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Coronavirus-News: Söder - Katastrophenfall in Bayern bahnt sich an

Das Coronavirus breitet sich in Bayern und Deutschland aus. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). © Peter Kneffel/dpa

Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, hat in München, Bayern und Deutschland monatelang für drastische Maßnahmen gesorgt. Nach dem Lockdown im Frühjahr steigen die Zahlen nun wieder massiv an. In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen in München und Bayern auf dem Laufenden.

  • Die Corona-Fallzahlen steigen bundesweit und damit auch in München.
  • Am Mittwoch (28. Oktober) haben sich Bund und Länder auf einen erneuten Lockdown geeinigt – das sind die neuen Beschränkungen.
  • Die beschlossenen Maßnahmen werden eins zu eins für den Freistaat übernommen. Das teilte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder einen Tag später mit.

+++ 308 neue Fälle am Mittwoch +++

In München sind am Mittwoch 308 neue Corona-Fälle (Vortag: 291) gemeldet worden (Stand: 28.10., 23.59 Uhr). Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 16.221 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 12.773 Personen, die bereits genesen sind, sowie 245 Todesfälle (Vortag: 240). 3.203 Menschen sind in München aktuell mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Reproduktionszahl R für München liegt derzeit bei 1,11 (Stand 28.10., Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 111 Menschen neu anstecken. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut RKI 125,6 (Stand 28.10., 23.59 Uhr; Vortag: 122,3 ).

Hier finden Sie weitere Grafiken zum Coronavirus in Bayern und München.

Hinweis der Redaktion: Die Stadt München hat am Samstag, 6. Juni, darauf hingewiesen, dass wegen eines Updates der Meldesoftware der Gesundheitsbehörden eine Bereinigung der bislang erfassten Daten durchgeführt wurde. Der Knick bei der Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen in der obenstehenden Grafik markiert den Zeitpunkt der Datenbereinigung. Am 29. Juni teilte die Stadt mit, dass der Berechnungszeitraum auf einen tageweisen 24-Stunden-Rhythmus umgestellt wurde.


+++ Söder spricht über nahenden Katastrophenfall in Bayern +++

Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen erwägt Bayern bald wieder die Ausrufung des Katastrophenfalls. In den nächsten Tagen könne dies notwendig werden, um auf die "dramatische Entwicklung" besser reagieren zu können, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Wenn sich die Zahlen weiter wie bisher entwickelten, sei die Ausrufung in der kommenden Woche absehbar.

In Bayern habe sich in den vergangenen neun Tagen die Belegung der Intensivbetten verdoppelt, in einigen Regionen drohten in den kommenden Tagen bereits Kapazitätsengpässe. Durch die Ausrufung des Katastrophenfalls könne das Land die Verteilung der Intensivpatienten besser koordinieren. "Wir sind in einer sehr, sehr ernsten Situation", betonte Söder. Es müsse zur Eindämmung der Infektionen eine Reduzierung der Kontakte um 75 Prozent erreicht werden. Andernfalls drohe die Lage außer Kontrolle zu geraten, auch in Bayern.

+++ "Lockdown light" wird eins zu eins in Bayern übernommen +++

Der am Mittwoch von Bund und Ländern beschlossene Mini-Lockdown mit etlichen Beschränkungen wird "eins zu eins" in Bayern übernommen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in einer Pressekonferenz mit. Bereits zuvor hatte der CSU-Chef für eine bundesweit einheitliche Lösung plädiert. Das bedeutet auch, dass die neuen Maßnahmen ebenfalls ab dem kommenden Montag (2. November) greifen und vorerst bis Ende November andauern.

Der Fokus soll dabei auf der Kontaktbeschränkung liegen – ab Montag dürfen sich nur noch maximal zwei Haushalte (maximal zehn Personen) miteinander treffen. Die Beschränkung gilt ausdrücklich auch in Privaträumen. Schulen, Kitas und der Einzelhandel bleiben vorerst geöffnet, dafür müssen unter anderem Gastro-Betriebe sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen schließen. Zudem werden bis Ende November Veranstaltungen aller Art untersagt und nicht nur solche, die der Unterhaltung dienen – Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste und Demonstrationen.

Söder hat die neuerlichen Schließungen vieler Einrichtungen und Absagen von Veranstaltungen als schmerzhaft, aber unerlässlich bezeichnet. "Trifft das hart? Ja. Tut das weh? Natürlich. Sind da Existenzen herausgefordert? Ja, leider", so der Ministerpräsident. Besonders in den beiden Bereichen Gastronomie und Kultur seien die Maßnahmen schmerzlich, weil sie zum einen Teil des Alltagslebens seien und zum anderen besonders aufwendige Hygienekonzepte erarbeitet hätten.

+++ Neuer Höchststand bei Infektionszahlen in Bayern +++

Bayern verzeichnet einen neuen Höchstwert bei den Corona-Infektionszahlen. Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag mitteilte, haben sich im Freistaat innerhalb eines Tages 3.057 Menschen mit dem Virus infiziert. Dabei bezieht er sich auf Daten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Einen solch hohen Wert gab es auch während der ersten Corona-Welle im Frühjahr nicht. Die Inzidenz für Bayern liegt aktuell bei 107.

+++ Teil-Lockdown: Münchner Innenstadtwirte sind "fassungslos"

Christian Schottenhamel, Gregor Lemke, Peter Inselkammer (v.l.) bei der Pressekonferenz zur "Wirtshauswiesn" in München
Christian Schottenhamel, Gregor Lemke, Peter Inselkammer (v.l.) bei der Pressekonferenz zur "Wirtshauswiesn" in München © imago/STL

Die Münchner Innenstadtwirte haben sich "fassungslos und bestürzt" über den Beschluss zu einem einmonatigen begrenzten Lockdown geäußert. "Selbst das Robert Koch-Institut sieht die Infektionsgefahr in der Gastronomie bei lediglich 0,5 Prozent", sagt Gregor Lemke, Chef des Augustiner Klosterwirt und Vorsitzender des Vereins der Münchner Innenstadtwirte, am Donnerstag. "Deutlich hat das RKI erklärt, dass Gaststätten nicht die Treiber der Infektion sind."

Die Gastronomen achteten intensiv und mit großem Aufwand an Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen darauf, das eigene Personal und die Gäste zu schützen. "Dass wir jetzt trotzdem einen neuerlichen Lockdown hinnehmen müssen, ist ein Schock." Die vorübergehende Zwangsschließung werde die Situation der ohnehin gebeutelten Branche verschlimmern. "Unsere über Generationen gewachsene Wirtshauskultur ist in Gefahr", sagte Lemke.

Viele hätten schon aufgeben müssen. "Wenn es so weitergeht, werden 30 bis 40 Prozent der Unternehmen pleitegehen." Die Münchner Wirte forderten deshalb rasch Finanzhilfen. "Diese müssen schnell und effektiv erfolgen, sonst gibt es ein großes Wirtshaussterben."

+++ Bayerisches Kabinett will Teil-Lockdown umsetzen +++

Nach der Einigung von Bund und Ländern auf einen einmonatigen begrenzten Lockdown berät das bayerische Kabinett am Donnerstag über die konkrete Umsetzung in Bayern. Dazu muss die Corona-Verordnung des Landes erneut angepasst werden.

Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch auf die einschneidendsten Anti-Corona-Maßnahmen seit dem großen Lockdown im Frühjahr verständigt. Mit strengen Kontaktbeschränkungen und einem Herunterfahren fast aller Gemeinschafts-Freizeitaktivitäten wollen Bund und Länder die zweite große Corona-Infektionswelle in Deutschland gemeinsam brechen. So sollen unter anderem Hotels, Restaurants, Kinos und Theater ab dem kommenden Montag für den gesamten Monat November schließen. Schulen, Kitas und Geschäfte sollen aber anders als im Frühjahr offen bleiben.

Im bayerischen Landtag soll es an diesem Freitagnachmittag zum ersten Mal eine Abstimmung über die Anti-Corona-Politik von Bund und Ländern geben. Die Abstimmung ist zwar aus rechtlichen Gründen formal nicht bindend für die Staatsregierung, aber dennoch ein Novum.

+++ Virologe Keppler: Staat sollte zertifizierte Masken ausgeben +++

Der Virologe Oliver Keppler hat sich für eine Versorgung der Bevölkerung mit chirurgischen Mund-Nasenschutz-Masken ausgesprochen. Er sei dafür, "dass der Bund oder die Ländern auch den Bürgern diese Masken finanzieren. Dass man sagt: Man gibt alle zwei Wochen drei Masken - so macht das zum Beispiel Taiwan - an seine Bürger aus", sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Masken - insbesondere zertifizierte - seien eine der schärfsten Waffen im Kampf gegen die Pandemie.

"Die Maske muss sexy werden", sagte Keppler, der Vorstand des Max von Pettenkofer-Instituts an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist. Ihre Wirksamkeit sei gut belegt. "Wir sollten im öffentlichen Raum, im Beruf, auch in Innenräumen die nächsten Monate einfach konsequent Masken tragen." Auch in Schulen hält er Masken für sinnvoll, unter anderem, weil sie Kinder im Fall eines Ausbruchs in der Klasse vor einer Quarantäne bewahrten.

Zu den neuen Corona-Maßnahmen sagte Keppler, es sei jetzt der richtige Zeitpunkt für härtere Maßnahmen, um die aktuelle Welle zu brechen.

+++ Inzidenz für München steigt weiter auf 125,6 +++

Die 7-Tage-Inzidenz (Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen) für München ist weiter gestiegen, wie das RKI meldet. Der Wert für die bayerische Landeshauptstadt liegt demnach bei 125,6 (Stand 29.10.2020, 0 Uhr)

Hinweis der Redaktion: Die offizielle Ausweisung der Infektionszahlen durch die Stadt München stand am Vormittag noch aus. Die Aktualisierung der Infografik und der aktuellen Zahlen oben in diesem Newsblog erfolgt, sobald die Zahlen der Stadt vorliegen.

+++ Corona in bayerischen Gefängnissen - bisher 83 Fälle +++

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat es 83 Fälle in bayerischen Gefängnissen gegeben. 52 Bedienstete hätten sich bislang mit dem Virus infiziert und 31 Häftlinge. Das teilte das Justizministerium in München auf Anfrage mit. Derzeit sind unter den Strafgefangenen in Bayern allerdings nur zwei mit einer nachgewiesenen akuten Coronavirus-Infektion (Stand 27. Oktober).

Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie 31 Gefangene mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 22 von ihnen waren neu in die Justizvollzugsanstalten aufgenommen worden. "26 Gefangene sind zwischenzeitlich genesen, 3 Gefangene entlassen und 2 Gefangene derzeit an Corona erkrankt", sagte eine Ministeriumssprecherin.

Die JVA Stadelheim in München. (Archivbild)
Die JVA Stadelheim in München. (Archivbild) © Frank Leonhardt/dpa

Einen Corona-Todesfall im Vollzug habe es bislang nicht gegeben. Allerdings sei ein Gefangener, der noch im Gefängnis positiv auf das Virus getestet worden war, rund zweieinhalb Monate nach seiner Entlassung gestorben - ob an Corona, sei aber nicht bekannt.

Höher als bei den Häftlingen sind die Zahlen bei den Bediensteten in den bayerischen Gefängnissen: Von ihnen wurden bislang insgesamt 52 positiv auf das Corona-Virus getestet, 11 seien derzeit noch akut erkrankt.

+++ Söder: "Wir verordnen eine Vier-Wochen-Therapie" +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Bürger zu Solidarität während der Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen.

Es gehe nicht nur um die Freiheit, die der Einzelne habe, sondern auch darum, wie viel Schutz die Gemeinschaft den besonders Betroffenen biete, sagte der CSU-Chef am Mittwoch nach Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Bundesländer. "Wir sind eine Solidaritätsgesellschaft und kein Ego-Land." Es gehe nicht um Loyalität zum Staat und Obrigkeitshörigkeit, sondern um ein Gemeinschaftsgefühl.

Söder betonte, es sei wichtig, jetzt durchzugreifen und nicht länger abzuwarten. "Je länger wir warten, desto schwieriger wird es", sagte er. "Die Alternative nichts zu tun oder weniger zu tun, bedeutet am Ende vielleicht in die Situation zu kommen, dass wir die Entscheidung in den Krankenhäusern zu treffen haben über Leben und Tod." Die Einschätzungen der Wissenschaftler hätten sich "mit erschreckender Präzision" bestätigt.

