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Coronavirus-News: Pandemie-Effekt? Bayerns Gerichte verurteilen weniger Menschen

Das Coronavirus beschäftigt München, Bayern und Deutschland weiterhin. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.
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Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, sorgt in München, Bayern und Deutschland seit nun mehr rund zweieinhalb Jahren für teils drastische Maßnahmen. In unserem Newsblog informieren wir Sie über die aktuellen Corona-Entwicklungen in München und Bayern.


Corona-News vom 30.11.2022

+++ Corona-Effekt? Bayerns Gerichte verurteilen weniger Menschen +++

Wegen rückläufiger Straftaten auf der Straße während der Corona-Krise ist in Bayern im vergangenen Jahr auch die Zahl der Verurteilungen deutlich zurückgegangen. Es falle aber auf, "dass die Straftaten im Internet hingegen deutlich zugenommen haben", sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU) am Mittwoch bei der Vorstellung der Strafverfolgungsstatistik 2021 in München. Nur mit der Pandemie lasse sich der Rückgang aber nicht erklären, die genauen Gründe dürften erst in den kommenden Jahren nachvollziehbar werden.

Insgesamt seien 2021 von Bayerns Strafgerichten 109.024 Personen verurteilt worden, sagte Eisenreich. 2020 waren fast 117.000 Menschen rechtskräftig in Bayern verurteilt worden. 2019 lag die Zahl der Verurteilten sogar bei 121.250. Die Mehrzahl der Verurteilten war männlich, Frauen hatten gerade einmal einen Anteil von 17,2 Prozent. Die Statistik wird jährlich erstellt und bildet die rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren vor bayerischen Strafgerichten ab.

Von allen Verurteilten mussten am Ende aber nur rund sechs Prozent ohne Bewährung ins Gefängnis, so Eisenreich. In mehr als 83.000 Fällen seien Geldstrafen verhängt worden. "Das bedeutete, man muss schon wirklich was getan haben, um ins Gefängnis zu müssen."


Corona-News vom 29.11.2022

+++ Corona-Lockerungen: Lauterbach warnt vor "Gedrängel" +++

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor vorschnellen Vorstößen zu weiteren Corona-Lockerungen im Frühjahr gewarnt. Er werde ja jetzt jeden Tag damit konfrontiert, was man im April oder März machen solle, sagte der SPD-Politiker in Berlin.

"Das ist so ein Gedrängele, wo es darum geht, wer ist der schnellste Lockerer." Er sei aber gestimmt wie ein klassischer Arzt: "Ich muss mich mit dem medizinischen Problem beschäftigen, was wir jetzt haben." Derzeit gebe es um die 1.000 Tote pro Woche und volle Kliniken. Zu erwarten sei eine Winterwelle mit mehr Infektionen. Patientenvertreter mahnten weiteren Schutz in Pflegeheimen an.

Lauterbach sagte, momentan sei die Situation auch dank vorsichtig angelegter Maßnahmen im Griff. "Ich möchte einfach nur, dass es so bleibt für die nächsten Wochen und Monate." Es sei "nicht akzeptabel, dass wir in den letzten Monaten einer schweren Pandemie noch einmal viele Leute verlieren, weil die Botschaften, die wir senden, gemischt sind – und weil wir die Maßnahmen nicht umsetzen, die so wirkungsvoll sind und uns schon so lange gut dienen."

+++ Gewerkschaft GEW kritisiert Ende der Isolationspflicht +++

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist mit dem Ende der Isolationspflicht für Coronainfizierte in mehreren Bundesländern nicht einverstanden. Man habe "große Bedenken, an Corona erkrankte Lehrkräfte in den Unterricht zu schicken", sagte deren Bundesvorsitzende Maike Finnern den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Die Länder ließen die Schulen allein. An Corona erkrankte Lehrkräfte könnten sich in einigen Bundesländern wie Baden-Württemberg zwar krankmelden, angesichts eines "dramatischen Lehrkräftemangels" würden viele aber trotzdem zur Arbeit gehen. Die Politik verlagere damit den Entscheidungsdruck lediglich auf Einzelne.

Die Vorgaben zu Isolation und Quarantäne bei Corona-Infektionen sind auf Landesebene geregelt. Mehrere Bundesländer, darunter Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein, hoben die Isolationspflicht für Corona-Infizierte inzwischen ganz auf und begründeten dies mit dem veränderten Charakter der Pandemie. An deren Stelle tritt dort etwa eine Pflicht zum Maskentragen außerhalb der eigenen Wohnung.

