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Corona-News: Verfassungsschutz in Bayern warnt - Demokratie durch Corona gefährdet

Das Coronavirus grassiert weiter in München, Bayern und Deutschland. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.
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Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, sorgt in München, Bayern und Deutschland seit Monaten für drastische Maßnahmen. In unserem Newsblog informieren wir Sie über die aktuellen Corona-Entwicklungen in München und Bayern.


Corona-News vom 18.04.2021

+++ Bayerischer Verfassungsschutz sieht Gefahr für Demokratie durch Corona +++

Die Corona-Pandemie hat auch Demokratiefeinden Aufschwung verliehen. Insbesondere die Anhänger von Verschwörungsmythen und Extremisten haben seit einem Jahr Zulauf. Dies wird auch vom Verfassungsschutz beobachtet. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will auf diese Gefahren daher am Montag (11.00 Uhr) bei der Vorstellung des bayerischen Verfassungsschutzberichtes für das Jahr 2020 eingehen.

+++ Münchner Polizei verteilt 20 Anzeigen nach Garagenparty +++ 

Nach einem illegalen Treffen in einer Garage in München hat die Polizei 20 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen gestellt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde bei dem Treffen am Freitagabend weder auf Mindestabstände geachtet, noch wurden Masken getragen. Zudem wurde die derzeit erlaubte Personenanzahl und Zahl der Haushalte für private Treffen weit überschritten. Insgesamt wurden laut Polizei bei dem Treffen 20 Anzeigen verteilt. Die genaue Personenanzahl war noch unklar, die Ermittler sprachen von fast 20 Anwesenden.

Im Laufe des Wochenendes kam es zu weiteren Vorfällen und Kontrollen in München, welche jedoch größtenteils kommunikativ gelöst werden konnten.

+++ Nur drei Landkreise in Bayern unter 100 +++

Nur noch drei Landkreise in Bayern haben in den vergangenen sieben Tagen weniger als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntagmorgen für den Landkreis Tirschenreuth eine Inzidenz von 77,7. Dahinter folgen der Landkreis Forchheim mit einem Wert von 92,9 und der Landkreis Kitzingen mit 96,5. Bayernweit ist der Landkreis Kronach mittlerweile mit 367,1 ungewollter Spitzenreiter.

Für den gesamten Freistaat meldete das RKI eine Inzidenz von 185,4 nach 182,4 am Vortag. Das geht aus Zahlen von Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.09 Uhr wiedergeben. 

+++ Lauterbach: EM-Spiele in München vor vielen Fans "medizinisch nicht vertretbar" +++

SPD-Politiker Karl Lauterbach hält EM-Spiele im Sommer in München vor großer Zuschauerkulisse für ausgeschlossen. "Wenn es ein paar Hundert oder wenige Tausend Zuschauer sind, dann kann man sich das im Großen und Ganzen noch vorstellen. Wenn wir aber hier über 10.000, 20.000 Zuschauer sprechen, dann ist es nicht machbar. Dafür haben wir schlicht keine Testerfahrung", sagte der Gesundheitsexperte dem SID: "Wir wissen nicht, wie gefährlich das ist. Und dann wird auch noch gereist. Ich halte das für medizinisch nicht vertretbar."

Eine Garantie für große Zuschauerzahlen, wie sie die Europäische Fußball-Union (UEFA) von dem deutschen EM-Standort verlangt, sei in Zeiten der Corona-Pandemie nicht zu geben und daher ein falsches Zeichen. Die EM soll vom 11. Juni bis 11. Juli möglichst in zwölf europäischen Städten stattfinden, die endgültige Entscheidung darüber trifft das UEFA-Exekutivkomitee am Montag.


Corona-News vom 17.04.2021

+++ Münchner Petition: Impfstart für Lehrer gefordert +++

Bisher sind nur die Förder- und Grundschullehrer in der Impfpriorität vorgezogen worden, alle übrigen Lehrer sind noch in der Impfgruppe 3:  Eine von der Münchnerin Sophie Boner im Internet gestartete Petition fordert die bayerische Landesregierung und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf, sofort auch die Lehrer aller weiterführenden Schulen und sonstiger Bildungseinrichtungen in Bayern zu impfen. Dies solle in Form eines freiwilligen Angebots geschehen, es gehe keinesfalls um einen Impfzwang.

Weil die Schüler in Bayern seit dem 15. März wieder in Präsenz im Wechsel- bzw. Präsenzunterricht (mit Mindestabstand) unterrichtet würden, sei das pädagogische Personal großen Gefahren ausgesetzt, heißt es in der Begründung. Tests und Hygienevorschriften hält die Petition für nicht ausreichend: "Die zur Zeit steigenden Infektionszahlen mit der deutlich ansteckenderen und tödlicheren Virusmutante B.1.1.7 macht einen zusätzlichen Schutz für Schüler*innen und Lehrer*innen unabdingbar." 

+++ Rossmann ruft vorsorglich FFP2-Masken zurück +++

Das Drogerie-Unternehmen Rossmann ruft eine Charge von FFP2-Masken zurück. Betroffen sind Masken der Marke "altapharma" mit der Chargen-Nummer LOT 2020F50. Der Rückruf erfolge aus "vorbeugendem Verbraucherschutz", wie das Unternehmen mitteilte.

Bei den betroffenen Masken seien nicht alle Anforderungen an persönliche Schutzausrüstung erfüllt. Insbesondere in ölhaltiger Umgebung würden sie keinen ausreichenden Schutz bieten - also etwa bei Arbeiten an geölten Motoren oder Getrieben. Kunden können die Schutzmasken zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet. 

+++ Nur noch drei Landkreise in Bayern unter 100: Inzidenz über Bundesschnitt +++

Nur noch drei Landkreise in Bayern haben in den vergangenen sieben Tagen weniger als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagmorgen für den Landkreis Tirschenreuth eine Inzidenz von 83,3. Dahinter folgen der Landkreis Forchheim mit einem Wert von 90,4 und der Landkreis Lindau mit 93,5. Bayernweit ist die Stadt Hof mit 386,3 weiter ungewollter Spitzenreiter.

Für den gesamten Freistaat meldete das RKI eine Inzidenz von 182,4. Das geht aus Zahlen von Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.08 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Gesundheitsämter im Freistaat meldeten dem Institut binnen eines Tages 3.951 Neuinfektionen und 31 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion.

+++ 7-Tage-Inzidenz in München steigt weiter an +++

In München klettert der Wert der 7-Tage-Inzidenz weiter nach oben. Laut RKI liegt er für Freitag bei 165,7 (Stand: 3.08 Uhr). Am Vortag waren noch eine 7-Tage-Inzidenz von 158,5 gemeldet worden. Weitere Zahlen für München lesen Sie hier.

+++ Gericht bestätigt Verbot von "Querdenker"-Demos in Kempten +++

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat das Verbot von zwei "Querdenker"-Demonstrationen in Kempten bestätigt. Die Beschwerden der beiden Veranstalter seien zurückgewiesen worden, teilte der Gerichtshof am Freitagabend mit. Die Versammlungsbehörde habe zu Recht festgestellt, dass die Untersagung notwendig sei, um Infektionsgefahren zu verhindern. Auch eine Versammlung mit weniger Teilnehmern sei deshalb nicht vertretbar.


Corona-News vom 16.04.2021

+++ Nürnberg: Intensivbetten werden knapp +++

"Die Lage ist sehr angespannt", sagte eine Sprecherin des Klinikums Nürnberg am Freitag. Am Donnerstagabend seien für kurze Zeit alle Intensivbetten in der Region belegt gewesen. Zuerst hatte der "Bayerische Rundfunk" darüber berichtet. Das Klinikum Nürnberg sei von der Integrierten Leitstelle abgemeldet gewesen, die die Bettenkapazität im Blick hat. Eine solche Abmeldung käme immer wieder vor, erklärte die Sprecherin des Klinikums. 

Trotzdem habe das Klinikum aus medizinischen Gründen am Donnerstagabend noch zwei Patienten aufgenommen - beide schwer an Covid-19 erkrankt. Am Freitag waren im Raum Nürnberg noch rund 20 Intensivbetten frei, sagte der Leiter der Integrierten Leitstelle in Nürnberg, Marc Gistrichovsky. Davon seien sechs Betten für Covid-19-Patienten reserviert. 340 Intensivbetten waren demnach belegt, 88 davon mit Covid-19-Patienten. Die Zahlen könnten sich aber jederzeit wieder ändern.

+++ 36.000 Menschen bei Grenzkontrollen zu Tschechien abgewiesen +++

Während der rund zweimonatigen, Corona-bedingten Grenzkontrollen zwischen Bayern und Tschechien sind nach Angaben der Bundespolizei rund 600.000 Menschen überprüft worden. 36.000 Männer und Frauen sind demnach abgewiesen worden. Bei rund 35.000 Menschen habe die Online-Einreiseanmeldung gefehlt, etwa 22.000 hätten keinen negativen Corona-Testnachweis vorlegen können. Es habe aber die Möglichkeit gegeben, Test oder Einreiseanmeldung an der Grenze nachzuholen. Zudem hätten deutsche Staatsbürger, auch wenn sie keinen negativen Test oder keine Einreiseanmeldung hatten, nicht abgewiesen werden dürfen, sagte ein Sprecher. Sie seien den Behörden gemeldet worden, die Maßnahmen wie Quarantäne in die Wege geleitet hätten.

