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Coronavirus-News: München-Inzidenz weiter unter 100

Das Coronavirus grassiert weiter in München, Bayern und Deutschland. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.
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Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, sorgt in München, Bayern und Deutschland seit Monaten für drastische Maßnahmen. In unserem Newsblog informieren wir Sie über die aktuellen Corona-Entwicklungen in München und Bayern.


Corona-News vom 09.05.2021

+++ München-Inzidenz am fünften Tag in Folge unter 100 +++

Die Sieben-Tages-Inzidenz in München liegt am fünften Tag in Folge unter 100! Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag einen Wert von 91,2. Damit gibt es ab kommendem Dienstag (11. Mai) Lockerungen und Öffnungen.

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Corona-News vom 08.05.2021

+++ Biergarten-Öffnung ab Montag in 13 Kreisen und Städten erlaubt +++

In 13 Landkreisen und kreisfreien Städten können von Montag an Biergärten, Straßencafés und weitere Freizeitangebote öffnen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in München auf dpa-Anfrage mit. In den Regionen liege die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100. Stabilität wird dann angenommen, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und einer Woche fünf Tage lange unter 100 bleibt. Danach seien zwei Tage zur Umsetzung vorgesehen, am achten Tag könne geöffnet werden.

Eine Öffnung am Montag ist diesen Maßgaben zufolge für die Landkreise Landsberg am Lech, Garmisch-Partenkirchen, Starnberg, Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Amberg-Sulzbach, Kitzingen, Würzburg und Lindau sowie für die kreisfreien Städte Passau, Bamberg, Schwabach und Erlangen möglich. Ein 14. Antrag sei aus dem Kreis Neuburg-Schrobenhausen gestellt worden, dort sei eine Öffnung ab Dienstag genehmigt worden. 

+++ Kriminalpolizei ermittelt nach Evakuierung zweier Impfzentren +++

Nach der Evakuierung von zwei Impfzentren in Schwaben hat die Kriminalpolizei Ermittlungen aufgenommen. Wegen eines Drohanrufes bei der gemeinsamen Hotline wurden die Impfzentren in Bad Wörishofen (Landkreis Unterallgäu) und Memmingen am Freitagabend geräumt. Die Beamten ermitteln nun gegen Unbekannt, wie ein Sprecher der Polizei am Samstag sagte.

Bei der Impfhotline habe am Freitagabend eine männliche Stimme die Drohung ausgesprochen. Zum genauen Wortlaut äußerte sich die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Die Räume wurden am Freitag noch mit Spürhunden durchsucht, aber kein verdächtiger Gegenstand gefunden. 

+++ Holetschek will auf keinen Tropfen Impfstoff verzichten +++

Für den Kampf gegen das Coronavirus wünscht sich Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek die bestmögliche Ausnutzung der Impfstoffe ohne jegliche Verschwendung. "Es ist technisch und rechtlich möglich, je nach Hersteller eine siebte oder elfte Dosis aus den Impfstofffläschchen zu entnehmen", sagte der CSU-Politiker in München. Auch der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Gerald Quitterer, befürworte die vom Bundesgesundheitsministerium ebenfalls empfohlene Verwendung aller verfügbaren Impfdosen.

Voraussetzung für die maximale Ausnutzung der Präparate sei es, dass die vom jeweiligen Hersteller geforderte Menge an Impfstoff vollständig und qualitätsgesichert aus einem Injektionsfläschchen entnommen werden könne. Dies müsse der impfende Arzt sicherstellen, sagte Holetschek. "Wichtig ist auch: Der Impfstoff darf nicht aus mehreren Flaschen gemischt werden."

+++ Deutschlandweit niedrigste Inzidenz in Passau: 35 Kreise in Bayern unter 100 +++

Der Stadtkreis Passau hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag die niedrigste Inzidenz in ganz Deutschland. Bayernweit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Samstag bei 120,9; für die Stadt Passau meldete das RKI auf seinem Dashboard (Stand: 3.10 Uhr) eine Inzidenz von 20,8. Der höchste Wert in Bayern wurde im Landkreis Coburg festgestellt: Mit 302,0 ist es der einzige Landkreis im Freistaat über 300. Für sieben Kreise wurde eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 gemeldet.

35 Landkreise und kreisfreie Städte liegen in Bayern unter der für Lockerungen wichtigen Inzidenz von 100. Neben dem Stadtkreis Passau hat auch der Landkreis Neustadt an der Waldnaab eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50. 36 Land- und Stadtkreise liegen hier zwischen 100 und 150, weitere 6 unter der für die Öffnung von Grundschulen relevanten Grenze von 165. Die Inzidenz ist wichtig beispielsweise für Lockerungen im Handel oder die Öffnung von Schulen.

+++ 7-Tage-Inzidenz für München liegt weiter unter der 100er-Marke+++

Nachdem die 7-Tage-Inzidenz in München bereits seit Mittwoch wieder unter der 100er Marke liegt, meldet das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstag erneut eine leicht gesunkene Inzidenz. Der Wert liegt demnach bei 92,3, am Vortag lag er noch bei 94,1.

Die Inzidenz liegt damit am vierten Tag in Folge unter der 100er-Marke. Sollte er am Sonntag auch darunter liegen, ist ab Dienstag mit Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu rechnen.


Corona-News vom 07.05.2021

+++ Immer mehr Münchner wollen ihre Zweitimpfung früher +++

Nach der Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die Zweitimpfung mit dem Vakzin von AstraZeneca nicht erst nach den empfohlenen 12, sondern bereits nach vier Wochen zu verabreichen, steht beim Münchner Impfzentrum in Riem das Telefon nicht mehr still. Zahlreiche Patienten und Patientinnen wollen ihren bereits gebuchten Termin für die zweite Impfung verschieben. 

In diesem Zusammenhang stellt das Münchner Gesundheitsreferat deshalb klar, dass vereinbarte Termine für AstraZeneca-Zweitimpfungen im Impfzentrum Riem nur in absoluten Ausnahmefällen verschoben werden und für diese Nachweise erbracht werden müssen.

Zudem wurde noch einmal daruf hingewiesen, dass, wenn der Impfabstand unter 6 Wochen liegt, die Wirkung in etwa 55 Prozent beträgt. Sind es mindestens 12 Wochen, liegt die Wirkung bei über 80 Prozent. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ München bereitet sich auf Öffnungen vor +++

Die Stadt München wappnet sich für mögliche Corona-Lockerungen und Öffnungen, die ab nächste Woche in Kraft treten könnten. Eine entsprechende Allgemeinverfügung werde vorbereitet, um weitere Öffnungsschritte ab Dienstag (11. Mai) zuzulassen, teilte die Stadt mit. Dies habe der Stab für außerordentliche Ereignisse unter der Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Freitagnachmittag entschieden.

Damit es jedoch überhaupt zu Lockerungen kommen kann, muss die Sieben-Tages-Inzidenz in München an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter dem Grenzwert von 100 liegen. Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag war dies bereits der Fall. Wenn der Wert auch am Samstag und Sonntag unter 100 bleibt, wird die Stadt am Montag - die Zustimmung des Gesundheitsministeriums vorausgesetzt - die Allgemeinverfügung erlassen. Ab Dienstag würden dann die Lockerungen und Öffnungen in Kraft treten.

OB Reiter: "Es ist erfreulich, dass wir jetzt endlich wieder erste Erleichterungen sehen und damit einen kleinen Schritt zurück zur Normalität. Das liegt vor allem an der großen Disziplin der meisten Münchnerinnen und Münchner, die sich sehr konsequent an die Regeln gehalten haben. Dafür herzlichen Dank!"

+++ 2,3 Millionen weitere Selbsttests für Münchner Schulen +++

"Selbsttests an Schulen sind eine gute Möglichkeit, sich und andere vor einer Corona-Infektion zu schützen. Diesen wichtigen Schritt gehen wir unter hohem organisatorischen und logistischen Aufwand in kürzester Zeit", sagt Verena Dietl. Münchens Dritte Bürgermeisterin verschaffte sich am Donnerstag gemeinsam mit Stadtschulrat Florian Kraus einen Eindruck, was die Menge und dem enormen Logistik-Aufwand für die Verteilung der Selbsttests angeht.
 
Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden bereits zwei Millionen Selbsttests an Münchner Bildungseinrichtungen verteilt. Am Mittwoch hatte das Referat für Bildung und Sport eine weitere Lieferung mit 2,3 Millionen Selbsttests erhalten. Vorrangig wurden die Grundschulen versorgt, wo ab Montag die Schüler der Klassen 1 bis 3 wieder im Wechselunterricht und die 4. Jahrgangsstufe wie bisher im Präsenzunterricht sind.

+++ Wirtschaftsminister Aiwanger eröffnet Biergarten-Saison +++

Ab Montag (10. Mai) darf in bayerischen Landkreisen und Städten mit einer stabilen Sieben-Tages-Inzidenz unter 100 die Außengastronomie wieder öffnen. Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga Bayern), nutzen die Gelegenheit und eröffnen gemeinsam im Außenbereich des Gasthofes zur Brücke in Kaufering am Lech die Biergarten-Saison.

+++ ÖPNV-Nachfrage in München um rund 50 Prozent gesunken +++

Eine Milliarde Euro vom Bundesfinanzministerium, eine Milliarde Euro von den Ländern: Die Nahverkehrsunternehmen sollen in der Corona-Pandemie finanziell unterstützt werden. Obwohl die ÖPNV-Nachfrage eingebrochen sei, "fahren wir auf Wunsch der Politik fast unser gesamtes Angebot, damit Münchnerinnen und Münchner nicht nur mobil bleiben, sondern in unseren Fahrzeugen auch bestmöglich Abstand halten können", hält Ingo Wortmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) die Finanzspritze für sinnvoll und angemessen. 

Laut MVG liegt die Nachfrage bei U-Bahn, Tram und Bus in München aktuell bei rund 50 Prozent im Vergleich zu Zeiten vor der Corona-Pandemie, in den ersten vier Monaten des Jahres gab es demnach bereits Einnahmeausfälle von rund 25 Millionen Euro.

+++ 7-Tage-Inzidenz für München sinkt laut RKI erneut leicht +++

Nachdem die 7-Tage-Inzidenz in München am Mittwoch und am Donnerstag bereits wieder unter die 100er Marke gefallen war, meldet das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag erneut eine leicht gesunkene Inzidenz. Der Wert liegt demnach bei 94,1.


Corona-News vom 06.05.2021

+++ AstraZeneca freigeben! Impfung künftig bei Hausarzt ohne Priorisierung möglich +++

Die Menschen in Deutschland können sich in ihrer Arztpraxis künftig ohne Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen. Bund und Länder beschlossen am Donnerstag die Aufhebung der Bevorzugung von Risikogruppen bei diesem Impfstoff, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin mitteilte.

+++ Polizei für klare Vorgaben für Nachweis von Geimpften und Genesenen +++

Die Polizei in Bayern hat in der Corona-Pandemie klare Vorgaben für den Nachweis für Geimpfte und Genesene gefordert. Im Zusammenhang mit Kontrollen von Geimpften und Genesenen brauche die Polizei dringend eine eindeutige Regelungslage, teilte der Vorsitzende des Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Jürgen Köhnlein, am Donnerstag in München mit.

Köhnlein warnte vor einer "Zettelwirtschaft" mit "Impfheftchen" und Gesundheitsnachweisen sowie massenhaften Urkundenfälschungen. Es sei unklar, wie die Polizei ihr vorgelegte Dokumente auf ihre Richtigkeit überprüfen könne. Die Gewerkschaft forderte deshalb, unverzüglich zu klären, ob es etwa digitale Lösungen für den Nachweis von Geimpften und Genesenen geben werde und ob ein Datenaustausch zwischen Polizei und Gesundheitsbehörden möglich sei.

+++ Holetschek fordert mehr Impfdosen pro Arzt auf dem Land +++

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will den Ärzten in ländlichen Regionen mehr Impfdosen zukommen lassen. Der Bund müsse hier nachjustieren, forderte er am Donnerstagmorgen laut einer Mitteilung. "Der ländliche Raum muss trotz geringerer Ärztedichte und angesichts seiner besonderen strukturellen Herausforderungen in der Regelversorgung genauso mit Impfstoff versorgt werden wie Regionen mit hoher Ärztedichte. Wo es weniger Ärzte gibt, sollten diese zum Beispiel die Möglichkeit bekommen, entsprechend mehr Impfdosen zu bestellen."

+++ 7-Tage-Inzidenz für München sinkt laut RKI erneut leicht +++

Nachdem die 7-Tage-Inzidenz in München am Mittwoch erstmals seit Wochen wieder unter die 100er Marke gefallen war, meldet das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag erneut eine leicht gesunkene Inzidenz. Der Wert liegt demnach bei 98,3.

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Corona-News vom 05.05.2021

+++ Mobiles Impfen in benachteiligten Vierteln +++

Nach Köln planen auch München und Nürnberg schnelle Impfmöglichkeiten für sozial Benachteiligte. Das meldet der Bayerische Rundfunk. Die Landeshauptstadt will – sobald die Priorisierung aufgehoben wurde – mobile Impfteams in Viertel mit erhöhter Inzidenz schicken, etwa in den Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied. In Nürnberg sind drei Optionen im Gespräch. Die Stadt will mobile Impfteams in betroffene Stadtteile schicken. Zum anderen ist geplant, Arztpraxen in diesen Vierteln mit mehr Impfstoff zu versorgen. Außerdem sollen auch Impfangebote bei den Tafeln und ähnlichen sozialen Einrichtungen geschaffen werden.

+++ Mehr als eine Million Menschen in Bayern vollständig geimpft +++

In Bayern sind mehr als eine Million Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft. Mit Stand Dienstag hätten 1.018.882 Menschen im Freistaat eine vollständige Impfung erhalten, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bei seiner Regierungserklärung am Mittwoch im Landtag. "Das ist ein Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie", sagte der Minister.

In den kommenden Wochen werde die Zahl der Zweitimpfungen noch deutlich steigen. Insgesamt hätten Impfzentren, Ärzte und Krankenhäuser inzwischen 4.964.154 Impfungen in Bayern verabreicht, davon 3.945.272 Erstimpfungen. Impfzentren, niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser arbeiteten gut zusammen. Ziel müsse es sein, bald auch ein Angebot an jüngere Menschen machen zu können.

+++ 7-Tage-Inzidenz laut RKI erstmals wieder unter 100 +++

Es geht voran: Erstmals seit mehreren Wochen ist die 7-Tage-Inzidenz für München unter den kritischen Wert von 100 gefallen. Laut RKI beträgt die Inzidenz am Mittwoch 99. Bleibt der Wert "stabil", also fünf Tage in Folge, unter 100, treten verschiedene Lockerungen in Kraft. Alles zu den aktuell geltenden Corona-Regeln in München finden Sie in unserem ausführlichen Überblicksartikel.

+++ Erneute Regierungserklärung zur Corona-Strategie +++

Nach den jüngsten Beschlüssen des Kabinetts zur bayerischen Corona-Strategie steht am Mittwoch im Landtag erneut eine Regierungserklärung zur aktuellen Lage an. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) wird dann die neuesten Corona-Beschlüsse des Kabinetts erläutern, anschließend soll darüber abgestimmt werden. 


Corona-News vom 04.05.2021

+++ Gegen die dritte Welle: München Klinik sucht Pflegekräfte +++

Der Verbund der München Klinik - mit seinen Häusern in Schwabing, Bogenhausen, Harlaching und Neuperlach sowie an der Thalkirchner Straße - startet einen emotionalen Aufruf und sucht unter dem Motto "Gemeinsam gegen die 3. Welle" händeringend examinierte Pflegekräfte und Mediziner. "Leider ist das Virus noch nicht besiegt und daher benötigen wir erneut - in der nun bereits dritten Infektionswelle - die tatkräftige Mithilfe von verfügbaren Kolleg*innen aus Medizin und Pflege", heißt es.

