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Corona-News: Söder - Bayern und CSU für neues Infektionsschutzgesetz

Das Coronavirus grassiert weiter in München, Bayern und Deutschland. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.
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Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, sorgt in München, Bayern und Deutschland seit Monaten für drastische Maßnahmen. In unserem Newsblog informieren wir Sie über die aktuellen Corona-Entwicklungen in München und Bayern.


Corona-News vom 11.04.2021

+++ Söder: Bayern und CSU für neues Infektionsschutzgesetz +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die volle Unterstützung seines Landes und der CSU für die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes angekündigt. "Er (der Entwurf) wird gerade noch abschließend beraten und natürlich werden wir sowohl als Bayern als auch als CSU in der Bundesregierung da sogar Mittreiber sein, dass es beschlossen wird", sagte der CSU-Chef am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".

Söder begründete die Notwendigkeit der Gesetzesänderung, mit der Tatsache, dass einige Bundesländer die Notbremse in Regionen mit Inzidenzen von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche nicht konsequent umsetzen würden. Dies hatte auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wiederholt kritisiert. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Merkel stellt sich hinter Vorstoß für "Brücken-Lockdown" +++

Kanzlerin Angela Merkel hat sich hinter den umstrittenen Vorstoß des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (beide CDU) für einen "Brücken-Lockdown" gegen die dritte Corona-Welle gestellt. Das exponentielle Wachstum der Corona-Infektionen müsse gebrochen werden, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern am Sonntag in der Klausur der Spitze der Unionsfraktion in Berlin. Laschet habe dies mit der Idee des Brücken-Lockdowns beschrieben, sagte Merkel. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Datenpanne bei Corona-Zahlen +++

Beim Inzidenzwert für München ist es laut Stadt zu einer Datenpanne gekommen. RKI und LGL weisen einen jeweils anderen Wert aus, die Stadt prüft nun die Konsequenzen. Alles zur Inzidenz-Panne lesen Sie hier.

+++ Inzidenz sinkt in München unter 100 +++

München liegt bei der 7-Tage-Inzidenz wieder unter 100. Das RKI meldete in der Nacht auf Sonntag einen Wert von 94,4. Der Beginn der "Notbremse" verschiebt sich also erneut. Am Vortag wurde der 100er-Grenzwert noch überschritten. Die sogenannte "Notbremse" gilt, wenn die 7-Tage-Inzidenz drei Tage lang über 100 liegt.

Corona-News vom 10.04.2021

 +++ So soll Merkels neues Gesetz zur Notbremse aussehen +++

Erste Einzelheiten zum Entwurf der Bundesregierung für ein neues Infektionsschutzgesetz sickern durch, Medien wie der "Spiegel" oder "Die "Welt" zitieren aus einem entsprechenden Papier. Es regelt demnach auch verschiedene Ausnahmen. Im Falle der Ausgangssperre - sie soll zwischen 21 und 5 Uhr in Regionen mit einer Inzidenz ab 100 durchgesetzt werden - gelten demnach medizinische Notfälle sowie berufliche Tätigkeiten, die Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen und Handlungen zur Versorgung von Tieren als Ausnahmen.

Schulen und Hochschulen sollen laut Entwurf im Rahmen der so genannten "Notbremse" unter bestimmten Bedingungen Präsenzunterricht anbieten dürfen. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz allerdings an drei aufeinander folgenden Tagen über 200, dann ist nur noch Distanzunterricht erlaubt.

Theater, Kinos, Museen, Zoos und andere Freizeiteinrichtungen wie Thermen und Saunen müssen schließen und Übernachtungen für Touristen sollen verboten werden. Der noch zugelassene Einzelhandel muss zusätzlich eine bundeseinheitliche Begrenzung der Kundenzahl je Quadratmeter umsetzen. Restaurants und Kantinen müssen schließen und können Essen und Getränke nur noch zum Mitnehmen anbieten. Einen Überblick lesen Sie hier.

+++ Fichtelgebirge: Mobiles Testzentrum für ländliche Region +++

Ein Schnelltest in einem Fitnessstudio, Wirtshaus oder im Rathaus: Auch wer nicht mobil ist, soll sich in Oberfranken unkompliziert testen lassen können.  Im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge reist ein Team regelmäßig von Ort zu Ort, um möglichst viele auf eine Infektion mit dem Coronavirus zu testen. "So können sich beispielsweise Senioren testen lassen, die selbst nicht mehr so mobil sind", erklärte eine Sprecherin des Landratsamtes. Aber auch Familien hätten nicht immer ein Auto zur Verfügung, um zu den festen Testzentren in der Region zu fahren. "Vor Ort geht es für viele schneller und unkomplizierter."

Ein fünfköpfiges Team der Firma 21Dx GmbH mache nach einem festen Plan in den Orten Wunsiedel, Marktredwitz, Tröstau, Höchstädt und Arzberg Station - mindestens ein Mal pro Woche für mehrere Stunden. "Sie bauen ihr Equipment in bestehenden Gebäuden auf, die in der Pandemie gerade nicht genutzt werden", sagte die Sprecherin.

+++ So zeigen sich "besorgniserregende Virusvarianten" in München +++

Wie verteilen sich die Coronavirus-Mutanten in München? Von den in den vergangenen zwei Wochen neu gemeldeten 3.130 Fällen liegt bei 2.205 Fällen ein eindeutiges vPCR-Ergebnis vor (Stand: 9. April). Dabei ergab sich für 1.972 Fälle (89,4 Prozent) ein Verdacht auf eine besorgniserregende Virusvariante (Variant of Concern, VOC), teilte die Stadt am Samstag mit.

Insgesamt liegen bislang 5.659 positive VOC-Ergebnisse vor und wurden 4.858 Fälle als Variante B.1.1.7, 13 Fälle als Variante B.1.351 sowie 1 Fall als Variante P.1 bestätigt. Zur Bestimmung der südafrikanischen oder der brasilianischen Variante muss eine Genomsequenzierung durchgeführt werden, zum Nachweis der britischen Variante ist der vPCR-Test ausreichend.

+++ Spargelernte in Bayern: Erst testen, dann stechen +++

Ausländische Erntehelfer dürfen mit negativem Corona-Test kommen, nun muss nur noch das Wetter mitspielen: Bayerns Spargelanbauer stechen schon seit einigen Tagen. Im vergangenen Jahr hatten die Betriebe Corona-bedingt mit großen Planungsunsicherheiten zu kämpfen, viele der wichtigen Erntehelfer vor allem aus Osteuropa durften nicht einreisen. Heuer besteht nun eine Corona-Testpflicht bei der Einreise, Schnelltests sollen zusätzliche Sicherheit schaffen.

Der SPD in Bayern reicht die Testpflicht aber nicht aus. Zum Schutz vor Corona-Infektionen fordert Generalsekretär Uli Grötsch engmaschige Kontrollen auf den Erntehöfen - notfalls auch durch die Bundeswehr. "Die Bedingungen auf den Höfen haben schon im vergangenen Jahr zu gehäuften Corona-Ausbrüchen in der Region geführt und teils unwürdige Zustände bei der Unterbringung osteuropäischer Erntehelfer offenbart. Das darf sich durch mangelnde Kontrollen keinesfalls wiederholen", sagte Grötsch. Daher seien systematische Kontrollen auf den Erntehöfen notfalls mit Amtshilfe der Bundesbehörden notwendig.

+++ Bayerns Einzelhandel: Tests aufwändig und abschreckend +++

Der bayerische Einzelhandel befürchtet, dass die neuen Test-Vorschriften noch mehr Menschen vom Einkaufen abhalten. "Leider ist es so, dass das Einkaufen dadurch noch schwieriger gemacht wird", sagte Handelverband-Geschäftsführer Bernd Ohlmann am Samstag in München. Der Aufwand sei so groß, dass vermutlich noch mehr Kundinnen und Kunden lieber im Internet bestellten als ins Geschäft zu gehen.

Ab Montag dürfen Geschäfte in Städten und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner zwischen 100 und 200 nur noch für Kunden mit einem Termin und einem negativen Testergebnis öffnen. Bei einem PCR-Test darf dieses nach Beschluss der Staatsregierung maximal 48 Stunden, bei einem Schnelltest maximal 24 Stunden alt sein. Ausgenommen davon sind der Lebensmittelhandel, Drogerien, Optiker und sonstige "für die tägliche Versorgung unverzichtbare Ladengeschäfte". Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ RKI-Zahlen: Münchner Inzidenzwert wieder über 100 +++

Es hatte sich bereits angekündigt: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet in der Nacht auf Samstag wieder einen Inzidenzwert über der für die Corona-Maßnahmen so wichtige 100er-Schwelle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in der Landeshauptstadt nun bei  102,5 (Vortag: 95,5). Bayernweit haben wir aktuell eine Inzidenz von 138,6. Sollte dieser Grenzwert auch am morgigen Sonntag sowie am Montag überschritten werden, würden ab dem zweiten Tag nach der dreimaligen Überschreitung – also konkret ab Mittwoch – nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in München wieder verschärfte Lockdown-Regeln der sogenannten "Notbremse" greifen.

Für Kinderbetreuung und Schulen gilt nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eine Sonderregel: Hier muss jeweils am letzten Arbeitstag der Woche verbindlich festgelegt werden, welche Inzidenzeinstufung in der kommenden Woche gilt. Am Freitag wurde für die Woche vom 12. bis 18. April für die Münchner Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen die Inzidenzeinstufung "50-100" festgelegt. Das RKI weist nach wie vor darauf hin, dass die aktuellen Zahlen wegen der Osterfeiertage verzerrt sein können, weil Menschen nicht zum Arzt gingen oder Ergebnisse verspätet gemeldet werden.


Corona-News vom 09.04.2021

+++ Schulen und Kitas bleiben offen - Testpflicht +++

Nachdem das Robert Koch-Institut (RKI) für heute, 9. April, für die Stadt München eine 7-Tage-Inzidenz von 95,5 gemeldet hat, gilt in der Woche vom 12. bis 18. April für die Münchner Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen die Inzidenzeinstufung "50-100".

Das heißt für Münchner Kindertageseinrichtungen und Schulen in der Woche vom 12. bis 18. April konkret:

Die Kinderbetreuung erfolgt in Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und organisierten Spielgruppen im eingeschränkten Regelbetrieb in festen Gruppen.  An allen Schularten und in allen Jahrgangsstufen findet Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern statt.