Auf Anweisung des Bundesinnenministeriums hatte es von Mitte Februar bis Mitte April Grenzkontrollen gegeben. Der Sprecher der Bundespolizei verwies darauf, dass Tschechien weiterhin als Hochinzidenzgebiet gelte, weswegen Reisende und Grenzgänger weiterhin Online-Einreiseanmeldungen sowie negative, höchstens 48 Stunden alte Corona-Testnachweise benötigten. Die Bundespolizei kontrolliert die Einhaltung dieser Regelungen nach eigenen Angaben nun im Rahmen der Schleierfahndung.

+++ Münchner Impfkampagne nimmt Fahrt auf +++

Die Impfkampagne zum Schutz vor dem Corona-Virus gewinnt in München weiter an Fahrt. Mittlerweile werden in der Landeshauptstadt pro Tag insgesamt zwischen 10.000 und 12.000 Impfungen im Impfzentrum Riem, bei Hausärzten, in Kliniken und durch mobile Impfteams durchgeführt. Allein am Impfzentrum Riem werden pro Tag zwischen 6.500 und 7.000 Menschen geimpft. Aber auch die Hausarztpraxen sind mittlerweile verstärkt im Einsatz. Hier wurden am Mittwoch dieser Woche insgesamt fast 4.900 Impfungen vorgenommen.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: "Dass in der Stadt München mittlerweile – auch dank unserer Hausärztinnen und Hausärzte - stabil mehr als 10.000 Impfungen am Tag durchgeführt werden können, gibt mir Hoffnung, dass zeitnah alle Münchnerinnen und Münchner, die sich impfen lassen wollen, auch eine Erstimpfung bekommen haben. Wir könnten sogar noch schneller vorankommen, wenn noch mehr Impfstoff zur Verfügung stehen würde. Unsere Kapazitäten haben jedenfalls noch Luft nach oben."

+++ Supermarkt in Bayreuth: Corona-Infektionen bei Mitarbeitern +++

Ein Supermarkt in Bayreuth hat wegen Corona-Infektionen in der Belegschaft schließen müssen. 18 Mitarbeiter hätten sich infiziert, teilte eine Sprecherin des Landratsamts am Freitag mit. Die Gefahr für Kunden sei "vernachlässigbar", weil "in der Regel ein ausreichend großer Abstand bestand". Mehrere Medien hatten über die Schließung berichtet.

Der Supermarkt ist seit Mittwoch dicht, wie ein Sprecher des Unternehmens Rewe auf Nachfrage bestätigte. "Die Schließung ist das effektivste Mittel, die Infektionskette bei einem ungeklärten Infektionsgeschehen zu brechen." Der Supermarkt sei gereinigt und desinfiziert worden. Wann er wieder geöffnet wird, werde gemeinsam mit dem Gesundheitsamt entschieden.

+++ Münchner Schulen wieder im Distanzunterricht +++

 Der Freistaat Bayern steuert in der nächsten Woche wegen weiter steigender Corona-Infektionszahlen auf einen härteren Lockdown in Schulen und Einzelhandel zu. Am Freitag waren nur noch die drei Landkreise Miltenberg, Tirschenreuth und Lindau sowie die kreisfreie Stadt Bamberg unterhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie aus der Statistik des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Für alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte sind damit die Bedingungen erfüllt, dass von Montag an im Zuge der Notbremsen-Regelung die Schulen weitgehend auf Distanzunterricht umstellen müssen. 

Nach Angaben des Kultusministeriums betrifft das in der kommenden Woche 70 Prozent der eine Million Schülerinnen und Schüler in Bayern. Rund 30 Prozent könnten noch im Präsenz- und Wechselunterricht bleiben, sagte ein Ministeriumssprecher. Ausnahmen sind lediglich Abschlussklassen, die vierten Klassen der Grundschulen und die 11. Klassen am Gymnasium. Die Landeshauptstadt München hatte eine entsprechende Regelung bereits am Freitagmorgen angekündigt.

+++ Selbsttest-Ergebnisse aus Schulen nicht zentral erfasst +++

Seit fast einer Woche drehen Schüler in Bayern massenhaft Corona-Test-Stäbchen in der Nase herum - wie viele dieser Selbsttests positiv waren, wird allerdings nicht zentral erfasst.

"Wir erheben keine Zahlen zu den an den Schulen durchgeführten Selbsttests", sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in München. Da ein positiver Test lediglich ein Hinweis auf eine mögliche Infektion sei und zur Bestätigung noch ein PCR-Test außerhalb der Schule erforderlich sei, würde das Ministerium auf den "enormen Verwaltungsaufwand" verzichten, den eine statistische Erfassung der Ergebnisse bedeuten würde.

+++ Impfungen mit Pfizer: Wahrscheinlich dritte Dosis notwendig +++

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie könnte nach Einschätzung von Pfizer-Chef Albert Bourla eine dritte Spritze als Auffrischung und anschließend eine jährliche Impfung notwendig werden.

"Ein wahrscheinliches Szenario ist, dass es die Notwendigkeit einer dritten Dosis geben wird, irgendwo zwischen sechs und zwölf Monaten, und danach eine jährliche Neu-Impfung, aber all das muss noch bestätigt werden", sagte der Vorstandsvorsitzende des US-Pharmakonzerns dem US-Sender CNBC in einem am Donnerstag veröffentlichten, aber bereits Anfang April geführten Interview. Dabei spielten auch die Varianten von Sars-CoV-2 eine große Rolle.

+++ Zahlreiche Verstöße gegen Corona-Regeln in bayerischem Hotspot +++

Im bundesweiten Corona-Hotspot Hof, wo der Inzidenzwert bei über 570 liegt, kontrolliert die Polizei strikt die Einhaltung der Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. "Es gibt Tage, da machen die Corona-Kontrollen fast ein Drittel des Tagesgeschäfts aus", sagte Matthias Singer, Vize-Chef der örtlichen Polizei.

Rund 600 Verstöße gegen die Corona-Regeln meldeten die Beamten vergangenes Jahr. Nun sind es seit Jahresbeginn nach Angaben der Polizei schon knapp 450 Anzeigen, davon allein 140 seit der Verschärfung der Regeln am vergangenen Samstag.

+++ Inzidenz in München leicht gestiegen +++

Die Inzidenz in München bleibt hoch. Das Robert Koch-Institut meldet für die bayerische Landeshauptstadt einen Wert von 158,5 (Stand 16. April, 3.09 Uhr). Am Vortag lag die Inzidenz bei 154,3.


Corona-News vom 15.04.2021

+++ Keine Quarantäne für Geimpfte nach Kontakt mit Infizierten +++

Geimpfte müssen in Bayern auch nach engem Kontakt mit Corona-Infizierten nicht mehr in Quarantäne. Eine neue Allgemeinverfügung mit dieser Erleichterung ist am Donnerstag in Kraft getreten, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte.

Keine Quarantänepflicht gebe es jetzt für Geimpfte ab dem 15. Tag nach ihrer abschließenden Impfung sowie für Menschen, die in den letzten sechs Monaten infiziert waren. Wenn die Infektion länger zurückliege, aber der Mensch geimpft wurde, müsse er ebenfalls nicht in Quarantäne. All diese Personengruppen seien den Erfahrungen und den Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts zufolge kaum infektiös. Alle anderen "engen Kontaktpersonen bestätigter Fälle" müssen unverzüglich für 14 Tage in häusliche Quarantäne und dürfen diese weder verlassen noch Besuch empfangen.

+++ Bis zu 50.000 Impfdosen für Mitarbeiter bayerischer Betriebe +++

Die Staatsregierung will Betriebsärzten in bayerischen Unternehmen im Rahmen von Modellprojekten bald bis zu 50.000 Impfdosen gegen das Corona-Virus zur Verfügung stellen. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte am Donnerstag: "Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, wollen wir möglichst noch im April mit den ersten Modellprojekten beginnen."

Ausgewählt würden zunächst kleine und mittelständische Unternehmen sowie kleinere Standorte von Großunternehmen in den Hochinzidenzregionen. Ziel der Modellprojekte sei es, Organisation und Ablauf der Impfungen in den Betrieben zu erproben, sagte der Minister. Mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) werde gerade ein gleitendes Stufenkonzept entwickelt. Die Modellbetriebe sollten sich vor allem in stark infektionsbelasteten Regionen befinden und unterschiedliche Branchen abbilden.

+++ Gericht: "Querdenken"-Versammlung in Kempten nur mit Einschränkungen +++

Eine "Querdenken"-Versammlung an diesem Wochenende in Kempten darf nur mit starken Einschränkungen stattfinden. Das Verwaltungsgericht in Augsburg genehmigte am Donnerstag nur 200 Teilnehmer statt der von den Veranstaltern angemeldeten 8.000. Zudem müssten die Teilnehmer zuvor über die sozialen Netzwerke über die Beschränkung informiert werden, erklärte ein Gerichtssprecher nach dem Eilverfahren.

An der Veranstaltung der Allgäuer "Querdenken"-Gruppe am Samstag soll auch der Gründer der Initiative, Michael Ballweg, teilnehmen. Die Stadt Kempten hatte die Großkundgebung wegen der Corona-Schutzvorschriften verboten, weil es in der Kommune keine dafür geeignete Fläche gebe. Zudem wurde ein geplanter Demonstrationszug mit 2.000 Teilnehmern verboten. Auch dies wurde vom Gericht überprüft. In diesem Fall bleibt es aber bei dem Verbot.

+++ Florian Post droht mit Verfassungsklage +++

Der Münchner Bundestagsabgeordnete Florian Post (SPD) droht mit einer Verfassungsklage – sollte das neue Infektionsschutzgesetz wie geplant übernommen werden. Das berichtet die "Bild".

