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Coronavirus-News: Drei Omikron-Verdachtsfälle in München nun bestätigt

Das Coronavirus beschäftigt München, Bayern und Deutschland weiterhin. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.
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Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, sorgt in München, Bayern und Deutschland seit Monaten für teils drastische Maßnahmen. In unserem Newsblog informieren wir Sie über die aktuellen Corona-Entwicklungen in München und Bayern.


Corona-News vom 29.11.2021

+++ Omikron-Fälle in München bestätigt +++

Die drei in Bayern bekanntgewordenen Fälle der neuen Coronavirus-Variante Omikron sind nun auch durch eine Genom-Sequenzierung bestätigt. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Montag in Erlangen mit. Bereits der zuvor vorgenommene VOC-PCR-Test habe eine variantenspezifische Abgrenzung zu anderen Virusvarianten und damit einen zweifelsfreien Nachweis der neuen, im südlichen Afrika aufgetretenen Variante ergeben, wie das LGL mitteilte.

Die Virusvariante wurde bei zwei Personen festgestellt, die am 24. November per Flugzeug aus Südafrika zurückgekommen waren. Die dritte Person saß in einem Flugzeug, das am 26. November aus Kapstadt kommend in München gelandet war.

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+++ Gemeinsame Kabinettssitzung von Bayern und Sachsen fällt aus +++

Eine für diesen Dienstag geplante gemeinsame virtuelle Kabinettssitzung von Bayern und Sachsen fällt aus. Das teilte ein Regierungssprecher am Montagabend in München mit. Ursprünglich war geplant, dass die beiden Landesregierungen gemeinsam über die aktuelle Corona-Lage beraten.

Zu den Gründen für die Absage sagte der Regierungssprecher zunächst nichts. Hintergrund dürfte aber eine Terminkollision sein: Am Dienstagmittag wollen die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über die Corona-Krise beraten.

+++ Ministerpräsidenten beraten mit Merkel und Scholz über Corona-Krise +++

Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder wollen an diesem Dienstag mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem wohl künftigen Kanzler Olaf Scholz (SPD) über die Corona-Krise beraten. Bei der für 13 Uhr angesetzten telefonischen Abstimmung solle die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur sogenannten Bundesnotbremse besprochen werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen.

Die Karlsruher Richter wollen sich am Dienstagmorgen zu Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sowie Schulschließungen unter der Corona-Bundesnotbremse äußern. Die Notbremse musste bundeseinheitlich automatisch gezogen werden, wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz über mehrere Tage die 100 überschritt.

+++ Söder: Unsere Maßnahmen beginnen wohl zu wirken +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht anhand der Inzidenzen im Freistaat eine erste Wirkung der Corona-Maßnahmen. "Wenn sie heute die Inzidenz sehen, dann sehen Sie, dass sie in Deutschland steigt und in Bayern leicht sinkt. Und das ist ein Trend, der sich seit einigen Tagen ergibt", sagte der CSU-Chef am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Daran erkenne man, "dass unsere Maßnahmen wohl beginnen zu wirken".

Bayern habe mit die strengsten Corona-Regeln und in Hotspots sogar einen "harten Lockdown". Man bräuchte jetzt aber für das ganze Land die gleichen strengen Regeln. In Bayern gilt zum Beispiel landesweit eine 2G-Regel für die Gastronomie, Wirtschaften müssen um 22 Uhr schließen. In Hotspots sind Hotels und Gastronomie komplett geschlossen.

+++ Erster Omikron-Fall in Österreich bestätigt +++

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals in Österreich nachgewiesen worden. Das Gesundheitsministerium in Wien bestätigte einen Fall aus Tirol. Laut Tiroler Behörden handelt es sich um eine Person, die nach einer Südafrika-Reise positiv auf Covid-19 getestet wurde. Die Person habe aber keine Krankheitssymptome.

+++ Kabinette von Bayern und Sachsen beraten gemeinsam über Corona-Lage +++

Die Kabinette von Bayern und Sachsen wollen an diesem Dienstag in einer virtuellen Sitzung gemeinsam über die aktuelle Corona-Lage beraten. Das teilte ein Regierungssprecher am Montag in München mit. Im Anschluss wollen die Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und Michael Kretschmer (CDU) über die Ergebnisse der Beratungen informieren – in zeitgleichen Pressekonferenzen, bei denen der jeweils andere Regierungschef virtuell zugeschaltet ist.

+++ Corona-Infektionszahlen in Bayern weiterhin hoch +++

Etwa ein Viertel der bundesweit registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Bayern gemeldet worden. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Montagmorgen 7.179 Neuinfektionen für den Freistaat an (Stand: 3.12 Uhr). In ganz Deutschland meldeten die Gesundheitsämter dem RKI zufolge binnen eines Tages 29.364 Ansteckungen. Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 627,6 - vor einer Woche hatte sie bei 640 gelegen.

Bundesweit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen bei 452,4 - ein Höchstwert seit Pandemie-Beginn. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 73 Todesfälle verzeichnet, 29 davon in Bayern.

+++ Mehring: Verschärfung der Quarantäneregeln für Geimpfte +++

Im Kampf gegen die heftige vierte Corona-Welle fordert der parlamentarische Geschäftsführer der Freien Wähler im Landtag, Fabian Mehring, dringend eine Verschärfung der Quarantäneregeln für Geimpfte. Da auch Geimpfte unbemerkt das Virus weitergeben könnten, müssten sich auch enge Kontaktpersonen von Infizierten, die geimpft sind, isolieren und testen, sagte Mehring am Montag. Als Beispiele nannte er Lebenspartner von Infizierten oder Eltern Corona-positiver Kinder.

"Impfen schützt sehr gut vor schweren Verläufen. Leider verschafft der Pieks aber keine sterile Immunität, so dass auch Geimpfte sich trotzdem noch anstecken und das Virus weitergeben können - besonders wenn sie engen Kontakt mit Infizierten haben", sagte Mehring. Das müsse sich endlich auch bei der Quarantäne widerspiegeln. "Beispielsweise sollten wir Lebenspartner von Infizierten oder Eltern Corona-positiver Kinder auch dann testen und isolieren, wenn sie vollständig geimpft sind."

Mehring kritisierte zudem: "Dass solche Menschen derzeit Urlaub nehmen oder Lohnkürzungen fürchten müssen, wenn sie sicherheitshalber zuhause bleiben, ist absurd."

+++ Christian Drosten besorgt über Omikron-Variante +++

Die neu entdeckte Omikron-Variante des Coronavirus bereitet der deutschen Politik Sorge. Sie ist mittlerweile in zahlreichen Ländern - auch in Deutschland - aufgetaucht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Variante als "besorgniserregend" eingestuft. Mehrere Länder, darunter die Bundesrepublik, reagierten mit schärferen Reisebeschränkungen. Die Gesundheitsminister der führenden westlichen Wirtschaftsnationen (G7) wollen am Montag dazu beraten.

Der Berliner Virologe Christian Drosten sagte am Sonntagabend im ZDF-"heute journal", er sei wegen der Variante "ziemlich besorgt". Man wisse nicht allzu viel über sie. Berichte über milde Verläufe hätten noch nicht sehr viel Substanz angesichts von nur gut 1.000 Fällen, so Drosten. Hier müsse man die klinischen Verläufe abwarten. Man sehe aber, dass sie häufig bei jungen Leuten in Südafrika auftauche und auch Menschen betreffe, die eine Erkrankung schon hinter sich haben. Er habe die Sorge, dass man die erste wirkliche "Immunfluchtmutante" vor sich habe.


Corona-News vom 28.11.2021

+++ Weiterer Verdachtsfall auf Omikron-Virusvariante in Bayern +++

Ein weiterer Verdachtsfall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus ist in Bayern nachgewiesen worden. Der Passagier sei am Freitag mit einem Flug aus Südafrika in München angekommen und positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Sonntag mit.

Die Reiseanamnese habe zusammen mit einem speziellen, auf bestimmte Mutationen ausgerichteten PCR-Test (VOC-PCR) vom Max-von-Pettenkofer-Institut einen hochgradigen Verdacht erbracht, dass es sich hier um einen Fall der neuen Variante handele, sagte eine Sprecherin. 

+++ Minister rufen Medizinstudenten zur Mithilfe auf +++

Bayerns medizinischer Nachwuchs soll sich aktiv in die Hilfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie einbringen. Einen entsprechenden Aufruf veröffentlichten am Sonntag Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (beide CSU) gemeinsam mit den ärztlichen Direktoren der bayerischen Universitätskliniken in Regensburg, München, Erlangen, Würzburg und Augsburg. 

Eingesetzt werden könnten sie etwa zur Beratung an Impf-Hotlines oder in Impfzentren aber auch in der Pflege.

+++ Luftwaffe fliegt weitere fünf Covid-Patienten nach Hamburg +++

Die Luftwaffe der Bundeswehr hat am Nachmittag mit einem Spezial-Airbus weitere fünf Intensivpatienten mit Covid-Erkrankungen von München aus nach Norddeutschland geflogen. Die Maschine war gegen 14.45 Uhr in Hamburg erwartet worden. Nach der Landung wurden die schwerkranken Patienten auf Kliniken in Schleswig-Holstein verteilt, sagte eine Sprecherin des bayerischen Innenministeriums.

Der MedEvac-Airbus, auch als "fliegende Intensivstation" beschrieben, hatte bereits am vergangenen Freitag sechs Patienten, die bisher auf überlasteten Intensivstationen bayerischer Krankenhäuser betreut worden waren, nach Nordrhein-Westfalen geflogen. Die für den Transport am Sonntag vorgesehenen Patienten stammten aus den Regierungsbezirken Oberbayern und Schwaben, sagte die Sprecherin. 

+++ Söder: Das ganze Land stärker herunterfahren +++

 Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die künftige Bundesregierung zu drastischen Maßnahmen aufgefordert, um die vierte Corona-Welle zu brechen. "Zum Schutz unseres Gesundheitssystems müssen wir das ganze Land leider noch stärker herunterfahren", sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen" (Montagsausgabe).

"Die Warnungen der Leopoldina sind ein Weckruf: Es braucht jetzt konsequente Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, einen Lockdown für Hotspotregionen, Masken in allen Schulen und Fußballspiele ohne Zuschauer", fügte Söder hinzu. "Jeder Tag des Wartens und Zögerns ist ein verlorener Tag. Ganz Deutschland steuert auf eine Notlage zu, die kommende Bundesregierung darf nicht länger tatenlos zuschauen."

Niemand könne derzeit abschätzen, wie sich die neue Omikron-Variante auswirken werde. "Deshalb müssen alle Flüge aus Südafrika gestoppt werden. Wir dürfen nichts ausschließen. Im Übrigen braucht es mehr Impfstoff für die Länder, umfangreiche Entschädigungen für die Wirtschaft wie im vergangenen Jahr und eine Impfpflicht für alle ab Januar. Das ist ein Notpaket für Deutschland."

