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Coronavirus-News: Münchner Impfzentrum wird wieder ausgebaut

Das Coronavirus beschäftigt München, Bayern und Deutschland weiterhin. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.
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Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, sorgt in München, Bayern und Deutschland seit Monaten für teils drastische Maßnahmen. In unserem Newsblog informieren wir Sie über die aktuellen Corona-Entwicklungen in München und Bayern.


Corona-News vom 02.12.2021

+++ Münchner Impfzentrum wird wieder ausgebaut +++

Nachdem im Oktober die Impfkapazitäten in ganz Bayern um 75 Prozent reduziert wurden, ist auch das Münchner Impfzentrum in Riem kleiner geworden. Im Zuge der aktuellen Corona-Welle soll dieses nun schnellstmöglich wieder ausgebaut werden. Bis Januar soll die gesamte Halle C4 wieder als Impfzentrum genutzt werden können und auch die ursprüngliche Personalstärke von 70 Impfteams hergestellt sein – aktuell stehen nur zehn stationäre Teams zur Verfügung. Das Impfzentrum Riem ist dringend auf der Suche nach medizinischen Assistenz- und Verwaltungskräften.

+++ Unionsländer schlagen Böllerverbot vor +++

Die unionsgeführten Länder und das Grün geführte Baden-Württemberg schlagen für dieses Jahr ein generelles Verkaufsverbot für Pyrotechnik vor Silvester vor. Das geht aus einer vorläufigen Beschlussvorlage mit Ergänzungen der sogenannten B-Länder für die Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise am Donnerstag hervor. "Darüber hinaus gilt ein Feuerwerksverbot auf durch die Kommunen zu definierenden publikumsträchtigen Plätzen", heißt es in dem Arbeitspapier.

Dabei handelt es sich noch nicht um Beschlüsse aus den Bund-Länder-Gesprächen über ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegen Corona. Die Vorlage ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur noch nicht mit den SPD-geführten Ländern abgestimmt.

Laut Vorschlag der unionsgeführten Länder und Baden-Württembergs soll am Silvester- und am Neujahrstag bundesweit ein An- und Versammlungsverbot umgesetzt werden. Neben dem geforderten Verkaufsverbot für Pyrotechnik wird "vom Zünden von Silvesterfeuerwerk generell dringend abgeraten, auch vor dem Hintergrund der hohen Verletzungsgefahr und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems".

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+++ Kreise: Auch Apotheker sollen künftig impfen dürfen +++

Um die Impfkampagne in Deutschland zu beschleunigen, sollen künftig auch Apotheker und Zahnärzte gegen das Coronavirus impfen dürfen. Darauf einigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Eine Einigung auf das gesamte Beschlusspapier mit weiteren Punkten stand allerdings noch aus.

+++ 21 Covid-Patienten sollen in dieser Woche verlegt werden +++

In dieser Woche sollen nach derzeitigem Stand insgesamt 21 Covid-Intensivpatienten aus Bayern in andere Bundesländer verlegt werden. Das sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Donnerstag auf Anfrage. Zwei Patienten wurden demnach am Mittwoch bereits verlegt, 17 weitere sollten am Donnerstag und Freitag folgen, bei zweien waren die Einzelheiten noch nicht geklärt. Zu einem Großteil erfolgen die Verlegungen auf dem Luftweg. Grund ist die Überlastung vieler bayerischer Intensivstationen. Die Planungen können sich jedoch kurzfristig ändern - ein maßgeblicher Faktor ist der Zustand der Patienten.

+++ Impfpflicht ab 12 Jahren? Söder will darüber diskutieren +++

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will über eine Impfpflicht bei Kindern ab zwölf Jahren sprechen. "Das muss man diskutieren", sagte er im Bayerischen Rundfunk. "Generell wäre es natürlich gut, wenn die Impfpflicht zumindest bei denen, bei denen der Impfstoff schon erprobt ist - ab zwölf - auch stattfinden würde." Das würde schnell gehen und die Schulen "absolut sicher machen". Zudem sei sein Gefühl bei den jungen Leuten: "Die wollen auch geimpft werden, weil sie sagen: "Dann habe ich Freiheit"."

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+++ Corona-Inzidenz in Bayern sinkt weiter +++

Die Corona Inzidenz in Bayern sinkt weiter. Am Donnerstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut für den Freistaat eine Inzidenz von 571,6 (Stand 3.24 Uhr). Das ist ein Rückgang um 17,7 im Vergleich zum Mittwoch. Bundesweit hat Bayern damit die fünfthöchste Inzidenz. Deutscher Durchschnitt sind 439,2.

Laut RKI stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona um 87. Insgesamt sind es seit Beginn der Pandemie in Bayern 17.739.

Die höchste Inzidenz in Bayern wies am Donnerstag der Landkreis Freyung-Grafenau mit 1.148,6 auf. Auch Weilheim-Schongau und Rottal-Inn lagen über der Schwelle von 1.000 ab der verschärfte Maßnahmen starten. Die niedrigste Inzidenz in Bayern meldete das RKI für den Landkreis Kulmbach mit 253,4.

+++ LMU-Statistik: Überdurchschnittliche Corona-Todeszahlen in Bayern +++

In Bayern und anderen Bundesländern mit niedriger Impfquote sterben derzeit im Verhältnis erheblich mehr Menschen an und mit Corona als im besser durchgeimpften Norden Deutschlands. Das geht aus statistischen Analysen der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität hervor. Grundlage sind die offiziellen Daten des Robert Koch-Instituts und der Gesundheitsbehörden.

In Bayern sind demnach im Verhältnis zur Bevölkerung in sieben Tagen (Stand 1.12.) mehr als dreimal so viele Corona-Patienten gestorben wie in Bremen, dem Land mit der höchsten Impfquote. So gab es im Freistaat 3,9 Todesfälle pro 100.000 Einwohner, in Bremen 1,18. Nachzulesen ist das auf den "Corona Maps" des Instituts für Statistik an der LMU. Die meisten Toten im Verhältnis zur Bevölkerungszahl zu beklagen haben Thüringen (7,88) und Sachsen (6,75), Bayern folgte am Mittwoch auf Platz drei. Die Zahlenverhältnisse differieren von Tag zu Tag etwas.

Bayern hat in sieben Tagen 512 Corona-Todesfälle gemeldet, in absoluten Zahlen mehr als jedes andere Bundesland. Unterdurchschnittlich ist die Zahl der Corona-Toten dagegen in Hamburg oder in Niedersachsen, wo sehr viele Menschen gegen Corona geimpft sind. Bundesweit am besten steht Schleswig-Holstein mit lediglich 0,82 Toten pro 100.000 Einwohner da.


Corona-News vom 01.12.2021

+++ Söder: Verstöße gegen etwaige Impfpflicht müssten bestraft werden +++

Bayerns Ministerpräsident Söder erklärt, dass Verstöße gegen eine mögliche Impfpflicht mit empfindlichen Geldstrafen geahndet werden müssten. In Wiederholungsfällen könnten diese dann auch steigen, betonte er am Mittwoch bei der Eröffnung einer neuen Impfstelle in Nürnberg.

Er zeigte sich außerdem zufrieden, dass die Infektionszahlen in Bayern langsam sinken. In Bayern sind bereits zahlreiche Maßnahmen in Kraft, die auf der Bundesebene erst noch beschlossen werden sollen: "Wir tun, was wir tun müssen, um das Land und die Menschen zu schützen", sagte der Ministerpräsident.

+++ Was bei der morgigen MPK beschlossen werden könnte +++

Konkrete Beschlüsse gab es beim gestrigen Treffen von Noch-Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Bald-Kanzler Olaf Scholz (SPD) und den Ministerpräsidenten der Bundesländer nicht. Danach ließ aber unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) durchklingen, in welchen Punkten man sich bereits (weitestgehend) einig sei. Diese Beschlüsse könnte bei der MPK am Donnerstag endgültig gefasst werden:

Für Ungeimpfte soll es weitgehende Kontaktbeschränkungen geben, unter anderem sind fünf Personen aus zwei Haushalten im Gespräch. Bei Großveranstaltungen, wie beispielsweise Fußballspielen, sind starke Einschränkungen in Sachen Besucherzahl geplant. Söder plant in Bayern sogar Geisterspiele, also gänzlich ohne Zuschauer.

Zudem ist eine bundesweite 2G-Regelung im Einzelhandel im Gespräch – die Geschäfte des täglichen Bedarfs bleiben davon allerdings ausgeschlossen. Zudem plädieren zumindest einige Bundesländer für eine 2G-Regel bei der Außengastronomie – auch diese möchte Söder in Bayern einführen. In München gilt sie bereits.

+++ Zahl der Impfungen in Bayern weiter gestiegen +++

Die Zahl der Impfungen in Bayern ist in den vergangenen Tagen weiter gestiegen. Allein am Dienstag seien im Freistaat fast 150.000 Impfungen verabreicht worden, teilte das Gesundheitsministerium in München am Mittwoch auf Anfrage mit. Eine Woche zuvor waren es knapp 128.000.

Auch im Wochenvergleich stieg die Zahl der Impfungen deutlich – von rund 499.000 zwischen 15. und 21. November auf fast 792.000 in der vergangenen Woche. Seit dem Start der Corona-Impfkampagne habe es nur fünf Wochen mit höheren Werten gegeben, sagte ein Ministeriumssprecherin.

+++ Erste Corona-Hotspots in Bayern lockern wieder +++

Die ersten beiden bayerischen Landkreise dürfen die wegen Inzidenzen von mehr als 1.000 verhängten verschärften Corona-Regeln wieder lockern. Ostallgäu und Deggendorf lagen am Mittwoch den jeweils fünften Tag am Stück wieder unter der Schwelle. Damit fallen dort die zusätzlichen Beschränkungen ab Donnerstag weg.

Dann ist in den beiden Landkreisen unter anderem der Zutritt zu Sportstätten, Kulturbereich, Bädern und Fitnessstudios für Geimpfte oder Genesene jeweils mit Test (2G+) wieder erlaubt. Mit 2G können Gastronomie und Beherbergungsbetriebe wieder besucht werden, zudem Einrichtungen der Aus- Fort- und Weiterbildung, Fahrschulen und körpernahe Dienstleistungen. Im Handel können wieder mehr Kunden in die Geschäfte.

+++ Landkreis Miesbach richtet Leichensammelstelle ein +++

Angesichts der angespannten Lage in den Krankenhäusern richtet der Landkreis Miesbach vorsorglich eine Leichensammelstelle ein. "Es ist eine Vorsichtsmaßnahme", sagte eine Sprecherin des Landratsamts am Mittwoch. Es gehe darum, Leichen zu kühlen, bevor sie bestattet werden könnten. Der Ort werde in diesen Tagen eingerichtet.