Post hofft, dass es noch zu Änderungen am neuen Gesetz kommen wird. "Meine verfassungsrechtlichen Bedenken sind bei der jetzigen Fassung des Gesetzes so gewaltig, dass ich keinen anderen Weg sehe, wenn der Bundestag dem Gesetz so zustimmt", sagt der Münchner Abgeordnete.

Das neue Infektionsschutzgesetz sieht vor, dass ab einer Inzidenz von 100 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt automatisch die "Notbremse" mit schärferen Regeln greift. Unter anderem gilt dann eine nächtliche Ausgangssperre.

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+++ Kultur-Schließungen: Gericht lehnt Eilantrag ab +++

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat einen Eilantrag mehrerer Musiker gegen die Schließung von Kultureinrichtungen in der Corona-Krise abgelehnt. "Der Eingriff in die Kunst- und Berufsfreiheit der Antragsteller erweise sich im Hinblick auf den Schutz der körperlichen Unversehrtheit und der Gesundheit einer Vielzahl von Menschen (...) als erforderlich und angemessen", teilte das Gericht am Donnerstag mit.

+++ Gesundheitsämter wollen Ende April Luca-App nutzen +++

Die 76 bayerischen Gesundheitsämter werden flächendecken von Ende April an die Luca-App zur Kontaktverfolgung in der Corona-Pandemie nutzen können. Das kündigte Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) am Donnerstag im Landtag an. Bisher hätten 23 Gesundheitsämter die notwendige Technik.

Großer Vorteil der Luca-App sei, dass die gesammelten Daten direkt in das Sormas-System der Gesundheitsämter einfließen können und damit die Arbeit der Ämter erheblich erleichtert werde, sagte Gerlach. Seit Februar dieses Jahres können alle Gesundheitsämter in Bayern Sormas nutzen. Der Datenschutz sei in alle Schritte einbezogen. Bisher habe kein Datenschutzbeauftragter in Deutschland Einspruch erhoben, sagte Gerlach.

+++ Holetschek: Diskussion über Lockerungen nicht nachvollziehbar +++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat Diskussionen um weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen angesichts galoppierender Infektionszahlen eine scharfe Absage erteilt. "Das ist eine Diskussion, die ich persönlich nicht nachvollziehen kann", sagte Holetschek am Donnerstag im Landtag in München.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern habe am Donnerstag bei 5.458 gelegen, gegenüber 3.973 vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug 178,4. Wenn die Entwicklung so weitergehe, dann würden Höchststände bei der Belegung von Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten überschritten.

+++ Landtagsabgeordnete: Maskenpflicht auch während Sitzung +++

Bayerns Landtagsabgeordnete müssen künftig auch während der Sitzungen eine FFP-Maske zum Schutz vor Corona-Infektionen tragen. Die Anordnung gelte vom 19. April an, es werde jedoch darum gebeten, sie sofort zu erfüllen, sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) zum Auftakt der Plenarsitzung am Donnerstag. Bereits am Donnerstag tagte das Parlament mit einer reduzierten Zahl von Abgeordneten.

+++ Bestatter kritisieren Beschränkungen bei Trauerfeiern +++

Die von der Bundesregierung beschlossene Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes hat auch Auswirkungen auf Trauerfeiern. Bei einer Inzidenz von über 100 dürfen nur 15 Leute daran teilnehmen. Diese Beschränkungen sind aus Sicht von Bestattern nicht hinnehmbar.

"Nach den Erfahrungen der letzten Monate, mit den unterschiedlichsten Regelungen je Bundesland, können wir diese pauschale Zahl von 15 Personen, ohne jegliche Differenzierungsmöglichkeiten und Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Gegebenheiten, nicht nachvollziehen und auch gegenüber den trauernden Angehörigen nicht verständlich vermitteln", sagte der Vorsitzende des Bestatterverbandes Bayern, Ralf Michal, in Schweinfurt.

+++ Ansturm auf Impfaktion mit AstraZeneca +++

Zahlreiche Kommunen ermöglichen ihren Bürgern ab 60 Jahren noch bis zum 18. April kurzfristige Impftermine mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca. Die Nachfrage ist enorm. Im Landratsamt Augsburg sei wegen der vielen Anrufe zeitweise die Telefonanlage ausgefallen, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Ab dem 19. April wird AstraZeneca nur noch in Hausarztpraxen verwendet. In den Impfzentren sind dann keine Erstimpfungen mehr mit diesem Impfstoff möglich.

Im Landkreis Augsburg sollen am kommenden Wochenende 3.500 zusätzliche Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca vergeben werden. Bei der Hotline des Landratsamtes seien am Tag des Registrierungsstartes am Dienstag exakt 225.493 Anrufe eingegangen, davon rund 155.000 in der ersten Stunde. Bis zum Abend seien dann 3.200 der 3.500 Termine vergeben gewesen, so Landrat Martin Sailer (CSU). Die Telefonanlage sei zwischenzeitlich außer Gefecht gesetzt gewesen.

+++ RKI meldet München-Inzidenz von 154,3 +++

Am Donnerstag morgen hat das Robert Koch-Institut gemeldet, dass die Inzidenz in München weiter steigt. Der Wert liegt mittlerweile bei 154,3 (Stand 15. April, 3.09 Uhr). Am Vortag lag die Zahl noch bei 147,1.


Corona-News vom 14.04.2021

+++ Freie Wähler kündigen Verfassungsbeschwerde an +++

Die Freien Wähler geben im Streit um die Bundes-Notbremse nicht auf: Die Bundesvereinigung kündigte am Mittwochabend an, per Verfassungsbeschwerde am Bundesverfassungsgericht gegen die geplante Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes vorgehen zu wollen.

"Mit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die schwarz-rote Bundesregierung die Länder in ihren Kompetenzen beschneiden", sagte Parteichef Hubert Aiwanger, der in Bayern Wirtschaftsminister im Kabinett von Markus Söder (CSU) ist. Der Bund sei nicht die richtige Ebene, pragmatische und sinnvolle Entscheidungen anstelle der Länder zu treffen.

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+++ So viele Neu-Infektionen in München wie seit Januar nicht mehr +++

In München steigen die Corona-Zahlen weiterhin schnell. Für Dienstag wurden 488 (einschließlich 41 Nachmeldungen) neue Corona-Fälle und 6 weitere Todesfälle gemeldet. Das sind so viele Neu-Infektionen wie zuletzt am 8. Januar. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt damit bislang 62.668 Infektionen bestätigt.

+++ Nach Prüfung: Tausende Menschen in Bayern werden früher geimpft +++

Nach einer Einzelfallprüfung durch die bayerische Impfkommission haben mehr als 3.900 Menschen im Freistaat frühere Impftermine erhalten. Seit der Einrichtung der Kommission am 1. März habe diese 3.946 Anträge bewilligt, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch in München. "Die Impfkommission leistet damit einen wichtigen Beitrag zur größtmöglichen Impfgerechtigkeit."

Mehr als 5.000 Anträge auf Einzelfallprüfung gingen nach Angaben des Gesundheitsministerium seit Arbeitsbeginn bei der Impfkommission ein, abgelehnt worden seien davon bislang nur 20. Bei weiteren rund 20.000 Anträgen ging es demnach um Fragen, für die das Expertengremium nicht zuständig ist.

+++ "Impfshuttle" in München fährt häufiger +++

Das "Impfshuttle" zum Impfzentrum in der Messestadt fährt ab sofort häufiger – das gab die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) am Mittwoch bekannt. Die Linie 99 fährt künftig täglich alle sechs bis sieben Minuten – und zwar von 7.30 Uhr bis 19.30 Uhr. Die Strecke führt von den U-Bahnstationen Messestadt Ost und Messestadt West (U2) direkt zum Impfzentrum am Nordeingang der Messe München. Die Busse sind als Linie 99 "Impfzentrum" beschildert.

+++ Lehrerverbände kritisieren Notbremse ab Inzidenz von 200 +++

Lehrerverbände kritisieren die geplante Notbremse für Schulen ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200. "Niemand aus der Schulpraxis versteht, warum Schulen plötzlich bis zu einer Inzidenz von 200 geöffnet bleiben können", betonte Michael Schwägerl, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbands (bpv), in einer Pressemitteilung am Mittwoch. Der Vorschlag dürfe nicht im Freistaat umgesetzt werden. Bisher gilt in Bayern die Notbremse mit Distanzunterricht für die meisten Schüler ab 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

+++ Inzidenz steigt weiter an: RKI meldet Wert von 147,1 +++

Die Inzidenzzahlen für München steigen weiter stark an. Wurde am Dienstag noch ein Wert von 134,7 gemeldet, liegt die Zahl laut Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen bei 147,1 (Stand 14.04., 3.09 Uhr).

Seit dem heutigen Mittwoch tritt in München die Corona-Notbremse in Kraft. Welche Regeln jetzt für die bayerische Hauptstadt gelten, lesen Sie hier.

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Corona-News vom 13.04.2021

+++ AstraZeneca: So läuft es jetzt mit der Zweitimpfung +++

Mit einer ersten AstraZeneca-Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren sollen für die zweite Impfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstag einstimmig geeinigt. "Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, bietet einen guten Schutz für die Menschen", sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek in München.

Die Minister folgen damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April. Bei den Beratungen sei klar geworden, dass die Zweitimpfung durch einen mRNA-Impfstoff, also das Präparat von Biontech/Pfizer oder Moderna, eine gute Basis sei, um die Menschen wirksam zu schützen, sagte Holetschek. "Gerade in der dritten Welle." Konkret empfiehlt der Beschluss für Personen unter 60 Jahren eine Zweitimpfung zwölf Wochen nach der Erstimpfung. 