Nun sollten drei Viertel der Kontakte reduziert werden. "Es scheint kurzfristig hart, ist aber langfristig milder, als die Alternativen, nichts zu tun", sagte er, dann lande man in einer "Endlosschleife" und das ganze Land leide. "Wir verordnen eine Vier-Wochen-Therapie, wenn man das sagen kann. Wir hoffen, dass die Dosis richtig ist, dass es erfolgreich ist." Wie bei jeder Therapie gelte, dass sie wirken müsse und nicht zu früh abgebrochen werden dürfe.

+++ "Lockdown light" beschlossen! - Neue Beschränkungen +++

Bundesweit treten neue Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft. Die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben sich am Mittwoch auf erneute Kontaktbeschränkungen und Schließungen zahlreicher Einrichtungen geeinigt. Während Schulen und Kindertagesstätten geöffnet bleiben, müssen Freizeiteinrichtungen und Gastronomie wieder schließen. Unterhaltungsveranstaltungen werden verboten und Kontakte in der Öffentlichkeit stark eingeschränkt. Die Maßnahmen beginnen am 2. November und gelten für den gesamten November.

+++ Stadt München teilt mit: Gesundheitsamt könnte sich verspätet melden +++

Aufgrund der hohen Anzahl an Corona-Neuinfektionen in München kann es aktuell zu Verzögerungen bei der Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt kommen – das teilte die Stadt München am Mittwoch mit.

Das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) mahnt, dass "jede Person, die ein positives Testergebnis erhält, verpflichtet ist, sich umgehend für zehn Tage in Isolation zu begeben – unabhängig davon, ob sie bereits vom Gesundheitsamt kontaktiert wurde".

+++ L'Osteria-Chef: Lockdown light stürzt Gastronomie in Abgrund +++

In einem Schreiben hat L'Osteria-Vorstand Mirko Silz vor den Konsequenzen eines möglichen Lockdowns gewarnt. Ein sogenannter Lockdown light und die damit einhergehende Schließung der Gastronomie sei nicht die richtige Maßnahme zur Corona-Eindämmungen, so Silz. Ein Lockdown könne, die bereits bedrohte Gastronomiebranche in den Abgrund stürzen, sagte der Gastro-Experte. "Es sind nachweislich nicht Gastronomie-Betriebe, die sich an die Regeln halten, die Ansteckungsherde, sondern vielmehr Zusammenkünfte im privaten Raum." Durch einen Lockdown würden die Zusammenkünfte in den privaten Bereich verlagert werden und sich damit die aktuelle Infektionsproblematik weiter zuspitzen, erklärte Silz in seinem Statement.

+++ Landkreis Berchtesgadener Land über 300er-Marke +++

Der Landkreis Berchtesgadener Land hat am Mittwoch bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen nun auch die Marke von 300 Fällen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen übersprungen. Der Warnwert für die Ausbreitung der Pandemie in der Region stieg binnen eines Tages von 296 auf knapp 324. Das teilte das Landratsamt in Bad Reichenhall mit.

Der oberbayerische Landkreis hatte als erster im Freistaat bereits einen regionalen Lockdown mit weitgehenden Kontaktbeschränkungen verhängt. Landrat Bernhard Kern (CSU) rief wegen der weiter steigenden Zahlen die Bürger erneut dazu auf, sich strikt an die Abstands- und Masken-Regeln zu halten.

"Nur durch gemeinsame Anstrengungen können wir es schaffen, dass die Zahlen wieder auf ein normales Maß sinken", sagte er. Sonst könnten nicht wie geplant am 3. November die Kindergärten und Tagesstätten sowie am 9. November die Schulen wieder öffnen.

+++ Corona-Inzidenz in ganz Bayern über 100 +++

Landesweit steigen in Bayern die Corona-Neuinfektions-Zahlen weiter stark an. Mittlerweile hat der gesamte Freistaat im Durchschnitt die kritische Marke von 100 Infektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner deutlich überschritten, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen berichtete. Nachdem der Wert am Dienstag noch bei 96 lag, kletterte er am Mittwoch auf 105.

Den höchsten Wert unter den Bezirken hatte Schwaben mit fast 123, gefolgt von Oberbayern (117) und Niederbayern (112). Die drei fränkischen Bezirke und die Oberpfalz lagen noch unter der 100er-Marke, die nach der neuen Einstufung der Staatsregierung als "dunkelrot" angesehen wird. Wenn Kommunen auf mehr als 100 Neuinfektionen in einer Woche kommen, treten zusätzliche Beschränkungen für die Bevölkerung in Kraft.

+++ Gastronom scheitert mit Corona-Klage +++

Ein Gastronom ist mit seiner Klage gegen den Lockdown im Landkreis Berchtesgadener Land gescheitert. Wie das Verwaltungsgericht in München am Mittwoch berichtete, wurde der Eilantrag des Restaurantbesitzers abgelehnt (Az. M 26b SE 20.5311). Der Unternehmer wollte erreichen, dass er auch während des vom Landratsamt angeordneten regionalen Lockdowns Gäste bewirten darf.

Wegen der stark gestiegenen Zahl an Corona-Neuinfektionen hatte der oberbayerische Landkreis strikte Ausgangsbeschränkungen für die Bevölkerung festgelegt. Schulen und Kitas sind derzeit im Berchtesgadener Land geschlossen, Restaurants dürfen allenfalls noch Speisen zum Mitnehmen oder zur Lieferung anbieten. Die Betreiber mehrerer Lokale hatten dagegen geklagt.

+++ Corona-Sondersitzung des Landtags am Freitagnachmittag +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die geplante Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen im Landtag beraten lassen. Die Staatsregierung bat den Landtag deshalb um eine Sondersitzung an diesem Freitag, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen in München erfuhr. Es solle eine breite parlamentarische Beteiligung geben, hieß es. Der Landtag lud alle Abgeordneten daraufhin zu einer Sondersitzung um 13 Uhr ein.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Mittwochnachmittag mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine drastische Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen beraten. An diesem Donnerstag will das bayerische Kabinett über die Umsetzung im Freistaat sprechen.

+++ Rekordzahlen: Fast 15.000 neue Corona-Fälle in Deutschland +++

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch binnen 24 Stunden 14.964 neue Corona-Fälle verzeichnet worden. Das ist ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie.

+++ RKI mit Datenpanne: Inzidenz wohl doch nicht gefallen +++

Das RKI meldete in der Nacht auf Mittwoch, dass die 7-Tage-Inzidenz (Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen) für München gefallen sei. Der Wert wurde zunächst mit 101,3 (Vortag: 114,4) angegeben . Doch die Stadt München meldete sich direkt am Morgen bei Twitter zu Wort: Der Wert sei nur deshalb niedriger als am Vortag, weil es Verzögerungen in der Datenaktualisierung beim RKI gebe. Am Mittag meldete das RKI eine 7-Tage-Inzidenz von 122,3 in München.

Hinweis der Redaktion: Die offizielle Ausweisung der Infektionszahlen durch die Stadt München stand am Vormittag noch aus. Die Aktualisierung der Infografik und der aktuellen Zahlen oben in diesem Newsblog erfolgt, sobald die Zahlen der Stadt vorliegen.

+++ OB Reiter: Entscheidung über Wiesn 2021 im April +++

Die Entscheidung über das Oktoberfest 2021 soll im April nächsten Jahres fallen. Das sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Dienstag dem Sender "München TV". Er äußerte sich dabei zurückhaltend: Die Wiesn 2021 werde nur stattfinden können, wenn die Corona-Lage weltweit es erlaube.

Das diesjährige Oktoberfest hatte Reiter gemeinsam mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am 21. April abgesagt. Ein Fest in der Größe und mit der Internationalität bedeute in der Corona-Pandemie eine zu hohe Gefahr. Wirte, Schausteller und Marktkaufleute bekommen in normalen Jahren im Frühjahr ihre Zulassung für das Volksfest und starten dann in die heiße Planungsphase.

+++ Wird der Münchner Christkindlmarkt doch noch abgesagt? +++

Blick auf den Christkindlmarkt rund um den Marienplatz. (Archivbild)
Blick auf den Christkindlmarkt rund um den Marienplatz. (Archivbild) © Amelie Geiger/dpa

Am Dienstag hat der Stab für außergewöhnliche Angelegenheiten (SAE) unter Leitung von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter getagt und dabei auch die Frage behandelt, ob und gegebenenfalls wie der Christkindlmarkt angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens stattfinden kann. Eine Entscheidung könne hier "erst gegen Ende der Woche im Lichte der für morgen angesetzten Corona-Runde der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsident*innen und entsprechenden Umsetzungsbeschlüssen des Freistaats getroffen" werden, hieß es.

Dies gelte auch für das Thema Kulturveranstaltungen. Bereits vorliegende Anträge auf Zulassung von mehr als 50 Zuschauern müssten deshalb auf Grundlage der Bestimmungen der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung und der Einschätzung der Gesundheitsbehörde abgelehnt werden.

Da die Grundschulen nach wie vor infektiologisch nicht auffällig seien, gelte die Befreiung der Münchner Grundschüler von der Maskenpflicht am Platz zunächst bis zu den Herbstferien weiter: "Am Ende der Herbstferien wird dann die infektiologische Lage erneut bewertet."

+++ Dehoga protestiert gegen befürchteten Lockdown +++

Hotels und Gaststätten in Bayern wehren sich gegen einen befürchteten neuerlichen Lockdown. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga legte am Dienstag vorbeugenden Widerspruch ein und warf der Bundesregierung Aktionismus vor. Die angedachten Maßnahmen seien "willkürlich, nicht nachvollziehbar und vollkommen unverhältnismäßig", erklärte Verbandspräsidentin Angela Inselkammer am Dienstag.

Ein "Lockdown light" für die Branche würde allein in Bayern 447.000 Erwerbstätige vor den Ruin stellen, sagte Inselkammer. "Hier steht nicht weniger auf dem Spiel als das Überleben einer ganzen Branche." Der Gaststättenverband argumentierte, dass laut Analyse des Robert Koch-Instituts lediglich 0,5 Prozent der Ansteckungen in der Gastronomie nachgewiesen worden seien.

+++ GOP Varieté Theater muss Betrieb erneut unterbrechen +++

Knapp drei Monate nach der Wiedereröffnung schließen sich die Pforten erneut: Das GOP Varieté Theater in München hat mit Blick auf die aktuelle Corona-Entwicklung seinen Spielbetrieb vorläufig eingestellt. Die bis 1. November geplante Show "Sombra" endetes vorzeitig, mit der Premiere der Show "Circus" soll es am 19. November möglichst wieder weitergehen.

+++ 500 Euro Corona-Prämie für Schulleitungen +++

Die bayerische Staatsregierung hat einen Corona-Bonus für Schulleitungen und ausgewählte Lehrkräfte beschlossen. Die jeweils 500 Euro pro Person seien ein Zeichen der Wertschätzung, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. "Unsere Schulen leisten Großartiges."

Bekommen sollen den Bonus alle rund 4.000 Schulleiterinnen und Schulleiter an staatlichen Schulen. "Sie haben sich als Manager bewährt und bewiesen, und sie mussten gleichzeitig Bildungsqualität und Gesundheitsschutz in Einklang bringen", begründete Piazolo die Entscheidung. Auch 14.000 staatliche Lehrkräfte sollen je 500 Euro erhalten – vor allem jene, die sich in der Digitalisierung oder bei anderen coronaspezifischen Aufgaben engagiert hätten. Über die Auswahl der Lehrkräfte entscheiden die jeweiligen Schulleitungen.

+++ Lockdown in München? Das sagt Ministerpräsident Söder +++

Am Dienstag hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf einer Pressekonferenz über die neuesten Corona-Entwicklungen informiert. Die aktuellen Zahlen - die Inzidenz in Bayern liegt aktuell bei 92 - würden "keinen Anlass zur Entwarnung" geben. Stattdessen gelte weiterhin "höchste Besorgnis".

Die nächsten Tage seien laut Söder entscheidend, am morgigen Mittwoch findet eine Konferenz aller Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) statt, bei denen über einheitliche Maßnahmen in ganz Deutschland diskutiert wird. Für Söder sei der Termin eine "ganz entscheidende Etappe" im Kampf gegen die Pandemie.

Der Ministerpräsident machte deutlich, dass nun sofort gehandelt werden muss. "Verzögern wird nicht helfen, verschleppen verschlimmert." Maßnahmen sollen konsequent und schnell umgesetzt werden, "dann dauern entsprechende Maßnahmen auch nicht so lange".