Zudem gilt eine Testpflicht - mindestens zwei Mal pro Woche. Für die Umsetzung der Testpflicht sind die einzelnen Schulen verantwortlich. Die Landeshauptstadt München hat vom Freistaat für die Schulen bisher fünf Lieferungen mit insgesamt rund 1,5 Millionen Selbsttests erhalten. Die bisher ausgelieferten Tests sollten für die erste Phase nach den Osterferien im April ausreichen. Getestet werden muss in der Schule - damit stellt sich der Freistaat gegen die Stadt.

+++ Hof zieht Konsequenzen +++

Als bundesweiter Corona-Hotspot verschärfen Stadt und Landkreis Hof die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Die Schulen in der Region würden vorerst komplett geschlossen, kündigte Landrat Oliver Bär (CSU) an. Eltern sollen die Notbetreuung nur im Notfall in Anspruch nehmen.

Die Stadt Hof verlegt die nächtliche Ausgangsbeschränkung von 22.00 Uhr auf 20.30 Uhr vor. Außerdem dürfen dort keine Präsenzgottesdienste mehr stattfinden, alle Sportanlagen und Bolzplätze würden gesperrt, erklärte Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD).

+++ Geplante MPK am Montag abgesagt! +++

Die für Montag angesetzte Ministerpräsidentenkonferenz wird abgesagt! Es werde in der kommenden Woche gar keine Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geben, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin mit.

Gleichzeitig  wollen Bund und Länder das Infektionsschutzgesetz ändern, um bundeseinheitliche Regelungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu schaffen. Sie wollten eine Regelung für das Vorgehen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner schaffen, so Demmer.

+++ München Klinik-Chef plädiert für harten Lockdown +++

Axel Fischer.
Axel Fischer. © München Klinik

"Vielleicht wäre ein zweiwöchiger knallharter Lockdown besser als dieses ständige Auf und Zu", sagte Axel Fischer, Chef der München Klinik, dem "Münchner Merkur". Und weiter: "Noch mal zwei Wochen volle Anstrengung und dann haben wir es hoffentlich im Zusammenspiel mit den Impfungen geschafft."

Nach Ostern werde die Zahl der Patienten in den fünf Häusern der München Klinik weiter steigen, befürchtet der Arzt. Gerade die Zahl der jungen Patienten nehme zu. 

+++ München-Inzidenz bei über 95 +++

Das RKI meldet in der Nacht auf Freitag für München einen Inzidenzwert von 95,5 (Vortag: 87,4). Fällt morgen die 100-Marke und greift drei Tage später dann wieder die "Notbremse"?

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Corona-News vom 08.04.2021

+++ Verbände fordern kommunale Teststrategie für Öffnungen in München +++

Wirtschafts- und Kulturverbände fordern für die bayerische Landeshauptstadt München eine kommunale Teststrategie, damit Geschäfte, Restaurants und Theater in der Pandemie wieder öffnen können. "Sobald es dauerhaft wärmer wird, werden die Bürgerinnen und Bürger wieder zu vielen Tausenden den öffentlichen Raum nutzen, ob mit oder ohne Teststrategie", teilten die Verbände am Donnerstag mit.

Als eine der von der Landesregierung geplanten Modellstädte für vorsichtige Öffnungen kommt München wegen seiner Größe nicht infrage. Die Stadt sollte jedoch unabhängig davon ein Konzept für einheitliche und flächendeckenden Corona-Schnelltests entwickeln, hieß es von den Verbänden, wie der Tourismus Initiative München, den Innenstadtwirten, dem Handelsverband und der Handwerkskammer. Dafür müsse die Stadt unter anderem Teststationen aufbauen, kostenlose Tests ermöglichen und eine Koordinierungsstelle einrichten.

+++ Schaltet Deutschland jetzt in den Impf-Turbo? +++

Von Dienstag auf Mittwoch gab es einen massiven Sprung bei der Impfquote in Deutschland. Laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden am Dienstag (6. April) insgesamt 366.566 Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht. Einen Tag später waren es  656.357!

Insgesamt wurden bislang 16.253.541 Impfdosen in Deutschland verabreicht. 13,8 Prozent der Bevölkerung haben die Erstimpfung erhalten, 5,7 Prozent sind vollständig geimpft (Stand: 7. April).

+++ Bayern-SPD will Unternehmen zu Corona-Tests verpflichten +++

Die bayerische SPD hat im Kampf gegen Corona eine Testpflicht für Firmen und Betriebe angemahnt. Eine freiwillige Selbstverpflichtung funktioniere nicht, sagte SPD-Generalsekretär Uli Grötsch laut Mitteilung am Donnerstag in München. "Es ist deshalb unverständlich, dass die Staatsregierung zwar die Schulen mit einer Testpflicht belegt, es aber bei der Wirtschaft weiter bei einer Androhung belässt."

Nur jeder vierte Arbeitnehmer bekomme nach einer Erhebung der Hans-Böckler-Stiftung im Betrieb ein reales Testangebot, sagte Grötsch. "Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nicht ins Homeoffice schicken, dürfen bei der Pandemiebekämpfung kein blinder Fleck sein." Die SPD kämpfe seit Wochen für eine Testpflicht.

+++ RKI meldet gestiegenen Inzidenzwert für München +++

Das RKI meldet in der Nacht auf Donnerstag einen Inzidenzwert von 87,4 für München (Vortag: 82,8). 

Die Corona-Inzidenz in Bayern ist dagegen erneut gesunken: auf 119. Am Mittwoch lag sie bei 121. Das RKI warnt allerdings nach wie vor, dass die aktuellen Zahlen wegen der Osterfeiertage verzerrt sein können, weil Menschen nicht zum Arzt gingen oder Ergebnisse verspätet gemeldet werden.

Corona-News vom 07.04.2021

+++ Dehoga enttäuscht über Aussetzen der Modellregionen +++

Vorerst keine Modellregionen in Bayern: Eine Entscheidung worüber besonders der Bayerische Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga enttäuscht ist: "Auch für uns steht die Sicherheit von Mitarbeitern und Gästen immer an oberster Stelle. Uns geht es nicht um Öffnungen auf Kosten der Gesundheit oder um jeden Preis. Auch wollen wir keine Öffnungen um des Öffnen-Willens, doch wir wollen, dass verantwortbare Öffnungsschritte auch gegangen werden."

Hierzu wären Modellregionen gerade jetzt der richtige Weg gewesen, so Angela Inselkammer, Präsidentin der Dehoga. "Konzeptöffnungen sind keine Experimente, sondern schaffen mehr Sicherheit, da weitere geschützte Bereiche geschaffen werden. Wir sind überzeugt: Wir sind Teil der Lösung und nicht des Problems. Wir haben im letzten Jahr bewiesen, dass unsere Hygiene- und Schutzkonzepte funktionieren. Wir könnten sichere Bereiche schaffen, die dazu beitragen, Orte des Aufeinandertreffens zu entzerren. Ziel muss es sein, ungeschützte Kontakte zu minimieren – dies schafft man nicht mit einem undifferenzierten pauschalen Dauerlockdown", Inselkammer.

Seit Beginn der Pandemie haben Hotellerie und Speisegastronomie über sieben Monate unverschuldet geschlossen, Schankwirtschaften mehr als elf Monate und Clubs und Diskotheken sogar länger als ein Jahr. Die Lage im Gastgewerbe ist verzweifelt, die Betriebe ringen trotz Wirtschaftshilfen um ihre Existenz. "Private Rücklagen, auch Altersversorgungen sind aufgebraucht und die Nerven liegen blank. Angesichts der andauernden Schließung unserer Branche erwarten wir von der Politik alles dafür zu tun, dass die unverschuldet in Not geratenen Betriebe eine Chance zum Überleben haben und keinen Tag länger als gesundheitspolitisch geboten, geschlossen bleiben. Der Endlos-Lockdown einer Branche ist keine Lösung und bringt auch nichts wie die Erfahrungen im November gezeigt haben", erklärt Inselkammer.

+++ Söder bezweifelt EM-Spiele vor Zuschauern in München +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht derzeit kaum eine Chance auf ein gefülltes Münchener Stadion während der Fußball-Europameisterschaft. "Im Moment kann ich mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen mit großartigen Zuschauerzahlen zu operieren, es dauert ja nicht mehr lange", sagte Söder im Interview der RTL/ntv-Redaktion. Im Stadion des FC Bayern sollen die drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft ausgerichtet werden.

"Ich halte auch nichts davon, wenn auf europäischer Ebene diskutiert wird: Es findet nur dort statt, wo möglicherweise Zuschauer komplett zugelassen werden", sagte Söder. Bis zu diesem Mittwoch mussten München und die weiteren elf EM-Gastgeberstädte ihre Konzepte für die Ausrichtung der Partien bei der Europäischen Fußball-Union UEFA einreichen.

+++ Bayern sichert sich russischen Impfstoff +++

Der Freistaat werde am Mittwoch einen Vorvertrag mit einer Produktionsfirma im schwäbischen Illertissen unterzeichnen, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an. Nach der Zulassung soll der Freistaat 2,5 Millionen Impfdosen erhalten.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft derzeit den Antrag auf Zulassung von Sputnik V in der EU. Im April werden Experten der EMA in Russland zur Begutachtung der Produktion und Lagerung des Impfstoffs erwartet.

Der Impfstoff könnte im Laufe des Jahres in dem Werk in Illertissen produziert werden, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Eine entsprechende Absichtserklärung für die Produktion und den Import sei unterzeichnet. "Es handelt sich um einen hochwirksamen Impfstoff", betonte Holetschek. 

+++ Bayern verschiebt Öffnungen +++

Angesichts der hohen Infektionszahlen verschiebt die Staatsregierung mögliche Corona-Lockerungen und den Start der Modellprojekte für weitere Öffnungsschritte um mindestens zwei Wochen.

Auch in Regionen, in denen wegen einer Sieben-Tages-Inzidenz unter 50 oder 100 theoretisch weitere Öffnungen in den Bereichen Außengastronomie, Kultur und Sport möglich wären, können diese also frühestens ab dem 26. April erfolgen. Das sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in München.

Auch der Start von Modellprojekten für weitergehende Corona-Lockerungen wird entsprechend verschoben.