"Bereits vereinbarte Termine zur Zweitimpfung können übergangsweise auch ab der neunten Woche nach der Erstimpfung stattfinden", heißt es weiter. Nur in Einzelfällen und nach einer individuellen Risikoanalyse mit einem Arzt könne auch AstraZeneca bei der Zweitimpfung verwendet werden. In der vergangenen Woche hatten die Gesundheitsminister die Entscheidung über den Wechsel der Impfstoffe noch verschoben. Hintergrund der Empfehlung sind Verdachtsfälle auf eine Hirnvenen-Thrombose nach der Impfung mit AstraZeneca.

+++ Bayerisches Kabinett verlängert Corona-Lockdown +++

Der Lockdown in Bayern wird bis zum 9. Mai verlängert. Darauf hat sich nach Angaben von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag das Kabinett in München geeinigt. Die aktuelle Corona-Infektionsschutzverordnung wäre ansonsten in der Nacht auf nächsten Montag ausgelaufen. Auch die Einreisequarantäneverordnung werde entsprechend verlängert.

"Die Lage ist weiter besorgniserregend", sagte Herrmann. Die Inzidenz im Land liege bei 160, im Vergleich zur Vorwoche gebe es 100 Prozent mehr Todesfälle. Zudem seien die Intensivstationen immer stärker ausgelastet. Generell sei zu beobachten, dass gerade Jüngere stärker von Infektionen betroffen seien. Rund fünf Prozent aller registrierten Corona-Tests seien derzeit positiv, Tendenz steigend. Einziger Lichtblick sei die positive Entwicklung bei den Impfungen.

+++ Wegen Virus-Varianten: Tirol verlängert Ausreisetests +++

Das österreichische Bundesland Tirol verlängert die Pflicht zu Corona-Ausreisetests vorerst bis 24. April. Dies sei zur Eindämmung der sogenannten britischen Variante des Coronavirus sowie weiterer Varianten nötig, gab die Landesregierung am Dienstag in Innsbruck bekannt. Die Regel, wonach man Tirol nur mit einem negativen Testergebnis verlassen darf, war Ende März in Kraft getreten. Sie hätte am Mittwoch auslaufen sollen.

Zusätzlich gilt eine Testpflicht für Menschen, die aus Osttirol in andere Teile Tirols fahren wollen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Osttirol betrage rund 430 und sei damit höher als irgendwo sonst in Österreich, sagte ein Gesundheitsbeamter in Innsbruck. Der landesweite Schnitt lag zuletzt bei rund 209.

+++ Gewinnung von zusätzlicher Impfdosis: Petition gescheitert +++

Im bayerischen Landtag ist am Dienstag eine Petition zur Gewinnung zusätzlicher Impfdosen aus den Medikamentenampullen gescheitert. Im Gesundheitsausschuss ging es beispielsweise darum, dass aus den Fläschchen von Biontech/Pfizer sieben Dosen gewonnen werden können, obwohl offiziell nur sechs Dosen enthalten sind. Der Ausschuss lehnte allerdings mehrheitlich eine Würdigung der Petition ab, so dass die siebte Dosis nun nicht staatlich vorgeschrieben werden soll.

Vertreter verschiedener Fraktionen hatten zuvor klar gemacht, dass es zu begrüßen sei, wenn die Impfärzte sieben statt nur sechs Dosen aus den Ampullen entnehmen. Dies ist möglich, weil der Hersteller immer eine Reserve in die Impfstofffläschchen füllt. Ausschussvorsitzender Bernhard Seidenath (CSU) betonte allerdings, dass es nachteilig sei, wenn die Entnahme der siebten Dosis vorgeschrieben sei. Denn dann müsse der Arzt diese Dosis auch aus den Ampullen ziehen, jetzt sei es ihm freigestellt.

Unter anderem setzt sich der Allgemeinmediziner Christian Kröner aus Neu-Ulm seit Wochen für die zusätzlichen Dosen aus den Arzneimittelfläschchen ein. Seiner Ansicht nach werden unnötig zahlreiche Impfdosen weggeworfen, weil die Impfzentren immer nur sechs Spritzen aufziehen. Er wollte deswegen eine offizielle Freigabe der zusätzlichen Impfdosen, damit nicht "aus rein juristischen Gründen jeden Tag tausende Impfdosen ungenutzt entsorgt werden".

+++ Bayern wird Bundes-Notbremse im Bundesrat nicht blockieren +++

Trotz des Neins der Freien Wähler in der bayerischen Staatsregierung zur Corona-Notbremse des Bundes wird der Freistaat das Gesetzesvorhaben im Bundesrat nicht blockieren. Es handele sich um ein sogenanntes Einspruchsgesetz, das bedeute, die Länder müssten ihm in der Länderkammer nicht zustimmen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Die Beratung im Bundesrat ist für den 23. April geplant. Die CSU hatte bereits wiederholt betont, sie unterstütze die Pläne des Bundes, das Infektionsschutzgesetz zu verschärfen. Damit Bayern im Bundesrat Einspruch einlegt, müssten sich beide Koalitionäre einig sein, "ansonsten bleibe die Hand eben unten", sagte Herrmann. Er betonte aber auch, dass erst in der kommenden Woche im bayerischen Kabinett abschließend beraten werde.

+++ Amtsgericht entscheidet gegen Maskenpflicht an Schule +++

Ein Familiengericht im oberbayerischen Weilheim hat ein Kind von der Maskenpflicht in seiner Schule befreit. In dem Beschluss ordnete das Gericht am Dienstag an, dass die Schulleitung dem Kind nicht mehr das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Schulgelände vorschreiben darf. Wie eine Sprecherin des Gerichtes mitteilte, gelte die Entscheidung allerdings nur für diesen Einzelfall (Az. 2 F 192/21). Zuvor hatte die Online-Plattform "Tichys Einblick" berichtet.

Auch das Kultusministerium wies darauf hin, dass es sich um eine familiengerichtliche Einzelentscheidung handelt. Der Beschluss habe keine Auswirkungen auf bestehende Infektionsschutzmaßnahmen an den Schulen im Freistaat. Die Regelungen seien auch vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in ständiger Rechtsprechung als rechtmäßig eingestuft worden. Maßnahmen wie etwa die Maskenpflicht würden deshalb für alle Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler unverändert gelten. Geklagt hatten die Eltern des Kindes. Das Verfahren wurde vor einer Familienrichterin geführt, die über eine mögliche Kindeswohlgefährdung durch die Masken zu entscheiden hatte.

+++ Lage in bayerischen Krankenhäusern spitzt sich zu +++

In Bayern werden wegen der Corona-Krise die Intensivbetten langsam wieder knapp. In den vergangenen drei Wochen sei die Auslastung der sogenannten ICU-Betten um 43,5 Prozent gestiegen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach der Kabinettssitzung in München. Die Situation sei zwar "noch beherrschbar", bereite angesichts der steigenden Infektionszahlen aber Sorgen.

ICU-Betten sind Intensivpflegebetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit. Die Behandlung in einem solchen Bett bedeutet zwar nicht zwingend, dass der Patient aktuell beatmet wird. Es kann aber jederzeit dazu kommen, dass sofort eine Beatmung notwendig wird. Bayerns Krankenhäuser meldeten am Dienstag 782 Covid-19-Patienten, wie aus dem deutschlandweiten DIVI-Register am Dienstag hervorgeht.

Keine freie Betten auf der Intensivstation gab es demnach im Landkreis Landshut. "Die Lage spitzt sich zu", sagte ein Sprecher der Bayerischen Krankenhausgesellschaft. Die Zahl der Covid-19-Patienten nehme deutlich zu, gleichzeitig würden immer mehr Mitarbeitende ohne Impfung ausfallen. "Es gibt Kliniken, die geplante Operationen schon wieder verschieben."

+++ Bayern will sich Ende Mai von Impf-Priorisierung lösen +++

Der Freistaat Bayern will sich spätestens Ende Mai von der Impf-Priorisierung lösen. Dann soll möglichst schnell allen in Frage kommenden Menschen ein Impfangebot gemacht werden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag. inige der 100 Impfzentren in Bayern seien schon jetzt in Priorisierungsstufe 3, sagte Holetschek. Das heißt, dass ein großer Teil der Mitglieder von Risikogruppen bereits mindestens einmal geimpft ist. Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ Regierung bringt Bundes-Notbremse auf den Weg +++

Das Bundeskabinett hat die Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin. Damit müssen sich die Menschen in weiten Teilen Deutschlands auf Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden nach bundesweit verbindlichen Vorgaben einstellen.

+++ Bayerisches Kabinett berät über Corona-Notbremse +++

Der bayerische Ministerrat kommt am heutigen Dienstag zu seiner nächsten Sitzung zusammen - und auch diesmal wird sich das Kabinett überwiegend mit dem Kampf gegen Corona beschäftigen müssen. Im Anschluss an die Sitzung sollen Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sowie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) an die Öffentlichkeit treten.

Unter anderem werden sich die Ministerinnen und Ministermit der Frage beschäftigen müssen, wie die bayerische Haltung zur geplanten Ergänzung des Bundes-Infektionsschutzgesetzes ist. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähle) hatte bereits Gegenwind für den Kurs von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, eine härtere Gangart bei der sogenannten Notbremse auf Bundesebene mitgehen zu wollen.

+++ Medienbericht: Wird der Lockdown bis 9. Mai verlängert? +++

Wie "Business Insider" berichtet, werden die Lockdown-Regeln voraussichtlich um drei Wochen verlängert. Darauf sollen sich die Länder am Wochenende geeinigt haben. Die Corona-Vorschriften würden damit bis zum 9. Mai gelten.

