Nagelsmanns Mittelfeld-Puzzle: Ein Weltmeister drängt in die Startelf

Leon Goretzka muss nicht operiert werden, er fällt aber den ganzen Januar aus. Bayerns Trainer braucht also weiter andere Lösungen, immerhin: Gegen Köln steht ein Weltmeister wieder zur Verfügung.
| Maximilian Koch
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Muss im Mittelfeld umdenken: FCB-Trainer Julian Nagelsmann. (Archivbild)
Muss im Mittelfeld umdenken: FCB-Trainer Julian Nagelsmann. (Archivbild) © sampics/Augenklick

München - Die schlimmsten Befürchtungen haben sich nicht bestätigt: Es gibt Hoffnung für ein baldiges Comeback von Leon Goretzka (26).

Goretzka muss nicht operiert werden

Dem Mittelfeldstar bleibt eine Knie-Operation erspart, nach anhaltenden Problemen an der Patellasehne wird Goretzka nun konservativ behandelt und aufgebaut. Das ergab die Auswertung der MRT-Bilder bei Knie-Spezialist Dr. Christian Fink in Innsbruck.

Goretzka wird nach AZ-Informationen zwar nicht mehr im Januar spielen können, bis zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei RB Salzburg am 16. Februar soll er aber wieder in Bestform sein. Sofern das mehrwöchige Reha-Programm ohne Rückschläge verläuft.

Nagelsmann spricht über untragbaren Zustand

"Wichtig ist, dass es so nicht weitergeht, denn der Zustand ist vor allem für ihn untragbar", hatte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann kürzlich über Goretzka gesagt: "Wir müssen andere Wege gehen, um sicherzugehen, dass er nicht weitere vier bis fünf Wochen ausfällt." Doch viel schneller wird Goretzka nicht auf den Platz zurückkehren. Der Coach braucht daher andere Lösungen im Zentrum – Nagelsmanns Mittelfeld-Puzzle:

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Corentin Tolisso (27)

Corentin Tolisso könnte gegen Köln direkt in die Startelf rücken.
Corentin Tolisso könnte gegen Köln direkt in die Startelf rücken. © IMAGO / Lackovic

Der französische Weltmeister von 2018 ist wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, nachdem er zuvor an Corona erkrankt war und ihn muskuläre Probleme gestoppt hatten. Tolisso könnte bei der Partie am Samstag in Köln (15.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) direkt in der Startelf stehen und für mehr Dynamik im Zentrum sorgen, diese Komponente fehlte im Bayern-Spiel zum Rückrundenstart gegen Gladbach (1:2).

Nagelsmann schätzt Tolisso, der Coach setzt sich intern auch für eine Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrags ein. Ob's klappt?

Marcel Sabitzer (27)

Marcel Sabitzer fremdelt zeitweise noch bei den Bayern.
Marcel Sabitzer fremdelt zeitweise noch bei den Bayern. © dpa

Der österreichische Sommer-Neuzugang von RB Leipzig konnte auch im ersten Spiel des Jahres 2022 nicht überzeugen, allerdings musste Sabitzer auf der ungewohnten Linksverteidiger-Position spielen. Dort hat Nagelsmann mit den Corona-Rückkehrern Alphonso Davies und Omar Richards nun wieder zwei Optionen. Sabitzer droht die Ersatzbank.

Marc Roca (25)

Marc Roca bekam zuletzt häufiger eine Chance.
Marc Roca bekam zuletzt häufiger eine Chance. © IMAGO / ULMER

Dreimal in Folge stand der Spanier nun in der Startelf und spielte jedes Mal ordentlich bis gut. Daher dürfte Nagelsmann Roca auch gegen Köln im Team lassen, er würde den defensiveren Part neben Tolisso einnehmen. "Ich liebe solche Spieler", sagte Nagelsmann zum Hinrundenende über Roca, der zuvor fast nie zum Einsatz gekommen war.

Der Sechser sei "menschlich" top, habe "ein riesen Herz" und einen "starken Charakter", so Nagelsmann weiter: "Er ist kein Mäuschen und hat den Anspruch, öfter zu spielen. Das tut er auch kund - und das ist gut so."

Jamal Musiala (18)

Jamal Musiala ist vielseitig einsetzbar und könnte auch auf der Sechs spielen.
Jamal Musiala ist vielseitig einsetzbar und könnte auch auf der Sechs spielen. © IMAGO / Lackovic

Seit dem Champions-League-Gruppenspiel gegen den FC Barcelona am 8. Dezember (3:0) wird Musiala im Zentrum eingesetzt und brilliert auf dieser für ihn etwas defensiveren Position. Der Youngster bringt 85 Prozent seiner Pässe an den Mann und gewinnt 45 Prozent seiner Zweikämpfe - beides starke Werte. In Köln wird Musiala aber wohl auf der offensiven Außenbahn agieren, weil dort weiter Alternativen fehlen und Tolisso wieder eine Option für die Doppelsechs ist.

Joshua Kimmich (26)

Kimmich spielte gegen Gladbach zunächst als Rechtsverteidiger.
Kimmich spielte gegen Gladbach zunächst als Rechtsverteidiger. © Sven Hoppe/dpa

Gegen Gladbach gab der etatmäßige Mittelfeld-Chef ein gutes Comeback, er half in Nagelsmanns Notelf als Rechtsverteidiger aus. Auch in dieser Rolle zählt Kimmich bekanntlich weltweit zu den Besten. "Josh hat da viele gute Ballgewinne gehabt", schwärmte Nagelsmann.

"Ich finde, gerade er hat die ersten 75 Minuten herausragend gut gespielt." Mit ein paar Wacklern, aber das war nach neun Wochen Corona-Pause auch nicht anders zu erwarten. Vor dem Gladbacher Ausgleich durch Florian Neuhaus hatte Kimmich den Ball unfreiwillig quergelegt.

Weil Benjamin Pavard auch gegen Köln in der Innenverteidigung gebraucht wird und sich Josip Stanisic (Muskelbündelriss) noch im Aufbautraining befindet, spielt Kimmich wohl wieder hinten rechts, vorerst zum letzten Mal. Dann kann Nagelsmann seinen wichtigsten Mittelfeld-Stein wieder ins Zentrum verschieben.

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