Verstärkung mit Potenzial: Zwischenzeugnis für Bayerns Neuzugänge

Dayot Upamecano hat sich bei Bayern und in der französischen Nationalmannschaft etabliert, es gibt aber noch Verbesserungsbedarf. Das gilt genauso für die anderen Neuzugänge. Der AZ-Check.
| Maximilian Koch
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16 Pflichtspiele für den FC Bayern in dieser Saison - mit viel Licht, aber auch ein bisschen Schatten: Dayot Upamecano, der von RB Leipzig nach München kam.
16 Pflichtspiele für den FC Bayern in dieser Saison - mit viel Licht, aber auch ein bisschen Schatten: Dayot Upamecano, der von RB Leipzig nach München kam. © firo/Augenklick

München - Die bayerische Abwehrkette der französischen Nationalmannschaft nimmt immer mehr Formen an - weil sich neben den Weltmeistern Benjamin Pavard und Lucas Hernández auch er inzwischen im Team der Équipe tricolore etabliert hat: Dayot Upamecano.

Dayot Upamecano: "Ich habe mich bei King für den Tipp und die Hartnäckigkeit bedankt"

Der 23-Jährige durfte in den WM-Qualifikationsspielen gegen Kasachstan (8:0) und Finnland (2:0) jeweils 90 Minuten spielen - ein Fingerzeig von Frankreich-Trainer Didier Deschamps, dass er bei der WM 2022 in Katar fest mit Upamecano plant. Drei von vier Viererketten-Positionen könnten somit mit Bayern-Stars besetzt sein. Das gab's noch nie.

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Deschamps ist freilich nicht entgangen, dass Upamecano bei Bayern nach seinem Wechsel von RB Leipzig im Sommer auf Anhieb Stammspieler und Leistungsträger geworden ist. Upamecanos Vorteil: Er kennt Trainer Julian Nagelsmann schon aus Leipzig genau, weiß, was der Coach von ihm erwartet. Verantwortlich für den Transfer war aber ein anderer: Kingsley Coman. "Das war King", sagte Upamecano der "Bild am Sonntag": "Ich habe mich inzwischen bei King für den Tipp und die Hartnäckigkeit bedankt."

Die Bayern-Bosse sicher auch, denn Upamecano ist bislang der stärkste der vier Neuzugänge. Ein Überblick der AZ.

Nagelsmann über Dayot Upamecano: "Man vergisst oft, dass er noch ein junger Spieler ist"

16 Mal spielte der Ex-Leipziger in dieser Saison für Bayern, meist überzeugte er. Ausnahme: Das 0:5 im DFB-Pokal, als Upamecano - wie auch viele seiner Kollegen - komplett neben sich stand und ausgewechselt wurde.

"Nach dem Spiel waren wir alle sehr enttäuscht. Wir haben uns dann als Mannschaft zusammengesetzt, alle geredet. Wir wollten uns schnell auf die nächsten Partien konzentrieren, die Niederlage ausmerzen", erklärte der Abwehrstar: "Das ist uns mit den Siegen bei Union Berlin und in der Champions League gegen Lissabon schnell gelungen. Das zeigt unseren guten Teamgeist."

Bei Bayern ist man voll von Upamecano überzeugt, Nagelsmann natürlich auch. "Man vergisst oft, dass er noch ein junger Spieler ist", sagte der Coach: "Er braucht diese Lerneffekte und die bekommt er auch, weil er ein intelligenter Bursche ist. Er hat eine große Qualität und ist ein Riesenfußballer. Vom Alter her ist Upamecano ja immer noch ein Talent." Und was für eins!

Marcel Sabitzer: "Einsatzminuten sind gerade das Wichtigste"

Elf Einsätze bislang für Bayern: Marcel Sabitzer (links).
Elf Einsätze bislang für Bayern: Marcel Sabitzer (links). © dpa

Der Österreicher wurde spät in der Transferperiode von RB Leipzig verpflichtet - als Alternative im zentralen Mittelfeld zu den Nationalspielern Joshua Kimmich und Leon Goretzka. Bislang hat sich Sabitzer aber noch nicht als Verstärkung erwiesen, er kommt auf lediglich 415 Minuten Spielpraxis.

"In der Situation, in der ich mich befinde, sind Einsatzminuten gerade das Wichtigste", sagte Sabitzer am Rande einer Medienrunde der österreichischen Nationalmannschaft. Im Nationalteam spüre er "das Vertrauen und Sicherheit, dass ich gebraucht werde. Wenn ich das fühle und spüre, kann ich auch meine beste Leistung abrufen."

Nagelsmann über Omar Richards: "Er ist total offen, will lernen"

Option hinten links: Der Engländer Omar Richards (links).
Option hinten links: Der Engländer Omar Richards (links). © dpa

Der 23-jährige Engländer kam vom englischen Zweitligisten FC Reading zu Bayern. Richards ist hinter Alphonso Davies und Lucas Hernández die Nummer drei als Linksverteidiger, beim 4:0 gegen Hoffenheim Ende Oktober löste er seine Aufgabe über 90 Minuten ordentlich. Insgesamt wurde der Neuzugang sechsmal von Nagelsmann eingesetzt. "Er ist total offen, will lernen", sagte der Trainer über Richards.

Sven Ulreich kämpft sich nach Verletzung wieder zurück

Rückkehrer Sven Ulreich im Training des FC Bayern.
Rückkehrer Sven Ulreich im Training des FC Bayern. © imago images/Ulrich Wagner

Im Sommer vom Hamburger SV zurückgeholt, hatte der Ersatzkeeper Pech. Im September kollidierte Ulreich im Training mit Michaël Cuisance und verletzte sich schwer am Knie.

Diagnose: Innenband-Teilverletzung am rechten Kniegelenk. Ulreich verpasste daher große Teile der Hinrunde, aktuell kämpft er sich zurück. Ulle ist beim Team und Manuel Neuer sehr beliebt.

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