Dass es in Zukunft in weiteren Gebieten mit hohen Infektionszahlen zu einem Lockdown kommen könne, schloss Söder auch am Dienstag nicht aus. Konkret wurde der Ministerpräsident dabei allerdings nicht. "Wir wollen keinen kompletten zweiten Lockdown. (…) Für mich ist klar: Schulen und Kitas werden als letztes geschlossen. Solange es nur irgendwie geht sollen sie offengehalten werden."

Einen Kurzzeit-Lockdown von einer Woche, wie derzeit von einigen diskutiert, macht nach Ansicht Söders keinen Sinn. "Eine Woche Lockdown bringt gar nichts – das ist dann quasi wie einen Tag Antibiotika genommen oder zwei. Das wird uns nicht helfen." Wenn, dann müsse das so angewandt werden, dass es wirke – und zwar richtig.

Ob er einen etwas längeren Lockdown befürworten würde, ließ Söder offen. "Ob es zu einem Lockdown kommt, in welcher Form, ist aus heutiger Sicht offen." Aber man sei dem Schritt näher, als viele glaubten. "Wir rücken dem kritischen Punkt einfach näher – und zwar national." Gleichwohl würde man bei einem neuerlichen Lockdown "sicherlich nicht das gleiche machen wie im Frühjahr".

Daneben hat sich das bayerische Kabinett auf eine Impfstrategie geeinigt, für die insgesamt 100 Millionen Euro bereitgestellt wird. Für Söder ein "kleiner Lichtblick". Bei der Strategie gelte eine klare Hierarchie, das heißt, dass Risikogruppen zuerst geimpft werden sollen. Daneben soll es mobile Test-Teams sowie einen Ausbau der Impfzentren geben. Auch das Impfmonitoring sei laut Söder besonders wichtig, um mögliche Nebenwirkungen schnell erfassen zu können.

Zudem wurde der Kunst- und Kulturszene finanzielle Unterstützung zugesagt – der Freistaat stellt dafür insgesamt 370 Millionen Euro zur Verfügung. "Ein dickes Pfund", wie Söder am Dienstag sagte.

+++ Klage gegen Freistaat wegen Maßnahmen im Berchtesgadener Land +++

Unternehmer aus dem wegen Corona mit Ausgangsbeschränkungen belegten Landkreis Berchtesgadener Land haben eine Klage gegen das Landratsamt und damit den Freistaat Bayern eingereicht. In dem Eilantrag beim Verwaltungsgericht in München, der der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag) vorliegt, wird unter anderem argumentiert, die Maßnahmen seien nicht ausreichend begründet. Der sogenannte Lockdown sei unverhältnismäßig.

Rechtsanwalt Frank Starke aus Bad Reichenhall kritisiert nach dem Medienbericht, dass sämtliche Hotellerie- und Gastronomiebetriebe trotz ihrer Hygienekonzepte schließen mussten. Es gebe keine Begründung, auch den Betrieb draußen zu untersagen. Bayern könne nicht "die gesamte Branche in Sippenhaft" nehmen. Mildere Maßnahmen, um die steigenden Corona-Zahlen zu senken, seien nicht geprüft worden. Stattdessen sei ein "Exempel statuiert" worden.

+++ Bayerisches Kabinett berät über Corona-Maßnahmen +++

Die massiv gestiegenen Corona-Zahlen beschäftigen am Dienstag das bayerische Kabinett. Vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch dürfte dabei im Zentrum stehen, wie die ungebremste Ausbreitung des Virus gestoppt werden kann. Am Montag hatte mit dem Landkreis Rottal-Inn schon die zweite Region in Bayern strikte Ausgangsbeschränkungen verhängen müssen. Erklärtes Ziel der Staatsregierung ist es, durch frühzeitiges regionales Handeln einen landesweiten Lockdown zu verhindern. Zudem sollen in der Kabinettssitzung die von Söder im bayerischen Landtag angekündigten neuen Finanzhilfen für Künstler besprochen werden.

+++ Corona-Inzidenz: Rosenheim reißt 200er-Marke +++

Die Stadt Rosenheim hat laut Robert Koch-Institut (RKI) die Marke von 200 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gerissen. "Die Stadtspitze steht in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden", sagte ein Sprecher der Stadt am Dienstagvormittag.

Derzeit gelten in Rosenheim die bayernweiten Corona-Maßnahmen für Städte und Landkreise, in der die Corona-Ampel auf dunkelrot gesprungen ist. Das ist ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 Infektionen der Fall, die in Rosenheim inzwischen um mehr als das Doppelte überschritten wurde.

"Der nächste Schritt wären dann in der Tat Lockdown-Maßnahmen wie in Rottal-Inn oder im Berchtesgadener Land", sagte der Sprecher. "Wir haben da aber noch nichts in aktueller Planung." Er könne allerdings nicht ausschließen, dass sich daran in den kommenden Tagen oder sogar im Laufe des Tages noch etwas ändere. Konkrete Infektionsherde gebe es in der Stadt nicht. "Es ist der Klassiker: diffuses Infektionsgeschehen."

+++ Münchner 7-Tage-Inzidez bleibt bei über 114 +++

Die 7-Tage-Inzidenz (Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen) bleibt konstant hoch. Das RKI hat in der Nacht auf Dienstag einen Wert von 114,4 (Vortag: 114,45) für München ermittelt.

Hinweis der Redaktion: Die offizielle Ausweisung der Infektionszahlen durch die Stadt München stand am Vormittag noch aus. Die Aktualisierung der Infografik und der aktuellen Zahlen oben in diesem Newsblog erfolgt, sobald die Zahlen der Stadt vorliegen.

+++ Klinikum Großhadern: Drei Patienten und acht Mitarbeiter positiv +++

Das Klinikum der Universität München am Campus Großhadern.
Das Klinikum der Universität München am Campus Großhadern. © Sven Hoppe/dpa

Auf der Intensivstation ITS2 im Klinikum Großhadern haben sich offenbar drei Patienten mit Corona angesteckt. Bei der Aufnahme war ihr Testergebnis noch negativ. Wie ein Kliniksprecher am Montag mitteilte, sind auch acht Mitarbeiter positiv. Der Corona-Ausbruch wurde bei Routine-Tests entdeckt. Bisher zeigt kein Betroffener Covid-19-Symptome. Die Mitarbeiter sind in Quarantäne.

"Der Beginn der Infektion ist unklar. Wir gehen davon aus, dass auf jeden Fall eine asymptomatisch infizierte Person der Ausgangspunkt ist", sagte der Sprecher. Patienten und Mitarbeiter auf Intensivstationen sollen nun zwei Mal wöchentlich statt bisher alle zwei Wochen getestet werden. 

+++ Plant Kanzlerin Merkel sogenannten "Lockdown Light"? +++

Die stetig steigenden Corona-Zahlen und die Folgen: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) führte die dunkelrote Corona-Ampel ein, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) denkt offenbar über einen "Lockdown Light" nach. Wie die "Bild" am Montag berichtet, könnte der bereits am Mittwoch bei einer Konferenz mit den Ministerpräsidenten verabschiedet werden.

Die Bundeskanzlerin will mit den Ländern dringend über eine stärkere Eindämmung beraten. Bereits an diesem Mittwoch soll es dazu eine Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten geben - noch vor deren turnusmäßiger Konferenz am Freitag. Es gehe darum, was Bund und Länder gemeinsam tun können, um möglichst schnell den Trend zu brechen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. 

Bei einem solchen "Lockdown Light" könnte das öffentliche Leben in Deutschland schon in Kürze stark eingeschränkt werden: Laut "Bild" treffen die Maßnahmen vor allem die Gastronomie und Veranstaltungen - demnach sollen Restaurants und Bars schließen, Veranstaltungen verboten werden. Schulen und Kitas sollen - außer in Regionen mit drastischen hohen Infektionszahlen - geöffnet bleiben, Geschäfte dürften mit Einschränkungen geöffnet bleiben.

+++ Steigende Zahlen:  Kein Nürnberger Christkindlesmarkt +++

Der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte die Stadt Nürnberg mit Blick auf die steigenden Corona-Fallzahlen am Montag mit. Lesen Sie hier mehr dazu.

+++ Lockdown im Landkreis Rottal-Inn ab Dienstag +++

Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn ab Dienstag um 0 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen. Das teilte am Montag ein Sprecher des Landratsamtes in Pfarrkirchen mit. Am Sonntag lag in dem Kreis der die Zahl Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen laut Landesamt für Gesundheit (LGL) bei 228. Neben dem Landkreis Berchtesgadener Land ist Rottal-Inn aktuell der zweite Landkreis in Bayern mit Ausgangsbeschränkungen.

+++ RKI meldet 7-Tage-Inzidenz von 114,5 für München +++

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in der Nacht auf Montag einen erneuten Anstieg der 7-Tage-Inzidenz (Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen) registriert. Der Wert liegt nun mittlerweile bei 114,5  Welche zusätzlichen Einschränkungen diese mit sich bringen würde, lesen Sie hier.  

+++ Bayern: "Dunkelrote" Warnstufe in 20 Städten und Kreisen +++

Der Covid-Erreger breitet sich rasch aus: Mittlerweile überschreiten 20 bayerische Städte und Kreise inklusive der Landeshauptstadt München den Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das sind nach den am Sonntag veröffentlichten neuen Daten des Landesamts für Gesundheit fast doppelt so viele Kommunen wie vor dem Wochenende. Abgesehen davon wurde am Wochenende noch eine weitere Schwelle überschritten: Das LGL meldete 90.194 Infektionen seit Beginn der Epidemie und damit erstmals über 90.000. Innerhalb von zwei Tagen kamen 3.717 neue Infektionen hinzu.

Die 20 Städte und Kreise sind auf der Corona-Ampel der Staatsregierung "dunkelrot", für die Bürger gelten verschärfte Einschränkungen ihres Alltagslebens. Bei Sport- und kulturellen Veranstaltungen sind maximal 50 Besucher zugelassen; Ausnahmen gelten für Gottesdienste, Demonstrationen und Hochschulen. Die Sperrstunde für die Gastronomie verschiebt sich um eine Stunde nach vorne und gilt ab 21 Uhr.

+++ München-Inzidenz steigt auf über 100 - RKI meldet neue Zahlen +++

Nachdem in München die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage (7-Tage-Inzidenz) in der Nacht auf Samstag bereits auf 98,3 gestiegen ist, liegt die Inzidenz laut RKI am Sonntagmorgen bei 100,6. Damit gilt in der bayerischen Landeshauptstadt ab jetzt eine dunkelrote Warnstufe, was weitere Einschränkungen für das öffentliche Leben zur Folge haben wird. Welche das sein werden, lesen Sie hier.

+++ Brandsätze gegen Gebäude des Robert Koch-Instituts geworfen +++

Auf ein Gebäude des Robert Koch-Instituts im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist in der Nacht zu Sonntag ein Brandanschlag verübt worden.  Nach Polizeiangaben bemerkte ein Sicherheitsmitarbeiter gegen 2.40 Uhr, wie Personen Flaschen mit Brandsätzen gegen die Fassade warfen. Dabei sei auch ein Fenster zu Bruch gegangen. Die Flammen habe der Mitarbeiter löschen können. Die Täter und die Motive der Tat sind derzeit noch unbekannt.

+++ Über 700.000 freiwillige Corona-Tests in Bayern +++

Seit dem Start der freiwilligen Corona-Tests vor drei Monaten haben die Arztpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) in Bayern bereits 708.689 freiwillige Tests gemeldet, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag mitteilte. 

Das Testprogramm soll aufrecht erhalten und weiter ausgebaut werden.

+++ RKI meldet 7-Tage-Inzidenz von 98,3 für München! +++

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in der Nacht auf Samstag einen starken Anstieg der 7-Tage-Inzidenz (Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen) registriert. Der Wert liegt nun mittlerweile bei 98,3 und nähert sich damit gefährlich an die 100er-Marke an, für die Ministerpräsident Markus Söder eine dunkelrote Warnstufe definiert hat. Welche zusätzlichen Einschränkungen diese mit sich bringen würde, lesen Sie hier.  

+++ Angela Merkel mit eindringlichem Appell an die Bevölkerung +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund deutlich steigender Corona-Infektionszahlen erneut an die Bürger appelliert, durch weniger Kontakte bei der Eindämmung der Pandemie mitzuhelfen. "Wir sind nicht machtlos gegen das Virus, unser Verhalten entscheidet, wie stark und wie schnell es sich ausbreitet. Und das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren. Viel weniger Menschen treffen", sagte sie in ihrem am Samstag veröffentlichten Videopodcast.

