Noten: Zwei Zweier und eine Fünf für die Meister-Bayern

In einer wahren Regenschlacht setzt sich der FC Bayern 1:0 bei Werder Bremen durch und sichert sich die achte Meisterschaft in Folge. So hat der AZ-Reporter die Bayern-Stars gesehen.
| Patrick Strasser
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Robert Lewandowski brachte die Bayern kurz vor der Halbzeit in Führung.
imago images / Poolfoto Robert Lewandowski brachte die Bayern kurz vor der Halbzeit in Führung.

Bremen - Der FC Bayern München ist Meister. Den 30. Titel der Vereinsgeschichte, die achte Meisterschaft hintereinander, machte die Elf von Trainer Hansi Flick mit einem 1:0-Arbeitssieg bei Abstiegskandidat Werder Bremen klar - durch den Treffer von Robert Lewandowski, sein 31. Saisontor.

Die Bayern taten sich schwer und retteten sich am Ende nach der Gelb-Roten Karte für Alphonso Davies (79.) über die Zeit.

Thomas Müller und David Alaba zogen mit nun neun Meisterschaften mit dem bisherigen Rekordhalter Franck Ribéry gleich.

Neuer mit Wahnsinns-Reflex - Davies sieht die Ampelkarte

MANUEL NEUER, NOTE 2: Sicherer und souveräner Rückhalt, auch auf rutschigem, seifigem Rasen. Gewann das 20. seiner 24 Bundesliga-Duelle gegen Werder Bremen – der Nationaltorhüter hielt den Sieg mit einer sensationellen Parade in der 90. Minute nach Osakos Kopfball fest. Achter Meistertitel.

BENJAMIN PAVARD, NOTE 3: Der Rechtsverteidiger, zuletzt Eigentorschütze und Siegtorvorbereiter, nahm einmal Goretzka eine dicke Chance weg, weil er ihm die Einköpf-Gelegenheit wegschnappte. Einziger Meisterschalen-Debütant der Startelf, wurde mit seinem früheren Verein VfB Stuttgart 2017 Zweitliga-Champion.

JÉRÔME BOATENG, NOTE 2: Der Innenverteidiger mit ein paar Unachtsamkeiten, einmal schnappte ihm Bittencourt den Ball weg. Versuchte sich in der Offensive als Fernschütze (33.) - zu harmlos. Ganz stark sein Assist per Chip-Ball auf Lewandowski, der zum 1:0 vollendete. Achter Meistertitel mit Bayern.

DAVID ALABA, NOTE 3: Als Abwehrboss eine der Saison-Erfindungen von Trainer Flick. Bewies erneut seine Stabilität und Übersicht in der Zentrale. Also ein ganz besonderer Titel für den einstigen Linksverteidiger, der nun neun Schalen gewonnen hat. Zog mit seinem Kumpel Franck Ribéry gleich.

ALPHONSO DAVIES, NOTE 5: Nach 29 Spielen in Folge saß der 19-Jährige gegen Gladbach auf der Bank. In Bremen zurück als Stamm-Linksverteidiger mit gewohnter Schnelligkeit. Ungewohnt sein Revanchefoul (Nachschlagen) gegen Bittencourt, für das er nur Gelb sah (19.). Nach weiterem Foul mit Gelb-Rot (79.) runter. Zweite Meisterschale.

Goretzka treibt an - Gnabry bleibt blass

JOSHUA KIMMICH, NOTE 3: Der Mittelfeld-Chef versuchte immer wieder, lange Chip-Bälle in die Spitze zu spielen. Hatte mehr Mühe mit den bissigen Bremern als ihm wohl lieb war. Sein bereits fünfter Meistertitel – und das mit erst 25 Jahren.

LEON GORETZKA, NOTE 3: Bester Bayer seit der Corona-Pause. Im Bremer Dauerregen als "working class hero" mit vielen Zweikämpfen und Ballkontakten. Zweiter Titel seit seinem Wechsel 2018 vom FC Schalke.

SERGE GNABRY, NOTE 4: Hatte kaum Szenen in Halbzeit eins, konnte sich selten durchsetzen. Trug 12 Ligatreffer (zweitbester Bayer) in dieser Saison zu seinem zweiten Meistertitel bei. Nach 82 Minuten ausgewechselt.

THOMAS MÜLLER, NOTE 3: Wie immer emsig, aber ein wenig hektisch und umständlich vor dem Tor. Verlor in nun 21 Partien nicht gegen Werder: 19 Siege (zwei Unentschieden). Kein anderer Spieler trat in der Geschichte der Bundesliga häufiger gegen ein Team an, ohne eine einzige Partie zu verlieren. Wie Alaba mit neun Schalen nun Rekordmeister der Rekordmeister.

Lewandowski trotz Ellebogen-Treffer eiskalt

KINGSLEY COMAN, NOTE 4: Gegen Gladbach über eine Stunde geschont. Zeigte in Bremen, dass er momentan nicht ganz im Flow ist. Ziemliche Streuung bei seinen Flanken und Pässen. Fünfter Titel mit Bayern, war auch schon mit Juventus und Paris St.Germain je zwei Mal Landeschampion.

ROBERT LEWANDOWSKI, NOTE 2: Bekam den Ellbogen von Gebre Selassie ins Gesicht, störte den Torjäger kaum. Erzielte mit wunderbarer Bewegung nach Boateng-Vorlage das 1:0, sein 31. Saisontreffer. Nun wettbewerbsübergreifend mit 46 Saisontoren (in 40 Partien). Wahnsinn. Achter Meistertitel (zwei mit dem BVB).

LUCAS HERNÁNDEZ, OHNE NOTE: Der französische Weltmeister erst mit zwei Startelf-Einsatz seit der Corona-Pause. Kam mal wieder als später Joker, sollte ab der 82. Minute helfen, das 1:0 über die Zeit retten.

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