+++ Zahlen in Bayern weiter auf extrem hohem Niveau +++

Die Corona-Inzidenz in Bayern bleibt hoch. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Sonntagmorgen mit 632,2 an. Damit lag der Wert lediglich ganz leicht unter dem Vortagesstand von 634,5.  An Wochenenden kann es allerdings bei der Meldung der Zahlen aus den Bundesländern zu Verzögerungen kommen. 

9.696 neue Infektionen und 27 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona meldeten die bayerischen Gesundheitsämter laut RKI innerhalb von 24 Stunden (Stand: Sonntag, 07.30 Uhr).

Die höchste Inzidenz unter den Kommunen im Freistaat wies demnach weiterhin der Landkreis Freyung-Grafenau mit 1374,5 aus - das war etwas niedriger als am Samstag (1410,2). Bei den höchsten Inzidenzen folgen dahinter die Landkreise Rosenheim (1356,8), Rottal-Inn (1194,6) und Traunstein (1141,5). In München lag die Inzidenz laut RKI bei 476,1.

Insgesamt lagen am Sonntagmorgen in Bayern acht Landkreise und Städte über der 1000er-Marke. Am Samstag waren es noch neun gewesen, am Freitag zwölf Regionen.

+++ Zwei Fälle der Omikron-Virusvariante in München bestätigt +++

In München sind die ersten beiden Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus in Deutschland bestätigt worden. Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Samstag.

+++ Spahn bringt 2G für das ganze Jahr 2022 ins Spiel +++

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der Corona-Pandemie lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel gebracht. Der CDU-Politiker sagte, er sei grundsätzlich skeptisch, was eine allgemeine verpflichtende Impfung angehe. Eine diskutable Alternative sei durchgängig 2G für alle Lebensbereiche. "Ab einem Punkt x, gilt mindestens mal das ganze Jahr 2022: Wenn Du irgendwie mehr tun willst als dein Rathaus oder deinen Supermarkt besuchen, dann musst Du geimpft sein." Dies sei eine Option, die besprochen werden müsse, so Spahn.

+++ München: Zwei Corona-Tests bei Kapstadt-Passagieren positiv +++

Aus dem am Freitagabend in München angekommenen Flug mit Passagieren aus Kapstadt sind zwei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bekannt. Beide seien isoliert. Um welche Variante des Virus es sich dabei handelt, war zunächst unklar. Es laufe die Genomsequenzierung um herauszufinden, ob es sich bei den Proben tatsächlich um die neue besorgniserregende Variante Omikron handelt. Die Öffentlichkeit werde über das Ergebnis sofort informiert, sobald es vorliege.

+++ Holetschek: Leopoldina-Vorgaben schnell beraten +++

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), hat sich angesichts neuer Forderungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina für ein schnelles Bund-Länder-Treffen ausgesprochen. Die Äußerungen des wissenschaftlichen Beratergremiums könnten nicht ignoriert werden, sagte Holetschek am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in München. "Ich bin immer dafür, auf die Wissenschaft zu hören", sagte der CSU-Politiker. "Das ist ein Weckruf par excellence der Leopoldina", sagte er. Der Bund müsse dieses Signal nun unverzüglich aufnehmen.

Die Leopoldina hatte sich kurz zuvor für sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen, auch für Geimpfte und Genesene ausgesprochen. "Aufgrund der nachlassenden Immunität müssten diese Maßnahmen vorübergehend auch für Geimpfte und Genesene gelten, die in dieser Zeit eine Auffrischungsimpfung erhalten müssen." Neue Virusvarianten machten schnelles und konsequentes Handeln noch dringlicher, hieß es vom den Gremium.

+++ Ethikratsmitglied: Keine Benachteiligung Ungeimpfter +++

Der Sozialethiker Andreas Lob-Hüdepohl hat sich gegen eine Benachteiligung ungeimpfter Patienten bei der Behandlung von Covid-19-Erkrankungen ausgesprochen. Entscheidend sei nur die Dringlichkeit einer Behandlung, weniger die Erfolgsaussicht, sagte das Mitglied des Deutschen Ethikrats im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2).

+++ Söder fordert Reduzierung der Zuschauerzahlen im Fußball +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht bei der Reduzierung der Zuschauerzahlen im Fußball weiterhin Handlungsbedarf. Bei Sky sagte der CSU-Chef: "Die Zuschauerzahlen müssen auf jeden Fall deutlich reduziert werden, und es muss massiver Abstand sein. Klar sei, "beim Fußball kann man immer argumentieren, dass Abstand im Stadion möglich ist, aber nebeneinander zu sitzen, ist kein gutes Signal. Die Zu- und die Abfahrt ist immer ein Problem", so Söder weiter. 

Aufgrund der rasant steigenden Inzidenzzahlen in Deutschland gab es zuletzt verstärkt Druck von politischer Seite, um die Anzahl der Fans im Stadion zu reduzieren. Einige Politiker forderten sogar eine Unterbrechung der Saison in der 1. und 2. Bundesliga durch die Deutsche Fußball Liga (DFL). 

+++ Bayern setzt Verlegungsflüge aus Intensivstationen fort +++

Das mit Corona-Intensivpatienten überlastete Bayern hat am Samstag die Verlegung aus besonders strapazierten Krankenhäusern in andere Bundesländer fortgesetzt. «Zum Teil sind die Flüge bereits in der Luft», sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Samstagmittag. Bis zum Abend sollten zwei Patienten von München aus nach Hamburg und jeweils zwei nach Köln, Düsseldorf und Dortmund geflogen werden. Mit Krankenwagen sollten weitere drei Patienten von Schwaben aus ins Saarland und nach Rheinland-Pfalz gebracht werden, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Freitag.

Bereits am Freitag hatte ein Airbus der Bundeswehr sechs Intensivpatienten aus Bayern ausgeflogen. Der Luftwaffen-Airbus solle erst am Sonntag wieder im Einsatz sein und sechs weitere Intensivpatienten nach Norddeutschland bringen. Die anderen Flüge erfolgten mit Ambulanz-Flugzeugen privater Anbieter. In der Nacht zum Samstag ging ein weiterer Flug mit zwei Patienten nach Hamburg. Insgesamt sollen bis zum Sonntagabend 30 Intensivpatienten ausgeflogen sein. 

+++ Leopoldina empfiehlt sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen +++

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt angesichts des dynamischen Corona-Infektionsgeschehens sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen. "Unmittelbar wirksam ist es aus medizinischer und epidemiologischer Sicht, die Kontakte von Beginn der kommenden Woche an für wenige Wochen deutlich zu reduzieren", heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme. "Aufgrund der nachlassenden Immunität müssten diese Maßnahmen vorübergehend auch für Geimpfte und Genesene gelten, die in dieser Zeit eine Auffrischungsimpfung erhalten müssen."

Die Impfkampagne müsse massiv verstärkt und eine Impfpflicht stufenweise eingeführt werden. Insgesamt sollten bis Weihnachten neben Erst- und Zweitimpfungen rund 30 Millionen Drittimpfungen ermöglicht werden, so die Leopoldina. Mit Blick auf Kinder und Jugendliche empfiehlt die Leopoldina vorgezogene Weihnachtsferien und regelmäßige Corona-Tests mindestens dreimal pro Woche. 

+++ Hessen meldet  Omikron-Verdacht bei Reiserückkehrer +++

Die sogenannte Omikron-Variante des Coronavirus ist höchstwahrscheinlich bereits in Deutschland angekommen. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika seien in der vergangenen Nacht mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden, teilte der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Samstag via Twitter mit.

Anzeige für den Anbieter Twitter über den Consent-Anbieter verweigert

Nach Angaben des Ministeriums in Wiesbaden reiste die Person über den Frankfurter Flughafen ein. Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Omikron-Variante (B.1.1.529) wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "besorgniserregend" eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die neue Variante hat, steht allerdings noch nicht fest. Bis es darüber Klarheit gebe, kann es laut WHO noch Wochen dauern.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) fordert angesichts des Omikron-Verdachtsfalls eine schnelle Ministerpräsidentenkonferenz. Man stehe erneut vor einer "Stunde Null in der Pandemiebekämpfung", sagte Hans nach einer Mitteilung der Staatskanzlei in Saarbrücken vom Samstag. "Eine nationale Notlage erfordert den Schulterschluss aller Länder, sowie alter und neuer Bundesregierung."

+++ Starke Einschränkungen in zwölf Kreisen und Städten Bayerns +++

In zwölf besonders von Corona betroffenen Kreisen und Städten in Bayern ist das öffentliche Leben weitgehend heruntergefahren worden. Die höchste Inzidenz wies der Landkreis Freyung-Grafenau mit 1.410,2 aus. Insgesamt lagen am Samstag neun Landkreise und Städte über der 1.000er-Marke. Am Freitag waren es noch zwölf Regionen. Nachdem am Freitag nach RKI-Daten auch im Landkreis Deggendorf die Inzidenz erstmals seit Geltung der neuen Hotspot-Regelung über der 1.000er-Schwelle gelegen hatte, griffen nun auch dort die Vorgaben für einen regionalen Hotspot - Restaurants, Hotels, Sport- und Kulturstätten müssen schließen, obwohl die Inzidenz am Samstag wieder unter der 1.000er-Grenze lag (950,0).

Wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche mehr als 1.000 beträgt, werden Kreise und Städte als regionale Hotspots eingestuft. Überspringt eine Kommune den Wert, greifen am Folgetag die strengeren Regelungen. Grundlage sind die vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Zahlen. Das öffentliche Leben wird dann in weiten Bereichen heruntergefahren. Gastronomie und Beherbergungsbetriebe aller Art, Sport- und Kulturstätten müssen schließen, Freizeit-, Sport- und Kulturveranstaltungen werden untersagt. Hochschulen müssen auf digitale Lehre umstellen.

Schulen und Kitas bleiben offen, der Handel ebenso - dort gilt dann aber eine verschärfte Beschränkung: eine Person pro 20 Quadratmeter. Anders als zunächst geplant dürfen auch Friseure offen bleiben. Eine Ausnahme gilt zudem für Wettkampf beziehungsweise Training von Berufs- und Leistungssportlern. Die meisten der betroffenen Regionen befinden sich im Südosten Bayerns.

+++ Corona und kein Ende - Experte fürchtet Kahlschlag in der Kultur +++

Das Coronavirus hat Deutschland fest im Griff, die Politik versucht die Pandemie mit strengen Maßnahmen einzudämmen. Direkt betroffen davon sind weiterhin freischaffende Künstler. Der Präsident des Deutschen Tonkünstlerverbandes (DTKV), Christian Höppner, geht davon aus, dass sich die Lage für Künstler verschärfen wird. Viele Musiker seien auf dem Absprung und suchten sich einen neuen Job.

Die Einschränkungen zur Pandemiebekämpfung findet Höppner richtig, jedoch müsse für die Betroffenen mehr getan werden. "Die Zeit der Sonntagsreden ist jetzt vorbei", sagt er. "Sonst befürchte ich einen Kahlschlag für die kulturelle Vielfalt." Aus Höppners Sicht kommt es jetzt darauf an, "für freiberufliche Musikerinnen und Musiker den Zugang zu den Sozialsystemen zu erleichtern". Da sei zwar ein dickes Brett zu bohren, aber das müsse von der neuen Bundesregierung dringend angegangen werden. 