+++ Baumärkte und Buchläden verlieren Sonderstatus +++

Bayern vereinheitlicht die Corona-Regeln für den Handel: Für Bau- und Gartenmärkte, Gärtnereien, Blumenläden und Buchhandlungen gelten künftig die gleichen Regeln wie für alle anderen Einzelhandelsgeschäfte abseits des täglichen Bedarfs, unter anderem die Inzidenz-Grenzen für Öffnungen. Öffnungen sind also für all diese Geschäfte nur unter den Bedingungen zulässig, wie sie für den übrigen Einzelhandel gelten.

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Konkret gilt nun, wie bisher oder wie bereits angekündigt, folgendes: In Regionen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz unter 50 dürfen alle Geschäfte öffnen. Bei einem Inzidenz-Wert zwischen 50 und 100 sind Terminshopping-Angebote mit vorheriger Terminvereinbarung möglich. Bei Werten zwischen 100 und 200 bleiben solche "Click & meet"-Angebote erlaubt, Bedingung ist aber ein aktueller negativer Corona-Test.

+++ Unabhängig von Inzidenz: Testpflicht an Bayerns Schulen +++

An Bayerns Schulen gilt für die Teilnahme am Präsenzunterricht künftig eine Testpflicht auf das Coronavirus. "Wir sehen, dass die Schulen ein sehr intensiver Teil des pandemischen Geschehens sind", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Deshalb gelte künftig für die Teilnahme am Unterricht in den Schulgebäuden inzidenzunabhängig eine Testpflicht für Schüler und Lehrkräfte.

Bei einer Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche müssen zwei Mal pro Woche ein PCR-, Schnell- oder Selbsttest in der Schule gemacht werden. Bei einem Wert von über 100 könne dies je nach Unterrichtsmodell sogar häufiger der Fall sein, erläuterte Söder.

+++ Bundesregierung für "kurzen einheitlichen Lockdown" +++

Die Bundesregierung ist für ein erneutes deutliches Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland und unterstützt indirekt die Idee eines "Brücken-Lockdowns" von CDU-Chef Armin Laschet. Auf die Frage, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Laschets Vorschlag bewerte, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin, es gebe im Moment bei den Corona-Neuinfektionen keine gute Datenbasis, die Zahl der belegten Intensivbetten spreche aber eine sehr deutliche Sprache. "Deswegen ist auch jede Forderung nach einem kurzen einheitlichen Lockdown richtig. Auch ein gemeinsames bundeseinheitliches Vorgehen wäre hier wichtig."

+++ Söder spricht über verschärften Lockdown +++

Markus Söder (CSU) hat sich für einen bundeseinheitlichen Corona-Kurs ausgesprochen – gleichzeitig zieht Bayerns Ministerpräsident verschärfte Maßnahmen in Betracht. "Ich könnte mir einen kurzen, konsequenten Lockdown gut vorstellen. Der macht aber nur dann Sinn, wenn alle mitmachen", sagte Söder im ZDF-"Morgenmagazin". Vor allem SPD-regierte Länder zeigten sich skeptisch gegenüber einer solchen Maßnahme, aber auch einige CDU-Regierungschefs stünden nicht hinter der Idee, monierte Söder. 

Große Lockerungen werde es laut Söder vorerst nicht geben, der Ministerpräsident warnt vor einem "Öffnungsblindflug". "Je weniger konsequent wir sind, desto länger wird es dauern."

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+++ Vorgezogene MPK? Söder stellt Bedingung +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine Verschärfung des Corona-Kurses zur Bedingung für eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz gemacht.

Wenn das Ergebnis ähnlich wie beim letzten Mal sei, "dann glaube ich, sind viele Bürger zu Recht sehr enttäuscht", sagte er am Dienstagabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". "Wenn, dann muss es was Richtiges sein. Dann muss es entweder sein, dass wir tatsächlich einen Lockdown verlängern oder dass wir die Maßnahmen, die wir getroffen haben, so anschärfen, damit sie automatisch gelten." Das Regelwerk dafür sei beschlossen und es müsste nur umgesetzt werden.

+++ Beschließt das Kabinett heute die Schul-Testpflicht? +++

Das bayerische Kabinett diskutiert um 10 Uhr erneut über die Corona-Testpflicht an den Schulen im Freistaat. Dabei dürfte es auch darum gehen, ob die bisherige Regelung für eine Testpflicht für Schüler wie Lehrer in Regionen ab einer Inzidenz von 100 nachgeschärft werden muss. Denkbar wäre eine Testpflicht auch bei niedrigeren Inzidenzen.

Grundsätzlich werden nach den Osterferien aber nur die Schüler zumindest wechselweise in die Schulen zurückkehren dürfen, die in Regionen unter einem Wert von 100 liegen. Wer in die Schulen kommen will, muss aber zwingend ein negatives Testergebnis nachweisen, wobei Selbsttests nur akzeptiert werden, wenn sie in der Schule absolviert werden.

+++ Flächendeckender Impfstart bei Bayerns Hausärzten +++

Rund 8.500 Praxen in Bayern sollen am Mittwoch mit dem Impfen beginnen. Nach der ersten Impfung in der Praxis sollen sich die Patienten aus dem Online-Portal BayIMCO abmelden. So soll vermieden werden, dass die Geimpften doppelt kontaktiert werden.

Zum Start der Kampagne am vergangenen Mittwoch hatten sich mehr als 12.000 Menschen in Praxen impfen lassen. Weil zunächst nicht genug Impfdosen zur Verfügung standen, konnten vergangene Woche erst 1.635 Praxen mit dem Impfen beginnen. Die Zahl der gelieferten Impfdosen werde sich nun deutlich erhöhen, kündigte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) an.

+++ München lockert wieder: Inzidenz sinkt weiter +++

Die seit Ostersonntag in München geltenden strengeren Corona-Regeln werden ab heute wieder gelockert und die "Notbremse" (vorerst) wieder zurückgenommen. Der Inzidenzwert lag von Karsamstag bis Ostermontag, drei Tage lang, unter 100. Geschäfte, Museen und der Tierpark dürfen ab Mittwoch wieder öffnen. Die nächtliche Ausgangssperre ab 22 Uhr entfällt. 

Das RKI meldet in der Nacht auf Mittwoch einen Inzidenzwert von 82,8.

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Corona-News vom 06.04.2021

+++ Söder sieht Laschets Brücken-Lockdown auf seiner Linie +++ 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den Vorstoß seines nordrhein-westfälischen Kollegen Armin Laschet (CDU) für einen zwei- bis dreiwöchigen harten Lockdown begrüßt und als Anschluss an eigene Positionen eingeordnet. Es sei wichtig, durch ein sehr konsequentes Management bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie aus der Endlosschleife herauszukommen. "Ich habe diese These eigentlich, wenn ich das so sagen darf, immer vertreten, die Kanzlerin auch", sagte der CSU-Vorsitzende und offensichtliche Konkurrent Laschets im Rennen um die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien.

"Jeder, der mitmacht - finde ich super, weil es verstärkt die Basis jener, die für Umsicht und Vorsicht eintreten." Söder äußerte sich in der aufgezeichneten ZDF-Sendung "Markus Lanz", den Ausschnitt zeigte am Dienstagabend vorab das "Heute Journal". Laschet hatte am Ostermontag vorgeschlagen, im Kampf gegen die dritte Corona-Welle einen "Brücken-Lockdown" zu beschließen. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien. Nötig sei es, in einer nochmaligen "Kraftanstrengung" die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner zu drücken. "Da geht es um zwei, drei Wochen."

+++ AstraZeneca ab Mitte April nur noch via Hausarztpraxen +++

In den bayerischen Impfzentren wird der Impfstoff von AstraZeneca ab 19. April nicht mehr für Erstimpfungen verwendet. In den Impfzentren werden dann Impfungen mit Biontech und Moderna für über 60-Jährige durchgeführt, wie eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums am Dienstag mitteilte. Sie verwies auf Vorgaben des Bundes zur Impfstoffverteilung.

Lieferungen von AstraZeneca gehen ab 19. April demnach lediglich an Hausarztpraxen. Ausstehende Zweitimpfungen mit AstraZeneca sollen an den Impfzentren jedoch noch durchgeführt werden. Hierfür sollen die notwendigen Dosen zurückgehalten werden, wie der "Münchner Merkur" berichtet. Bereits Erstgeimpfte aus der Gruppe der unter 60-Jährigen sollen demnach ihre Zweitimpfung mit Biontech oder Moderna erhalten.

+++ Kultusministerium: Abitur in Bayern findet statt +++

Das bayerische Kultusministerium sieht trotz der corona-bedingten Einschränkungen des Unterrichts keine Notwendigkeit, die Abiturprüfungen ausfallen zu lassen. "Das Abitur 2021 findet in Bayern wie angekündigt statt", betonte ein Sprecher am Dienstag in München.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) war am Vortag bereits auf Bundesebene auf ablehnende Reaktionen gestoßen. GEW-Chefin Marlis Tepe hatte gesagt: "Sollte das Infektionsgeschehen so dramatisch ansteigen, wie die dritte Welle in anderen europäischen Nachbarstaaten befürchten lässt, müssen die Länder flexibel reagieren und von Prüfungen absehen."

+++ Bundesweiter Hotspot Hof: Ansteckung vor allem in Familien +++

486,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage meldete das Robert Koch-Institut(RKI) für die Stadt am Dienstag. Als bundesweiter Corona-Hotspot mahnt die Stadt Hof, sich auch privat an die Schutzmaßnahmen zu halten. "Die meisten Ansteckungen geschehen im privaten Umfeld, das heißt in den Familien und im Bekanntenkreis", meinte eine Sprecherin der Stadt. "Es lässt sich zwar vieles kontrollieren, doch auf die Privatsphäre haben wir als Stadt keinen Einfluss."

Gerade bei Kindern würden mehr Infektionen festgestellt. Unter Verweis auf das Gesundheitsamt der Stadt teilte die Sprecherin mit, dass auf Spielplätzen oft nicht die notwendigen Abstände eingehalten würden. Deshalb habe die Stadt die Maskenpflicht unter anderem auf Spielplätze ausgeweitet. Weitere Maßnahmen auf kommunaler Ebene seien nicht geplant, die Möglichkeiten seien ausgeschöpft. "Die Strategie der Stadt Hof ist auch weiterhin: Impfen, testen, regulieren und kontrollieren", erklärte die Sprecherin. 

