FC Bayern München auf US-Trip: AZ-Check - Gewinner und Verlierer

Der FC Bayern beendet seinen US-Trip. Doch nicht alle Spieler konnten im ersten Trainingslager überzeugen. Wer in Miami und Philadelphia punktete, wer Nachholbedarf hat: Der AZ-Check.  
| Maximilian Koch
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Die Profis des FC Bayern können sich jetzt erst einmal ausruhen: Dienstag und Mittwoch gibt Trainer Niko Kovac ihnen frei. Am Donnerstag beginnt bereits das einwöchige Trainingslager am Tegernsee.
imago/ZUMA Press Die Profis des FC Bayern können sich jetzt erst einmal ausruhen: Dienstag und Mittwoch gibt Trainer Niko Kovac ihnen frei. Am Donnerstag beginnt bereits das einwöchige Trainingslager am Tegernsee.

Der FC Bayern beendet seinen US-Trip. Doch nicht alle Spieler konnten im ersten Trainingslager überzeugen. Wer in Miami und Philadelphia punktete, wer Nachholbedarf hat: Der AZ-Check.

München - Um 11.27 Uhr am späten Montagvormittag war das USA-Abenteuer für den FC Bayern beendet. Der Sonderflieger QR7452 landete mit sieben Minuten Verspätung pünktlich auf dem Flughafen in München, danach ging es für die Stars noch zu einer regenerativen Einheit an die Säbener Straße. Ab jetzt heißt es: ausruhen.

Dienstag und Mittwoch gibt Trainer Niko Kovac seinen Spielern frei, am Donnerstag beginnt bereits das Trainingslager am Tegernsee, eine Woche dauert der Aufenthalt. Eine neue Chance für die Profis, in der Vorbereitung auf die kommende Saison Eindruck bei Kovac zu machen. (Lesen Sie hier: Vertragsdetail zeigt, wie überzeugt Kovac von sich ist)

Wer den US-Trip für sich nutzen konnte – und wer nicht: Die AZ nennt Gewinner und Verlierer.

Die Gewinner

Renato Sanches
Den Test gegen Manchester City verpasste der Portugiese wegen einer Blockade im Lendenwirbelbereich, trotzdem verlief diese Reise äußerst positiv für den Mittelfeldspieler. Sanches überzeugte in den Trainingseinheiten und im Spiel gegen Juventus Turin als kraftvoller Antreiber. Der 20-Jährige scheint endlich angekommen zu sein bei Bayern, Sanches scherzte ständig mit seinen Teamkollegen. "Ich will mich hier durchsetzen", kündigte er an. Aktuell ist Sanches eine gute Alternative im zentralen Mittelfeld.

Franck Ribéry
Bayerns Captain America führte sein Team in beiden Partien als Spielführer aufs Feld. Und Ribéry (35) präsentierte sich körperlich in exzellenter Verfassung, seine Vorlage zu Arjen Robbens 2:0 gegen ManCity war ein kleines Kunstwerk. Der Franzose gefiel auch auf der Zehnerposition. "Wir sind beide Profis und immer hungrig", sagte Ribéry über sich und Arjen Robben (34). Die Oldies nehmen den Kampf gegen Kingsley Coman und Serge Gnabry an.

Arjen Robben
Auch der Niederländer beeindruckt mit seiner Frühform, in puncto Fitness macht Robben ohnehin keiner was vor. "Wenn die Verletzungen wegbleiben, dann sind wir noch gut fit", sagte Robben und meinte damit auch Ribéry. "Dann sind wir noch jung." Trainer Kovac lobte das Duo als zwei "richtig Gute".

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Paul Will
Paul wer? Vor Beginn der Vorbereitung war Youngster Will nur Insidern ein Begriff, doch der 19-Jährige hat auf sich aufmerksam gemacht. Gegen Juve und ManCity stand Will in der Startelf, auf der Sechserposition agierte er ruhig und mit Übersicht. "Das ist eine Riesenehre", sagte Will. "Ich konzentriere mich jetzt erstmal wieder auf die 2. Mannschaft. Da wollen wir den Aufstieg schaffen." Und doch: Den Namen Will sollte man sich merken. (Lesen Sie hier: Dieser Youngster weckt die Sehnsüchte der Bayern-Fans)

Niko Kovac
Trotz zweier Niederlagen trat der Coach zufrieden die Heimreise an. Kovac erkennt bereits Automatismen im Bayern-Spiel, sein Training zeigt Wirkung. Die Defensive will Kovac noch "aufpolieren", wie er sagte. Das Auftreten des 46-Jährigen wird im Klub sehr positiv gesehen. "Ich glaube, wir haben eine gute Wahl getroffen", sagte Uli Hoeneß der AZ. "Er hatte einen guten Start", erklärte Karl-Heinz Rummenigge.

 

Die Verlierer

Sven Ulreich
Manuel Neuer ist wieder gesund, deshalb wird Ersatzkeeper Ulreich in dieser Saison wieder ins zweite Glied rücken. "Ich hoffe, dass ich trotzdem das eine oder andere Mal zum Zug komme", sagte er in Miami. Bitter: Sowohl gegen Juve als auch gegen ManCity führten Ulreich-Patzer zu Gegentreffern. Der Torhüter konnte sich nicht empfehlen. (Lesen Sie hier: Neuer bleibt Bayern-Kapitän)

David Alaba
Der etatmäßige Linksverteidiger half gegen Manchester in der Innenverteidigung aus und agierte dabei fehlerhaft. Beim ersten und dritten City-Tor griff Alaba viel zu zögerlich an, ließ Torschütze Bernardo Silva gewähren. "Wir arbeiten sehr hart, sehr intensiv. Es ist aber noch Luft nach oben bei uns", sagte Alaba. Das gilt auch für ihn persönlich. (Lesen Sie hier: US-Trip der Bayern - das lief gut, das muss besser werden)

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Sandro Wagner
Die Bayern inszenierten den Stürmer in einem Fotoshooting als Sonny Crockett, den lässigen Polizisten in der Kultserie "Miami Vice". Renato Sanches spielte Rico Tubbs. Doch ganz so cool wie vor der Kamera agierte Wagner auf dem Spielfeld nicht: Der Angreifer vergab in beiden Spielen gute Chancen, ihm fehlte der Killerinstinkt.

Oliver Batista Meier und Christian Früchtl
Die beiden hochtalentierten Jungstars kamen auf dem US-Trip nicht eine Minute zum Einsatz. Mittelfeldspieler Batista Meier hatte erst kürzlich einen Profivertrag unterschrieben, Torhüter Früchtl ist schon länger bei der ersten Mannschaft dabei. Spielpraxis auf internationalem Niveau hätte beiden sicher gutgetan.

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