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Coronavirus-News: Mitnahme von Masken im Auto bald Pflicht?

Das Coronavirus beschäftigt München, Bayern und Deutschland weiterhin. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.
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Eine FFP2-Maske hängt am Rückspiegel eines PkWs.
Eine FFP2-Maske hängt am Rückspiegel eines PkWs. © Daniel Karmann/dpa

Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, sorgt in München, Bayern und Deutschland seit Monaten für teils drastische Maßnahmen. In unserem Newsblog informieren wir Sie über die aktuellen Corona-Entwicklungen in München und Bayern.


Corona-News vom 25.09.2021

+++ Ministerium will Mitnahme von Schutzmasken im Auto zur Pflicht machen +++

Die Mitnahme von Schutzmasken im Auto soll künftig zur Pflicht werden. Zuerst hatte die "Rheinische Post" über die Pläne berichtet. 

Demnach müssen Fahrzeugführer auch nach der Corona-Pandemie stets zwei Mund-Nase-Bedeckungen im Auto dabei haben. Geplant sei, dass die Masken künftig dem vorgeschriebenen Inhalt des Verbandkastens in Pkw, Lkw und Bussen hinzugefügt werden. Dies hatte nach Angaben des Ministeriums der Bundesverband Medizintechnologie vorgeschlagen.

+++ Angriffe auf Impfzentren vor allem in Bayern +++

Sachbeschädigungen, Drohungen, Beleidigungen, Diebstähle, körperliche Angriffe: In Bayern und Sachsen  gab es nach Agenturangaben bundesweit die meisten Angriffe auf Impfzentren.

In Bayern gab es nach Auskunft des dortigen Innenministeriums seit Dezember 2020 insgesamt 56 Straftaten im Zusammenhang mit Impfzentren, in Sachsen allein in diesem Jahr 54.

Manche Bundesländer können keine konkreten Zahlen nennen; insgesamt wurden bundesweit mindestens 190 polizeilich relevante Fälle erfasst. 

Corona-News vom 24.09.2021

+++ Immer mehr Corona-Intensivpatienten in München +++

Der Chef des Corona-Krisenstabs, Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble hat am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Stadtrats die aktuelle Corona-Situation geschildert. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" . Demnach gibt es bayernweit 269 Patienten, die wegen Corona in Intensivbetten liegen, Anfang September waren es noch 100 Patienten weniger.

Laut Schäuble liegen allein in den Münchner Krankenhäusern 25 Prozent aller Covid-Intensivpatienten Bayerns: "Das bringt die Münchner Kapazitäten der Kliniken durchaus in Wallung." Der reguläre OP-Betrieb müsse dort eingeschränkt werden und es sei wieder mit finanziellen Einbußen zu rechnen. Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) erklärte, sie sei in Gesprächen mit Klinik-Verantwortlichen darauf hingewiesen worden, dass "eigentlich jetzt schon die rote Ampel steht". 

+++ Klare Mehrheit gegen Ende aller Corona-Auflagen +++

Die meisten Deutschen sind gegen ein rasches Ende aller Corona-Auflagen. Bei einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wandten sich 61 Prozent der Befragten gegen eine sofortige Aufhebung aller Beschränkungen. 33 Prozent wären hingegen dafür.

+++ Über 90 Prozent des Krankenhauspersonals geimpft +++

Die Impfskepsis in der bayerischen Bevölkerung ist hoch, die Impfquote niedriger als in Norddeutschland. Doch das gilt nicht für Bayerns Krankenhäuser – die ganz große Mehrheit der Belegschaften hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Corona-News vom 23.09.2021

+++ Moderna-Chef: Corona Mitte 2022 "wie normale Grippe" +++

Der Chef des Impfstoffherstellers Moderna, Stephane Bancel, geht von einem Ende der Pandemie in einem Jahr aus. Bis Mitte 2022 seien genügend Dosen vorhanden, um alle Menschen impfen zu können, sagte er der "Neuen Zürcher Zeitung". Ab dann werde aus Covid-19 eine normale Grippe. "In einem Jahr ist die Pandemie vorbei." Die Corona-Impfung könne dann Bestandteil einer kombinierten Immunisierung gegen Atemwegsviren sein. Moderna habe eine solche Impfung bereits entwickelt, sie soll ab 2023 bereit sein.

+++ Holetschek warnt vor Corona-Infektionen im Herbst +++

Das Ende des Sommers erhöht nach Ansicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) das Corona-Infektionsrisiko für alle Nicht-Geimpften. "Jetzt ist höchste Zeit, sich impfen zu lassen, denn der Herbst ist Erkältungszeit und damit auch Nährboden für Corona", sagte er am Donnerstag in München.

Weiter: "Wir haben es selbst in der Hand, Verantwortung für uns selbst und für andere zu übernehmen und mit der Impfung einen entscheidenden Beitrag im Kampf gegen die Pandemie zu leisten." Nur mit der Impfung könne der Weg aus der Pandemie gelingen. "Nur mit der Impfung können wir unser Gesundheitswesen und alle dort Beschäftigen entlasten. Ich appelliere daher an alle Bürgerinnen und Bürger Bayerns: Lassen Sie sich jetzt impfen, Impfen ist der beste Schutz."

Corona-News vom 22.09.2021

+++ Spahn erwartet im Frühjahr Ende der Corona-Pandemie +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet im kommenden Frühjahr mit einer Herdenimmunität gegen das Coronavirus und damit mit einem Ende der Pandemie. "Wenn keine neue Virusvariante auftaucht, gegen die eine Impfung nicht schützt, was sehr unwahrscheinlich ist, dann haben wir die Pandemie im Frühjahr überwunden und können zur Normalität zurückkehren", sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Herdenimmunität wird immer erreicht. Die Frage ist ja nur wie: ob durch Impfung oder Ansteckung. Die Impfung ist definitiv der sicherere Weg dorthin", sagte Spahn.

+++ Ab November keine Entschädigung mehr für Ungeimpfte bei Quarantäne +++

Bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne sollen die meisten Nicht-Geimpften spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr bekommen. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern mehrheitlich in einem Beschluss am Mittwoch, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

+++ 63,4 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft +++

63,4 Prozent der Menschen in Deutschland sind nun vollständig gegen Corona geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervor (Stand: 9.21 Uhr). Demnach wurden am Dienstag 222.988 verabreichte Impfdosen gemeldet. Etwa 56 Millionen Menschen (67,4 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen, 52,7 Millionen sind vollständig geimpft.


Corona-News vom 21.09.2021

+++ Bericht: Kein Krankengeld mehr für Ungeimpfte bei Quarantäne +++

Am Mittwoch beraten die Gesundheitsminister der Bundesländer über bundesweit einheitliche Regeln, nach Informationen der "Bild"-Zeitung gibt es aber schon im Vorfeld eine gesonderte Einigung, verweist die Zeitung auf ein entsprechendes Beschlusspapier. 

Die Bundesländer beschließen gemeinsam, was zum Beispiel Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bereits planten: Demnach bekommen Arbeitnehmer, die in behördlich angeordnete Quarantäne müssen und nicht geimpft sind, keine Entschädigung, also kein Krankengeld. Auch der Arbeitgeber müsse für diese Zeit nichts zahlen. Das Ganze soll bereits ab dem 11. Oktober gelten.

+++ Holetschek hält nichts von Diskussion über Ende von Corona-Auflagen +++

"Wer jetzt einen 'Freedom Day' fordert, der hat den Ernst der Lage nicht begriffen", sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag und erteilte damit Überlegungen zu einem sogenannten Freedom Day zur Beendigung der Corona-Beschränkungen auch in Deutschland. 

Ziel müsse es weiterhin sein, möglichst viele Menschen vor Infektionen und lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen zu schützen. "So etwas wie einen 'Tag der Freiheit' kann man für sich persönlich bereits jetzt erreichen: indem man sich impfen lässt", betonte der Minister. So würden auch Mitmenschen geschützt, die sich selbst nicht impfen lassen können. Die Diskussion um ein Ende aller Corona-Beschränkungen hatte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, ausgelöst. Er hatte dies zum 30. Oktober gefordert.

+++ Ende der Corona-Beschränkungen im März 2022? +++

Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestags, Erwin Rüddel (CDU), erwartet ein Ende der Corona-Beschränkungen ab dem kommenden Frühjahr. "Ich rechne mit vollständiger Normalität ab März 2022", sagte Rüddel den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). "Bis dahin müssen die Ungeimpften abwägen, was ihnen wichtig ist", betonte er.

+++ Inzidenz bei schulpflichtigen Kindern steigt stark +++

Durch die Corona-Tests in den Schulen sind möglicherweise deutlich mehr Infektionen bei Kindern und Jugendlichen entdeckt worden. Dies lassen die aktuellen Infektionszahlen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vermuten. Demnach ist die Inzidenz in der Altersgruppe der 6- bis 15-Jährigen in der zurückliegenden Woche deutlich gestiegen, während bei fast allen anderen Altersgruppen die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat rückläufig war.

In der Gruppe der 6 bis 11 Jahre alten Kinder gab es in der ersten Schulwoche ein Anstieg der Inzidenz von 149 auf 191, während es bei jüngeren Kindern einen leichten Rückgang auf 87 gab (minus 3). Ähnlich deutlich war der Anstieg bei den 12- bis 15-Jährigen von 175 auf 202. Auch hier gab es bei den älteren Jugendlichen (16 bis 19 Jahre) einen Rückgang von 194 auf 173. Mehr dazu lesen Sie hier.


Corona-News vom 20.09.2021

+++ Mobile Impfungen und Luftfilter an Münchner Schulen +++

Mit dem neuen Schuljahr weitet die Stadt München ihre Impfkampagne erneut aus. Von heute an werden mobile Teams neben den Aktionen an ausgewählten Standorten im Stadtgebiet auch an den Münchner Schulen im Einsatz sein und Impfungen für Schüler ab 12 Jahren und deren Angehörige sowie Lehrern durchführen. Die Münchner Schulen haben seit Beginn des Schuljahres die Möglichkeit, Termine für mobile Impfteams an ihren Einrichtungen zu vereinbaren. Sie müssen dafür mindestens 20 impfwillige Personen melden. Aktuelle Informationen zu allen Impfangeboten bietet die Landeshauptstadt München unter muenchen.de/corona

Zum Ende der ersten Schulwoche hat außerdem wie geplant die Ausstattung der Münchner Schulen mit mobilen Luftreinigungsgeräten begonnen. Stadtschulrat Florian Kraus: "Die mobilen Luftreinigungsgeräte ergänzen die bestehenden AHA-L Regeln, die natürlich weiterhin die Grundlage für den Schulalltag sind. Durch die nun erfolgte Änderung der Rahmenbedingungen für den Unterrichtsbetrieb an den bayerischen Schulen können die Luftreinigungsgeräte vor allem dazu beitragen, dass beim Auftreten eines positiven Falles nicht mehr die ganze Klasse in Quarantäne geschickt wird. Daher erhöhen sie die Chance, dass die Schulen im Herbst und Winter immer geöffnet bleiben. Das Referat für Bildung und Sport wird auch weiterhin alles dafür tun, die Gesundheit der Kinder optimal zu schützen."

+++ Impf-Aktionswoche bringt nur leichten Anstieg bei Erstimpfungen +++

Während der siebentägigen Aktion "HierWirdGeimpft" ist die Zahl der Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Bayern im Vergleich zur Vorwoche nur leicht gestiegen. Teils animiert durch Attraktionen wie einer Gratisrunde auf dem Riesenrad bekamen in der vergangenen Woche 78.065 Menschen ihre erste Dosis, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Das waren etwas mehr als in den sieben Tagen vorher , aber weniger als in den beiden Wochen zuvor.

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche sollten von vergangenem Montag an Ungeimpfte von unkomplizierten und niedrigschwelligen Angeboten überzeugt werden. Mehr als 400 der 1.400 Aktionen fanden laut dem Ministerium im Freistaat statt. Neben der Aktion mit einem Riesenrad in München gab es Angebote auf bayerischen Marktplätzen, in Einkaufszentren oder am Fußballplatz.