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Gerade in den Covid-Kliniken sei man seit Monaten einer andauernden hohen Belastung ausgesetzt, der Effekt verstärke sich durch den hohen Anteil jüngerer Patienten. "Aufgrund des aus unserer Sicht nicht ausreichenden Lockdowns müssen auch wieder viele andere Patienten auf Intensiv versorgt werden." Gesucht werden aktuell dreijährig examinierte Pflegekräfte. Bevorzugt für die Intensivstation, aber auch zur Entlastung der Normalstationen: "Auch wenn es vielleicht nur ein paar Stunden die Woche sind. Als Klinikbetrieb benötigen wir rund um die Uhr Helfer. Also auch an Wochenenden oder bei Schichtdiensten."

+++ Caritas fordert Corona-Erleichterungen auch für Altenheime +++

Die Münchner Caritas erwartet von der bayerischen Staatsregierung, dass die Corona-Vorschriften auch für Altenheime gelockert werden. "Wir fordern die Staatsregierung erneut auf, die restriktiven Vorgaben auch für die Alten- und Pflegeheime aufzuheben und den Menschen dort ihre Freiheitsrechte wieder uneingeschränkt zurückzugeben", sagte Gabriele Stark-Angermeier vom Diözesan-Caritasvorstand am Dienstag. "Warum sollen sich zweifach geimpfte Besucher oder Mitarbeitende noch testen lassen oder eine FFP2-Maske aufsetzen, wenn sie auf zweifach geimpfte Bewohner treffen?"

Das bayerische Kabinett hatte zuvor entschieden, dass vollständig Geimpfte und Genesene ab Donnerstag von vielen Corona-Beschränkungen befreit werden. In den Pflegeheimen in Bayern sollen die bisherigen Einschränkungen für die Senioren aber weiter gelten. Im Freistaat gibt es seit etlichen Monaten strenge Vorgaben, nach denen die Menschen beispielsweise ihre Eltern in den Heimen nicht mehr uneingeschränkt besuchen dürfen. Viele Senioren berichten, dass sie sehr unter den Beschränkungen leiden.

+++ Infektionsschutzverordnung verlängert +++

Die neue Infektionsschutzverordnung in Bayern gilt für die nächsten vier Wochen. Laut Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gilt sie ab dem 10. Mai und läuft vorerst bis zum 6. Juni. Söder betonte, dass die Regelungen dieser Verordnung deutlich strenger seien als für die Zeit danach. Ab dem 7. Juni sei dann mit "ganz neuen Perspektiven" zu rechnen.

Das bedeutet auch, dass die nächtliche Ausgangssperre weiterhin bestehen bleibt. Hier läuft alles wie bisher: Sie gilt von 22 Uhr bis 5 Uhr, Jogging-Runden und Spaziergänge sind weiterhin nur bis 22 Uhr erlaubt. Bayern bleibt dabei beim strengeren Kurs als ihn die Bundes-"Notbremse" vorsieht. Diese besagt, dass man theoretisch bis Mitternacht spazieren gehen oder joggen darf. Ab dem 7. Juni würden diese Erleichterungen des Bundes dann auf jeden Fall auch in Bayern gelten, betonte Söder.

+++ Söder gibt Lockerungen und Öffnungen bekannt +++

In Bayern wird es ab nächster Woche deutliche Lockerungen und weitere Öffnungen geben – das gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts bekannt.

Demnach werden ab dem 6. Mai zweifach Geimpfte und Covid-Genesene mit negativ Getesteten gleichgestellt. Für sie fällt die nächtliche Ausgangssperre weg. Auch Kontaktbeschränkungen gibt es für diese Gruppe dann nicht mehr. Das bedeutet, dass sie bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte nicht mitgezählt werden. Der Freistaat setze diese Regelung laut Söder einige Tage früher als der Bund um, auch "weil wir ein Signal setzen wollen", sagte der Ministerpräsident.

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Doch auch allgemein sind Lockerungen in Sicht: Sobald die Sieben-Tages-Inzidenz "stabil und sinkend" ist und sich unter 100 befindet, dürfen ab 10. Mai wieder Außengastronomie (bis 22 Uhr), Kinos und Theater öffnen. Dafür muss ein entsprechender Antrag beim Gesundheitsministerium eingereicht werden. Im Kabinettsbeschluss heißt es dazu weiter, das Ministerium werde gebeten, "das hierfür nötige Einvernehmen zu erteilen".

Für den Besuch ist dann neben einem Termin auch ein negativer Test nötig. Auch beim Sport sind weitere Lockerungen geplant – insbesondere für Kinder.

Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäuser sowie Campingplätze dürfen in Bayern ab 21. Mai wieder öffnen – vorausgesetzt, die Inzidenz im Landkreis oder der kreisfreien Stadt liegt unter 100.

+++ Lockerungen bei den Grundschulen +++

An den weiterführenden Schulen in Bayern bleibt es bis zu den Pfingstferien beim bisherigen strikteren Grenzwert für Distanzunterricht. Grundschulen dürfen ab nächsten Montag bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 Wechselunterricht in allen Klassen anbieten. An weiterführenden Schulen bleibt es dagegen zunächst beim bisherigen Grenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Erst nach den Pfingstferien - ab dem 7. Juni - soll auch dort der Grenzwert 165 gelten, wie in der Bundes-Notbremse vorgesehen. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen. Ausnahmen gelten weiterhin unter anderem für Abschlussklassen und Viertklässler, die auch bei höheren Zahlen Wechselunterricht haben.

+++ Kabinett will heute Lockerungen beschließen +++

Im Lichte stabiler und teilweise wieder rückläufiger Corona-Zahlen will das bayerische Kabinett am Dienstag (10 Uhr) über die nächsten Öffnungsschritte beraten und entscheiden. Konkret geht es insbesondere um die Schulen, aber auch um Außengastronomie, Kinos, Theater und Ferienunterkünfte.

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Einige zentrale Punkte hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits am Montag angekündigt: Grundschulen in Bayern dürfen ab nächster Woche auf breiter Front wieder für alle Klassenstufen im Wechselunterricht öffnen - nämlich schon bei einer regionalen Sieben-Tage-Inzidenz bis 165. Zugleich stellte Söder Öffnungsmöglichkeiten ab der kommenden Woche für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten.

+++ Sieben-Tages-Inzidenz in München fällt +++

Die Sieben-Tages-Inzidenz in München ist gefallen: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Dienstag einen Wert von 112,4. Am Vortag lag die Inzidenz bei 126,4.

+++ Wirtshauskultur-Verein gegen Negativtests für Außengastronomie +++

Im Fall einer baldigen Öffnung der Außengastronomie hat der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) gefordert, dort auf die Pflicht für Negativ-Coronatests zu verzichten. "Wer abends in den Biergarten möchte, muss dafür ein negatives Testergebnis vorweisen können", sagte VEBWK-Geschäftsführerin Ursula Zimmermann. "Gerade in ländlichen Gebieten ist dies jedoch problematisch." Apotheken böten Corona-Testungen oftmals nur wenige Stunden pro Tag an und seien oft ausgebucht. Testzentren gebe es meist nur in der Stadt.


Corona-News vom 03.05.2021

+++ Impfangebote für bayerische Lehrer im Präsenzunterricht +++

Ab sofort können auch alle Lehrer an den weiterführenden und den beruflichen Schulen in Bayern auf eine zeitnahe Corona-Schutzimpfung hoffen. "Wir können jetzt allen Lehrerinnen und Lehrern in Bayern, die im Präsenzunterricht im Einsatz für die Bildung sind, ein Impfangebot machen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Montag in München. Bislang hatten nur die Lehrerinnen und Lehrer an den Grund- und Förderschulen die Möglichkeit einer bevorzugten Impfung.

Das Angebot richte sich explizit primär an die Lehrkräfte, die regelmäßig in Präsenz unterrichteten, in der Notbetreuung tätig seien oder bei den Abschlussprüfungen beispielsweise als Aufsicht in der Schule eingesetzt würden, teilte das Kultusministerium mit.

