So plant der FC Bayern für die Champions League

Der Wechsel des Leipzigers zum FC Chelsea ist fix, beim Finalturnier der Champions League im August wird er nicht mehr spielen. Bayern einigt sich mit Coutinho auf eine Verlängerung des Leihvertrags.
| Simon Stuhlfelner
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Das "Estádio la Luz" in Lissabon
Jan Woitas/dpa 2 Das "Estádio la Luz" in Lissabon
Trägt derzeit noch die Nummer 10 beim FC Bayern: Philippe Coutinho.
imago images / Sven Simon 2 Trägt derzeit noch die Nummer 10 beim FC Bayern: Philippe Coutinho.

München - Eines ist klar: Timo Werner ist raus. Der Nationalspieler, dessen Wechsel von RB Leipzig zum FC Chelsea nach London nun auch offiziell verkündet wurde, wird nicht am Finalturnier der Champions League in Lissabon teilnehmen.

Werner, der noch den Medizincheck bestehen muss, wird bereits im Juli in London erwartet und wird damit auf eigenen Wunsch nicht mehr für Leipzig in der Königsklasse auflaufen. Für seinen neuen Klub, der nach der 0:3-Hinspielniederlage gegen den FC Bayern ohnehin vor dem Aus im Achtelfinale steht, darf er laut Uefa-Statuten nicht spielen.

"Ich freue mich, bei Chelsea unterschrieben zu haben. Es ist ein stolzer Moment für mich", sagte Werner, der bei den Sachsen eigentlich noch einen Vertrag bis 2023 hatte, aber von einer Ausstiegsklausel Gebrauch machte. "Nun wage ich mich in die Weltmetropole London. Für mich war klar, dass mein nächster Schritt ins Ausland gehen wird – das war immer schon mein Traum."

Werner ist zweitteuerster Abgang der Bundesliga

Mit einer Ablösesumme von 53 Millionen Euro wird Werner der teuerste deutsche Fußballer aller Zeiten vor Leroy Sané, der 2016 für geschätzte 50 Millionen Euro von Schalke 04 zu Manchester City wechselte, und der zweitteuerste Abgang von RB Leipzig nach Naby Keita (2018 für 60 Millionen zum FC Liverpool).

Werner unterschrieb dem Vernehmen nach einen Fünfjahresvertrag bei Chelsea, der ihm über zehn Millionen Euro pro Jahr bringen soll. Bei den Londonern, wo er auf seinen früheren Kumpel vom VfB Stuttgart, Antonio Rüdiger, trifft, will Teammanager Frank Lampard um Werner ein neues Team aufbauen. Lampards Wertschätzung war wohl auch ausschlaggebend für Werners Entscheidung pro Chelsea, gemeinsam wollen beide mittelfristig den Titel in der Premier League und der Champions League angreifen.

FC Bayern mit einem Bein im Viertelfinale

Die diesjährige Saison der Königsklasse, für deren Fortsetzung im August die Uefa am Mittwoch die Regularien bekanntgab, dürften Lampard und Chelsea freilich abgehakt haben. Kaum vorstellbar, dass sie das 0:3 gegen den FC Bayern im Achtelfinal-Rückspiel am 7. oder 8. August wettmachen können. Ob das Spiel in München oder bereits in Lissabon stattfindet, ist noch offen.

Das "Estádio la Luz" in Lissabon
Das "Estádio la Luz" in Lissabon © Jan Woitas/dpa

Wie die Champions-League-Pläne des FC Bayern aussehen – die AZ hat die Antworten:

Welche Spieler dürfen spielen?

Sollte der FC Bayern in der Zwischenzeit auf dem Transfermarkt tätig werden und etwa Leroy Sané verpflichten, dürfte der im Endturnier der Champions League, das ab dem Viertelfinale mit einem einfachen K.o.-Spiel pro Runde ausgetragen wird, nicht spielen. Auch der bereits verpflichtete Torhüter Alexander Nübel (Schalke 04) darf, wie alle anderen neuverpflichteten Spieler, nicht eingesetzt werden. Es dürfen aber drei neue Spieler für das Team nominiert werden, die das bisher nicht waren, etwa junge Spieler von den Amateuren aus der Dritten Liga.

Was ist mit den Leihspielern?

Auch Leihspieler, deren Ausleihe eigentlich Ende Juni endet, können eingesetzt werden. Laut "Sky" hat sich der FC Bayern mit Philippe Coutinho und dem FC Barcelona bereits darauf geeinigt, den Leihvertrag bis Ende August auszudehnen. Coutinho, der nach seiner Knöchel-OP seit Donnerstag wieder im Mannschaftstraining ist, soll bis zum Endturnier der Champions League ebenso wie Niklas Süle und Corentin Tolisso wieder fit sein. Seine Zukunft über August hinaus ist weiter ungewiss.

Trägt derzeit noch die Nummer 10 beim FC Bayern: Philippe Coutinho.
Trägt derzeit noch die Nummer 10 beim FC Bayern: Philippe Coutinho. © imago images / Sven Simon

Wie bereitet sich der FC Bayern auf das Turnier vor?

Ein Problem für die Münchner ist die lange Pause zwischen dem DFB-Pokalfinale am 4. Juli und dem Neustart der Champions League. Anders als die meisten internationalen Konkurrenten, deren Saison noch bis Ende Juli oder Anfang August geht, ist Bayern dann nicht im Spielrhythmus. "Der Trainer wird der Mannschaft einen Kurzurlaub von zwölf Tagen geben. Und anschließend wird er wieder in die Vorbereitung für das Achtelfinalspiel gehen", sagte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge bei Sky. Auch ein Testspiel soll wohl noch eingestreut werden.

Wie geht es nach dem Finalturnier weiter?

Am 23. August steigt im Estadio da Luz das Endspiel, danach werden die Spieler erneut in einen kurzen Urlaub gehen. Nach den DFB-Partien Anfang September in der Nations League soll Mitte oder Ende September die neue Bundesliga-Saison beginnen. Die Gruppenphase der Champions-League-Spielzeit 2020/21 startet am 20. Oktober. Dann wohl mit Timo Werner im Trikot des FC Chelsea.

Lesen Sie auch: Meisterschaft, und jetzt? Um diese Ziele geht es bei Bayern noch

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