Derartige Vorbereitungen habe es unter dem Eindruck von Bergamo bereits in der Vergangenheit gegeben, sagte die Sprecherin. Der Katastrophenschutz treffe nun erneut erste Vorbereitungen – obwohl die Zahlen der Neuinfektionen in der vergangenen Woche im Vergleich zu den Vorwochen zurückgegangen seien. Es könne aber keine Entwarnung gegeben werden, man rechne wieder mit steigenden Zahlen.

+++ Zahl der Intensivpatienten weiter gestiegen +++

Die Zahl der Covid-Schwerstkranken auf Bayerns überlasteten Intensivstationen ist trotz Verlegungen in andere Bundesländer weiter gestiegen. Am Mittwoch meldete das bundesweite Intensivregister 1.065 Corona-Intensivpatientinnen und -patienten, das waren knapp 60 mehr als eine Woche zuvor. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Experte: Vielleicht einige Hundert Omikron-Fälle in Deutschland +++

Nach ersten Nachweisen der Omikron-Variante in Deutschland gehen Experten von einem bereits darüber hinausgehenden Vorkommen aus. Der Zeitraum, in dem Reisende das Virus bereits international verbreiteten, betrage sicher Wochen, teilte Oliver Keppler, Vorstand am Max von Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München der Nachrichtenagentur dpa mit. "Einige Hundert Fälle können es in Deutschland vielleicht sein."

Die aktuellen Infektionszahlen könne man nicht mit Omikron in Verbindung bringen, das sei die Delta-Welle, betonte Keppler auch. Er halte eine größere unentdeckte Omikron-Verbreitung in Deutschland für unwahrscheinlich.

+++ Experte warnt vor Corona-Panikmache: "Unsensibel und rücksichtslos" +++

Nach Experteneinschätzung sollte der Begriff der Triage im Zusammenhang mit der derzeitigen Corona-Welle nicht "leichtfertig" verwendet werden. Er wolle die aktuelle Not in den Krankenhäusern nicht relativieren, sagte der Leiter des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth, Prof. Eckhard Nagel, der Deutschen Presse-Agentur. "Dass wir jetzt in einer Situation sind mit weiter steigenden Patientenzahlen ist natürlich mit Sorge zu betrachten. Aber hier davon zu sprechen, dass Patienten Angst haben müssten, gar nicht mehr behandelt zu werden, halte ich für unsensibel und rücksichtslos."

Prof. Eckhard Nagel, Leiter des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth.
Prof. Eckhard Nagel, Leiter des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth. © Privat/dpa/Archivbild

Weiter sagte Nagel: "Ich will nichts schönreden, es ist problematisch. Aber ich weiß nicht, wie diese Panikmache helfen soll, mit der Pandemie besser umzugehen. Hier bin ich wirklich empört über die Art und Weise, wie die Diskussion geführt wird." Um den akuten Pflegenotstand auf den Intensivstationen zu beheben, empfahl er eine Verdopplung des Gehalts - damit könne man nicht nur das derzeitige Personal halten, sondern auch ehemalige Pflegekräfte zur Rückkehr bewegen.

+++ RKI meldet 67.186 neue Corona-Infektionen an einem Tag +++

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist zum zweiten Mal in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 442,9 an. Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden, am Dienstag hatte der Wert leicht darunter bei 452,2 gelegen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 404,5 gelegen (Vormonat: 118,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 67.186 Corona-Neuinfektionen.


Corona-News vom 30.11.2021

+++ Klinikum Rosenheim: Hilferuf in Rot aus der Intensivstation +++

Aus dem Klinikum Rosenheim sendet die Belegschaft einen Hilferuf in Rot: Die Pflegekräfte von zwei Intensivstationen des RoMed Klinikums Rosenheim schalteten am Dienstagabend die LED-Lampen auf rotes Licht - wie seit Tagen beim Schichtwechsel am frühen Abend. Mehrere Medien hatten über die Aktion berichtet.

Die individuell in unterschiedlichen Farben einstellbaren LED-Lichtleisten in den Patientenzimmern der Intensivstationen seien eigentlich zur Therapieunterstützung und Raumgestaltung gedacht, teilte das RoMed Klinikum mit. Aufgrund der prekären und angespannten Situation in den Kliniken wolle das Intensiv-Team damit ein Zeichen setzen und habe deshalb abends in allen Zimmern die Lampen auf die Alarmfarbe gestellt.

"Das ist ein Hilferuf nach außen. Die Kliniken sind an der absoluten Belastungsgrenze und es werden dringend Pflegekräfte und Intensivärzte gebraucht, die uns unterstützen", sagte der kaufmännische Leiter des Klinikums, Max von Holleben, laut Mitteilung.

+++ Leipzigs OB für harten Lockdown in Sachsen, Thüringen und Bayern +++

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung spricht sich für einen harten Lockdown in Sachsen, Thüringen, Bayern und angrenzenden Gebieten aus. "Keine Veranstaltungen, kein Einzelhandel – außer für Waren des täglichen Bedarfs, keine Gastronomie", sagte der SPD-Politiker in einem Interview der "Leipziger Volkszeitung". Das öffentliche und wirtschaftliche Leben müsse bis Anfang des neuen Jahres auf ein Mindestmaß zurückgefahren, Kontakte müssten drastisch reduziert werden, um die Infektionsketten zu durchbrechen.

+++ Omikron-Variante: Vierter Fall in München bestätigt +++

In München ist ein vierter Fall der neuen besorgniserregenden Omikron-Variante des Coronavirus mittels Genom-Sequenzierung bestätigt worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag in Erlangen mit. Es handele sich um eine von zwei positiv getesteten Personen, die am vergangenen Freitag aus dem südafrikanischen Kapstadt in München angekommen seien.

Derzeit besteht zudem noch bei 15 weiteren Personen ein starker Verdacht auf eine Infektion mit der Omikron-Variante. Diese seien aber noch nicht durch eine Genom-Sequenzierung nachgewiesen. Sollten sie sich bestätigen, gäbe es 19 Omikron-Nachweise in Bayern. Bei den 15 Betroffenen handelte es sich um Flugreisende, die am Sonntag aus Kapstadt in München angekommen und positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden waren. Bei diesen Reisenden deuteten die Ergebnisse der variantenspezifischen PCR-Untersuchung in Verbindung mit der Reiseanamnese darauf hin, dass sie sich mit der Omikron-Variante infiziert haben könnten.

Am Montag waren bereits drei Fälle der Coronavirus-Variante Omikron durch eine Genom-Sequenzierung bestätigt worden, auch diese Betroffenen waren aus Südafrika eingereist. Sowohl diesen Infizierten wie auch den 15 Reisenden mit starkem Verdacht auf Omikron gehe es den dem LGL vorliegenden Informationen nach den Umständen entsprechend gut, schwere Krankheitsverläufe würden bisher nicht beobachtet, hieß es.

+++ CSU-Landesgruppe verlegt Winterklausur +++

Die CSU im Bundestag wird ihre Klausur erneut vom oberbayerischen Kloster Seeon nach Berlin verlegen. Das sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt dem "Münchner Merkur". Dobrindt verhänge zudem strenge Hygiene-Vorgaben: Wer am 6. und 7. Januar physisch teilnehme, müsse geimpft oder genesen und frisch getestet sein (2G plus).

Schon im Januar waren die Abgeordneten in ein größeres Areal nach Berlin ausgewichen, eine Seeon-Klausur wurde im Juli nachgeholt. Diesmal wird das Treffen mit Neugier erwartet, denn es ist die erste Klausur als Opposition nach der Bundestagswahl. Die Jahresauftakt-Klausur sei "der Startschuss für das Projekt 'Aufbruch 22'", sagte Dobrindt der Zeitung. "Die Union in Deutschland muss ihren politischen Führungsanspruch neu definieren und als konstruktiv-kritische Herausforderer der links-gelben Regierung wahrnehmbar sein."

+++ Privatkliniken müssen Covid-Patienten aufnehmen +++

Weil die Infektionszahlen weiter hoch sind und die Lage in den Krankenhäusern mehr als angespannt ist, hat die Regierung von Oberbayern neun weitere Privatkliniken angewiesen, aufschiebbare Behandlungen zu unterlassen. Stattdessen müssen diese Krankenhäuser, die bislang keine oder nur wenige Covid-Patienten versorgt haben, nun ebenfall Kapazitäten für Corona-Infizierte und Notfallpatienten schaffen, deren Behandlung nicht aufgeschoben werden kann.

Bereits Mitte November hatte die Regierung von Oberbayern erste Kliniken angewiesen. Nun kommen hinzu: Wolfartklinik in Gräfelfing, die Kliniken in München Clinic Dr. Decker, Klinik Josephinum, Dr. Lubos Kliniken Bogenhausen, Maria-Theresia-Klinik, Krankenhaus für Naturheilweisen München-Harlaching, Paracelsus-Klinik München, Sana Klinik München, Schön Klinik München Harlaching.
Medizinisch dringliche Operationen wie zeitkritische Herz- oder Tumor-Operationen sind von der Anordnung nicht erfasst.  

+++ Söder: 2G künftig auch in Handel und Außengastro +++

Die Staatsregierung will die Corona-Auflagen insbesondere für Ungeimpfte weiter verschärfen. Auch im Handel und in der Außengastronomie solle künftig die 2G-Regel gelten, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach den Beratungen von Bund und Ländern an. "Was dazukommen wird - was für Bayern dann ein Plus wäre - das sind weitere Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich und 2G im Handel", sagte der CSU-Chef. "Das ist der Wunsch der Mehrheit der Länder." 2G bedeutet, dass nur Geimpfte und/oder Genesene Zutritt zu haben, ausgenommen ist der tägliche Bedarf.

Darüber hinaus sollen Ungeimpfte in Bayern auch an der frischen Luft in der Gastronomie nichts mehr bestellen dürfen. "Wir werden von bayerischer Seite aus noch nachjustieren, um bestimmte Bereiche der Außengastro ebenso auf 2G umzustellen, wie das im Innengastro-Bereich der Fall ist", sagte Söder am Dienstagnachmittag. Es soll demnach keine Ausweichbewegungen und Ersatzmöglichkeiten zu Weihnachtsmärkten geben, wie Söder formulierte.

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+++ Söder fordert Geisterspiele bis Jahresende +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat gefordert, dass es bis zum Jahresende wieder Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga geben soll. "Wenn Weihnachtsmärkte zu sind, ist es nicht stimmig, volle Stadien zu haben", sagte der CSU-Politiker am Dienstag bei einem Statement nach einer Telefonkonferenz von Bund und Ländern mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz (SPD).