+++ Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat wieder leicht gesunken +++

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für Bayern die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Samstagmorgen mit 634,5 angegeben - tags zuvor lag der Wert bei 652,3. 13.422 neue Infektionen und 72 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona meldeten die bayerischen Gesundheitsämter laut RKI innerhalb von 24 Stunden (Stand: Samstag, 9.45 Uhr).

Nach Angaben des Divi-Intensivregisters waren am Samstagvormittag (Stand: 10 Uhr) 1041 Patienten wegen Covid-19 in intensivmedizinischer Betreuung. 435 der 3.642 Intensivbetten waren noch frei, davon 328 für Erwachsene.

Corona-News vom 26.11.2021

+++ Passagiere aus Südafrika müssen 14 Tage in Quarantäne +++

Die Passagiere einer aus dem südafrikanischen Kapstadt am Freitagabend in München eintreffenden Lufthansa-Maschine müssen aus Furcht vor dem Einschleppen einer neuen Coronavirus-Variante alle in eine 14-tägige Quarantäne. Zusätzlich müssten sie sich unmittelbar nach der für 19.45 Uhr geplanten Landung einem PCR-Test unterziehen. Die Quarantäne werde unabhängig vom Ausgang des Tests und des Impfstatus der Passagiere wirksam, teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit.

+++ Belgien registriert ersten Fall mit neuer Coronavirus-Variante +++

Belgien hat einen ersten Fall mit der neuen, zunächst im südlichen Afrika festgestellten Corona-Variante B.1.1.529 registriert. Das gab der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke bei einer Pressekonferenz am Freitag bekannt. Der belgische Premierminister Alexander De Croo kündigte zudem Reisebeschränkungen für Einreisende aus Ländern im südlichen Afrika an . Es sei Vorsicht erforderlich, aber keine Panik, sagte Vandenbroucke.

Ob die Variante auch schon in München registriert wurde, will die CSU-Fraktion im Rathaus wissen. In einem Antrag fragt sie außerdem, welche Labore die Variante bereits detektieren können.

+++ Wegen Corona: Söder für weniger Bürokratie in Kliniken +++

In der Corona-Pandemie sollen Krankenhäuser bei der Bürokratie entlastet werden. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einem Besuch in Neuburg am Inn. "Unsinnige und überflüssige Dokumentationspflichten, die den medizinischen Betrieb lähmen und zusätzliche Arbeit bedeuten, müssen ausgesetzt werden", sagte Söder. "Prüfungen müssen einfach mal zwei Monate verschoben werden." In weiten Teilen Niederbayerns sind die Corona-Infektionszahlen seit Wochen enorm hoch und die Kapazitäten vieler Krankenhäuser am Anschlag.

+++ Etwa 1.300 Verdachtsfälle zu Fälschungen rund um Impfpässe in Bayern +++

Mittlerweile sind der Staatsanwaltschaft und Polizei in Bayern fast 1.300 Fälle bekannt, in denen der Verdacht auf Manipulation von Corona-Impfpässen besteht. Die Palette reiche von gefälschten Impfpässen über falsche Stempel und Aufkleber bis hin zu Manipulationen um digitalisierte Impf-Zertifikate, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl entwickele sich "sehr dynamisch".

+++ Pilsinger fordert Weihnachtslockdown +++

Der Münchner CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Pilsinger hat sich für strenge Corona-Maßnahmen um die Feiertage im Dezember ausgesprochen. "Um das Schlimmste zu verhindern ist ein strenger Weihnachtslockdown für alle Bürger ähnlich wie letztes Jahr in Italien notwendig", sagte der Gesundheitspolitiker der "Augsburger Allgemeinen". Man müsse unbedingt handeln, um zu verhindern, dass es Anfang nächsten Jahres einen völligen Kollaps des Gesundheitssystems wie zum Beispiel in Bergamo mit vielen Covid-Toten gebe.

Eine Überlastung des Gesundheitssystems und der Intensivstationen sei bei den massiv wachsenden Infektionszahlen nicht mehr vermeidbar. Die Zeit um den Jahreswechsel sei praktikabel: "In diesem Ferienzeitraum sind die negativen Auswirkungen eines Lockdown zur Brechung der Welle für die Kinder und die Wirtschaft am geringsten", sagte Pilsinger, der auch Arzt ist.

+++ RKI-Chef Wieler appelliert an Bevölkerung +++

Lothar Wieler, Leiter des RKI, hat sich mit emotionalen Worten an die Bürger gewandt. "Wie viele Menschen müssen denn noch sterben? Helfen Sie alle, diese vierte Welle zu brechen. Wir müssen jetzt unsere Kontakte reduzieren." 

Zudem ruft er zur Impfung auf. "Bitte lassen Sie sich impfen oder auffrischen. Eine hohe Impfquote und eine niedrige Inzidenz sind der beste Schutz vor Covid-19. Das ist der beste Schutz für uns alle." Ohne die Maßnahmen oder die Impfung wäre die Situation um ein Vielfaches schlimmer, so Wieler: "Impfungen schützen sehr gut vor einem schweren Verlauf."

+++ Spahn will Kontaktbeschränkungen +++

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bezeichnete die derzeitige Corona-Lage am Freitag in einer Pressekonferenz als "dramatisch ernst, so ernst wie noch zu keinem Zeitpunkt". Er fordert daher weitere Maßnahmen: "Die Zahl der Kontakte muss runter. Deutlich runter. Es hilft alles nichts. Es braucht bundesweit mehr Kontaktbeschränkungen." Es sei mittlerweile "halb 1".

Am besten sei es, Bund und Länder würden sich bereits in den nächsten Tagen treffen und erneut beraten. 

Die gute Nachricht sei, dass die Impfkampagne an Fahrt aufgenommen habe. "Jede Impfung zählt", so der CDU-Politiker. 

+++ Söder fordert bundesweite Impfpflicht zum 1. Januar +++

Bayerns Ministerpräsident Söder forderte am Freitagvormittag in Rosenheim eine bundesweite Impfpflicht zum 1. Januar 2022. Die Lage sei dramatisch und es müsse nun auf Bundesebene gehandelt werden, so der CSU-Chef: "Deutschland ist mittlerweile das Corona-Sorgenkind in Europa."

Zudem fordert er weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und eine baldige erneute Ministerpräsidentenkonferenz.

+++ Neue Variante entdeckt: Südafrika wird Virusvariantengebiet +++

Deutschland wird Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung trete heute Nacht in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitagmorgen mit.

Wissenschaftler zeigen sich wegen der neuen Variante besorgt, die schlimmer als die Deta-Variante sein könnte.

+++ Luftwaffe fliegt Corona-Patienten von Memmingen nach NRW +++

 Die Luftwaffe wird sich von Freitagnachmittag an mit einem Spezialflugzeug an der Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie beteiligen. Ein Airbus A310 MedEvac soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um 14.00 Uhr in Memmingen landen und Schwerkranke nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen.

+++ WHO: Fast 500.000 Leben in Europa durch Covid-Impfungen gerettet  +++

Seit Beginn der Covid-19-Impfungen sind allein in Europa nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 470.000 Menschen in der Altersgruppe über 60 vor dem Tod gerettet worden.

Das zeige eine zusammen mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) im Magazin "Eurosurveillance" veröffentlichte Untersuchung in 33 europäischen Ländern, teilte das in Kopenhagen ansässige Europa-Büro der WHO am Donnerstag mit. Diese Schätzung schließe nicht jene Fälle ein, die durch die Impfung von Personen unter 60 Jahren gerettet worden seien.

WHO-Regionaldirektor Hans Kluge sagte, die Impfstoffe gegen Covid-19 seien ein Wunder der modernen Wissenschaft. Diese Studie verdeutliche, dass sie genau die versprochene Wirkung hätten, "nämlich Leben retten und einen sehr hohen Schutz vor schwerer Krankheit und Tod bieten". In manchen Ländern wären die Todesfallzahlen ohne die Impfstoffe doppelt so hoch ausgefallen. 

+++ Inzidenz in München und Bayern steigt leicht, neuer Höchststand in Deutschland +++

Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mitteilte, meldeten die Gesundheitsämter 76.414 Fälle in 24 Stunden. Die Inzidenz liegt bei 438,2. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 419,7 gelegen, vor einer Woche bei 340,7 (Vormonat: 113,0). 

In Bayern und München stieg die Inzidenz ebenfalls leicht an, sie beträgt 652,5 (Vortrag: 641,1) im Freistaat, in der Landeshauptstadt 498,9 (Vortag: 497,6).

Corona-News vom 25.11.2021

+++ Söder und Holetschek reisen in bayerische Corona-Hotspots +++

In inzwischen elf bayerischen Regionen gelten von Freitag an nochmals schärfere Corona-Regeln - weil die Sieben-Tage-Inzidenz dort am Vortag über der Marke 1.000 lag. Ministerpräsident Söder und Gesundheitsminister Holetschek suchen das Gespräch mit den Kommunen und reisen am Freitag in die Corona-Hotspot-Regionen in Südostbayern. Sie wollen sich dort ein Bild von der aktuellen Lage machen - zunächst in Rosenheim, dann in Passau.

In den Hotspots muss - die Regel gilt seit Mittwoch - das öffentliche Leben in weiten Teilen heruntergefahren werden. Dann müssen etwa Gastronomie (außer Kantinen und Mitnahmeangebote) sowie Beherbergungsbetriebe aller Art, Sport- und Kulturstätten schließen. Freizeit-, Sport- und Kulturveranstaltungen werden untersagt. Die Hotspot-Regel greift, wenn eine Region nach Zahlen des Robert Koch-Instituts die 1.000er-Marke überschreitet - und dann jeweils ab dem Folgetag. Seit Donnerstag galt die Hotspot-Regel bereits in acht Landkreisen und kreisfreien Städten, ab Freitag kommen nun nochmals drei weitere hinzu: die Landkreise Regen, Passau und Ostallgäu.

+++ Kein Flohmarkt in der Parkharfe des Münchner Olympiaparks +++

Der beliebte Flohmarkt auf der Parkharfe des Münchner Olympiaparks findet bis auf Weiteres nicht statt. Wie die Veranstalter via Twitter mitteilten, sind die verschärften Corona-Regelungen - auch beim Flohmarkt gilt 2G+ - "leider nicht so einfach umsetzbar". 

+++ Corona-Tests stark nachgefragt nach Einführung neuer Regeln +++

Schlangen vor den Testzentren, ausgebuchte Terminlisten bei Apotheken - in Bayern ist es nach der Einführung neuer Corona-Regeln mancherorts gar nicht so einfach gewesen, sich kurzfristig auf das Virus testen zu lassen. Ein Sprecher des Bayerischen Apothekerverbands sagte am Donnerstag, die Verbandsmitglieder teilten vermehrt mit, dass die Anfrage nach Antigen-Schnelltests stark ansteige. Apotheken, die Tests anbieten, stelle das vor große Herausforderungen bei Personalplanung oder Beschaffung von Tests. Denn die innerhalb kurzer Zeit erhöhte Nachfrage sorge auch für eine momentan angespannte Nachschubsituation bei den Tests, sagte er.