Eigentlich sollte ab kommenden Montag (19. April) die von der Bundesregierung geplante Notbremse in Kraft treten. Da die Länder allerdings eine Lücke in der Rechtsgrundlage befürchten, sollen sie darauf mit der Lockdown-Verlängerung reagieren.

+++ München-Inzidenz steigt laut RKI auf 134,7 +++

Auch am Montag ist die Inzidenz in München wieder gestiegen. Das RKI meldet für die bayerische Landeshauptstadt einen Wert von 134,7 (Stand 13.04., 3.09 Uhr). Am Vortag lag die München-Inzidenz bei 126,9.

Am Wochenende hatten die Inzidenz-Zahlen des RKI eine erhebliche Diskrepanz zu den Werten, die das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für München gemeldet hatte. Wie es zu so einer Datenpanne kommen kann, lesen Sie hier.


Corona-News vom 12.04.2021

+++ Gericht lehnt Eilantrag gegen Testpflicht für Schüler ab +++

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat es abgelehnt, die Regelung zu Corona-Tests für Schülerinnen und Schüler auf Antrag einer Grundschülerin vorläufig außer Vollzug zu setzen. Die Regelung sieht vor, dass am Präsenzunterricht nur bei Vorlage eines negativen Testergebnisses teilgenommen werden darf.

Zur Begründung führt das Gericht aus, eine solche Testobliegenheit begegne aufgrund der Infektions- und Gefährdungslage keinen durchgreifenden rechtlichen Bedenken. Mit dieser infektionsschutzrechtlichen Anordnung könne den besonderen schulischen Bedürfnissen von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften Rechnung getragen werden. Gegen den Beschluss  gibt es keine Rechtsmittel.

+++ "Notbremse" ab Mittwoch in München +++

Es war bereits zu erwarten, jetzt ist es offiziell: München zieht abermals die Corona-"Notbremse"! Das bestätigte die Sprecherin von OB Dieter Reiter (SPD) auf AZ-Nachfrage. Die Datenpanne vom Vortag wird somit ignoriert.

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+++ Ferien vorbei: Wie geht es jetzt in den Schulen weiter? +++

Am Montag geht nach den Osterferien der Unterricht in Bayerns Schulen wieder los – mit einer entscheidenden Neuerung: Für die Teilnahme am Unterricht in den Klassenräumen ist jetzt ein Corona-Test verpflichtend. Und zwar unabhängig vom jeweiligen Inzidenzwert. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Schulstart finden Sie hier.

+++ RKI meldet für München stark gestiegene Inzidenz +++

Nachdem es am Sonntag zu einer Datenpanne zwischen dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und dem RKI gegeben hat, ist die Inzidenz für München stark gestiegen. Das Robert Koch-Institut meldet am Montagmorgen einen Wert von 126,9.

Am Sonntag hatte das RKI für München eine Inzidenz von 94,4 angegeben, während das LGL einen Wert von 116,4 auswies. Mehr dazu lesen Sie hier.


Corona-News vom 11.04.2021

+++ Söder: Bayern und CSU für neues Infektionsschutzgesetz +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die volle Unterstützung seines Landes und der CSU für die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes angekündigt. "Er (der Entwurf) wird gerade noch abschließend beraten und natürlich werden wir sowohl als Bayern als auch als CSU in der Bundesregierung da sogar Mittreiber sein, dass es beschlossen wird", sagte der CSU-Chef am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".

Söder begründete die Notwendigkeit der Gesetzesänderung, mit der Tatsache, dass einige Bundesländer die Notbremse in Regionen mit Inzidenzen von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche nicht konsequent umsetzen würden. Dies hatte auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wiederholt kritisiert. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Merkel stellt sich hinter Vorstoß für "Brücken-Lockdown" +++

Kanzlerin Angela Merkel hat sich hinter den umstrittenen Vorstoß des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (beide CDU) für einen "Brücken-Lockdown" gegen die dritte Corona-Welle gestellt. Das exponentielle Wachstum der Corona-Infektionen müsse gebrochen werden, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern am Sonntag in der Klausur der Spitze der Unionsfraktion in Berlin. Laschet habe dies mit der Idee des Brücken-Lockdowns beschrieben, sagte Merkel. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Datenpanne bei Corona-Zahlen +++

Beim Inzidenzwert für München ist es laut Stadt zu einer Datenpanne gekommen. RKI und LGL weisen einen jeweils anderen Wert aus, die Stadt prüft nun die Konsequenzen. Alles zur Inzidenz-Panne lesen Sie hier.

+++ Inzidenz sinkt in München unter 100 +++

München liegt bei der 7-Tage-Inzidenz wieder unter 100. Das RKI meldete in der Nacht auf Sonntag einen Wert von 94,4. Der Beginn der "Notbremse" verschiebt sich also erneut. Am Vortag wurde der 100er-Grenzwert noch überschritten. Die sogenannte "Notbremse" gilt, wenn die 7-Tage-Inzidenz drei Tage lang über 100 liegt.

Corona-News vom 10.04.2021

 +++ So soll Merkels neues Gesetz zur Notbremse aussehen +++

Erste Einzelheiten zum Entwurf der Bundesregierung für ein neues Infektionsschutzgesetz sickern durch, Medien wie der "Spiegel" oder "Die "Welt" zitieren aus einem entsprechenden Papier. Es regelt demnach auch verschiedene Ausnahmen. Im Falle der Ausgangssperre - sie soll zwischen 21 und 5 Uhr in Regionen mit einer Inzidenz ab 100 durchgesetzt werden - gelten demnach medizinische Notfälle sowie berufliche Tätigkeiten, die Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen und Handlungen zur Versorgung von Tieren als Ausnahmen.

Schulen und Hochschulen sollen laut Entwurf im Rahmen der so genannten "Notbremse" unter bestimmten Bedingungen Präsenzunterricht anbieten dürfen. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz allerdings an drei aufeinander folgenden Tagen über 200, dann ist nur noch Distanzunterricht erlaubt.

Theater, Kinos, Museen, Zoos und andere Freizeiteinrichtungen wie Thermen und Saunen müssen schließen und Übernachtungen für Touristen sollen verboten werden. Der noch zugelassene Einzelhandel muss zusätzlich eine bundeseinheitliche Begrenzung der Kundenzahl je Quadratmeter umsetzen. Restaurants und Kantinen müssen schließen und können Essen und Getränke nur noch zum Mitnehmen anbieten. Einen Überblick lesen Sie hier.

+++ Fichtelgebirge: Mobiles Testzentrum für ländliche Region +++

Ein Schnelltest in einem Fitnessstudio, Wirtshaus oder im Rathaus: Auch wer nicht mobil ist, soll sich in Oberfranken unkompliziert testen lassen können.  Im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge reist ein Team regelmäßig von Ort zu Ort, um möglichst viele auf eine Infektion mit dem Coronavirus zu testen. "So können sich beispielsweise Senioren testen lassen, die selbst nicht mehr so mobil sind", erklärte eine Sprecherin des Landratsamtes. Aber auch Familien hätten nicht immer ein Auto zur Verfügung, um zu den festen Testzentren in der Region zu fahren. "Vor Ort geht es für viele schneller und unkomplizierter."

Ein fünfköpfiges Team der Firma 21Dx GmbH mache nach einem festen Plan in den Orten Wunsiedel, Marktredwitz, Tröstau, Höchstädt und Arzberg Station - mindestens ein Mal pro Woche für mehrere Stunden. "Sie bauen ihr Equipment in bestehenden Gebäuden auf, die in der Pandemie gerade nicht genutzt werden", sagte die Sprecherin.

+++ So zeigen sich "besorgniserregende Virusvarianten" in München +++

Wie verteilen sich die Coronavirus-Mutanten in München? Von den in den vergangenen zwei Wochen neu gemeldeten 3.130 Fällen liegt bei 2.205 Fällen ein eindeutiges vPCR-Ergebnis vor (Stand: 9. April). Dabei ergab sich für 1.972 Fälle (89,4 Prozent) ein Verdacht auf eine besorgniserregende Virusvariante (Variant of Concern, VOC), teilte die Stadt am Samstag mit.

Insgesamt liegen bislang 5.659 positive VOC-Ergebnisse vor und wurden 4.858 Fälle als Variante B.1.1.7, 13 Fälle als Variante B.1.351 sowie 1 Fall als Variante P.1 bestätigt. Zur Bestimmung der südafrikanischen oder der brasilianischen Variante muss eine Genomsequenzierung durchgeführt werden, zum Nachweis der britischen Variante ist der vPCR-Test ausreichend.

+++ Spargelernte in Bayern: Erst testen, dann stechen +++

Ausländische Erntehelfer dürfen mit negativem Corona-Test kommen, nun muss nur noch das Wetter mitspielen: Bayerns Spargelanbauer stechen schon seit einigen Tagen. Im vergangenen Jahr hatten die Betriebe Corona-bedingt mit großen Planungsunsicherheiten zu kämpfen, viele der wichtigen Erntehelfer vor allem aus Osteuropa durften nicht einreisen. Heuer besteht nun eine Corona-Testpflicht bei der Einreise, Schnelltests sollen zusätzliche Sicherheit schaffen.

Der SPD in Bayern reicht die Testpflicht aber nicht aus. Zum Schutz vor Corona-Infektionen fordert Generalsekretär Uli Grötsch engmaschige Kontrollen auf den Erntehöfen - notfalls auch durch die Bundeswehr. "Die Bedingungen auf den Höfen haben schon im vergangenen Jahr zu gehäuften Corona-Ausbrüchen in der Region geführt und teils unwürdige Zustände bei der Unterbringung osteuropäischer Erntehelfer offenbart. Das darf sich durch mangelnde Kontrollen keinesfalls wiederholen", sagte Grötsch. Daher seien systematische Kontrollen auf den Erntehöfen notfalls mit Amtshilfe der Bundesbehörden notwendig.