+++ Forderung: Bayerns Schulen länger schließen +++

Bayerns Schulen sollen nach den Osterferien eine weitere Woche lang geschlossen bleiben – das fordert der Bayerische Realschullehrerverband. Diese Zeit müsse genutzt werden, um die Schulen auf die kommenden Monate vorzubereiten, teilte der Verband am Dienstag in München mit. Demnach solle der Unterricht erst am 19. April wieder aufgenommen werden. Wichtig sei es vor allem, eine Teststrategie zu entwickeln, sagte Landesvorsitzender Jürgen Böhm laut einer Presseerklärung. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Bayern erhöht Abstand zwischen Impfungen +++

Auf Empfehlungen der Ständigen Impfkommission hat Bayern schon seit dem 12. März die Abstände zwischen erster und zweiter Impfung ausgeweitet. "Bei Biontech und Moderna beträgt der Abstand somit sechs Wochen, bei AstraZeneca zwölf Wochen", erklärte Gesundheitsminister Holetschek der "Augsburger Allgemeinen". Bayern verzichtet außerdem weitgehend auf die Zurückstellung von Impfdosen. So sei die Reserve dem Impfstoff von AstraZeneca komplett aufgehoben, der von Biontech/Pfizer wurde auf 10.000 Impfdosen reduziert. "Damit haben wir kurzfristig rund 50.000 Impfdosen zur Verfügung, die wir bei Bedarf einsetzen können", so Holetschek.

Eine pünktliche Zweitimpfungen soll trotzdem jeder Patient rechtzeitig erhalten, betont Holetschek: "Wir werden alles dafür tun, dass jeder fristgerecht seine Zweitimpfung bekommt."

+++ München-Inzidenz sinkt nach Ostern weiter ab +++

Das RKI meldet am Dienstag für München eine Inzidenz von 85,4. Damit ist der Wert erneut deutlich gesunken (Vortag: 96,1). Grund für die niedrigere Inzidenz dürften die Osterfeiertage sein. Meist gehen deutlich weniger Personen an Feiertagen zum Arzt und dadurch werden weniger Proben genommen. Zum anderen kann es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln.


Corona-News vom 05.04.2021

+++ Wenig Zuspruch: Viele Anti-Corona-Demos abgesagt +++

Die für Ostermontag angekündigten Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen sind auf wenig Zuspruch gestoßen. Drei von vier angemeldeten Veranstaltungen in München wurden kurzfristig abgesagt, wie die Polizei mitteilte. Zu einer weiteren kamen nur etwas mehr als 200 Personen. Angemeldet waren bei dieser Demonstration 1.000 Menschen. Laut Polizei verlief die Veranstaltung ruhig. Rund 400 Beamte waren im Einsatz, der Großteil davon auf der Theresienwiese, wo die Demonstration stattfand. Für den Abend war eine weitere Demonstration in Nürnberg mit maximal 250 Personen angemeldet.

+++ Schulze: Corona-Leugner strenger beobachten +++

Die im März bekannt gewordene Beobachtung von Teilen der sogenannten Querdenker-Bewegung durch den bayerischen Verfassungsschutz gehe "noch lange nicht weit genug", sagte die Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Katharina Schulze, am Montag. Die bayerischen Sicherheitsbehörden hätten keinen ausreichenden Überblick über Straf- und Gewalttaten im Zusammenhang mit den Corona-Protesten. "Hier müssen Erkenntnislücken schnell geschlossen, Verbindungen dringend aufgedeckt und Vorfälle systematisch erfasst und geahndet werden."

Die bisherigen Erkenntnisse der Behörden zeigten, dass sich Mitglieder der Corona-Leugner-Bewegung zunehmend mit demokratiefeindlichen Gruppierungen vermischten, heißt es in der Mitteilung.  Der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage Schulzes zufolge haben seit Mai vergangenen Jahres an mindestens 72 Protestveranstaltungen gegen die Corona-Maßnahmen in Bayern Rechtsextremisten oder sogenannte Reichsbürger teilgenommen oder haben sie sogar organisiert. 

+++ Mehrheit zweifelt an Merkels Impfversprechen +++

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur erwartet nur knapp ein Viertel (23 Prozent), dass das Ziel eingehalten wird, bis zum 21. September jedem Impfwilligen eine Corona-Impfung anzubieten. 62 Prozent rechnen dagegen nicht damit. 15 Prozent machten keine Angaben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte mehrfach angekündigt, bis zum 21. September allen impfwilligen Erwachsenen in Deutschland ein entsprechendes Angebot machen zu wollen. Das Vertrauen in dieses Versprechen ist gesunken: In einer vergleichbaren YouGov-Umfrage Anfang Februar hatten noch 26 Prozent daran geglaubt, dass das Ziel erreicht wird. 57 Prozent hatten schon damals kein Vertrauen in das Versprechen. Die Corona-Impfungen sind in Deutschland im Vergleich zu Ländern wie Großbritannien oder den USA schleppend angelaufen. 


Corona-News vom 04.04.2021

+++ Seehofer wirbt für einheitliche Regeln +++

Innenminister Horst Seehofer hat für bundesweit einheitliche Corona-Regeln per Bundesgesetz geworben. "Es gibt die große Sehnsucht in der Bevölkerung nach einheitlichen Regeln. Mein Vorschlag ist deshalb, die einheitlichen Regeln durch ein Bundesgesetz festzulegen", sagte der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Dieses Gesetz sollte genau vorschreiben, welche Schritte bei den jeweiligen Inzidenzwerten unternommen werden müssten - von der Verschärfung bis zur Lockerung."

So ein Gesetz könnte nach Seehofers Worten in kürzester Zeit beschlossen werden. "Da es wie alle Bundesgesetze durch den Bundestag und den Bundesrat verabschiedet würde, wäre auch größtmögliche Legitimation hergestellt, was die Opposition immer wieder gefordert hat", sagte der Innenminister.

+++ Spahn: Mehr Freiheiten für Geimpfte bei Reisen und beim Shoppen +++

Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, kann nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in den nächsten Wochen bestimmte Freiheiten zurückbekommen. "Wer geimpft ist, kann ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur. Zudem müssen nach Einschätzung des RKI vollständig Geimpfte auch nicht mehr in Quarantäne", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Grundlage ist dem Bericht zufolge eine Auswertung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse durch das Robert Koch-Institut (RKI).

In einem RKI-Bericht an Spahns Ministerium, der dem Blatt vorliegt, heißt es demnach: "Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens zum Zeitpunkt ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen." Der Bericht wurde laut "BamS" am Samstag an die Länder verschickt. Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte das RKI um die Analyse gebeten.


Corona-News vom 03.04.2021

+++ Bayerns Corona-Impfzahlen trudeln nur zögerlich beim RKI ein +++

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern, die Versäumnisse schnell nachzuholen: Offenbar hat das Robert Koch-Institut (RKI) aus Bayern im Zuge des bundesweiten Impfmonitorings nicht genügend Daten vorliegen. Dieses Verfahren betreibt das RKI, um die verfügbaren Corona-Impfstoffe möglichst effektiv zu nutzen - beispielsweise werden regionale oder altersspezifische Entwicklungen der Impfkampagne dokumentiert. "Wir können mit den bayerischen Impfdaten weiterhin nicht viel anfangen, dabei brauchen wir sie dringend", sagt RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. Das Problem sollen vor allem die bayerischen Impfdaten vor dem 22. März 2021 sein.

Bayern habe viel zu spät reagiert, betont Benjamin Adjei, Sprecher für Digitalisierung der Landtags-Grünen. Er könne allerdings nicht sagen, wie die Daten jetzt am besten nachgetragen werden können. Wenn ein manueller Nachtrag möglich sei, müsse dies schnell passieren. "Außerdem muss die Staatsregierung ein Konzept erarbeiten, wie die durch die Hausärzte erfolgten Impungen ohne große Mehrbelastung des Praxispersonals ausreichend dokumentiert und schnell übermittelt werden können", zitiert "BR24" den Informatiker.

+++ Trotz sinkender Inzidenz: "Notbremse" gilt ab Ostersonntag +++

Auch wenn das Robert Koch-Institut (RKI) am heutigen Samstag mit 98,8 für München eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 meldet, bleibt es dabei, dass ab Ostersonntag, 4. April, 0 Uhr, die verschärften Corona-Regeln für die Inzidenzeinstufung "über 100" - also die sogenannte "Notbremse" - in Kraft treten.

Diese Inzidenzeinstufung gilt nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung solange, bis der Grenzwert von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen nicht mehr überschritten wird, teilt die Stadt mit. Die dann maßgeblichen Regelungen treten anschließend ab dem zweiten Tag nach der dreimaligen Unterschreitung in Kraft.

Bayernweit sind die Neuinfektionen weiter angestiegen, die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Samstag bei 137,2 (Vortag: 104,3). Weiterhin hat ein Großteil der bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte den Inzidenzwert von 100 überschritten. Spitzenreiter am Samstag war die Stadt Hof mit 395 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche.

+++ Junge Liberale: Ausgangssperren bleiben unverhältnismäßig +++

Am Sonntag wird in München die "Notbremse" gezogen. Das bedeutet unter anderem, dass eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr verhängt wird. Für die Jungen Liberalen (JuLis) München ist das nicht vertretbar. "Wer auch nach 22 Uhr alleine spazieren oder joggen geht, setzt damit weder sich noch andere einem Infektionsrisiko aus. Die Ausgangssperre ist in ihrer bisherigen Form daher nicht angemessen und unverhältnismäßig. Anstatt gezielt die Vermeidung von privaten Treffen anzugehen, wird jedem die Freiheit genommen alleine eine warme Frühlingsnacht zu genießen", erklärt Felix Meyer, Stadtvorsitzender der JuLis München und BA-Mitglied in Neuhausen-Nymphenburg.

Rekord bei psychischen Krankschreibungen im Corona-Jahr 2020

Im zurückliegenden Corona-Jahr 2020 sind die Krankschreibungen wegen psychischer Leiden in Bayern auf einen Höchststand gestiegen. Vor allem Frauen und Beschäftigte der Logistikbranche und des Gesundheitswesens fielen deutlich häufiger mit Depressionen, Ängsten oder Anpassungsstörungen bei der Arbeit aus. Dies hat eine Auswertung von mehr als 350.000 Versichertendaten der Krankenkasse DAK Bayern ergeben. Die DAK ist eine der größten Krankenkassen in Deutschland, die Daten auf die Allgemeinheit übertragbar.

