Verschnaufpause nach dem Meistertitel: Für Flick könnte es aber unentspannt werden

Nach dem Spiel in Mainz haben die Bayern zwei Wochen spielfrei, Trainer Hansi Flick deutet eine Verschnaufpause für seine Stars an. Für ihn selbst könnte die freie Zeit jedoch unentspannt werden, ein Gespräch mit der Vereinsführung steht an.
| Michael Schleicher
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Zeit für ein Gespräch: Hansi Flick und die Bayern-Bosse wollen in den nächsten Tagen über die Zukunft des Trainers sprechen.
Zeit für ein Gespräch: Hansi Flick und die Bayern-Bosse wollen in den nächsten Tagen über die Zukunft des Trainers sprechen. © Bernd Thissen/dpa

München - Am Wochenende könnte der FC Bayern seine neunte Meisterschaft in Folge klarmachen: Mit einem Sieg am Samstag gegen Mainz 05 (15.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) wäre den Münchnern die Schale sicher, auch ein Unentschieden oder gar eine Niederlage würden möglicherweise reichen. Vorausgesetzt, Verfolger Leipzig patzt entsprechend.

Eine große Meister-Sause wird es im Fall der Fälle aber nicht geben – dafür sorgt alleine schon die Corona-Pandemie. Dennoch sollen die Spieler nach getaner Arbeit eine kleine Pause bekommen, das deutete Trainer Hansi Flick auf der Pressekonferenz am Freitagmittag an. "Wir haben schon einen Plan, da werden wir die Spieler informieren", sagte der Coach. "Wenn man so viele Spiele in den Beinen hat, darf die Regeneration nicht zu kurz kommen. Es ist wichtig, die Akkus wieder aufzuladen. Das sprechen wir im Trainerteam ab und informieren die Spieler."

Bayern-Stars haben zwei Wochen spielfrei

Der Zeitpunkt für eine Verschnaufpause könnte kaum besser sein: Sollten die Bayern am Samstag Meister werden, geht es in der Saison nicht mehr um wirklich viel. Sowohl im DFB-Pokal als auch in der Champions League sind die Münchner bereits ausgeschieden, auch deswegen hat die Mannschaft zwei Wochen spielfrei. Die nächste Partie steht erst wieder am 8. Mai an, dann geht zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach.

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Viel Pause hatten die Stars in dieser Spielzeit nicht: Englische Wochen sowie die Klub-WM im Februar und die Länderspielpause im März sorgten für einen äußerst straffen Spielplan. Das ist auch Flick bewusst. "Wir hatten in den letzten Wochen viele Spiele, auch mit den Nationalmannschaften", sagte der Trainer am Freitag. "Es sollte der Blick dahin gehen, dass man die Belastung der Spieler ernst nimmt, auch die Verletzungsgefahr. Da ist es wichtig, die Balance zu halten und an die Spieler zu denken."

Für Flick geht es um seine Zukunft

Für Flick könnte die Verschnaufpause aber möglicherweise weniger entspannt werden. Das Gespräch mit der Klubführung bezüglich der vorzeitigen Vertragsauflösung steht an. Vor etwa einer Woche, nach dem 3:2-Sieg in Wolfsburg, hatte Flick öffentlich den Wunsch geäußert, seinen bis 2023 laufenden Vertrag vorzeitig auflösen zu lassen. Die Bosse um Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic zeigten sich ob des Zeitpunkts irritiert, "missbilligten" den alleinigen Flick-Vorstoß laut Vereinsstatement.

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Der Hintergrund: Die Klubführung wusste bereits vor dem Wolfsburg-Spiel, dass Flick im Sommer aufhören möchte. Geeinigt hatte man sich aber darauf, nach der Partie in Mainz - wenn es eine längere Spielpause gibt - über die Sache zu sprechen. Wenige Tage später erklärte Flick dann, warum er seinen Wunsch nach einer Vertragsauflösung ausgerechnet direkt nach dem Spiel öffentlich gemacht hat. Demnach wollte er es der Mannschaft selbst sagen, wollte, dass es seine Spieler zuerst von ihm erfahren. Da ihm zufolge jedoch schon einige Details durchgestochen seien, entschied er sich spontan für die öffentliche Bekanntmachung.

Spricht Flick nächste Woche schon mit dem DFB?

Für Flick geht es in der kommenden Woche um dessen Zukunft: Mit Sicherheit werde dafür auch Zeit sein, sagte er am Freitag über mögliche Gespräche zu seiner Zukunft. "Aber das erste Gespräch ist hier, klar, mit Bayern München", schob der Trainer hinterher. Eine Aussage, die zumindest vermuten lässt, dass Flick bereits in den nächsten Tagen Gespräche abseits des FC Bayern führen wird. Möglicherweise ja mit dem DFB? Flick gilt als heißester Anwärter auf die Nachfolge von Bundestrainer Jogi Löw.

Fest steht: Während die Leistungsträger um Joshua Kimmich, Thomas Müller und Manuel Neuer einige Tage entspannen dürfen, dürfte die Pause für Flick wegweisend (und möglicherweise weniger erholsam) sein.

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