+++ Söder kündigt Öffnung von Grundschulen bis Inzidenz 165 an +++

Grundschulen in Bayern dürfen ab nächsten Montag auf breiter Front wieder für alle Klassenstufen im Wechselunterricht öffnen - nämlich schon bei einer regionalen Sieben-Tage-Inzidenz bis 165. Das kündigte Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder am Montag nach einer Videokonferenz des CSU-Vorstands an. Indem er für Grundschulen vom Grenzwert 100 abrückt und auf den Wert 165 aus der Bundes-Notbremse einschwenkt, kommt er seinem Koalitionspartner, den Freien Wählern, ein Stück weit entgegen. An weiterführenden Schulen will Söder dagegen bis auf Weiteres beim Grenzwert 100 bleiben. Den Freien Wählern reichte das Angebot deshalb zunächst jedenfalls nicht.

Zugleich stellte Söder Öffnungsmöglichkeiten ab der kommenden Woche für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten. Die Lockerungen für Grundschulen begründete Söder damit, dass dort Distanzunterricht zum Teil mit Schwierigkeiten verbunden sei. Bei den weiterführenden Schulen dagegen sei dies anders: "Das funktioniert." Zudem verwies Söder auf höhere Corona-Zahlen unter Jugendlichen. Man gehe aber davon aus, dass es nun immer mehr Regionen unter 100 gebe, die Lage werde sich also bis nach Pfingsten sukzessive verbessern.

+++ Sterbefallzahlen liegen nicht mehr über den Vergleichswerten +++

Im Februar und März 2021 sind trotz der Pandemie in Bayern keine erhöhten Sterbefallzahlen mehr registriert worden. Wie das Innenministerium in München am Montag berichtete, sei nach den vorläufigen Zahlen des Landesamts für Statistik die Gesamtzahl der Sterbefälle sogar um rund vier Prozent im Februar und um acht Prozent im März gegenüber dem Durchschnittswert der Jahre 2016 bis 2019 gesunken.

Minister Joachim Herrmann (CSU) erklärte, dass sich dieser Trend möglicherweise fortsetze. "Jedenfalls sind bislang auch für April keine negativen Entwicklungen erkennbar." Von November 2020 bis Januar 2021 hatte das Landesamt hingegen noch deutlich erhöhte Sterbefallzahlen gemeldet. Diese Monate lagen zwischen 12 und 36 Prozent über dem entsprechenden Durchschnittswert 2016-2019.

+++ Angebote für Kinder und Jugendliche: Jugendring für Öffnung +++

Der Bayerische Jugendring (BJR) fordert die Öffnung von Angeboten für Kinder und Jugendliche unabhängig von den Corona-Inzidenzwerten. Kinder und Jugendliche müssten jetzt wieder ins Leben zurückgeholt werden, da Studien immer deutlicher ein besorgniserregendes Bild ihrer psychischen Situation ans Licht brächten, sagte BJR-Präsident Matthias Fack am Montag in München. "Für mich heißt das: Angebote müssen inzidenzunabhängig in Präsenz möglich sein."

Laut BJR sind momentan Angebote der Jugendarbeit in Präsenz verboten, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 .000 Einwohner binnen einer Woche über 100 liegt. Die Pandemie und die strengen Kontaktbeschränkungen seien für Kinder, Jugendliche und Familien eine enorme psychische Belastung. Hier könnte die Jugendarbeit vorbeugen und helfen, dass psychische Störungen erst gar nicht entstehen. "Der Blick von Gesellschaft und Politik muss sich jetzt noch fokussierter als vor Corona auf Kinder und Jugendliche richten", sagte Fack.

+++ Rasche einheitliche Regeln für Geimpfte? Spahn zuversichtlich +++

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich optimistisch geäußert, was eine rasche Einigung über einheitliche bundesweite Erleichterungen für vollständig Geimpfte und von Covid-19 Genesene angeht. Das Corona-Kabinett werde in seiner heutigen Sitzung einen ersten Entwurf zu Geimpften, Genesenen und tagesaktuell Getesteten diskutieren, sagte Spahn am Montag in Berlin beim Eintreffen zu hybriden Beratungen des CDU-Präsidiums. Wenn man diesen Entwurf nun in der Bundesregierung schnell abstimmen könne, könnten die neuen Regeln sicherlich auch in dieser oder in den nächsten ein, zwei Wochen umgesetzt werden.

Etwa beim Öffnen des Einzelhandels und der Außengastronomie sowie bei der Einreise könnten alle drei Gruppen in der Perspektive gleichgestellt werden, sagte Spahn. Der Minister wiederholte seine Ankündigung, dass die Priorisierung beim Impfen spätestens im Juni aufgehoben werden könne. Wichtig sei aber: "Das heißt nicht, dass dann alle im Juni sofort geimpft werden können." Es werde weiterhin eine gewisse Wartezeit geben, weil man nur soviel impfen könne, wie auch Impfstoff vorhanden sei. "Aber es wird dann flexibler, pragmatischer noch geimpft werden können." Bis dahin sei aber die Priorisierung wichtig. Sie habe Menschenleben geschützt, da zuerst die besonders Verwundbaren geimpft worden seien.

+++ Söder: Keine Kontaktbeschränkungen für Geimpfte mehr +++

Für vollständig Corona-Geimpfte sowie Genesene sollen nach Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) so schnell wie möglich mehrere Einschränkungen wegfallen. Die geplante Bundes-Verordnung werde der Freistaat sofort umsetzen.

Bei Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen sollten vollständig Geimpfte und Genese nicht mehr dazugerechnet werden, sagte Söder. Er verwies als Beispiel auf anstehende Konfirmationen, bei denen dies dann schon gelten könnte. Und auch bei den Ausgangsbeschränkungen soll es nach Söders Worten Ausnahmen für Geimpfte und Genesene geben.

+++ Kreise: Söder kündigt Öffnung von Grundschulen bis Inzidenz 165 an +++

Grundschulen in Bayern dürfen von kommenden Montag an voraussichtlich auf breiter Front für alle Klassenstufen öffnen. Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder zeigte sich am Montag nun doch bereit, den Grenzwert für Distanzunterricht erst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 festzusetzen - wie in der sogenannten Bundes-Notbremse vorgesehen - und nicht wie bisher in Bayern schon bei 100. Es bleibe dann bei der Test- und der Maskenpflicht, sagte Söder nach Teilnehmerangaben in einer Schaltkonferenz des CSU-Vorstands.

Zugleich stellte Söder Öffnungsmöglichkeiten ab der kommenden Woche für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Details zur Ausgestaltung der Regelung nannte er aber zunächst nicht. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten.

+++ Lockerungen für Geimpfte rücken offenbar näher +++

Im Ringen um einheitliche Erleichterungen für vollständig Geimpfte in der Corona-Pandemie hat Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) eine schnelle Klärung in Aussicht gestellt. Er halte es für realistisch, dass die geplante Verordnung am Mittwoch ins Kabinett komme und noch bis Freitag die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat erhalte, sagte Scholz am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Wir haben den Ehrgeiz, dass wir diese Zustimmung bekommen und für die Rechte der Bürgerinnen und Bürger wäre das auch richtig."

Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte zuvor einen Entwurf vorgelegt, über den sich die Bundesregierung bis "Anfang der Woche" intern abstimmen will. Er sieht unter anderem Erleichterungen bei Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen vor. In mehreren Bundesländern gelten bereits erste Erleichterungen für vollständig Geimpfte und Genesene bei Corona-Vorgaben. Sie müssen etwa im Einzelhandel keinen negativen Schnelltest mehr vorweisen. Auch die Quarantäne für Einreisende aus Corona-Risikogebieten kann entfallen.


Corona-News vom 02.05.2021

+++ Distanzunterricht bleibt in Bayern die Regel +++

Es bleibt vorerst beim Distanzunterricht an den bayerischen Schulen - Abschlussklassen und Viertklässler ausgenommen. Lediglich in etwa einer Handvoll Landkreise und kreisfreien Städte ist von Montag an Wechselunterricht in allen Klassenstufen möglich.

Aktuell gilt: Wird der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 an fünf aufeinander folgenden Tagen unterschritten, kann ab dem übernächsten Tag auf Wechselunterricht umgestellt werden. Umgekehrt gilt: Ist die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 100, gibt es ab dem übernächsten Tag wieder Distanzunterricht. Ausgenommen sind Abschlussklassen und Viertklässler an Grundschulen.