+++ Bayerns Einzelhandel: Tests aufwändig und abschreckend +++

Der bayerische Einzelhandel befürchtet, dass die neuen Test-Vorschriften noch mehr Menschen vom Einkaufen abhalten. "Leider ist es so, dass das Einkaufen dadurch noch schwieriger gemacht wird", sagte Handelverband-Geschäftsführer Bernd Ohlmann am Samstag in München. Der Aufwand sei so groß, dass vermutlich noch mehr Kundinnen und Kunden lieber im Internet bestellten als ins Geschäft zu gehen.

Ab Montag dürfen Geschäfte in Städten und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner zwischen 100 und 200 nur noch für Kunden mit einem Termin und einem negativen Testergebnis öffnen. Bei einem PCR-Test darf dieses nach Beschluss der Staatsregierung maximal 48 Stunden, bei einem Schnelltest maximal 24 Stunden alt sein. Ausgenommen davon sind der Lebensmittelhandel, Drogerien, Optiker und sonstige "für die tägliche Versorgung unverzichtbare Ladengeschäfte". Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ RKI-Zahlen: Münchner Inzidenzwert wieder über 100 +++

Es hatte sich bereits angekündigt: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet in der Nacht auf Samstag wieder einen Inzidenzwert über der für die Corona-Maßnahmen so wichtige 100er-Schwelle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in der Landeshauptstadt nun bei  102,5 (Vortag: 95,5). Bayernweit haben wir aktuell eine Inzidenz von 138,6. Sollte dieser Grenzwert auch am morgigen Sonntag sowie am Montag überschritten werden, würden ab dem zweiten Tag nach der dreimaligen Überschreitung – also konkret ab Mittwoch – nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in München wieder verschärfte Lockdown-Regeln der sogenannten "Notbremse" greifen.

Für Kinderbetreuung und Schulen gilt nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eine Sonderregel: Hier muss jeweils am letzten Arbeitstag der Woche verbindlich festgelegt werden, welche Inzidenzeinstufung in der kommenden Woche gilt. Am Freitag wurde für die Woche vom 12. bis 18. April für die Münchner Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen die Inzidenzeinstufung "50-100" festgelegt. Das RKI weist nach wie vor darauf hin, dass die aktuellen Zahlen wegen der Osterfeiertage verzerrt sein können, weil Menschen nicht zum Arzt gingen oder Ergebnisse verspätet gemeldet werden.


Corona-News vom 09.04.2021

+++ Schulen und Kitas bleiben offen - Testpflicht +++

Nachdem das Robert Koch-Institut (RKI) für heute, 9. April, für die Stadt München eine 7-Tage-Inzidenz von 95,5 gemeldet hat, gilt in der Woche vom 12. bis 18. April für die Münchner Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen die Inzidenzeinstufung "50-100".

Das heißt für Münchner Kindertageseinrichtungen und Schulen in der Woche vom 12. bis 18. April konkret:

Die Kinderbetreuung erfolgt in Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und organisierten Spielgruppen im eingeschränkten Regelbetrieb in festen Gruppen.  An allen Schularten und in allen Jahrgangsstufen findet Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern statt.

Zudem gilt eine Testpflicht - mindestens zwei Mal pro Woche. Für die Umsetzung der Testpflicht sind die einzelnen Schulen verantwortlich. Die Landeshauptstadt München hat vom Freistaat für die Schulen bisher fünf Lieferungen mit insgesamt rund 1,5 Millionen Selbsttests erhalten. Die bisher ausgelieferten Tests sollten für die erste Phase nach den Osterferien im April ausreichen. Getestet werden muss in der Schule - damit stellt sich der Freistaat gegen die Stadt.

+++ Hof zieht Konsequenzen +++

Als bundesweiter Corona-Hotspot verschärfen Stadt und Landkreis Hof die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Die Schulen in der Region würden vorerst komplett geschlossen, kündigte Landrat Oliver Bär (CSU) an. Eltern sollen die Notbetreuung nur im Notfall in Anspruch nehmen.

Die Stadt Hof verlegt die nächtliche Ausgangsbeschränkung von 22.00 Uhr auf 20.30 Uhr vor. Außerdem dürfen dort keine Präsenzgottesdienste mehr stattfinden, alle Sportanlagen und Bolzplätze würden gesperrt, erklärte Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD).

+++ Geplante MPK am Montag abgesagt! +++

Die für Montag angesetzte Ministerpräsidentenkonferenz wird abgesagt! Es werde in der kommenden Woche gar keine Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geben, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin mit.

Gleichzeitig  wollen Bund und Länder das Infektionsschutzgesetz ändern, um bundeseinheitliche Regelungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu schaffen. Sie wollten eine Regelung für das Vorgehen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner schaffen, so Demmer.

+++ München Klinik-Chef plädiert für harten Lockdown +++

Axel Fischer.
Axel Fischer. © München Klinik

"Vielleicht wäre ein zweiwöchiger knallharter Lockdown besser als dieses ständige Auf und Zu", sagte Axel Fischer, Chef der München Klinik, dem "Münchner Merkur". Und weiter: "Noch mal zwei Wochen volle Anstrengung und dann haben wir es hoffentlich im Zusammenspiel mit den Impfungen geschafft."

Nach Ostern werde die Zahl der Patienten in den fünf Häusern der München Klinik weiter steigen, befürchtet der Arzt. Gerade die Zahl der jungen Patienten nehme zu. 

+++ München-Inzidenz bei über 95 +++

Das RKI meldet in der Nacht auf Freitag für München einen Inzidenzwert von 95,5 (Vortag: 87,4). Fällt morgen die 100-Marke und greift drei Tage später dann wieder die "Notbremse"?

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Corona-News vom 08.04.2021

+++ Verbände fordern kommunale Teststrategie für Öffnungen in München +++

Wirtschafts- und Kulturverbände fordern für die bayerische Landeshauptstadt München eine kommunale Teststrategie, damit Geschäfte, Restaurants und Theater in der Pandemie wieder öffnen können. "Sobald es dauerhaft wärmer wird, werden die Bürgerinnen und Bürger wieder zu vielen Tausenden den öffentlichen Raum nutzen, ob mit oder ohne Teststrategie", teilten die Verbände am Donnerstag mit.

Als eine der von der Landesregierung geplanten Modellstädte für vorsichtige Öffnungen kommt München wegen seiner Größe nicht infrage. Die Stadt sollte jedoch unabhängig davon ein Konzept für einheitliche und flächendeckenden Corona-Schnelltests entwickeln, hieß es von den Verbänden, wie der Tourismus Initiative München, den Innenstadtwirten, dem Handelsverband und der Handwerkskammer. Dafür müsse die Stadt unter anderem Teststationen aufbauen, kostenlose Tests ermöglichen und eine Koordinierungsstelle einrichten.

+++ Schaltet Deutschland jetzt in den Impf-Turbo? +++

Von Dienstag auf Mittwoch gab es einen massiven Sprung bei der Impfquote in Deutschland. Laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden am Dienstag (6. April) insgesamt 366.566 Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht. Einen Tag später waren es  656.357!

Insgesamt wurden bislang 16.253.541 Impfdosen in Deutschland verabreicht. 13,8 Prozent der Bevölkerung haben die Erstimpfung erhalten, 5,7 Prozent sind vollständig geimpft (Stand: 7. April).

+++ Bayern-SPD will Unternehmen zu Corona-Tests verpflichten +++

Die bayerische SPD hat im Kampf gegen Corona eine Testpflicht für Firmen und Betriebe angemahnt. Eine freiwillige Selbstverpflichtung funktioniere nicht, sagte SPD-Generalsekretär Uli Grötsch laut Mitteilung am Donnerstag in München. "Es ist deshalb unverständlich, dass die Staatsregierung zwar die Schulen mit einer Testpflicht belegt, es aber bei der Wirtschaft weiter bei einer Androhung belässt."

Nur jeder vierte Arbeitnehmer bekomme nach einer Erhebung der Hans-Böckler-Stiftung im Betrieb ein reales Testangebot, sagte Grötsch. "Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nicht ins Homeoffice schicken, dürfen bei der Pandemiebekämpfung kein blinder Fleck sein." Die SPD kämpfe seit Wochen für eine Testpflicht.

+++ RKI meldet gestiegenen Inzidenzwert für München +++

Das RKI meldet in der Nacht auf Donnerstag einen Inzidenzwert von 87,4 für München (Vortag: 82,8). 

Die Corona-Inzidenz in Bayern ist dagegen erneut gesunken: auf 119. Am Mittwoch lag sie bei 121. Das RKI warnt allerdings nach wie vor, dass die aktuellen Zahlen wegen der Osterfeiertage verzerrt sein können, weil Menschen nicht zum Arzt gingen oder Ergebnisse verspätet gemeldet werden.

Corona-News vom 07.04.2021

+++ Dehoga enttäuscht über Aussetzen der Modellregionen +++

Vorerst keine Modellregionen in Bayern: Eine Entscheidung worüber besonders der Bayerische Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga enttäuscht ist: "Auch für uns steht die Sicherheit von Mitarbeitern und Gästen immer an oberster Stelle. Uns geht es nicht um Öffnungen auf Kosten der Gesundheit oder um jeden Preis. Auch wollen wir keine Öffnungen um des Öffnen-Willens, doch wir wollen, dass verantwortbare Öffnungsschritte auch gegangen werden."