Im Freistaat gilt seit Mittwoch die 2G-plus-Regel - also Zugang nur für Geimpfte und Genesene mit einem zusätzlichen negativen Corona-Test - etwa bei Kulturveranstaltungen wie Theater und Konzerte, für Zuschauer beim Sport, bei Messen und Tagungen oder bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen und Feiern in nicht-privaten Räumen. Zudem gilt 2G-plus für Freizeiteinrichtungen aller Art, darunter fallen etwa Bäder. Außerdem muss man etwa in Bus und Bahn einen 3G-Nachweis vorlegen.

In Testzentren des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), einem großen Betreiber in Bayern, ist die Zahl der Tests laut einem Sprecher von Dienstag auf Mittwoch um 36 Prozent gestiegen. Neue Corona-Regeln sind demnach aber offenbar nicht der einzige Grund für die zuletzt gestiegene Nachfrage. Seit Aufhebung der Kostenpflicht für Tests am 13. November sei die Zahl um das Fünffache gestiegen, sagte der BRK-Sprecher. Die Einführung von 2G und 2G-plus seien weitere Einflussfaktoren.

+++ Merkel fordert weitere Maßnahmen +++

Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Am Donnerstag sagte Merkel in Berlin: "Wir brauchen mehr Beschränkungen von Kontakten." 

Und weiter: "Die Lage ist deshalb so ernst, weil wir nach wie vor in einem exponentiellen Wachstum sind." Zudem warnte sie vor einer Überlastung der Krankenhäuser. Jeder Tag zähle, die Situation müsse weiter genau beobachtet werden.

+++ Überdurchschnittlich hohe Impfquote beim Lehr- und Erziehungspersonal +++

Ein erfreulich überdurchschnittliches Ergebnis ergab eine Abfrage des Impfstatus durch das Referat für Bildung und Sport (RBS) bei den städtischen Beschäftigten im Lehr- und Erziehungsdienst: Die Quote für Mitarbeiter*innen mit vollständigem Impfschutz liegt hier insgesamt bei 86,5 %. Rechnet man auch die Beschäftigten mit Genesenen-Status hinzu, ergibt sich sogar eine "2G-Quote" von 88,5 Prozent geschützten Mitarbeitern.

Von den Lehrkräften an den allgemeinbildenden und beruflichen städtischen Schulen verfügen 5.089 über einen vollständigen Impfschutz, die Impfquote liegt damit bei 91,4 Prozent. Von den Erziehungskräften, pädagogischen Ergänzungskräften und Hauswirtschaftlichen Mitarbeitern in den städtischen Kitas, Tagesheimen und heilpädagogischen Tagesstätten sind 5.681 vollständig geimpft, was einer Impfquote von 82,5 Prozent entspricht. Zusammen mit weiteren 199 Rückmeldungen von Mitarbeitern in diesem Bereich, die über einen Genesenen-Status verfügen, ergibt sich hier eine "2G-Quote" von 85,4 Prozent. Trotz der bereits hohen Impfquote wird das RBS die Impfbewerbung weiter fortsetzen. 

+++ Nikolaus bleibt draußen: Keine Auftritte in Corona-Hotspots +++

Der Nikolaus darf in besonders von der Corona-Pandemie betroffenen oberbayerischen Landkreisen nur Hausbesuche machen - und soll dabei am besten draußen vor der Tür bleiben. Veranstaltungen und Ansammlungen im öffentlichen Raum seien untersagt, daher könnten leider auch die öffentlichen Auftritte des Nikolaus sowie Krampusläufe nicht in gewohnter Form stattfinden, teilte eine Sprecherin des Landratsamts Traunstein mit. Darauf habe sich der Landkreis mit den Kreisen Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn sowie der Stadt und dem Landkreis Rosenheim geeinigt. Die Kreise hatten am Donnerstag jeweils Sieben-Tage-Inzidenzen von mehr als 1.000.

Die Gesundheitsämter empfehlen demnach für den Nikolaustag in diesen Regionen stattdessen ausschließlich private Hausbesuche, konkret einen "Besuch ausschließlich im Freien ohne Betreten der Häuser". Die geltenden Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sollten dabei eingehalten, die Begleiter des Nikolaus auf möglichst wenige Personen reduziert werden. Auch wird eine freiwillige Selbstverpflichtung der Gruppen auf 2G-plus nahegelegt.

+++ Neues Impfzentrum im Gasteig +++

Im Gasteig wird am 15. Dezember ein Impfzentrum eröffnen. Das gab Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) in der Stadtratssitzung bekannt. Um die 1.000 Impfungen sollen dort täglich möglich sein.

Gleichzeitig soll das Impfzentrum in Riem ab 9. Dezember wieder sieben Tage die Woche öffnen. Mit den Kinderimpfungen geht es ab dem 20. Dezember los, wenn die erste Lieferung der passenden Spritzen kommt. Pooltests in Kindergärten lehnt Zurek ab. Wegen der unterschiedlichen Bringzeiten sei der Aufwand zu groß.

+++ LGL: Inzidenz bei Ungeimpften steigt auf 1.726,3 +++

Immer mehr Ungeimpfte in Bayern stecken sich mit Corona an. Die Inzidenz bei den Ungeimpften lag am Mittwoch bei 1.726,3, wie das Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit (LGL) am Donnerstag mitteilte. Das ist ein Plus von gut 257 im Vergleich zur Vorwoche. Bei den Geimpften stieg die Inzidenz dagegen nur noch leicht um 3 auf 112,7.

Damit verschiebt sich die Betroffenheit weiter in Richtung Ungeimpfter. Aktuell ist die Inzidenz bei ihnen 15,4 mal so hoch wie bei Geimpften. Vor einer Woche lag der Faktor noch bei 13,4, vor zwei Wochen bei 9,8.

+++ Vorerst kein Freizeitsport-Hallenprogramm in München +++

Das Freizeitsport-Hallenprogramm der Stadt findet bis auf Weiteres nicht mehr statt. Wie die Organisatoren mitteilten, könne das Angebot "in der aktuellen Situation aus organisatorischen Gründen nicht mehr verlässlich umgesetzt werden". Wann der Freizeitsport wieder Angebote machen kann, ist unklar.

+++ Vorbereitung für Verlegung von Corona-Patienten - Zeitpunkt offen

Die Vorbereitungen für die Verlegung von Corona-Patienten aus überlasteten bayerischen Krankenhäusern laufen weiter. Nach bisherigen Angaben sollen in den kommenden Tagen voraussichtlich 50 Corona-Intensivpatienten aus dem Freistaat zur Behandlung in andere Bundesländer gebracht werden. Wann die Verlegungen beginnen sollen, war am Donnerstag weiter unklar.

Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Bayerns Krankenhäusern stieg nach Daten des bundesweiten Intensivregisters weiter auf 1.018 (Mittwoch: 1.006). Davon werden derzeit 542 invasiv beatmet.

+++ Söder ist für schnelles Ministerpräsidenten-Treffen +++

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will wegen der weiter steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundesregierung. "Jede Möglichkeit, die derzeitige Krisenlage zu verbessern, muss genutzt werden", sagte Söder der "Süddeutschen Zeitung". Zuvor hatte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) ein rasches Treffen der Länder-Regierungschefs gefordert, am besten noch in dieser Woche. Eigentlich war der 9. Dezember für das Treffen vorgesehen.

+++ Gesundheitsminister: Planbare Operationen bundesweit verschieben +++

Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage in weiten Teilen Deutschlands sollen planbare Operationen nach dem Willen der Gesundheitsminister vom Bund und Ländern bundesweit verschoben werden. In vielen Bundesländern ist dies schon der Fall.

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), berichtete nach einer Schaltkonferenz am Donnerstagmorgen, darüber seien sich die Länder einig gewesen. Es brauche zudem Freihaltepauschalen für die Kliniken, wenn sie Intensivbetten und Klinikpersonal für Covid-19-Patienten frei halten. "Uns ist allen sehr klar, dass es sehr, sehr ernst ist", sagte Holetschek nach den Beratungen der Deutschen Presse-Agentur in München. Es herrsche eine große Solidarität zwischen allen Bundesländern, betonte der CSU-Politiker.

+++ EMA: Biontech-Impfstoff für Kinder freigegeben +++

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa. Das teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Es wird der erste Corona-Impfstoff, der in der EU für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen wird.

Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn soll Deutschland bei der ersten Lieferung des Impfstoffs an die EU am 20. Dezember rund 2,4 Millionen Dosen bekommen. 

Bayern bereitet sich gemeinsam mit der Ärzteschaft und den Impfzentren bereits auf die Impfung von Kindern ab fünf Jahren vor. Darauf wies Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Mittwochabend in Berlin hin. Der CSU-Politiker teilte mit: "Wir sind hier in enger Absprache mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, die uns dabei unterstützen werden." Er halte es "für eine positive und wichtige Entwicklung, wenn der Impfstoff künftig auch für Kinder unter zwölf Jahren eingesetzt werden könnte."

Wie die Landeshauptstadt München plant, bald Kinder gegen Corona zu impfen, können Sie hier nachlesen

+++ Inzidenz in München sinkt unter 500 +++

Die Inzidenz in München nimmt weiter ab: Am Donnerstagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) für die bayerische Landeshauptstadt eine Inzidenz von 497,6. Am Mittwoch betrug sie 594,8. 

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+++ Bayerns Kliniken warnen vor schwerer Notlage zu Weihnachten +++

Bayerns Kliniken fürchten zum Jahresende eine bislang nicht dagewesene Notlage in der Versorgung. Die Verlegung von Covid-Intensivpatienten in andere Bundesländer wird nach Einschätzung der Bayerischen Krankenhausgesellschaft nur kurzfristig Abhilfe schaffen können. "Alle Prognosen gehen in die Richtung, dass die Zahl der Patienten weiter steigen wird und wir in Bayern keine ausreichenden Intensivkapazitäten haben", sagte BKG-Geschäftsführer Roland Engehausen.

Derzeit ist wegen Überlastung der bayerischen Kliniken die Verlegung von etwa 50 Patienten in andere Bundesländer in Vorbereitung. Doch wird derzeit in Bayern jeden Tag eine zweistellige Zahl von zusätzlichen Intensivpatienten in den Kliniken aufgenommen, allein am Mittwoch waren es über 40. "Wir müssen in Bayern mit den Zahlen der Neuinfizierten runter", sagte Engehausen. "Sonst geraten wir zwischen Weihnachten und Neujahr in ein Drama hinein, das es so noch nicht gegeben hat."

+++ Inzidenz in Bayern leicht gesunken +++

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist den zweiten Tage infolge leicht zurückgegangen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag nach Angaben des RKI am Donnerstagmorgen bei 641,1 – am Vortag waren es 644,3 gewesen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 609,5 gelegen.

