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Coronavirus-News: Weniger Hochschul-Abschlussprüfungen in Bayern

Das Coronavirus beschäftigt München, Bayern und Deutschland weiterhin. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.
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Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, sorgt in München, Bayern und Deutschland seit Monaten für teils drastische Maßnahmen. In unserem Newsblog informieren wir Sie über die aktuellen Corona-Entwicklungen in München und Bayern.


Corona-News vom 22.06.2021

+++ Weniger Hochschul-Abschlussprüfungen in Bayern +++

Im Corona-Jahr 2020 ist die Zahl der erfolgreich abgelegten Abschlussprüfungen an Bayerns Hochschulen um 8,4 Prozent zurückgegangen. Insgesamt erhielten 72.446 Kandidatinnen und Kandidaten von den Universitäten und Fachhochschulen ihre Urkunde. Die Hälfte (50,6 Prozent) von ihnen waren Frauen, so das Landesamt für Statistik in Fürth.

Am stärksten war der Rückgang mit knapp 14 Prozent bei den universitären Abschlüssen. Allerdings hatten die Studierenden aufgrund der Corona-Pandemie die Möglichkeit, Fristen für das Ablegen von Prüfungsleistungen zu verlängern. In Summe gab es bei den Universitäten mit 34 161 dennoch die meisten erfolgreichen Abschlüsse (47,2 Prozent), bei den Fachhochschulabschlüssen (38,8 Prozent) kamen weitere 28.122 hinzu. Des Weiteren legten 4.575 Absolventinnen und Absolventen ihre Lehramtsprüfung, 4.654 ihre Promotion sowie 934 die Prüfung für künstlerische oder sonstige Hochschulabschlüsse ab.

+++ Mit Abstand und Hygienemaßnahmen: Bayerns Schüler dürfen Abschlüssen feiern +++

Gute Nachrichten für Bayerns Abschlussklassen: Trotz der Corona-Krise wird es in diesem Jahr an den Schulen Abschlussfeiern und auch Zeugnisverleihungen geben. Es gebe auch bereits eine Reihe von Schulen, die dies vorbereiteten, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag in München.

Er betonte aber, dass auf den Feiern auf Infektionsschutzmaßnahmen geachtet werden müsse. Das bedeute etwa, dass es kein Catering mit Verpflegung geben könne und auch die Abstandsregeln eingehalten werden müssten. "Ein enges Zusammenstehen wollen wir nicht", sagte Piazolo. Aber Feiern mit Abstand und Sitzplätzen seien möglich.

+++ Delta-Variante verbreitet sich in Bayern +++

Die Zahl der bestätigten Corona-Ansteckungen mit der gefährlicheren Deltavariante des Virus hat sich in Bayern im Verlauf einer Woche fast verdoppelt. Bisher seien bayernweit 229 Fälle der zunächst in Indien bekanntgewordenen Variante bestätigt worden, in der vergangenen Woche waren es noch 132, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München

In einzelnen Laboren betrage der Anteil der Deltavariante inzwischen fast ein Viertel, sagte Herrmann. Schon allein deswegen müsse das Prinzip der Vorsicht weiter gelten, sagte er. "Deshalb heute auch keine großen Lockerungsschritte." Die Deltavariante sei problematisch und produziere Sorgenfalten, auch mit Blick auf andere Länder, etwa Großbritannien, Israel oder Portugal.

+++ Maskenpflicht an Grundschulen wird entschärft +++

Schülerinnen und Schüler an Bayerns Grundschulen müssen im Unterricht keine Masken zum Schutz vor Corona mehr tragen, sofern sie an ihrem Platz sitzen. Das gab Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) nach der Kabinettssitzung am Dienstag bekannt.

Aufgrund der niedrigen Inzidenz, der hohen Temperaturen und der Tatsache, dass die Schüler zwei Mal pro Woche getestet würden, sei die Lockerung zu verantworten, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) in München. Er betonte, dass die Regelung nur dort gelte, wo die Inzidenz unter 50 liege und darüber hinaus die Maskenpflicht im Schulgebäude weiter bestehe.

Die Lockerung der Maskenpflicht gelte auch für die Grundschulstufen an den Förderschulen, sagte Herrmann. Auch an Horten wird die Maskenpflicht an den Sitzplätzen gelockert. In anderen Schulformen bleibt es laut Herrmann aber zunächst weiter bei der bestehenden Maskenpflicht auch am Sitzplatz. Dem Vernehmen nach könnte diese Regel aber bereits in der kommenden Woche ebenfalls vom Kabinett neu bewertet werden.

+++ Kabinett erörtert Corona-Lage in Bayern +++

Das bayerische Kabinett wird sich bei seiner Sitzung am Dienstag (10 Uhr) in München erneut mit der Lage in der Corona-Pandemie befassen. Im Mittelpunkt dürfte die Bedrohung durch die zuerst in Indien bekanntgewordene Delta-Variante des Virus stehen.