Hierzu wären Modellregionen gerade jetzt der richtige Weg gewesen, so Angela Inselkammer, Präsidentin der Dehoga. "Konzeptöffnungen sind keine Experimente, sondern schaffen mehr Sicherheit, da weitere geschützte Bereiche geschaffen werden. Wir sind überzeugt: Wir sind Teil der Lösung und nicht des Problems. Wir haben im letzten Jahr bewiesen, dass unsere Hygiene- und Schutzkonzepte funktionieren. Wir könnten sichere Bereiche schaffen, die dazu beitragen, Orte des Aufeinandertreffens zu entzerren. Ziel muss es sein, ungeschützte Kontakte zu minimieren – dies schafft man nicht mit einem undifferenzierten pauschalen Dauerlockdown", Inselkammer.

Seit Beginn der Pandemie haben Hotellerie und Speisegastronomie über sieben Monate unverschuldet geschlossen, Schankwirtschaften mehr als elf Monate und Clubs und Diskotheken sogar länger als ein Jahr. Die Lage im Gastgewerbe ist verzweifelt, die Betriebe ringen trotz Wirtschaftshilfen um ihre Existenz. "Private Rücklagen, auch Altersversorgungen sind aufgebraucht und die Nerven liegen blank. Angesichts der andauernden Schließung unserer Branche erwarten wir von der Politik alles dafür zu tun, dass die unverschuldet in Not geratenen Betriebe eine Chance zum Überleben haben und keinen Tag länger als gesundheitspolitisch geboten, geschlossen bleiben. Der Endlos-Lockdown einer Branche ist keine Lösung und bringt auch nichts wie die Erfahrungen im November gezeigt haben", erklärt Inselkammer.

+++ Söder bezweifelt EM-Spiele vor Zuschauern in München +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht derzeit kaum eine Chance auf ein gefülltes Münchener Stadion während der Fußball-Europameisterschaft. "Im Moment kann ich mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen mit großartigen Zuschauerzahlen zu operieren, es dauert ja nicht mehr lange", sagte Söder im Interview der RTL/ntv-Redaktion. Im Stadion des FC Bayern sollen die drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft ausgerichtet werden.

"Ich halte auch nichts davon, wenn auf europäischer Ebene diskutiert wird: Es findet nur dort statt, wo möglicherweise Zuschauer komplett zugelassen werden", sagte Söder. Bis zu diesem Mittwoch mussten München und die weiteren elf EM-Gastgeberstädte ihre Konzepte für die Ausrichtung der Partien bei der Europäischen Fußball-Union UEFA einreichen.

+++ Bayern sichert sich russischen Impfstoff +++

Der Freistaat werde am Mittwoch einen Vorvertrag mit einer Produktionsfirma im schwäbischen Illertissen unterzeichnen, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an. Nach der Zulassung soll der Freistaat 2,5 Millionen Impfdosen erhalten.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft derzeit den Antrag auf Zulassung von Sputnik V in der EU. Im April werden Experten der EMA in Russland zur Begutachtung der Produktion und Lagerung des Impfstoffs erwartet.

Der Impfstoff könnte im Laufe des Jahres in dem Werk in Illertissen produziert werden, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Eine entsprechende Absichtserklärung für die Produktion und den Import sei unterzeichnet. "Es handelt sich um einen hochwirksamen Impfstoff", betonte Holetschek. 

+++ Bayern verschiebt Öffnungen +++

Angesichts der hohen Infektionszahlen verschiebt die Staatsregierung mögliche Corona-Lockerungen und den Start der Modellprojekte für weitere Öffnungsschritte um mindestens zwei Wochen.

Auch in Regionen, in denen wegen einer Sieben-Tages-Inzidenz unter 50 oder 100 theoretisch weitere Öffnungen in den Bereichen Außengastronomie, Kultur und Sport möglich wären, können diese also frühestens ab dem 26. April erfolgen. Das sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in München.

Auch der Start von Modellprojekten für weitergehende Corona-Lockerungen wird entsprechend verschoben.

+++ Baumärkte und Buchläden verlieren Sonderstatus +++

Bayern vereinheitlicht die Corona-Regeln für den Handel: Für Bau- und Gartenmärkte, Gärtnereien, Blumenläden und Buchhandlungen gelten künftig die gleichen Regeln wie für alle anderen Einzelhandelsgeschäfte abseits des täglichen Bedarfs, unter anderem die Inzidenz-Grenzen für Öffnungen. Öffnungen sind also für all diese Geschäfte nur unter den Bedingungen zulässig, wie sie für den übrigen Einzelhandel gelten.

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Konkret gilt nun, wie bisher oder wie bereits angekündigt, folgendes: In Regionen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz unter 50 dürfen alle Geschäfte öffnen. Bei einem Inzidenz-Wert zwischen 50 und 100 sind Terminshopping-Angebote mit vorheriger Terminvereinbarung möglich. Bei Werten zwischen 100 und 200 bleiben solche "Click & meet"-Angebote erlaubt, Bedingung ist aber ein aktueller negativer Corona-Test.

+++ Unabhängig von Inzidenz: Testpflicht an Bayerns Schulen +++

An Bayerns Schulen gilt für die Teilnahme am Präsenzunterricht künftig eine Testpflicht auf das Coronavirus. "Wir sehen, dass die Schulen ein sehr intensiver Teil des pandemischen Geschehens sind", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Deshalb gelte künftig für die Teilnahme am Unterricht in den Schulgebäuden inzidenzunabhängig eine Testpflicht für Schüler und Lehrkräfte.

Bei einer Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche müssen zwei Mal pro Woche ein PCR-, Schnell- oder Selbsttest in der Schule gemacht werden. Bei einem Wert von über 100 könne dies je nach Unterrichtsmodell sogar häufiger der Fall sein, erläuterte Söder.

+++ Bundesregierung für "kurzen einheitlichen Lockdown" +++

Die Bundesregierung ist für ein erneutes deutliches Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland und unterstützt indirekt die Idee eines "Brücken-Lockdowns" von CDU-Chef Armin Laschet. Auf die Frage, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Laschets Vorschlag bewerte, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin, es gebe im Moment bei den Corona-Neuinfektionen keine gute Datenbasis, die Zahl der belegten Intensivbetten spreche aber eine sehr deutliche Sprache. "Deswegen ist auch jede Forderung nach einem kurzen einheitlichen Lockdown richtig. Auch ein gemeinsames bundeseinheitliches Vorgehen wäre hier wichtig."

+++ Söder spricht über verschärften Lockdown +++

Markus Söder (CSU) hat sich für einen bundeseinheitlichen Corona-Kurs ausgesprochen – gleichzeitig zieht Bayerns Ministerpräsident verschärfte Maßnahmen in Betracht. "Ich könnte mir einen kurzen, konsequenten Lockdown gut vorstellen. Der macht aber nur dann Sinn, wenn alle mitmachen", sagte Söder im ZDF-"Morgenmagazin". Vor allem SPD-regierte Länder zeigten sich skeptisch gegenüber einer solchen Maßnahme, aber auch einige CDU-Regierungschefs stünden nicht hinter der Idee, monierte Söder. 

Große Lockerungen werde es laut Söder vorerst nicht geben, der Ministerpräsident warnt vor einem "Öffnungsblindflug". "Je weniger konsequent wir sind, desto länger wird es dauern."

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+++ Vorgezogene MPK? Söder stellt Bedingung +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine Verschärfung des Corona-Kurses zur Bedingung für eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz gemacht.

Wenn das Ergebnis ähnlich wie beim letzten Mal sei, "dann glaube ich, sind viele Bürger zu Recht sehr enttäuscht", sagte er am Dienstagabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". "Wenn, dann muss es was Richtiges sein. Dann muss es entweder sein, dass wir tatsächlich einen Lockdown verlängern oder dass wir die Maßnahmen, die wir getroffen haben, so anschärfen, damit sie automatisch gelten." Das Regelwerk dafür sei beschlossen und es müsste nur umgesetzt werden.

+++ Beschließt das Kabinett heute die Schul-Testpflicht? +++

Das bayerische Kabinett diskutiert um 10 Uhr erneut über die Corona-Testpflicht an den Schulen im Freistaat. Dabei dürfte es auch darum gehen, ob die bisherige Regelung für eine Testpflicht für Schüler wie Lehrer in Regionen ab einer Inzidenz von 100 nachgeschärft werden muss. Denkbar wäre eine Testpflicht auch bei niedrigeren Inzidenzen.

Grundsätzlich werden nach den Osterferien aber nur die Schüler zumindest wechselweise in die Schulen zurückkehren dürfen, die in Regionen unter einem Wert von 100 liegen. Wer in die Schulen kommen will, muss aber zwingend ein negatives Testergebnis nachweisen, wobei Selbsttests nur akzeptiert werden, wenn sie in der Schule absolviert werden.

+++ Flächendeckender Impfstart bei Bayerns Hausärzten +++

Rund 8.500 Praxen in Bayern sollen am Mittwoch mit dem Impfen beginnen. Nach der ersten Impfung in der Praxis sollen sich die Patienten aus dem Online-Portal BayIMCO abmelden. So soll vermieden werden, dass die Geimpften doppelt kontaktiert werden.

Zum Start der Kampagne am vergangenen Mittwoch hatten sich mehr als 12.000 Menschen in Praxen impfen lassen. Weil zunächst nicht genug Impfdosen zur Verfügung standen, konnten vergangene Woche erst 1.635 Praxen mit dem Impfen beginnen. Die Zahl der gelieferten Impfdosen werde sich nun deutlich erhöhen, kündigte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) an.