Die Impfquote reiche für einen unbeschwerten Herbst noch nicht aus, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Im Freistaat sind 63,9 Prozent mindestens einmal und 60,9 Prozent vollständig geimpft. Im Ländervergleich hat Bayern damit die fünftniedrigste Impfquote.

+++ Wintersaison mit 3G-Regeln +++

Die Seilbahnbetreiber in Deutschland und Österreich stellen sich auf eine Wintersaison mit sogenannten 3G-Regeln ein. Die österreichische Regierung in Wien gab am Montag bekannt, dass Seilbahnbetreiber nur gegen Covid-19 Geimpfte, Getestete oder Genesene befördern dürfen. Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen wird es für die Skilifte dort nicht geben, eine FFP2-Maskenpflicht jedoch schon. Sollte die Auslastung der Intensivstationen mit Corona-Kranken steigen, werden die Regeln für ungeimpfte Wintersportler verschärft. "Ich bin überzeugt, dass mit diesen Rahmenbedingungen eine unbeschwerte, sichere Wintersaison in unserem Land möglich sein wird", sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger bei einer Pressekonferenz in Wien.

Man unterstütze diese Regeln; sie garantierten einen sicheren Wintersport und die Gäste fühlten sich besser, teilte auch der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte am Montag auf Anfrage mit. Die Kontrollpflicht sei allerdings zu strikt geregelt und in der alleinigen Verantwortung der Betreiber, kritisierte der Verband. Hier müsse nachgebessert werden.

"Wir freuen uns natürlich über das Versprechen der bayerischen Staatsregierung, dass es keinen Lockdown geben wird und die Seilbahnen mit 3G die Wintersaison gesichert planen können", sagte Verbandspräsident Matthias Stauch der Deutschen Presse-Agentur. 

+++ Sibler setzt auf Stichproben zum Start des Wintersemesters

Mit Stichproben soll an Bayerns Hochschulen sichergestellt werden, dass ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete in den Gebäuden unterwegs sind. "Im Regelfall werden es strukturierte und engmaschige Stichproben sein", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag im Bayerischen Rundfunk. Ideal wäre es, wenn sich möglichst viele Studierende gegen Corona impfen ließen. Das Wintersemester beginnt im Oktober.

Eine Lehre in Präsenz soll Sibler zufolge wieder die Regel sein, nicht die Ausnahme. Es solle aber auch weiter digitale Angebote als Ergänzung geben, etwa bei großen Vorlesungen.

+++ Testnachweispflicht für Kita-Beschäftigte gilt ab heute +++

Ungeimpfte Beschäftigte in Kindertagesstätten in Bayern müssen seit diesem Montag nachweisen, dass sie negativ auf Corona getestet sind. Die Tests müssen drei Mal pro Woche durchgeführt werden, wie das Familienministerium erklärte. Ohne Nachweis, dass keine Corona-Infektion vorliegt, dürfen die Mitarbeiter nicht in die Einrichtung.

Die Regel hatte das Kabinett vergangene Woche beschlossen. Neben den eigenen Beschäftigten gilt die Pflicht auch für Mitarbeiter von außen, also zum Beispiel Reinigungskräfte oder Musiklehrer. Der Freistaat stellt den Kitas Selbsttests bereit. So könnten sich auch geimpfte oder genesene Beschäftigte freiwillig testen.


Corona-News vom 19.09.2021

+++ Lauterbach sieht Après-Ski in der kommenden Wintersaison kritisch +++

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach hat kritisch auf den Vorstoß von Sebastian Kurz reagiert, der eine sichere Wintersaison in dem Alpenland versprochen und Après-Ski nur für Geimpfte in Aussicht gestellt hatte. "In Innenräumen haben wir jetzt schon viele Ansteckungen auch unter Geimpften. Diese Fälle werden noch zunehmen, wenn der Impfschutz nachlässt", sagte er der Funke Mediengruppe.

Ob Après-Ski überhaupt möglich sein werde, hänge nicht zuletzt von Booster-Impfungen oder von weiterentwickelten Impfstoffen ab, merkte der Gesundheitsexperte an.

+++Weitere Lockerungen für Kulturbranche +++

Für die Kulturbranche in Bayern gibt es in der Corona-Pandemie weitere Lockerungen. So dürfen kulturelle Einrichtungen nun selbst entscheiden, ob sie Gäste im Abstand von 1,5 Meter platzieren - dann ohne Maskenpflicht für die Besucher - oder ob auf Mindestabstände verzichtet wird - dann jedoch mit Maskenpflicht. Das geht aus dem neuen Rahmenkonzept hervor, dass das Kunstministerium am Sonntag vorstellte.

Bei kulturellen Veranstaltungen gilt ab einer Inzidenz von 35 die 3G-Regel, Besucher müssen also geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Bei mehr als 1.000 Besuchern gilt die Regel draußen und drinnen unabhängig davon, wie hoch die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ist. Draußen gilt auch bei größeren Veranstaltungen nun keine Maskenpflicht mehr.


Corona-News vom 18.09.2021

+++ Lockerungen der Corona-Auflagen für Laienmusiker und -theater ++++

Kunstminister Bernd Sibler und Marcel Huber, Präsident des Bayerischen Musikrats e.V., haben am Samstag in Gersthofen im Rahmen der Verleihung der Zelter- / Pro Musica-Plaketten an Chöre und Musikkapellen ein neues Rahmenkonzept vorgestellt. 

Dieses enthält weitreichende Lockerungen für Laienmusiker und Amateurtheater. Bei Proben von Chören und Laienmusikensembles sind Mindestabstände nun nicht mehr zwingend vorgeschrieben. 

Für Proben in den Bereichen Laienmusik und Amateurtheater gelten folgende Regelungen: 

  • Wird in einem Landkreis/einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz von 35 überschritten, dürfen zu den Proben in geschlossenen Räumen nur noch Personen zugelassen werden, die geimpft, genesen oder getestet sind. Davon ausgenommen sind Kinder bis zum sechsten Geburtstag, Schülerinnen und Schüler, die regelmäßigen Tests im Rahmen des Schulbesuchs bekommen, und noch nicht eingeschulte Kinder. 
  • In Gebäuden und geschlossenen Räumen haben Besucher eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen. 
  • Wenn am festen Sitz-/Stehplatz ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, entfällt für Probenteilnehmer, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, die Maskenpflicht. Selbiges gilt, wenn das Tragen einer Maske das aktive Musizieren bzw. die künstlerische Konzeption des Schauspiels nicht zulässt, insbesondere beim Spielen von Blasinstrumenten oder bei Gesang. 

+++ Ab Montag Testnachweispflicht für Kita-Beschäftigte +++

Ab Montag müssen ungeimpfte Beschäftigte in Kindertagesstätten in Bayern nachweisen, dass sie negativ auf Corona getestet sind. Daran erinnerte Familienministerin Carolina Trautner (CSU) am Samstag. So solle die Sicherheit für Kinder, Eltern und die Mitarbeiter erhöht werden, teilte das Ministerium mit. Die Beschäftigten müssen sich ab kommender Woche dreimal pro Woche testen. Ohne Nachweis dürfen sie nicht in die Einrichtung.Die Regel hatte das Kabinett vergangene Woche beschlossen. Neben den eigenen Beschäftigten gilt die Pflicht auch für Mitarbeiter von außen, also zum Beispiel Reinigungskräfte oder Musiklehrer. Der Freistaat stellt den Kitas Selbsttests bereit. So könnten sich auch geimpfte oder genesene Beschäftigte freiwillig testen.

Eltern müssen sich nicht testen lassen, wenn sie ihre Kinder bringen und abholen oder kurz mit den Erziehern reden wollen. Für Kinder soll es sogenannte Lollitests geben, zudem bekommen Eltern Berechtigungsscheine für kostenlose Selbsttests - verpflichtend ist das allerdings nicht. Masken müssen Erwachsene weiter tragen. Trautner sagte, derzeit seien sehr wenige Kitas wegen Corona geschlossen.

+++ Kurz: Bei steigenden Zahlen Apres-Ski nur für Geimpfte +++

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz verspricht eine sichere Skisaison. Falls sich die Corona-Situation weiter verschärft, würden nur noch Geimpfte Zugang zu Apres-Ski-Lokalen erhalten, kündigte er in einem Interview mit der Funke Mediengruppe an. Sowohl 70 Prozent der über 12-Jährigen in Österreich als auch die überwiegende Masse der Touristen seien geimpft. "Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege."

Der österreichische Party- und Skiort Ischgl war voriges Jahr zum Corona-Hotspot geworden. Am Freitag wurde in Wien ein Schadenersatz-Prozess gegen den Staat Österreich verhandelt. Die Kläger sind Hinterbliebene eines Corona-Toten, der in Ischgl geurlaubt hatte. Ihr Anwalt argumentierte, dass Kurz mit seiner unvorbereiteten Ankündigung der Quarantäne für Ischgl für ein Ausreise-Chaos mit weiteren Infektionen verantwortlich war. Die Republik weist die Vorwürfe von sich.

Kurz sagte im Interview, dass auch die sogenannte 3G-Regel für einen sicheren Winter sorgen werde - also der Zutritt zu Gastronomie und Hotels nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Der konservative Kanzler räumte ein, dass die Kampagne der rechten FPÖ mit ein Grund für Österreichs niedrigere Impfrate im Vergleich zu Deutschland ist.


Corona-News vom 17.09.2021

+++ Gesundheitsminister Spahn: Mit Antikörpertest genügt Infizierten eine Impfung +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Bürgern nach einer unbemerkten Corona-Infektion ermöglichen, dass ein Antikörpertest und eine Impfung bereits als Nachweis für einen vollständigen Impfschutz ausreichen. "Viele Bürgerinnen und Bürger waren infiziert, ohne es zu merken", sagte der Politiker der "Bild"-Zeitung (Samstag). "Mit einem qualitativ hochwertigen Antikörpertest kann man das mittlerweile sicher nachweisen."

Die Impfverordnungen müssten dafür nicht angepasst werden, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Die neue Regel solle in Kürze auf der Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts bekannt gegeben werden. Bezahlt werden muss der Antikörpertest (circa 20 bis 25 Euro) allerdings selbst. Für den Status "Genesen", für den keine Impfung erforderlich ist, sei nach wie vor ein positiver PCR-Test als Nachweis erforderlich. Der Status gilt für sechs Monate nach der Infektion - danach ist auch für diese Menschen eine Impfung nötig, um als geschützt zu gelten.

+++ München-Inzidenz eigentlich bei rund 120 +++

Die Sieben-Tages-Inzidenz in München würde aufgrund der vielen Infektions-Nachmeldungen, die es derzeit gibt, aktuell eigentlich bei rund 120 liegen. Das teilte das Gesundheitsreferat München auf AZ-Nachfrage mit. Wegen kurzfristigen Personalmangels sei es zu Meldeverzögerungen gekommen, die nun Hunderte Nachmeldungen pro Tag zur Folge haben. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Geld für die Corona-Impfung? Spahn lehnt Impfprämie ab +++

Geld für die Corona-Impfung? Dafür hatte sich zuletzt Linksfraktionschef Dietmar Bartsch ausgesprochen und einen Betrag von 50 Euro für die Impfung genannt. Auch Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kann sich eine Geldprämie als Impfanreiz vorstellen. "Ich würde auch eine Geldprämie begrüßen – alles, was hilft, ist richtig, um in die Normalität zurückzukehren", sagte er der "Wirtschaftswoche".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wandte sich jedoch erneut gegen staatliche Impfprämien. "Ich finde die Frage spannend, was denn die 55 Millionen dazu sagen, die schon geimpft sind, die sich einen Termin besorgt haben, die mögliche Impfreaktionen in Kauf genommen haben, um sich und andere zu schützen", sagte er bei RTL/ntv.

+++ Quarantäne-Regeln in Bayern werden stark gelockert +++

Bayern verkürzt die Corona-Quarantänezeiten und stellt die Kontaktnachverfolgung neu auf. Enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen nun zehn Tage in Isolation oder können sich nach fünf Tagen mit einem PCR- oder nach sieben Tagen mit einem Antigenschnelltest freitesten, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag in München sagte. Für vollständig Geimpfte und Genesene ist keine Quarantäne vorgeschrieben.