+++ Spontane Impfwillige in München gesucht! +++

Die Stadt München sucht spontan nach Impfwilligen, die über 60 Jahre alt sind. Für die Sonder-Impfaktion mit AstraZeneca im ISAR Klinikum seien für den 2. Mai noch über 300 Termine frei, teilte die Stadt am Sonntagmittag mit. Kurzentschlossene über 60 können sich noch bis 17 Uhr hier anmelden.

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+++ Holetschek fordert: Mehr Augenmerk auf Long Covid +++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat zu mehr Engagement im Kampf gegen die Langzeitfolgen von Covid-Erkrankungen aufgefordert. Die Behandlungen würden das Gesundheitssystem über die eigentliche Pandemie hinaus beschäftigen, sagte Holetschek am Sonntag. "Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um auch über die akute Pandemie hinaus gerüstet zu sein. Denn wir dürfen die Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung nicht unterschätzen", betonte der Minister.

In einigen Monaten werde ein großer Teil der Bürgerinnen und Bürger geimpft sein und die Infektionszahlen dürften spürbar sinken. Dennoch müsse Patienten mit dem Post-Covid-Syndrom eine adäquate Behandlung angeboten werden. Bund und Länder seien gleichermaßen gefordert. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

+++ Leichter Inzidenz-Anstieg in München +++

Die Sieben-Tages-Inzidenz in München ist wieder leicht angestiegen: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag einen Wert von 126,7. Am Vortag lag die Inzidenz bei 123,8.

+++ Herrmann ruft alle Asylbewerber zur Corona-Impfung auf +++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat auch Menschen mit Migrationshintergrund und konkret auch alle Asylbewerberinnen und Asylbewerber aufgerufen, sich gegen Corona impfen zu lassen. "Derzeit häufen sich die Meldungen, dass insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund einer Corona-Impfung immer noch skeptisch gegenüber stehen", sagte Herrmann der Deutschen Presse-Agentur in München. Darüber habe man sich auch auf der jüngsten Integrationsministerkonferenz ausgetauscht.


Corona-News vom 01.05.2021

+++ Sonderaktion "Impfen 60+" um einen Tag verlängert +++

Die Stadt München hat 1.000 AstraZeneca-Dosen aus den Münchner Krankenhäusern zurückerhalten, die dort nicht verimpft wurden: Daher wird die Sonderaktion "Impfen 60+" mit dem Impfstoff AstraZeneca für Münchner über 60 Jahre im Isar Klinikum am Altstadtring um einen zusätzlichen Tag verlängert. 

Somit können sich nun 1.000 Münchner über 60 Jahre zusätzlich für Sonntag, 2. Mai, einen Termin zur Erstimpfung reservieren. Der Termin zur Zweitimpfung erfolgt dann zwölf Wochen später. Die Anmeldung zur Impfung ist ab sofort nach voriger Registrierung in BayIMCO im Internet unter "wir-impfen-muenchen.de" möglich.

Impfwillige erhalten nach ihrer Registrierung einen Anamnese- und einen Aufklärungsbogen per E-Mail zugesandt, beide Formulare sind zwingend vorher auszufüllen und bereits vollständig ausgefüllt zusammen mit den anderen notwendigen Unterlagen zur Impfung mitzubringen. Personen ohne Termin und ohne die ausgefüllten Unterlagen können leider nicht zur Impfung zugelassen werden. 

+++ So viele Münchner wurden bereits gegen Corona geimpft +++

Bislang sind in München insgesamt rund 501.700 Impfungen gegen das Coronavirus durchgeführt worden - genauer gesagt 392.800 Erst- und 108.900 Zweitimpfungen. Das meldet die Stadt (Stand 30. April). Die Münchner Impfquote liegt demnach bezogen auf die impffähige Bevölkerung ab 16 Jahren bei den Erstimpfungen bei 30,9 Prozent und bei den Zweitimpfungen bei 8,6 Prozent (Münchner Gesamtbevölkerung: 26,5 bzw. 7,3 Prozent).

Am Wochenende erfolgt keine Aktualisierung der Impfquote, da zwar selbstverständlich in München auch am Wochenende weitergeimpft wird, die komplett aktualisierte Impfstatistik aber erst am Montag vorliegt. Im Impfzentrum gab es bis dato 236.300 Erst- und 59.900 Zweitimpfungen, im Isar Klinikum am Altstadtring wurden 14.300 Erstimpfungen von Grundschul- und Kitapersonal sowie von Münchnern über 60 Jahren im Rahmen der AstraZeneca-Sonderaktion gezählt.

Die mobilen Impfteams verabreichten den Angaben zufolge 28.200 Erst- und 22.600 Zweitimpfungen in Alten- und Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen sowie Alten- und Service-Zentren. Auf das Personal der Münchner Kliniken entfallen 28.700 Erst- und 25.400 Zweitimpfungen. In Hausarztpraxen wurden bisher rund 85.300 Erst- und 1.000 Zweitimpfungen durchgeführt.

+++ Lockerungen nach Corona-Impfung: Deutscher Ethikrat warnt +++

Die geplante Verordnung der Bundesregierung, Geimpften und Genesenen mehr Freiheiten einzuräumen, sorgt weiter für Diskussionen. Alena Buyx, Vorsitzende des deutschen Ethikrates, begrüßt die Gleichstellung von Geimpften, Getesteten und Genesenen vom Ansatz her, sie warnt allerdings auch.

Alena Buyx, Vorsitzende Deutscher Ethikrat, bei an einer Pressekonferenz zum Thema "Sonderregelungen für Geimpfte?"
Alena Buyx, Vorsitzende Deutscher Ethikrat, bei an einer Pressekonferenz zum Thema "Sonderregelungen für Geimpfte?" © Michael Kappeler/dpa

"Aus ethischer und gesellschaftlicher Perspektive sind es die Ausnahmen von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum, die - solange sich noch nicht alle Menschen impfen lassen können - das Potenzial einer gesellschaftlichen Spaltung mitbringen, vor allem mit Blick auf die jüngere Generation und Familien", sagte Buyx der Zeitung "Rheinische Post". Es sei politische Gestaltung zu alternativen Angeboten gefragt, das könnten etwa gute und sichere Testmöglichkeiten sein.

+++ Lage in bayerischen Krankenhäusern sehr angespannt +++

Ungeachtet der langsam zurückgehenden Corona-Neuinfektionen bleibt die Lage in Bayerns Krankenhäusern äußerst angespannt. Vielerorts sind die Intensivstationen sogar noch etwas stärker belastet als vor einer Woche, wie aus dem deutschlandweiten Divi-Intensivregister hervorgeht. Am Samstag war demnach in 15 der 96 bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte kein einziges Intensivbett frei. Im bayernweiten Schnitt waren nur 10,7 Prozent der Intensivbetten frei, das ist ein sehr niedriger Wert.

Die Belegung sämtlicher Intensivbetten meldeten am Samstag unter anderem Stadt und Landkreis Landshut, die Stadt Bayreuth, Stadt und Landkreis Aschaffenburg, der Landkreis Würzburg, der Kreis Erlangen-Höchstadt und die Stadt Memmingen. Die Kommune mit den meisten Intensivbetten in ganz Bayern ist die Landeshauptstadt München, auch dort waren nur 37 der 495 Intensivbetten noch frei.

+++ Inzidenz in München sinkt weiter +++

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in München erneut leicht gesunken. Nach 127,9 am Freitag, meldet das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstag einen Wert von 123,8. 


Corona-News vom 30.04.2021

+++ OB Reiter fordert schnelles Impfangebot an weiterführenden Schulen +++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat in einem Schreiben an Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (FW) und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) appelliert, allen Mitgliedern der Schulfamilie so schnell wie möglich ein Impfangebot zu unterbreiten.

Nachdem ein relevanter Teil des Lehrkörpers an Grund- und Förderschulen bereits eine Impfung erhalten hat, sollen nun auch die Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen möglichst schnell ein Impfangebot bekommen. Zudem möchte Reiter, dass darüber hinaus auch die Schüler und Schülerinnen über 16 Jahre zügig geimpft werden.

