Die erste Garde: Bayern trifft mit der besten Offensive auf die beste Defensive

Flick schickt gegen Leipzig seine Top-Elf ins Spiel - inklusive der Angriffsreihe Müller, Gnabry, Coman und Lewandowski. Sie treffen auf die beste Abwehr der Liga. "Champions zeigen sich in großen Spielen", sagt der Bayern-Coach.
| Maximilian Koch
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Gegen RB Leizig lässt Trainer Flick seine erste Garde aufmarschieren.
Gegen RB Leizig lässt Trainer Flick seine erste Garde aufmarschieren. © imago images / Poolfoto

München - Im Schatten des überragenden Sturm-Giganten und wohl künftigen Weltfußballers Robert Lewandowski (32) geht beinahe unter, dass der FC Bayern noch einen anderen Rekordtorjäger in seinen Reihen hat: Thomas Müller (31).

Thomas Müller rückt auf Platz 10 der ewigen Königsklassen-Rangliste vor

Mit seinem Treffer zum 1:1 unter der Woche im Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid schraubte Müller sein Konto nach oben auf nun 47 Tore. Damit rückte Müller in der ewigen Königsklassen-Rangliste auf Platz zehn vor - nur einen Treffer hinter Zlatan Ibrahimovic und Andrij Schewtschenko. "Da geht noch was!", twitterte Müller.

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Na logisch - und das gilt freilich auch für die Bundesliga. Bei 122 Toren und 151 Vorlagen in 360 Spielen liegt Müller aktuell, im Topduell mit RB Leipzig am Samstag (18.30 Uhr in Sky live und im AZ-Liveticker) will er seine tolle Quote ausbauen. Die Form stimmt auf jeden Fall: An zehn Treffern (vier Tore, sechs Vorlagen) war Müller bislang direkt beteiligt, er lieferte zudem die meisten Torschussvorlagen der Liga (29).

Bayerns Trainer Flick will erste Garde gegen Leipzig aufstellen

Übertrumpft wird er bei Bayern nur von Lewandowski, dem Topfavoriten bei der Weltfußballer-Wahl am 17. Dezember (zwölf Tore, vier Vorlagen). Trainer Hansi Flick wird gegen Leipzig - anders als gegen Atlético - seine erste Garde starten lassen, inklusive des besten Angriffs der Bundesliga. Da kommt ganz schön was zu auf RB. 

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Mit 31 Toren nach neun Spieltagen hat Bayern sogar den Rekord von Eintracht Frankfurt aus der Saison 1974/75 egalisiert. Neben Lewy und Müller werden gegen Leipzig auch Kingsley Coman (24/ zwei Tore, zwei Vorlagen) und Serge Gnabry (25/ vier Tore, eine Vorlage) stürmen. Leroy Sané (24/ drei Tore, drei Vorlagen) bleibt weiter nur die Jokerrolle. "Leroy hatte eine schwere Verletzung", sagte Flick: "Da ist es ganz normal, dass man eine gewisse Zeit braucht." Sanés Trainingsleistungen seien aber "einfach gut", so Flick: "Er macht gute Fortschritte."

Defensive des FC Bayern muss noch stabiler werden

Für die Defensive der Münchner galt das zuletzt nicht unbedingt. Bereits 13 Gegentreffer musste Flicks Team in der Liga hinnehmen. "Wir haben zu viele Chancen zugelassen", kritisierte der Coach: "Vielleicht hat uns auch die Frische gefehlt. Da ergeben sich dann Räume für den Gegner, wenn unser Pressing nicht so gut funktioniert."

Zum Vergleich: RB stellt mit nur sechs Gegentoren die beste Defensive und hat erst 74 Schüsse auf den eigenen Kasten zugelassen. Bayern hingegen 97. Interessanterweise hat Leipzig statistisch gesehen auch auf der Torhüterposition Vorteile. So wehrte Peter Gulacsi (30) starke 75 Prozent der Torschüsse ab, Manuel Neuer (34) demgegenüber 66 Prozent. Und mit Dayot Upamecano (22) sowie Ibrahima Konaté (21) stellen die Sachsen wohl das stärkste Innenverteidiger-Paar der Liga. Eine knackige Aufgabe für Lewandowski und Co., zumal es gegen RB in den vergangenen Partien nicht ideal lief.

RB Leipzig gelang bislang noch kein Tor gegen die Bayern

Bayern blieb in seinen letzten 70 Liga-Spielen nur zweimal torlos, beide Male gegen RB Leipzig (jeweils 0:0 im Mai 2019 und im Februar 2020). Außerdem hat sich Leipzig seit dem Aufstieg 2016 stets gesteigert bei den Gastspielen in München. Die vier Duelle endeten 0:3, 0:2, 0:1 und 0:0, ein Tor gelang RB noch nie. Trainer Julian Nagelsmann scherzte mit Blick auf diese Serie, dass ja nun ein Auswärtssieg logisch sei. "Ich bin kein großer Freund von Statistiken. Das Hier und Jetzt ist entscheidend", konterte Flick.

Der Triple-Coach appellierte an seine Stars: "Spitzenspiele sind immer etwas Besonderes und es geht einfach auch darum, dass Champions immer da sind, wenn so große Spiele vor der Brust stehen", sagte er. "Wir müssen bereit sein, in diesem Spiel mehr zu investieren als Leipzig. Unser Ziel ist es absolut, drei Punkte bei uns zu behalten. Das wären big points." Ähnlich sieht es Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, der via Sky erklärte: "Das wird ein wichtiges Spiel, ein entscheidendes Spiel." Deshalb setzt Flick auf seine erste Garde - und den besten Angriff der Liga.

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