Bei der Kontaktnachverfolgung wird künftig priorisiert: Situationen mit einem hohen Übertragungsrisiko, wie etwa Feiern, werden zuerst behandelt. Auch Fälle, bei denen Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf involviert sind wie in Altersheimen, sollen schneller bearbeitet werden. Die Änderungen sind seit vergangenem Donnerstag (16. September) in Kraft.

+++ Tickets für den FC Bayern: Arbeitgeberpräsident kann sich Impfprämie vorstellen +++

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kann sich eine Geldprämie als Impfanreiz vorstellen. Im Gespräch mit der "Wirtschaftswoche" sagte er zu neuen Anreizen für eine Corona-Impfung: "Das kann man ja auch regional unterschiedlich gestalten: In München zum Beispiel mit Tickets für den FC Bayern, da würde sich wahrscheinlich die halbe Stadt piksen lassen. Und ja: Ich würde auch eine Geldprämie begrüßen - alles, was hilft, ist richtig, um in die Normalität zurückzukehren." Die Corona-Impfkampagne stockt bereits seit einiger Zeit, Grund ist die mangelnde Nachfrage in der Bevölkerung.

+++ Wie angekündigt: München-Inzidenz steigt stark an +++

Wie die Stadt am gestrigen Donnerstag schon angekündigt hat, meldet das RKI in der Nacht auf Freitag einen sprunghaften Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz für München. Sie liegt jetzt bei 88,2 (Vortag: 62,1). Derzeit registriert die Stadt ungewöhnlich viele Nachmeldungen bei den Neuinfektionen. 

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Corona-News vom 16.09.2021

+++ Bayerische Kreise haben höchste Inzidenz in Deutschland +++

Der Landkreis Berchtesgadener Land (221,0), Landkreis Traunstein (219,7) und die Stadt Rosenheim (202,9) haben die höchsten Corona-Inzidenzen in ganz Deutschland. Sie sind, laut RKI, bundesweit die einzigen Kreise mit Werten über 200. Auf Bundeslandebene liegt Bayern mit einer Inzidenz von 84,3 dagegen eher im oberen Mittelfeld. Der bundesweite Durchschnitt wurde am Donnerstagmorgen mit 76,3 angegeben.

+++ 20 Prozent sind gegen Privilegien für Geimpfte und Genesene +++

20 Prozent der Deutschen sind nach einer neuen Umfrage des Hamburger Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (OIZ) gegen Privilegien für Geimpfte und von Corona Genesene. Sie finden es nicht gut, wenn immunisierte Menschen von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen befreit werden und ihre alten Freiheiten in Restaurants und Hotels, Sport- und Kultureinrichtungen zurückerhalten.

Demnach sind besonders Jüngere und Singles gegen eine Besserstellung Geimpfter und Genesener. In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen betrug die Ablehnung 25 Prozent, bei den Singles im Alter von 25 bis 49 Jahren sogar 28 Prozent. Unter Familien mit Jugendlichen und Landbewohnern ist die Ablehnung mit 15 beziehungsweise 14 Prozent dagegen deutlich niedriger.

+++ München-Inzidenz sinkt +++

Das RKI meldet in der Nacht auf Donnerstag für München eine Sieben-Tage-Inzidenz von 62,1 (Vortag: 64,3).

Corona-News vom 15.09.2021

+++ Demonstration gegen Impfaktion in Kösching eskaliert +++

Bei einer Demonstration von Impfgegnern gegen eine Impfaktion an einer Realschule in Kösching bei Ingolstadt ist es am Mittwoch zu Handgreiflichkeiten gekommen. Wie eine Polizeisprecherin sagte, hatten sich am Morgen etwa 15 Demonstranten vor der Schule versammelt.

Sie seien "das mobile Impfteam angegangen, und es kam zu körperlichen Auseinandersetzungen". Darauf seien mehrere Streifenwagen angerückt. Die Beamten hätten die Lage beruhigt, die Impfaktion sei dann fortgesetzt worden.

+++ Ärger bei Lehrerverbänden: Lolli-Tests zu kurzfristig +++

Die Ruhe währte nur kurz: Unmittelbar nach Beginn des neuen Schuljahrs haben sich Lehrervertreter am Mittwoch zornig zu Wort gemeldet. Grund für den Unmut ist einmal mehr das Vorgehen des Kultusministeriums - speziell die Vorgaben zu den kurzfristig einzuführenden Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen sowie die Organisation von Impfangeboten.

"Das Schuljahr beginnt, wie das alte geendet hat: Hektik, Stress und großer Druck. Musste das so sein?", so die Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann, in München. Erst am Freitag habe das Ministerium die Schulen über die neuen PCR-Pooltests informiert, bemängelte auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Mit den kindgerechten Lolli-Tests zum Lutschen soll es bereits am nächsten Montag flächendeckend losgehen.

Binnen weniger Tage sollten die Eltern informiert, Einverständniserklärungen eingeholt, Elternabende abgehalten, Zugänge zu einer digitalen Schnittstelle erstellt und die Logistik geklärt sein. Fleischmann kritisierte zudem, dass die Schulleitungen obendrein noch Impfangebote direkt an den Schulen zu organisieren hätten. Die Verbände forderten, den Zeitdruck rauszunehmen und Schulen von nicht-pädagogischen Aufgaben zu entlasten.

+++ Söder sieht trotz Corona keine Probleme für nächsten Fasching +++

Trotz der andauernden Corona-Krise rechnet CSU-Chef Markus Söder nicht mit Problemen für die kommende Faschingszeit. "Wir gehen davon aus, dass es stattfinden wird", sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch im Presseclub in München. Auflagen wie 3G - also: geimpft, getest oder genesen - seien auch dann sicher zu beachten, auch der allgemeine Impfstatus. Er sei aber "sehr optimistisch", dass die Zahl der Geimpften steige.

+++ Söder: Höhere Impfbereitschaft durch drohende Einkommenseinbußen +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht davon aus, dass sich Ungeimpfte eher impfen lassen, wenn sie im Falle einer Quarantäne keine Lohnfortzahlung mehr bekommen. Der CSU-Chef glaubt, dass sowohl die nicht mehr kostenlosen Corona-Tests als auch die neuen Quarantäneregeln "dem einen oder anderen noch mal ein zusätzliches Argument geben", in der Frage neu zu überlegen, sagte der am Mittwoch im Münchner Presseclub. Hinzu komme ja weiterhin die wissenschaftlich-medizinische Begründung und die emanzipatorische Frage, wie viel Freiheiten Geimpfte bekämen - "nämlich alle".

+++ München-Inzidenz bleibt stabil +++

In der Nacht auf Mittwoch hat das RKI für München einen Inzidenz-Wert von 64,3 gemeldet. Am Vortag betrug die Sieben-Tage-Inzidenz 64,4.

Corona-News vom 14.09.2021

+++ Durch Corona weniger Krebserkrankungen entdeckt +++

Im Corona-Jahr 2020 ist in Bayern sowohl die Zahl der neu entdeckten Krebserkrankungen als auch die Zahl der Krebstherapien zurückgegangen. Experten zufolge hätten viele Menschen in der Pandemie die Vorsorge vernachlässigt und seien nicht zu Untersuchungen gegangen, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag in München. "Das kann gefährlich sein."

"Zwischen Januar und September 2020 ist die Zahl der diagnostizierten Krebsneuerkrankungen um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Zudem wurden vier Prozent weniger Therapien vorgenommen", erläuterte der Minister. "Schaut man auf die einzelnen Monate, zeigt sich ein alarmierendes Bild. Im April 2020 ging die Zahl der registrierten Neuerkrankungen um 18 Prozent, im Mai um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück."

Der Rückgang betraf vor allem Neuerkrankungen und Operationen in einem frühen Stadium, bei dem die Heilungschancen besonders hoch sind. Holetschek appellierte deshalb eindringlich, Vorsorgen zu Brust-, Darm-, Gebärmutterhals-, Haut- und Prostatakrebs wahrzunehmen.

+++ Aiwanger fordert kostenlose Antikörper-Tests +++

In weniger als einem Monat werden Corona-Tests nicht mehr kostenlos sein. Nun fordert der stellvertretende Ministerpräsident Bayerns Hubert Aiwanger, dass Antikörper-Tests nichts mehr kosten sollen. Diese kosteten höchstens 20 Euro, bei zugleich sehr großem Nutzen, sagte Aiwanger dem "Donaukurier". Denn: "Viele wissen ja gar nicht, ob sie bereits infiziert waren. Andere wissen es; doch der Status als 'genesen' endet nach nur sechs Monaten und dann muss ich wieder - bald selbst zu bezahlende - Tests machen oder mich impfen lassen. Dabei haben viele Genesene deutlich länger ausreichend Antikörper."

Zudem könne man erkennen, ob eine Impfung gewirkt habe oder ob eine dritte Spritze sinnvoll sei, argumentierte Aiwanger. Renommierten Immunologen zufolge ist jedoch unklar, ab welchem konkreten Grenzwert die Menge der gemessenen Antikörperkonzentration im Blut ausreichend vor einer Infektion schützt. Dennoch forderte Aiwanger pointiert: "Also anstatt Bratwurst gratis und Testen kostenpflichtig, lieber Antikörpertest gratis."

+++ Söder: Nachholbedarf bei der Anschaffung von Luftfiltern in Schulen +++

Zum Beginn des neuen Schuljahres hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Nachholbedarf bei der Beschaffung von Luftreinigern für Klassenzimmer eingeräumt. Der Wunsch sei nach wie vor, viele Luftreiniger anzuschaffen. "Da gibt es tatsächlich noch bei einigen Nachholbedarf", sagte Söder beim Besuch des Münchner Wilhelmsgymnasiums.

Söder und Kultusminister Michael Piazolo versicherten den Schülerinnen und Schülern der 7d bei ihrem Besuch einen "Präsenzunterricht mit Sicherheitsmaßnahmen". Zu den Sicherheitsmaßnahmen gehörten Testen, die Maske sowie flächendeckende Impfungen. Ziel sei es, so viele Schülerinnen und Schüler wie möglich zur Impfung zu bewegen. Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ Stadt mit mobilen Impfaktionen in München zufrieden +++

In der Woche vom 6. bis zum 12. September wurden im Rahmen der mobilen Impfaktionen rund 4.000 Menschen geimpft, wie die Stadt mitteilt. 

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek zeigt sich zufrieden: "Bereits seit Mitte Juni ist es ein erfolgreicher Teil unser Impfstrategie, parallel zu unserem Impfzentrum in Riem an ausgewählten Orten Impfangebote im ganzen Stadtgebiet anzubieten", wird sie in einer Mitteilung zitiert. 

In dieser Woche unterstützt die Stadt München die bundesweite Aktionswoche #HierWirdGeimpft. Zurek: "Ich hoffe sehr, dass sich mit der Aktionswoche noch mehr Bürger*innen für eine spontane Impfung entscheiden. Denn jede Impfung zählt. Schützen Sie sich selbst und andere, nehmen Sie eines unser vielen Impfangebote wahr."

+++ Kanzleramtschef schließt 2G nicht aus +++

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sagte in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv, dass im Herbst nach der Bundestagswahl härtere Maßnahmen für Ungeimpfte kommen könnten – auch "die Eskalationsstufe 2G" wolle er "grundsätzlich nicht ausschließen".

Dies hänge allerdings von der Situation in den Krankenhäusern ab, sowie von einem hohen Infektionsgeschehen in Schulen. Braun betonte auch: "Aber nur dann, wenn wir diese Überlastungszeichen im Gesundheitswesen sehen und das ist momentan nicht der Fall."

Er sagte, dass man "sehr genau" auf die Situation in den Krankenhäusern schaue. Sollten Operationen für Geimpfte abgesagt werden, weil "Betten freigehalten werden müssen für zusätzliche Corona-Patienten, dann muss man auch überlegen: Sind weitere Maßnahmen erforderlich?". Allerdings habe sich das Infektionsgeschehen durch die 3G-Regel derzeit "einigermaßen stabilisiert".

+++ Söder will Corona-Lollitests in Kitas +++

Bayern wird die sogenannten Lollitests auch an den bayerischen Kitas einführen, sagt Söder der "Augsburger Allgemeinen". "Der Freistaat wird dafür die Kosten übernehmen." Bei den Lollitests lutscht jedes Kind an zwei Tupfern. Im Labor werden die Proben von allen gesammelt und als Pool untersucht. Diese Pool-PCR-Tests gelten als zuverlässiger als die Schnelltests.