+++ Bundespolizei schlägt Alarm: Über 1.500 Beamte in Quarantäne +++

Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen an die Mitarbeiter seiner Behörde appelliert, sich im privaten Bereich besser vor Ansteckung zu schützen. In einer Videobotschaft an die Polizeibeamten sagte er am Freitag, aktuell seien 136 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. 1.574 Bundespolizisten befinden sich nach seinen Worten derzeit vorsorglich in Quarantäne.

+++ Söder über persönliche Kritik: "Ich schlafe gut und esse anständig" +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder(CSU) will trotz zunehmender Kritik an seiner Corona-Politik an seinem Kurs festhalten. "Ich habe keinen Grund, meinen Kurs zu ändern", sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). "Wir haben mit allen grundsätzlichen Einschätzungen Recht behalten", betonte er.

Der CSU-Chef wies insbesondere den Vorwurf zurück, er höre nicht auf andere. "Ich habe kein Problem damit, gute Ideen anderer aufzugreifen und dies auch zu sagen", sagte Söder der Zeitung. Dass die Corona-Debatte hitziger geworden ist, bringe ihn nicht aus der Ruhe: "Es ist sicher anstrengend. Aber ich habe große Geduld. Ich schlafe gut und esse anständig. Und ich treibe Sport, wann immer ich Zeit dafür finde."

Nicht nur aus der Bevölkerung mehren sich die Gegner von Söders politischem Kurs. Zuletzt haben sich viele Kulturschaffende Bayerns zusammengetan und den Ministerpräsidenten in einem Brandbrief hart kritisiert. Hier lesen Sie mehr dazu. 

+++ Corona-Ausbruch in einem Münchner Pflegeheim +++

In einem Pflegeheim an der Bauernfeindstraße sind 36 Corona-Fälle bestätigt worden. Das erklärte die Stadt am Freitag auf Nachfrage.
Im Gesundheitsreferat sei der Ausbruch bereits seit dem 5. Oktober bekannt, räumt die Stadt ein. Man sei seitdem in "intensivem Austausch" mit der Einrichtung.
Im Haus seien "Pandemiezonen" eingerichtet worden. "Zur Einrichtungs- und Pflegedienstleitung besteht ein intensiver Kontakt, alle Hygiene- und Isolierungsmaßnahmen werden abgestimmt."

Die eingeleiteten Hygiene- und Schutzmaßnahmen würden fortgeführt, betont man im Gesundheitsreferat. "Insgesamt besteht mit der Einrichtung eine kooperative Zusammenarbeit", alle Anordnungen der Stadt würden dort "korrekt umgesetzt".

+++ AZ-Karikaturist Dieter Hanitzsch übergibt Scheck für Krisen-Betroffene +++

Mei, diese Aussicht! Ein Ausflug auf die Dachterrasse von Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) lohnt sich immer. Doch AZ-Karikaturist Dieter Hanitzsch und SPD-Stadtrat und Liedermacher Roland Hefter waren am Freitag gar nicht zum Schauen da. Sie übergaben stolz einen Scheck über 27.700 Euro an den Bayerischen Landesverband der Marktkaufleute und Schausteller und an den Münchner Schausteller-Verband. Die hatten heuer bekanntlich unter anderem unter der Wiesn-Absage arg gelitten. Hefter initiierte den Verkauf von "Koa-Wiesn"-Krügen mit einem Motiv von Hanitzsch. Hunderte Krüge wurden verkauft – und jetzt ging der Erlös an die, die ihn brauchen können. Prost!

+++ Demo gegen Corona-Schutzmassnahmen in München ++++

In München hat es am Freitag erneut eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung gegeben. Zu der angemeldeten Versammlung auf dem Odeonsplatz seien seit dem Vormittag etwa 350 Menschen gekommen, so ein Sprecher der Polizei. Im Kern sei es um die Maskenpflicht für Grundschüler gegangen. Die Demonstration habe sich am frühen Nachmittag langsam aufgelöst.

+++ Kontaktpersonen-Nachverfolgung: Ein Viertel der Ämter hinkt hinterher +++

Eine rasche und möglichst lückenlose Nachverfolgung der Kontaktpersonen von corona-positiv getesteten Personen gilt als einer der wichtigsten Schlüssel in der Eindämmung der Pandemie. Aufgrund der teils rasant steigenden Fallzahlen tun sich allerdings immer mehr Gesundheitsämter schwer damit, eben jene Kontaktpersonen zeitnah zu informieren. Dies ergab eine Recherche der "Apotheken Umschau". Gegenüber dem Magazin gab rund ein Viertel (42) der insgesamt 164 befragten Ämter an, dass es aktuell Verzögerungen oder gar einen Stau bei noch zu kontaktierenden Personen der Kategorie I gebe. Das sind jene Menschen, die direkten Kontakt zu einer infizierten Person hatten und damit einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Diese müssten sich eigentlich umgehend in Quarantäne begeben und sich unter Umständen selbst auf das Virus testen lassen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass immer mehr Menschen in Deutschland nicht darüber informiert werden können, dass sie sich in Quarantäne begeben müssten. Dadurch steigt das Risiko, dass Infektionsketten nicht frühzeitig unterbrochen werden können. Wie sich die Situation aktuell in München darstellt, lesen Sie hier.

+++ Diese Corona-Regeln gelten ab Freitag +++

Die schärferen Regeln für extreme Corona-Hotspots und die neue bayerische Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Risikogebieten sind in Kraft. Am späten Donnerstagabend veröffentlichte das Gesundheitsministerium die entsprechend ergänzte Corona-Verordnung - die neuen Auflagen gelten damit seit Freitag.

In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wurde, dürfen Veranstaltungen nur noch mit maximal 50 Teilnehmern stattfinden. Zudem gilt eine Sperrstunde ab 21.00 Uhr. Welche Regionen von der dunkelroten Warnstufe betroffen sind, will das Ministerium künftig täglich um 15.00 Uhr auf seiner Homepage veröffentlichen.

+++ Bayernweite Corona-Kontrollen der Polizei am Freitag +++

Angesichts der deutlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen kontrolliert die bayerische Polizei am Freitag verstärkt die Einhaltung der Vorschriften. Die Beamten sollen unter anderem prüfen, ob die je nach der Stufe der Corona-Ampel geltende Maskenpflicht und die Abstandsregeln eingehalten werden, teilte das Innenministerium im Vorfeld in München mit. Dabei soll es auch verstärkte Kontrollgänge auf U-Bahnhöfen geben. Für Verstöße drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 25 000 Euro. Jedoch wolle die Polizei zunächst einmal belehren und aufklären - man werde mit Augenmaß vorgehen, hieß es.

Es ist die zweite bayernweite Schwerpunkt-Kontrollaktion dieser Art. Die erste hatte im Frühjahr zur Zeit des Shutdowns stattgefunden. Damals war die Polizei weitgehend zufrieden mit der Disziplin der Bevölkerung, musste aber auch 3000 Verstöße gegen die Maskenpflicht feststellen. Inzwischen gehen Politiker und Ordnungshüter davon aus, dass die Bereitschaft zum Einhalten der Regeln vielerorts gesunken ist. Vor allem von privaten Feiern in Kellern, Partyräumen und Garagen befürchten Experten eine hohe Ansteckungsgefahr.

+++ Söder äußert sich zu aktueller Corona-Entwicklung +++

CSU-Chef Markus Söder hat sich in der Sendung "ZDF spezial" zu den aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie geäußert. Söder forderte, es brauche jetzt auch Geduld - "die gleiche Mentalität, die wir im Frühjahr hatten: das Mitmachen, Vorsicht, Disziplin und Rücksichtnahme". "Wir haben einmal schon einer solchen Welle sehr erfolgreich getrotzt." Mit Geduld und Rücksichtnahme sei es durchaus machbar, die Situation zu meistern "und dass wir eben kein Schließen von Grenzen haben, kein Schließen von Schulen und Kitas haben". "Aber es hängt sehr viel von jedem Einzelnen ab." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Handwerkspräsident über Branche in Corona-Krise +++

Der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT) Franz Xaver Peteranderl hat sich am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in München über das bayerische Handwerk in der Corona-Krise geäußert. Laut Peteranderl habe sich die Branche bisher als "stabilisierender Faktor der Wirtschaft" erwiesen, allerdings reiche der Aufschwung nach den jüngsten Lockerungen nicht aus, um die Verluste aus dem Frühjahr auszugleichen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Berchtesgadener Land: Hotelier will gegen Schließungen klagen +++

Die strengen Corona-Maßnahmen im von hohen Infektionszahlen betroffenen Berchtesgadener Land könnten in Kürze auch gerichtlich überprüft werden. Anfang nächster Woche solle eine Klage beim Verwaltungsgericht München eingereicht werden, sagte der Vorsitzende des Bad Reichenhaller Unternehmerforums, Mike Rupin, am Donnerstag. Mehrere Medien hatten darüber berichtet. Ein betroffener Hotelier aus dem Berchtesgadener Land werde klagen, die meisten Unternehmer im Landkreis unterstützten diesen Schritt.

Unterdessen steigen die Corona-Zahlen weiter. Laut Landratsamt erhöhte sich die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - im Berchtesgadener Land auf 292,65; seit Mittwoch seien 64 neue Corona-Fälle bestätigt worden.

Wegen der sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen mussten Hoteliers und Ferienwohnungsvermieter bereits am Dienstag ihre Gäste mit Ausnahme von Geschäftsreisenden nach Hause schicken - und das mitten in den Herbstferien. Die Gastronomie bleibt geschlossen.
"Wir fordern, dass die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen überprüft wird", sagte Rupin. Mit einem Eilantrag solle bis zu einer gerichtlichen Entscheidung die Aussetzung der Regelungen erreicht werden. Das Verfahren werde "wahrscheinlich eine Pilotfunktion" haben, was gesetzlich zulässig und verhältnismäßig sei, sagte Rupin.

Das Landratsamt hatte eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, die strenge Einschränkungen vorsieht. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist vorerst bis zum 2. November nur noch mit triftigem Grund erlaubt. Es waren bayernweit die ersten Ausgangsbeschränkungen seit Monaten.

+++ Corona-Kosten: Münchner Gaststätte gewinnt gegen Versicherung +++

Im Streit zahlreicher Wirte gegen ihre Versicherungen um Corona-Kosten hat erneut ein Gasthaus vor Gericht gewonnen. Das Landgericht München I sprach der Gaststätte Emmeramsmühle am Donnerstag für die Schließung im Frühjahr gut 427.000 Euro zu. Damit gab es der Klage des Wirts gegen die Haftpflichtkasse statt. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Neue Auflagen für Corona-Hotspots gelten nun von Freitag an +++

In bayerischen Corona-Hotspots mit drastischen Zahlen weit jenseits der bisherigen Warnstufen gelten von diesem Freitag an zusätzliche Beschränkungen. Das ist einen Tag später als zunächst angekündigt - ursprünglich hätten die neuen Auflagen schon am Donnerstag in Kraft sein sollen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte die neue "dunkelrote" Warnstufe am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Landtag eingezogen: In Regionen, in denen die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird, dürfen Veranstaltungen nur noch mit maximal 50 Teilnehmern stattfinden, und es gilt eine Sperrstunde ab 21.00 Uhr.

+++ Fehler bei Übermittlung: Rottal-Inn mit höheren Zahlen +++

Bei der Übermittlung von Corona-Zahlen hat es im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn eine Panne gegeben. Der Inzidenzwert liege bei 163 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, sagte ein Sprecher des Landratsamtes am Donnerstag. Die Zahl beruhe auf einer aktuellen Berechnung des Amtes. Beim Robert Koch-Institut und beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) lag der Wert indes bei unter 90 und damit unter der neuen "dunkelroten" Warnstufe. Schuld sei ein technischer Übermittlungsfehler, so der Sprecher. Über die Panne hatte auch der Bayerische Rundfunk berichtet.

+++ Söder rechnet weiter mit schnellem Anstieg der Corona-Zahlen +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) rechnet damit, dass die Corona-Infektionszahlen zunächst weiter deutlich steigen und mahnt zur Geduld. Er befürchte, dass die Infektionszahlen bald wieder exponentiell in die Höhe schnellen dürften, sagte Söder am Donnerstag im Gesundheitsamt in München. "Wir hoffen, dass dann in zwei Wochen Wirkungen kommen von den Maßnahmen."