Auch die Frage der Maskenpflicht bei EM-Spielen in der Münchner Allianz Arena wird die Kabinettsmitglieder beschäftigen. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), der gemeinsam mit Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) im Anschluss vor die Medien treten wird, hatte bereits am Montag Kritik an den Stadionbesuchern und den Kontrollen in der Arena geübt.


Corona-News vom 21.06.2021

+++ Eltern fordern Open-Air-Unterricht +++

In der Diskussion um eine Maskenpflicht in den Klassenzimmern schlägt der Bayerische Elternverband angesichts sommerlicher Hitze mehr Unterricht im Freien vor. "Dies ist die einfachste Lösung, die Hygiene zu wahren, ohne Masken tragen zu müssen", heißt es in einem Offenen Brief an Ministerpräsident Söder und Kultusminister Piazolo.

Der Elternverband betonte nochmals, dass die Kinder bei den sommerlichen Temperaturen sehr unter den Masken leiden würden. "Unter solchen Bedingungen zu lernen, ist eine Qual."

+++ Umfrage: Mehrheit für Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht +++

Eine knappe Mehrheit der Bayern ist einer Umfrage zufolge für eine sofortige Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht. Bei der von der FDP-Landtagsfraktion beim Marktforschungsunternehmen Civey in Auftrag gegebenen Umfrage stimmten 50,4 Prozent für die sofortige Abschaffung und 39,7 Prozent dagegen. Der Rest hatte keine klare Meinung dazu.

"Angesichts sommerlicher Temperaturen und einstelliger Inzidenzwerte ist die Maskenpflicht im Unterricht nicht mehr verhältnismäßig", bewertete FDP-Fraktionschef Martin Hagen das Ergebnis. Die Staatsregierung solle endlich ein Einsehen mit den Schülern haben, forderte er.

+++ So wenig Neu-Infektionen wie seit August 2020 nicht mehr +++

Das RKI meldet für Deutschland 346 Neu-Infektionen mit Sars-CoV-2. Das ist der niedrigste Stand seit August 2020. In Bayern wurden laut RKI 86 Fälle gemeldet. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bundesweit bei 8,6 und damit unter 10, in München meldet das RKI einen Wert von 12,2. Zu den Zahlen ist anzumerken, dass am Wochenende weniger getestet und gemeldet wird.


Corona-News vom 20.06.2021

+++ Von wegen "Fußball im Hintergrund" - schärfere Regeln für Biergarten-Public-Viewing? ++ 

Das bayerische Gesundheitsministerium will nach Fußball-Partys in Münchner Biergärten möglicherweise strengere Corona-Vorschriften prüfen. "Das Gesundheitsministerium wird am Montag mit der Stadt München beraten, inwieweit die Vorgaben für das Public Viewing weiter verschärft werden können", sagte ein Ministeriumssprecher. Grundsätzlich liege es in der Verantwortung der Betreiber, dafür zu sorgen, dass die Biergärten nicht überfüllt sind, hieß es.

In der bayerischen Landeshauptstadt waren am Samstag beim 4:2-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal Biergärten und Gaststätten teilweise brechend voll mit Fans in Deutschland-Trikots, die auf Bildschirmen das Spiel verfolgten und gemeinsam feierten, sich in den Armen lagen und die Corona-Regeln missachteten. 

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+++ Weniger Autos in Autostädten +++

In den Autostädten Ingolstadt und München sind im vorigen Jahr weniger Autos unterwegs gewesen. Während in vielen Städten Pkw-Bestand und -Dichte zunahmen, sanken sie um 1,1 Prozent in München und 3,4 Prozent in Ingolstadt, wie Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer, Chef des Duisburger Center Automotive Research (CAR), mit Daten des Kraftfahrt-Bundesamts und des Statistischen Bundesamts errechnete.

Grund für den Rückgang in den beiden Städten, in denen die Zentralen der Autobauer Audi und BMW sitzen, ist die Pandemie. Laut Dudenhöffer wurden viele Dienstwagen kurzfristig aus dem Verkehr gezogen, weil viele leitende Angestellte aus dem Homeoffice arbeiteten. "Man kann im Verlauf des Jahres 2021 damit rechnen, dass der Schwund wieder ersetzt wird", sagte Dudenhöffer.

+++ Alle Landkreise in Bayern unter Inzidenz 50 +++

In Bayern liegt kein Landkreis mehr über der kritischen Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag für Schweinfurt eine Inzidenz von 41,2. Zuletzt war die Stadt als einzige unter den 96 Landkreisen und kreisfreien Städten des Freistaats noch über der 50er-Marke gewesen.