"Wir wollen folgendes vorschlagen: Bis Jahresende sollte man ohne Zuschauer auf jeden Fall bei den Profi-Ligen auskommen", sagte Söder. "Wir versuchen, das nochmal deutschlandweit umzusetzen, wir würden aber in Bayern da an der Stelle auch einen Alleingang machen." Dann könne man schauen, wie sich die Inzidenzzahlen entwickeln würden.

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+++ Bund und Länder planen zusätzliche Corona-Maßnahmen +++

Bund und Länder planen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie härtere Maßnahmen wie zusätzliche Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Details sollen bis Donnerstag ausgearbeitet werden, um dann zu gemeinsamen Beschlüssen zu kommen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag mitteilte.

Unter anderem wollen Bund und Länder demnach auch über eine Ausweitung der 2G-Regel auf den Einzelhandel und Einschränkungen bei Großveranstaltungen entscheiden. Zusätzlich zu einer Impfpflicht für bestimmte Einrichtungen rückt auch eine allgemeine Impfpflicht näher. Es solle "eine zeitnahe Entscheidung" darüber vorbereitet werden, hieß es nach einer Bund-Länder-Schaltkonferenz.

+++ Bleibt der heutige Corona-Gipfel ergebnislos? +++

Seit 13 Uhr tagen Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bald-Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Bundesländer und diskutieren über den zukünftigen Corona-Kurs.

Doch große Ergebnisse sind am Ende der Sitzung möglicherweise gar nicht zu erwarten. "Beschlüsse sind für heute nicht geplant. Das war die Vorbedingung für das Treffen", sagte der geschäftsführende Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) am Dienstagmorgen im "RTL/ntv Frühstart". Demnach handle es sich bei dem Gipfel vielmehr um "ein rein informelles Treffen".

Helge Braun.
Helge Braun. © Arne Dedert/dpa

Auf die Nachfrage, warum man das Treffen nicht trotzdem nutze, um eine gemeinsame Linie festzulegen, sagte Braun: "Ich kann nur wiedergeben, dass man vorab vereinbart hat, sich informell zu treffen. Aber ich fordere seit Tagen eine formelle Ministerpräsidentenkonferenz, und dass wir eine Notbremse vereinbaren."

+++ Dringlichkeitsantrag: Bayerns Grüne fordern 2G auch im Handel +++

"Jeder Tag, der jetzt noch abgewartet wird, zieht schreckliche Folgen nach sich", schreiben die bayerischen Grünen in der Begründung ihres Dringlichkeitsantrags im Landtag und präsentieren einen umfangreichen Maßnahmen-Katalog. Angesichts der "katastrophalen Corona-Lage" möge der Landtag beschließen, dass die Staatsregierung aufgefordert wird, unter anderem 2G im Einzelhandel (mit Ausnahme der Grundversorgung) - sowie 2Gplus im touristischen Beherbergungswesen, in der Gastronomie (auch im Außenbereich) und bei körpernahen Dienstleistungen einzuführen. 2G bedeutet, dass nur Geimpfte und/oder Genesene Zutritt haben, 2G plus heißt geimpft oder genesen und zusätzlich getestet.

Um die aktuelle vierte Welle in den Schulen zu stoppen, sollen nach den Vorstellungen der Grünen die Weihnachtsferien verlängert werden - und gehen dauern daher vom 20.12.2021 bis 07.01.2022. Nach den Weihnachtsferien sollen die Schüler und das schulische Personal mit einem kostenlosen negativen PCR-Test starten.

+++ Aiwanger will Testpflicht für geimpfte Schüler +++

Der Parteichef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, will angesichts der hohen Infektionszahlen in Bayern Testlücken in Schulen schließen. Bereits geimpfte Schüler müssten sich derzeit nicht zwingend dem strikten Testregime unterziehen, das in den Schulen gelte – drei Mal wöchentliche Schnelltests für weiterführende Schulen und zwei Mal wöchentliche PCR-Pooltests in Grundschulen. Sie könnten aber als Geimpfte dennoch infiziert sein und das Virus auch weitergeben.

"Wenn wir wegen der Corona-Pandemie schon vorgezogene Ferien diskutieren und die Schüler mit Maske im Klassenzimmer sitzen, ist es auch dringend nötig, alle Schüler zu testen, auch die Geimpften", sagte Aiwanger am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

+++ Stadt sucht Fachkräfte fürs Impfzentrum +++

Die Stadt ist auf der Suche nach Personal fürs Impfzentrum in Riem. Auch auf Twitter hat die Verwaltung eine Stellenausschreibung veröffentlicht, gesucht werden "medizinische Assistenzkräfte". In den kommenden Tagen fährt die Stadt das Impfzentrum weiter hoch, dann soll wieder an sieben Tagen in der Woche geimpft werden.

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+++ Nach Urteil: Söder fordert neue "Bundesnotbremse" +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert nach dem Karlsruher Urteil zur Corona-Politik nun dringend eine neue "Bundesnotbremse". "Bestätigung auf ganzer Linie", schrieb der CSU-Vorsitzende am Dienstag auf Twitter.

Das Bundesverfassungsgericht habe alle zentralen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung für rechtens erklärt. Auch alle bayerischen Regelungen seien demnach im Einklang mit den Grundrechten gewesen. "Damit sind alle widerlegt, die versucht haben, ein anderes Bild zu zeichnen", betonte Söder und forderte: "Das ist die Grundlage für eine neue Bundesnotbremse. Wir müssen jetzt schnell handeln."

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+++ Notbremse in der dritten Corona-Welle war zulässig +++

Der Bund durfte in der dritten Pandemie-Welle im Frühjahr über die sogenannte Corona-Notbremse Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verhängen. Die Maßnahmen hätten in erheblicher Weise in verschiedene Grundrechte eingegriffen, seien aber "in der äußersten Gefahrenlage der Pandemie" mit dem Grundgesetz vereinbar gewesen, teilte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Dienstag mit. In einem zweiten Verfahren wiesen die Richterinnen und Richter Klagen von Eltern und Schülern gegen die damals angeordneten Schulschließungen ab. Gleichzeitig erkannten sie erstmals ein "Recht der Kinder und Jugendlichen gegenüber dem Staat auf schulische Bildung" an. (Az. 1 BvR 781/21 u.a.)

Mit den beiden Entscheidungen des Ersten Senats unter Gerichtspräsident Stephan Harbarth bekommt die Politik auch Hinweise für ihren Handlungsspielraum in der aktuellen vierten Welle. Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) wollen sich um 13.00 Uhr mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder zusammenschalten, um im Lichte der Karlsruher Beschlüsse über die Krise zu beraten.

+++ Leichter Rückgang der Corona-Infektionszahlen in Bayern +++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche ist in Bayern weiter rückläufig. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 618,2 (Stand: 3.15 Uhr) an - am Montag war noch ein Wert von 627,6 gemeldet worden. Am Dienstag vergangener Woche lag die Inzidenz bei 644,9. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht diese Entwicklung auch als Folge der verschärften Regeln im Freistaat.

Insgesamt meldete das RKI am Dienstag für den Freistaat 6.789 Neuinfektionen und 99 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. In ganz Deutschland registrierten die Gesundheitsämter dem RKI zufolge binnen eines Tages 45.753 Ansteckungen und 388 Tote. Bundesweit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 452,2.

+++ Kassenärztliche Vereinigung Bayern gegen Impfung in Apotheken +++

Zur Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland sollen aus Sicht der Gesundheitsminister der Länder künftig auch Apotheken und Zahnärzte mit einbezogen werden. Der Bund sei gebeten, die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, hatte der Vorsitzende der Ressortchefs, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, am Montag in München nach einer Schaltkonferenz gesagt.

Gegen Impfungen in der Apotheke stellte sich allerdings die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB). "Acht Millionen Impfungen insgesamt und über 150.000 an einem Wochenende beweisen eindrucksvoll das anhaltend große Engagement der bayerischen Praxen im Kampf gegen die Corona-Pandemie", hieß es in einer Mitteilung der KVB. "Es könnten noch weit mehr sein, wenn die Impfstoffverteilung durch das zuständige Bundgesundheitsministerium endlich in geordneten Bahnen verlaufen würde - also ohne Kontingentierung und kurzfristige Umstellungen bei Impfstoffen. Die Diskussion darüber, ob man auch in Apotheken impfen sollte, ist hingegen überflüssig." Wenn die Praxen und Impfzentren ausreichend Impfstoff erhalten, seien sie in der Lage, die Impfkampagne weiter voranzubringen.


Corona-News vom 29.11.2021

+++ Freie Wähler fordern bezahlte Quarantäne für geimpfte Eltern +++

Eltern von positiv auf Covid-19 getesteten Kindern sowie Lebenspartner von infizierten Personen sollten nach Ansicht des Parlamentarischen Geschäftsführers der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, Fabian Mehring, auch dann isoliert und getestet werden, wenn sie vollständig geimpft sind.

Derzeit müssten diese Personen Urlaub nehmen oder sogar Lohnkürzungen hinnehmen, wenn sie sich sicherheitshalber selbst isolierten, sagte Mehring in München. Diese Fälle häuften sich derzeit. Es sei "absurd", Eltern von positiv getesteten Kindern oder die Lebenspartner von Infizierten vor die Wahl zu stellen, entweder unter Gefährdung ihres Umfelds weiter zu arbeiten, Urlaub oder finanzielle Einbußen in Kauf zu nehmen – gleichsam als "Dank" dafür, dass sie sich haben impfen lassen.

Wie man ausreichend erfahren habe, verschaffe die Impfung keine Sterilität, sodass Geimpfte sich anstecken und das Virus weitergeben könnten, so Mehring.

+++ Münchner Klinikdirektor über Intensivstation: "Kämpfen jeden Morgen um jedes einzelne Bett" +++

In den Münchner Kliniken müssen angesichts der aktuellen Situation in der Corona-Pandemie vermehrt auch Patienten zurückstehen, die nicht an Covid-19 erkrankt sind und sich mit ihrer Krankheit in einem kritischen Stadium sind. "Wir müssen Hirntumor-Operationen immer öfter verschieben, können nur noch die allerdringlichsten Fälle sofort operieren. Wir sind faktisch dazu gezwungen, unsere Patienten für eine OP-Reihenfolge zu sortieren. Unterm Strich betreiben wir also bereits täglich Triage", sagt Professor Dr. Jörg-Christian Tonn (62), im Interview mit dem "Münchner Merkur"

Der 62-Jährige ist Direktor der der Neurochirurgie im LMU Klinikum am Campus Großhadern - und stellt klar, dass auf der Intensivstation  die Betten knapp sind: "Wir kämpfen jeden Morgen um jedes einzelne Bett. Wenn dann noch ein Notfall dazwischenkommt, beispielsweise ein Unfallopfer oder ein Mensch mit einer Hirnblutung eingeliefert wird, dann bricht derzeit unsere Planung wieder wie ein Kartenhaus zusammen."