+++ Lauterbach lehnt Aufhebung der Isolationspflicht weiter ab +++

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat erneut vor einer zu schnellen Aufhebung von Corona-Maßnahmen wie der Isolationspflicht gewarnt. "Wir sind am Vorabend einer besonders ansteckenden Variante, die Verläufe sind nicht harmloser geworden", sagte Lauterbach im gemeinsamen "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. "Warum sollten wir so ins Risiko gehen?" Das gelte gerade auch für die Pflegeheime.

Mit Blick auf die in einigen Bundesländern bereits aufgehobene Isolationspflicht erwartet Lauterbach nicht, dass diese Maßnahme mit der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 8. Dezember Geschichte sein wird. "Ich glaube nicht, dass es so kommen wird." Lauterbach mahnte zugleich zur Geduld: "Wir sind vor einer letzten Winterwelle, das müssen wir noch einmal schaffen."


Corona-News vom 26.11.2022

+++ Corona-Inzidenz in Bayern stagniert +++

Die Corona-Inzidenz in Bayern stagniert seit einigen Tagen knapp über 100. Am Samstag lag sie nach Daten des Robert Koch-Instituts bei 109,1. Das ist zwar der niedrigste Wert aller deutschen Bundesländer, doch der deutliche Abwärtstrend der vergangenen Wochen ist inzwischen weitgehend zum Stillstand gekommen. Andere Zahlen zeigen sogar einen leichten Anstieg.

"Die Sieben-Tages-Inzidenz hat aufgrund der gelockerten Teststrategie ihre "Seismographen-Funktion" weitgehend eingebüßt", sagt Clemens Wendtner. Der Chefarzt der Infektiologie in der München Klinik Schwabing hatte 2020 die ersten deutschen Corona-Patienten behandelt. Viele Infizierte liefen inzwischen "unter dem Radar", weil nur noch ein Antigen-Schnelltest gemacht werde und sie daher nicht in der Statistik auftauchten. "Die Dunkelziffer ist also enorm, schätzungsweise mindestens Faktor zehn", sagt der Experte.

Für belastbarer hält er daher die Hospitalisierungsinzidenz – und diese steige wieder leicht an, sagt er. "Natürlich kann hier nicht zwischen Patienten unterschieden werden, die mit oder wegen Covid im Krankenhaus eingeliefert werden", sagt der Experte. "Aber es ist auch ein Indikator, wie hoch die Belastung in Kliniken und nicht zuletzt auch für die Mitarbeiter dort ist." Zwar sei man von früheren Spitzenwerten weit entfernt, "aber die Sommerwelle 2022 hat gezeigt, wie schnell sich die Werte ändern können", betont er.

Für den Rest des Winters ist Wendtner vorsichtig. Der Blick in die USA, wo eine Sublinie namens BQ.1.1 bereits die Hälfte der Neuinfektionen ausmacht, bereitet ihm Sorgen. Auch der Berliner Virologe Christian Drosten hatte zuletzt auf BQ.1.1 hingewiesen. Durch zusätzliche Mutationen "entkommt das Virus offensichtlich relativ gut der Immunabwehr", sagt Wendtner. Man könne also trotz früherer Infektion oder Impfung erkranken.

+++ Strengere Regeln bei Gratis-Coronatests +++

Für kostenlose Corona-Schnelltests gelten nun enger gefasste Regeln. Das legt eine am Freitag in Kraft getretene neue Verordnung fest, wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage bestätigte. Gratis bleiben „Bürgertests“ von Teststellen unter anderem vor Besuchen in Kliniken und Pflegeheimen sowie wenn man sich nach einer Corona-Infektion mit Bescheinigung „freitesten“ lässt. Bürgertests aus mehreren weiteren Anlässen, die es bislang mit drei Euro Zuzahlung gab, sind dagegen nicht mehr möglich.


Corona-News vom 25.11.2022

+++ Impfstelle im OEZ schließt +++

Wie angekündigt, wird der Betrieb des städtischen Impfzentrums und dessen Außenstellen bis zum Jahresende 2022 eingestellt. Als Erstes schließt die Außenstelle im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ). Am Mittwoch, 30. November, ist dort der letzte Impftag. Bis dahin bleiben die Öffnungszeiten der Impfstelle im OEZ unverändert: Dienstag bis Samstag von 9 bis 18.30 Uhr (1. Untergeschoss nahe Eingang Riesstraße). Die Impfstellen im Gasteig, am Marienplatz und im KVR bleiben bis Ende Dezember bestehen.