+++ Mehr als zehn Millionen Corona-Impfungen in Bayern +++

In Bayern sind nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) inzwischen mehr als zehn Millionen Menschen gegen das Corona-Virus geimpft worden. "Heute ist in Bayern die Grenze von 10 Millionen Corona-Impfungen überschritten", twitterte Söder am Sonntag. "Aber wir müssen noch besser und schneller werden. Jede Impfdose muss sofort verimpft werden. Denn wir sind in einem Wettlauf mit der Zeit gegen die Delta-Variante."

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+++ Dehoga fordert nach Outdoor-Partys wieder offene Discos +++

Angesichts nächtlicher Outdoor-Partys in Bayern fordert der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erneut die Öffnung von Clubs und Diskotheken. "Die Erfahrungen zeigen doch: Die Menschen treffen sich zum Feiern", sagte der Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. "Die Frage ist doch nur, will ich das irgendwo in einem ungeschützten Raum ohne jegliche Auflage und Nachverfolgbarkeit oder biete ich sichere Bereiche."

Aus seiner Sicht würde die Öffnung von Clubs "sofort Entspannung schaffen und für mehr Sicherheit sorgen und zudem die Akzeptanz anderer Maßnahmen erhöhen".


Corona-News vom 19.06.2021

+++ Söder warnt eindringlich vor Delta-Variante +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. Die zuerst in Indien bekannt gewordene und inzwischen etwa in Großbritannien vorherrschende Virusvariante werde in drei bis vier Wochen in Deutschland dominierend sein, sagte Söder am Samstag auf der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Unterhaching. Sie sei acht Mal ansteckender als die Ausgangsvariante.

"Wer zu früh aufsteht in einem Krankheitsfall, der riskiert einen schweren Rückschlag", sagte Söder. Die Wissenschaftler hätten in früheren Wellen fast punktgenau vorhergesagt, wann es wieder zu größerem Infektionsgeschehen kommen wird. "Ich lasse nicht zu, dass wegen kleiner Interessen am Ende das ganze Land in Mitleidenschaft gezogen wird", sagte Söder und verteidigte seine vorsichtige Corona-Linie. Wichtig sei es jetzt, das Impftempo - vor allem bei den Zweitimpfungen - zu erhöhen. "Es kommt jetzt auf jeden Tag an", unterstrich Söder.

+++ Spahn: Corona-Maßnahmen in Schulen noch länger +++

Corona-Maßnahmen in Schulen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden. "Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können", sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien.

Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein. "Da setzen sich Millionen Menschen in Bewegung, die sich sonst nicht in Bewegung setzen würden und begegnen sich", betonte Spahn. Das könne dann zu einer "Drehscheibe in die Haushalte hinein" werden: "Wir sollten dieses Mal die Sommerzeit besser nutzen." 

+++ "Alle holen nach": Hohe Nachfrage nach Trauungen in Bayern +++

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen machen sich auch in den Standesämtern im Freistaat bemerkbar. In den vergangenen Wochen hätten die Menschen verstärkt Termine für Trauungen vereinbart, sagten die Sprecher vieler bayerischer Städte.

"Alle holen nach", hieß es mit Blick auf abgesagte Termine im Herbst und Winter. Schließlich könnten die Brautpaare aufgrund der Lockerungen wieder mit mehr Freunden feiern. Vor allem in Passau oder Augsburg stellten die Verantwortlichen zuletzt eine große Nachfrage fest. In München, Bayreuth oder Regensburg sichern sich ebenfalls viele Paare einen Termin. In München erreichte die Zahl der Eheanmeldungen wieder das Niveau vor der Corona-Krise im Jahr 2019.   

+++ RKI meldet München-Inzidenz von 13,2 +++

Die Inzidenz für München ist leicht angestiegen: Wie das Robert Koch-Institut (RKI) meldet, ist in der bayerischen Landeshauptstadt der Wert von 12,7 auf 13,2 geklettert (Stand 19. Juni, 3.12 Uhr). Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt erstmals seit September 2020 wieder im einstelligen Bereich. Das RKI gab den Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Samstag mit 9,3 an. Zuletzt war am 13. September ein einstelliger Inzidenzwert auf Bundesebene registriert worden. In Bayern liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 11,3.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Am 14. Mai war der Wert bundesweit unter 100 gefallen. Ihren bislang höchsten Stand hatte sie am 22. Dezember mit 197,6 erreicht.


Corona-News vom 18.06.2021

+++ Holetschek mahnt wegen Delta-Mutante zur Vorsicht +++

Der bayerische Gesundheitsminister Holetschek mahnt, die Delta-Virusvariante nicht zu unterschätzen. "Ihr Auftreten und ihr hoher Ansteckungsgrad zeigen uns, dass wir Corona trotz spürbar sinkender Inzidenzwerte noch nicht besiegt haben", sagte Holetschek der "Rheinischen Post" (Freitag).

"Wir brauchen weiterhin allerhöchste Wachsamkeit. Vorsicht und Umsicht müssen weiter das Handeln bestimmen", betonte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz.