+++ Gesundheitsminister wollen schnell Kinderimpfungen +++

Die Gesundheitsminister der Länder drücken bei den Corona-Impfungen für Kinder aufs Tempo. In einem einstimmig gefassten Beschluss vom Montag fordern sie die EU-Kommission zu früheren Impfstofflieferungen auf - und bitten die Ständige Impfkommission (Stiko) um eine "sehr zeitnahe" Empfehlung für Kinderimpfungen. In allen Ländern sollen "unverzüglich" Angebote für Kinderimpfungen, etwa besondere Impfstraßen, eingerichtet werden. 

Man begrüße es, dass die europäische Arzneimittelbehörde EMA nun einen Corona-Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige zugelassen habe, sagte Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) am Montag nach einer Schaltkonferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern in München. Nun fordere man die EU-Kommission auf, den Impfstoff schneller zur Verfügung zu stellen als am 20. Dezember - dies ist das bisher genannte Datum. "Wir hoffen, dass das vorgezogen werden kann, damit wir da auch noch schneller mit den Impfungen anfangen können."

+++ Omikron-Fälle in München bestätigt +++

Die drei in Bayern bekanntgewordenen Fälle der neuen Coronavirus-Variante Omikron sind nun auch durch eine Genom-Sequenzierung bestätigt. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Montag in Erlangen mit. Bereits der zuvor vorgenommene VOC-PCR-Test habe eine variantenspezifische Abgrenzung zu anderen Virusvarianten und damit einen zweifelsfreien Nachweis der neuen, im südlichen Afrika aufgetretenen Variante ergeben, wie das LGL mitteilte.

Die Virusvariante wurde bei zwei Personen festgestellt, die am 24. November per Flugzeug aus Südafrika zurückgekommen waren. Die dritte Person saß in einem Flugzeug, das am 26. November aus Kapstadt kommend in München gelandet war.

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+++ Gemeinsame Kabinettssitzung von Bayern und Sachsen fällt aus +++

Eine für diesen Dienstag geplante gemeinsame virtuelle Kabinettssitzung von Bayern und Sachsen fällt aus. Das teilte ein Regierungssprecher am Montagabend in München mit. Ursprünglich war geplant, dass die beiden Landesregierungen gemeinsam über die aktuelle Corona-Lage beraten.

Zu den Gründen für die Absage sagte der Regierungssprecher zunächst nichts. Hintergrund dürfte aber eine Terminkollision sein: Am Dienstagmittag wollen die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über die Corona-Krise beraten.

+++ Ministerpräsidenten beraten mit Merkel und Scholz über Corona-Krise +++

Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder wollen an diesem Dienstag mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem wohl künftigen Kanzler Olaf Scholz (SPD) über die Corona-Krise beraten. Bei der für 13 Uhr angesetzten telefonischen Abstimmung solle die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur sogenannten Bundesnotbremse besprochen werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen.

Die Karlsruher Richter wollen sich am Dienstagmorgen zu Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sowie Schulschließungen unter der Corona-Bundesnotbremse äußern. Die Notbremse musste bundeseinheitlich automatisch gezogen werden, wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz über mehrere Tage die 100 überschritt.

+++ Söder: Unsere Maßnahmen beginnen wohl zu wirken +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht anhand der Inzidenzen im Freistaat eine erste Wirkung der Corona-Maßnahmen. "Wenn sie heute die Inzidenz sehen, dann sehen Sie, dass sie in Deutschland steigt und in Bayern leicht sinkt. Und das ist ein Trend, der sich seit einigen Tagen ergibt", sagte der CSU-Chef am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Daran erkenne man, "dass unsere Maßnahmen wohl beginnen zu wirken".

Bayern habe mit die strengsten Corona-Regeln und in Hotspots sogar einen "harten Lockdown". Man bräuchte jetzt aber für das ganze Land die gleichen strengen Regeln. In Bayern gilt zum Beispiel landesweit eine 2G-Regel für die Gastronomie, Wirtschaften müssen um 22 Uhr schließen. In Hotspots sind Hotels und Gastronomie komplett geschlossen.

+++ Erster Omikron-Fall in Österreich bestätigt +++

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals in Österreich nachgewiesen worden. Das Gesundheitsministerium in Wien bestätigte einen Fall aus Tirol. Laut Tiroler Behörden handelt es sich um eine Person, die nach einer Südafrika-Reise positiv auf Covid-19 getestet wurde. Die Person habe aber keine Krankheitssymptome.

+++ Kabinette von Bayern und Sachsen beraten gemeinsam über Corona-Lage +++

Die Kabinette von Bayern und Sachsen wollen an diesem Dienstag in einer virtuellen Sitzung gemeinsam über die aktuelle Corona-Lage beraten. Das teilte ein Regierungssprecher am Montag in München mit. Im Anschluss wollen die Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und Michael Kretschmer (CDU) über die Ergebnisse der Beratungen informieren – in zeitgleichen Pressekonferenzen, bei denen der jeweils andere Regierungschef virtuell zugeschaltet ist.

+++ Corona-Infektionszahlen in Bayern weiterhin hoch +++

Etwa ein Viertel der bundesweit registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Bayern gemeldet worden. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Montagmorgen 7.179 Neuinfektionen für den Freistaat an (Stand: 3.12 Uhr). In ganz Deutschland meldeten die Gesundheitsämter dem RKI zufolge binnen eines Tages 29.364 Ansteckungen. Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 627,6 - vor einer Woche hatte sie bei 640 gelegen.

Bundesweit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen bei 452,4 - ein Höchstwert seit Pandemie-Beginn. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 73 Todesfälle verzeichnet, 29 davon in Bayern.

+++ Mehring: Verschärfung der Quarantäneregeln für Geimpfte +++

Im Kampf gegen die heftige vierte Corona-Welle fordert der parlamentarische Geschäftsführer der Freien Wähler im Landtag, Fabian Mehring, dringend eine Verschärfung der Quarantäneregeln für Geimpfte. Da auch Geimpfte unbemerkt das Virus weitergeben könnten, müssten sich auch enge Kontaktpersonen von Infizierten, die geimpft sind, isolieren und testen, sagte Mehring am Montag. Als Beispiele nannte er Lebenspartner von Infizierten oder Eltern Corona-positiver Kinder.

"Impfen schützt sehr gut vor schweren Verläufen. Leider verschafft der Pieks aber keine sterile Immunität, so dass auch Geimpfte sich trotzdem noch anstecken und das Virus weitergeben können - besonders wenn sie engen Kontakt mit Infizierten haben", sagte Mehring. Das müsse sich endlich auch bei der Quarantäne widerspiegeln. "Beispielsweise sollten wir Lebenspartner von Infizierten oder Eltern Corona-positiver Kinder auch dann testen und isolieren, wenn sie vollständig geimpft sind."

Mehring kritisierte zudem: "Dass solche Menschen derzeit Urlaub nehmen oder Lohnkürzungen fürchten müssen, wenn sie sicherheitshalber zuhause bleiben, ist absurd."

+++ Christian Drosten besorgt über Omikron-Variante +++

Die neu entdeckte Omikron-Variante des Coronavirus bereitet der deutschen Politik Sorge. Sie ist mittlerweile in zahlreichen Ländern - auch in Deutschland - aufgetaucht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Variante als "besorgniserregend" eingestuft. Mehrere Länder, darunter die Bundesrepublik, reagierten mit schärferen Reisebeschränkungen. Die Gesundheitsminister der führenden westlichen Wirtschaftsnationen (G7) wollen am Montag dazu beraten.

Der Berliner Virologe Christian Drosten sagte am Sonntagabend im ZDF-"heute journal", er sei wegen der Variante "ziemlich besorgt". Man wisse nicht allzu viel über sie. Berichte über milde Verläufe hätten noch nicht sehr viel Substanz angesichts von nur gut 1.000 Fällen, so Drosten. Hier müsse man die klinischen Verläufe abwarten. Man sehe aber, dass sie häufig bei jungen Leuten in Südafrika auftauche und auch Menschen betreffe, die eine Erkrankung schon hinter sich haben. Er habe die Sorge, dass man die erste wirkliche "Immunfluchtmutante" vor sich habe.


Corona-News vom 28.11.2021

+++ Weiterer Verdachtsfall auf Omikron-Virusvariante in Bayern +++

Ein weiterer Verdachtsfall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus ist in Bayern nachgewiesen worden. Der Passagier sei am Freitag mit einem Flug aus Südafrika in München angekommen und positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Sonntag mit.

Die Reiseanamnese habe zusammen mit einem speziellen, auf bestimmte Mutationen ausgerichteten PCR-Test (VOC-PCR) vom Max-von-Pettenkofer-Institut einen hochgradigen Verdacht erbracht, dass es sich hier um einen Fall der neuen Variante handele, sagte eine Sprecherin. 

+++ Minister rufen Medizinstudenten zur Mithilfe auf +++

Bayerns medizinischer Nachwuchs soll sich aktiv in die Hilfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie einbringen. Einen entsprechenden Aufruf veröffentlichten am Sonntag Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (beide CSU) gemeinsam mit den ärztlichen Direktoren der bayerischen Universitätskliniken in Regensburg, München, Erlangen, Würzburg und Augsburg. 

Eingesetzt werden könnten sie etwa zur Beratung an Impf-Hotlines oder in Impfzentren aber auch in der Pflege.

+++ Luftwaffe fliegt weitere fünf Covid-Patienten nach Hamburg +++

Die Luftwaffe der Bundeswehr hat am Nachmittag mit einem Spezial-Airbus weitere fünf Intensivpatienten mit Covid-Erkrankungen von München aus nach Norddeutschland geflogen. Die Maschine war gegen 14.45 Uhr in Hamburg erwartet worden. Nach der Landung wurden die schwerkranken Patienten auf Kliniken in Schleswig-Holstein verteilt, sagte eine Sprecherin des bayerischen Innenministeriums.

Der MedEvac-Airbus, auch als "fliegende Intensivstation" beschrieben, hatte bereits am vergangenen Freitag sechs Patienten, die bisher auf überlasteten Intensivstationen bayerischer Krankenhäuser betreut worden waren, nach Nordrhein-Westfalen geflogen. Die für den Transport am Sonntag vorgesehenen Patienten stammten aus den Regierungsbezirken Oberbayern und Schwaben, sagte die Sprecherin. 