+++ Dobrindt gegen Impfpflicht – "Kein weiterer Lockdown im Herbst" +++

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich trotz stockender Impfbereitschaft klar gegen eine Impfpflicht ausgesprochen. Neue weitreichende Beschränkungen im Herbst erwarte er nicht, sagte er der dpa: "Es wird keinen weiteren Lockdown geben. Man sieht auch jetzt bereits, dass sich das Infektionsgeschehen durch die Zahl der erreichten Impfungen verlangsamt." Er wirbt weiter für den Pieks: "Jedem muss klar sein: Wenn er sich nicht impfen lässt, ist das Risiko einer Virusinfektion hoch und die Folgen sind nicht vorhersehbar."

+++ München-Inzidenz bei 65,8 +++

Das RKI meldet in der Nacht auf Dienstag für München eine Inzidenz von 65,8. Am Montag betrug diese noch 64,4.

Corona-News vom 13.09.2021

+++ 90 Prozent der Intensivpatienten nicht gegen Corona geimpft +++

Auf den Intensivstationen sind nach Angaben der bayerischen Krankenhausgesellschaft mehr als 90 Prozent der Erkrankten nicht gegen Covid-19 geimpft. Sogenannte Impfdurchbrüche gebe es fast nur bei sehr alten Erkrankten mit einem geschwächten Immunsystem, teilte Geschäftsführer Roland Engehausen am Montag in München mit. Auf den Intensivstationen lägen inzwischen jüngere Patientinnen und Patienten aus jener Gruppe, in der erst knapp zwei Drittel geimpft seien. Das zeige, dass nur die Impfung die Pandemie beherrschbar mache und die Krankenhäuser vor Überlastung schützen könne.

+++  Rathaus-CSU will Contact Tracing Teams wieder ausbauen +++

Die CSU-Fraktion will die sogenannten Contact Tracing Teams in München wieder hochfahren. Die Fraktion fordert in einem Antrag,  "das in früheren Stadien der Corona-Pandemie bewährte Schichtmodell für die Contact Tracing Teams wieder einzuführen."

"Aufgrund der steigenden Zahlen sind wieder mehr Personen darüber zu informieren, dass sie zum Kreis der Kontaktpersonen einer mit Corona infizierten Person gehören", heißt es zu Begründung".

+++ München-Inzidenz steigt zum Wochenanfang +++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Montagmorgen für München einen Inzidenz-Wert von 64,4. Am Sonntag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 59,3; am Samstag bei 60,7.

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Corona-News vom 12.09.2021

+++ Wenig Interesse an Auffrischungsimpfung +++

Das Interesse der Menschen an einer dritten Corona-Impfung ist derzeit nach Ansicht des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gering. "Die Zahlen zeigen, dass derzeit weder besonders viele Ärzte bei den Auffrischimpfungen mitmachen noch in der Bevölkerung der Bedarf nach einer weiteren Dosis groß ist", sagte Andreas Gassen der "Welt am Sonntag".

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitag haben sich bislang etwas mehr als 162.000 Menschen in Deutschland eine sogenannte Booster-Impfung verabreichen lassen. Diese werden in mehreren Bundesländern bereits für bestimmte Menschen angeboten, deren zweite Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

+++ Inzidenz sinkt leicht +++

Die Inzidenz in München ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) leicht gesunken und liegt am Sonntag bei 59,3. Am Samstag meldete das RKI für München eine Inzidenz von 60,7.

Corona-News vom 11.09.2021

+++ Erst impfen, dann Riesenrad fahren +++

Am Montag, den 13.9.2021, lädt der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek zu einer besonderen Impfaktion ins Werksviertel-Mitte.vDort können sich zwischen 13 und 17 Uhr alle Bürgerinnen und Bürger nicht nur impfen lassen, sondern anschließend auch noch kostenlos ein Runde im Umadum Riesenrad drehen. Der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek wird am Montag ebenfalls vor Ort im Werksviertel-Mitte sein. Zum Auftakt der Impfaktion um 14 Uhr gibt es zudem ein Gespräch des Bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek mit Spitzenkoch Alexander Herrmann. Herrmann ist Testimonial für die Impfkampagne "Ich tu’s für" des Bayerischen Gesundheitsministeriums.

"Wir freuen uns, dass wir als Werksviertel-Mitte einen Beitrag leisten können, die Impfkampagne mit einem so positiven Angebot zu unterstützen. Ein so lebendiges Stadtviertel wie unseres lebt davon, dass Menschen ohne Sorge ausgehen und die vielen Kultur- und Freizeitangebote unbeschwert genießen können. Jede Impfung hilft unserer Gesellschaft diesen Zustand wieder zu leben", so Josef Glasl, Sprecher des Werksviertel-Mitte.

+++ München-Inzidenz leicht gestiegen +++

Das RKI weist für München eine Sieben-Tage-Inzidenz von 60,7 aus. Damit stieg der Wert im Vergleich zum Vortag leicht an. Am Freitag meldete das RKI für München noch eine Inzidenz von 58,3.


Corona-News vom 10.09.2021

+++ CSU-Parteitag: 97 Prozent gegen Corona geimpft +++

Beim am Freitag in Nürnberg eröffneten Parteitag der CSU sind 97 Prozent der Delegierten und Beobachter gegen das Coronavirus geimpft. Das gab Generalsekretär Markus Blume zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung bekannt. Insgesamt waren knapp 900 Delegierte geladen, dazu kommen weitere mehrere weitere Hundert Menschen in der Nürnberger Messehalle wie Personal, Sicherheitskräfte und Journalisten, die dem Parteitag beiwohnen. Alle Anwesenden mussten entsprechend der sogenannten 3-G-Regel beim Einlass ihren Status hinterlassen. Blume scherzte, die Impfquote könne auch ein Hinweis auf das Ergebnis der für den Abend geplanten Wahl der Parteiführung sein. Zur Wiederwahl steht unter anderem Parteichef Markus Söder.  

+++ Kreta und Korsika ab Sonntag keine Risikogebiete mehr +++

Die Bundesregierung streicht die bei Urlaubern beliebten Inseln Kreta und Korsika ab Sonntag von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. In Frankreich bleiben damit nur noch die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur und einige Überseegebiete auf der Liste, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Griechenland verschwindet damit komplett von der Liste der Hochrisikogebiete.

+++ Mehr Jüngere als Ältere auf Intensivstationen +++

Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts spiegeln sich die unzureichenden Impfquoten bei jüngeren Erwachsenen auch auf Deutschlands Intensivstationen wider. Unter den dort behandelten Menschen seien von Mitte August bis Anfang September mehr 18- bis 59-Jährige gewesen als Menschen über 60, hieß es in dem am Donnerstagabend veröffentlichten RKI-Wochenbericht. Das könne als Effekt der Impfkampagne und der bislang noch unzureichend hohen Quoten bei den 18- bis 59-Jährigen interpretiert werden.

Stefan Kluge,  Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE), sagte der "Hamburger Morgenpost" (Donnerstag), dass eigentlich "alle Intensivpatienten momentan ungeimpft sind". Fast alle von ihnen seien zudem Menschen mit Risikofaktoren und entweder übergewichtig, hätten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, seien schwanger oder schon älter. "Das Personal ist ein Stück weit frustriert, weil sich jeder mit einer Impfung gegen schwere Corona-Verläufe schützen könnte."

+++ Biontech plant Impfstoff für Kinder +++

Biontech will schon in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs auch für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren beantragen. Das erklärte Chefmedizinerin Özlem Türeci dem "Spiegel". Sie sagte: "Wir bereiten bereits die Produktion vor. Der Impfstoff ist derselbe, aber weniger hoch dosiert, und es muss weniger abgefüllt werden."

Die Studienergebnisse liegen laut Biontech vor und müssten nur noch für die Zulassungsbehörden aufbereitet werden. "Es sieht gut aus, alles läuft nach Plan", so Biontech-Chef Ugur Sahin. Bis Ende des Jahres würden auch die Studiendaten zu den jüngeren Kindern ab sechs Monaten erwartet.

Gesundheitsminister Jens Spahn sagte dazu dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "Das ist eine gute Nachricht. Die Zulassung würde es ermöglichen, auch jüngere Kinder besser zu schützen."

+++ Stiko empfiehlt Impfung für Schwangere und Stillende +++

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich generell für eine Corona-Impfung von schwangeren und stillenden Frauen ausgesprochen. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mit. "Nach eingehender Beratung und Bewertung der vorhandenen Evidenz" empfehle die Stiko eine Impfung für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel und für Stillende mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs.

Der Beschlussentwurf der Empfehlung muss nun noch in ein sogenanntes Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und beteiligten Fachkreisen, ist also noch keine endgültige Empfehlung.

In der bislang geltenden Impfempfehlung spricht sich die Stiko bislang noch nicht für eine generelle Impfung in der Schwangerschaft aus. Zufällige Impfungen von Schwangeren, etwa wenn diese noch nicht wüssten, dass sie ein Baby erwarten, seien aber "keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch", heißt es.

+++ Holetschek fordert: Kein Ausgleich für Lohnausfall bei Ungeimpften +++

Ungeimpfte sollen aus Sicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) keinen Anspruch mehr auf eine Entschädigung haben, wenn sie in Quarantäne müssen. "Wenn die Impfung zumutbar ist und nicht gesundheitliche Gründe dagegen sprechen, dann gibt es irgendwann auch keinen Grund mehr, dass diese Verdienstausfallsentschädigung letztlich vom Steuerzahler wieder gezahlt wird", sagte er am Donnerstagabend in der Sendung "Maybrit Illner" im ZDF. In Bayern seien das insgesamt bislang schon 83 Millionen Euro gewesen.

Nach dem Infektionsschutzgesetz sei das derzeit rechtlich schon möglich, betonte er. Nicht nur in Bayern wird darüber diskutiert, Nicht-Geimpften Verdienstausfälle, nicht mehr vom Staat aus auszugleichen, die wegen Quarantäne entstehen (siehe Eintrag unten).


Corona-News vom 09.09. 2021

+++ Ungeimpften droht Lohnausfall bei Quarantäne +++

Wer durch amtliche Quarantäne nicht arbeiten kann, hat bislang, unabhängig vom Impfstatus, Anspruch auf Lohnersatz, doch das könnte sich für Ungeimpfte schon bald ändern.

So wurde laut "Bild" das Ende der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte im Quarantänefall in Baden- Württemberg, Rheinland-Pfalz und in Hessen bereits beschlossen. Der Freistaat Bayern will keinen generellen Lohnausfall, sondern in jedem Einzelfall über eine Entschädigung entscheiden.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich gegen eine Lohnfortzahlung für Ungeimpfte ausgesprochen, sollten sie coronabedingt in Quarantäne müssen. Er sehe nicht ein, "warum auf Dauer andere zahlen sollen, wenn sich jemand nicht für die kostenlose Impfung entscheidet, obwohl er könnte." Spahn zog damit einen Vergleich zu den bisher kostenlosen Corona-Tests, die ab dem 11. Oktober nicht mehr vom Staat gezahlt werden.

Im Fall der Lohnfortzahlungen im Quarantänefall liege die Handhabung aber bei den Ländern. In den vergangenen eineinhalb Jahren sind den Ländern durch Lohnfortzahlungen Kosten in Höhe von rund 458 Millionen Euro entstanden, auf Bayern entfielen dabei 83 Millionen Euro.

+++ Weltärztepräsident: "2G-Regel überall einführen, wo es möglich ist" +++

Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebundes, hat sich im Kampf gegen die vierte Pandemie-Welle für eine Verschärfung von Corona-Beschränkungen ausgesprochen. Es werde kaum reichen, die Impfquote durch mobile Angebote zu erhöhen. "Um die vierte Welle zu brechen, bevor sie dramatisch wird, sollte man jetzt bundesweit überall dort, wo es möglich ist, eine 2G-Regel einführen", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Dort, wo es nicht praktikabel wäre, Ungeimpfte auszuschließen, wie etwa im Öffentlichen Nahverkehr, müsse dann zumindest eine strengere 3G-Regel gelten.