Corona-News vom 24.11.2022

+++ Lauterbach gegen Pläne zum Ende der Maskenpflicht +++

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die bayerischen Überlegungen zu einem Ende der Maskenpflicht in Bus und Bahn kritisiert. Er verstehe die Eile nicht, man stehe vor einem "möglicherweise schwierigen Winter", sagte er im Bayerischen Rundfunk und verwies auf etwa 1000 Corona-Tote pro Woche. Für den Fall, dass auf Länderebene die aus seiner Sicht "leichtsinnige" Entscheidung zur Abschaffung der Maskenpflicht im Nahverkehr falle, zeigte Lauterbach keine Neigung, dann auch zeitnah die Maskenpflicht im Fernverkehr abzuschaffen. Das Infektionsschutzgesetz gelte bis April, sagte er.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuletzt erneut ein baldiges Ende der Maskenpflicht im Nahverkehr in Aussicht gestellt. Am Montag hatte er gesagt: "Wir sind der Überzeugung, dass auch die Maskenpflicht im ÖPNV entweder Mitte Dezember oder Anfang des nächsten Jahres, wenn die Zahlen halbwegs stabil bleiben und es keine neuen Mutationen gibt, auslaufen könnte." Die Staatsregierung werde darüber zeitnah entschieden.


Corona-News vom 23.11.2022

+++ Drosten: Ende der Corona-Pandemie naht +++

Zur weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie hat sich der Virologe Christian Drosten in einigen Punkten optimistisch gezeigt. Auf die Dynamik der Infektionswellen in diesem Jahr angesprochen, sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit": "Sie ist das Zeichen für das kommende Ende der Pandemie."

Inzwischen reichen laut Drosten schon "kleine Einflussfaktoren wie eine Wetteränderung", um eine Welle anzuschieben oder brechen zu lassen. Eine Art Spätsommer Mitte Oktober habe die Zahlen sofort zum Sinken gebracht. "Die Lage für das Virus wird prekär. Das ist gut. Es ist nicht mehr so, dass das Virus mit ein paar Mutationen das Spiel komplett drehen könnte", sagte Drosten.


Corona--News vom 22.11.2022

+++ Urteile zu Corona-Regeln: Ausgangssperre "nicht verhältnismäßig" +++

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat erstmals über die Rechtmäßigkeit früherer Corona-Schutzverordnungen aus der Anfangszeit der Pandemie entschieden. Die obersten deutschen Verwaltungsrichter stuften am Dienstag die sächsischen Kontaktbeschränkungen mit der Schließung von Gastronomiebetrieben und Sportstätten aus dem April 2020 (Az.: 3 CN 1.21) als rechtmäßig ein. Die damals in Bayern geltende strenge Ausgangssperre sei jedoch zu weitgehend und damit nicht verhältnismäßig gewesen, so der 3. Senat (Az.: 3 CN 2.21). Die Bundesrichter bestätigten damit vorhergehende Urteile des sächsischen Oberverwaltungsgerichts und des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs.

Der 3. Senat setzte sich auch mit der umstrittenen Frage auseinander, ob das Infektionsschutzgesetz in der damals geltenden Fassung eine ausreichende Grundlage für derart drastische Grundrechtseingriffe war. Die Bundesrichter bejahten dies.

+++ Bundesverwaltungsgericht entscheidet über Corona-Schutzverordnungen +++

Das Bundesverwaltungsgericht wird am Dienstag (14.00 Uhr) seine Entscheidungen über die Rechtmäßigkeit früher Corona-Schutzverordnungen aus dem Jahr 2020 verkünden. Dabei geht es um Verordnungen, die Sachsen und Bayern im März und April 2020 erlassen haben. Darin wurden unter anderem Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen festgelegt. Mehrere Menschen hatten dagegen geklagt.

Die Vorinstanzen hatten unterschiedlich entschieden: Das sächsische Oberverwaltungsgericht hatte die Maßnahmen als verhältnismäßig eingestuft. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte dagegen festgestellt, dass die Ausgangsbeschränkungen zu strikt und damit unverhältnismäßig gewesen seien. Die "triftigen Gründe", aus denen man damals in Bayern noch seine Wohnung verlassen durfte, seien zu eng gefasst gewesen. Über die Revisionen gegen die Entscheidungen wird nun das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheiden.


Corona-News vom 21.11.2022

+++ Ruf nach bundesweitem Ende der Isolationspflicht wird lauter +++

Die FDP im Bundestag fordert ein generelles Ende der Isolationspflichten für Corona-Infizierte. "Wir brauchen keine staatlich fixierte Isolationspflicht", sagte der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann im "Deutschlandfunk". Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein hatten die Isolationspflicht kürzlich bereits aufgehoben, Hessen folgt voraussichtlich am Mittwoch. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnte vor einem Flickenteppich der Corona-Maßnahmen. 

