FC Bayern: Leroy Sané setzt gegen Freiburg endlich das um, was von ihm erwartet wird

Leroy Sané zeigt sich nach seiner Einwechslung gegen den SC Freiburg auch in der Defensive engagiert - im Anschluss gibt es ein seltenes Sonderlob von Trainer Hansi Flick.
| Bernhard Lackner
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Eine Szene mit Symbolcharakter: In der Schlussphase verfolgte Leroy Sané den Freiburger Vincenzo Grifo bis weit in die eigene Hälfte und nahm ihm den Ball ab.
Eine Szene mit Symbolcharakter: In der Schlussphase verfolgte Leroy Sané den Freiburger Vincenzo Grifo bis weit in die eigene Hälfte und nahm ihm den Ball ab. © imago images / Poolfoto

München - Die Ansage war unmissverständlich. "Wir werden ihn unterstützen, aber auch - wenn nötig - in den Hintern treten", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge Ende Dezember im "Doppelpass" über Leroy Sané. Tags zuvor war der Königstransfer der Münchner beim Spitzenspiel in Leverkusen (2:1) von Trainer Hansi Flick ein- und wieder ausgewechselt worden. Über die Höchststrafe, wie es im Fußballer-Jargon heißt, wurde viel diskutiert.

Schon in den Wochen zuvor war die Kritik am Nationalspieler lauter geworden. Neben teils leichtfertigen Ballverlusten hatte sich insbesondere das mangelhafte Spiel gegen den Ball als Schwachpunkt herauskristallisiert. Eben jenes ist im Pressing-System von Trainer Hansi Flick aber unabdingbar - auch für Offensivspieler.

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Gegen Freiburg: Sané verfolgt Gegenspieler bis tief in die eigene Hälfte

Sané gelobte Besserung und kündigte nach dem harten Rückschlag gegen Leverkusen an, an sich arbeiten zu wollen. Laut einem Bericht der "SportBild" engagierte der 25-Jährige, der in den vergangenen eineinhalb Jahren schwer verletzungsgeplagt war, über die Weihnachtsfeiertage eigens einen Privattrainer, um an seiner Physis zu arbeiten. Doch auch taktisch findet sich der Nationalspieler im Flick-System augenscheinlich besser zurecht, wie sich beim 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg am Sonntag zeigte.

Exemplarisch dafür stand eine Szene kurz vor Ende der Partie. In der 86. Minute - Bayern führte, Freiburg drückte - verfolgte Sané Gegner Vincenzo Grifo bis tief in die eigene Hälfte und unterband so eine mögliche Kontersituation. Nicht nur deshalb gab es im Anschluss ein seltenes Sonderlob vom Chef.

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"Das war das, was wir und die Mannschaft von ihm sehen wollen", meinte Flick über den 25-Jährigen: "Das hat er mehrmals sehr gut gemacht, gegen den Ball gut gearbeitet und nach hinten einen Sprint angesetzt, als er einen Zweikampf gewann - das war für uns sehr wichtig."

Leon Goretzka bescheinigt Sané "Top-Mentalität"

Auch den Teamkollegen ist die erhöhte Laufbereitschaft nicht verborgen geblieben. "Wie er in den letzten zehn, 15 Minuten noch mal nach hinten gesprintet ist - das ist das, was wir von ihm sehen wollen", meinte auch Leon Goretzka im Interview bei "Sky" und bescheinigte seinem Mitspieler eine "Top-Mentalität".

Von seiner absoluten Top-Form ist Sané freilich noch ein gutes Stück entfernt, die Tendenz stimmt aber. Scheint so, als hätte Rummenigges Klartext-Ansage Ende Dezember Wirkung gezeigt.

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