Der Auswertung zufolge entstanden im vergangenen Jahr wegen psychischer Leiden 229 Fehltage je 100 erwerbstätigen DAK-Versicherten. Auf Frauen entfielen dabei etwa doppelt so viele Krankheitstage wie auf Männer. Sie verzeichneten zudem einen Anstieg um sechs Prozent, während die Entwicklung bei den Männern unverändert blieb. "Unsere Analyse zeigt, dass Frauen unter den Pandemie-Einschränkungen und -Belastungen besonders stark leiden", erläuterte die Leiterin der DAK Bayern, Sophie Schwab. Lesen Sie hier mehr dazu!

Corona-News vom 02.04.2021

+++ "Notbremse" im Landkreis München erst ab Montag +++

Weil es Übertragungsfehler gab, meldete das RKI für den Landkreis München einen Inzidenz-Wert unter 100. Das ist nicht korrekt. CSU-Landrat Christoph Göbel geht von einer Inzidenz von 106,14 aus, das berichtet der "Münchner Merkur". Weil die Zahl des Robert-Koch-Instituts aber für Einschränkungen entscheidend sei, könne die "Notbremse" für den Landkreis München nicht am Ostersonntag, sondern erst ab Montag gezogen werden. "Es ist Schwachsinn", sagte Göbel.

+++ Patientenzahlen in Münchens Krankenhäusern steigen wieder +++

Aktuell sind in den Münchner Krankenhäusern 109 Betten auf Normalstationen mit Covid-19-Fällen belegt, 71 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt. Vier Betten in der Überwachungspflege sind mit Covid-Patienten belegt.

Die Zahl der Covid-19-Patienten in München ist bis Ende Februar kontinuierlich gefallen, nun steigen die Zahlen seit März an. Nach Angaben der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin Divi sind Stand Freitag in München nur noch acht Prozent der Intensivbetten frei.

Allerdings werden weniger Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, als es noch zum Jahreswechsel der Fall war. So wurden am 22. Dezember 476 Corona-Patienten auf einer Normalstation behandelt, 145 Menschen lagen auf der Intensivstation. Am 29. Dezember waren es sogar 171 Intensivpatienten.

+++ Söder-Appell an Ostern: "Nicht reisen, weniger treffen"

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ruft die Menschen in Bayern zum Osterfest angesichts der Corona-Situation zum Verzicht auf. "Normalerweise ist Ostern das Fest, an dem man sich mit der Familie trifft, Freunde besucht, Reisen macht", wird Söder laut Redemanuskript in seiner Osteransprache sagen, die am Samstag ausgestrahlt werden sollte. Wegen Corona sehe die Lage völlig anders aus: "Also: Nicht reisen, weniger treffen und achtsam sein und auf einander achtgeben."

+++ So lief der Impfstart in Bayerns Arztpraxen +++

In bayerischen Hausarztpraxen haben sich zum Start der Kampagne am Mittwoch 12.263 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitagmorgen in München unter Berufung auf Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung mit. Daten für den Donnerstag lagen zunächst nicht vor.

Geimpft wurde das Mittel von AstraZeneca. In 1.635 Praxen wird seit Mittwoch Impfstoff geliefert. Jede hatte im Schnitt 20 Impfdosen erhalten. Nach Ostern sollen rund 8.500 niedergelassene Ärzte Impfstoff von den Apotheken und vom Großhandel erhalten.

+++ Inzidenz weiter über 100: "Notbremse" greift in München! +++

Es war in den vergangenen Tagen bereits zu erwarten, jetzt ist es sicher: München muss die "Notbremse" ziehen! Dem Robert Koch-Institut zufolge liegt der Inzidenzwert für die bayerische Landeshauptstadt am Karfreitag bei 104,3. Damit hat München drei Tage in Folge den Grenzwert von 100 überschritten.

Mit der "Notbremse", die ab Ostersonntag greifen wird, werden etliche Corona-Lockerungen zurückgenommen. Unter anderem gelten dann wieder strengere Kontaktbeschränkungen sowie eine nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 22 und 5 Uhr.

+++ Klare Mehrheit der Deutschen für Ausgangsbeschränkungen +++

Eine klare Mehrheit der Deutschen ist für nächtliche Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich angesichts steigender Infektionszahlen 56 Prozent dafür aus, solche Maßnahmen bundesweit zu ergreifen. 37 sind dagegen, 7 Prozent machten keine Angaben. Je älter die Befragten, desto größer sind die Sympathien für Ausgangsbeschränkungen. Von den 18- bis 24-Jährigen sind nur 36 Prozent dafür, unter den über 55-Jährigen sind es 66 Prozent.

Corona-News vom 01.04.2021

+++ Fallzahlen bei Virusvarianten liegen aktuell bei 73 Prozent +++

Die Varianten des Coronavirus breiten sich im Freistaat aus: Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit (LGL) von Donnerstag liegt der Anteil der Varianten unter den positiven SARS-CoV-2-Befunden bei rund 73 Prozent, davon wiederum entfallen 72 Prozent auf die britische Virusvariante. 

Das LGL veröffentlicht ab sofort auf seiner Homepage eine Statistik zu den Virusmutationen in Bayern, aufgeschlüsselt nach den Landkreisen. Die Übersicht soll täglich aktualisiert werden. Das Amt bezeichnete das Vorkommen der Virusvarianten als besorgniserregend.

+++ Öffnungen: Ausnahme für Schuhläden in Bayern +++

Schuhgeschäfte in Bayern dürfen auch in Gebieten mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 100 öffnen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) habe am Mittwoch entschieden, dass Schuhgeschäfte zu den für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäften gehörten, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit.

Zur Begründung verwies der für das Infektionsschutzrecht zuständige 20. Senat darauf, dass Schuhgeschäfte für die Versorgung der Bevölkerung eine vergleichbar gewichtige Bedeutung hätten wie etwa Buchhandlungen, Geschäfte für Babybedarf, Bau- und Gartenmärkte, Blumenläden oder Versicherungsbüros, die nach der geltenden Regelung ausdrücklich geöffnet sein dürfen. Gegen den Beschluss gibt es keine Rechtsmittel.

+++ Holetschek kann sich Testpflicht für Schüler vorstellen +++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält eine Testpflicht für Schüler und Lehrer zur Gewährleistung des Präsenzunterricht an den Schulen für denkbar. Die Inzidenzzahlen stiegen, auch sehr viele Jüngere seien betroffen. "Diese Situation muss man natürlich auch nochmal neu beurteilen", sagte der Minister am Donnerstag im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Auf die Frage, ob er für eine Testpflicht sei, sagte Holetschek: "Ich kann mir das sehr gut vorstellen, wenn es möglich ist." Bisher sei die Bereitschaft zum Testen von Schulkindern in Deutschland nicht sehr stark ausprägt. Es gelte jetzt, den rechtlichen Rahmen abzuklopfen.

+++ Inzidenz in München: Zweiter Tag in Folge über 100 +++

Auch am Donnerstag liegt die Inzidenz in München weiter über 100. Das RKI meldet einen Wert von 102,7 (Stand 01.04, 3.08 Uhr). Am Vortag lag die Inzidenz bei 100,2. Wenn der Wert auch am morgigen Karfreitag über 100 liegt, greift am Wochenende die Corona-"Notbremse". Welche Konsequenzen das für München hat, lesen Sie hier.


Corona-News vom 31.03.2021

+++ Günther wirft Söder und Kretschmann "Effekthascherei" vor +++

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat einen Vorstoß seiner Amtskollegen Markus Söder (CSU/Bayern)) und Winfried Kretschmann (Grüne/Baden-Württemberg) für einen härteren Corona-Kurs zurückgewiesen. "Im Norden wird gehandelt, im Süden werden Briefe geschrieben", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Kiel. "Wir haben bereits regelmäßige Tests als Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht für die Zeit nach den Ferien eingeführt, die Herren Söder und Kretschmann wollen darüber reden."

Es sei jetzt nicht die Zeit für Effekthascherei, sondern für konsequentes und verantwortungsvolles Handeln, meinte Günther. "Die Kollegen sollten jetzt nicht die Nerven verlieren, sondern die verabredeten Regeln in ihren eigenen Ländern umsetzen."

+++ Corona-Appell von Söder und Kretschmann an alle Ministerpräsidenten +++

Es ist ein ungewöhnlicher Schritt: In einem gemeinsamen Brief an ihre 14 Ministerpräsidenten-Kolleginnen und -Kollegen fordern Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne) eine strikte Anti-Corona-Politik mit einer konsequenten Umsetzung der Notbremse in Hotspots, auch mit nächtlichen Ausgangsbeschränkungen. Zudem plädieren die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg für eine Corona-Testpflicht an den Schulen nach den Osterferien. Mehr Infos dazu gibt's hier.

+++ AstraZeneca-Stopp sorgt für Verunsicherung bei der Polizei +++

Der vorläufige Impfstopp bei AstraZeneca für unter 60-Jährige schlägt bei der bayerischen Polizei hohe Wellen. "Klar, das sorgt für große Verunsicherung. Gerade in den nächsten Tagen waren große Impfdurchgänge angesetzt", sagte der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Jürgen Köhnlein, am Mittwoch auf Anfrage. Ohne die neuen Regelungen zu AstraZeneca hätten bis Mitte April alle impfwilligen Beamten ihre erste Spritze erhalten haben sollen.

Wie es nun mit den Impfungen der Polizeikräfte weitergeht, blieb zunächst offen. Köhnlein berichtete von sehr breitgefächerten ersten Reaktionen seiner Kollegen: "Von absoluter Freiwilligkeit zur Zweitimpfung auch mit dem aktuellen Wissen bis hin zu Zurückhaltung ist alles dabei."

+++ Holetschek: Impfstart in Praxen "wichtiges Signal" +++

Mit dem Impfstart bei Hausärzten in Bayern am Mittwoch soll das Impfen gegen das Coronavirus erheblich beschleunigt werden. "Wir haben alles dafür getan, um noch vor Ostern mit den Impfungen bei den Hausärzten durchzustarten. Das ist ein wichtiges Signal", betonte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), der zum Impfstart eine Arztpraxis in München besuchte.