+++ Söder: Das ganze Land stärker herunterfahren +++

 Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die künftige Bundesregierung zu drastischen Maßnahmen aufgefordert, um die vierte Corona-Welle zu brechen. "Zum Schutz unseres Gesundheitssystems müssen wir das ganze Land leider noch stärker herunterfahren", sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen" (Montagsausgabe).

"Die Warnungen der Leopoldina sind ein Weckruf: Es braucht jetzt konsequente Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, einen Lockdown für Hotspotregionen, Masken in allen Schulen und Fußballspiele ohne Zuschauer", fügte Söder hinzu. "Jeder Tag des Wartens und Zögerns ist ein verlorener Tag. Ganz Deutschland steuert auf eine Notlage zu, die kommende Bundesregierung darf nicht länger tatenlos zuschauen."

Niemand könne derzeit abschätzen, wie sich die neue Omikron-Variante auswirken werde. "Deshalb müssen alle Flüge aus Südafrika gestoppt werden. Wir dürfen nichts ausschließen. Im Übrigen braucht es mehr Impfstoff für die Länder, umfangreiche Entschädigungen für die Wirtschaft wie im vergangenen Jahr und eine Impfpflicht für alle ab Januar. Das ist ein Notpaket für Deutschland."

+++ Zahlen in Bayern weiter auf extrem hohem Niveau +++

Die Corona-Inzidenz in Bayern bleibt hoch. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Sonntagmorgen mit 632,2 an. Damit lag der Wert lediglich ganz leicht unter dem Vortagesstand von 634,5.  An Wochenenden kann es allerdings bei der Meldung der Zahlen aus den Bundesländern zu Verzögerungen kommen. 

9.696 neue Infektionen und 27 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona meldeten die bayerischen Gesundheitsämter laut RKI innerhalb von 24 Stunden (Stand: Sonntag, 07.30 Uhr).

Die höchste Inzidenz unter den Kommunen im Freistaat wies demnach weiterhin der Landkreis Freyung-Grafenau mit 1374,5 aus - das war etwas niedriger als am Samstag (1410,2). Bei den höchsten Inzidenzen folgen dahinter die Landkreise Rosenheim (1356,8), Rottal-Inn (1194,6) und Traunstein (1141,5). In München lag die Inzidenz laut RKI bei 476,1.

Insgesamt lagen am Sonntagmorgen in Bayern acht Landkreise und Städte über der 1000er-Marke. Am Samstag waren es noch neun gewesen, am Freitag zwölf Regionen.

+++ Zwei Fälle der Omikron-Virusvariante in München bestätigt +++

In München sind die ersten beiden Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus in Deutschland bestätigt worden. Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Samstag.

+++ Spahn bringt 2G für das ganze Jahr 2022 ins Spiel +++

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der Corona-Pandemie lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel gebracht. Der CDU-Politiker sagte, er sei grundsätzlich skeptisch, was eine allgemeine verpflichtende Impfung angehe. Eine diskutable Alternative sei durchgängig 2G für alle Lebensbereiche. "Ab einem Punkt x, gilt mindestens mal das ganze Jahr 2022: Wenn Du irgendwie mehr tun willst als dein Rathaus oder deinen Supermarkt besuchen, dann musst Du geimpft sein." Dies sei eine Option, die besprochen werden müsse, so Spahn.

+++ München: Zwei Corona-Tests bei Kapstadt-Passagieren positiv +++

Aus dem am Freitagabend in München angekommenen Flug mit Passagieren aus Kapstadt sind zwei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bekannt. Beide seien isoliert. Um welche Variante des Virus es sich dabei handelt, war zunächst unklar. Es laufe die Genomsequenzierung um herauszufinden, ob es sich bei den Proben tatsächlich um die neue besorgniserregende Variante Omikron handelt. Die Öffentlichkeit werde über das Ergebnis sofort informiert, sobald es vorliege.

+++ Holetschek: Leopoldina-Vorgaben schnell beraten +++

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), hat sich angesichts neuer Forderungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina für ein schnelles Bund-Länder-Treffen ausgesprochen. Die Äußerungen des wissenschaftlichen Beratergremiums könnten nicht ignoriert werden, sagte Holetschek am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in München. "Ich bin immer dafür, auf die Wissenschaft zu hören", sagte der CSU-Politiker. "Das ist ein Weckruf par excellence der Leopoldina", sagte er. Der Bund müsse dieses Signal nun unverzüglich aufnehmen.

Die Leopoldina hatte sich kurz zuvor für sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen, auch für Geimpfte und Genesene ausgesprochen. "Aufgrund der nachlassenden Immunität müssten diese Maßnahmen vorübergehend auch für Geimpfte und Genesene gelten, die in dieser Zeit eine Auffrischungsimpfung erhalten müssen." Neue Virusvarianten machten schnelles und konsequentes Handeln noch dringlicher, hieß es vom den Gremium.

+++ Ethikratsmitglied: Keine Benachteiligung Ungeimpfter +++

Der Sozialethiker Andreas Lob-Hüdepohl hat sich gegen eine Benachteiligung ungeimpfter Patienten bei der Behandlung von Covid-19-Erkrankungen ausgesprochen. Entscheidend sei nur die Dringlichkeit einer Behandlung, weniger die Erfolgsaussicht, sagte das Mitglied des Deutschen Ethikrats im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2).

+++ Söder fordert Reduzierung der Zuschauerzahlen im Fußball +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht bei der Reduzierung der Zuschauerzahlen im Fußball weiterhin Handlungsbedarf. Bei Sky sagte der CSU-Chef: "Die Zuschauerzahlen müssen auf jeden Fall deutlich reduziert werden, und es muss massiver Abstand sein. Klar sei, "beim Fußball kann man immer argumentieren, dass Abstand im Stadion möglich ist, aber nebeneinander zu sitzen, ist kein gutes Signal. Die Zu- und die Abfahrt ist immer ein Problem", so Söder weiter. 

Aufgrund der rasant steigenden Inzidenzzahlen in Deutschland gab es zuletzt verstärkt Druck von politischer Seite, um die Anzahl der Fans im Stadion zu reduzieren. Einige Politiker forderten sogar eine Unterbrechung der Saison in der 1. und 2. Bundesliga durch die Deutsche Fußball Liga (DFL). 

+++ Bayern setzt Verlegungsflüge aus Intensivstationen fort +++

Das mit Corona-Intensivpatienten überlastete Bayern hat am Samstag die Verlegung aus besonders strapazierten Krankenhäusern in andere Bundesländer fortgesetzt. "Zum Teil sind die Flüge bereits in der Luft", sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Samstagmittag. Bis zum Abend sollten zwei Patienten von München aus nach Hamburg und jeweils zwei nach Köln, Düsseldorf und Dortmund geflogen werden. Mit Krankenwagen sollten weitere drei Patienten von Schwaben aus ins Saarland und nach Rheinland-Pfalz gebracht werden, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Freitag.

Bereits am Freitag hatte ein Airbus der Bundeswehr sechs Intensivpatienten aus Bayern ausgeflogen. Der Luftwaffen-Airbus solle erst am Sonntag wieder im Einsatz sein und sechs weitere Intensivpatienten nach Norddeutschland bringen. Die anderen Flüge erfolgten mit Ambulanz-Flugzeugen privater Anbieter. In der Nacht zum Samstag ging ein weiterer Flug mit zwei Patienten nach Hamburg. Insgesamt sollen bis zum Sonntagabend 30 Intensivpatienten ausgeflogen sein. 

+++ Leopoldina empfiehlt sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen +++

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt angesichts des dynamischen Corona-Infektionsgeschehens sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen. "Unmittelbar wirksam ist es aus medizinischer und epidemiologischer Sicht, die Kontakte von Beginn der kommenden Woche an für wenige Wochen deutlich zu reduzieren", heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme. "Aufgrund der nachlassenden Immunität müssten diese Maßnahmen vorübergehend auch für Geimpfte und Genesene gelten, die in dieser Zeit eine Auffrischungsimpfung erhalten müssen."

Die Impfkampagne müsse massiv verstärkt und eine Impfpflicht stufenweise eingeführt werden. Insgesamt sollten bis Weihnachten neben Erst- und Zweitimpfungen rund 30 Millionen Drittimpfungen ermöglicht werden, so die Leopoldina. Mit Blick auf Kinder und Jugendliche empfiehlt die Leopoldina vorgezogene Weihnachtsferien und regelmäßige Corona-Tests mindestens dreimal pro Woche. 

+++ Hessen meldet  Omikron-Verdacht bei Reiserückkehrer +++

Die sogenannte Omikron-Variante des Coronavirus ist höchstwahrscheinlich bereits in Deutschland angekommen. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika seien in der vergangenen Nacht mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden, teilte der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Samstag via Twitter mit.

Anzeige für den Anbieter Twitter über den Consent-Anbieter verweigert

Nach Angaben des Ministeriums in Wiesbaden reiste die Person über den Frankfurter Flughafen ein. Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Omikron-Variante (B.1.1.529) wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "besorgniserregend" eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die neue Variante hat, steht allerdings noch nicht fest. Bis es darüber Klarheit gebe, kann es laut WHO noch Wochen dauern.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) fordert angesichts des Omikron-Verdachtsfalls eine schnelle Ministerpräsidentenkonferenz. Man stehe erneut vor einer "Stunde Null in der Pandemiebekämpfung", sagte Hans nach einer Mitteilung der Staatskanzlei in Saarbrücken vom Samstag. "Eine nationale Notlage erfordert den Schulterschluss aller Länder, sowie alter und neuer Bundesregierung."

+++ Starke Einschränkungen in zwölf Kreisen und Städten Bayerns +++

In zwölf besonders von Corona betroffenen Kreisen und Städten in Bayern ist das öffentliche Leben weitgehend heruntergefahren worden. Die höchste Inzidenz wies der Landkreis Freyung-Grafenau mit 1.410,2 aus. Insgesamt lagen am Samstag neun Landkreise und Städte über der 1.000er-Marke. Am Freitag waren es noch zwölf Regionen. Nachdem am Freitag nach RKI-Daten auch im Landkreis Deggendorf die Inzidenz erstmals seit Geltung der neuen Hotspot-Regelung über der 1.000er-Schwelle gelegen hatte, griffen nun auch dort die Vorgaben für einen regionalen Hotspot - Restaurants, Hotels, Sport- und Kulturstätten müssen schließen, obwohl die Inzidenz am Samstag wieder unter der 1.000er-Grenze lag (950,0).

Wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche mehr als 1.000 beträgt, werden Kreise und Städte als regionale Hotspots eingestuft. Überspringt eine Kommune den Wert, greifen am Folgetag die strengeren Regelungen. Grundlage sind die vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Zahlen. Das öffentliche Leben wird dann in weiten Bereichen heruntergefahren. Gastronomie und Beherbergungsbetriebe aller Art, Sport- und Kulturstätten müssen schließen, Freizeit-, Sport- und Kulturveranstaltungen werden untersagt. Hochschulen müssen auf digitale Lehre umstellen.

