Mats Hummels, Thomas Müller, Franck Ribery: Wer wird Anführer beim FC Bayern München

Dem FC Bayern München fehlt ein Leader auf dem Platz. Die AZ erklärt, wer jetzt dafür in Frage kommt.
| Maximilian Koch
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Sollen den Ton angeben (v.l.): Hummels, Müller, Ribéry.
Rauchensteiner/ Augenklick Sollen den Ton angeben (v.l.): Hummels, Müller, Ribéry.

München - Philipp Lahm war in den vergangenen Wochen auf dem Golfplatz oder im Kreißsaal, Xabi Alonso entspannte mit Gattin am Meer und probierte sich als Surfer: Die beiden Ex-Stars des FC Bayern genießen ihr Leben nach der Fußballkarriere – während ihr früherer Klub große Mühe hat, den Verlust der beiden Weltstars zu kompensieren.

Wer führt Bayern? Diese Frage drängt sich auf, knapp zwei Wochen vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison. "Wir haben da doch eine ganze Menge Leute", gab sich Präsident Uli Hoeneß kürzlich entspannt, nannte neben den beiden Kapitänen Manuel Neuer und Thomas Müller auch Franck Ribéry, Arjen Robben, Thiago, David Alaba und Mats Hummels als potenzielle Führungsspieler.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge dachte nach den Leistungen beim Confed Cup an Joshua Kimmich: "Der ist da gut vorweg marschiert."

Problem: Neuer, der Lahm als Spielführer beerbt, ist verletzt, kämpft für sein Comeback zum Liga-Auftakt – und kann deshalb kaum Einfluss auf die Mannschaft nehmen. Ebenso Jérôme Boateng jedoch seit Mai wegen Oberschenkelproblemen fehlt. Auch Robben, Thiago und Alaba konnten zuletzt wegen Blessuren nicht mitwirken. Und so findet man bei Bayern aktuell nur wenige echte Leader.

Im Supercup kommt es auf drei Spieler an, der Mannschaft Sicherheit zu verleihen.

Die AZ gibt einen Überblick

Thomas Müller: In Neuers Abwesenheit führte der Offensivstar die Bayern in Asien als Kapitän an, gefiel auf und neben dem Platz. Auch beim so ernüchternden Audi Cup war Müller einer der wenigen Spieler, bei dem die Körpersprache stimmte. Und er sprach die Probleme klar an. "Es geht auf und nieder. Aber das Ziel des FC Bayern ist, dass es nicht auf und nieder geht, sondern eine konstante Erfolgsserie gibt." Vor dem Duell mit Dortmund forderte Müller eine Steigerung: "Das ist etwas Besonderes und Wichtiges. Da wollen wir mal wieder ein Ergebnis liefern."

Mats Hummels: Der Innenverteidiger ist in der Hierarchie aufgerückt, er könnte dritter Kapitän werden. Hummels habe eine "überragende persönliche Entwicklung" genommen, sagte Hoeneß – und äußerte Verständnis für die eher zurückhaltende Rolle des Weltmeisters in der vergangenen Saison. "Dass der nicht von Dortmund nach München kommt und sagt: ,Jetzt bin ich der König von Giesing", ist auch normal. Aber Hummels wird sicherlich einer derjenigen sein, die Führungsaufgaben übernehmen."

Nach der Neapel-Pleite stellte sich Hummels der Kritik, obwohl er zuvor nicht gespielt hatte. "Das ist einfach so dahin gespielt. Einfach so ein bisschen gekickt und geschaut, was passiert", monierte der Abwehrstar. Gegen Dortmund ist er neben Javi Martínez in der Innenverteidigung gesetzt.

Franck Ribéry: Der Franzose konnte sich jahrelang auf seine eigene (Weltklasse)-Leistung konzentrieren, als Künstler auf der Außenbahn wurde ihm manch Undiszipliniertheit gestattet. Doch nach den Rücktritten von Lahm und Alonso ist der dienstälteste Bayern-Profi als Anführer gefragt. "Wir müssen wieder mehr wie ein Team spielen", sagte Ribéry nach dem 0:3 gegen Liverpool, "unsere Einstellung ändern, mehr Präsenz und Charakter zeigen". Ribéry hat verstanden – nun müssen die Kollegen folgen.

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