Hansis Pokerface: Will Flick zu einem anderen Topklub statt zum DFB?

Bayerns Coach Flick erklärt, dass sein Wechsel zum DFB als neuer Bundestrainer noch nicht beschlossen sei: "Es gab auch durchaus andere Gespräche." Tolisso steht vor dem Comeback im Saisonfinale.
| Maximilian Koch
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Kann gegen Gladbach seinen siebten Titel mit den Bayern holen: Hansi Flick.
Kann gegen Gladbach seinen siebten Titel mit den Bayern holen: Hansi Flick. © imago/Lackovic

München - Hansi Flick kam im blauen Hemd aufs Pressepodium an der Säbener Straße, die Ärmel hatte er hochgekrempelt. Und genau so, wie ein Mann der Tat, präsentierte sich Bayerns scheidender Trainer dann auch: motiviert und sehr, sehr selbstbewusst.

Als es nämlich um das Bundestrainer-Thema ging, das seit Wochen die Öffentlichkeit beschäftigt, sagte Flick interessante Sätze. "Es ist so, dass sich alle auf den DFB fokussieren", sagte er. "Es gab schon Gespräche mit Oliver Bierhoff, keine Frage. Aber es gab auch durchaus andere Gespräche. Es ist noch lange nicht entschieden, wie meine Zukunft aussieht. Ich warte ab, was letztendlich kommt."

Flick zum DFB?  Es geht noch um Details

Hoppla. Plant Flick nach seiner Zeit beim FC Bayern etwa, zu einem anderen Topklub wechseln, statt Bundestrainer zu werden? Schrecken ihn die Machtkämpfe beim DFB ab?

Eher nicht. Nach AZ-Informationen will Flick weiter der Nachfolger von Joachim Löw werden - und umgekehrt hat der DFB um Direktor Bierhoff die gleichen Vorstellungen. Es geht noch um Details, um Vertragsinhalte. Und natürlich gefällt es Flick schon ein bisschen, dass er nach sechs Titel in einer Saison begehrt ist.

Wem würde dieses Gefühl nicht gefallen? Flicks Pokerface sollte man daher nicht überbewerten.

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"Zu meiner Zeit beim DFB war auch das ein oder andere nicht so ruhig, wie man es sich wünscht", erklärte der Coach: "Ich weiß aber auch, dass bei der Nationalmannschaft sehr viel Loyalität, Wertschätzung und Ruhe war. Das imponiert mir." Der Bundestrainer-Job sei "etwas Besonderes", schwärmte Flick weiter: "Man hat die Besten aus Deutschland. Ich war da lange eng mit dabei und habe eine schöne und gute Zeit gehabt. Ich weiß, was mich da erwarten wird." Wird, nicht würde!

Zunächst aber greift der Coach nach seiner zweiten Meisterschaft als Bayern-Trainer, ein Sieg gegen Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr/Sky live und im AZ-Liveticker) genügt. Vielleicht macht vorher auch schon Borussia Dortmund mit einem Punktgewinn gegen RB Leipzig die Münchner zum Champion.

Choupo-Moting fällt gegen Gladbach aus

Die Partie "interessiert mich null", versicherte Flick: "Wir wollen die verbleibenden drei Spiele gewinnen, das ist unser Anspruch."

Auch, um dem Trio Jérôme Boateng, Javi Martínez und David Alaba einen schönen Abschied zu bescheren. "Wir haben drei Spieler, die eine herausragende Zeit, eine Ära, bei Bayern mitgestaltet haben", sagte Flick und gab als Parole aus: "Ein guter Anfang braucht Begeisterung, ein gutes Ende Disziplin. In dieser Saison war es ein bisschen anders herum, am Anfang mussten wir sehr diszipliniert agieren, weil wir nicht viel Vorbereitung hatten. Jetzt brauchen wir einen Tick Begeisterung für die letzten drei Spiele."

Zumindest im ersten Spiel wird Eric Maxim Choupo-Moting nicht mithelfen können. "Choupo fällt aus, seit Anfang der Woche hat er Rückenprobleme", sagte Flick. Sonst sind bis auf Corentin Tolisso alle Spieler fit und bereit - freilich auch Robert Lewandowski (36 Treffer), der die Bestmarke von Gerd Müller (40 Tore) jagt. Flick: "Er ist heiß auf den Rekord."

Flick hat Nagelsmann schon gratuliert

Tolisso soll nach seinem Muskelsehnenriss im Oberschenkel nächste Woche gegen Freiburg in den Kader zurückkehren. "Wir sind guter Dinge", erklärte Flick: "Er macht sehr gute Fortschritte, arbeitet hart und hofft noch auf die EM. Da will er unbedingt dabei sein."

Flick selbst zieht sich nach Saisonende zurück, macht Urlaub. Von seinem Nachfolger Julian Nagelsmann habe er eine "sehr positive Meinung. Ich habe ihm auch schon geschrieben: ,Glückwunsch: Du wirst viel Spaß mit dieser Mannschaft haben.'"

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