"Bayern, Baden Württemberg und Schleswig Holstein machen es richtig",  sagte Ullmann. Das heiße nicht, dass es ein Verbot zur Isolation oder Krankschreibung gebe. Erkrankte Menschen sollten sich krankschreiben lassen und zu Hause bleiben. Habe ein Beschäftigter eines Krankenhauses, der mit immungeschwächten Personen arbeite, einen positiven Test, so habe er dort nichts zu suchen. Ullmann: "Aber das sind Einzelentscheidungen, die getroffen werden können."

+++ Söder stellt erneut Ende der Maskenpflicht im Nahverkehr in Aussicht +++

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat erneut ein baldiges Ende der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr in Bayern in Aussicht gestellt. "Wir sind der Überzeugung, dass auch die Maskenpflicht im ÖPNV entweder Mitte Dezember oder Anfang des nächsten Jahres, wenn die Zahlen halbwegs stabil bleiben und es keine neuen Mutationen gibt, auslaufen könnte", sagte Söder am Montag nach einer Videoschalte des CSU-Vorstands am Montag. Die Staatsregierung werde darüber "zeitnah" entschieden.

Am 9. Dezember läuft die aktuelle Fassung der bayerischen Infektionsschutzverordnung aus, die unter anderem die Verpflichtung zum Tragen einer Maske im öffentlichen Nahverkehr vorsieht. Während die Bundesländer über eine Maskenpflicht im Nahverkehr selbst entscheiden, ist im Fernverkehr der Bund zuständig. Nach dem aktuellen Infektionsschutzgesetz gilt dort die Maskenpflicht noch bis April 2023. Söder kritisierte, dass die Maskenpflicht im Flugzeug zwar abgeschafft wurde, im Fernverkehr aber nach wie vor gilt.

+++ Kampf gegen Corona: Bayern zahlte 3,7 Milliarden Euro +++

Zur direkten Bekämpfung der Corona-Pandemie hat der Freistaat Bayern seit 2020 mehr als 3,7 Milliarden Euro ausgegeben. Dies geht aus einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt.

Demnach floss das meiste Geld in die Einrichtung und den Betrieb der Impfzentren (1,089 Milliarden Euro) und in die Pandemiebekämpfung in Schulen sowie Kitas (1,020 Milliarden Euro). Zur Pandemiebekämpfung in Seniorenheimen und Krankenhäusern zahlte Bayern seit 2020 530,4 Millionen Euro, die Umsetzung der Teststrategie – darunter auch der Betrieb der Testzentren – schlug seit 2020 mit 411 Millionen Euro zu Buche.

Kostspielig waren auch die zusätzlichen Personalkosten, die im Rahmen der Corona-Pandemie angefallen sind. Sie betrugen den Angaben zufolge seit 2020 340,1 Millionen Euro. Hierunter fallen unter anderem auch die Kosten für Personalverstärkungen im Öffentlichen Gesundheitsdienst und bei der Corona-Hotline, zur Fortführung der Ansteckungsnachverfolgung, Überstundenvergütungen und der Corona-Bonus für Mitarbeiter in Pflege- und Gesundheitswesen.

Zur Anschaffung von Schutzmasken aller Art bezifferte das Ministerium die Kosten "unter Berücksichtigung von etwaigen Reklamationsverfahren, Skontovereinbarungen sowie Vertragsrücktritten" seit 2020 auf 313,8 Millionen Euro.


Corona-News vom 18.11.2022

+++ Debatte um weitere Finanzierung von Corona-Tests und Masken +++

Die Debatte um die Corona-Schutzvorkehrungen im Winter weitet sich aus. In den Blick rückt auch die staatliche Finanzierung von Tests, weil die aktuellen Regelungen des Bundes am 25. November enden.

Über eine Anschlussverordnung laufen derzeit Abstimmungen in der Regierung, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte. Aus der mitregierenden FDP kamen Forderungen nach einem Ende der Milliardenzahlungen für Bürgertests, auch Maskenpflichten stehen zur Debatte. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) pocht grundsätzlich auf weiteren Corona-Schutz vor allem für Risikogruppen.

Der FDP-Haushaltsexperte Karsten Klein sagte der "Welt": "Es gibt keinen Grund mehr, anlasslose Bürgertests durch den Bund zu finanzieren." Es stehe den Ländern frei, eigene Testmaßnahmen zu beschließen und selbst zu finanzieren. Der Unions-Gesundheitsexperte Tino Sorge (CDU) sagte, sinnvoller sei, sensible Bereiche gezielt bei Testungen zu unterstützen, etwa Pflegeheime und Kliniken.