+++ Würzburger Impfzentrum wegen Hitze geschlossen +++

Ein Würzburger Impfzentrum ist am Freitagnachmittag wegen Hitze vorübergehend geschlossen worden. Die Menschen hätten unter Raumtemperaturen von mehr als 40 Grad gelitten, hieß es in einer Mitteilung des Landratsamtes.

Die übrigen rund 700 für Freitag geplanten Impf-Termine sollten auf Sonntag verlegt werden, teilte die Stadt mit. Zudem sollten Termine vom Samstagnachmittag vorsorglich auf den frühen Vormittag verlegt werden.

+++ RKI meldet München-Inzidenz von 12,7 +++

Die Inzidenz für München sinkt weiter. Wie das Robert Koch-Institut meldet, ist in der bayerischen Landeshauptstadt der Wert auf 12,7 gesunken (Stand 18. Juni, 3.12 Uhr). Mehr zu den aktuellen Corona-Zahlen für München lesen Sie hier.


Corona-News vom 17.06.2021

+++ Regionen mit schwacher Impfquote bekommen Sonderkontingente +++

Regionen mit schwacher Impfquote dürfen in Bayern mit zusätzlichen Impfstoff-Lieferungen rechnen. 28 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern erhalten Sonderkontingente an Impfstoff, um regionalen Ungleichgewichten bei der Impfquote zu begegnen, kündigte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag in München an.

Insgesamt stehen demnach 100.000 zusätzliche Dosen des Impfstoffs Moderna zur Verfügung, je zur Hälfte für Erst- und Zweitimpfungen. Hinzu kämen noch 40.000 Extra-Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca. Die zusätzlichen Lieferungen würden nicht von den Arztpraxen abgezweigt, es handele sich um eine Umverteilung des für die Impfzentren geplanten Impfstoffs.

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+++ RKI: Straubing und Bayreuth bei Inzidenz Null +++

In zwei bayerischen Städten ist die Corona-Inzidenz auf Null gesunken. Sowohl in Bayreuth als auch in Straubing gab es in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Infektionen mehr, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstagmorgen auf seinem Covid19-Dashboard meldete.

Die bayernweite Inzidenz liegt nun mit 13,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner etwas über dem Bundesdurchschnitt von 11,6. Doch gibt es derzeit unter den 96 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten nur noch eine Kommune mit einer Inzidenz von über 50: Schweinfurt in Unterfranken.

+++ Münchner Corona-Arzt fordert: Strukturen für Post-Covid-Patienten schaffen +++

Zur Versorgung von Patienten mit Corona-Spätfolgen müssen nach Ansicht des Infektiologen Clemens Wendtner neue Strukturen geschaffen werden. "Die Patienten sind glücklicherweise meist nicht mehr so krank, dass sie eine stationäre Behandlung in der Klinik benötigen", schilderte der Chefarzt der München Klinik Schwabing, der Anfang 2020 die ersten Corona-Patienten in Deutschland betreut hatte. Dennoch würden sie von einer interdisziplinären Versorgung durch verschiedene Fachleute profitieren.

Bei Krebspatienten in einer Klinik etwa ist es inzwischen gängig, dass Ärzte unterschiedlicher Richtungen bei Fallbesprechungen gemeinsam die beste Therapie und Nachsorge festlegen. Außerhalb der Kliniken seien solche Strukturen allerdings noch wenig etabliert, erläuterte Wendtner nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei einem Treffen mit Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Da es sich beim Thema Post-Covid schwerpunktmäßig um ein ambulantes Angebot handele, wären deshalb Struktur- und Finanzierungsaspekte zu klären.


Corona-News vom 16.06.2021

+++ Bayern verteidigt Festhalten an Maskenpflicht im Unterricht +++

Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hat das Festhalten an der Maskenpflicht für Bayerns Schülerinnen und Schüler verteidigt. Sowohl Schüler als auch Lehrerinnen und Lehrer unterlägen einer Pflicht, sich im Klassenzimmer aufzuhalten, sagte Herrmann bei einer Regierungsbefragung am Mittwoch im Landtag in München. Bei privaten Feierlichkeiten oder anderen Veranstaltungen, wo bis zu 50 Personen in Innenräumen ohne Maskenpflicht zusammenkommen können, herrsche Freiwilligkeit.

Herrmann erneuerte seine Warnung vor der ansteckenderen und gefährlicheren Delta-Variante. Diese Variante des Coronavirus sei noch einmal deutlich herausfordernder als die bisher vorherrschende britische Variante. "Wenn wir alles so beibehalten wie bisher, wird es trotzdem zu einem Anstieg kommen", sagte Herrmann. Die Maske solle nicht als Menetekel betrachtet werden, sagte er auf eine entsprechende Anfrage des SPD-Fraktionschefs Florian von Brunn.

