Müller, Lewandowski, Sané: Die drei Unverzichtbaren des FC Bayern

Beim Schnee-Sieg gegen Freiburg stechen bei Bayern vor allem Robert Lewandowski, Thomas Müller und Leroy Sané heraus. Letzterer bekommt ein Extra-Lob: "Das war das, was wir von Leroy sehen möchten."
| Patrick Strasser
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Der FC Bayern erkämpfte sich im Fröttmaninger Schneetreiben gegen den SC Freiburg drei Punkte - und konnte sich dabei auf ein Trio besonders verlassen.
Der FC Bayern erkämpfte sich im Fröttmaninger Schneetreiben gegen den SC Freiburg drei Punkte - und konnte sich dabei auf ein Trio besonders verlassen. © imago/Poolfoto

München - Im November 2017 hatte Robert Lewandowski eine Idee. "Manchmal muss man etwas ändern", meinte der Bayern-Torjäger und färbte sich seine Haare: grau. Die gefärbten Haarspitzen trug er rund zwei Monate, dann war Schluss mit dem In-die-Jahre-kommen-Look.

Auch beim 2:1 gegen Freiburg am Sonntagnachmittag hatte Lewandowski die Haare schön - richtig schön weiß. Die dicken Flocken im Schneegestöber von Fröttmaning machten dem Polen eine weihnachtliche Tolle. Süßer die Flocken nie schwingen! Auch mit schneeweißen Spitzen konnte der 32-Jährige glänzen, traf zum 1:0.

Torjäger des FC Bayern: Robert Lewandowski
Torjäger des FC Bayern: Robert Lewandowski © imago/MIS

Müller und Lewandowski: Bayerns Rekord-Duo

Auf Vorlage von Thomas Müller - aber das hat ja sooo einen langen Bart. Zum 37. Mal legte die graue Eminenz dem Weltfußballer einen Treffer direkt auf. Seit Erfassung der Vorlagen 1988/89 einsamer Bundesliga-Rekord. Franck Ribéry hatte einst seinem Flügelpendant Arjen Robben 22 Treffer kredenzt. Den Siegtreffer erzielte Müller auf Vorlage von Leroy Sané, in dessen Lockenwuschelfrisur sich erstaunlich wenige Kristalle verfingen.

Lewandowski, Müller & Sané - Bayerns (F-)Locken-Trio. Warum die drei Offensiven momentan unverzichtbar und beinahe an jedem Treffer beteiligt sind:

Robert Lewandowski: Er trifft und trifft und trifft. 21 Tore nach 16 Partien, wobei er 15 Mal zum Einsatz kam. Beim 2:1 in Köln wurde er komplett geschont. Schon vor dem Auswärtsspiel am Mittwoch in Augsburg (20.30 Uhr) ist der Dauer-Torschützenkönig der beste Hinrunden-Torjäger der Bundesliga-Historie. Einsame Spitze. Vor Gerd Müller, dem 1968/69 nach der Hälfte der Saison 20 Buden gelungen waren. Übrigens: Unter Lewandowskis 21 Toren sind nur vier Elfmeter. In der letzten Spielzeit kam er nach der Hinrunde auf 19 Treffer, jetzt sind's zwei mehr. Und gegen Augsburg traf er in 15 Begegnungen schon 19 Mal. Fortsetzung folgt.

Müller glänzt als Vorbereiter und Torschütze

Thomas Müller: Der Top-Vorlagengeber der vergangenen Saison (Rekordmarke 21 Assists) führt seinen Dienstleistungsbetrieb in letzter Linie weiter konsequent fort, steht laut "bundesliga.com" schon wieder bei neun Lieferdiensten. Auch einsame Spitze. Noch 'n Fakt? Gegen Freiburg glückten Müller (31) bereits zum 44. Mal in einem Spiel sowohl ein Tor als auch eine Vorlage. Womit er einen überholte, dem dies bereits 43 Mal gelang: Robert Lewandowski.

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Leroy Sané: Müllers Siegtreffer gegen die Breisgauer ging eine artistische Vorlage von Sané voraus. Doch der 25-Jährige, zunächst auf der Bank und nach einer knappen halben Stunde für den angeschlagenen Serge Gnabry eingewechselt, zeigte unabhängig von jener Szene eine starke, wenn nicht seine beste Leistung im roten Dress. "Das war das, was wir und die Mannschaft von Leroy sehen möchten", meinte Flick, der befand, Sané habe es "sehr gut gemacht, gegen den Ball gearbeitet, nach hinten Sprints angesetzt, Bälle gewonnen. Das war sehr wichtig".

Goretzka über Sané: "Seine Mentalität war top"

Fünf Tage vor Weihnachten war der Linksfuß beim 2:1 in Leverkusen erst ein- und dann wieder ausgewechselt worden, weil er jene kämpferischen Qualitäten vermissen ließ. "Leroy hat gezeigt, wie wichtig er sein kann, seine Mentalität war top", lobte Teamkollege Leon Goretzka, während Jérôme Boateng in seiner Analyse dem Kern des Problems sehr nahekam: "In letzter Zeit war er vielleicht ein bisschen zu verkrampft, aber er hat ein gutes Spiel gemacht."

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In Augsburg dürfte Sané gesetzt sein - und erneut wichtig: Seine Konkurrenten Gnabry und Kingsley Coman (beide zuletzt verletzungsanfällig) hat er im internen Flügelstürmer-Ranking aktuell abgehängt.

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