+++ "München Ticket" wird keine Impftermine vergeben +++

Im Januar stellten die CSU-Stadträte Jens Luther, Manuel Pretzl und Professor Dr. med. Hans Theiss den Antrag, das Ticketsystem des Anbieters "München Ticket" für eine mögliche Vergabe von Impfterminen zu überprüfen. Dem hat Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek jetzt eine Absage erteilt.

"Die Abfrage ergab, dass die Umsetzung durch München Ticket technisch möglich und grundsätzlich gut zu organisieren wäre. Jedoch kann nicht ohne Weiteres auf ein alternatives Terminierungssystem zurückgegriffen werden, denn es müssen sehr komplexe Rahmenbedingungen erfüllt werden", teilt die Stadt München in der Rathausumschau (30.04.2021) mit.

+++ Nächste Woche wieder Distanzunterricht in Bayern +++

Nahezu in ganz Bayern bleibt es mindestens zu Beginn der kommenden Woche beim Distanzunterricht an den Schulen - Abschlussklassen und Viertklässler ausgenommen. Lediglich in etwa einer Handvoll Landkreise und kreisfreien Städte ist von Montag an Wechselunterricht in allen Klassenstufen möglich. Im Laufe der Woche könnten bei stabilen oder sinkenden Sieben-Tage-Inzidenzen dann aber noch weitere Städte oder Regionen mit Wechselunterricht hinzukommen.

Hintergrund ist, dass neuerdings nicht mehr der Inzidenz-Wert von Freitag allein darüber entscheidet, ob es in der neuen Woche Wechsel- oder Präsenzunterricht gibt. Vielmehr hat Bayern die entsprechende Regel in diesem Punkt der neuen bundesweiten Notbremse angepasst. Danach gilt folgendes: Unterschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt den Sieben-Tage-Inzidenzwert 100 an fünf aufeinander folgenden Tagen, kann ab dem übernächsten Tag auf Wechselunterricht in allen Jahrgangsstufen umgestellt werden. Wenn der Wert also beispielsweise am Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag und Montag unterschritten wird, gilt ab Mittwoch Wechselunterricht für alle.

+++ Stiko- Chef hält Impfungen ab Herbst für Kinder möglich +++

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, sieht gute Chancen für Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche ab September. "Für Kinder ab zwölf Jahren halte ich das für möglich", sagte Mertens der "Rheinischen Post" (Samstag). Bei jüngeren Kindern äußerte er sich skeptischer: "Für kleinere Kinder kann das noch knapp sein."

+++ Stadt fordert mehr Kontaktmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche +++

Angesichts der vom bayerischen Kabinett beschlossenen Lockerungen in zahlreichen Wirtschaftsbereichen, fordert die Stadt München nun dringend mehr Kontaktmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. "Die negativen Auswirkungen der Pandemie und der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung sowie der fehlenden zeitlichen Perspektive auf Kinder und Jugendliche werden leider immer deutlicher", so Bürgermeisterin Verena Dietl.

In einer Umfrage gaben mehr als 70 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen an, dass sie die Corona-Krise seelisch belastet. Stress, Angst und Depressionen haben zugenommen. "Aus Sicht des Sozialreferats wären zumindest Lockerungen der Kontaktbeschränkungen für Kinder und Jugendliche im Freien notwendig. Ebenso wichtig wäre eine Freizeitteststrategie, die für junge Menschen wieder Begegnung, Ausgleich und gemeinsame Freizeiterlebnisse möglich macht", so Sozialreferentin Dorothee Schiwy.

Um Kindern und Jugendlichen schnellstmöglich wieder mehre Kontakte zu ermöglichen, müssen laut Schiwy kostenlose Corona-Tests zur Verfügung gestellt, sowie bestehende Testergebnisse, beispielsweise aus schulischen Testungen, tagesaktuell akzeptiert werden.

+++ München-Inzidenz sinkt +++

Die Sieben-Tages-Inzidenz ist in München wieder leicht gesunken. Nachdem der Wert am Vortag noch bei 131,6 lag, liegt er nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) nun bei 127,9.


Corona-News vom 29.04.2021

+++ Knapp zwei Prozent aller Covid-19-Tests am Flughafen München waren positiv +++

Von 16. Oktober 2020 bis zum 29. März 2021 wurden in den Testzentren am Flughafen München insgesamt 182.660 PCR-Test vorgenommen. Diese Zahl nannte Münchens Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) auf Anfrage der FDP/Bayernpartei-Stadtratsfraktion.

3.541 dieser durchgeführten Tests wiesen ein positives Ergebnis auf. Dies entspricht einem Anteil von 1,9 Prozent.

+++ Tschechien öffnet Einzelhandel in anderthalb Wochen +++

Tschechien geht erste Schritte aus dem harten Corona-Lockdown. In anderthalb Wochen - vom 10. Mai an - dürfen alle Einzelhandelsgeschäfte wieder öffnen, wie die Regierung in Prag am Donnerstag beschloss. Dabei ist die Zahl der Kunden im Geschäft begrenzt. Zudem gelten Hygiene- und Abstandsregeln. Die meisten Läden waren gut ein halbes Jahr lang geschlossen.

Eine Woche später soll die Außengastronomie folgen. Bereits von diesem Montag an werden Friseurbesuche möglich, aber nur mit einem negativen Corona-Test. Zudem kehren in Teilen des Landes weitere Schüler an die Grundschulen zurück. Die Testpflicht für Arbeitnehmer in Firmen wurde bis in den Juni hinein verlängert.

+++ Söder: Genesene Corona-Patienten werden mit Geimpften gleichgestellt

Bayern will in der kommende Woche genesenen Corona-Patienten mit vollständig Geimpften und negativ Getesteten gleichstellen. "Wir werden nächste Woche die Gleichstellung von Genesenen auf den Weg bringen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München.

In dieser Woche hatte das Kabinett zweifach Geimpfte mit negativ Getesteten gleichgestellt. Das bedeutet etwa, dass sie bei einem Friseurtermin keinen negativen Test mehr vorlegen müssen.

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+++ Virologe Kekulé: AstraZeneca ist Impfstoff zweiter Klasse +++

Professor Alexander Kekulé in seinem Labor im Institut für Medizinische Mikrobiologie in Halle an der Saale.
Professor Alexander Kekulé in seinem Labor im Institut für Medizinische Mikrobiologie in Halle an der Saale. © Universitätsklinikum Halle

Der Virologe Alexander Kekulé hält AstraZeneca und andere Vektorimpfstoffe für Impfstoffe zweiter Klasse. "Das muss man wohl so feststellen", sagte der Epidemiologe gegenüber "ntv.de". "Aber auch mit einem zweitklassigen Impfstoff kann man sich ausreichend schützen, genauso wie man nicht nur in der ersten Klasse der Bahn ans Ziel kommt", sagte er weiter. Die Welt könne froh sein, dass es die Vektorimpfstoffe gebe, zumindest solange die mRNA-Impfstoffe noch nicht ausreichend verfügbar seien.

Kekulé geht davon aus, dass es im Spätsommer neue und verbesserte Impfstoffe gegen das Coronavirus geben wird. "Mit Impfstoffen der Generation 2.0, die auch zuverlässig gegen die neuen Varianten wirken, rechne ich etwa ab September." Auch einen Universalimpfstoff, der gegen sämtliche Virusvarianten wirkt, schließt Kekulé in der Zukunft nicht aus. "Ein solcher Impfstoff, der aus technischen Gründen am ehesten auf mRNA-Basis herstellbar wäre, könnte dann die Universalwaffe gegen das neue Virus sein", so Kekulé.

+++ Können Corona-Genesene mit Geimpften gleichgestellt werden? +++

Die Gleichstellung von genesenen Corona-Patienten mit vollständig Geimpften ist nach Angaben von Gesundheitsminister Klaus Holetschek wegen ungeklärter Fachfragen noch nicht möglich. "Bevor wir weitere Bereiche des täglichen Lebens für Genesene öffnen, wollen wir im Interesse des Infektionsschutzes die noch offenen Fragen auch gemeinsam mit Bund und Ländern besprechen", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München. Hierzu gehöre etwa, wann eine Erkrankung als überstanden gelte und wie eine überstandene Erkrankung am besten nachgewiesen werden könne.