Trotz der Unwägbarkeiten um den Impfstoff AstraZeneca begannen demnach 1.635 Praxen mit dem Impfen. Jede Praxis habe im Schnitt 20 Impfdosen erhalten, erklärte Holetschek in einer Pressemitteilung. "Es ist zwar nur eine kleine Menge, aber damit können wir schon jetzt in den nächsten Gang schalten." Nach Ostern sollen rund 8.500 Praxen Impfstoff von den Apotheken und vom Großhandel erhalten.

+++ Corona-Testzentren: Großer Andrang vor den Feiertagen +++

In vielen kommunalen Testzentren Bayerns ist die Nachfrage nach Corona-Tests vor den Osterfeiertagen groß. In der Station auf der Theresienwiese waren schon am Dienstag keine Termine mehr für eine PCR-Testung vor dem Wochenende verfügbar. Wegen der erhöhten Nachfrage habe man die Testkapazität bis zum Ende der Osterferien um 20 Prozent auf 1.800 PCR-Tests pro Werktag gesteigert, sagte ein Sprecher des Münchner Gesundheitsreferats. Am Wochenende seien es rund 600 Tests täglich.

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+++ Ostern: Kirchen bereiten sich auf Präsenz-Gottesdienste vor +++

Die Kirchen bereiten sich zu Ostern auf Präsenz-Gottesdienste vor – dieses Jahr jedoch mit deutlich weniger Besuchern. Daneben gelten strenge Hygienekonzepte. Mehr dazu lesen Sie hier im Artikel.

+++ AstraZeneca in Bayern nun auch für 60- bis 69-Jährige +++

In Bayern sollen sich nun auch 60- bis 69-Jährige mit dem Mittel von AstraZeneca gegen Corona impfen lassen können. Der Freistaat folgt damit einem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern vom Dienstagabend. "Wir setzen das um", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) der Deutschen Presse-Agentur.

+++ Inzidenz in München steigt auf über 100 +++

München hat die Inzidenz-Grenze von 100 überschritten. Wie das RKI meldet, ist der Wert von 97,4 auf 100,2 (Stand 31.03., 3.08 Uhr) gestiegen. Welche Konsequenzen für die bayerische Landeshauptstadt drohen, lesen Sie hier.


Corona-News vom 30.03.2021

+++ Merkel zu Astrazeneca: "Das alles wird Verunsicherung mit sich bringen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die neuen Altersbeschränkungen für das Präparat von Astrazeneca mit Blick auf das Vertrauen in die Corona-Impfungen gerechtfertigt. "Vertrauen entsteht aus dem Wissen, dass jedem Verdacht, jedem Einzelfall nachgegangen wird", sagte Merkel am Dienstagabend in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Auch nach einer entsprechenden Einschätzung der Ständigen Impfkommission seien die Meldungen über Auffälligkeiten sehr selten, aber nicht zu ignorieren.

Dass verschiedene Impfstoffe zur Verfügung stünden, sei ein großes Glück, sagte Merkel. Bund, Länder und Kommunen wollten nun gemeinsam nötige Änderungen bei den Planungen der weiteren Impfkampagne auch mit der stärkeren Einbeziehung der Praxen klären. Mit immer größeren Lieferungen könne man Schritt für Schritt die Pandemie überwinden. "Das alles wird Verunsicherung mit sich bringen", betonte Merkel. Doch Offenheit und Transparenz seien die beste Möglichkeit mit einer solchen Situation umzugehen. 

+++ Gesundheitsminister: Astrazeneca nur noch für über 60-Jährige +++

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll nach einem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern ab Mittwoch in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Unter 60-Jährige aus den Priorisierungsgruppen 1 und 2 sollen sich "nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung" weiterhin damit impfen lassen können, wie aus dem Beschluss von Dienstagabend hervorgeht. Zuvor hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) eine entsprechende Altersbeschränkung für Astrazeneca empfohlen. Grundlage seien derzeit verfügbare Daten zum Auftreten "seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen".

Diese seien vier bis 16 Tage nach der Impfung ganz überwiegend bei Personen im Alter unter 60 Jahren aufgetreten, teilte das beim Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelte Gremium mit. Dabei geht es um Auffälligkeiten mit Fällen von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen, die vor allem bei jüngeren Frauen gemeldet wurden. Die Stadt München hatte wie einige Bundesländer, Kommunen und Kliniken Impfungen mit Astrazeneca bereits für unter 60-Jährige ausgesetzt.

+++ Holetschek: Astrazeneca wird gebraucht +++

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), hat die Bedeutung des Astrazeneca-Impfstoffs für die weitere Impfkampagne betont. Gleichzeitig sagte Holetschek nach einer Videoschalte der Minister von Bund und Ländern am Dienstagabend: "Vorsicht ist das Gebot der Stunde." Deshalb habe man einstimmig und orientiert an einer neuen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) beschlossen, die Impfungen mit Astrazeneca vorerst für Menschen unter 60 auszusetzen.

"Die positive Botschaft ist: Der Impfstoff von Astrazeneca soll für die Menschen weiter verimpft werden, die das 60. Lebensjahr vollendet haben. Die Studien zeigen weiterhin, dass dies ein hochwirksamer Impfstoff ist, der gegen schwere Krankheitsverläufe wirkt", sagte der Minister. "Wir brauchen ihn, um angesichts der dritten Welle und gefährlicher Virusmutationen die Impfungen schnell voranzutreiben." Holetschek: "Wir müssen jetzt eine klare Linie vorgeben, um den Impfstoff von Astrazeneca weiter verwenden zu können." Deshalb sollten die Länder selbst entscheiden können, die Impf-Priorisierung bei Astrazeneca für die Menschen über 60 Jahren aufzuheben.

+++ Söder: Impfreihenfolge bei Astrazeneca komplett auflösen +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts der Turbulenzen um den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca vorgeschlagen, die Impfreihenfolge für das Vakzin komplett aufzulösen. "Irgendwann wird man bei Astrazeneca speziell mit sehr viel Freiheit operieren müssen und sagen müssen: Wer will und wer es sich traut quasi, der soll auch die Möglichkeit haben", sagte Söder am Dienstag in München. Astrazeneca funktioniere nicht so, wie die meisten gehofft hätten, sagte Söder. "Bei Astrazeneca ist ja jeden Tag irgendein neues Problem zu erwarten. Und das spürt man auch ehrlicherweise in der Wahrnehmung draußen", betonte er.

+++ Münchner Mediziner: Einschränken von Astrazeneca-Impfung richtig +++

Der Pandemiebeauftragte des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München, Christoph Spinner, sieht das vorläufige Aussetzen der Astrazeneca-Impfungen für unter 60-Jährige als nachvollziehbaren Schritt. Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ München: 87,3 % der gemeldeten Fälle "besorgniserregende Virusvariante" +++

Von den in den vergangenen zwei Wochen neu gemeldeten 2.753 Corona-Fällen in München liegt bei 2.034 Fällen ein eindeutiges vPCR-Ergebnis vor (Stand: 29. März). Dabei ergab sich für 1.776 Fälle - das sind 87,3 Prozent - ein Verdacht auf eine besorgniserregende Virusvariante (Variant of Concern, VOC).

Nach Angaben der Stadt liegen bislang insgesamt 3.787 positive VOC-Ergebnisse vor. Dabei wurden 3.174 Fälle als Variante B.1.1.7, neun Fälle als Variante B.1.351 sowie ein Fall als Variante P.1 bestätigt. Zur Bestimmung der südafrikanischen oder der brasilianischen Variante müsse eine Genomsequenzierung durchgeführt werden, zum Nachweis der britischen Variante sei der vPCR-Test ausreichend, teilt die Stadt mit.

+++ München setzt Impfungen mit Astrazeneca aus +++

München setzt die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca für Personen unter 60 Jahren vorsorglich aus – das teilte die Stadt am Dienstagnachmittag mit. Dies gilt so lange, bis "die Frage möglicher Impfkomplikationen für diese Personengruppe geklärt" sei. Sowohl das Impfzentrum als auch das ISAR Klinikum sind vom Impfstopp betroffen. Die Impfungen in den Alten- und Service-Zentren können fortgesetzt werden, teilte die Stadt mit.

Am Nachmittag zog der Landkreis München nach und sagte bereits vereinbarte Impftermine ab. Man wolle die Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern abwarten, teilte eine Sprecherin mit.

Zuvor gab bereits Berlin bekannt, die Impfungen mit dem Stoff von AstraZeneca vorerst auszusetzen. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) verwies dabei auf neue Daten über Nebenwirkungen. Sie bezeichnete dies als "Vorsichtsmaßnahme". Auch die Kliniken Charité und Vivantes in der Hauptstadt stoppten bis auf Weiteres die Impfungen mit Verweis auf Fälle von Hirnvenenthrombosen in Deutschland.

+++ Zu viele Einwohner: München wird keine Modellstadt! +++

München wird trotz Bewerbung keine Modellstadt für mögliche Öffnungen – das teilte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag zumindest indirekt mit. Für die Modellstudie würden demnach nur "große Kreisstädte und kreisfreie Städte mit bis zu 100.000 Einwohnern" in Frage kommen, sagte der Gesundheitsminister auf der Pressekonferenz nach dem bayerischen Impfgipfel. "Das wären aktuell 46 Städte in Bayern." München ist freilich nicht dabei, in der bayerischen Landeshauptstadt leben derzeit rund 1,5 Millionen Menschen.

Die Entscheidung über die Modellkommunen wurde zudem verschoben. Holetschek hatte zuletzt angekündigt, dass noch in dieser Woche eine Entscheidung erfolgen soll. Nun wurde sie auf nächste Woche Mittwoch verschoben – dann findet eine Sondersitzung des bayerischen Kabinetts statt.

Zuletzt hatte sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) noch optimistisch gezeigt, dass die Landeshauptstadt zur Modellkommune werden könnte.

+++ Söder informiert über Impffortschritt in Bayern +++

Bis Anfang Mai sollen nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 20 Prozent der bayerischen Bevölkerung eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten haben. Derzeit würden täglich rund 40.000 Impfdosen im Freistaat verabreicht. Um das Ziel zu erreichen, will Bayern sowohl die Notreserven weitgehend auflösen und bald schon rund um die Uhr impfen. "Es gibt keine Osterruhe fürs Impfen", sagte Söder.