"Ungeimpfte müssten dann einen aktuellen PCR-Tests vorweisen. Ein einfacher Schnelltest dürfte nicht mehr ausreichen", sagte Montgomery. Eine solche erweiterte 2G-Regel könne der nötige Anreiz sein, sich impfen zu lassen.

+++ Ungeimpfte erkranken 8 Mal häufiger an Corona +++

Die Pandemie trifft mittlerweile Geimpfte und Ungeimpfte deutlich unterschiedlich. Das zeigte eine Auswertung der "ZEIT" anhand von zahlreichen Daten über symptomatische Infektionen aus den Wochenberichten des Robert Koch-Instituts (RKI). Demnach erkranken Ungeimpfte fast achtmal so häufig wie Geimpfte. Aber Geimpfte erkranken nicht nur deutlich seltener. Noch besser schützt die Impfung vor einem schweren Verlauf von Covid-19, auch das zeigen die Daten des RKI. Vor Krankenhauseinweisungen, vor dem Aufenthalt auf der Intensivstation und vor dem Tod schützt die Impfung demnach zu mehr als 90 Prozent. Bei den 18- bis 59-Jährigen konnte die Impfung sogar nahezu alle Todesfälle verhindern.

+++ Staatsregierung ruft Urlaubsrückkehrer zu Corona-Test auf +++

Die bayerische Staatsregierung ruft Urlaubsrückkehrer zum Ferienende zu einem Corona-Test auf. "Gerade nach der Rückkehr aus dem Urlaub gilt: Die Tests sind unsere Augen im Kampf gegen das unsichtbare Virus. Nur durch breites Testen können wir Infektionen erkennen und die Infektionsketten so früh wie möglich unterbrechen", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) laut Mitteilung. "Lassen Sie sich und Ihre Familie deshalb jetzt noch einmal testen, bevor Sie nach den Ferien wieder in Ihren Beruf zurückkehren und Ihre Kinder zur Schule oder in die Kita schicken."


Corona-News vom 08.09.2021

+++ "Impfquote zu niedrig" - Ärztepräsident fordert neue Impfkampagne +++

Rund 51 Millionen Menschen in Deutschland, also fast 62 Prozent, sind vollständig gegen Covid-19 geimpft. Doch das ist noch lange nicht genug. Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert daher eine neue Impfkampagne. 

Viele Ungeimpfte seien keine überzeugten Impfverweigerer, sagte der Präsident der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. "Um diese Unentschlossenen zu erreichen, muss die Impfkampagne in Deutschland komplett neu aufgestellt werden." Die Aufforderung "Ärmel hoch" habe anfangs genützt. "Jetzt aber brauchen wir viel zielgenauere Kommunikationsmaßnahmen und niedrigschwellige Impfangebote." Gefragt seien kreative Konzepte.

+++ München-Inzidenz sinkt +++

Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen mitteilte, ist die Corona-Inzidenz in München auf 51,8 gesunken (Vortag 56,4). Deutschlandweit liegt sie bei 82,7 (Vortag 83,8). Am Mittwoch vergangener Woche lag die Inzidenz bei 75,7.

Corona-News vom 07.09.2021

+++ 16- bis 19-Jährige in Bayern am häufigsten mit Corona infiziert +++

Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren stecken sich in Bayern derzeit am häufigsten mit dem Coronavirus an. In der Altersklasse liege die Inzidenz derzeit bei 193, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag in München.

Bei den 20- bis 34-Jährigen liege die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 132 und bei den 12- bis 15-Jährigen bei 131. Die landesweite Sieben-Tages-Inzidenz im Freistaat steige weiter an und liege derzeit bei 77,5. "Wir haben nach wie vor einen kontinuierlichen Anstieg bei den Neuinfektionen. Allerdings jetzt verhaltener als dies noch vor zwei oder drei Wochen der Fall war", sagte Herrmann.

Für politische Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie sind die Inzidenzwerte inzwischen jedoch weniger relevant. "Wir nehmen natürlich seit unserer neuen Verordnung jetzt stärker die Hospitalisierungszahlen in den Blick", so Herrmann. Diese seien mit einer Belegung von 183 Betten allerdings noch im grünen Bereich. Auf Gelb würde die Ampel springen, wenn innerhalb von sieben Tagen mehr als 1.200 Corona-Patienten neu in bayerische Kliniken aufgenommen werden müssten. Auf Rot würde die Ampel schalten, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen würden.

+++ Bundestag beschließt neue Corona-Messlatte und Impf-Auskünfte +++

Für den Kampf gegen die Pandemie im Herbst und Winter soll die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken die wichtigste Messlatte sein. Das sieht eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, die der Bundestag am Dienstag beschlossen hat. Die Länder sollen damit - sowie anhand weiterer Indikatoren - bewerten und festlegen können, ab wann strengere Corona-Auflagen erforderlich sind. Dies soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die wegen vieler Geimpfter als nicht mehr so aussagekräftig gilt. Zudem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

Die neuen Corona-Indikatoren: Die Länder sollen künftig weitgehend vor Ort festlegen können, ab wann strengere Alltagsbeschränkungen nötig werden. "Wesentlicher Maßstab" für zu ergreifende Maßnahmen soll insbesondere die Zahl aufgenommener Corona-Patienten in den Kliniken je 100.000 Einwohner in sieben Tagen sein. Berücksichtigt werden sollen aber auch "weitere Indikatoren". Genannt werden die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, verfügbare Intensivkapazitäten und die Zahl der Geimpften. Die Länder sollen dann festlegen können, wo kritische Schwellenwerte liegen.

Die neue Impfauskunft: Arbeitgeber sollen von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Denn dort würden besonders verletzliche Personengruppen betreut, zudem wären wegen der räumlichen Nähe zahlreiche Menschen einem Infektionsrisiko ausgesetzt. Daher könne es aus Infektionsschutzgründen nötig sein, Beschäftigte je nach ihrem Impf- und Antikörperstatus "unterschiedlich einzusetzen oder von einer Beschäftigung ungeimpfter Personen (in bestimmten Bereichen) abzusehen". Die erweiterte Impfstatus-Abfrage soll nur während der festgestellten "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" gelten, die der Bundestag vergangene Woche vorerst für weitere drei Monate verlängert hatte. 

Zusätzliche Basis für 3-G-Regel: Die von Bund und Ländern schon beschlossene und vielerorts umgesetzte 3G-Regel wird nun ebenfalls ausdrücklich im Infektionsschutzgesetz verankert - also Zutritt zu bestimmten Innenräumen nur für Geimpfte, Genesene und Getestete. Zum präventiven Infektionsschutz können demnach auch Verpflichtungen zur Vorlage entsprechender Nachweise vorgesehen werden - wie zum Beispiel auch schon Abstandsgebote oder Pflichten zum Maske-Tragen.

+++ Studie: Pandemie belastet häuslich Gepflegte und Angehörige +++

Viele zu Hause betreute Pflegebedürftige und deren Angehörige in Bayern sind während der Corona-Pandemie stärker belastet worden. Das geht aus einer am Dienstag vorgestellten Studie des Sozialverbands VdK Bayern hervor. Viele hätten Angst vor Krankheit und Einsamkeit gehabt und auf Leistungen verzichten müssen.

Etwa 40 Prozent der Betreuten und der Pflegenden gaben an, der Anstieg der Belastung sei "sehr stark" gewesen. Oft ging es um psychische Belastung oder Angst vor Ansteckung und Alleinsein. Für etwa ein Drittel der Angehörigen wurde es schwieriger, Pflege und Beruf zu vereinbaren. Ein Drittel der Pflegebedürftigen konnte demnach keine Unterstützungsangebote mehr in Anspruch nehmen.

Drei Viertel der rund 492.000 Pflegebedürftigen im Freistaat werden laut VdK zu Hause gepflegt - zwei Drittel davon von Angehörigen. Daten über sie gebe es aber kaum. Die Studie sei die erste dieser Art. Es wurden im Mai und April 2021 deutschlandweit mehr als 50.000 Pflegebedürftige und Angehörige befragt - in Bayern antworteten rund 14.000.

+++ Bayernweit nur eine Kita wegen Corona komplett geschlossen +++

 Bayernweit ist derzeit wegen der Corona-Pandemie nur eine einzige Kindertagesstätte komplett geschlossen. "Wir haben im Moment bei 10 200 Kitas in Bayern 45 Einrichtungen, die von einer Schließung betroffen sind. Nur eine einzige ist vollständig geschlossen, alle anderen haben nur Gruppen, die in Quarantäne geschickt wurden", sagte Familienministerin Carolina Trautner (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

+++ Corona-Experte: Belastungen der Intensivstationen bis 2022 +++

Der Corona-Experte Clemens Wendtner rechnet damit, dass die Pandemie die Intensivstationen bis weit in das nächste Jahr hinein belastet. "Aus ärztlicher und wissenschaftlicher Sicht muss man ganz klar erkennen, dass wir weit davon entfernt sind, den Sieg über Corona verkünden zu können", sagte der Infektiologe der "Augsburger Allgemeinen". "Die Pandemie mit einer deutlichen Belastung der Krankenhäuser wird sich meiner Einschätzung nach über die erste Hälfte des Jahres 2022 erstrecken."

Hauptproblem sei die derzeit kaum steigende Impfquote, sagte der Chefarzt der München Klinik Schwabing. "Wenn sich hier nichts signifikant in den nächsten Wochen ändert, müssen wir davon ausgehen, dass die vierte Welle jetzt im Herbst noch massiv ansteigen wird und wir wieder viele Covid-Patientinnen und Covid-Patienten in den Kliniken und nicht zuletzt auf den Intensivstationen versorgen müssen."


Corona-News vom 06.09.2021

+++ Söder verteidigt Corona-Lockerungen an Schulen +++

Am 14. September sind die bayerischen Ferien vorbei, dann muss wieder die Schulbank gedrückt werden. Im Freistaat wurden die Corona-Regeln gelockert, die Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nun verteidigt.

"Es ist falsch, ganze Klassen 14 Tage in Quarantäne zu schicken, maximal fünf, maximal das Umfeld", sagte er am Montag in seiner Rede beim politischen Frühschoppen auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. Bei bestimmten Maßnahmen könne die Quarantäne sogar ganz entfallen, etwa wenn es in der betroffenen Klasse Luftreiniger gebe und alle Schüler eine Woche lang täglich getestet würden.

"Ich will keine Lockdown für Wirtschaft und Gesellschaft. Ich will aber auch keine Lockdown in der Schule durch die Hintertür. Liebe Freunde, jetzt müssen wir uns Mühe geben", so Söder. Bayern habe mit seiner neusten Corona-Verordnung "einen Standard gesetzt".

+++ Umfrage: Mehrheit ist für strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte +++

Mögliche striktere Corona-Beschränkungen für Ungeimpfte als für Geimpfte etwa beim Zugang zu Veranstaltungen in Innenräumen treffen laut einer Umfrage mehrheitlich auf Zustimmung. In der Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov befürworteten es 58 Prozent, wenn für Ungeimpfte strengere Regeln gelten würden – 28 Prozent halten dagegen gleiche Regeln wie für Geimpfte und Genesene für richtig. Weitere neun Prozent der Befragten gaben an, alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie abzulehnen.

Mit Blick auf Herbst und Winter gilt für bestimmte Innenräume wie Veranstaltungen und die Gastronomie bundesweit die sogenannte 3G-Regel: Zugang nur mit Nachweis als Geimpfter, Genesener oder negativ Getesteter. Im Gespräch ist aber auch die teils schon angewandte 2G-Regel, also Zugang nur für Geimpfte oder Genesene.

Für die Umfrage wurden den Angaben zufolge 2022 Menschen ab 18 Jahren zwischen dem 27. und 31. August befragt.

+++ München-Inzidenz sinkt leicht +++

Das RKI weist für München eine Sieben-Tage-Inzidenz von 62,4 aus. Damit sank der Wert. Deutschlandweit hingegen steigt die Inzidenz weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag sie bei 84,3 - am Vortag hatte der Wert bei 83,1 gelegen, vor einer Woche bei 75,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4.749 Corona-Neuinfektionen. 