Die Hospitalisierungsinzidenz erreichte nach Auskunft des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) einen Wert von 9,5. Am Vortag betrug dieser Wert 9,6.

+++ Mehr als 100.000 Covid-Tote in Deutschland +++

Die Zahl der Corona-Toten hat eine traurige Marke überschritten: Mehr als 100.000 Menschen in Deutschland an oder mit Covid gestorben. Die meisten Corona-Toten gab es laut RKI im vergangenen Winter mit teils mehr als 1.000 pro Tag gemeldeten Fällen. Momentan sind die Sterbezahlen wesentlich niedriger, obwohl es deutlich mehr Infektionen gibt.

Am Donnerstag erreichte die Sieben-Tage-Inzidenz einen Höchststand von 419,7. 351 Menschen starben binnen 24 Stunden. Dass jetzt weniger Infizierte sterben, liegt auch daran, dass große Teile der Bevölkerung geimpft sind - insbesondere bei älteren Menschen, die anfälliger für schwere Verläufe sind.

Im Vergleich zu einigen anderen Industrienationen steht Deutschland noch vergleichsweise gut da, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorgeht. Deutlich mehr Tote pro 100.000 Einwohner sind es in Frankreich, Spanien, Großbritannien und Italien. Fast doppelt so viele Corona-Tote pro 100.000 Einwohner wie Deutschland verzeichnen die USA, mehr als drei Mal so viele sind es in Bulgarien. 

Corona-News vom 24.11.2021

+++ Bayern bereitet sich auf Impfungen für Kinder vor +++

Bayern bereitet sich gemeinsam mit der Ärzteschaft und den Impfzentren auf die Impfung von Kindern ab fünf Jahren vor. Darauf wies Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Mittwochabend in Berlin hin. Der CSU-Politiker teilte mit: "Wir sind hier in enger Absprache mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, die uns dabei unterstützen werden." Er halte es "für eine positive und wichtige Entwicklung, wenn der Impfstoff künftig auch für Kinder unter 12 Jahren eingesetzt werden könnte."

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+++ Holetschek setzt 3G-Dokumentationspflicht im Gesundheitswesen aus +++

Arbeitgeber im Gesundheitswesen wie Kliniken, Arztpraxen, Alten- und Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen und Rettungsdienste müssen sich grundsätzlich ebenfalls an die neue bundesweite 3G-Regel halten – sie müssen dies in Bayern aber bis auf Weiteres nicht täglich dokumentieren. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erließ am Mittwoch mit sofortiger Wirkung ein Moratorium für die Berichts- und Dokumentationspflicht, wie sie im neuen Bundesinfektionsschutzgesetz eigentlich vorgeschrieben ist.

Demnach müssten die Einrichtungen laut Gesundheitsministerium umfangreiche neue Meldepflichten erfüllen und zum Beispiel alle durchgeführten Corona-Testungen und Daten zum Impfstatus täglich dokumentieren und an die zuständigen Behörden berichten. Dies beträfe nicht nur die Beschäftigten, sondern auch Patienten und Besucher.

+++ Zahl der Impfungen in Bayern schnellt in die Höhe +++

Die Zahl der Corona-Impfungen in Bayern ist in den vergangenen Wochen deutlich in die Höhe geschnellt: Allein am Dienstag wurden in ganz Bayern fast 128.000 Impfungen verabreicht, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Darunter waren am Dienstag knapp 100.000 Auffrischungsimpfungen, rund 10.500 Zweitimpfungen – aber auch gut 17.000 Erstimpfungen.

Die Mehrzahl der Impfungen wurde beispielsweise am Dienstag von niedergelassenen Ärzten verabreicht – knapp 78.000. Die anderen rund 50.000 entfielen auf Impfzentren, mobile Impfteams und Krankenhäuser.

+++ Mehrere Landkreise müssen in den Lockdown +++

In voraussichtlich sieben bayerischen Landkreisen und der Stadt Rosenheim muss an diesem Donnerstag das öffentliche Leben wegen der hohen Corona-Inzidenzzahlen weitgehend heruntergefahren werden.

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000 müssen nach der neuen Vorgabe des Freistaats Gastronomie sowie Beherbergungsbetriebe, Sport- und Kulturstätten schließen. Der Handel muss die Zahl der Kunden in den Geschäften beschränken.

Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hatten in Bayern Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Kreise Freyung-Grafenau, Rottal-Inn, Mühldorf am Inn, Berchtesgadener Land, Dingolfing-Landau und Traunstein die 1.000er Marke überschritten. Die Landkreise Ostallgäu, Deggendorf und Regen lagen mit Inzidenzen von 973 bis 993 nur noch knapp unter der Grenze. 

+++ 50 Corona-Intensivpatienten sollen verlegt werden +++

Wegen Überlastung der bayerischen Krankenhäuser werden in den nächsten Tagen voraussichtlich 50 Corona-Intensivpatienten aus Bayern in andere Bundesländer verlegt werden. Wann und wohin, ist noch unklar. "Die Planungen laufen", sagte am Mittwoch der Nürnberger Branddirektor Marc Gistrichovsky, der die Planungen im Rahmen des sogenannten Kleeblatt-Mechanismus koordiniert. Die "Zielgebiete" würden nach der Erfassung der geeigneten Patientinnen und Patienten ermittelt. Bayern plant demnach derzeit mit circa 50 Verlegungen.

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+++ Über 1.000 Covid-Intensivpatienten in Bayern - Höchststand +++

Die Zahl der Covid-Intensivpatienten in Bayerns Krankenhäusern ist erstmals auf über Tausend gestiegen. Am Mittwochmittag meldete das bundesweite Intensivregister 41 zusätzliche Covid-Intensivpatientinnen und -patienten, die Gesamtzahl stieg von 965 auf 1.006.

Auch die Zahl der Todesopfer steigt schnell: In den vergangenen sieben Tagen sind in Bayern nach Daten der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität 432 Corona-Patienten gestorben, und damit innerhalb einer Woche mehr als im gesamten Oktober.

Am Mittwoch waren in exakt der Hälfte der 96 bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte weniger als zehn Prozent der Intensivbetten frei, in zwanzig Kommunen gab es kein einziges freies Intensivbett. 

+++ Umfrage: Große Mehrheit befürwortet Corona-Impfpflicht+++

Eine große Mehrheit in Deutschland ist jetzt für eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 69 Prozent der Befragten für eine allgemein verpflichtende Immunisierung gegen das gefährliche Virus aus. 23 Prozent würden dies ablehnen.

Vor zwei Wochen (11. November) hatten sich in einer YouGov-Umfrage lediglich 44 Prozent der Befragten für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. 27 Prozent lehnten dies ab. Insgesamt hat sich die Stimmung seit Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland vor knapp einem Jahr gedreht. Wenige Tage nach der ersten Impfung am 26. Dezember vergangenen Jahres waren laut einer YouGov-Umfrage noch 56 Prozent gegen eine allgemeine Impfpflicht und nur 33 Prozent dafür gewesen.

+++ Bayern bereitet Intensivpatienten-Transport in andere Bundesländer vor +++

Weil die Kliniken überlastet sind, bereitet sich Bayern auf den Transport einer größeren Zahl von Intensivpatienten in andere Bundesländer vor. Für den Freistaat sei dazu inzwischen das sogenannte Kleeblatt-Konzept zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten innerhalb Deutschlands aktiviert. Das teilte die Deutsche interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in der Nacht zum Mittwoch mit.

In den nächsten Tagen soll eine größere Anzahl an Patienten in andere Kleeblatt-Regionen verlegt werden. Bayern ist in der Notfall-Struktur das Kleeblatt Süd. Auch die ebenfalls besonders von Corona betroffenen Länder Thüringen, Sachsen, Berlin und Brandenburg haben den Angaben nach das Konzept aktiviert, sie gehören zum Kleeblatt Ost. Aktuell gab es zuletzt im Norden und in Hessen noch freie Kapazitäten.

+++ Inzidenz in Deutschland steigt, in Bayern sinkt sie minimal +++

Die Inzidenz in Deutschland hat erstmals die 400-er Marke überschritten. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen liegt sie bei 404,5 (Vortag: 399,8) und meldet 66.884 Corona-Neuinfektionen.

In Bayern ist die Inzidenz minimal gesunken und wird mit 644,4 (Vortag: 644,9) angegeben.

Corona-News vom 23.11.2021

+++ FDP will mit Grünen und SPD über beschränkte Impfpflicht sprechen +++

ie FDP-Bundestagsfraktion  das Gespräch mit SPD und Grünen. "Die FDP-Fraktion legt dabei besonderen Wert auf eine zeitliche Begrenzung und eine Einbettung in eine breite Impfkampagne", sagte ein Sprecher nach Beratungen der Fraktion am Dienstag.

"In Abwägung des staatlichen Grundrechtseingriffs einerseits und des besonderen Schutzbedürfnisses vulnerabler Gruppen andererseits ist die FDP-Fraktion dafür, in Gespräche mit den Bundestagsfraktionen von SPD und Grünen über eine einrichtungsbezogene Impfpflicht einzutreten", sagte er. Das sei das Ergebnis der fraktionsinternen Debatte, die intensiv gewesen sei. Impfpflichten seien immer "ein erheblicher Grundrechtseingriff" und "besonders begründungsbedürftig".

+++ Bayern verlängert Hilfen für Kulturschaffende und Kommunen +++

Der Freistaat legt angesichts der sich stetig verschlechternden Corona-Lage wieder finanzielle Hilfsprogramme für Kommunen und Kulturschaffende sowie Schulbusse auf. Konkret sollen 330 weitere Millionen Euro als Ausgleich für ausgefallene Gewerbesteuereinnahmen an die Städte und Gemeinden fließen, beschloss das Kabinett am Dienstag in München. Noch im Dezember sollen 200 Millionen Euro davon ausbezahlt werden. Im vergangenen Jahr flossen den Angaben der Regierung zufolge 2,4 Milliarden Euro als Ausgleich für pandemiebedingte Gewerbesteuer-Ausfälle aus Mitteln des Freistaates und des Bundes.

Für Bayerns Künstler wird ein ganzer Strauß von Hilfsprogrammen verlängert - unter anderem für Soloselbstständige. Auch das Stipendienprogramm zur Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern in der Anfangsphase ihres professionellen Schaffens werde verlängert, das Spielstätten- und Veranstalterprogramm und das Hilfsprogramm für die Laienmusik. Eine Summe nannte die Regierung jedoch zunächst nicht.

Die staatliche Förderung von Schulbus-Verstärkern, um übervolle Busse in Corona-Zeiten zu verhindern, wird bis vor den Osterferien verlängert. Die Staatsregierung werde den Verstärker-Einsatz mit 25 Millionen Euro bezuschussen. Ob zusätzliche Busse bestellt werden, entscheide die jeweilige Kommune nach der Situation vor Ort. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung nach eigenen Angaben 56 Millionen Euro für die Verstärkerbusse zur Verfügung gestellt.