Dennoch sei das Gesundheitssystem besser vorbereitet als noch zu Beginn der Pandemie, betonte Söder: "Die Gefahr, dass es uns so erwischt wie im Frühjahr, die Alten-, die Pflegeheime, die Krankenhäuser, ist deutlich reduziert." Die Nachverfolgung von Infektionsketten müsse trotz der rasch ansteigenden Zahlen so lange wie möglich gewährleistet werden, sagte der Ministerpräsident und rief erneut alle Menschen zu Vorsicht und Umsicht auf. "Wenn wir jetzt ein bisschen mehr machen, dann bleibt uns vieles andere dann erspart."

In der Landeshauptstadt München stieg die Infektionsrate je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Donnerstag auf über 82, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) - die Zahl sei "unglaublich hoch". Mithilfe der Maßnahmen erhoffe er sich aber eine Entspannung der Situation: "Ich bin sicher, dass wird die Ergebnisse spätestens zu Ferienbeginn sehen werden. Ich hoffe darauf, dass die Inzidenzwerte nicht weiter steigen und dass wir gemeinsam dieses Thema in den Griff bekommen."

+++ Städtetag kritisiert "dunkelrote Warnstufe" in Bayern +++

Der Deutsche Städtetag sieht einen Vorstoß von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kritisch, für Bayern eine neue "dunkelrote" Warnstufe für Regionen mit sehr hohen Corona-Zahlen einzuführen. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Menschen müssen noch mitkommen, bei dem was wir tun. Das System der Regeln und Beschränkungen muss verständlich sein." Die Akzeptanz in der Bevölkerung dürfe nicht leiden. "Vor diesem Hintergrund sehe ich die neue zusätzliche Stufe in Bayern kritisch."

Die Städte kümmerten sich intensiv, um mit gezielten Maßnahmen die Anzahl der Corona-Neuinfektionen einzudämmen, so Dedy. "Sie stellen sich auch auf die immer schärferen Auflagen ein, mit denen ein Überschreiten festgelegter Kennziffern bezogen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen verhindert werden soll."

Allerdings würden die Verhältnisse für die Bürger, aber auch für Experten inzwischen unübersichtlich. "Was gilt ab 35, was ab 50 Neuinfektionen? Jetzt soll es in Bayern noch eine dritte Stufe geben mit weiteren Beschränkungen. Und im Landkreis Berchtesgaden gibt es faktisch einen Lockdown."

+++ Gesundheitsminister Spahn mit Corona infiziert +++

Bundesminister Jens Spahn (CDU) wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Bisher hätten sich bei Spahn nur Erkältungssymptome entwickelt. Er hat sich mittlerweile in häusliche Quarantäne begeben.

Das Bundeskabinett muss nicht gesammelt in Quarantäne, obwohl Spahn  an dessen Sitzung am Mittwoch teilgenommen hat. Ein Regierungssprecher teilte in Berlin auf dpa-Anfrage mit, das Kabinett tage unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, die darauf abzielten, dass auch im Falle der Teilnahme einer Person, die später coronapositiv getestet werde, eine Quarantäne anderer oder gar aller Teilnehmer nicht erforderlich werde.

+++ Christkindlmarkt findet statt - Glühwein gibt es nur mit Registrierung +++

Der Münchner Stadtrat hat den Christkindlmarkt am Marienplatz abgesegnet - unter Vorbehalt. Wegen der steigenden Infektionszahlen könnten sich schließlich noch neue Regelungen ergeben, sagte eine Sprecherin der Stadt am Mittwoch. Nach jetzigem Stand startet der Christkindlmarkt am Marienplatz am 23. November. An den Ständen gilt eine Maskenpflicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Söder: Event-Beschränkung auf 50 Personen ab Corona-Wert 100 +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für Regionen mit drastisch erhöhten Corona-Zahlen eine Beschränkung von Veranstaltungen auf maximal 50 Teilnehmer und eine Sperrstunde ab 21.00 Uhr angekündigt. Dies soll dann greifen, wenn die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird. Das sagte Söder am Mittwoch in einer Regierungserklärung zur Corona-Krise im Landtag in München. Ausnahmen soll es laut Söder etwa für Gottesdienste und Demonstrationen geben. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Aiwanger fordert lokale Soforthilfen +++

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert schnelle lokale Soforthilfen für Unternehmen und Freiberufler in der Corona-Krise. Diese sollen zum Einsatz kommen, wenn es zu einem "lokalen Lockdown" wie in Berchtesgaden komme, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Das Geld dafür soll nach Vorstellung Aiwangers aus Landesmitteln kommen, die Abwicklung "schnell und unbürokratisch" über die jeweiligen Landratsämter erfolgen.

Der Vorschlag wurde dem Sprecher zufolge bei einem Gespräch mit Wirtschaftsverbänden erarbeitet. Er müsse nun in der Koalition weiter besprochen werden.

+++ Söder will 500-Euro-Bonus für öffentlichen Gesundheitsdienst +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat einen Corona-Bonus für den öffentlichen Gesundheitsdienst in Aussicht gestellt. Die Leistungsprämie über 500 Euro solle unter anderem die Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern stärken, sagte Söder am Mittwoch in einer Regierungserklärung zur Corona-Krise im Landtag in München. Die Einrichtungen seien seit Monaten überlastet, und die Mitarbeiter im gesamten öffentlichen Sektor hätten "bislang bis an die Grenzen ihrer Belastung gearbeitet". Die Zahlung sei wie der Pflegebonus ein Zeichen von Dank und Anerkennung.

Im Freistaat gibt es nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 71 staatliche und fünf kommunale Gesundheitsämter, die jeweils für einen Land- oder Stadtkreis zuständig sind.

+++ Weitere Corona-Infektionen auf Putenschlachthof im Landkreis Mühldorf am Inn +++

Auf einem Putenschlachthof im Landkreis Mühldorf am Inn haben sich weitere Mitarbeiter nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. In dem Betrieb in Ampfing seien nun binnen einer Woche 78 Menschen infiziert, berichtete das Landratsamt am Mittwoch. Das Gesundheitsamt ordnete deswegen noch strengere Hygienemaßnahmen für das Unternehmen an und noch häufigere Tests aller Mitarbeiter.

Nach Angaben der Kreisbehörde gibt es keine Hinweise darauf, dass die Infektionen aus dem Schlachthof auf die übrige Bevölkerung übertragen wurden. Durch die zahlreichen positiv getesteten Mitarbeiter hat der oberbayerische Landkreis allerdings knapp 122 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, ohne die Fälle aus dem Putenschlachthof wär dieser Wert bei nur etwa 54.

+++ Bayern: Freischaffenden Künstlern durch die Krise helfen +++

Bayern will in der Corona-Pandemie mit einem eigenen Förderprogramm Solo-Selbstständigen wie etwa freischaffenden Künstlern helfen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in seiner Regierungserklärung im Landtag an. Die staatlichen Mittel sollen als Ersatz für den ausbleibenden Unternehmerlohn und als Hilfe zum Lebensunterhalt verstanden werden.
"Bayern hat ein hohes Kunstlevel. Ich möchte nicht, dass durch diese Pandemie am Ende die gesamte Kunst- und Kulturszene zerstört ist", sagte Söder. Die Künstler zeigten den Menschen, dass es auch noch mehr und anderes gibt, als Corona. Söder hatte am Vortag in einer Expertenrunde mit Kulturschaffenden beraten.

Das bereits bestehende Spielstättenprogramm soll fortgeführt und auf Künstler ohne eigene Spielstätte ausgeweitet werden. Ferner soll es Finanzierungen von Stipendien für junge Künstler geben.

+++ Söder appelliert zu "Vorsicht und Umsicht" +++

Markus Söder hat in einem flehentlichen Appell zu Ernsthaftigkeit und Seriosität im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. "Vorsicht und Umsicht sind der beste Maßstab", sagte Söder am Mittwoch bei seiner Regierungserklärung im Bayerischen Landtag. "Es ist in Deutschland zu früh und viel zu hoch von den Zahlen", sagte Söder. Der Winter, mit einem erhöhten Infektionsgeschehen, komme erst noch.

In vielen Nachbarländern seien die Verhältnisse schlimmer als in Deutschland und in Bayern, aber auch hierzulande verschlimmere sich die Situation schnell. "Corona ist wieder voll zurück, die zweite Welle ist da, sie rollt über ganz Europa", sagte der Ministerpräsident. Einem zweiten Lockdown sei man näher als viele glaubten, zumindest einem Teil-Lockdown. Die Zahl der schwer Erkrankten in den Krankenhäusern nehme spürbar zu.

+++ Bayerisches Staatsballett nach Corona-Fällen in Quarantäne +++

Das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts ist nach mehreren Corona-Fällen in der Kompanie derzeit geschlossen in Quarantäne. Der Trainings- und Probenbetrieb wurde vorerst ausgesetzt, die Aufführungen von "Schwanensee" am 27. und 30. Oktober 2020 fallen aus. Die Betroffenen hatten zunächst keine oder nur leichte Symptome, wie das Haus am Mittwoch in München mitteilte.

Im Rahmen der regelmäßigen Testungen war demnach zunächst ein Tänzer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei den Tests im Anschluss hatten auch fünf weitere der rund 70 Ensemblemitglieder positive Ergebnisse. "Daraufhin hat man natürlich sofort gesagt, dass der gesamte künstlerische Betrieb, das betrifft auch Ballettmeister und Pianisten, in Quarantäne kommt", berichtete Ballettsprecherin Annette Baumann.

"Wir werden in den nächsten Tagen weitere Tests durchführen. Danach wird entschieden, wie es wann weitergeht", berichtete Baumann. Bis dahin bleibt auch unklar, ob die geplante Premiere des Dreiteilers "Paradigma" am 3. November stattfindet.

+++ Champions-League-Spiel des FC Bayern auf der Kippe? +++

Kann das Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Atlético Madrid am Mittwochabend in der Allianz Aren stattfinden? Nach einem positiven Coronatest bei Bayern-Spieler Serge Gnabry mussten alle anderen Spieler am Mittwochmorgen erneut zum Test. Alle Infos dazu und wer trotz negativen Tests den Bayern noch einen Strich durch die Rechnung machen könnte, lesen Sie hier

+++ Soldaten helfen im Berchtesgadener Land +++

Sanitäter der Bundeswehr helfen seit Mittwoch im Landkreis Berchtesgadener Land, die Ursache für den massiven Anstieg der Corona-Zahlen zu finden. Die etwa 20 Kräfte sollen unter anderem zur Nachverfolgung von Infektionsketten eingesetzt werden, wie Sprecher Carsten Spiering vom Landeskommando in Bayern mit Sitz in München sagte. Etliche Soldaten gehörten dem Musikkorps der Truppe an, seien aber vollwertig ausgebildete Sanitäter.

+++ Söder will Regierungserklärung im Landtag abgeben +++

Am Mittwoch will Ministerpräsident Markus Söder eine Erklärung zu weiteren Strategien im Bayerischen Landtag abgeben. Dabei soll es vor allem um die immer weiter steigenden Corona-Zahlen in Bayern gehen. Drohen neue Einschnitte? Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ München hebt Maskenpflicht für Grundschüler teilweise auf +++

Grundschüler in München müssen an ihrem Sitzplatz keine Maske mehr tragen. "Grundschüler sind keine Infektionstreiber", erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Dienstag. Ohne Mund-Nasen-Schutz sollen die Einschränkungen für junge Schüler so gering wie möglich gehalten werden.

Wenn eine Stadt den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschreitet, müssen eigentlich alle Schüler eine Maske im Unterricht tragen. Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) liegt der Inzidenzwert für München bei 72,77 (Stand: Dienstag, 8 Uhr). Die Stadt macht nun eine Ausnahme für Grundschulen und Grundstufen an Förderzentren.

Schüler ab der fünften Klasse müssen auch in München weiter eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn zwischen ihnen kein Abstand von mindestens 1,5 Meter eingehalten werden kann.

+++ Spahn: Maßnahmen in Berchtesgaden sind richtig +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in der Corona-Pandemie die strengen Ausgangsbeschränkungen im bayerischen Kreis Berchtesgadener Land begrüßt. "Das ist jetzt hart für die Bevölkerung in Berchtesgaden, das sind harte zwei, drei Wochen. Aber es sind eben zwei, drei Wochen, die helfen, diese Infektion auch wirklich effizient wieder unter Kontrolle zu bringen", sagte er am Dienstagabend im ZDF. "Und das ist am Ende besser als etwa mit Einreisebeschränkungen (...) dann innerdeutsch da zu agieren. Also ich finde das, was die bayerische Staatsregierung macht, genau richtig."