Neben den Impfzentren, wo bis zu 70.000 Impfungen täglich möglich seien, würden von Mittwoch an auch die niedergelassenen Ärzte mitimpfen, sagte Söder am Dienstag in München nach einer Videoschalte unter anderem mit Vertretern von Hausärzten und Kommunen zur weiteren Impfstrategie. Begonnen werde zunächst mit 1.635 Praxen und 33.000 Dosen.

+++ Söder fordert einheitlichen Anti-Corona-Kurs +++

Angesichts schnell steigender Infektionszahlen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Bund und Länder zu einheitlichen, strikten Anti-Corona-Maßnahmen aufgerufen. Konkret forderte der CSU-Chef unter anderem, dass in Hotspots dringend die vereinbarte Notbremse auch mit Ausgangsbeschränkungen gerade über Ostern gelten müsse. Das Verschieben oder Erhöhen der Schwelle für die Notbremse bringe nichts, sondern hole jeden ein, sagte Söder am Dienstag in München. Er sei sich nicht sicher, ob jeder wirklich den Ernst der Lage verstanden habe.

Söder mahnte, es sei jetzt nicht die Zeit für Streit zwischen Bund und Ländern sowie für Eifersüchteleien um Kompetenzen. Es gehe nun allein um den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung. Bund und Länder müssten dabei "aus einem Geist heraus handeln".

+++ Dürfen Apotheken bald auch einzelne Selbsttests verkaufen? +++

Der Verkauf von einzelnen Corona-Selbsttests aus Großpackungen ist in Apotheken bisher nicht erlaubt. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält das für unpraktisch: "Ich werde die Regierungen anweisen, eine Vereinzelung der gelieferten Selbsttests durch die Apotheken zu dulden", teilte er am Dienstag in München mit. "Das ist wichtig, damit sich so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich solche Tests auf unkompliziertem Weg bei der Apotheke ihres Vertrauens kaufen können."

Nach Vorgabe des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte dürfen bisher Großpackungen von Selbsttests mit bis zu 100 Exemplaren in Apotheken nicht vereinzelt werden. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass einzelne Tests etwa ohne Gebrauchsanweisung verkauft werden.

+++ Sieben-Tage-Inzidenz steigt in Bayern weiter - München knapp unter 100 +++

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist auf 140,5 gestiegen. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen hervor. Bundesweit lag sie bei 135,2. Einzig die Stadt Ansbach liegt bayernweit noch unter der Marke 50 mit 47,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen. Den höchsten Wert meldete das RKI für den Landkreis Cham mit einer Inzidenz von 332.

Für München stagniert die Inzidenz seit mehreren Tagen, liegt aber laut RKI knapp unter 100 (97,4, Stand: 30.03., 3:09 Uhr). Welche Regeln gelten, wenn diese Grenze überschritten wird, lesen Sie hier.

+++ Flächendeckende Corona-Impfungen in Praxen erst nach Ostern +++

Erst nach Ostern werden Hausärzte in Bayern flächendeckend gegen das Coronavirus impfen können. Ab dem 7. April würden rund 8.500 Haus- und Fachärzte mit dem Impfen beginnen, kündigte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) vor dem Impfgipfel am Dienstag in München an.

Die Staatsregierung will mit Vertretern von Landkreistag, Städtetag, der Vereinigung bayerischer Wirtschaft und Hausärzten beraten, wie die Impfungen noch schneller möglich werden können.


Corona-News vom 29.03.2021

+++ Bayern bekommt 105.300 zusätzliche Biontech-Dosen +++

Bayern soll für seine Grenzgebiete zu Tschechien am Montag und Dienstag 105.300 zusätzliche Biontech-Impfdosen erhalten. Das berichtete der "Münchner Merkur" unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium. Auch Sachsen (93.600), das Saarland (81.900), Thüringen (35.100), Rheinland-Pfalz (23.400) und Sachsen-Anhalt (11.700) bekämen zusätzliche Dosen. "Gerade in unseren Grenzregionen breiten sich die Virusvarianten aus", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Zeitung. "So können die Länder schnell und effektiv die Impfquoten an der Grenze steigern."

+++ Musiker stellen Eilantrag +++

Mehr als 20 Musikerinnen und Musiker wollen mit einem Eilantrag die Öffnung der Bayerischen Staatsoper und der Philharmonie in München erreichen. Der Antrag sei am Montag beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gestellt worden, sagte eine Sprecherin der Initiative "Aufstehen für die Kunst" der Deutschen Presse-Agentur in München.

Die Künstler richten sich gegen die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Das darin geregelte pauschale Konzert- und Aufführungsverbot sowie die generellen Schließungen von Theatern, Opern und Konzerthäusern verstoßen ihrer Ansicht nach gegen die im Grundgesetz garantierte Kunstfreiheit.

Unterstützer sind unter anderem die Stargeigerin Anne-Sophie Mutter und der Bariton Christian Gerhaher. Ihrer Ansicht nach wird die Kultur etwa gegenüber dem Einzelhandel oder den Kirchen zu Unrecht benachteiligt. Auch Friseure seien geöffnet worden. Dabei sei das Risiko in Theatern angesichts der guten Belüftungssysteme und Hygienekonzepte minimal.

+++ Mehr Tote in Bayern während der Corona-Wellen +++

 Die Corona-Pandemie hat die Sterbezahlen in Bayern phasenweise deutlich in die Höhe getrieben. Nach einer Sonderauswertung des Statistischen Landesamtes starben im Jahr 2020 in Bayern 145.456 Menschen. Im Vorjahr waren es 133.940, im Mittel der Jahre 2016 bis 2019 nur 132.690. Aus den wöchentlich erhobenen Zahlen geht hervor, dass in den ersten zehn Monaten des Jahres keine signifikante Steigerung zu erkennen war. In den letzten etwa zehn Wochen des Jahres - auf dem Höhepunkt der zweiten Pandemie-Welle - wurden aber erhebliche höhere Sterbezahlen gemeldet. Die Statistiker sprechen jedoch noch nicht von einer signifikanten Übersterblichkeit in Bayern.

So seien etwa im April 2020 - als die erste Corona-Welle voll zugeschlagen hatte - die Sterbezahlen bayernweit um 21 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 gewesen. Im November 2020 - zu Beginn der zweiten Corona-Welle - lag die Sterbefallzahl um zwölf Prozent, im Dezember 2020 sogar um 35 Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ LMU sucht Studienteilnehmer +++

Die Ludwig-Maximilians-Universität sucht Studienteilnehmer für eine sogenannte "SmartWatch-Studie". Wer Risikofaktoren für einen schweren Verlauf hat und akut infiziert ist, kann sich melden und teilnehmen. In der COVID SMART Studie überwachen Privatdozent Dr. Moritz Sinner vom LMU Klinikum München und sein Team mit einer speziellen Smartwatch die Vitalwerte von Risikopatienten in häuslicher Quarantäne. Die Wissenschaftler wollen herausfinden, ob sich mit so einer Uhr der richtige Zeitpunkt für eine Krankenhauseinweisung ermitteln lässt bzw. diese auch vermieden werden kann.

An der Studie können Personen ab 18 Jahren aus München und Umgebung teilnehmen, die akut mit Corona infiziert sind und mindestens einen Risikofaktor für einen schweren Verlauf haben. Dazu gehören: Rauchen, Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Diabetes, Übergewicht, Herzschwäche und Vorhofflimmern. Die Hälfte der Teilnehmer bekommt eine Smartwatch und bekommt Zugang zur Studienhotline und kann dort Tag und Nacht anrufen, die andere Hälfte wird durch den Hausarzt versorgt. Mehr Informationen gibt es hier.

+++ Epidemiologin erwartet mehr schwere Corona-Fälle bei Jüngeren +++

Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, Eva Grill, erwartet bei wachsenden Corona-Zahlen mehr schwere Krankheitsverläufe bei jüngeren Menschen. "Das Problem ist, dass bei einem weiteren Ansteigen der Fallzahlen auch der Anteil der Virusvariante B.1.1.7 weiter ansteigen wird", sagte Grill der Deutschen Presse-Agentur. Die zuerst in Großbritannien entdeckte Mutante sei sowohl deutlich ansteckender als auch gefährlicher, "da sie wohl mit schwereren Krankheitsverläufen einhergeht".

+++ Söder appelliert an Länder, nächtliche Ausgangssperre einzuführen +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat im Kampf gegen das Coronavirus für mehr Kompetenzen in Bundeshand geworben. Er habe schon immer gesagt: "Ich hätte mir mehr Kompetenzen des Bundes über das Infektionsschutzgesetz vorstellen können, das die Länder auch zu klaren Regeln zwingt. Ich bin da sehr dafür und offen", sagte der CSU-Chef in den ARD-Tagesthemen.

Dabei machte Söder auch seinen Unmut über die Corona-Politik in anderen Bundesländern deutlich. Er kritisierte, dass derzeit in einigen Bundesländern viele der Maßnahmen, die man schon beschlossen habe, nicht umgesetzt würden. Viele wendeten die beschlossene Notbremse nicht an oder täten sich schwer in der Umsetzung. Er habe "kein gutes Gefühl dabei".

Söder appellierte an die anderen Länder, eine nächtliche Ausgangssperre einzuführen - vor allem über die Osterfeiertage. Dies sei rechtlich bundesweit nicht durchsetzbar, sagte Söder. Aber: "Wenn die Kanzlerin die Initiative ergreifen würde, eine Initiative auf nationaler Ebene, Recht zu ändern und klare Vorgaben zu machen, hätte sie meine Unterstützung."


Corona-News vom 28.03.2021

+++ Merkel mahnt zu Umsetzung der Notbremse +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel übt massiven Druck auf die Länder aus, um diese angesichts der dritten Corona-Welle zum Umsetzen der Notbremse und noch schärferer Maßnahmen zu bewegen. Dabei nannte sie am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will" ausdrücklich auch Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen: "Ausgangsbeschränkungen können ein ganz wirksames Mittel sein." Merkel sprach sich gegen eine vorgezogene neue Ministerpräsidentenkonferenz aus, betonte aber, sie werde nicht zuschauen, bis es 100.000 Neuinfektionen am Tag gebe. Allen von den Ländern geplanten Lockerungen, auch sogenannten Modellprojekten, erteilte sie eine klare Absage.