+++ Söder: Habe Dynamik der vierten Welle nicht gesehen +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eingeräumt, die vierte Corona-Welle in ihrer Wucht nicht kommen gesehen zu haben. Dass es eine vierte Welle geben werde, hätten viele erkannt. "Die Dynamik und Geschwindigkeit, die haben viele nicht gesehen, ich auch nicht", sagte Söder am Dienstag in einer Regierungserklärung im Landtag.

Auch renommierte Wissenschaftler hätten eine Entwicklung, wie sie sich aktuell präsentiert, nicht vorausgesehen, sagte Söder.

Anzeige für den Anbieter Twitter über den Consent-Anbieter verweigert

+++ FDP-Fraktionschef Hagen gegen rasche Impfpflicht +++

Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Martin Hagen, hat sich gegen eine kurzfristige Einführung der Impfpflicht ausgesprochen. Im Bayerischen Rundfunk plädierte er dafür, die Debatte über die Impfpflicht "in Ruhe und fundiert" zu führen. "Es ist ein Instrument, das uns nicht in der aktuellen Lage hilft. Die Impfpflicht käme ja viel zu spät, um in der vierten Welle etwas auszurichten. Aber wir müssen die Debatte führen mit Blick auf die Zukunft", sagte Hagen der "radioWelt am Abend".

Eine Impfpflicht sei ein sehr schwerwiegender Eingriff in die individuelle Freiheit. Dies sei abzuwägen gegen die Bedürfnisse und Interessen der Gemeinschaft. "Dafür sollte man sich die notwendige Zeit nehmen", sagte Hagen. "Das Ganze muss auch rechtssicher sein." Jetzt seien Maßnahmen nötig, die unmittelbar wirken. "Das ist nicht die Impfpflicht, sondern das ist, dass wir Leute, die sich jetzt impfen und boostern lassen wollen, möglichst schnell an den Impfstoff bringen." 

+++ Heim - Handwerk kurz vor der Absage +++

Süddeutschlands größte Messe für Wohnen und Einrichten, die Heim + Handwerk, wird wohl abgesagt. "Gerade demontiere ich alles wieder, was ich in den letzten Tagen aufgebaut habe", erfuhr die AZ von einem Messebauer. "Mein Auftrag ist geplatzt, alle Messen sind bis Jahresende abgesagt." Tanja Felder, die Sprecherin der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen gibt sich auf Nachfrage der AZ bedeckt. Man werde am Mittwoch in größerer Runde beraten, wie es weitergehe. Mehr könne sie derzeit nicht sagen.

Offenbar sind die explodierenden Coronazahlen Grund für die zu erwartende Absage, die wohl auch die Food & Life, "Deutschlands größten Treffpunkt für Genießer", so die Eigenwerbung, betrifft. Die Messegesellschaft selbst ist nicht von Absagen betroffen, da im Dezember keine Eigenveranstaltungen in Riem geplant sind. Heim + Handwerk sowie Food & Life sind Gastveranstaltungen der Gesellschaft für Handwerksmessen in den Messehallen. In den nächsten Tagen wird die GHM wohl eine offizielle Stellungnahme abgeben.  

+++ Söder spricht von moralischer Impfpflicht +++

In seiner Regierungserklärung im Landtag betonte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), es gebe aus seiner Sicht noch keine gesetzliche, wohl aber eine moralische Impfpflicht. "Wir brauchen mehr Idealisten im Land statt Ich-linge", sagte Söder.

Nicht in jeder Gaststätte werde etwa - wie vorgeschrieben - nach dem Impfausweis gefragt. Es gebe Menschen, die Impfausweise oder Testergebnisse fälschten. Söder bezeichnete dies als unsolidarisch. Wer so etwas tue, zeige, dass er keine Solidarität mit anderen habe. Er kündigte massive Kontrollen und erhebliche Strafen an.

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"Wer sich nicht solidarisch verhält, muss auch damit rechnen, dass man einen Betrieb schließt", betonte der Ministerpräsident.

+++ Söder: Schulen sollen unbedingt offen bleiben +++

Bayern will nach Aussage von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Schließung von Schulen im Kampf gegen die vierte Corona-Welle weiterhin möglichst vermeiden. "Wir wollen aus anderen Pandemiewellen lernen und nicht wieder bei Kindern und Jugendlichen anfangen", sagte Söder.

Es werde viel getestet, das Tragen der Maske im Unterricht sei zentral. Trotz aller Kritik an der Maskenpflicht für Schulkinder sagte Söder: "Es war, glaube ich, eine richtige Entscheidung."

+++ Söder fürchtet Überlastung von Bayerns Gesundheitssystem +++

Bayerns Gesundheitssystem steht nach Ansicht von Ministerpräsident Markus Söder wegen der Wucht der vierten Corona-Welle vor einem Kollaps. "Obwohl Bayern mit das beste Gesundheitssystem Deutschlands und der Welt hat, droht die komplette Überlastung", sagte der CSU-Chef am Dienstag in seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag in München.

Die große Zahl an Patienten, die auf den Intensivstationen versorgt werden müsse, sorge für bislang unbekannte Konkurrenzsituationen auf den Stationen. Es bestehe daher die Gefahr, dass sich die gesamte medizinische Versorgung für alle verschlechtern könne.

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+++ Kabinett beschließt 2G-Kulanzfrist für Zwölfjährige +++

Kinder in Bayern sollen künftig bis zu einem Alter von zwölf Jahren und drei Monaten automatisch zu allen Bereichen mit 2G-Beschränkung zugelassen werden. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen.

Sie dürfen nun also auch bis zu drei Monate nach ihrem zwölften Geburtstag Freizeiteinrichtungen und ähnliches besuchen, wenn sie noch nicht gegen Corona geimpft oder genesen sind.

Hintergrund des Kabinettsbeschlusses ist, dass sich Kinder unter zwölf noch nicht gegen Corona impfen lassen können, weil es für sie bis jetzt noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Und bis einem vollständigen Impfschutz dauert es nach dem zwölften Geburtstag mindestens einige Wochen. Nach bisheriger Rechtslage drohte den betroffenen Kindern aber direkt ab dem zwölften Geburtstag die 2G-Regel – also der Ausschluss von Freizeitaktivitäten diverser Art.

Damit korrigiert die Staatsregierung ihre bisherige Linie. Zuletzt hatte das Gesundheitsministerium noch erklärt, über Zwölfjährigen könne aktuell keine dreimonatige Karenzzeit eingeräumt werden.

+++ Kabinett beschließt verschärfte Corona-Regeln in Bayern +++

Angesichts der weiter steigenden Corona-Zahlen hat das bayerische Kabinett am Dienstag harte Gegenmaßnahmen beschlossen. Sie sollen - nach Zustimmung des Landtags am Nachmittag - in der kommenden Nacht in Kraft treten und damit ab Mittwoch gelten.

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+++ Theologe impft gegen Covid - Anklage gegen falschen Arzt +++

Ein Theologe soll sich als Arzt ausgegeben und Menschen in zwei Impfzentren in Oberbayern Corona-Impfungen verabreicht haben. Die Staatsanwaltschaft Traunstein klagte den 50-Jährigen nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Urkundenfälschung und Betrugs an.

Er soll im Februar und März rund 300 Impfungen selbst und mehr als 1.100 angeordnet haben. Anhaltspunkte für gesundheitliche Komplikationen bei den Geimpften gebe es bisher nicht. Es bestehe aber der Verdacht auf Körperverletzung, da er die Einwilligung der Geimpften durch Täuschung erschlichen habe.

Der Angeklagte schweigt bisher zu den Vorwürfen. Nur die Fälschung der Approbationsurkunde als Arzt habe er bei einer Sachverständigen eingeräumt.

+++ Bayerisches Kabinett beschließt Corona-Verschärfungen +++

Am heutigen Dienstag wird das bayerische Kabinett voraussichtlich die Verschärfung der Corona-Maßnahmen beschließen. Ab 9 Uhr kommt der Ministerrat in einer Präsenzsitzung zusammen. Die Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder im Landtag wird ab 14 Uhr erwartet. 

+++ USA warnen vor Reisen nach Deutschland +++

Aufgrund der steigenden Coronazahlen warnt das US-Außenministerium US-Bürger dringlich vor einer Reise nach Deutschland. Der neue Hinweis hat die höcgste Stufe 4. "Reisen Sie angesichts von Covid-19 nicht nach Deutschland", heißt es in einer Mittelung vom Montag.

+++ Corona-Inzidenz erreicht neuen Höchststand +++

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut auf einen Höchststand gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 399,8 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 386,5 gelegen, vor einer Woche bei 312,4 (Vormonat: 100,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 45.326 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 32.048 Ansteckungen gewesen.

In Bayern liegt die Inzidenz bei 644,9


Corona-News vom 22.11.2021

+++ Triage-Teams für Kliniken in Neu-Ulm +++

Die Kliniken im Landkreis Neu-Ulm bereiten sich mit der Gründung eines Triage-Teams auf die Überlastung der Intensivstationen vor. Dies geht aus einem Schreiben an Mediziner hervor, das unter anderem Landrat Thorsten Freudenberger (CSU) unterzeichnet hat. Die Kreisbehörde bestätigte am Montag, dass es solch einen Brief gebe, in dem es allerdings hauptsächlich um das derzeitige Impfangebot gehe.

Für die Zusammenstellung des Triage-Teams seien die Krankenhäuser selbst zuständig, sagte eine Landkreis-Sprecherin. Im Landkreis Neu-Ulm betrifft es die Kreisspitalstiftung Weißenhorn, die an insgesamt drei Orten die Kliniken des Landkreises betreibt. Eine Sprecherin der Stiftung erklärte, dass zunächst die Pandemie-Beauftragten klären sollten, wie weiter vorgegangen werden soll. Die Maßnahmen seien bisher "rein präventiv", konkrete Schritte zur sogenannten Triage noch nicht geplant. Es sei Klinikalltag, dass Ärzte entscheiden, wie Patienten behandelt werden, sagte sie.

+++ Verschärfte Regeln länger als bis zum 15. Dezember? +++

Wegen der Wucht der vierten Corona-Welle rechnet CSU-Chef Markus Söder noch vor dem Ende der geltenden Übergangsfrist mit Nachbesserungen am neuen, von den Ampel-Parteien vorgelegten Infektionsschutzgesetz. Die Länder haben nach dem von SPD, Grünen und FDP vorgelegten Gesetz zwar weiter die Möglichkeit, bestimmte Maßnahmen wie Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen und Verbote von Veranstaltungen in Freizeit, Kultur und Sport zu verhängen oder aufrechtzuerhalten.

Dagegen gehören Reiseverbote, Ausgangsbeschränkungen, Schul- und Geschäftsschließungen nicht mehr zu den erlaubten Werkzeugen der Pandemiebekämpfung. Allerdings gibt es bis zum 15. Dezember eine Übergangsfrist: Falls Länder noch nach der bisherigen Rechtslage tiefergreifendere Maßnahmen anordnen, können diese bis maximal Mitte Dezember weiter gelten.