+++ Corona-Hotspot Berchtesgadener Land: Ist eine Party die Ursache?

Die Ursache für den massiven Anstieg der Corona-Zahlen im Landkreis Berchtesgadener Land ist weiterhin unklar. In den Medien war wiederholt von einer Party in einer Shishabar in Freilassing als mögliche Ursache die Rede, bei der laut Polizei massiv die Corona-Beschränkungen ignoriert wurden.

So einfach scheint sich die Frage nach dem Ursprung des Ausbruchs jedoch nicht beantworten zu lassen.  Es handle sich um ein diffuses Geschehen, sagte Landrat Bernhard Kern (CSU) am Dienstag. Eine konkrete Ursache sei nicht feststellbar – es gehe auch nicht um eine private Feier. "Es ist nicht zurückzuführen auf eine einzelne Feierlichkeit, die im Landkreis stattgefunden hat."

Es sei nun dennoch das Gebot der Stunde, sich an die Regeln der seit Dienstag gültigen Allgemeinverfügung zu halten. Dazu gehöre, dass man auch "Feierlichkeiten speziell im Privatbereich unterlassen muss". Auch der Leiter des Gesundheitsamtes, Wolfgang Krämer, sagte, die Infektionen ließen sich nicht auf eine Quelle zurückführen.

+++ Bayern nun insgesamt über der kritischen 50er-Marke +++

In Bayern infizieren sich nachweislich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus – der Freistaat liegt mittlerweile über dem bundesweit vereinbarten Warnwert von 50. Genau 51,72 Infizierte je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag in Erlangen. In allen Regierungsbezirken steigen die Zahlen. Oberbayern liegt mit dem sogenannten Inzidenz-Wert von 64 vorne, gefolgt von Schwaben (59,81) und Niederbayern (56,02). Unter der wichtigen 50er-Warnstufe liegen Unterfranken (45,01), die Oberpfalz (38,04), Mittelfranken (37,57) und Oberfranken (24,12).

Im gesamten Freistaat sind bisher 80.966 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden (Stand: Dienstag, 8 Uhr). 2.719 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten, sind in Bayern gestorben. Als genesen galten rund 67.380 Menschen.

+++ Wegen Corona: Gibt es bald wieder Grenzkontrollen in Deutschland? +++

Angesichts der zugespitzten Corona-Lage in Europa hält es Bayerns Innenminister Joachim Herrmann für möglich, dass man wieder über Grenzkontrollen sprechen muss. "Die Diskussion um verstärkte Grenzkontrollen könnte wieder aufflammen, falls das Infektionsgeschehen in den Nachbarländern außer Kontrolle gerät", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). "Gleichzeitig haben wir die engen wirtschaftlichen Beziehungen mit intensivem Pendelverkehr von Arbeitnehmern, etwa mit Tschechien und Österreich, im Blick."

Polizisten stehen an der Bundesstraße 512 in der Nähe von Neuhaus am Inn an einer Kontrollstelle an der Grenze zu Österreich.
Polizisten stehen an der Bundesstraße 512 in der Nähe von Neuhaus am Inn an einer Kontrollstelle an der Grenze zu Österreich. © Sven Hoppe/dpa

In Tschechien war die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt sprunghaft gestiegen. Auch in Österreich steigt die Zahl der Neuinfektionen wie praktisch überall in Europa. Zuletzt hatte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) vor erneuten Grenzschließungen im Zuge der Corona-Pandemie gewarnt. Man habe im Frühjahr dieses Jahres "schlechte Erfahrungen gemacht mit der zu schnellen Schließung von Grenzen". Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte Deutschland Grenzkontrollen wiedereingeführt - an vielen Grenzen zu den Nachbarländern kam es zum Chaos. Erst Mitte Juni wurden die Regeln für eine Einreise wieder gelockert.

+++ Berchtesgadener Land: So ist die Lage im Corona-Hotspot +++

Ein Schild weist in Berchtesgaden auf die Maskenpflicht hin.
Ein Schild weist in Berchtesgaden auf die Maskenpflicht hin. © Peter Kneffel/dpa

Kurz vor den strikten Ausgangsbeschränkungen im Landkreis Berchtesgadener Land blieben am Dienstag die Menschen weitgehend gelassen. Viele gingen noch einmal zum Einkaufen. Apotheken berichteten, Kunden hätten Masken und Desinfektion gekauft, jedoch in moderatem Umfang.

Feriengäste packten ihre Koffer. Sie mussten den Ort verlassen – an einem goldenen Oktobertag mit Föhn und bei strahlendem Herbstwetter. "Dass wir Gäste wegschicken müssen, da blutet das Herz", sagte in Berchtesgadener Gastgeber. "Es ist echt bitter." Aber auch: "Es ist konsequent."

Das Verlassen der eigenen Wohnung ist von Dienstag 14 Uhr an nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Es sind bayernweit die ersten Ausgangsbeschränkungen seit Monaten, sie gelten vorerst für 14 Tage. Am Montag lag im Landkreis die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 272,8. Alleine seit Montag habe es 57 Neuinfektionen gegeben. Das Robert Koch-Institut hatte am Montag (Stand: 0 Uhr) für den Landkreis noch eine Sieben-Tage-Inzidenz von 252,1 gemeldet – das war zunächst ein bundesweiter Rekord.

+++ Huml begrüßt Ausgangsbeschränkungen im Berchtesgadener Land +++

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat die Ausgangsbeschränkungen im Kreis Berchtesgadener Land als richtigen Weg bezeichnet. "Schnell steigende Corona-Zahlen ohne offensichtliche klare Infektionsherde erfordern ein schnelles Durchgreifen", teilte die Ministerin am Dienstag in München mit.

Ab 14.00 Uhr gelten in der Region an der Grenze zu Österreich die ersten Ausgangsbeschränkungen seit den Kontaktsperren im Frühjahr. Die Menschen dürfen die eigene Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen, Veranstaltungen werden untersagt. Die Beschränkungen gelten vorerst für 14 Tage.

"Die Maßnahmen sind zwar ohne Frage einschneidend", sagte Huml. Aber angesichts der hohen Infektionszahlen müsse die Notbremse gezogen werden. Der Landkreis lag bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - am Montagabend bei 272,8. Das ist bundesweiter Spitzenwert.



+++ Söder: Corona-App hat bislang "kaum eine warnende Wirkung" +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält die Corona-Warn-App bislang für praktisch wirkungslos. "Die App ist leider bisher ein zahnloser Tiger. Sie hat kaum eine warnende Wirkung", sagte der CSU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). "Daher braucht es ein digitales Update, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die Corona-App wirksam wird." Wie genau dieses Update aussehen soll, ließ Söder offen.

Die deutsche App wurde mittlerweile rund 19,8 Millionen Mal heruntergeladen. Experten gehen davon aus, dass die Anwendung von mehr als 16 Millionen Menschen in Deutschland aktiv genutzt wird.

Nach einem Bericht des Nachrichtenportals "ThePioneer" informieren inzwischen fast 500 Corona-Infizierte pro Tag mit Hilfe der Warn-App andere Menschen über den eigenen Positiv-Befund. Dies entspricht 13 bis 14 Prozent der Gesamtzahl der Neu-Infizierten. "Die App wird gut angenommen. Jede Infektionskette, die hierdurch zusätzlich unterbrochen wird, ist wichtig", sagte Gottfried Ludewig, Leiter der Digital-Abteilung im Bundesgesundheitsministerium.

+++ Nach Lockdown-Maßnahmen im Berchtesgadener Land - Söder warnt und mahnt +++

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits am Montagmittag angekündigt, das öffentliche Leben müsse im Berchtesgadener Land heruntergefahren werden. "Anders geht es nicht", sagte Söder nach einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg. Die Kontakte der Infizierten könnten dort nicht mehr verfolgt werden. "Also müssen Kontakte fundamental beschränkt werden", sagte der CSU-Chef.

Er rief die gesamte Bevölkerung - und ausdrücklich nicht nur junge Menschen - zum gemeinsamen Kampf gegen das Virus und mehr Solidarität auf. "Es geht nicht darum, dass man dem Staat folgt", sagte er. Es gehe nicht um Obrigkeitsdenken. "Wir brauchen Solidarität unter den Generationen und Solidarität einer Gesellschaft." Man müsse die besonders Schwachen und die besonders Gefährdeten gemeinsam schützen.

Bislang sei Deutschland ohne einen neuen landesweiten Lockdown ausgekommen, sagte Söder. Wenn dies so bleiben solle, müsse man nun "ernsthaft gemeinschaftliche Maßnahmen ergreifen". "Entweder schaffen wir es, in den nächsten vier Wochen wieder die Zahlen unter Kontrolle zu bekommen - oder es wird sehr schwierig", sagte er nach Angaben von Teilnehmern in der Schalte. "Dann wird es ein einsames Weihnachten."

+++ Starke Einschränkungen im Berchtesgadener Land +++

Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im gesamten Landkreis Berchtesgadener Land ab diesen Dienstag um 14 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Das teilte Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montagabend nach einer Krisensitzung mit Landratsamt und Regierung von Oberbayern in Bad Reichenhall mit. Dies sind bayernweit die ersten Ausgangsbeschränkungen seit mehreren Monaten.

Zudem müssen Freizeiteinrichtungen aller Art sowie Restaurants schließen. Ausnahmen gibt es nach Angaben von Landrat Bernhard Kern vom Montagabend unter anderem für Mitnahme-Angebote in der Gastronomie. Veranstaltungen werden untersagt, mit Ausnahme von Gottesdiensten. Hotels müssen ebenfalls schließen, außer für Übernachtungen für Geschäftsreisende. Daneben werden auch Kitas und Schulen schließen. Es soll lediglich eine Notbetreuung geben, wie Kern sagte.

+++ Inzidenz von 252! Söder spricht von "Lockdown" +++

Im Kampf gegen die extrem gestiegenen Corona-Infektionszahlen im Landkreis Berchtesgaden will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) praktisch einen "Lockdown" verhängen. Es werde ein Maßnahmenpaket geben, "das einem Lockdown entspricht", sagte Söder.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) solle gemeinsam mit dem Landkreis und der Regierung von Oberbayern die Details ausarbeiten. Im Kreis Berchtesgaden lag die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Montag laut Robert Koch-Institut bei 252. Dies ist einsamer Rekord in Bayern.

+++ Corona-Krise: Söder kündigt Regierungserklärung an +++

Ministerpräsident Markus Söder will angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen an diesem Mittwoch eine Regierungserklärung im bayerischen Landtag abgeben. Er wolle sich darin "umfassend mit der Konzeption, der Strategie, aber auch der Frage beschäftigen, wie es weitergeht", sagte der CSU-Chef am Montag vor einer Videoschalte des CSU-Vorstands in Nürnberg. Zudem solle es um weitere Hilfen für von der Corona-Krise betroffene Branchen gehen.

Söder warnte erneut vor einem zweiten Lockdown und sagte: "Auf Dauer wird es schwer sein, weitere Einschränkungen zu verhindern." Um ohne einen zweiten Lockdown auszukommen, müsse man nun "ernsthaft gemeinschaftliche Maßnahmen ergreifen".

+++ Söder fordert bundesweite Maskenpflicht +++

CSU-Chef Markus Söder fordert eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. "Wir brauchen eine allgemeine Maskenpflicht national", sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg.

Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und in Schulen gelten, sagte Söder, in Grundschulen und Horten ab der Marke 50. Und: Söder forderte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 eine bundesweite Maskenpflicht auch am Arbeitsplatz, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

+++ Österreich verschärft Anti-Corona-Maßnahmen +++

Österreich verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Dazu gehörten Obergrenzen von sechs Personen bei privaten Zusammenkünften in Gebäuden und von zwölf Menschen im Freien, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag in Wien. Betroffen seien davon auch Yoga- und Tanzkurse, Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und Vereinstreffen.

Außerdem sei künftig bei Kultur- und Sportveranstaltungen wie Bundesliga-Spielen und Opern ständig ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Bei behördlich genehmigten Veranstaltungen betrage das Besucherlimit 1.000 in Gebäuden und 1.500 im Freien, sagte Kurz.