+++ Holetschek will Impfzentren bis Ende des Jahres behalten +++

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU), will Impfzentren bis zum Ende des Jahres behalten. "Das System hat sich so bewährt", sagte der bayerische Ressortchef am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Man solle "nicht zu schnell irgendwelche Entschlüsse fassen, die wir dann wieder bereuen". Bisher ist eine Schließung Ende September angepeilt.

Möglicherweise könne die Arbeitsweise der Impfzentren angepasst werden, sagte Holetschek. Er nannte als Beispiel mobile Teams. Aus seiner Sicht sollte der Bund die Impfzentren weiter mitfinanzieren. "Wir sollten schauen, dass wir möglichst schnell möglichst viele Menschen impfen", sagte er. "Das interessiert mich im Moment mehr als die Frage des Geldes."


Corona-News vom 15.06.2021

+++ Bayern: Lockerung bei Maskenpflicht in der Schule +++

Bayerns Schüler können unter freiem Himmel künftig wieder ihre Corona-Schutzmasken ablegen. In den Pausen bestehe keine Maskenpflicht mehr, gleiches gelte etwa bei Wandertagen oder Exkursionen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag in München. Er betonte aber, dass die bestehende Infektionsschutzverordnung dafür nicht geändert werde, vielmehr werde sie nur präzisiert. "Das ist keine Grundlegende Abkehr von der Maske", sagte Herrmann. Man solle die Maske weiterhin "nicht als Menetekel" sehen, sondern weiterhin als "wirklich wirksamen Schutz".

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) ergänzte, dass das Kabinett letztlich keinen Beschluss zur Maskenpflicht gefällt habe, weil sich CSU und Freie Wähler in dem Punkt noch nicht gänzlich einig seien. "Haben die Argumente ausgetauscht, wir sind aber noch nicht zu einer einhelligen Meinung gekommen."

+++ Warnung vor Delta-Variante in Bayern +++

Die bayerische Landesregierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine deutliche Warnung vor der in Großbritannien inzwischen dominanten Delta-Variante des Coronavirus ausgesprochen. Nach Ansicht von Virologen sei diese zuerst in Indien bekanntgewordene Virus-Variante deutlich ansteckender und verursache schwererer Krankheitsverläufe, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. An der Sitzung am Dienstag in München hatten auch Virologen teilgenommen.

In Bayern seien bereits 132 Fälle der Delta-Variante bekanntgeworden. Ihr Anteil sei innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit aber bereits von zwei auf zehn Prozent auch in Bayern gestiegen, sagte Herrmann.

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+++ Auch in München sinkt die Inzidenz weiter +++

Nicht nur in ganz Deutschland und Bayern, auch in München sinkt die Corona-Inzidenz weiter. Am Dienstag hat das Robert Koch-Institut für die Landeshauptstadt einen Wert von 15,8 angegeben (Stand: 15.06., 3.12 Uhr). Am Vortag lag die Inzidenz in München bei 18,01.

In Bayern liegt die Inzidenz derzeit bei 18,8, für ganz Deutschland beträgt die Inzidenz aktuell 15,5.

+++ Kabinett verschafft sich Überblick über Corona-Lage +++

Das bayerische Kabinett will bei seiner Sitzung am Dienstag (10 Uhr) die Situation rund um die Corona-Pandemie in Bayern analysieren. Zur Sitzung sollen auch Virologen ihre Expertenmeinung preisgeben, sagte ein Regierungssprecher im Vorfeld.

Zu den Themen werden der Stand bei der Impfstoffbeschaffung, der Start des digitalen Impfpasses sowie der Umgang mit der Pandemie in Schulen und Kindergärten gehören. Nach den Beratungen werden Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vor die Presse treten (13 Uhr).


Corona-News vom 14.06.2021

+++ Söder gegen vorschnelle Lockerung bei Maskenpflicht +++

Der Freistaat Bayern will die Maskenpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie trotz weiter sinkender Inzidenzen vorerst nicht aussetzen.

"Ich rate da zur Zurückhaltung", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Die Öffnungsschritte in Bayern seien erst eine Woche alt. "Es ist noch nicht absehbar, wie das alles wirkt", sagte Söder, auch mit Blick auf zahlreiche Partys am Wochenende, nicht nur im Umfeld der Fußball-Europameisterschaft. Die Maske sei neben der Impfung eines der wenigen wirksamen Instrumente im Kampf gegen Corona. 

+++ Digitaler Impfpass: Start praktisch störungsfrei +++

Der Start des Digitalen Impfpasses in Bayern ist nach Angaben des Bayerischen Apothekerverbandes ohne gravierende Hindernisse verlaufen. Bundesweit hätten bis Montagmittag (14 Uhr) 400.000 Menschen ihre Covid19-Impfungen aus dem Impfbuch mit Hilfe eines QR-Codes auf ihr Smartphone übertragen lassen, sagte eine Verbandssprecherin. Eine Zahl für Bayern sei bisher nicht ermittelt worden. Im Freistaat nehmen zwei Drittel der 3.000 Apotheken an der Aktion teil. 

