferenz des DFB gleich mal klar.

Die Favoritenrolle, die gleich 15 Trainer den Sechzgern in die Fußballschuhe schieben wollen, will aber der amtierende, älteste Torschützenkönig des Profifußballs nicht annehmen: "Aber ich brauche jetzt nicht von großen Zielen sprechen: Jeder kennt die Dritte Liga. Also wollen wir natürlich oben mitmischen, aber es wird wieder brutal!"

Brutal, so war für Sechzig Identifikationsfigur Nummer eins auch die vergangene Saison, in der Aufholjäger Sechzig schon wie ein sicherer Aufsteiger ausgesehen hatte.

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Große Enttäuschung in der letzten Saison

Mölders, der beim finalen 1:3 der Giesinger beim späteren Relegations-Aufsteiger FC Ingolstadt 04 seinen Aufstiegstraum fürs erste begraben musste, gestand über die große Enttäuschung: "Wir waren letzte Saison lange oben und sind dann gescheitert. Das tut natürlich weh. Ich bin ganz ehrlich: Ich habe in der Vorbereitung mindestens zwei Wochen gebraucht, um das zu verarbeiten. Aber bringt ja nix, du musst immer nach vorne schauen."

Sechzigs vierte Drittliga-Spielzeit in Folge steht schon vor der Tür. Damit einhergehend auch die Chance, es in der kommenden Spielzeit besser zu machen.

Mit den alten Stärken, aber einer etwas neuen Besetzung: Mit Mölders neuem Sturmpartner Marcel Bär, dem flexiblen Mittelfeld-Mann Yannick Deichmann und dem pfeilschnellen, aber noch nicht ganz fitten Kevin Goden hat 1860 drei Neu-Löwen verpflichtet.

Mölders ist voll des Lobes: "Unser großes Plus ist, dass wir fast die ganze Mannschaft zusammengehalten haben – und uns punktuell gut verstärken konnten."

Marcel Bär: Ein passender Sturmpartner für Mölders

Wer Mölders kennt, der weiß: Nicht mit jedem Sturmpartner kann der unbequeme Anführer. Bär scheint sich laut Mölders ganz gut zu machen: "Er ist ein Spieler, der Qualitäten hat. Er hat schon Zweite Liga gespielt und man hat schon in der ein oder anderen Situation gesehen: Das kann gut passen. Er ist neben dem Platz ein super Typ, ist ruhig und macht Witze." Ganz nach seinem Geschmack.

Was seine 22 Treffer aus der Vorsaison anbelangt, gibt sich der alternde Angreifer keinen Illusionen hin: "Es wird für mich persönlich schwer, wieder so viele Tore zu schießen, darüber brauchen wir nicht zu reden. Aber darum geht es auch gar nicht."

Mit Stefan Lex und Merveille Biankadi traut Mölders neben Bär zwei weiteren Löwen zweistellige Trefferquoten zu: "Vielleicht muss ich dann nicht mehr so viele Tore schießen", meinte er lachend.

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Killerinstinkt, Vorbereiter-Fähigkeiten und Anführer-Qualitäten

Bekanntlich verfügt der bullige Sturmtank neben seinem sportlichen Killerinstinkt auch über Vorbereiter-Fähigkeiten, wie die gleichmäßige Verteilung von je 15 Toren und Assists aus der Spielzeit 2019/20 zeigt. Obendrauf kommen seine Anführer-Qualitäten.

Damit zurück zu den Helden der EM 2021 und einem kleinen Seitenhieb in Richtung DFB-Elf: "Chiellini oder Ronaldo, das sind Typen. Manche Mannschaften, die früh ausgeschieden sind, hatten solche leider nicht."

Mal sehen, ob Sechzigs Typ auch in der anstehenden Saison in seiner ganz persönlichen EM-Form ist...

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