+++ Münchner Impfzentrum schließen Ende Dezember +++

Noch bis Ende des Jahres erhalten die Kommunen im Auftrag der Bundesregierung ihre Impfzentren. In München schließen die Anlaufstellen am Rathaus und im Gasteig am 30. bzw. am 31. Dezember. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" und beruft sich dabei auf den aktuellen Corona-Sachstandsbericht der stellvertretenden Gesundheitsreferentin Susanne Herrmann. 

+++ Uni-Klinik Erlangen erhält Post-Covid-Ambulanz +++

Die interdisziplinäre Einrichtung soll Anfang Dezember starten: Das Universitätsklinikum Erlangen bekommt eine neue Ambulanz zur Behandlung von Post-Covid-Erkrankungen. Das teilte das bayerische Wissenschaftsministerium mit.  "Das Post-Covid-Zentrum am Uniklinikum Erlangen schließt eine Lücke in der Versorgung der Patientinnen und Patienten in Nordbayern", erklärte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

"Damit erhalten Post-Covid-Patientinnen und -Patienten eine zentrale Anlaufstelle, die die Untersuchungsergebnisse und Therapien bündeln und auswerten kann", sagte Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU). "Davon können gerade Post-Covid-Patientinnen und -Patienten mit schweren Krankheitsverläufen profitieren." Diese benötigten häufig eine interdisziplinäre Behandlung.


Corona-News vom 17.11.2022

+++ Krankschreibungen via Telefon bis März 2023 möglich +++

Angesichts der Corona-Krise und der Grippesaison bleiben Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden noch bis ins Frühjahr auch telefonisch möglich - ohne extra Besuch in der Praxis. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken beschloss am Donnerstag, eine bis Monatsende laufende Sonderregelung bis 31. März 2023 zu verlängern.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wegen leichter Atemwegserkrankungen sind so weiter für bis zu sieben Tage nach telefonischer Rücksprache mit Ärztinnen und Ärzten zu haben und können für bis zu sieben weitere Kalendertage verlängert werden.

+++ Stiko empfiehlt Corona-Impfung für Kleinkinder bei Risiko für schweren Verlauf +++

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Corona-Impfung für Kinder von sechs Monaten bis vier Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen. Das teilte das Gremium am Donnerstag mit. Die Empfehlung gelte auch für Kinder bis vor dem zweiten Geburtstag, die als Frühgeborene auf die Welt gekommen sind.


Corona-News vom 16.11.2022

+++ In Bayern fällt die Corona-Isolationspflicht weg +++

In Bayern müssen Corona-Infizierte ab dem heutigen Mittwoch nicht mehr zwingend zu Hause bleiben. "An die Stelle der Isolationspflicht treten verpflichtende Schutzmaßnahmen für positiv Getestete", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag.

Für sie gelte fortan unter anderem eine Maskenpflicht, sowie Betretungs- und Tätigkeitsverbote etwa in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. Auch Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein hatten vergangene Woche neue Regelungen angekündigt.


Corona-News vom 15.11.2022

+++ Bayern: Maske statt Isolation ab Mittwoch +++

Für Corona-Infizierte entfällt in Bayern von Mittwoch (16.11.) an die Isolationspflicht,  stattdessen gelten verpflichtende Schutzmaßnahmen für positiv Getestete. Auch die bayerischen Schulen sind von dieser neuen Regelung nicht ausgenommen. Es gelte der Grundsatz: "Wer krank ist, geht nicht in die Schule", hieß es unisono aus dem Gesundheits- und dem Kultusministerium.

"Wenn ein Kind an Corona erkrankt ist, bleibt es sinnhafterweise zu Hause", sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nach der Kabinettssitzung am Dienstag. Auch bei einem positiven Corona-Test sei es sinnvoll, einige Tage zu Hause zu bleiben. Wenn die Eltern aber darauf bestünden, ihr Kind trotz positivem Corona-Test in die Schule zu schicken, müsse es dort entsprechend der neuen Maßnahmen über die Dauer der Infektion eine Maske tragen. Auch außerhalb der Schulen müssen Infizierte, die sich nicht mehr in Isolation begeben wollen, eine Maske tragen.

Vertreter der bayerischen Lehrerverbände hatten im Vorfeld der Sitzung klare und umsetzbare Regeln gefordert, "die einen sicheren Unterrichtsbetrieb in Präsenz für alle Beteiligten ermöglichen". Die Maßnahmen in Schulen dürften sich dabei aber nicht zu weit von den sonst geltenden Regeln unterscheiden, da es sonst zu Akzeptanzproblemen kommen könnte. Zudem müssten die Verantwortlichen in Wissenschaft und Politik klar definieren, was "krank" oder "ansteckend" bedeute.