Corona-News vom 05.09.2021

+++ Geimpfte müssen auch bei Infektion selten ins Krankenhaus +++

Das Risiko, wegen Corona ins Krankenhaus zu müssen, ist für Geimpfte derzeit äußert gering.

Das zeigt eine neue RKI-Auswertung von Freitag. So lag das Risiko einer Klinikeinweisung in Verbindung mit Corona bei Ungeimpften zuletzt mehr als fünf Mal so hoch wie bei Geimpften.

Die Impf-Effektivität mit Blick auf eine Klinikeinweisung gibt das RKI mit rund 95 Prozent für Menschen ab 18 an.

+++ Spahn drängt auf höhere Impfquote +++

Bei dem G20-Treffen der Gesundheitsminister in Rom hat Gesundheitsminister Spahn auf eine höhere Impfquote gedrängt. "Um sicher durch Herbst und Winter zu kommen, braucht es noch fünf Millionen Impfungen und mehr", sagte der CDU-Politiker.
In Deutschland sind inzwischen 50,9 Millionen Menschen oder 61,2 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Mindestens eine Impfung haben knapp 54,7 Millionen Menschen (65,7 Prozent) erhalten. Spahn betonte: "Wer sich nicht impfen lässt, der wird es an bestimmten Stellen eben auch schwerer haben müssen, einfach weil der Schutz nicht da ist."

In vier Wellen wurden bislang mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland infiziert. Besonders junge Menschen sind derzeit betroffen: So lag die 7-Tage-Inzidenz bei 10- bis 19-Jährigen laut RKI zuletzt bei mehr als 170. Zum Vergleich: Das sind 17 Mal mehr Ansteckungen als bei 75- bis 79-Jährigen. 

+++ Corona-Patienten werden immer jünger +++

Im Interview mit der Augsburger Allgemeinen Zeitung hat der Chef des Divi-Intensivregister Christian Karagiannidis vor der vierten Corona-Welle gewarnt. Momentan seien die Patientenzahlen noch verkraftbar, aber der Trend gehe "steil nach oben".

Zudem sei der Altersdurchschnitt der Corona-Patienten auf den Intensivstationen "deutlich jünger" geworden: "Weit mehr als die Hälfte der Patienten ist unter 60 Jahre alt, fast ein Drittel ist jünger als 50", so Karagiannidis. "Wir hören von fast allen Kliniken, dass jetzt Patienten kommen, die keine oder kaum nennenswerte Vorerkrankungen hatten." Deshalb bedeute die Delta-Variante "eine neue Phase der Pandemie auf den Intensivstationen".

+++ Vier Millionen Infizierte seit Pandemie-Beginn +++

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Bislang haben die Gesundheitsämter 4.005.641 Ansteckungen gemeldet, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntagfrüh hervorging. Die tatsächliche Zahl der Ansteckungen hierzulande dürfte höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Im Laufe des Samstags übermittelten die Ämter demnach 10.453 Fälle. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8.416 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg erneut an. So lag sie zuletzt bei 83,1 - am Vortag hatte der Wert bei 80,7 gelegen, vor einer Woche bei 74,1. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.13 Uhr wiedergeben.


Corona-News vom 04.09.2021

+++ Spahn: "Müssen Impfquote unbedingt steigern" +++

Jens Spahn (CDU) hat mit Blick auf Herbst und Winter erneut eindringlich zu mehr Corona-Impfungen aufgerufen. "Die Impfquote ist noch zu niedrig, um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern", sagte der Bundesgesundheitsminister der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Die Infektionszahlen bei Ungeimpften seien mehr als zehn Mal höher als bei Geimpften, 90 Prozent der COVID-19-Patienten auf Intensivstationen seien ungeimpft.

Spahn machte deutlich, dass man den "harten Kern" der Impfgegner-Szene nicht überzeugen könne., "Ihre Ablehnung hat schon fast religiös-fanatischen Charakter." Es gebe aber "Impfmuffel und Zweifler", denen manchmal die Gelegenheit und manchmal ein Argument fehle. "Mit ihnen müssen wir im Gespräch bleiben." Spahn betonte: "Wir müssen die Impfquote steigern, unbedingt." Eine Impfpflicht lehnte er aber erneut ab. "Das wäre ein Schritt zu viel. Denn dann würden wir nicht mehr über den Sinn des Impfens diskutieren. Dann gäbe es nur noch totale Konfrontation: Impfgegner gegen Impfbefürworter. Genau das möchte ich vermeiden."

+++ Lehrerverband lehnt Impfauskunftspflicht an Schulen ab +++ 

Der Deutsche Lehrerverband (DL) lehnt eine Impfauskunftspflicht,wie sie die Bundesregierung am Dienstag beschließen will, ab. 

"Wir lehnen eine Impfauskunftspflicht ab, weil wir glauben, dass ein derart tiefer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen auch im Schulbereich nicht gerechtfertigt ist", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Im Übrigen gehören Lehrkräfte zu der Berufsgruppe mit den höchsten Impfquoten", wie er betonte.

Statt einer Auskunftspflicht fordert der DLV die Einführung einer konsequenten 3G-Regel an Schulen. Auf diese Weise lasse sich das Ziel eines hohen Gesundheitsschutzes im Schulbereich genauso erreichen wie mit der umstrittenen Impfauskunftspflicht, so Meidinger. Nach der 3G-Regel bleibe es den Betroffenen überlassen, ob sie einen Impf- oder Genesungsnachweis vorlegen oder eine tägliche Testung machen.

+++ Bayerische Veranstalter entwickeln Konzepte für Christkindlesmärkte +++

 Knapp drei Monate vor Beginn der Weihnachtsmarktsaison sind die bayerischen Veranstalter optimistisch: Sie planen mit mehr Platz für Besucher und 3G-Kontrollen. 

 Der Nürnberger Christkindlesmarkt werde 2021 sicher anders aussehen als "vor Corona", so ein Sprecher der Stadt gegenüber Agenturen. Hier wird derzeit mit einem "Einbahnstraßen-System" geplant. 

Am Münchner Marienplatz soll das Marktgebiet vergrößert und entzerrt werden, wie die Stadt München mitteilte. Außerdem soll es abgegrenzte Gastronomiebereiche geben. 

Die endgültige Entscheidung, ob und unter welchen Voraussetzungen im Freistaat Weihnachtsmärkte stattfinden könnten, liegt bei der bayerischen Staatsregierung. 2020 waren die Christkindlesmärkte wegen steigender Corona-Zahlen abgesagt worden. 

+++ Holtschek begrüßt Impf-Auskunftsrecht +++

Klaus Holetschek (CSU) hat die geplante Pflicht zur Auskunft über den Corona-Impfstatus von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen begrüßt und eine Ausweitung gefordert. In der Augsburger Allgemeinen" (Samstagausgabe) forderte Bayerns Gesundheitsminister auch ein Auskunftsrecht für andere Branchen.

Arbeitgeber sollen von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Darauf hatten sich Union und SPD nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition am Donnerstag geeinigt.

Zugleich forderte Holetschek die Ständige Impfkommission (Stiko) auf, Auffrischungsimpfungen zu empfehlen. 

+++ Sibler setzt auf Präsenzstudium ab Wintersemester +++

Kurz vor Beginn des Wintersemesters an den Hochschulen im Oktober hofft Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) nach langen Corona-Einschränkungen wieder auf ein möglichst normales Semester. "Die bayerischen Hochschulen und ich setzen alles daran, dass der Hochschulbetrieb wieder möglichst uneingeschränkt läuft", sagte Sibler am Freitag in München. Präsenzlehre solle wieder die Regel sein, nicht die Ausnahme - "soweit es das Infektionsgeschehen zulässt", so Sibler.

Es solle aber auch weiterhin digitale Angebote als Ergänzung geben.

Der Vizepräsident der Technischen Universität München, Gerhard Müller, warnte allerdings, dass die organisatorische Umsetzung der Kontrolle der 3G-Regel eine große Herausforderung werde. "Die TUM, mit ihren verschiedenen Standorten, zahlreichen sehr großen Gebäuden und über 40 000 Studierenden, die über den Tag verteilt unterschiedliche Lehrveranstaltungen besuchen, kann keine Einlasskontrolle wie ein Theater, Kino oder Schwimmbad leisten."

Er schlug deshalb Stichprobenkontrollen vor.

Corona-News vom 03.09.2021

+++ Holetschek: Keine Corona-Tests mehr für geimpfte Schüler +++

"Wer vollständig geimpft ist, muss sich nicht mehr in der Schule testen lassen und in der Regel auch nicht mehr in Quarantäne bei engem Kontakt mit infizierten Mitschülern oder Freunden", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag bei einer Pressekonferenz mit Ärztevertretern in München.

Er rief alle über Zwölfjährigen zur Impfung vor dem Ferienende auf. "Es gibt noch genug Zeit, um erstgeimpft in die erste Schulwoche zu starten. Damit kann auch das Ansteckungsrisiko für die Mitschülerinnen und Mitschüler gesenkt werden."

Die Infektionszahlen unter Kindern würden derzeit steigen, so Holetschek laut Mitteilung. Ende August lagen die Inzidenzen in der Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei rund 130 und bei der Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen bei rund 192. Derzeit seien in Bayern 29,8 Prozent der 12- bis 17-Jährigen erst- und 21,9 Prozent zweitgeimpft. 

+++ Spahn - Situation für Ungeimpfte "gefährlicher als vor einem Jahr" +++

Gesundheitsminister Jens Spahn schätzt die Risiken für Ungeimpfte höher ein als noch vor einem Jahr. "Wir erleben eine Pandemie der Ungeimpften", sagte der CDU-Politiker im "Deutschlandfunk". 

Er erklärte: "Trotz höherer Impfquote gibt es mehr Ansteckungen. Das zeigt, wie ansteckend diese Variante ist, und damit ist für jeden einzelnen, der nicht geimpft ist, jedenfalls die Situation gefährlicher als vor einem Jahr. Wer nicht geimpft ist, wird mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit sich in den Herbst- und Wintermonaten ohne Schutz infizieren."

Und weiter: "Die Wahl ist ja nicht Impfung oder nicht Impfung; die Wahl ist Impfung und damit Schutz oder Infektion ohne Schutz. Ich kann jedem nur empfehlen, den Schutz zu wählen, weil da wissen wir den Nutzen und auch die potenziellen Risiken deutlich besser als bei der Infektion."

+++ Söder schließt Rückkehr zu FFP2-Masken und Kontaktbeschränkungen nicht aus +++

Immer mehr Corona-Auflagen werden gelockert. Ein Zustand, der laut Markus Söder allerdings auch wieder geändert werden kann, sollte sich die Corona-Situation in Bayern wieder verschlechtern. So hält er unter gegebenen Umständen eine Rückkehr zu härteren Corona-Maßnahmen für möglich, einen weiteren Lockdown schließt er aber aus. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Auskunftspflicht zum Impfstatus für Kitas, Schulen und Heime geplant +++

Arbeitgeber sollen von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig voraussichtlich Auskunft über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Das war nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition zwischen Union und SPD der Verhandlungsstand vom späten Donnerstagabend, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr.

"Der Arbeitgeber kann (...) vom Beschäftigten Auskunft oder die Vorlage eines Nachweises über das Bestehen eines Impfschutzes oder das Bestehen einer natürlichen Immunität in Bezug auf die Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID19) verlangen", heißt es im entsprechenden Entwurf eines Änderungsantrags der Fraktionen der CDU/CSU und SPD, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Gerade in Kita, Schule und Heim könne es "im Interesse des Infektionsschutzes" nötig sein, Beschäftigte hinsichtlich ihres Corona-Impf- und Serostatus, der über Antikörper Aufschluss gibt, "unterschiedlich einzusetzen oder von einer Beschäftigung ungeimpfter Personen (in bestimmten Bereichen) abzusehen".

Die Möglichkeit soll nur während der festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite gelten, die der Bundestag vergangene Woche für weitere drei Monate verlängert hatte. Damit scheint der diskutierte weitergehende Plan vom Tisch, dass Arbeitgeber generell den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen. Dass es keinen allgemeinen Auskunftsanspruch für alle Unternehmen geben soll, hatte zuvor "Business Insider" berichtet.