+++ Ab heute wieder Krankschreibung per Telefon möglich +++

Wegen der verschärften Corona-Lage können Patienten mit Erkältungsbeschwerden sich jetzt wieder bundesweit telefonisch eine Krankschreibung besorgen.

Die Sonderregelung trat am Montag in Kraft und gilt vorerst bis zum Jahresende – das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen am Donnerstag beschlossen. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen müssen somit nicht in eine Praxis gehen, nur weil sie eine Krankschreibung benötigen. Das soll helfen, volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken zu vermeiden.

Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Die Ärzte müssen dazu die Patienten persönlich am Telefon zu ihrem Zustand befragen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

+++ Weitere Verschärfungen? CSU-Vorstand berät über aktuelle Lage +++

Erstmals seit dem großen Internet-Parteitag der CSU kommt heute der Parteivorstand wieder zu einer Sitzung zusammen - zumindest per Videoschalte. Dominierendes Thema ist einmal mehr die aktuelle Corona-Lage in Bayern und Deutschland.

Es ist davon auszugehen, dass die CSU-Spitze nicht nur die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz in der vergangenen Woche erneut diskutiert, der Fokus von Parteichef Markus Söder dürfte auch auf möglichen Weichenstellungen für die kommenden Wochen liegen. Nach der Kabinettssitzung am Donnerstag hatte Söder erklärt, dass weitere Verschärfungen notwendig werden könnten, sollten die Fallzahlen nicht bald eingedämmt werden.

Im Gegensatz zu den normalen Vorstandssitzungen wird Söder dieses Mal nicht in der Münchner Parteizentrale sein. Ausnahmsweise findet auch die anschließende Pressekonferenz mit Generalsekretär Markus Blume in Nürnberg statt.

+++ Corona-Ampel zeigt über der Hälfte der Kreise Gelb oder Rot +++

Mehr als die Hälfte aller bayerischen Städte und Landkreise hat inzwischen bedenkliche Corona-Werte: 24 Kreise verzeichneten nach der Corona-Ampel des bayerischen Gesundheitsministeriums vom Sonntag einen Wert von mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

Hinzu kamen 28 weitere Städte und Kreise, die den Frühwarnwert von mehr als 35 Neuinfektionen überschritten haben. Details lesen Sie hier.

+++ Lange Schlangen vor der Münchner Kirchweihdult +++

Lange Schlangen haben sich am Sonntag vor den Schranken der Kirchweihdult gebildet. Normalerweise ist das Fest auf dem Mariahilfplatz die letzte Dult des Jahres - im Corona-Jahr 2020 allerdings die erste und einzige.

Dafür wurde eigens ein gesondertes Hygienekonzept erarbeitet. Die Abstände zwischen den Ständen betragen in diesem Jahr fünf bis 10 Meter. Besucher müssen eine der Lichtschranken an zwei bewachten Eingängen passieren. Und auf dem gesamten Gelände herrscht Maskenpflicht.

+++ Deutscher Städtetag fordert Hilfe bei Kontaktnachverfolgung ++++

Der Deutsche Städtetag hat rasche Unterstützung der Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung der Kontakte von Covid-19-Infizierten gefordert. Unter anderem sei der Einsatz von Bundeswehrsoldaten vorstellbar.

"Je schneller die Kontaktnachverfolgung durch zusätzliches Personal verbessert wird, desto wirksamer trägt das zur Eindämmung der Pandemie bei", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, der "Rheinischen Post" (Montagausgabe).

+++ Steinmeier nimmt nicht an Friedenspreis-Verleihung teil +++

Frank-Walter Steinmeier wird die Laudatio des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels nicht wie geplant halten. Der Text seiner Rede wird von dem Schauspieler Burghart Klaußner verlesen.

Nachdem ein Personenschützer des Bundespräsidenten positiv auf Covid-19 getestet worden war, ist Steinmeier nach wie vor in Quarantäne. Ein erster Corona-Test des Bundespräsidenten war nach Agenturangaben negativ. 

Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert. In diesem Jahr geht er an den indischen Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph Amartya Sen, der per Video aus den USA zugeschaltet wird.

+++ Polizei kritisiert Zunahme von Gewalt gegen Polizisten +++

Auseinandersetzungen über die Einhaltung der Corona-Regeln eskalieren nach Angaben der Polizeigewerkschaften immer häufiger. Trotz einer grundsätzlich hohen Akzeptanz der Corona-Regeln spürten die Beamten, "dass die Stimmung beginnt, aggressiver zu werden - zum Beispiel wenn wir als Polizei die Maßnahmen durchsetzen wollen", so der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek.

Beleidigungen kämen nicht nur von Maskenverweigerern. Auch  Bürger, die geschützt werden wollen, hätten zuletzt ihre Schutzrechte teils immer aggressiver eingefordert.

+++ Münchner Kirchweihdult startet unter strengen Auflagen +++

In München hat am Samstag unter strengen Corona-Auflagen die Kirchweihdult begonnen. Es ist die einzige Dult, die in diesem Jahr stattfinden wird.

Unter strengen Auflagen beginnt in München am Samstag die Kirchweihdult.
Unter strengen Auflagen beginnt in München am Samstag die Kirchweihdult. © Sophie Anfang

Bis zum 25. Oktober stehen die Buden und Fahrgeschäfte von 141 Händlern auf dem Mariahilfplatz - nur die Hälfte der allgemein üblichen Bewerber konnten nach Presseangaben zugelassen werden.

+++ Corona-Warnwert in 20 Städten und Landkreisen erreicht +++

20 Städte und Landkreise im Freistaat haben nach den jüngsten Daten vom Samstag inzwischen den kritischen Corona-Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten. 22 weitere haben den Frühwarnwert von mehr als 35 erreicht, wie aus der Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervorgeht. Angeführt wird die Liste vom Landkreis Berchtesgadener Land mit einem Wert von 149,16, gefolgt von der Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 105,28.

Insgesamt haben sich den Daten zufolge inzwischen bereits 78.187 Menschen im Freistaat mit dem Coronavirus infiziert; 2.711 sind gestorben. Als genesen gelten 66.310 Menschen. Wegen der in vielen Regionen stark steigenden Corona-Infektionszahlen gelten in weiten Teilen Bayerns ab diesem Samstag deutlich schärfere Auflagen, etwa eine erweiterte Maskenpflicht.

+++ Bayern prüft offenbar Corona-Unterstützung für Tschechien +++

Bayern steht derzeit offenbar mit dem von der Pandemie besonders schwer getroffenen  Tschechien in Kontakt, eventuell Covid-19-Patienten des Nachbarlandes - das an Niederbayern, die Oberpfalz und Oberfranken grenzt - aufzunehmen. Nach Angaben  des Auswärtigen Amtes, die der Deutschen Presseagentur vorliegen, stehen beide Länder diesbezüglich bereits im Gespräch. 

Mehrere Bundesländer haben sich zur Aufnahme von Patienten aus EU-Nachbarstaaten bereiterklärt. So wollen zum Beispiel Kliniken in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen schwer kranke Covid-19-Patienten aus den Niederlanden versorgen. Die EU stellt den Angaben zufolge 220 Millionen Euro für grenzüberschreitende Transporte von Patienten, Ausrüstung und Personal zur Verfügung.

+++ Söder warnt vor neuem Lockdown +++

 Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt mit Blick auf die Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten vor einem "Kontrollverlust in einigen Regionen in Deutschland". Das sei hochgefährlich,  sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse".

"Wenn keine Nachverfolgung der Infektionen mehr möglich ist, so wie in den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Tschechien, muss man die Kontakte generell begrenzen. Das geht nur mit einem Lockdown oder ähnlichen strikten Maßnahmen."

+++ Neue Corona-Bestimmungen für München und für bayerische Hotspots +++

Ab heute greifen neue Corona-Regeln in Bayern: Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots gilt in Bayern ab diesem Samstag nicht mehr.

Dafür aber gilt eine Sperrstunde schon beim Überschreiten des 7-Tage-Inzidenz-Wertes von 35. Eine Maske ist im ÖPNV für alle Fahrgäste ab sechs Jahren verpflichtend.  

In München besteht weiterhin eine generelle Maskenpflicht in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt, Rindermarkt, Viktualienmarkt, Dienerstraße, Schrammerstraße, Landschaftstraße, auf den Gehwegen im Tal sowie in der Schützenstraße und im Stachus-Untergeschoss.

Hochzeits- und andere Feiern, aber auch Vereinssitzungen dürfen stattfinden mit bis zu 100 Personen in Innenräumen oder bis zu 200 Personen im Freien. Lokal können diese Bestimmungen variieren.

Details lesen Sie hier

+++ Vermehrte Maskenkontrollen +++

Ab Samstag erhöht Bayerns Polizei den Druck auf alle Maskenmuffel im Freistaat. "Wir müssen alles unternehmen, um die sprunghafte Ausbreitung des hochgefährlichen Virus einzudämmen und gleichzeitig einen Lockdown zu verhindern", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag in München. Er kündigte an, dass die Polizei die neuen Vorgaben zum Infektionsschutz und damit auch die erweiterte Pflicht zum Tragen von Masken "noch häufiger und konsequenter" kontrollieren werde als bislang im Verlauf der Pandemie.

+++ In Bayern gibt es ab Samstag kein Beherbergungsverbot mehr +++

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, "wir belassen es dabei", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

+++ Söder will Beherbergungsverbot Stück für Stück auslaufen lassen +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht nun auch auf Distanz zu dem bundesweit umstrittenen Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Hotspots. Die Einschränkungen für Reisende aus Gegenden mit besonders hohen Infektionszahlen seien im Kampf gegen die Seuche "in der Tat nicht das Wichtige. Das wird jetzt auch Stück für Stück auslaufen", sagte der CSU-Chef am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz".

Das liege auch daran, dass Gerichte die Verbote teilweise kassieren. Söder sagte mit Blick auf Bayern: "Auch bei uns wird das so sein, dass wir das Stück für Stück auslaufen lassen" - Voraussetzung sei aber, dass die Menschen sich an die neuen, strengeren Kontaktbeschränkungen hielten.

+++ Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen - Bayern beschließt neue Corona-Regeln - was jetzt gilt +++

Das Kabinett hat am Donnerstag neue, strenge Corona-Beschränkungen beschlossen – der Bund-Länder-Beschluss für den Anti-Corona-Kampf geht Bayern nicht weit genug. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) informierten am Donnerstagnachmittag die Öffentlichkeit. Die neuen Maßnahmen in der Übersicht: 

Bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 35: 

  • Treffen von maximal zehn Personen oder zwei Hausständen, egal ob privat oder im öffentlichen Raum
  • Ausweitung der allgemeinen Maskenpflicht auf Orte, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen (z.B. Fußgängerzonen, Marktplätze, öffentliche Gebäude, Begegnungs- und Verkehrsflächen wie Fahrstühle oder Eingangsbereiche)
  • Maskenpflicht für Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen sowie durchgängig auf Tagungen, Kongressen, Messen und in Kulturstätten
  • Maskenpflicht in Schulen im Unterricht ab der 5. Klasse und in Horten und Kinderbetreuungen
  • Maskenpflicht am Arbeitsplatz, wo kein Abstandhalten möglich ist und auf Begegnungsflächen (Fahrstühle, Küchen, Kantinen, Flure)
  • Strikte Sperrstunde in der Gastronomie ab 23 Uhr, keine Ausgabe von Alkohol und Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen

Bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 50:

  • Treffen von maximal fünf Personen oder zwei Hausständen
  • Maskenpflicht im Unterricht auch an Grundschulen
  • Strikte Sperrstunde in der Gastronomie ab 22 Uhr, keine Ausgabe von Alkohol und Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen

Da die 7-Tage-Inzidenz in München aktuell bei 54,6 liegt (Stand 14.10.), gelten die strengeren Regeln. 

+++ Söder hält Weihnachtsmärkte grundsätzlich für möglich +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält trotz steigender Corona-Infektionszahlen Weihnachtsmärkte in eingeschränkter Form grundsätzlich für möglich. Bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sei die Wahrscheinlichkeit allerdings gering, schränkte er am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München ein. "Aber: Möglich ist es". Sein Stellvertreter und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sagte: "Wenn wir entsprechende Konzepte haben und die Zahlen uns nicht davongaloppieren, halte ich es für durchaus möglich und durchführbar". Weihnachtsmärkte wären auch für öffentliche Seele gut und wichtig.