Forderungen nach einer sofortigen Gleichstellung, wie sie etwa von den Freien Wähler formuliert würden, "kommen daher etwas verfrüht und überstürzt", sagte Holetschek. "Sobald die Datenbasis für Erleichterungen vorhanden ist, werden wir darüber entscheiden." Mehr zum Thema lesen Sie hier.

+++ München-Inzidenz mit leichtem Anstieg +++

Die München-Inzidenz liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) derzeit bei 131,6. Ein minimaler Anstieg, am Vortag lag der Wert bei 130,3.


Corona-News vom 28.04.2021

+++ Ein Viertel der Bayern mindestens einmal geimpft +++

25,5 Prozent der Bevölkerung wurden in Bayern mindestens einmal gegen Corona geimpft. Eine Zweitimpfung haben demnach bereits rund sieben Prozent der Menschen in Bayern bekommen. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

Nach Angaben von Gesundheitsminister Holetschek wurde am Dienstag zudem mit 130.339 Impfungen ein neuer Tageshöchstwert in Bayern erreicht. Mehr als die Hälfte der Impfungen wurden am Dienstag in Arztpraxen verabreicht.

+++ Söder hat Erstimpfung erhalten +++

Markus Söder hat sich impfen lassen. (Archivbild)
Markus Söder hat sich impfen lassen. (Archivbild) © imago images / Sven Simon

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Der CSU-Chef sei bereits in der vergangenen Woche von seinem Hausarzt in Nürnberg geimpft worden, sagte am Mittwoch eine Sprecherin der Staatsregierung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München. Söder hatte bereits in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen, er werde sich impfen lassen, sobald dies nach der Impfverordnung möglich sei.

Die Mitglieder der bayerischen Staatsregierung gehören laut der Impfpriorisierung des Bundes als Verfassungsorgan zur Prioritätengruppe 3. Da diese Gruppe in Nürnberg bereits zu Impfungen geladen wird, konnte sich auch Söder eine Spritze mit dem zum damaligen Zeitpunkt in der Praxis vorrätigen Präparat des Herstellers Biontech verabreichen lassen.

+++ Zweitimpfungen für mit AstraZeneca Erstgeimpfte starten in München +++

Ende der Woche stehen im Impfzentrum die ersten Zweitimpfungen für Personen an, die ihre Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben. Für Personen unter 60, die ihre erste Impfung mit AstraZeneca erhalten haben, wird die zweite Impfung gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech oder Moderna) durchgeführt.

Es besteht aber auch die Möglichkeit für Personen unter 60 Jahren, die zweite Impfung im Impfzentrum auf ausdrücklichen persönlichen Wunsch und nach ausführlicher Aufklärung mit AstraZeneca zu erhalten. Welcher Impfstoff gewünscht wird, kann beim Check-In angeben werden.

Personen, die 60 Jahre und älter sind und bei denen die erste Impfung mit AstraZeneca durchgeführt wurde, erhalten auch die zweite Impfung mit AstraZeneca.

+++ Gastro, Kultur, Sport: FDP fordert "Freiluft-Offensive"

Außengastronomie öffnen, Kulturveranstaltungen und Sport unter freiem Himmel, gelockerte Kontaktbeschränkungen und Abschaffung der Ausgangssperre: Die FDP im Landtag fordert einen Paradigmenwechsel in Bayerns Corona-Politik. "Anstatt den Menschen Aktivitäten an der frischen Luft zu verbieten, sollte die Politik sie dazu ermuntern", sagte FDP-Fraktionschef Martin Hagen der Deutschen Presse-Agentur in München. In der aktuellen Pandemie lauere die eigentliche Gefahr für die Menschen in geschlossenen Räumen.

Hagen kritisierte, dass die Staatsregierung wissenschaftliche Erkenntnisse wie jene der Gesellschaft für Aerosolforschung zum geringen Infektionsrisiko im Freien ignoriere. "Die geltenden Corona-Regeln haben zu einer Verdrängung sozialer Kontakte in den privaten Raum geführt, der sich staatlicher Kontrolle entzieht. Wir wollen, dass sich die Menschen wieder verstärkt an der frischen Luft treffen statt in Privatwohnungen", betonte Hagen.

+++ München-Inzidenz sinkt weiter +++

Die Sieben-Tages-Inzidenz in München sinkt weiter: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt der Wert am Mittwoch bei 130,3 (Stand: 28.04., 03.09 Uhr). Am Vortag betrug die Inzidenz noch 140,8. Der Trend geht klar nach unten, größere Regeländerungen würde es aber einer dauerhaften Inzidenz von unter 100 geben – dann würde die "Notbremse" nicht mehr greifen.


Corona-News vom 27.04.2021

+++ Ab Mittwoch: Bayern stellt Geimpfte negativ Getesteten gleich +++

Das Söder-Kabinett hat entschieden, dass vollständig Geimpfte in Bayern wie negativ auf das Coronavirus Getestete behandelt werden. Der Beschluss tritt ab Mittwoch in Kraft. Personen mit vollständigem Impfschutz müssen zukünftig keinen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie beispielsweise zum Friseur gehen wollen. Privilegien wie der Zugang zu derzeit geschlossenen Einrichtungen sind allerdings nicht vorgesehen. Der Freistaat setzt diesen Punkt früher um als der Bund.

+++ Impfstart in zehn Betrieben +++

Bei zehn Unternehmen in Bayern soll noch in dieser Woche in Modellprojekten eine Corona-Betriebsimpfung für die Mitarbeiter erprobt werden. Der Bund plant, die Betriebsärzte erst ab Juni in das Impfgeschehen einzubeziehen.

Bei den zehn Unternehmen handele es sich um: Arvena Hotel in Nürnberg, BayWa Münchberg, Brückner Maschinenbau in Siegsdorf, die Fränkischen Rohrwerke in Königsberg, Jopp Automotive in Bad Neustadt, Magnet-Schultz in Memmingen, Mann + Hummel in Marklkofen, Novartis Pharma in Nürnberg, Siemens-Werk in Cham sowie Wacker Chemie in Burghausen. Für das Modellprojekt werden rund 50.000 Impfdosen unterschiedlicher Hersteller bereitgestellt.

+++ Impfpriorisierung soll in Bayern bis Mitte Mai aufgehoben sein +++

Nach der heutigen Kabinettssitzung gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bekannt, dass Bayern die Impfpriorisierung schon Mitte bis Ende Mai aufheben will. "Es gibt keinen Anlass, auf einer langen Zielgeraden nachzulassen", sagte er und verkündete, den Schwerpunkt zunächst auf Familien und Betriebe zu legen. Ab Juni sollen dann insbesondere junge Menschen aus Abschlussklassen geimpft werden.

+++ Bayern öffnet Buchläden wieder +++

Blumenläden, Gartenmärkte, Gärtnereien und Buchhandlungen dürfen in Bayern wieder unabhängig von den aktuellen Corona-Zahlen öffnen. Damit setzt Bayern eine Ausnahmeregelung in der neuen bundesweiten Notbremsen-Regelung für Corona-Hotspots um.

Die entsprechenden Geschäfte hatten in Bayern lange unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz, also dem Wert der Neuansteckungen je 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche, öffnen dürfen, ebenso wie Baumärkte. Zuletzt hatten dann aber wieder die gleichen Regeln wie für alle anderen Einzelhandelsgeschäfte abseits des täglichen Bedarfs gegolten. Baumärkte bleiben von der neuen Ausnahmeregelung ausgenommen.

+++ Landtagsabgeordnete können ab Mai geimpft werden +++

Die Abgeordneten und Beschäftigten des bayerischen Landtags können sich ab dem 3. Mai gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Angebot ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums unabhängig vom Alter. "Es ist ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Normalität – auch für unser Parlament", teilte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) am Dienstag in München mit.

Die Impfungen seien wegen der Fortschritte der bayerischen Impfkampagne möglich, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Inzwischen seien im Freistaat schon mehr als vier Millionen Dosen verabreicht worden.