Schulen und Kitas bleiben offen, der Handel ebenso - dort gilt dann aber eine verschärfte Beschränkung: eine Person pro 20 Quadratmeter. Anders als zunächst geplant dürfen auch Friseure offen bleiben. Eine Ausnahme gilt zudem für Wettkampf beziehungsweise Training von Berufs- und Leistungssportlern. Die meisten der betroffenen Regionen befinden sich im Südosten Bayerns.

+++ Corona und kein Ende - Experte fürchtet Kahlschlag in der Kultur +++

Das Coronavirus hat Deutschland fest im Griff, die Politik versucht die Pandemie mit strengen Maßnahmen einzudämmen. Direkt betroffen davon sind weiterhin freischaffende Künstler. Der Präsident des Deutschen Tonkünstlerverbandes (DTKV), Christian Höppner, geht davon aus, dass sich die Lage für Künstler verschärfen wird. Viele Musiker seien auf dem Absprung und suchten sich einen neuen Job.

Die Einschränkungen zur Pandemiebekämpfung findet Höppner richtig, jedoch müsse für die Betroffenen mehr getan werden. "Die Zeit der Sonntagsreden ist jetzt vorbei", sagt er. "Sonst befürchte ich einen Kahlschlag für die kulturelle Vielfalt." Aus Höppners Sicht kommt es jetzt darauf an, "für freiberufliche Musikerinnen und Musiker den Zugang zu den Sozialsystemen zu erleichtern". Da sei zwar ein dickes Brett zu bohren, aber das müsse von der neuen Bundesregierung dringend angegangen werden. 

+++ Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat wieder leicht gesunken +++

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für Bayern die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Samstagmorgen mit 634,5 angegeben - tags zuvor lag der Wert bei 652,3. 13.422 neue Infektionen und 72 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona meldeten die bayerischen Gesundheitsämter laut RKI innerhalb von 24 Stunden (Stand: Samstag, 9.45 Uhr).

Nach Angaben des Divi-Intensivregisters waren am Samstagvormittag (Stand: 10 Uhr) 1041 Patienten wegen Covid-19 in intensivmedizinischer Betreuung. 435 der 3.642 Intensivbetten waren noch frei, davon 328 für Erwachsene.

Corona-News vom 26.11.2021

+++ Passagiere aus Südafrika müssen 14 Tage in Quarantäne +++

Die Passagiere einer aus dem südafrikanischen Kapstadt am Freitagabend in München eintreffenden Lufthansa-Maschine müssen aus Furcht vor dem Einschleppen einer neuen Coronavirus-Variante alle in eine 14-tägige Quarantäne. Zusätzlich müssten sie sich unmittelbar nach der für 19.45 Uhr geplanten Landung einem PCR-Test unterziehen. Die Quarantäne werde unabhängig vom Ausgang des Tests und des Impfstatus der Passagiere wirksam, teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit.

+++ Belgien registriert ersten Fall mit neuer Coronavirus-Variante +++

Belgien hat einen ersten Fall mit der neuen, zunächst im südlichen Afrika festgestellten Corona-Variante B.1.1.529 registriert. Das gab der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke bei einer Pressekonferenz am Freitag bekannt. Der belgische Premierminister Alexander De Croo kündigte zudem Reisebeschränkungen für Einreisende aus Ländern im südlichen Afrika an . Es sei Vorsicht erforderlich, aber keine Panik, sagte Vandenbroucke.

Ob die Variante auch schon in München registriert wurde, will die CSU-Fraktion im Rathaus wissen. In einem Antrag fragt sie außerdem, welche Labore die Variante bereits detektieren können.

+++ Wegen Corona: Söder für weniger Bürokratie in Kliniken +++

In der Corona-Pandemie sollen Krankenhäuser bei der Bürokratie entlastet werden. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einem Besuch in Neuburg am Inn. "Unsinnige und überflüssige Dokumentationspflichten, die den medizinischen Betrieb lähmen und zusätzliche Arbeit bedeuten, müssen ausgesetzt werden", sagte Söder. "Prüfungen müssen einfach mal zwei Monate verschoben werden." In weiten Teilen Niederbayerns sind die Corona-Infektionszahlen seit Wochen enorm hoch und die Kapazitäten vieler Krankenhäuser am Anschlag.

+++ Etwa 1.300 Verdachtsfälle zu Fälschungen rund um Impfpässe in Bayern +++

Mittlerweile sind der Staatsanwaltschaft und Polizei in Bayern fast 1.300 Fälle bekannt, in denen der Verdacht auf Manipulation von Corona-Impfpässen besteht. Die Palette reiche von gefälschten Impfpässen über falsche Stempel und Aufkleber bis hin zu Manipulationen um digitalisierte Impf-Zertifikate, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl entwickele sich "sehr dynamisch".

+++ Pilsinger fordert Weihnachtslockdown +++

Der Münchner CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Pilsinger hat sich für strenge Corona-Maßnahmen um die Feiertage im Dezember ausgesprochen. "Um das Schlimmste zu verhindern ist ein strenger Weihnachtslockdown für alle Bürger ähnlich wie letztes Jahr in Italien notwendig", sagte der Gesundheitspolitiker der "Augsburger Allgemeinen". Man müsse unbedingt handeln, um zu verhindern, dass es Anfang nächsten Jahres einen völligen Kollaps des Gesundheitssystems wie zum Beispiel in Bergamo mit vielen Covid-Toten gebe.

Eine Überlastung des Gesundheitssystems und der Intensivstationen sei bei den massiv wachsenden Infektionszahlen nicht mehr vermeidbar. Die Zeit um den Jahreswechsel sei praktikabel: "In diesem Ferienzeitraum sind die negativen Auswirkungen eines Lockdown zur Brechung der Welle für die Kinder und die Wirtschaft am geringsten", sagte Pilsinger, der auch Arzt ist.

+++ RKI-Chef Wieler appelliert an Bevölkerung +++

Lothar Wieler, Leiter des RKI, hat sich mit emotionalen Worten an die Bürger gewandt. "Wie viele Menschen müssen denn noch sterben? Helfen Sie alle, diese vierte Welle zu brechen. Wir müssen jetzt unsere Kontakte reduzieren." 

Zudem ruft er zur Impfung auf. "Bitte lassen Sie sich impfen oder auffrischen. Eine hohe Impfquote und eine niedrige Inzidenz sind der beste Schutz vor Covid-19. Das ist der beste Schutz für uns alle." Ohne die Maßnahmen oder die Impfung wäre die Situation um ein Vielfaches schlimmer, so Wieler: "Impfungen schützen sehr gut vor einem schweren Verlauf."

+++ Spahn will Kontaktbeschränkungen +++

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bezeichnete die derzeitige Corona-Lage am Freitag in einer Pressekonferenz als "dramatisch ernst, so ernst wie noch zu keinem Zeitpunkt". Er fordert daher weitere Maßnahmen: "Die Zahl der Kontakte muss runter. Deutlich runter. Es hilft alles nichts. Es braucht bundesweit mehr Kontaktbeschränkungen." Es sei mittlerweile "halb 1".

Am besten sei es, Bund und Länder würden sich bereits in den nächsten Tagen treffen und erneut beraten. 

Die gute Nachricht sei, dass die Impfkampagne an Fahrt aufgenommen habe. "Jede Impfung zählt", so der CDU-Politiker. 

+++ Söder fordert bundesweite Impfpflicht zum 1. Januar +++

Bayerns Ministerpräsident Söder forderte am Freitagvormittag in Rosenheim eine bundesweite Impfpflicht zum 1. Januar 2022. Die Lage sei dramatisch und es müsse nun auf Bundesebene gehandelt werden, so der CSU-Chef: "Deutschland ist mittlerweile das Corona-Sorgenkind in Europa."

Zudem fordert er weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und eine baldige erneute Ministerpräsidentenkonferenz.

+++ Neue Variante entdeckt: Südafrika wird Virusvariantengebiet +++

Deutschland wird Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung trete heute Nacht in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitagmorgen mit.

Wissenschaftler zeigen sich wegen der neuen Variante besorgt, die schlimmer als die Deta-Variante sein könnte.

+++ Luftwaffe fliegt Corona-Patienten von Memmingen nach NRW +++

 Die Luftwaffe wird sich von Freitagnachmittag an mit einem Spezialflugzeug an der Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie beteiligen. Ein Airbus A310 MedEvac soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um 14.00 Uhr in Memmingen landen und Schwerkranke nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen.

+++ WHO: Fast 500.000 Leben in Europa durch Covid-Impfungen gerettet  +++

Seit Beginn der Covid-19-Impfungen sind allein in Europa nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 470.000 Menschen in der Altersgruppe über 60 vor dem Tod gerettet worden.

Das zeige eine zusammen mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) im Magazin "Eurosurveillance" veröffentlichte Untersuchung in 33 europäischen Ländern, teilte das in Kopenhagen ansässige Europa-Büro der WHO am Donnerstag mit. Diese Schätzung schließe nicht jene Fälle ein, die durch die Impfung von Personen unter 60 Jahren gerettet worden seien.

WHO-Regionaldirektor Hans Kluge sagte, die Impfstoffe gegen Covid-19 seien ein Wunder der modernen Wissenschaft. Diese Studie verdeutliche, dass sie genau die versprochene Wirkung hätten, "nämlich Leben retten und einen sehr hohen Schutz vor schwerer Krankheit und Tod bieten". In manchen Ländern wären die Todesfallzahlen ohne die Impfstoffe doppelt so hoch ausgefallen. 

+++ Inzidenz in München und Bayern steigt leicht, neuer Höchststand in Deutschland +++

Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mitteilte, meldeten die Gesundheitsämter 76.414 Fälle in 24 Stunden. Die Inzidenz liegt bei 438,2. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 419,7 gelegen, vor einer Woche bei 340,7 (Vormonat: 113,0). 

In Bayern und München stieg die Inzidenz ebenfalls leicht an, sie beträgt 652,5 (Vortrag: 641,1) im Freistaat, in der Landeshauptstadt 498,9 (Vortag: 497,6).

Corona-News vom 25.11.2021

+++ Söder und Holetschek reisen in bayerische Corona-Hotspots +++

In inzwischen elf bayerischen Regionen gelten von Freitag an nochmals schärfere Corona-Regeln - weil die Sieben-Tage-Inzidenz dort am Vortag über der Marke 1.000 lag. Ministerpräsident Söder und Gesundheitsminister Holetschek suchen das Gespräch mit den Kommunen und reisen am Freitag in die Corona-Hotspot-Regionen in Südostbayern. Sie wollen sich dort ein Bild von der aktuellen Lage machen - zunächst in Rosenheim, dann in Passau.