Am Morgen sei das entsprechende Portal vorübergehend technisch nicht erreichbar gewesen. Dies sei aber eine angekündigte Wartung gewesen. Abgesehen von kleineren Problemen sei es nicht zu nennenswerten Störungen gekommen, betonte die Sprecherin. Hier gibt es den digitalen Impfpass in München!

+++ Spahn: Maskenpflicht draußen kann grundsätzlich entfallen +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält angesichts der stark sinkenden Corona-Infektionszahlen ein schrittweises Ende der Maskenpflicht für denkbar - rät aber im Zweifel, weiter Mund-Nasen-Schutz zu tragen. "Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: In einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen grundsätzlich entfallen", sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag).

In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote könne die Pflicht nach und nach auch drinnen entfallen. "Als Empfehlung bleibt in jedem Fall eine einfache Regel: im Zweifel mit Maske - besonders beim Reisen und bei Treffen in Innenräumen. Mehr Sicherheit gibt es nur, wenn alle Anwesenden entweder geimpft oder regelmäßig getestet sind."

+++ OB Dieter Reiter mahnt EM-Fans zur Vernunft +++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Fußball-Fans vor dem ersten EM-Auftritt der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie zur Vorsicht ermahnt. "Man muss sich nicht unbedingt in den Armen liegen, sondern kann auch allein die Arme hochreißen und jubeln", sagte der SPD-Politiker in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Montag).

Sorgen vor einem neuen Corona-Ausbruch während der Partie an diesem Dienstag hat Reiter nicht, weil in der und rund um die Münchner Arena ein strenges Hygienekonzept greife. "Aber bei den Feiern danach können wir nicht für Abstände sorgen, das können wir auch nicht zeitlich entzerren", warnte der 63-Jährige.


Corona-News vom 13.06.2021

+++  Freie Wähler wollen Maskenpflicht an Schulen lockern +++

Die Forderungen nach einem Ende der Maskenpflicht für Grundschüler bei niedrigen Coronazahlen mehren sich. Der Landkreis Rhön-Grabfeld in Unterfranken beantragte ab Montag ein Ende der Maskenpflicht für Grundschüler am Platz und auf dem Außengelände. Jedoch habe die Regierung von Unterfranken dies nicht genehmigt, teilte der Landkreis am Samstag mit. Damit gelte die Maskenpflicht ab Montag doch weiter, sagte eine Sprecherin.

Der Parteichef der Freien Wähler und Vize-Ministerpräsident, Hubert Aiwanger, sagte am Samstag: "Wenn die Zahlen runter gehen, wenn's 30 Grad Hitze hat und das Wasser unten raustropft, dann müssen wir doch am Sitzplatz die Maske wegbekommen." Wegen der stark sinkenden Zahlen hatte schon letzte Woche Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen gefordert. Der Koalitionspartner der Freien Wähler, die CSU, hatte bislang jedoch nicht erkennen lassen, die Maskenpflicht lockern zu wollen.

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+++ Minister beraten über Zukunft der Impfzentren +++

Aus Furcht vor einer vierten Corona-Welle sollen die deutschen Impfzentren auch über den 30. September hinaus betrieben werden. Im Auftrag der Ministerpräsidentenkonferenz müssen daher die Gesundheitsminister von Bund und Ländern bei ihrer Konferenz am kommenden Mittwoch (16. Juni) einen Kompromiss finden, wie die Einrichtungen aufrechterhalten und finanziert werden sollen.

"Ich denke, die Impfzentren sollten auf jeden Fall bis Ende des Jahres beibehalten werden", sagte der GMK-Vorsitzende und bayerische Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) der Deutschen Presse-Agentur. Dafür sprächen gerade die Auffrischungsimpfungen, die nach ersten Einschätzungen ab Herbst notwendig seien. "Möglicherweise ist das Konzept noch anzupassen. Bund sollte hier sich nicht seine Verantwortung entziehen sondern wie bisher mit finanzieren."

Corona-News vom 12.06.2021

+++ Ganz Österreich ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr +++

Die Liste der von der Bundesregierung ausgewiesenen Corona-Risikogebiete wird am Sonntag deutlich kürzer. Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen entfallen unter anderem auch die letzten zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz.

Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Nur Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen. In einer Woche beginnen in den ersten Bundesländern die Sommerferien, in Bayern erst Ende Juli.

+++Holetschek hält Holper-Start beim digitalen Impfpass für möglich +++

Ab nächster Woche soll es den digitalen Impfnachweis Schritt für Schritt unter anderem in Apotheken geben. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hält einen holprigen Start für möglich. "In der Abwicklung könnte es schon das eine oder andere Problem geben. Es wird immer Fehler geben, nur wer nichts macht, macht nichts falsch", sagte der CSU-Politiker der Zeitung "Main-Echo" (Samstag).