+++ Attacken auf Kommunalpolitiker während Corona-Pandemie gestiegen +++

Eine Umfrage des Magazins "KOMMUNAL" im Auftrag des ARD-Politmagazins "report München" zeigt: 72 Prozent der Bürgermeister in Deutschland wurden bereits beleidigt, beschimpft, bedroht oder sogar tätlich angegriffen. Bei einer vergleichbaren Umfrage im vergangenen Jahr lag der Wert noch bei 64 Prozent.

Doch nicht nur Bürgermeister werden attackiert, auch andere Gemeindevertreter und Mitarbeiter sind Ziel der Attacken. In 79 Prozent der Kommunen gab es solche Angriffe. Vor einem Jahr hatten noch 70 Prozent der Kommunen von derartigen Vorfällen berichtet.

Auch Morddrohungen per Post sind mittlerweile leider keine Seltenheit mehr. (Symbolbild)
Auch Morddrohungen per Post sind mittlerweile leider keine Seltenheit mehr. (Symbolbild) © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

37 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Ansicht, dass Beleidigungen oder Übergriffe durch die Corona-Pandemie zugenommen haben. 15 Prozent sprechen von einer deutlichen Zunahme, 22 Prozent sagen, diese Vorfälle hätten etwas zugenommen, 53 Prozent geben an, die Zahl der Übergriffe oder Beleidigungen sei in etwa gleich geblieben.

+++ Impfgipfel: Dehoga unzufrieden mit Ergebnissen +++

Bekommen Corona-Geimpfte wieder mehr Rechte zurück? Unter anderem darüber wurde am Montag beim Impfgipfel beraten und diskutiert. Eine endgültige Entscheidung diesbezüglich steht noch aus. Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga ist mit den Ergebnissen unzufrieden, die Verantwortlichen hätten sich mehr erwartet.

"Einerseits begrüßen wir, dass das Impfen mittlerweile so weit fortgeschritten ist, dass die ersten Weichen hin zu Konzeptöffnungen gestellt wurden, andererseits hätten wir uns mehr Mut hinsichtlich konkreter Öffnungsperspektiven gewünscht", wird Präsidentin Angela Inselkammer in einer Mitteilung zitiert.

Inselkammer: "Da es sich ja nicht um die Einräumung von Sonderrechten oder Privilegien, sondern um die Aufhebung nicht mehr gerechtfertigter Grundrechtseingriffe handelt, sollten wir ein umsichtiges, verantwortbares, zugleich aber auch möglichst schnelles Zurück zu einer weitestgehenden Normalität wagen. Gelänge uns dies unter den gegebenen strengen Rahmenbedingungen, würde es zugleich mehr Akzeptanz für andere Corona-bedingte Einschränkungen schaffen."

Die Umfrage wurde unter 1.611 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in der Zeit vom 8. bis zum 20. April 2021 durchgeführt.

+++ Corona-Inzidenz in München sinkt +++

Die Corona-Inzidenz in München ist gesunken. Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge lag der Wert am Dienstag bei 140,8 (Stand 27.04., 03.10 Uhr). Am Vortag betrug die Inzidenz 146,8.


Corona-News vom 26.04.2021

+++ Spahn: Entscheidung zu Freiheitsrechten für Geimpfte am 28. Mai +++

 Ende Mai soll nach Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn entschieden sein, inwieweit gegen das Coronavirus Geimpfte weiterhin mit Beschränkungen belegt werden. "Hierzu wird die Bundesregierung nächste Woche einen Vorschlag machen und der Bundesrat wird dazu am 28. Mai dann final entscheiden. Also es gibt einen Zeitplan", sagte Spahn am Montagabend in einem ARD-"Extra".

Laut einem Eckpunktepapier der Bundesregierung vom Wochenende könnten für vollständig Geimpfte und Genesene etwa beim Zugang zu Geschäften und bestimmten Dienstleistungen dieselben Ausnahmen kommen, die für negativ Getestete gelten. Bei der Einreise aus dem Ausland könnte in den meisten Fällen eine Quarantäne wegfallen.  Die vorgesehenen Regelungen bedürften der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat.

+++ Ende der Impfpriorisierung im Juni +++

Die bisherige Priorisierung bei den Impfungen gegen das Coronavirus soll nach Darstellung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spätestens im Juni fallen. "Das heißt nicht, dass dann jeder sofort geimpft werden kann. Aber dann kann sich jeder um einen Impftermin bemühen, und die werden dann nach Maßgabe der Versorgung auch gegeben", sagte Merkel am Montag in Berlin nach Beratungen mit den Länder-Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

In vielen Bundesländern seien bereits die Prioritätengruppen I und II geimpft, sagte Merkel weiter. Die Gruppe III sei geöffnet. Im Großen und Ganzen gehe man davon aus, dass diese Gruppe im Mai die erste Impfung erhalten werde, "so dass wir dann spätestens, je nachdem wie viele Impfdosen wir bekommen, ab Juni - aber ich sage nochmals: spätestens - die Priorisierung aufheben können".

+++ Linke  und Grüner gegen Aufhebung der Impfpriorisierung +++

Die Linke ist gegen eine Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung. Diese diene dazu, gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen und zuvorderst impfen, sagte Co-Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow am Montag in Berlin. Es müsse sichergestellt sein, dass Menschen aufgrund von Alter, Vorerkrankungen oder sozialer Situation nicht mehr gefährdet seien als der Rest der Bevölkerung. Zur Frage, welche Freiheiten Geimpfte bekommen sollten, sagte sie: "Geimpfte sollten denselben Status wie Getestete einnehmen können, als auch diejenigen, die Corona überwunden haben."

Auch der Gesundheitsexperte der Grünen, Janosch Dahmen, sprach sich gegen eine Aufhebung der Impfpriorisierung aus. Sie sei wissenschaftlich vorgegeben worden, um möglichst viele Menschenleben zu retten. "Es darf auf keinen Fall sein, dass man jetzt hoppla-hopp irgendwen impft, aber die Menschen, die am meisten bedroht sind und für uns eintreten, noch nicht geimpft sind", sagte der Mediziner RTL/ntv.

+++ Kreise: Söder für mehr Tempo und Flexibilität bei Corona-Impfungen +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert mehr Geschwindigkeit und Flexibilität bei den Corona-Schutzimpfungen in Deutschland. "Wo wir freier impfen, sind wir sehr effizient", sagte der CSU-Chef nach Angaben von Teilnehmern am Montag beim Impfgipfel von Bund und Ländern. In der aktuellen Phase der Pandemie seien zwei Punkte wichtig: "Wie können wir die Geschwindigkeit beim Impfen erhöhen?" und "Wie können wir Grundrechte zurückgeben?"

Söder betonte den Angaben zufolge, er befürworte, dass Menschen mit einem vollständigen Impfschutz auch weniger Corona-Auflagen erfüllen müssten: "Wer zweimal geimpft ist, sollte auch mehr Freiheiten bekommen."

+++ Schlachthof München: Schweineschlachtung vorerst ausgesetzt +++

Vier aus der Landeshauptstadt und sechs auswärtige Mitarbeiter im Schlachthof München waren positiv auf das Coronavirus getestet worden - jetzt verzichtet der Schlachtunternehmer zunächst einmal auf die Schweineschlachtung.

Wie die Stadt weiter mitteilt, sind inzwischen 20 Mitarbeiter der Schicht in Quarantäne. Damit stehe zu wenig Personal zur Verfügung, um den Betrieb der Schweineschlachtung aufrechtzuerhalten. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen haben sich die Mitarbeiter nicht während der Arbeit infiziert.

+++ Wenig Bewegung bei der München-Inzidenz +++

Die Sieben-Tages-Inzidenz für München liegt dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge derzeit bei 146,8 (Stand: 26.04., 03.09 Uhr). Ein minimaler Anstieg, am Vortag lag der Wert bei 145,5.


Zum Zwecke der Übersichtlichkeit und besserer Ladezeiten unseres Newsblogs haben wir alte Beiträge ab dieser Stelle gelöscht. Der erste Eintrag stammt vom 26.04.

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