+++ RKI-Bericht: Impfquoten steigen kaum noch +++

In Deutschland macht sich in der Corona-Pandemie zusehends Impfmüdigkeit breit. Der Anteil der vollständig immunisierten Bundesbürger sei mit rund 61 Prozent im Vergleich zur Vorwoche (59 Prozent) weiterhin nur langsam gestiegen, heißt es im jüngsten Wochenbericht der Robert Koch-Instituts vom Donnerstagabend. Von Ende Juli bis Ende August legte die Impfquote lediglich um rund 10 Prozent zu.

Insgesamt kommt sie damit am Ende des Hochsommers nicht an die Werte heran, die das RKI im Juli für wünschenswert erachtete. Nach der damals entworfenen Modellierung müssen mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Senioren ab 60 Jahren vollständig geimpft sein, damit eine ausgeprägte vierte Welle mit vollen Intensivstationen im Herbst und Winter unwahrscheinlich wird.


Corona-News vom 02.09.2021

+++ Virologe Drosten mahnt zu mehr Impfungen +++

Angesichts des derzeit sinkenden Impftempos in Deutschland hält Christian Drosten neue Corona-Beschränkungen im Herbst für möglich. 

"Wir werden gesamtgesellschaftlich die Zahl der Kontakte wieder einschränken müssen. Das ist ganz klar. Die Infektionslast steigt im Herbst", sagte der Virologe der Berliner Charité im Deutschlandfunk.

Laut Drosten müsse unbedingt an der Impfquote gearbeitet werden. Die aktuelle Quote von 61 Prozent vollständig Geimpfter in Deutschland reiche nicht. "Mit dieser Impfquote können wir nicht in den Herbst gehen", so Drosten, "das reicht absolut nicht aus".

Für Kinder unter zwölf Jahren empfiehlt Drosten, in den Schulen die regelmäßigen Corona-Tests beizubehalten. Corona-Tests allein seien aber keine Alternative. Sie seien nur ein Behelfsmittel gewesen, solang es noch keinen Impfstoff gegeben habe: "Jetzt nimmt die Bevölkerung die Impfung nicht an, das ist ein großes Problem.“ 

+++ Auch Freie Wähler wollen "Freedom Day" +++

Nach der FDP fordern nun auch die Freien Wähler einen "Freedom Day", und zwar bundesweit: Ab einem solchen Stichtag sollten die staatlichen Corona-Vorschriften in Deutschland enden. Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger schlug dafür am Donnerstag ganz konkret den 11. Oktober vor – da ab diesem Datum auch die Corona-Tests nicht mehr für alle von der öffentlichen Hand bezahlt werden.

"Der neu gewählte Bundestag muss in seiner ersten Sitzung den 'Freedom Day' noch im Oktober verkünden", verlangte Aiwanger. "Wenn wir die Lage weiterhin im Griff haben, die Krankenhäuser nicht überlastet sind, darf der Bund die epidemische Lage von nationaler Tragweite nicht weiter aufrechthalten", argumentierte er. Als "Notbremse" könne jederzeit die 3G-Regel reaktiviert werden – mit Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete.

Die CSU konterte umgehend. Vize-Generalsekretär Florian Hahn schrieb auf Twitter: "Wenn Hubert Aiwanger einen Freiheitstag fordert, kann ich nur sagen: den gibt es bereits! Und zwar ganz individuell für jeden mit der eigenen Impfung!" Aiwanger hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt abgelehnt, sich selbst impfen zu lassen.

+++ Pandemie im Frühjahr vorbei? Kassenärzte-Chef optimistisch +++

Seit eineinhalb Jahren bestimmt Corona unser Leben - doch bald könnte die Pandemie vorbei sein. Davon geht zumindest Kassenärzte-Chef Andreas Gassen aus. Er rechnet mit einem Ende der Corona-Pandemie in einem halben bis Dreivierteljahr. "Ich gehe davon aus, dass im Frühjahr 2022 Schluss sein wird mit Corona", sagte er der "Rheinischen Post". "Bis dahin wird die Impfquote noch einmal etwas höher liegen, vor allem nimmt aber auch die Zahl der Genesenen mit Antikörpern zu. Einschränkungen werden dann wohl gänzlich unnötig werden."

Gassen sagte aber auch, im Herbst würden die Infektionszahlen noch einmal steigen. Die Zahl schwerer Erkrankungen werde allerdings deutlich unter der des letzten Winters bleiben.

+++ München-Zahlen: Technische Probleme bei der Übermittlung +++

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist am heutigen Donnerstag für München keine aktuellen Fälle aus, weil es nach Angaben der Stadt am Mittwochabend bei der Datenübermittlung vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) an das RKI zu kurzzeitigen technischen Problemen gekommen ist.

Die Stadt greift ersatzweise auf die vom LGL ermittelte 7-Tage-Inzidenz zurück - sie beträgt aktuell für München 74,1 (Stand 2.9.); in der AZ-Tabelle orientieren wir uns weiter am RKI-Wert. 

+++ Corona-Drittimpfung in Bayern gestartet +++

Bayern hat mit Corona-Drittimpfungen für bestimmte Gruppen begonnen. "Es gab bereits rund 2.900 Auffrischungsimpfungen in Bayern", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag in München. Knapp 1.960 Menschen wurden demnach in Impfzentren geimpft, etwa 930 in Arztpraxen. Holetschek nannte die Resonanz "sehr erfreulich".

Die Auffrischungsimpfungen seien zunächst "für die Menschen mit dem größten Corona-Risiko" vor allem in Pflegeheimen gedacht, deren Zweitimpfung mindestens ein halbes Jahr zurückliegt, sagte Holetschek. Man müsse sich aber "zeitnah auch darüber Gedanken machen und entscheiden, ob wir im Rahmen der gesundheitlichen Vorsorge nicht auch allen über 60-Jährigen, die das wollen, eine Auffrischungsimpfung anbieten." Priorität hätten aber weiter Erstimpfungen, Impfstoff sei genügend vorhanden.

+++ Auffrischimpfungen ohne Stiko-Empfehlung - Ärztepräsident übt Kritik +++

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat kritisiert, dass viele Bundesländer auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) mit Corona-Auffrischungsimpfungen begonnen haben. Sie werden zunächst Senioren und Immungeschwächten angeboten.

Zwar spreche theoretisch einiges dafür, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag). "Nach bisherigem Kenntnisstand und Auffassung namhafter Experten ist sie aber für die meisten Geimpften nicht sofort nötig." Insgesamt fehlten noch aussagekräftige Studien, ob, wann und für wen eine sogenannte Boosterimpfung nötig sei.

"Da ist also von der Politik eine Erwartungshaltung bei den Patienten geschürt worden, die viele Ärztinnen und Ärzte ohne eine wissenschaftlich fundierte Impfempfehlung nicht bedienen wollen", sagte Reinhardt. Er nannte das Vorgehen einen Fehler von Bund und Ländern.

+++ Ab heute gelten neue Corona-Regeln +++

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat als Maßstab für verschärfte Maßnahmen ausgedient, die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske entfällt: Seit Donnerstag gelten in Bayern neue Corona-Regeln und Maßnahmen, die vor allem für Geimpfte und Genesene Erleichterungen mit sich bringen. Mehr dazu lesen Sie hier.


Corona-News vom 01.09.2021

+++ EU-Seuchenbehörde ECDC - Booster-Imfpungen nicht notwendig +++

Geimpfte brauchen derzeit keine dritte Impfung - so die Europäische Seuchenbehörde ECDC. Die Behörde verwies auf die vorliegenden Daten. Bei einigen Personen mit einem geschwächten Immunsystem sollte dagegen jetzt schon eine derartige Zusatzimpfung erwogen werden, hieß es.

+++ Krankenhaus-Ampel in Bayern momentan auf Grün +++

Bayern rückt von den Inzidenzen ab, stattdessen soll künftig die Krankenhaus-Ampel ausschlaggebend sein, ob Corona-Maßnahmen verschärft werden. Derzeit steht sie klar auf Grün. Auf die Warnstufe Gelb würde die Krankenhaus-Ampel springen, wenn landesweit binnen sieben Tagen mehr als 1.200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Diese Zahl liegt derzeit 232, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Auf Rot würde die Ampel schalten, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen - das sind im Moment 169.

+++ Grüne fordern PCR-Tests für Lehrer und Schüler +++

Den Grünen geht das Corona-Testkonzept an den bayerischen Schulen zum Schuljahresstart nicht weit genug – sie fordern zu Beginn flächendeckend PCR-Tests für alle Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, die nicht geimpft und genesen sind.

Er frage sich, warum das Schuljahr nicht gut vorbereitet werde, mit einem "richtig guten Testkonzept", sagte Landtagsfraktionschef Ludwig Hartmann am Mittwoch im Landtag in München. PCR-Tests können Corona-Infektionen zuverlässiger nachweisen als Antigen-Schnelltests.

In einem Dringlichkeitsantrag fordern die Grünen genau dies: dass alle Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, die nicht geimpft oder genesen sind, am ersten Schultag einen negativen PCR-Test-Nachweis mitbringen müssen. "Die Staatsregierung muss sicherstellen, dass genügend Testzentren am Sonntag und Montag geöffnet haben, so dass die Testergebnisse vor Schulbeginn vorliegen", heißt es in dem Antrag.

+++ Söder verteidigt neue Corona-Strategie - "Haben trotzdem Firewall" +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Kurswechsel in der Corona-Politik des Freistaats verteidigt. Angesichts der hohen Impfquote könne man nicht mehr stur an alten Konzepten festhalten, sagte Söder am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Landtag. Die neue Strategie bedeute nun eine richtige Balance aus mehr Freiheit und Eigenverantwortung – aber auch weiter Schutz und Sicherheit. "Wir haben trotzdem eine Firewall gegen Corona." Einen neuen Lockdown schloss Söder erneut aus. "Es braucht keinen Lockdown mehr und es wird auch keinen Lockdown mehr geben."

Hier lesen Sie, welche Corona-Regeln ab Donnerstag in München und Bayern gelten

+++ Patientenschützer kritisiert Bayerns Corona-Ampel +++

Die in Bayern geplante Corona-Ampel geht aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz an der Realität vorbei. Der Vorsitzende der Stiftung, Eugen Brysch, sprach von einer unsinnigen Unterscheidung in normale Krankenhausbetten und Intensivbetten.

"In der Hochzeit der Belegung hatten wir sehr viel mehr Menschen auf Normal- als auf Intensivstation", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Hier eine Differenzierung zu machen, wird der Wirklichkeit nicht gerecht." Wenn das Gesundheitssystem, wenn Ärztinnen und Pfleger vor einer Überlastung geschützt werden sollen, dann müsse die gesamte Krankenhausbelegung in den Blick genommen werden.

+++ Dutzende gefälschte Impfpässe - Nur Spitze des Eisbergs? +++

In Bayern sind in den vergangenen Monaten Dutzende gefälschte Impfpässe aufgetaucht. Zwischen April und Ende August wurden nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) rund 50 sogenannte Falsifikate gefunden (Stand 31. August). Dazu zählen Blanko-Impfpässe, gefälschte Corona-Impfaufkleber oder Totalfälschungen.

Dabei handelt es sich allerdings nach Ansicht der Ermittler nur um einen kleinen Teil der Fälschungen, die sich tatsächlich im Umlauf befinden. Sie gehen von einer hohen Dunkelziffer aus, weil es so einfach sei, Impfnachweise zu fälschen. Nach Angaben eines LKA-Sprechers entdecken Ermittler die meisten Fälschungen, wenn sie auf Plattformen wie Telegram angeboten werden, auf der sich viele Impfgegner und Querdenker tummeln.

Erst am Montag hatte die Polizei bei einer Verkehrskontrolle in der Oberpfalz mehr als zehn mutmaßlich gefälschte Blanko-Impfpässe entdeckt. Drei Männer zwischen 31 und 34 Jahren aus Nordrhein-Westfalen saßen in dem Mietwagen, den Beamte an der Autobahn 6 nahe Ebermannsdorf (Landkreis Amberg-Sulzbach) durchsuchten. In die mutmaßlich gefälschten Impfausweise war den Angaben zufolge eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus mit dem Stempel eines deutschen Impfzentrums eingetragen. In den Wohnungen der Männer wurden nach Polizeiangaben vier weitere Blanko-Impfpässe gefunden.