+++ Söder: Gefahr für zweiten Lockdown steigt +++

Angesichts des starken Anstiegs von Corona-Fällen auch in Bayern sieht Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine täglich wachsende Gefahr für einen erneuten Lockdown. "Die Lage ist leider ernst, und sie wird jeden Tag ernster", sagte er am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Corona sei immer dramatischer in ganz Europa aktiv. Auch wenn es keinen Grund zur Panik gebe, sei die Situation sogar deutlich komplexer als im vergangenen Frühjahr. Denn jetzt stehe der Winter vor der Tür, und zugleich "explodieren die Zahlen in ganz Europa".

Söder betonte, dass sich Bayern auf Anfrage aus Tschechien bereit erklärt habe, Intensivpatienten aufzunehmen. Landesweit seit die Auslastung bei den Intensivbetten bereits bei mehr als 40 Prozent.

Söder betonte, die Staatsregierung werde alles tun, um einen Lockdown zu verhindern. Ob jedoch die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch in Berlin dafür ausreichten, sei zu bezweifeln.

+++ 1.000 Schüler und Lehrer müssen in Schweinfurter Gymnasium zum Coronatest +++

Nach einem Dutzend Corona-Fällen am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt sollen nun alle Schüler, Lehrer und das Schulpersonal auf das Virus getestet werden

Grund waren die steigenden Infektionszahlen an der Schule. Innerhalb kurzer Zeit seien zwölf Schüler in sechs Klassen über vier Jahrgangsstufen positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Söder: Corona-Lage fast gefährlicher als im Frühjahr +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält die Corona-Lage fast für gefährlicher als im Frühjahr – und hat Zweifel, ob die neuen von Bund und Ländern beschlossenen Gegenmaßnahmen am Ende ausreichen. Man sei einen deutlichen Schritt vorangekommen, und zwar fürs ganze Land, sagte Söder am Mittwochabend nach stundenlangen Bund-Länder-Beratungen in Berlin. "Aber ob das reicht, ist meiner Meinung nach offen." Das werde man erst nach zehn Tagen oder zwei Wochen sehen. "Die Zahlen werden jetzt erstmal deutlich steigen." Man hoffe aber dann, dass die Maßnahmen wirken, wenn sie einheitlich angewandt werden. Er hoffe, dass es nicht ein paar Tage zu spät sei.

Söder betonte: "Wir sind dem zweiten Lockdown eigentlich viel näher, als wir das wahrhaben wollen." Mit Blick auf die aktuellen Zahlen und die aktuelle Dynamik sagte Söder, es sei "vielleicht gar nicht mehr fünf vor zwölf, sondern Schlag zwölf, um jetzt die Weichen richtig zu stellen". Die zweite Welle sei "absolut da", und die Lage sei fast ein bisschen gefährlicher als im Frühjahr, warnte Söder – weil man jetzt den Winter vor der Tür habe.

Sollten die aktuell beschlossenen Maßnahmen nicht reichen, müssen nach Darstellung Söders noch striktere Kontaktbeschränkungen erwogen werden. "Kontakte verfolgen kann man nur, wenn man Kontakte vielleicht beschränkt und reduziert." Das Problem sieht er vor allem bei privaten Zusammenkünften, wo keine Masken getragen werden.

Söder betonte: "Das größte Land in Europa muss stabil bleiben." Und er fügte hinzu: "Aufgeben gilt nicht."

+++ Beschluss: Maskenpflicht in Corona-Hotspots wird erweitert +++

In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen. Das haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch in Berlin beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

Zu den weiteren Beschlüssen gehören weniger Gäste bei Feiern sowie eine Sperrstunde in Hotspots. In Corona-Hotspots mit Inzidenzwerten von mehr als 50 sollen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen. Und sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, sollen sich nur noch bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum treffen dürfen. Zudem gilt in Hotspots künftig generell eine Sperrstunde um 23.00 Uhr in der Gastronomie.

+++ Bund und Länder wollen striktere Kontaktbeschränkungen in Hotspots +++

In Corona-Hotspots mit Inzidenzwerten von mehr als 50 sollen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen. Und sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, sollen sich nur noch bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum treffen dürfen. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch in Berlin, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr - der finale Beschluss des gesamten Konzepts stand aber noch aus.

+++ Bodenkirchen: 20 Corona-Infizierte nach illegaler "Oktoberfest"-Party +++

Nach einer illegalen Party mit bis zu 150 Gästen im niederbayerischen Bodenkirchen sind bereits 20 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es handele sich dabei um Frauen und Männer zwischen 25 und 32 Jahren, teilte das Landratsamt Landshut am Mittwoch mit. Das Gesundheitsamt versuche, weitere Partygäste aufzuspüren und Infektionsketten zu unterbrechen.

+++ Corona in Bayern auf dem Vormarsch: Elf Regionen über Warnwert +++

Das Coronavirus ist im Freistaat weiter auf dem Vormarsch. Am Mittwoch überschritt auch der Landkreis Ebersberg die Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Damit lagen nach den Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) elf Städte und Landkreise über dem wichtigen Warnwert. Insgesamt verzeichnete das LGL mit Stand Mittwochfrüh in Bayern bislang 74.624 Infizierte sowie 2.692 Tote. 65.040 Menschen galten als genesen.

Im östlich von München gelegenen Landkreis Ebersberg stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 52,21. Trauriger Anführer der Statistik ist der Landkreis Regen mit einem Wert von 83,97, gefolgt vom Landkreis Berchtesgadener Land mit 76,47. Stadt und Landkreis Schweinfurt legten am Mittwoch mit 63,64 und 55,44 weiter zu. Die gleiche Entwicklung zeigte sich beim Landkreis Rottal-Inn (57,61).

In Memmingen stagnierte der Wert (58,96). Corona-Brennpunkte sind zudem trotz sinkender Tendenz weiter der Landkreis Fürstenfeldbruck (62,01) sowie die Städte München (52,15) und Rosenheim (67,66). Augsburg erreichte einen Wert von 55,97.
Auch der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen überstieg den 50er-Wert, wie das Landratsamt mitteilte. Die Landratsämter melden häufig vor dem LGL die aktuellsten Zahlen.

+++ Drei weitere infizierte Schlachthof-Mitarbeiter in München +++

Bei Reihentests in Münchner Schlachthöfen sind drei weitere Arbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Während bei den Tests in der Schweineschlachtung alle 37 Ergebnisse negativ waren, gab es in der Rinderschlachtung erneut schlechte Nachrichten: 3 der 123 Abstriche waren positiv. Die Betroffenen sowie ihre unmittelbaren Kontaktpersonen müssen nun in eine 14-tägige Quarantäne, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte.

+++ Bund schlägt Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Familienfeiern vor +++

Der Bund plädiert dafür, die Zahl der Teilnehmer bei privaten Feiern sowie bei öffentlichen Veranstaltungen spätestens dann zu beschränken, wenn es 35 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Region innerhalb einer Woche gibt. Wann die Sperrstunde beginnen soll und wie viele Teilnehmer bei Feiern im Familien- und Freundeskreis zugelassen sein sollen, wird in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder am Mittwochnachmittag offen gelassen.

Zudem will der Bund eine ergänzende Maskenpflicht und eine Sperrstunde in der Gastronomie schon dann einführen, wenn die Zahl der Neuinfektionen 35 pro 100.000 Einwohner in einer Region innerhalb einer Woche überschreitet. Diese Maskenpflicht soll dort eingeführt werden, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen.

+++ Corona-Strategie der Grünen: Millionenfache Schnelltests +++

Zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus setzen die Grünen im bayerischen Landtag in den kommenden Monaten auf massenhafte Corona-Schnelltests. "Das Virus verbreitet sich derzeit über alle sozialen Schichten und Altersklassen hinweg, die Zahlen der Neuinfektionen steigen, insbesondere bei Jüngeren zwischen 20 und 40 Jahren und in diversen systemrelevanten Einrichtungen. Die Fallzahlenentwicklung könnte damit in den kommenden Monaten eine ungute Dynamik bekommen", heißt es im Grundsatzbeschluss der Fraktion mit dem Titel "Mit dem Virus leben". Schließungen von Kitas und Schulen sowie Überlastungen von Kliniken insbesondere aufgrund von erkranktem Personal seien mit allen Mitteln zu verhindern.

Aus Sicht der Grünen könnten die neuen Antigenschnelltests hier eine entscheidende Rolle spielen: "Sie ermöglichen den gezielten Einsatz von Testungen in Abhängigkeit vom jeweiligen Infektionsrisiko und der Schutzbedürftigkeit. Priorität haben müssen Einrichtungen, in denen Menschen mit einem sehr hohen Risiko leben, und die Aufrechterhaltung der systemrelevanten Versorgung." Getestete müssten innerhalb von 24 bis 48 Stunden getestet, befundet und informiert werden. Gleichwohl setzen auch die Grünen weiterhin auf eine konsequente Umsetzung von Maskenpflicht sowie Abstands- und Hygieneregeln. Lesen Sie hier mehr dazu.

+++ Verschärfte Corona-Regeln für München ab Mittwoch +++

Da die Inzidenz in München Anfang der Woche auf über 50 gestiegen ist, gelten am Mittwoch, 14. Oktober, neue Corona-Regeln. Was die Verschärfungen für den Alltag in der bayerischen Landeshauptstadt bedeuten, Lesen Sie hier mehr dazu.

+++ Testkapazitäten auf Theresienwiese werden ausgeweitet +++

Die Stadt München erhöht die Testkapazitäten der Corona-Teststation auf der Theresienwiese erneut: Ab Mittwoch, 14. Oktober, können dort bis zu 1.300 Tests, ab Montag, 19. Oktober, sogar bis zu 1.500 Tests täglich von Montag bis Freitag durchgeführt werden - anstelle von bisher 1.000 Tests.

Münchnerinnen und Münchner können sich, nach vorheriger Online-Terminvereinbarung, im Rahmen der Teststrategie des Freistaats Bayern von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 8 bis 17 Uhr kostenlos auf der Theresienwiese testen lassen.

+++ Münchner Christkindlmarkt unter Corona-Bedingungen +++

Der Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München hat am Dienstag vorberatend beschlossen, wie der Münchner Christkindlmarkt am Marienplatz auch im Corona-Jahr 2020 stattfinden kann. Voraussetzung ist, dass es das Infektionsgeschehen erlaubt. Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ Söder warnt vor zweitem Lockdown und fordert erweiterte Maskenpflicht +++

Im Kampf gegen die sich wieder verschärfende Corona-Krise sind nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die kommenden vier Wochen entscheidend für Deutschland. "Wir müssen jetzt Corona ausbremsen, bevor wir eine echte Notbremsung machen müssen", sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung der Landesregierung in München. Söder sprach sich dafür aus, dass es eine erweiterte Maskenpflicht in ganz Deutschland brauche. Über eine erweiterte Maskenpflicht werde man am Mittwoch auf der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin sprechen.

Es sei "fünf vor 12", sagte Söder. Ein zweiter Lockdown müsse verhindert werden. "Wir brauchen einen Ruck, in dem wir uns ehrlich machen", betonte Söder. Um die Entwicklung zu stoppen, brauche es zudem bundesweit einheitliche Corona-Regeln. Einheitliche Maßnahmen würden nicht nur helfen, die Zahlen in den Hotspots zu senken, sondern auch dazu beitragen, dass die niedrigen Zahlen nicht ansteigen. "Corona macht an keiner Grenze halt", so Söder weiter. 

+++ Expo Real in München abgesagt +++

Wegen steigender Corona-Fallzahlen hat die Messe München den Immobilienkongress Expo Real kurzfristig abgesagt. Zahlreiche Teilnehmer hatten sich zuvor wieder abgemeldet, wie die Messegesellschaft am Montagabend mitteilte.

Die Expo Real zählt zu den wichtigsten Immobilienmessen in Europa, im vergangenen Jahr kamen knapp 47.000 Teilnehmer und Besucher. In diesem Jahr hätte die Messe ohnehin nur als zweitägiger Kongress am Mittwoch und Donnerstag in deutlich kleinerer Form stattfinden sollen. Doch haben die steigenden Corona-Zahlen in der bayerischen Landeshauptstadt offensichtlich viele Besucher abgeschreckt.


Hinweis der Redaktion: Zum Zwecke der Übersichtlichkeit und besserer Ladezeiten unseres Newsblogs haben wir alte Beiträge ab dieser Stelle gelöscht. Der erste Eintrag stammt vom 13. Oktober.

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