Söder betonte, in Bayern werde am Dienstag zunächst das Kabinett und dann der Landtag die bereits am Freitag von der Koalition verabredeten Verschärfungen beraten und beschließen. Er hoffe sehr, dass die Maßnahmen bis zum 15. Dezember Wirkung zeigten, aber voraussagen könne dies leider niemand. Sollte es rechtlich möglich sein, werde Bayern dann bei Bedarf die Maßnahmen verlängern. Weitere Verschärfungen seien für ihn kein Thema, sagte Söder.

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+++ Söder rüffelt Spahn: "Desaströse Kommunikation" +++

CSU-Chef Markus Söder (CSU) hat dem geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Frage der Impfstoff-Bereithaltung eine "desaströse Kommunikation" vorgeworfen. "Was ich schade finde und sehr unglücklich, ist die Kommunikation des Bundesgesundheitsministers", sagte Söder am Montag nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München.

Es sei gut und wichtig, Impfstoff auch an andere Teile der Welt zu geben. Jedoch sei es in der gegenwärtigen Situation in Deutschland auch sinnvoll, Impfstoff im Inland bereitzuhalten. Söder machte deutlich, dass er den Impfstoff von Moderna für gleich gut mit dem von Biontech/Pfizer halte. Jedoch sei die Wahl des Wortes "Rationalisierung" im Zusammenhang mit Impfstoff nicht zielführend gewesen, wenn es um die Schaffung von Sicherheit unter den Bürgern gehe.

Auch der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, hatte Spahn zuvor kritisiert. "Die äußerst unglückliche Formulierung führt zu unnötiger Verunsicherung in der Bevölkerung."

Münchens OB Dieter Reiter (SPD) kritisierte Spahn ebenfalls für dessen Impfstoff-Aussagen: "So kann man nicht kommunizieren, das ist einfach sowas von daneben. Ich habe mich so geärgert, das ist unglaublich!", sagte Reiter im BR-"Sonntags-Stammtisch".

+++ Söder: CSU mit großer Mehrheit für allgemeine Impfpflicht +++

Die CSU-Spitze steht nach Worten von Parteichef Markus Söder klar hinter der Forderung nach einer allgemeinen Impfpflicht gegen Corona. Es habe dafür große Zustimmung geben, sagte Söder am Montag nach einer Videoschalte des CSU-Vorstands in München. Es habe niemanden gegeben, der eine Impfpflicht abgelehnt hätte.

Auf Dauer werde nur eine allgemeine Impfpflicht helfen, sagte Söder. Und auf Dauer sei auch dies der Weg, um gesellschaftlichen Frieden zu schaffen. Eine partielle Impfpflicht schaffe Ungerechtigkeit. "Ich glaube, wir sollten jetzt die Debatte führen", verlangte Söder. Die Impfpflicht müsse dann rechtzeitig vor der nächsten Welle kommen.

+++ Bayerische Wirtschaft für allgemeine Impfpflicht +++

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) plädiert für eine allgemeine Impfpflicht. Angesichts des "dramatischen Infektionsgeschehens in weiten Teilen Bayerns" und der sich immer weiter verschärfenden Lage in den Krankenhäusern führe "an einer allgemeinen Impfpflicht kein Weg vorbei", sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Montag. Sie müssen so schnell wie möglich und noch im laufenden Jahr umgesetzt werden.

"Es geht jetzt darum, den Gesundheitsschutz der Bevölkerung insgesamt in den Vordergrund zu stellen. Mit Überzeugungsarbeit sind wir nicht weit genug gekommen", sagte Brossardt. Die Pflicht sei inzwischen leider notwendig, da die Impfquote in Deutschland und speziell in Bayern zu niedrig sei. Die Menschen, die sich nicht impfen ließen, brächten sich und andere in Gefahr, das Gesundheitssystem an seine Grenzen. Zudem sei ohne Impfen auch die wirtschaftliche Entwicklung gefährdet.

+++ Gesundheitsminister Holetschek für allgemeine Impfpflicht +++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) kann sich angesichts der stark steigenden Corona-Zahlen eine allgemeine Impfpflicht vorstellen. "Ich war immer eigentlich ein Gegner einer Impfpflicht", sagte er am Montagmorgen dem Deutschlandfunk. "Ich glaube aber inzwischen, (...), dass wir relativ schnell über dieses Thema sprechen müssen."

Eine Impfpflicht werde nicht heute und morgen helfen, aber sie sei der Weg aus der Pandemie. "Ich persönlich bin inzwischen als Ultima Ratio tatsächlich für diese allgemeine Impfpflicht." Darüber müsse relativ schnell in Berlin gesprochen werden - es brauche eine bundeseinheitliche Lösung.

+++ Corona-Hotspots: Bayern will die vierte Welle brechen +++

Bayern droht ein harter Corona-Winter. Mit strengen Regeln will die Politik die vierte Welle brechen und die Lage in den Griff bekommen. Der Freistaat steht vor einer entscheidenden Woche. Am Dienstag will das Kabinett die angekündigten neuen Gegenmaßnahmen beschließen, direkt danach geht es in den Landtag. Welche Regeln ab Mittwoch gelten sollen, lesen Sie hier.

+++ Acht bayerische Landkreise über Inzidenz von 1.000 +++

Die Infiziertenzahl steigt und steigt. Am Sonntag hatte das Robert Koch-Institut (RKI) für den Freistaat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 639,4 gemeldet. Spitzenreiter - auch deutschlandweit - war der niederbayerische Landkreis Freyung-Grafenau. Hier hatten sich binnen einer Woche 1.651,5 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert.

Acht Landkreise im Freistaat befinden sich laut Angaben des RKI über der 1.000er-Marke (Stand: 22. November, 3.12 Uhr) - allesamt in Nieder- und Oberbayern: Neben Freyung-Grafenau waren das Rottal-Inn, Passau, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn, Landshut, Deggendorf sowie Dingolfing-Landau.


Corona-News vom 21.11.2021

+++ SPD Oberbayern und Freie Wähler für Impfpflicht +++

Angesichts der rasant steigenden Zahl an Corona-Infektionen fordern mehrere Parteien nun eine Einführung der allgemeinen Impfpflicht in Bayern. 

"Wir können diesen Teufelskreis der Pandemie nur mit einer hohen Impfquote durchbrechen", sagte der Bezirksvorsitzende der SPD Oberbayern Florian Ritter am Sonntag in München.  Leider würden zu wenig Menschen das Impfangebot wahrnehmen - und "wir können nicht einfach nur warten, bis auch die Letzten sich irgendwann überzeugen lassen", so Ritter weiter.

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Ins selbe Horn stieß der Fraktionschef der Freien Wähler im Bayerischen Landtag Florian Streibl. Er fordert eine breite Debatte über eine allgemeine Impflicht. Sich impfen zu lassen sei der beste Weg, um Krankenhäuser, Ärzte, Pfleger und immungeschwächte Menschen zu entlasten. "Doch reichen Appelle in Deutschland offenbar nicht, um eine ausreichend hohe Impfquote zu erzielen und das Coronavirus so endgültig in die Knie zu zwingen."

 Auch wenn es eine verfassungsrechtliche Gratwanderung sei, so spreche vieles für die allgemeine Impflicht, "wenn wir nicht jeden Herbst aufs Neue ein Ansteigen der Inzidenzen und folgend die Überlastung unseres Gesundheitswesens - allein durch eine einzige Krankheit - riskieren wollen", sagte Streibl am Sonntag.

+++ Biontech-Gründer rechnet mit jährlichen Auffrischungsimpfungen +++

Im Interview mit der "Bild am Sonntag" sprach sich Biontech-Gründer Ugur Sahin für Auffrischungsimpfungen aus. Studien bewiesen, dass dadurch nicht nur der komplette Schutz wiederhergestellt werden, sondern die Immunantwort danach noch höher sein könne, so Sahin: "Bei Erwachsenen tritt eine Covid-19-Erkrankung zwanzig Mal seltener auf. Es finden fast keine Impfdurchbrüche mehr statt, der Schutz vor schwerer Erkrankung wird auf über 97 Prozent angehoben. Ein Booster schützt zum einen den Geimpften sehr gut vor Erkrankung, er hilft aber auch, weitere Ansteckungsketten zu unterbrechen und verringert die Wahrscheinlichkeit für neue problematische Virusvarianten."

Weiter sagte er:  "Wichtig ist die Tatsache, dass die dritte Impfung den Schutz wieder anhebt. Entsprechend erwarten wir, dass er länger anhält als der Schutz nach der Doppelimpfung und nachfolgende Auffrischimpfungen vielleicht nur jedes Jahr – ähnlich wie bei Influenza – gebraucht werden."

+++ Gesundheitsministerium sieht im Süden Bayerns "ausgeprägte Impfskepsis" +++

Das bayerische Gesundheitsministerium sieht im Süden des Freistaats eine grundsätzlich größere Skepsis gegenüber jeglichen Impfungen als in anderen Regionen. "Das zeigen bereits bisherige Erfahrungen wie beispielsweise bei der Schutzimpfung gegen Masern", sagte eine Ministeriumssprecherin in München. Es liege "die Vermutung nahe", dass diese grundsätzliche Skepsis auch zur Ablehnung von Corona-Schutzimpfungen am Alpenrand beitrage.

Die Impfskeptiker seien dabei "nicht selten gut situiert, gut gebildet und offen gegenüber alternativmedizinischen Behandlungsmethoden", sagte die Ministeriumssprecherin. "Im Umkehrschluss bedeutet das aber nicht, dass gut gebildete Personen überwiegend impfskeptisch eingestellt sind." Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte in den vergangenen Wochen immer wieder betont, es gebe bei den Impfquoten auch innerhalb Bayerns ein "Nord-Süd-Gefälle".


Corona-News vom 20.11.2021

+++ RKI-Chef Wieler: Auch fünfte Corona-Welle bei zu wenig Impfungen möglich +++

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, warnt in der Corona-Krise vor der nächsten Welle, falls Gegenmaßnahmen nicht schneller umgesetzt werden. "Wenn das Verringern der Kontakte und das Impfen nicht intensiv gelingt, werden wir nach den jetzigen Modellierungen auch noch eine fünfte Welle bekommen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreichte am Samstag erneut einen Höchststand. Mit harten Gegenmaßnahmen wie in Sachsen oder Bayern ist nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach lokal auch anderen Bundesländern zu rechnen.

"Der weitere Verlauf des Winters hängt stark davon ab, was jetzt geschieht", sagte Wieler. "Es muss jetzt rasch dafür gesorgt werden, dass flächendeckend in Deutschland die Kontakte der Menschen eingeschränkt werden." Impfen und 2G reichen seiner Ansicht nach nicht mehr aus. Wieler fordert schon seit Tagen, dass große Feiern, Großveranstaltungen und große Menschenansammlungen in Innenräumen vermieden werden sollten.

"In den Bundesländern, in denen die Zahlen jetzt noch niedrig sind, haben wir mit Kontaktbeschränkungen die Chance, die Zahlen auch niedrig zu halten. Dort, wo die Zahlen hoch sind, ist es eigentlich sehr spät, wenn nicht zu spät", sagte der RKI-Präsident.