Bislang müssen positiv Getestete für fünf bis zehn Tage in die Isolation – je nachdem, ob und wie lange sie Symptome haben.

+++ Bundesärztekammer: Ende der Corona-Isolationspflicht vertretbar +++

Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt hat die von vier Bundesländern angekündigte Aufhebung der Isolationspflicht für Corona-Infizierte begrüßt. Angesichts der zurückgehenden Infektionszahlen und überwiegend milden Krankheitsverläufen sei der Schritt medizinisch vertretbar, sagte er der "Rheinischen Post" (Dienstag). Das zeigten auch Erfahrungen anderer europäischer Länder, die diesen Schritt bereits gegangen seien. "Isolationspflichten sind weitreichende freiheitseinschränkende Maßnahmen, die zum jetzigen Zeitpunkt unverhältnismäßig sind."

Reinhardt zufolge wäre es wünschenswert, wenn sich die Länder auf ein bundesweit einheitliches Vorgehen einigen. "Es dürfte schwierig werden, die Menschen in einem Bundesland anzuhalten, sich auch bei symptomfreien Verläufen an strikte Isolationsvorgaben zu halten, wenn im Nachbarbundesland in gleich gelagerten Fällen keine Beschränkungen gelten", sagte er. 

Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein hatten am Freitag angekündigt, die generelle Isolationspflicht für positiv getestete Menschen aufzuheben. In Bayern soll die Isolationspflicht ab Mittwoch, 16. November aufgehoben werden. 


Corona-News vom 14.11.2022

+++ Söder will über Abschaffung der Maskenpflicht im Nahverkehr reden ++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine Lockerung der Maskenpflicht zum Schutz vor Corona-Infektionen im öffentlichen Nahverkehr ins Spiel gebracht. "Wir werden bei gleichbleibender Infektionslage über die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr nachdenken", kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Münchner Merkur (Dienstag) mit Bezug auf Bayern an.

"Im Dezember, spätestens im Januar, könnte die obligatorische Maskenpflicht bei gleichbleibender Lage in eine freiwillige Empfehlung umgewandelt werden", sagte Söder der Zeitung. Angesichts sinkender Zahlen sei eine generelle Vorgabe "bald nicht mehr angemessen".

Die aktuelle Fassung der bayerischen Infektionsschutzverordnung, die eine Maskenpflicht vorsieht, gilt noch bis 9. Dezember. Zuerst hatte Schleswig-Holstein einen Vorstoß unternommen, die Maskenpflicht zu kippen, war damit aber zunächst auf ein geteiltes Echo gestoßen.

Corona-News vom 11.11.2022

+++ Corona-Zahlen in Bayern sinken langsamer +++

Die Corona-Zahlen in Bayern sind weiter rückläufig, sinken aber langsamer. Am Freitagmorgen meldete das Robert Koch-Institut eine Inzidenz von 180,4 für den Freistaat. Das ist ein Rückgang um 13 Prozent im Vergleich zum Freitag der vergangenen Woche. Binnen zwei Wochen ist es mehr als eine Halbierung.

In den letzten Tagen hatte es in den vom RKI gemeldeten Inzidenzwerten für Bayern Schwankungen gegeben. Dabei dürfte allerdings der Feiertag in der vergangenen Woche eine große Rolle gespielt haben. In den aktuellen Zahlen ist nun nicht mehr von einem größeren Einfluss auszugehen.

Experten gehen allerdings seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Auch in den bayerischen Krankenhäusern zeigt sich ein rückläufiger Trend, der allerdings an Dynamik verliert. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldete 956 hospitalisierte Fälle mit oder wegen Corona binnen sieben Tagen in Bayern, das waren 12 Prozent weniger als vor einer Woche. Auch die Bettenbelegung mit Covid-Patienten auf den Intensivstationen ging zurück. Stand Donnerstag lag sie bei 183 Personen, das ist ein Minus von 17,6 Prozent.

Inzwischen melden auch wieder mehr Intensivstationen regulären als eingeschränkten Betrieb. Stand Donnerstag lag das vom Intensivregister gemeldete Verhältnis bei 69 zu 68. Weitere 39 meldeten teilweise eingeschränkten Betrieb. Vor drei Wochen hatten zeitweise mehr als 90 Intensivstationen eingeschränkten und weniger als 50 regulären Betrieb gemeldet.

