FC Bayern: Fan-Hetze ein "No-go" – Flick ergreift mit emotionalem Auftritt Partei für Hasan Salihamidzic

Nach dem Rücktritts-Wunsch von Hansi Flick steht vor allem Hasan Salihamidzic bei den Fans des FC Bayern in der Kritik. Auf der Pressekonferenz hat sich der Bayern-Coach schützend vor seinen Widersacher gestellt.
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Flick (r.) und Salihamidzic klatschen ein.
Flick (r.) und Salihamidzic klatschen ein. © sampics/Augenklick

München – Das angekündigte Aus von Hansi Flick im Sommer beim FC Bayern hat bei den Anhängern des Rekordmeisters eine Welle der Empörung ausgelöst. Der Unmut der Fans richtet sich vor allem gegen Hasan Salihamidzic, der im Internet derzeit mit Hass-Kommentaren überhäuft wird – sogar dessen Familie bekam dies nun zu spüren.

Nun erhält Bayern Sportvorstand ausgerechnet von Hansi Flick Rückendeckung. "Ich kann es mir nicht erklären", sagte der Bayern-Coach auf der Pressekonferenz am Freitag. "Brazzo hat eine sehr tolle Familie, ich kenne seinen Sohn Nick sehr gut. Es sind Grenzen überschritten worden, ein No-Go." Und Flick wurde noch deutlicher: "Das ist eine Sache, die ich absolut missbillige, das geht überhaupt nicht!"

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Flick und Salihamidzic schätzen sich

Viele Anhänger haben Salihamidzic im Dauerzwist mit dem 56-Jährigen als Buhmann ausgemacht und sehen in ihm den Hauptverantwortlichen für Flicks Wunsch nach einer vorzeitigen Vertragsauflösung. "Bei allen Dingen, die Brazzo und ich hatten, sind wir nie ins Persönliche gegangen, mir ging es immer um den Weg", sagte Flick.

Er verfolge lediglich "einen anderen Ansatz" als sein direkter Vorgesetzter, "aber das heißt nicht, dass wir uns nicht schätzen". Der 44-jährige Bosnier habe "einen enormen Anteil" am großen Münchner Erfolg.

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Flick: "Fußball ist nicht das Wichtigste im Leben"

Mit einem Sieg am Samstag in Mainz (15.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) würde der FC Bayern vorzeitig Deutscher Meister werden und hätte sieben Titel in zwei Jahren gewonnen.

Am Ende der Pressekonferenz sprach Flick nochmal einen allgemeinen Appell aus. "Wir müssen aufpassen, dass solche Dinge nicht an der Tagesordnung sind", sagte er: "Es geht nur um Fußball. Das ist wichtig, aber nicht das Wichtigste im Leben. Das möchte ich in aller Deutlichkeit sagen."

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