Beim digitalen Nachweis für die Covid-Impfung gebe es unterschiedliche Gruppen. "Wer in den Impfzentren geimpft wird, bekommt das nötige Zertifikat jetzt direkt ausgehändigt. Die technischen Voraussetzungen sind gegeben", sagte Holetschek.

Für die, die bereits in einem Impfzentrum geimpft worden sind, wird es über eine "Schwester-Internetseite von BayIMCO" (dem bayerischen Impfportal) einen Zugang zum Zertifikat geben. Für alle anderen soll der Weg über Hotlines, die Apotheken und die Arztpraxen führen.

+++ München-Inzidenz sinkt ganz leicht +++

Die Sieben-Tage-Inzidenz für München ist ganz leicht gesunken. Das RKI meldet für die Landeshauptstadt am Samstag einen Wert von 20. Am Freitag hatte er noch bei 20,1 gelegen.


Corona-News vom 11.06.2021

++ Hausärzteverband schreibt Spahn und fordert bessere Abstimmung +++

Bayerns Hausärzte haben ihrem Ärger über die Corona-Politik in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Luft gemacht. "Politische Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung werden, wenn überhaupt, nur unzulänglich mit uns Ärztinnen und Ärzten abgestimmt und vorbereitet und dann letztlich auf dem Rücken der Praxen ausgetragen", schrieb Markus Beier, der Landesvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes.

In dem am Freitag veröffentlichten Brief fordern die Mediziner, Hausärzte stärker bei den Planungen zur Bekämpfung der Pandemie zu berücksichtigen. Zudem wird ein Bonus für die Medizinischen Fachangestellten verlangt. Obwohl dem Brief zufolge neun von zehn Corona-Patienten ambulant über die Praxen versorgt werden, habe es im Gegensatz zum Fachpersonal in den Krankenhäusern keinen staatlichen Corona-Bonus gegeben. Beier: "Und sie sind es, die den zunehmenden Frust vieler Impfwilliger über die mangelnde Versorgung mit Impfstoff abbekommen."

Kritisiert wird außerdem die Vergütung des zusätzlichen Aufwandes durch Planung, Beratung, Impfung, Nachbetreuung, höhere Personal- und Sachkosten in den Hausarztpraxen. "Im Verhältnis zu anderen Pandemieleistungen wird der Impfaufwand in den Praxen mit 20 Euro völlig inadäquat vergütet", schreibt Beier. "Schnelltestcenter konnten zum Beispiel bislang 18 Euro pro Test abrechnen, das reine Ausstellen einer digital lesbaren Impfbescheinigung soll ebenfalls mit 18 Euro honoriert werden."

+++ Österreich kein kein Corona-Risikogebiet mehr +++

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Österreich sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Liste der Risikogebiete. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

Auch die Urlaubsinseln Madeira in Portugal und Zypern sowie zwölf weitere Länder auf dem Balkan, in Osteuropa, Asien und Nordamerika werden von der Risikoliste gestrichen, darunter die USA und Kanada. In diesen beiden Ländern gilt aber nach wie vor eine Einreisesperre für Deutsche, die nicht dort leben.

Außerdem sind folgende Staaten ab Sonntag keine Risikogebiete mehr: Armenien, Aserbaidschan, Bosnien, Kosovo, Libanon, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und die Ukraine. Hinzu kommen zwei Regionen in Norwegen.

+++ Bundestag verlängert Pandemie-Notlage +++

Sie dient als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten: Der Bundestag hat am Montag die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" wegen der Corona-Pandemie verlängert. Dafür hatten Redner von Union und SPD geworben. Die Grünen hatten trotz Kritik Zustimmung angekündigt. Abgeordnete von FDP und AfD sowie der Linke wandten sich gegen eine Verlängerung. Abgestimmt wurde namentlich, es gab 375 Ja-Stimmen, 218 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen.

Die festgestellte Lage gibt dem Bund das Recht, direkt ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen, zum Arbeitsschutz oder zur Einreise. Der Bundestag hatte die "epidemische Lage" erstmals am 25. März 2020 festgestellt. Ohne Verlängerung würde die epidemische Lage Ende Juni auslaufen. Nun wird sie maximal für drei Monate verlängert.

+++ Über eine Million Corona-Impfungen in München +++

München hat bei den Corona-Impfungen die Marke von einer Million geknackt: Wie die Stadt am Freitag mitgeteilt hat, wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 1.015.551 Impfungen durchgeführt. Diese Zahl setzt sich aus 650.571 Erst- und 364.980 Zweitimpfungen zusammen. Der größte Teil wurde im Impfzentrum verimpft, hier wurden bislang insgesamt 349.430 Erst- und 235.389 Zweitimpfungen durchgeführt. Die Impfquote in München liegt aktuell bei 49,4 Prozent (Erstimpfung) und 27,7 Prozent (Zweitimpfung).