In den Hotspots muss - die Regel gilt seit Mittwoch - das öffentliche Leben in weiten Teilen heruntergefahren werden. Dann müssen etwa Gastronomie (außer Kantinen und Mitnahmeangebote) sowie Beherbergungsbetriebe aller Art, Sport- und Kulturstätten schließen. Freizeit-, Sport- und Kulturveranstaltungen werden untersagt. Die Hotspot-Regel greift, wenn eine Region nach Zahlen des Robert Koch-Instituts die 1.000er-Marke überschreitet - und dann jeweils ab dem Folgetag. Seit Donnerstag galt die Hotspot-Regel bereits in acht Landkreisen und kreisfreien Städten, ab Freitag kommen nun nochmals drei weitere hinzu: die Landkreise Regen, Passau und Ostallgäu.

+++ Kein Flohmarkt in der Parkharfe des Münchner Olympiaparks +++

Der beliebte Flohmarkt auf der Parkharfe des Münchner Olympiaparks findet bis auf Weiteres nicht statt. Wie die Veranstalter via Twitter mitteilten, sind die verschärften Corona-Regelungen - auch beim Flohmarkt gilt 2G+ - "leider nicht so einfach umsetzbar". 

+++ Corona-Tests stark nachgefragt nach Einführung neuer Regeln +++

Schlangen vor den Testzentren, ausgebuchte Terminlisten bei Apotheken - in Bayern ist es nach der Einführung neuer Corona-Regeln mancherorts gar nicht so einfach gewesen, sich kurzfristig auf das Virus testen zu lassen. Ein Sprecher des Bayerischen Apothekerverbands sagte am Donnerstag, die Verbandsmitglieder teilten vermehrt mit, dass die Anfrage nach Antigen-Schnelltests stark ansteige. Apotheken, die Tests anbieten, stelle das vor große Herausforderungen bei Personalplanung oder Beschaffung von Tests. Denn die innerhalb kurzer Zeit erhöhte Nachfrage sorge auch für eine momentan angespannte Nachschubsituation bei den Tests, sagte er.

Im Freistaat gilt seit Mittwoch die 2G-plus-Regel - also Zugang nur für Geimpfte und Genesene mit einem zusätzlichen negativen Corona-Test - etwa bei Kulturveranstaltungen wie Theater und Konzerte, für Zuschauer beim Sport, bei Messen und Tagungen oder bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen und Feiern in nicht-privaten Räumen. Zudem gilt 2G-plus für Freizeiteinrichtungen aller Art, darunter fallen etwa Bäder. Außerdem muss man etwa in Bus und Bahn einen 3G-Nachweis vorlegen.

In Testzentren des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), einem großen Betreiber in Bayern, ist die Zahl der Tests laut einem Sprecher von Dienstag auf Mittwoch um 36 Prozent gestiegen. Neue Corona-Regeln sind demnach aber offenbar nicht der einzige Grund für die zuletzt gestiegene Nachfrage. Seit Aufhebung der Kostenpflicht für Tests am 13. November sei die Zahl um das Fünffache gestiegen, sagte der BRK-Sprecher. Die Einführung von 2G und 2G-plus seien weitere Einflussfaktoren.

+++ Merkel fordert weitere Maßnahmen +++

Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Am Donnerstag sagte Merkel in Berlin: "Wir brauchen mehr Beschränkungen von Kontakten." 

Und weiter: "Die Lage ist deshalb so ernst, weil wir nach wie vor in einem exponentiellen Wachstum sind." Zudem warnte sie vor einer Überlastung der Krankenhäuser. Jeder Tag zähle, die Situation müsse weiter genau beobachtet werden.

+++ Überdurchschnittlich hohe Impfquote beim Lehr- und Erziehungspersonal +++

Ein erfreulich überdurchschnittliches Ergebnis ergab eine Abfrage des Impfstatus durch das Referat für Bildung und Sport (RBS) bei den städtischen Beschäftigten im Lehr- und Erziehungsdienst: Die Quote für Mitarbeiter*innen mit vollständigem Impfschutz liegt hier insgesamt bei 86,5 %. Rechnet man auch die Beschäftigten mit Genesenen-Status hinzu, ergibt sich sogar eine "2G-Quote" von 88,5 Prozent geschützten Mitarbeitern.

Von den Lehrkräften an den allgemeinbildenden und beruflichen städtischen Schulen verfügen 5.089 über einen vollständigen Impfschutz, die Impfquote liegt damit bei 91,4 Prozent. Von den Erziehungskräften, pädagogischen Ergänzungskräften und Hauswirtschaftlichen Mitarbeitern in den städtischen Kitas, Tagesheimen und heilpädagogischen Tagesstätten sind 5.681 vollständig geimpft, was einer Impfquote von 82,5 Prozent entspricht. Zusammen mit weiteren 199 Rückmeldungen von Mitarbeitern in diesem Bereich, die über einen Genesenen-Status verfügen, ergibt sich hier eine "2G-Quote" von 85,4 Prozent. Trotz der bereits hohen Impfquote wird das RBS die Impfbewerbung weiter fortsetzen. 

+++ Nikolaus bleibt draußen: Keine Auftritte in Corona-Hotspots +++

Der Nikolaus darf in besonders von der Corona-Pandemie betroffenen oberbayerischen Landkreisen nur Hausbesuche machen - und soll dabei am besten draußen vor der Tür bleiben. Veranstaltungen und Ansammlungen im öffentlichen Raum seien untersagt, daher könnten leider auch die öffentlichen Auftritte des Nikolaus sowie Krampusläufe nicht in gewohnter Form stattfinden, teilte eine Sprecherin des Landratsamts Traunstein mit. Darauf habe sich der Landkreis mit den Kreisen Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn sowie der Stadt und dem Landkreis Rosenheim geeinigt. Die Kreise hatten am Donnerstag jeweils Sieben-Tage-Inzidenzen von mehr als 1.000.

Die Gesundheitsämter empfehlen demnach für den Nikolaustag in diesen Regionen stattdessen ausschließlich private Hausbesuche, konkret einen "Besuch ausschließlich im Freien ohne Betreten der Häuser". Die geltenden Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sollten dabei eingehalten, die Begleiter des Nikolaus auf möglichst wenige Personen reduziert werden. Auch wird eine freiwillige Selbstverpflichtung der Gruppen auf 2G-plus nahegelegt.

+++ Neues Impfzentrum im Gasteig +++

Im Gasteig wird am 15. Dezember ein Impfzentrum eröffnen. Das gab Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) in der Stadtratssitzung bekannt. Um die 1.000 Impfungen sollen dort täglich möglich sein.

Gleichzeitig soll das Impfzentrum in Riem ab 9. Dezember wieder sieben Tage die Woche öffnen. Mit den Kinderimpfungen geht es ab dem 20. Dezember los, wenn die erste Lieferung der passenden Spritzen kommt. Pooltests in Kindergärten lehnt Zurek ab. Wegen der unterschiedlichen Bringzeiten sei der Aufwand zu groß.

+++ LGL: Inzidenz bei Ungeimpften steigt auf 1.726,3 +++

Immer mehr Ungeimpfte in Bayern stecken sich mit Corona an. Die Inzidenz bei den Ungeimpften lag am Mittwoch bei 1.726,3, wie das Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit (LGL) am Donnerstag mitteilte. Das ist ein Plus von gut 257 im Vergleich zur Vorwoche. Bei den Geimpften stieg die Inzidenz dagegen nur noch leicht um 3 auf 112,7.

Damit verschiebt sich die Betroffenheit weiter in Richtung Ungeimpfter. Aktuell ist die Inzidenz bei ihnen 15,4 mal so hoch wie bei Geimpften. Vor einer Woche lag der Faktor noch bei 13,4, vor zwei Wochen bei 9,8.

+++ Vorerst kein Freizeitsport-Hallenprogramm in München +++

Das Freizeitsport-Hallenprogramm der Stadt findet bis auf Weiteres nicht mehr statt. Wie die Organisatoren mitteilten, könne das Angebot "in der aktuellen Situation aus organisatorischen Gründen nicht mehr verlässlich umgesetzt werden". Wann der Freizeitsport wieder Angebote machen kann, ist unklar.

+++ Vorbereitung für Verlegung von Corona-Patienten - Zeitpunkt offen

Die Vorbereitungen für die Verlegung von Corona-Patienten aus überlasteten bayerischen Krankenhäusern laufen weiter. Nach bisherigen Angaben sollen in den kommenden Tagen voraussichtlich 50 Corona-Intensivpatienten aus dem Freistaat zur Behandlung in andere Bundesländer gebracht werden. Wann die Verlegungen beginnen sollen, war am Donnerstag weiter unklar.

Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Bayerns Krankenhäusern stieg nach Daten des bundesweiten Intensivregisters weiter auf 1.018 (Mittwoch: 1.006). Davon werden derzeit 542 invasiv beatmet.

+++ Söder ist für schnelles Ministerpräsidenten-Treffen +++

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will wegen der weiter steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundesregierung. "Jede Möglichkeit, die derzeitige Krisenlage zu verbessern, muss genutzt werden", sagte Söder der "Süddeutschen Zeitung". Zuvor hatte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) ein rasches Treffen der Länder-Regierungschefs gefordert, am besten noch in dieser Woche. Eigentlich war der 9. Dezember für das Treffen vorgesehen.

+++ Gesundheitsminister: Planbare Operationen bundesweit verschieben +++

Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage in weiten Teilen Deutschlands sollen planbare Operationen nach dem Willen der Gesundheitsminister vom Bund und Ländern bundesweit verschoben werden. In vielen Bundesländern ist dies schon der Fall.

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), berichtete nach einer Schaltkonferenz am Donnerstagmorgen, darüber seien sich die Länder einig gewesen. Es brauche zudem Freihaltepauschalen für die Kliniken, wenn sie Intensivbetten und Klinikpersonal für Covid-19-Patienten frei halten. "Uns ist allen sehr klar, dass es sehr, sehr ernst ist", sagte Holetschek nach den Beratungen der Deutschen Presse-Agentur in München. Es herrsche eine große Solidarität zwischen allen Bundesländern, betonte der CSU-Politiker.

+++ EMA: Biontech-Impfstoff für Kinder freigegeben +++

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa. Das teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Es wird der erste Corona-Impfstoff, der in der EU für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen wird.

Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn soll Deutschland bei der ersten Lieferung des Impfstoffs an die EU am 20. Dezember rund 2,4 Millionen Dosen bekommen. 