+++ RKI meldet München-Inzidenz von 77,4 +++

Am Mittwoch ist die Inzidenz für München erneut leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut meldet einen Wert von 77,4 (Stand 01.09., 3.14 Uhr). Am Vortag lag in der bayerischen Landeshauptstadt die Inzidenz bei 75,9.


Corona-News vom 31.08.2021

+++ Spahn hält 2G-Modell für diskussionswürdig +++

In Bayern gilt 3G, in Hamburg gibt es auch die Option auf das 2G-Modell. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält das Modell für diskussionswürdig. Im "Abendblatt"-Podcast "Entscheider treffen Haider" sagte er am Dienstag: "Ich finde [...] den Ansatz des Hamburger Senats auch nicht so unklug, zu sagen: 3G gilt grundsätzlich, aber bei 2G kann man auf bestimmte Schutzmaßnahmen verzichten."

Das den Veranstaltern zu überlassen und nicht politisch vorzuschreiben, könne verhindern, "dass es in unserer Gesellschaft zum ganz großen Konflikt kommt", sagte Spahn. Geimpft oder nicht geimpft, das sei eine Frage, die Emotionen und Kontroversen auslöse. "Ich bin unbedingt fürs Impfen, finde aber gleichzeitig wichtig, dass aus den vorhandenen Spannungen nicht Spaltungen entstehen", sagte Spahn.

Für Geimpfte und Genesene werde es im weiteren Verlauf der Pandemie keine Kontaktbeschränkungen mehr geben, sagte Spahn: "Das, was wir in den ersten drei Wellen erlebt haben, wird es so nicht noch einmal geben."

+++ Neue Corona-Regeln: 3G kommt, FFP2-Pflicht fällt weg! +++

Am Dienstag hat das bayerische Kabinett über die neuen Corona-Regeln beraten, Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Ergebnisse anschließend auf einer Pressekonferenz mitgeteilt. Demnach ist die Inzidenz ab Donnerstag (2. September) nicht mehr der ausschlaggebende Wert für Maßnahmen. "Die Inzidenz ist nicht mehr aussagekräftig genug für das tatsächliche Infektionsgeschehen", sagte Söder.

Vielmehr baue das neue Corona-Konzept im Freistaat auf 3G (geimpft, genesen, getestet) – laut Söder das "Herzstück" der neuen Verordnung, die er gleichzeitig als "neues Kapitel" im Kampf gegen Corona bezeichnete. Als "Sicherheitsschranke" werde künftig die Krankenhaus-Ampel gelten, die zwei Warnstufen hat.

So funktioniert die Krankenhaus-Ampel in Bayern

Die gelbe Warnstufe ist erreicht, wenn innerhalb einer Woche in Bayern 1.200 Krankenhausbetten wegen einer Corona-Infektion neu belegt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Intensivbetten oder normale Betten handelt. Tritt die gelbe Warnstufe ein, wird es laut Söder weitere Maßnahmen geben. Zwei davon: Erneute Kontaktbeschränkungen sowie die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske, die mit der neuen Verordnung nicht mehr gilt. Die rote Warnstufe ist erreicht, wenn innerhalb einer Woche 600 Intensivbetten belegt werden. "Dann müssen grundlegend weitere Maßnahmen beschlossen werden", sagte Söder.

3G in Innenräumen – mit Ausnahmen

Die 3G-Regelung besteht grundsätzlich in Innenräumen. Im ÖPNV und Handel gelte sie laut Söder nicht, dort sei die Maskenpflicht weiterhin die entscheidende Schutzmaßnahme. In Zukunft kann dann entweder eine FFP2-Maske oder eine medizinische Maske getragen werden.

Ansonsten muss man im Innenraum in allen Bereichen entweder vollständig geimpft, getestet oder genesen sein. In der Gastronomie entfällt die coronabedingte Sperrstunde. Zudem dürfen ab 1. Oktober die Clubs und Diskotheken in Bayern wieder öffnen. "Wir wollen noch das Ferienende abwarten und einen Zeitpuffer haben", sagte Söder dazu. Auch hier gilt 3G – als Test wird aber nur ein PCR-Test akzeptiert, Schnelltests zählen nicht. 

Draußen gilt die 3G-Regel unter anderem bei Veranstaltungen ab 1.000 Personen. Im privaten Bereich fallen die Kontaktbeschränkungen weg. Im Handel wird die Beschränkung nach Quadratmeterzahl aufgehoben.

Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung tritt am 2. September in Kraft und gilt bis einschließlich 1. Oktober.

+++ Bayern erlaubt Veranstaltungen mit 25.000 Teilnehmern +++

Bayern erlaubt Sport- und Kulturevents oder Kongresse mit bis zu 25.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Wie das Kabinett am Dienstag beschloss, sollen die bisherigen Personenobergrenzen für private und öffentliche Veranstaltungen fallen.

Veranstaltungsorte, die bis zu 5.000 Menschen fassen, dürfen komplett ausgelastet sein, überschreitet die Teilnehmerzahl diese Grenze, muss mehr Platz sein. "Für den 5.000 Personen überschreitenden Teil darf 50 Prozent der weiteren Kapazität des Veranstaltungsorts genutzt werden", heißt es in dem Beschluss des Ministerrates. Auch Stehplätze dürfen demnach in diesem Rahmen unbegrenzt ausgewiesen werden. Voraussetzung für Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern ist ein Sicherheits- und Hygienekonzept.

+++ Söder: Kein Wechselunterricht mehr +++

Bayerns Schüler und Schülerinnen sollen künftig nicht mehr in den Wechselunterricht geschickt werden, wenn die Corona-Infektionszahlen steigen. "Es gilt der Präsenzunterricht", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. Die Regelungen zum Wechselunterricht ab einer Inzidenz von 100 wird gestrichen. Allerdings müssen die Schüler und Schülerinnen zum Unterrichtsbeginn im neuen Schuljahr weiterhin Masken tragen – auch an ihrem Platz. Außerdem sollen die Corona-Tests ausgeweitet und die Quarantäne-Vorschriften gelockert werden.

+++ Söder schließt neuen Lockdown definitiv aus +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schließt einen neuen Lockdown in der vierten Corona-Welle grundsätzlich aus. Mittlerweile seien 60 Prozent der Menschen zweifach geimpft, sagte der CSU-Chef am Dienstag in München. "Daher wird es jetzt definitiv keinen Lockdown mehr geben oder Beschränkungen wie wir sie hatten."

Derzeit gebe es keine Pandemie wie vorher. "Es handelt sich um eine Pandemie der Ungeimpften und der Jüngeren." In dieser Gruppe gebe es aber die Chance auf mildere Krankheitsverläufe. Söder erwartet daher keine ähnlichen Todeszahlen wie bei den bisherigen Corona-Wellen.

+++ Passau verschärft Regeln für Reiserückkehrer +++

Die Stadt Passau hat ihre Corona-Maßnahmen verschärft: Von Mittwoch an müssen sich sämtliche Rückkehrer von einer Auslandsreise, die nicht geimpft und nicht genesen sind, in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Diese können sie frühestens nach fünf Tagen mittels eines negativen Testnachweises verlassen. Die Regel gilt nach Angaben der Stadt ausdrücklich nicht nur für Rückkehrer aus Hochrisiko- und Virusvariantengebieten.

Grund dafür ist die Sieben-Tage-Inzidenz, die am Dienstag am dritten Tag in Folge die 100er-Marke überschritten hatte. Kontrollen werde es nicht geben, sagte eine Sprecherin. Sollte ein Reiserückkehrer, der sich nicht in Quarantäne begeben hatte, positiv auf Corona getestet werden, müsse er ein Bußgeld bezahlen.

+++ Kabinett will neue Corona-Regeln beschließen +++

Das Kabinett will am Dienstag (10 Uhr) neue Regeln für den Kampf gegen Corona beraten und beschließen. Im Zentrum soll das 3G-Prinzip mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete stehen – das hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vergangene Woche bereits angekündigt.

Zudem soll künftig für Anti-Corona-Maßnahmen nicht mehr alleine die Sieben-Tage-Inzidenz entscheidend sein, also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen. Stattdessen soll es eine Art Ampelsystem geben, bei dem die Auslastung der Intensivstationen und Krankenhäuser im Freistaat im Fokus steht. Auch die FFP2-Maskenpflicht soll laut Söder fallen. Für 13 Uhr ist eine Pressekonferenz angesetzt.

+++ Infektiologe begrüßt Pläne für Krankenhaus-Ampel +++

Die Krankenhaus-Ampel sei eine "sinnvolle Maßnahme", meint Christoph Spinner, Infektiologe und Pandemie-Beauftragter des Klinikums rechts der Isar in München. Er plädierte im BR für ein "Mix-System (...) aus verschiedenen Indikatoren": "Es eignen sich die Krankenhausbelegungszahlen sehr gut, man darf aber auch die Intensivzahlen nicht aus dem Auge verlieren."

Künftig soll für Anti-Corona-Maßnahmen nicht mehr alleine die Sieben-Tage-Inzidenz entscheidend sein, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Stattdessen soll es eine Art Ampelsystem geben, bei dem die Auslastung der Intensivstationen und Krankenhäuser im Freistaat im Fokus steht. Die Entscheidung darüber stand am Dienstag auf der Tagesordnung für die Kabinettssitzung.

+++ Philologenverband hält Corona-Lockerungen für zu früh +++

Der Bayerische Philologenverband (bpv) betrachtet einige der von der Staatsregierung angekündigten Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen kritisch. Zum aktuellen Zeitpunkt seien diese "der falsche Weg und stellen ein unnötiges Risiko dar", teilte der Vorsitzende Michael Schwägerl mit. "Wo doch ein möglichst unbelasteter und sicherer Schulbeginn das ist, was sich alle wünschen." In Bayern beginnt die Schule am 14. September.

Der Wegfall der FFP2-Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr, der auch von Schülern genutzt wird, sei problematisch. Dort sollen dann medizinische Masken ausreichen. Der Schuljahresbeginn in anderen Bundesländern habe gezeigt, dass das Risiko von Infektionen unter anderem durch Reiserückkehrer ernst zu nehmen sei.

+++ Abfrage des Impfstatus von Beschäftigten - Spahn ist dafür +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kann sich vorstellen, dass Arbeitgeber Mitarbeiter nach ihrem Corona-Impfstatus fragen dürfen. Er sei gerade hin- und hergerissen, ob man das Gesetz ändern solle, damit Arbeitgeber zumindest für die nächsten sechs Monate fragen dürften, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in der ARD-Sendung "Hart aber fair". So werde es ja im Restaurant auch gemacht. Auf die Frage, wie seine Haltung dazu sei, sagte Spahn: "Ich tendiere zunehmend zu ja." Er argumentierte: "Wenn alle im Großraumbüro geimpft sind, kann ich damit anders umgehen, als wenn da 50 Prozent nicht geimpft sind."

Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Rainer Dulger, hatte am Montag erklärt: "Unternehmen und Betriebe brauchen jetzt eine klare Ansage, dass sie den Impfstatus ihrer Beschäftigten erfragen dürfen, um die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit aller ihrer beschäftigten Mitarbeiter sicherzustellen."

Einer Impfpflicht auch für bestimmte Berufsgruppen wie den Pflegeberufen erteilte Spahn erneut eine Absage. Es sei seine Sorge, "dass eine verpflichtende Impfung - auch berufsgruppenbezogen - am Ende das nicht leichter macht, dass wir alle dabei behalten, sondern wir viele auf diesem Weg verlieren werden".

+++ München-Inzidenz leicht gesunken +++

Am Dienstagmorgen meldet das Robert Koch-Institut (RKI) eine leicht gesunkene Inzidenz für München. Der Wert liegt aktuell bei 75,9 (Stand 31.08, 3.15 Uhr), am Vortag wurde eine Inzidenz von 77,3 gemeldet.


Zum Zwecke der Übersichtlichkeit und besserer Ladezeiten unseres Newsblogs haben wir alte Beiträge ab dieser Stelle gelöscht. Der erste Eintrag stammt vom 31. August.

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