+++ Auffrischungsimpfungen: Tempo steigt +++

In dieser Woche sind bisher 1,7 Millionen Bürger "geboostert" worden. Das teilte der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn am Samstag via Twitter mit. Bislang erhielten insgesamt 5,6 Millionen Menschen die Auffrischung. Angesichts rasant steigender Infektionszahlen will man bis zum Jahresende 20 bis 25 Millionen Auffrischungsimpfungen verabreichen.

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56,5 Millionen Menschen und damit 67,9 Prozent der Gesamtbevölkerung sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 58,6 Millionen Menschen wurden mindestens einmal geimpft. Das entspricht einer Quote von 70,4 Prozent.

Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz rief zu einem "Ruck" für Booster-Impfungen auf. Millionen Bürgerinnen und Bürger müssten davon überzeugt werden, sich die Auffrischungsimpfung geben zu lassen, sagte er bei einem Landesparteitag im brandenburgischen Schönefeld.

Spahn verteidigt Biontech-Begrenzung +++

Noch-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die viel kritisierte Begrenzung von Bestellmengen beim Corona-Impfstoff von Biontech verteidigt. "Ich weiß, dass diese kurzfristige Umstellung für viele engagierte Helferinnen und Helfer vor Ort in den Arztpraxen und Impfzentren viel zusätzlichen Stress bedeutet. Und das bedauere ich ausdrücklich", sagte Spahn der Deutschen Presse-Agentur.

Die Nachfrage nach Biontech sei in den letzten zwei Wochen so stark gestiegen, dass sich das Lager sehr schnell leere. Allein in der neuen Woche würden fast sechs Millionen Dosen an die impfenden Stellen geliefert. Das sei mehr, als es bisher überhaupt an Booster-Impfungen in Deutschland gegeben habe. Mit Biontech und Moderna gebe es zwei exzellente und hoch wirksame Impfstoffe. Von beiden gebe es genug, um bis Jahresende 50 Millionen Menschen zu impfen, sagte Spahn.

+++ Bayerns Kassenärzte: Massive Kritik an Biontech-Rationierung +++

Die Kassenärzte in Bayern wollen die geplante Mengenbegrenzung bei der Bestellung des Biontech-Impfstoffs durch Praxen nicht hinnehmen. Bei den Haus- und Fachärzten werde damit ein heilloses Durcheinander erzeugt, kritisierte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) am Samstag in München. Der Verband forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einer Resolution auf, die künstliche Verknappung der Impfdosen von Biontech/Pfizer umgehend rückgängig zu machen. Andernfalls gefährde er den notwendigen Fortschritt der Impfkampagne massiv.

Die Mediziner begründen ihre Kritik mit dem Vertrauen der meisten Patienten in das Vakzin von Biontech. Mehr als 85 Prozent aller Impfungen in bayerischen Praxen seien bislang damit durchgeführt worden. Der Moderna-Impfstoff spiele mit einem Anteil von 0,2 Prozent bislang eine untergeordnete Rolle. "Der Erklärungsbedarf in den Praxen bei einer Umstellung des Impfstoffs wäre gewaltig und bei der sowieso bereits enormen Arbeitsbelastung für die Ärztinnen und Ärzte sowie die Praxisteams in keiner Form zu leisten", heißt es in der Erklärung.

+++ RKI-Chef: Auch fünfte Welle bei zu wenig Impfungen möglich +++

Nach der zweiten Corona-Welle im vergangenen Herbst und Winter folgte recht kurz darauf eine dritte im Frühjahr. Auch nach Nummer vier muss nicht Schluss sein, warnt der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI). Bei unzureichender Impfquote könnte die wellenartige Corona-Ausbreitung laut dem RKI-Präsidenten nach der vierten Welle weitergehen.

"Wenn das Verringern der Kontakte und das Impfen nicht intensiv gelingt, werden wir nach den jetzigen Modellierungen auch noch eine fünfte Welle bekommen", sagte Lothar Wieler der Deutschen Presse-Agentur. Es sei bitter, dass sich bisher nicht mehr Menschen für diesen eigentlich leichten Schritt entschieden hätten. "Der weitere Verlauf des Winters hängt stark davon ab, was jetzt geschieht", sagte Wieler.

+++ Corona-Regeln belasten Zwölfjährige besonders +++

Die Initiative Familien in Bayern sieht zwölfjährige Kinder durch die neuen Corona-Regelungen für Ungeimpfte in Bayern besonders stark belastet. "Fortwährend wird bewusst ignoriert, dass Elfjährige irgendwann zwölf werden und nicht über Nacht komplett geimpft sein können", kritisierte der Verband am Samstag. "Es zeichnet sich ab, dass der Kinderimpfstoff erst kurz vor Weihnachten verfügbar ist, so dass alle Geburtstagskinder mindestens bis Januar keine Teilhabe haben und ihre Freunde nicht treffen können."

Kinder und Jugendliche müssten unter Geltung der 3G-Regel dauerhaft und uneingeschränkt Zugang zu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens haben, forderte die Initiative. Sabine Kohwagner vom Vorstand der Initiative nannte es richtig und wichtig, dass die Schulen auch bei sehr hohen Inzidenzen offen gehalten würden. "Dass allerdings entgegen der klaren Empfehlung der Stiko und entgegen dem Rat vieler Kinder- und Jugendärzte ungeimpfte Kinder und Jugendliche in einen sozialen Lockdown geschickt werden, zeigt wieder eines ganz deutlich: Der Weg bis zu einer echten Priorität für Kinder und Jugendliche ist in Bayern noch lang, sehr lang."

+++ Wegen Corona: Zweiter Intensivtransporthubschrauber in Nürnberg +++

Der Freistaat Bayern stockt wegen der Corona-Pandemie die Luftrettung für Intensivpatienten auf. Am Flughafen Nürnberg sei dafür seit Samstag befristet ein zweiter Intensivtransporthubschrauber stationiert, der auch bundesweit eingesetzt werden könne, teilte die DRF Luftrettung am Samstag mit. Von 8.00 Uhr morgens bis zum Sonnenuntergang soll die Maschine vom Typ H145 demnach schwerpunktmäßig für Intensivpatienten zur Verfügung stehen, um das öffentlich-rechtliche Versorgungssystem zu entlasten.

Der andere Intensivtransporthubschrauber in Nürnberg steht rund um die Uhr bereit. Weitere dieser Maschinen betreibt die DRF in Regensburg und München. Hinzu kommen Rettungshubschrauber in Weiden und Nürnberg. Auch der Automobilclub ADAC unterhält Hubschrauber an mehreren Standorten.

+++ Riesige Warteschlange Impfwilliger vor Rathaus in Holzkirchen +++

Um 9 Uhr am Samstagmorgen sollte in Holzkirchen eine Impfkampagne starten. Schon kurz nach 8 Uhr hatte sich am Rathaus eine etwa 500  Meter lange Warteschlange mit mehreren hundert Personen gebildet, die sich, teils mit Campinghocker ausgerüstet, eingereiht hatten. Ähnliche Situationen dürften sich auch in anderen bayerischen Gemeinden abzeichnen. Die heutige Impfkampagne in Holzkirchen ist vorerst bis 13 Uhr geplant.

Nach AZ-Informationen wurden bis 13 Uhr mehr als 500 Personen geimpft, darunter auch Erstimpfungen. Der verantwortliche Arzt vor Ort erklärte der AZ, dass ausreichend Impfstoffe von Biontech und Moderna vorrätig seien, und dass die heutige Impfkampagne in Holzkirchen erst dann beendet wird, wenn auch der letzte Impfwillige in der Warteschlange seine Impfung erhalten hat.

+++ Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern klettert auf 635,6 +++

Das Coronavirus hat Bayern weiter fest im Griff. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter und lag nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) am Samstag (Stand: 3.12 Uhr) auf 635,6. Am Vortag waren es noch 625,3. Einige Bayerische Landkreise lagen demnach unter den Gebieten mit den bundesweit meisten Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Den höchsten Wert im Freistaat meldete das RKI am Samstagmorgen für den Landkreis Freyung-Grafenau (1564,7), der danach auch bundesweit an der Spitze lag. Sehr hohe Werte gab es auch in den Landkreisen Rottal-Inn (1474,5), Passau (1155,8) und Mühldorf am Inn (1140,9).

+++ Bayreuther CSU kritisiert Absage von Weihnachtsmärkten +++

Für die Absage von Weihnachtsmärkten in ganz Bayern wird Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aus seinen eigenen Reihen kritisiert. Der Vorsitzende der Bayreuther CSU-Fraktion, Stefan Specht, sprach von einem falschen Signal. Es sei verständlich, dass weltbekannte, große Christkindlesmärkte der Großstädte aufgrund hoher Besucherzahlen abgesagt werden müssten. Für kleinere Städte hätte man sich aber dezentrale Entscheidungen auf kommunaler Ebene gewünscht. Die Stadt Bayreuth habe und hätte alles getan, um den Christkindlesmarkt unter strengen Hygienemaßnahmen dauerhaft zu ermöglichen, heißt es in der Mitteilung der CSU Bayreuth-Mitte vom Samstag.

+++ Holetschek protestiert gegen Biontech-Begrenzung +++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) protestiert gegen eine vom Bundesgesundheitsministerium angekündigte Begrenzung der Biontech-Auslieferungen. Das sei inakzeptabel, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München. Holetschek, der auch Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz der Länder ist, will dies nun auf die Tagesordnung der für Montag geplanten Beratungen setzen. "Das muss besprochen und gelöst werden."

Das Bundesgesundheitsministerium hatte in einem Schreiben an die Länder betont, dass bis Jahresende genug Impfstoff auch für Auffrischungsimpfungen zur Verfügung stehe. Neben dem Präparat von Biontech/Pfizer solle dafür aber vermehrt das von Moderna eingesetzt werden. Andernfalls drohten eingelagerte Moderna-Dosen ab Mitte des ersten Quartals 2022 zu verfallen, was aber vermieden werden müsse.

+++ 32.000 Förderanträge für Luftfilter in Klassenzimmern +++

Für gut 32.000 Luftfilter in Klassenzimmern an bayerischen Schulen sind laut Kultusministerium bislang Förderanträge eingegangen. Damit wäre knapp die Hälfte der 75.000 Klassenzimmer im Freistaat ausgestattet. Allerdings: Einen Überblick über die Zahl der tatsächlich vorhandenen Luftfilter in Schulen hat das Ministerium einem Sprecher zufolge nicht. Etliche Klassenräume seien bereits vor der Corona-Pandemie mit Belüftungsanlagen ausgestattet gewesen. Zudem könnten Schulen Geräte anschaffen, ohne die Förderung zu beantragen oder den Förderantrag nachreichen.

 

Zum Zwecke der Übersichtlichkeit und besserer Ladezeiten unseres Newsblogs haben wir alte Beiträge ab dieser Stelle gelöscht. Der erste Eintrag stammt vom 20. November.

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