+++ München lockert wieder: Inzidenz sinkt weiter +++

Die seit Ostersonntag in München geltenden strengeren Corona-Regeln werden ab heute wieder gelockert und die "Notbremse" (vorerst) wieder zurückgenommen. Der Inzidenzwert lag von Karsamstag bis Ostermontag, drei Tage lang, unter 100. Geschäfte, Museen und der Tierpark dürfen ab Mittwoch wieder öffnen. Die nächtliche Ausgangssperre ab 22 Uhr entfällt. 

Das RKI meldet in der Nacht auf Mittwoch einen Inzidenzwert von 82,8.

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Corona-News vom 06.04.2021

+++ Söder sieht Laschets Brücken-Lockdown auf seiner Linie +++ 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den Vorstoß seines nordrhein-westfälischen Kollegen Armin Laschet (CDU) für einen zwei- bis dreiwöchigen harten Lockdown begrüßt und als Anschluss an eigene Positionen eingeordnet. Es sei wichtig, durch ein sehr konsequentes Management bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie aus der Endlosschleife herauszukommen. "Ich habe diese These eigentlich, wenn ich das so sagen darf, immer vertreten, die Kanzlerin auch", sagte der CSU-Vorsitzende und offensichtliche Konkurrent Laschets im Rennen um die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien.

"Jeder, der mitmacht - finde ich super, weil es verstärkt die Basis jener, die für Umsicht und Vorsicht eintreten." Söder äußerte sich in der aufgezeichneten ZDF-Sendung "Markus Lanz", den Ausschnitt zeigte am Dienstagabend vorab das "Heute Journal". Laschet hatte am Ostermontag vorgeschlagen, im Kampf gegen die dritte Corona-Welle einen "Brücken-Lockdown" zu beschließen. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien. Nötig sei es, in einer nochmaligen "Kraftanstrengung" die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner zu drücken. "Da geht es um zwei, drei Wochen."

+++ AstraZeneca ab Mitte April nur noch via Hausarztpraxen +++

In den bayerischen Impfzentren wird der Impfstoff von AstraZeneca ab 19. April nicht mehr für Erstimpfungen verwendet. In den Impfzentren werden dann Impfungen mit Biontech und Moderna für über 60-Jährige durchgeführt, wie eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums am Dienstag mitteilte. Sie verwies auf Vorgaben des Bundes zur Impfstoffverteilung.

Lieferungen von AstraZeneca gehen ab 19. April demnach lediglich an Hausarztpraxen. Ausstehende Zweitimpfungen mit AstraZeneca sollen an den Impfzentren jedoch noch durchgeführt werden. Hierfür sollen die notwendigen Dosen zurückgehalten werden, wie der "Münchner Merkur" berichtet. Bereits Erstgeimpfte aus der Gruppe der unter 60-Jährigen sollen demnach ihre Zweitimpfung mit Biontech oder Moderna erhalten.

+++ Kultusministerium: Abitur in Bayern findet statt +++

Das bayerische Kultusministerium sieht trotz der corona-bedingten Einschränkungen des Unterrichts keine Notwendigkeit, die Abiturprüfungen ausfallen zu lassen. "Das Abitur 2021 findet in Bayern wie angekündigt statt", betonte ein Sprecher am Dienstag in München.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) war am Vortag bereits auf Bundesebene auf ablehnende Reaktionen gestoßen. GEW-Chefin Marlis Tepe hatte gesagt: "Sollte das Infektionsgeschehen so dramatisch ansteigen, wie die dritte Welle in anderen europäischen Nachbarstaaten befürchten lässt, müssen die Länder flexibel reagieren und von Prüfungen absehen."

+++ Bundesweiter Hotspot Hof: Ansteckung vor allem in Familien +++

486,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage meldete das Robert Koch-Institut(RKI) für die Stadt am Dienstag. Als bundesweiter Corona-Hotspot mahnt die Stadt Hof, sich auch privat an die Schutzmaßnahmen zu halten. "Die meisten Ansteckungen geschehen im privaten Umfeld, das heißt in den Familien und im Bekanntenkreis", meinte eine Sprecherin der Stadt. "Es lässt sich zwar vieles kontrollieren, doch auf die Privatsphäre haben wir als Stadt keinen Einfluss."

Gerade bei Kindern würden mehr Infektionen festgestellt. Unter Verweis auf das Gesundheitsamt der Stadt teilte die Sprecherin mit, dass auf Spielplätzen oft nicht die notwendigen Abstände eingehalten würden. Deshalb habe die Stadt die Maskenpflicht unter anderem auf Spielplätze ausgeweitet. Weitere Maßnahmen auf kommunaler Ebene seien nicht geplant, die Möglichkeiten seien ausgeschöpft. "Die Strategie der Stadt Hof ist auch weiterhin: Impfen, testen, regulieren und kontrollieren", erklärte die Sprecherin. 

+++ Forderung: Bayerns Schulen länger schließen +++

Bayerns Schulen sollen nach den Osterferien eine weitere Woche lang geschlossen bleiben – das fordert der Bayerische Realschullehrerverband. Diese Zeit müsse genutzt werden, um die Schulen auf die kommenden Monate vorzubereiten, teilte der Verband am Dienstag in München mit. Demnach solle der Unterricht erst am 19. April wieder aufgenommen werden. Wichtig sei es vor allem, eine Teststrategie zu entwickeln, sagte Landesvorsitzender Jürgen Böhm laut einer Presseerklärung. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Bayern erhöht Abstand zwischen Impfungen +++

Auf Empfehlungen der Ständigen Impfkommission hat Bayern schon seit dem 12. März die Abstände zwischen erster und zweiter Impfung ausgeweitet. "Bei Biontech und Moderna beträgt der Abstand somit sechs Wochen, bei AstraZeneca zwölf Wochen", erklärte Gesundheitsminister Holetschek der "Augsburger Allgemeinen". Bayern verzichtet außerdem weitgehend auf die Zurückstellung von Impfdosen. So sei die Reserve dem Impfstoff von AstraZeneca komplett aufgehoben, der von Biontech/Pfizer wurde auf 10.000 Impfdosen reduziert. "Damit haben wir kurzfristig rund 50.000 Impfdosen zur Verfügung, die wir bei Bedarf einsetzen können", so Holetschek.

Eine pünktliche Zweitimpfungen soll trotzdem jeder Patient rechtzeitig erhalten, betont Holetschek: "Wir werden alles dafür tun, dass jeder fristgerecht seine Zweitimpfung bekommt."

+++ München-Inzidenz sinkt nach Ostern weiter ab +++

Das RKI meldet am Dienstag für München eine Inzidenz von 85,4. Damit ist der Wert erneut deutlich gesunken (Vortag: 96,1). Grund für die niedrigere Inzidenz dürften die Osterfeiertage sein. Meist gehen deutlich weniger Personen an Feiertagen zum Arzt und dadurch werden weniger Proben genommen. Zum anderen kann es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln.


Corona-News vom 05.04.2021

+++ Wenig Zuspruch: Viele Anti-Corona-Demos abgesagt +++

Die für Ostermontag angekündigten Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen sind auf wenig Zuspruch gestoßen. Drei von vier angemeldeten Veranstaltungen in München wurden kurzfristig abgesagt, wie die Polizei mitteilte. Zu einer weiteren kamen nur etwas mehr als 200 Personen. Angemeldet waren bei dieser Demonstration 1.000 Menschen. Laut Polizei verlief die Veranstaltung ruhig. Rund 400 Beamte waren im Einsatz, der Großteil davon auf der Theresienwiese, wo die Demonstration stattfand. Für den Abend war eine weitere Demonstration in Nürnberg mit maximal 250 Personen angemeldet.

+++ Schulze: Corona-Leugner strenger beobachten +++

Die im März bekannt gewordene Beobachtung von Teilen der sogenannten Querdenker-Bewegung durch den bayerischen Verfassungsschutz gehe "noch lange nicht weit genug", sagte die Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Katharina Schulze, am Montag. Die bayerischen Sicherheitsbehörden hätten keinen ausreichenden Überblick über Straf- und Gewalttaten im Zusammenhang mit den Corona-Protesten. "Hier müssen Erkenntnislücken schnell geschlossen, Verbindungen dringend aufgedeckt und Vorfälle systematisch erfasst und geahndet werden."

Die bisherigen Erkenntnisse der Behörden zeigten, dass sich Mitglieder der Corona-Leugner-Bewegung zunehmend mit demokratiefeindlichen Gruppierungen vermischten, heißt es in der Mitteilung.  Der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage Schulzes zufolge haben seit Mai vergangenen Jahres an mindestens 72 Protestveranstaltungen gegen die Corona-Maßnahmen in Bayern Rechtsextremisten oder sogenannte Reichsbürger teilgenommen oder haben sie sogar organisiert. 

+++ Mehrheit zweifelt an Merkels Impfversprechen +++

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur erwartet nur knapp ein Viertel (23 Prozent), dass das Ziel eingehalten wird, bis zum 21. September jedem Impfwilligen eine Corona-Impfung anzubieten. 62 Prozent rechnen dagegen nicht damit. 15 Prozent machten keine Angaben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte mehrfach angekündigt, bis zum 21. September allen impfwilligen Erwachsenen in Deutschland ein entsprechendes Angebot machen zu wollen. Das Vertrauen in dieses Versprechen ist gesunken: In einer vergleichbaren YouGov-Umfrage Anfang Februar hatten noch 26 Prozent daran geglaubt, dass das Ziel erreicht wird. 57 Prozent hatten schon damals kein Vertrauen in das Versprechen. Die Corona-Impfungen sind in Deutschland im Vergleich zu Ländern wie Großbritannien oder den USA schleppend angelaufen. 


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