Corona-News vom 08.11.2022

+++ Rechtmäßigkeit früher Corona-Schutzverordnungen auf dem Prüfstand +++

Das Bundesverwaltungsgericht verhandelt am Mittwoch über die Rechtmäßigkeit früher Corona-Schutzverordnungen aus dem Jahr 2020, die in Sachsen und Bayern erlassen worden waren. Die Kläger wollen festgestellt haben, dass die Regelungen unwirksam gewesen sind. (Az.: BVerwG 3 CN 1.21 u.a.)

Bei der sächsischen Verordnung geht es um Kontaktbeschränkungen sowie die Schließung von Sportstätten und Gastronomiebetrieben. In dem bayerischen Fall werden die damaligen Ausgangsbeschränkungen als unzulässig kritisiert, wie das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mitteilte.

In der Vorinstanz hatte das sächsische Oberverwaltungsgericht die Maßnahmen als verhältnismäßig eingestuft. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte dagegen festgestellt, dass die Ausgangsbeschränkungen zu strikt und damit unverhältnismäßig gewesen seien. Wann das Bundesverwaltungsgericht seine Entscheidung trifft, war zunächst offen.


Corona-News vom 07.11.2022

+++ Fußball-WM: Virologe Streeck rechnet mit mehr Infektionen +++

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck rechnet mit einem Anstieg von Infektionserkrankungen, wenn im Winter viele Menschen gemeinsam die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar verfolgen. Zugleich plädiert der Mediziner dafür, Ruhe zu bewahren, sollte es zu anschwellenden Krankheitswellen kommen. Man werde damit umgehen können, sagte er. "Wir können nicht mehr – wie in den vergangenen Jahren – draußen im Freien die Spiele schauen, zum Beispiel beim Public Viewing, sondern werden in Innenräumen sein." Dabei sitze man eng zusammen, die Belüftung sei oft schlecht. Zudem falle die Verlagerung genau in eine Zeit, in der sowieso vermehrt Infektionen zu beobachten seien – nicht nur mit Corona. 


Corona-News vom 05.11.2022

+++ Weniger Impfungen bei Kindern und Jugendlichen als vor Corona +++

Die Ergebnisse des Kinder-und Jugendreport der Krankenkasse DAK - er lag der Deutschen Presse-Agentur vor - zeigen, dass während der Corona-Pandemie weniger Kinder und Jugendliche gegen andere Krankheiten als Covid geimpft worden als davor. Im vergangenen Jahr gab es elf Prozent weniger Impfungen für Kinder und Jugendliche als noch 2019 und damit vor dem Pandemieausbruch. 

Nach Hochrechnungen des Versicherers wurden im vergangenen Jahr rund 680.000 Kinder weniger geimpft als im Vergleichsjahr 2019. "Wir beobachten schon länger einen Rückgang der Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen. In der Corona-Pandemie hat sich dieser negative Trend verstärkt", sagte Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. Angesichts der Impfzahlen gebe es akuten Handlungsbedarf. "Sonst wird die Gesundheit von vielen jungen Menschen plötzlich wieder durch Krankheiten bedroht, die als fast ausgerottet galten." Besonders stark ist der Rückgang laut der Auswertung bei der Vierfach-Impfung gegen Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus und Kinderlähmung. 

+++ RKI registriert 38.859 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 281,7 +++

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 281,7 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 290,1 gelegen (Vorwoche: 436,4; Vormonat: 414,0).  In München wird dieser Wert aktuell mit 122,6 geführt.

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 38.859 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 47.718) und 207 Todesfälle (Vorwoche: 167) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich.


Corona-News vom 04.11.2022

+++ Mediziner: Corona-Pandemie verliert an Kraft +++

Die Corona-Pandemie verliert nach Einschätzung des Freiburger Epidemiologen und Mediziners Hajo Grundmann an Kraft. "Wir müssen uns jetzt nicht mehr so vor Corona in Acht nehmen wie vor 33 Monaten, als es eine Virusinfektion war, gegenüber der die Weltbevölkerung überhaupt keine Immunität aufzuweisen hatte", sagte der Experte der Tageszeitung "Badische Zeitung" (vom Freitag).

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin bilanzierte in seinem jüngsten Wochenbericht, vergangene Woche seien die Sieben-Tage-Inzidenzen in allen Bundesländern und Altersgruppen gesunken. Die rückläufige Entwicklung bei den gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland könnte mit den Herbstferien zusammenhängen und nur vorübergehend sein.