+++ Elf Fälle von Betrugsverdacht bei Corona-Teststationen +++

Die bayerischen Ermittler prüfen mittlerweile in elf Fällen möglichen Betrug in Zusammenhang mit Corona-Teststationen. In diesen Fällen liefen Ermittlungen oder Vorermittlungsverfahren, sagte Oberstaatsanwalt Matthias Held am Freitag in Nürnberg. Im Fall einer Teststation im niederbayerischen Hauzenberg (Landkreis Passau) habe es auch bereits eine Durchsuchung gegeben.

Allein in Bayern gibt es mehrere tausend Teststationen, bei denen Bürger Schnelltests vornehmen lassen können. Bundesweit prüfen die Behörden derzeit, ob durch die Betreiber vielleicht mehr Tests abgerechnet als tatsächlich durchgeführt wurden. Mehr dazu lesen Sie hier.

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+++ München-Inzidenz steigt leicht an +++

Die Sieben-Tage-Inzidenz für München ist leicht angestiegen. Das RKI meldet für die Landeshauptstadt am Freitag einen Wert von 20,1. Am Donnerstag hatte er noch bei 18,7 gelegen.


Corona-News vom 10.06.2021

+++ Söder will bei Großveranstaltungen noch nicht lockern +++

Trotz der positiven Entwicklungen bei den Corona-Infektionszahlen hält Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Lockerungen für Großveranstaltungen noch für verfrüht. Die Lage sei zwar sehr positiv, es wachse jedoch jeden Tag die Sorge über die Entwicklung in Großbritannien, wo sich die sogenannte Delta-Variante des Virus stark ausbreite, sagte der CSU-Chef am Donnerstag nach der Ministerpräsidentenkonferenz. Aus diesem Grund könne jetzt nicht alles ohne Regeln freigegeben werden.

"Wir sollten nicht kopflos sein", betonte Söder. Dies gelte gerade auch für den Umgang mit Großveranstaltungen, wo etwa die jeweilige Form der Veranstaltung - also etwa ob es sich um ein Rockkonzert oder um ein Fußballspiel handle, sehr unterschiedlich zu bewerten seien. Entscheidend seien zudem sowohl die Inzidenzzahlen als auch eine hohe Impfgeschwindigkeit.

+++ CSU-Fraktion will geimpfte und genesene Schüler von Testpflicht befreien+++

Aktuell werden in jeder Schulwoche Münchner Schülerinnen und Schüler zwei Mal getestet. Die Stadtrats-CSU möchte in einer Anfrage von OB Dieter Reiter (SPD) wissen, wie viele Schüler inzwischen entweder genesen oder gegen Corona geimpft sind. Und ob es die Möglichkeit gibt, sie von der Testpflicht zu befreien.

+++ Holetschek sicher: Bayern bereit für den digitalen Impfpass +++

Der Freistaat Bayern ist nach den Worten von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bereit für die Einführung des digitalen Impfnachweises. Zunächst würden in den Impfzentren digitale Impfnachweise für diejenigen erzeugt, die sich dort Erst- oder Zweitdosen verabreichen ließen. Das Nachtragen von bereits erfolgten und analog dokumentierten Impfungen - etwa in einem gelben Impfbuch - erfolge in einem zweiten Schritt. "Die technischen Lösungen, um nachträglich digitale Impfnachweise zu erstellen, werden aktuell finalisiert, benötigen aber noch etwas Zeit", sagte Holetschek.

Für frisch in Impfzentren Geimpfte soll es mit dem digitalen Nachweis in Kürze losgehen. "Wenn der Bund nun den Startschuss gibt, können die digitalen Impfnachweise in den Impfzentren schnell, einfach und zuverlässig ausgestellt werden", sagte Holetschek.

+++ Maskenaffäre: Söder setzt Heil unter Druck +++

Im schwarz-roten Streit um Corona-Schutzmasken von angeblich zweifelhafter Qualität erhöht CSU-Chef Markus Söder den Druck auf SPD-Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. "Sollten die Vorwürfe so nicht stimmen, (...) müsste diskutiert werden, ob Hubertus Heil noch im Amt bleiben kann", sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwochabend in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche".

Hintergrund der Debatte ist ein "Spiegel"-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Nach einer Intervention des SPD-geführten Arbeitsministeriums sei davon Abstand genommen worden. Spahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen, von der SPD-Spitze kamen Rücktrittsforderungen.

+++ München-Inzidenz bleibt unter 20 +++

Die Inzidenz für München geht erneut zurück, wenn auch nur minimal. Das RKI meldet für die Landeshauptstadt am Donnerstag einen Wert von 18,7. Am Dienstag hatte er noch bei 18,8 gelegen.


Zum Zwecke der Übersichtlichkeit und besserer Ladezeiten unseres Newsblogs haben wir alte Beiträge ab dieser Stelle gelöscht. Der erste Eintrag stammt vom 10.06.

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