Bayern bereitet sich gemeinsam mit der Ärzteschaft und den Impfzentren bereits auf die Impfung von Kindern ab fünf Jahren vor. Darauf wies Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Mittwochabend in Berlin hin. Der CSU-Politiker teilte mit: "Wir sind hier in enger Absprache mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, die uns dabei unterstützen werden." Er halte es "für eine positive und wichtige Entwicklung, wenn der Impfstoff künftig auch für Kinder unter zwölf Jahren eingesetzt werden könnte."

Wie die Landeshauptstadt München plant, bald Kinder gegen Corona zu impfen, können Sie hier nachlesen

+++ Inzidenz in München sinkt unter 500 +++

Die Inzidenz in München nimmt weiter ab: Am Donnerstagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) für die bayerische Landeshauptstadt eine Inzidenz von 497,6. Am Mittwoch betrug sie 594,8. 

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+++ Bayerns Kliniken warnen vor schwerer Notlage zu Weihnachten +++

Bayerns Kliniken fürchten zum Jahresende eine bislang nicht dagewesene Notlage in der Versorgung. Die Verlegung von Covid-Intensivpatienten in andere Bundesländer wird nach Einschätzung der Bayerischen Krankenhausgesellschaft nur kurzfristig Abhilfe schaffen können. "Alle Prognosen gehen in die Richtung, dass die Zahl der Patienten weiter steigen wird und wir in Bayern keine ausreichenden Intensivkapazitäten haben", sagte BKG-Geschäftsführer Roland Engehausen.

Derzeit ist wegen Überlastung der bayerischen Kliniken die Verlegung von etwa 50 Patienten in andere Bundesländer in Vorbereitung. Doch wird derzeit in Bayern jeden Tag eine zweistellige Zahl von zusätzlichen Intensivpatienten in den Kliniken aufgenommen, allein am Mittwoch waren es über 40. "Wir müssen in Bayern mit den Zahlen der Neuinfizierten runter", sagte Engehausen. "Sonst geraten wir zwischen Weihnachten und Neujahr in ein Drama hinein, das es so noch nicht gegeben hat."

+++ Inzidenz in Bayern leicht gesunken +++

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist den zweiten Tage infolge leicht zurückgegangen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag nach Angaben des RKI am Donnerstagmorgen bei 641,1 – am Vortag waren es 644,3 gewesen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 609,5 gelegen.

Die Hospitalisierungsinzidenz erreichte nach Auskunft des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) einen Wert von 9,5. Am Vortag betrug dieser Wert 9,6.

+++ Mehr als 100.000 Covid-Tote in Deutschland +++

Die Zahl der Corona-Toten hat eine traurige Marke überschritten: Mehr als 100.000 Menschen in Deutschland an oder mit Covid gestorben. Die meisten Corona-Toten gab es laut RKI im vergangenen Winter mit teils mehr als 1.000 pro Tag gemeldeten Fällen. Momentan sind die Sterbezahlen wesentlich niedriger, obwohl es deutlich mehr Infektionen gibt.

Am Donnerstag erreichte die Sieben-Tage-Inzidenz einen Höchststand von 419,7. 351 Menschen starben binnen 24 Stunden. Dass jetzt weniger Infizierte sterben, liegt auch daran, dass große Teile der Bevölkerung geimpft sind - insbesondere bei älteren Menschen, die anfälliger für schwere Verläufe sind.

Im Vergleich zu einigen anderen Industrienationen steht Deutschland noch vergleichsweise gut da, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorgeht. Deutlich mehr Tote pro 100.000 Einwohner sind es in Frankreich, Spanien, Großbritannien und Italien. Fast doppelt so viele Corona-Tote pro 100.000 Einwohner wie Deutschland verzeichnen die USA, mehr als drei Mal so viele sind es in Bulgarien. 

Corona-News vom 24.11.2021

+++ Bayern bereitet sich auf Impfungen für Kinder vor +++

Bayern bereitet sich gemeinsam mit der Ärzteschaft und den Impfzentren auf die Impfung von Kindern ab fünf Jahren vor. Darauf wies Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Mittwochabend in Berlin hin. Der CSU-Politiker teilte mit: "Wir sind hier in enger Absprache mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, die uns dabei unterstützen werden." Er halte es "für eine positive und wichtige Entwicklung, wenn der Impfstoff künftig auch für Kinder unter 12 Jahren eingesetzt werden könnte."

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+++ Holetschek setzt 3G-Dokumentationspflicht im Gesundheitswesen aus +++

Arbeitgeber im Gesundheitswesen wie Kliniken, Arztpraxen, Alten- und Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen und Rettungsdienste müssen sich grundsätzlich ebenfalls an die neue bundesweite 3G-Regel halten – sie müssen dies in Bayern aber bis auf Weiteres nicht täglich dokumentieren. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erließ am Mittwoch mit sofortiger Wirkung ein Moratorium für die Berichts- und Dokumentationspflicht, wie sie im neuen Bundesinfektionsschutzgesetz eigentlich vorgeschrieben ist.

Demnach müssten die Einrichtungen laut Gesundheitsministerium umfangreiche neue Meldepflichten erfüllen und zum Beispiel alle durchgeführten Corona-Testungen und Daten zum Impfstatus täglich dokumentieren und an die zuständigen Behörden berichten. Dies beträfe nicht nur die Beschäftigten, sondern auch Patienten und Besucher.

+++ Zahl der Impfungen in Bayern schnellt in die Höhe +++

Die Zahl der Corona-Impfungen in Bayern ist in den vergangenen Wochen deutlich in die Höhe geschnellt: Allein am Dienstag wurden in ganz Bayern fast 128.000 Impfungen verabreicht, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Darunter waren am Dienstag knapp 100.000 Auffrischungsimpfungen, rund 10.500 Zweitimpfungen – aber auch gut 17.000 Erstimpfungen.

Die Mehrzahl der Impfungen wurde beispielsweise am Dienstag von niedergelassenen Ärzten verabreicht – knapp 78.000. Die anderen rund 50.000 entfielen auf Impfzentren, mobile Impfteams und Krankenhäuser.

+++ Mehrere Landkreise müssen in den Lockdown +++

In voraussichtlich sieben bayerischen Landkreisen und der Stadt Rosenheim muss an diesem Donnerstag das öffentliche Leben wegen der hohen Corona-Inzidenzzahlen weitgehend heruntergefahren werden.

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000 müssen nach der neuen Vorgabe des Freistaats Gastronomie sowie Beherbergungsbetriebe, Sport- und Kulturstätten schließen. Der Handel muss die Zahl der Kunden in den Geschäften beschränken.

Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hatten in Bayern Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Kreise Freyung-Grafenau, Rottal-Inn, Mühldorf am Inn, Berchtesgadener Land, Dingolfing-Landau und Traunstein die 1.000er Marke überschritten. Die Landkreise Ostallgäu, Deggendorf und Regen lagen mit Inzidenzen von 973 bis 993 nur noch knapp unter der Grenze. 

+++ 50 Corona-Intensivpatienten sollen verlegt werden +++

Wegen Überlastung der bayerischen Krankenhäuser werden in den nächsten Tagen voraussichtlich 50 Corona-Intensivpatienten aus Bayern in andere Bundesländer verlegt werden. Wann und wohin, ist noch unklar. "Die Planungen laufen", sagte am Mittwoch der Nürnberger Branddirektor Marc Gistrichovsky, der die Planungen im Rahmen des sogenannten Kleeblatt-Mechanismus koordiniert. Die "Zielgebiete" würden nach der Erfassung der geeigneten Patientinnen und Patienten ermittelt. Bayern plant demnach derzeit mit circa 50 Verlegungen.

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+++ Über 1.000 Covid-Intensivpatienten in Bayern - Höchststand +++

Die Zahl der Covid-Intensivpatienten in Bayerns Krankenhäusern ist erstmals auf über Tausend gestiegen. Am Mittwochmittag meldete das bundesweite Intensivregister 41 zusätzliche Covid-Intensivpatientinnen und -patienten, die Gesamtzahl stieg von 965 auf 1.006.

Auch die Zahl der Todesopfer steigt schnell: In den vergangenen sieben Tagen sind in Bayern nach Daten der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität 432 Corona-Patienten gestorben, und damit innerhalb einer Woche mehr als im gesamten Oktober.

Am Mittwoch waren in exakt der Hälfte der 96 bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte weniger als zehn Prozent der Intensivbetten frei, in zwanzig Kommunen gab es kein einziges freies Intensivbett. 

+++ Umfrage: Große Mehrheit befürwortet Corona-Impfpflicht+++

Eine große Mehrheit in Deutschland ist jetzt für eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 69 Prozent der Befragten für eine allgemein verpflichtende Immunisierung gegen das gefährliche Virus aus. 23 Prozent würden dies ablehnen.

Vor zwei Wochen (11. November) hatten sich in einer YouGov-Umfrage lediglich 44 Prozent der Befragten für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. 27 Prozent lehnten dies ab. Insgesamt hat sich die Stimmung seit Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland vor knapp einem Jahr gedreht. Wenige Tage nach der ersten Impfung am 26. Dezember vergangenen Jahres waren laut einer YouGov-Umfrage noch 56 Prozent gegen eine allgemeine Impfpflicht und nur 33 Prozent dafür gewesen.

+++ Bayern bereitet Intensivpatienten-Transport in andere Bundesländer vor +++

Weil die Kliniken überlastet sind, bereitet sich Bayern auf den Transport einer größeren Zahl von Intensivpatienten in andere Bundesländer vor. Für den Freistaat sei dazu inzwischen das sogenannte Kleeblatt-Konzept zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten innerhalb Deutschlands aktiviert. Das teilte die Deutsche interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in der Nacht zum Mittwoch mit.

In den nächsten Tagen soll eine größere Anzahl an Patienten in andere Kleeblatt-Regionen verlegt werden. Bayern ist in der Notfall-Struktur das Kleeblatt Süd. Auch die ebenfalls besonders von Corona betroffenen Länder Thüringen, Sachsen, Berlin und Brandenburg haben den Angaben nach das Konzept aktiviert, sie gehören zum Kleeblatt Ost. Aktuell gab es zuletzt im Norden und in Hessen noch freie Kapazitäten.

+++ Inzidenz in Deutschland steigt, in Bayern sinkt sie minimal +++

Die Inzidenz in Deutschland hat erstmals die 400-er Marke überschritten. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen liegt sie bei 404,5 (Vortag: 399,8) und meldet 66.884 Corona-Neuinfektionen.

In Bayern ist die Inzidenz minimal gesunken und wird mit 644,4 (Vortag: 644,9) angegeben.


Zum Zwecke der Übersichtlichkeit und besserer Ladezeiten unseres Newsblogs haben wir alte Beiträge ab dieser Stelle gelöscht. Der erste Eintrag stammt vom 24. November.

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