Auf die Frage, ob die Herbstwelle schon vorbei sei, sagte Grundmann der Zeitung: "Davon kann man ausgehen. Sie (die Herbstwelle) hatte ihren Höhepunkt in der ersten und zweiten Oktoberwoche." Seitdem seien die Fallzahlen gesunken. "Wir sind aus dem Gröbsten raus", fügte der Mediziner hinzu.


Corona-News vom 03.11.2022

+++ Organspende auch mit Corona-Infektion möglich – keine Übertragung +++

 Weil eine Übertragung bei sorgfältiger Auswahl nahezu ausgeschlossen ist, dürfen inzwischen auch die Organe von corona-positiven Spendern transplantiert werden. Seit das möglich ist, gab es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bis Ende Oktober 39 Sars-CoV-2 positive Spender in Deutschland. Ihnen wurden 114 Organe entnommen und in 113 Empfänger transplantiert, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) anlässlich ihres Jahreskongresses in Frankfurt berichtete. "Es ist dabei nicht zu einer einzigen Übertragung einer Sars-CoV-2-Infektion vom Spender auf den Empfänger gekommen", sagte DSO-Vorstand Axel Rahmel der dpa.

Die Corona-Pandemie hatte die Organspende in Deutschland erschwert: Nach einer Organtransplantation wird die Immunabwehr heruntergefahren, daher sollte unbedingt verhindert werden, dass es zu einer Übertragung des Virus vom Spender auf den Empfänger kommt. Corona-Positive, Kontaktpersonen von Infizieren und Rückkehrer aus Risikogebieten wurden von einer Organspende ausgeschlossen.


Corona-News vom 02.11.2022

+++ Lauterbach: Kita-Schließungen waren nicht nötig +++

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich zum Für und Wider von Kita-Schließungen in den ersten Corona-Wellen geäußert. "Das Schließen von Kitas ist definitiv medizinisch nicht angemessen und wäre auch in dem Umfang, wie wir es damals gemacht haben, nach heutigem Wissen nicht nötig gewesen", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin. "Es wird keine Schließungen dieser Art mehr geben."

Lauterbach positionierte sich anlässlich der Veröffentlichung des Abschlussberichts der "Corona-Kita-Studie" gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne). Paus sagte, laut der Studie trügen die Kinder, die am meisten von frühkindlicher Bildung und Förderung profitieren können, besonders schwer an den Folgen der Corona-Eindämmungsmaßnahmen. Kitas mit vielen Kindern aus sozial benachteiligten Familien hätten jetzt einen fast doppelt so hohen Förderbedarf etwa bei Sprache oder Motorik wie vor der Pandemie. Die von beiden Ministerien finanzierte und vom Deutschen Jugendinstitut und Robert Koch-Institut durchgeführte Kita-Studie lief von Sommer 2020 bis Juni dieses Jahres. 

Die festgestellten Ansteckungszahlen in Kitas folgten der Studie zufolge eher denen in der Gesamtgesellschaft als umgekehrt. Die Inzidenz blieb demnach durchgängig unterhalb der von älteren Kinder und Jugendlichen. Mit Corona infizierte Kinder im Kita-Alter zeigten zumindest bei den ersten Corona-Varianten auch meist wenige oder gar keine Symptome.


Corona-News vom 01.11.2022

+++ Holetschek: Viele Kliniken "vor dem Knock-out" +++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) warnt vor einem Kollaps vieler Einrichtungen. "Viele Kliniken und Gesundheitseinrichtungen unseres Landes stehen vor dem Knock-out", sagte er laut Mitteilung vom Dienstag in München. "Inflation und Energie-Krise sorgen für Kostenexplosionen, die letztlich die Versorgung der Menschen gefährden."

In einem gemeinsam Appell mit der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, den Sana Kliniken, den bayerischen Landkreisen und dem Bayerischen Städtetag forderte Holetschek die Bundesregierung auf, für eine stabile und langfristig gesicherte Finanzierung von Einrichtungen des Gesundheitswesens zu sorgen.

"So gut wie alle Einrichtungen des Gesundheitswesens sind von den hohen Energie- und Sachkosten, den Pandemie-Folgen sowie von Personalproblemen teils schwer getroffen", sagte Holetschek. "Die Lage ist wirklich ernst und erfordert rasches und entschlossenes Handeln."

Der Vizepräsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Thomas Lemke, warnte: "Die Krankenhäuser stehen vor dem wirtschaftlichen Kollaps." Schon jetzt gebe es einen "dramatischen Versorgungsengpass".


Zum Zwecke der Übersichtlichkeit und besserer Ladezeiten unseres Newsblogs haben wir alte Beiträge ab dieser Stelle gelöscht. Der erste Eintrag stammt vom 01. November.

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