+++ Holetschek: Nicht in den Uraub fahren +++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat an die Bürger appelliert, derzeit nicht in den Urlaub zu fahren. "Das Virus kennt keine Landesgrenzen und keine Osterferien", sagte der CSU-Politiker. Wer dennoch reise, solle sich testen lassen - schon bevor ab Dienstag die Corona-Testpflicht vor der Einreise per Flugzeug gilt. "An den drei bayerischen Flughäfen in München, Nürnberg und Memmingen gibt es ausreichend kostenlose Testmöglichkeiten bei der Ankunft", sagte Holetschek.

+++ Nach Neueinstufung durch RKI: Grenzkontrollen gehen weiter +++

Die Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und Tirol sind am Sonntagmorgen trotz veränderter Risikoeinstufung durch das Robert Koch-Institut weitergegangen. Das RKI hatte am Freitag bekanntgeben, mit Wirkung zum Sonntag 0.00 Uhr Tschechien und Tirol nicht mehr als Virusvariantengebiete einzustufen sondern nur noch als Hochinzidenz- beziehungsweise "normales" Risikogebiet.

+++ Sieben-Tage-Inzidenz in allen bayerischen Kreisen über 50 +++

In Bayern liegt die Inzidenz jetzt in allen Landkreisen und kreisfreien Städten über 50. Die höchsten Werte gab es im Stadtkreis Hof mit 353,5 und dem Landkreis Cham mit 322,7. Die bayernweite Inzidenz lag bei 135,8. Inzwischen liegen 70 Kreise über der Marke von 100, nur noch 26 befinden sich darunter.

+++ Münchner Inzidenz liegt bei knapp 100 +++

Das RKI meldet in der Nacht auf Sonntag für München einen Inzidenz-Wert von 98,8 (Vortage: 92,2 und 89,6). Sollte der Grenzwert von 100 ab Montag überschritten werden, könnte die "Notbremse" in Kraft treten. Dann gelten erneute Einschränkungen und nach drei Tagen die nächtliche Ausgangssperre. Oder wird München zur Modellregion und es kommt zu Öffnungsschritten?

Lesen Sie auch

Corona-News vom 27.03.2021

+++ Falscher Arzt im Rosenheimer Impfzentrum - Verdächtiger in U-Haft +++

Ein Mann soll ohne Zulassung als Arzt im Rosenheimer Impfzentrum tätig gewesen sein. Seine Approbation habe der 49-Jährige möglicherweise gefälscht, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstag. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Die Kriminalpolizei Rosenheim und die Staatsanwaltschaft Traunstein ermitteln nach einer Anzeige der Betreiber des Impfzentrums. Bei Durchsuchungen mehrerer Objekte wurden dem Sprecher zufolge am Freitag Dokumente sichergestellt. Der Mann aus dem Landkreis München wurde festgenommen. Der Ermittlungsrichter ordnete am Samstagnachmittag Untersuchungshaft wegen der Vorwürfe der Urkundenfälschung und des Betrugs an.

Ob der Verdächtige selbst Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht hat, wird noch ermittelt. Mögliche Folgen für in Rosenheim Geimpfte waren laut dem Sprecher zunächst nicht bekannt. "Es hat sich niemand gemeldet, der gesundheitliche Probleme gehabt hätte."

+++ Offener Brief: Grenzregion fordert mehr Fingerspitzengefühl +++

Mehrere bayerische Bürgermeister und die Präsidentin des Tiroler Landtags haben in einem offenen Brief den künftigen Verzicht auf "strenge Grenzmaßnahmen zwischen Tirol und Bayern" gefordert. In dem Schreiben an Bundesinnenminister Horst Seehofer und den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (beide CSU), betonten sie, dass die wegen der Corona-Krise erlassenen Regelungen "eine riesige Belastung für unsere Grenzregion und darüber hinaus" gewesen seien.

Unterzeichnet haben neben der Präsidentin des Tiroler Landtags die Bürgermeister von Mittenwald, Garmisch-Partenkirchen, Füssen und Pfronten. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk über den Brief berichtet.

+++ Einreise aus Tirol und Tschechien: Regeln nicht sofort locker +++

Viele Einreisende aus Tschechien und Tirol müssen auch nach Wegfall der Einstufung als Virusvariantengebiet in der Nacht zum Sonntag noch verschärfte Quarantäne-, Test- und Anmeldepflichten erfüllen. Entscheidend sei, ob man sich in den vergangenen zehn Tagen in einem Virusvariantengebiet aufgehalten habe, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Dies gelte auch, wenn das Gebiet zwischenzeitlich zurückgestuft worden sei, wie dies für Tschechien und Tirol mit Wirkung ab Sonntag 0.00 Uhr gilt. Bei Einreisenden, die in den vergangenen 10 Tagen in einem Virusvariantengebiet waren, ist die Quarantäne mit 14 Tagen länger. Zudem können sie sich nicht fünf Tage nach Einreise freitesten.

+++ Besucherregeln in Alten- und Pflegeheimen gelockert +++

Bewohner von Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen in Bayern können seit Samstag wieder mehr Besuch empfangen. Die Beschränkung auf eine Person pro Tag fällt weg, wie aus der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hervorgeht. Der Schritt wird damit begründet, dass in den Einrichtungen bereits sehr viele Menschen geimpft sind. Besucher müssen weiter einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Dies ist nun aber auch mit einem Selbsttest unter Aufsicht in der Einrichtung möglich.

+++ Anonyme Alkoholiker spüren mehr Nachfrage +++

In Zeiten der Pandemie haben auch die Anonymen Alkoholiker (AA) ihre Treffen teilweise in das Internet verlegt. Das senkt die Hemmschwelle, sich zu beteiligen, wie ein Sprecher der bundesweit agierenden Selbsthilfegruppe sagt. Zwar gebe es keine konkreten Zahlen, weil keine Mitgliederlisten geführt werden, jedoch sei ein Zulauf spürbar. Insbesondere mehr junge Menschen nähmen an den Online-Treffen teil.


Corona-News vom 26.03.2021

+++ Keine Reisebeschränkung für Tirol +++

Österreichische Spitzenpolitiker gehen davon aus, dass die deutsche Regierung die Einreisebeschränkung für Tirol aufhebt. Ich freue mich, das"s das Ende der Kontrollen nun offiziell ist", schrieb Kanzler Sebastian Kurz in einer Stellungnahme, nachdem das Robert Koch-Institut (RKI) Tirol am Freitag von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen hatte.

Die Beschränkung des Grenzverkehrs zwischen Tirol und Bayern seit Mitte Februar sei "eine enorme Belastung und für uns so nicht hinnehmbar" gewesen, sagte Tirols Landeschef Günther Platter. "Nach intensiven Gesprächen in den letzten Tagen konnten wir Deutschland endlich davon überzeugen, die unverhältnismäßigen Grenzkontrollen zu beenden," erklärte er.

+++ Handel: Viele Geschäfte bedroht +++

Durch die sich hinziehenden Einschränkungen im Einzelhandel sieht der Handelsverband Bayern sehr viel mehr Geschäfte in ihrer Existenz gefährdet. Inzwischen geht der Verband von bis zu 19.000 bedrohten Betrieben aus, wie er am Freitag mitteilte. Die Zahl der nach Ansicht von Geschäftsführer Bernd Ohlmann auf der Kippe stehenden Jobs verdoppelt sich auf 50.000.

"Wir befürchten eine große Pleitewelle im Handel, denn die groß angekündigten staatlichen Hilfszahlungen kommen bislang nur schleppend und spärlich an", sagte Hauptgeschäftsführer Wolfgang Puff. Viele Geschäfte hätten seit dem 16. Dezember nicht mehr öffnen dürfen, sagte Puff. Seither geht er von Umsatzverlusten von rund 6 Milliarden Euro im bayerischen Einzelhandel aus. Puff erneuerte daher die Forderung des Handelsverbands nach Öffnungen.

+++ 73 bayerische Städte haben sich als Modellregionen beworben +++

Nach Angaben von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) haben sich bislang 73 Städte in Bayern als Modellregion für vorsichtige Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen etwa in Handel oder Kultur beworben. Die Auswahl der Modellstädte soll in der kommenden Woche getroffen werden.

Dabei spielten Standortfaktoren, das aktuelle Infektionsgeschehen, aber auch Testkonzepte und die Einbindung digitaler Lösungen eine Rolle, erläuterte Holetschek am Freitag. Die Modellprojekte sollen nach seinen Worten zeigen, "wie eine kontrollierte Öffnung bestimmter Lebensbereiche unter Pandemie-Bedingungen möglich ist".

+++ Einreise aus Tirol und Tschechien könnte leichter werden +++

Einreisen aus Tschechien und Tirol könnten demnächst wieder leichter werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sie am Freitag von seiner Liste der Virusvariantengebiete gestrichen. Damit fällt die Grundlage für einen wesentlichen Teil der Einreisebeschränkungen weg.

Derzeit gibt es noch Grenzkontrollen an den Grenzen zu Tirol und Tschechien. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass sie nun zumindest an der Grenze zu Tirol aufgehoben werden, das ab Sonntag nur noch "normales" Risikogebiet ist. Tschechien bleibt dagegen Hochinzidenzgebiet mit Werten über 200.

+++ Kreise: Bayerischer Corona-Impfgipfel am kommenden Dienstag +++

In der kommenden Woche soll es in Bayern einen Corona-Impfgipfel geben. Das hat Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder am Freitag nach Angaben von Sitzungsteilnehmern in einer Schalte des CSU-Vorstands angekündigt. Demnach will die Staatsregierung am Dienstag mit Vertretern von Landkreistag, Städtetag, der Vereinigung bayerischer Wirtschaft und Hausärzten beraten, wie die Impfungen gegen das Coronavirus schneller möglich werden.

+++ Inzidenz in München: Nächste Woche über der 100er-Marke? +++

Die Inzidenz in München steigt weiter: Nachdem der Wert am Vortag noch bei 84,4 lag, beträgt er dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge nun 89,6 (Stand: 26.03., 03.08 Uhr). Möglicherweise könnte in der kommenden Woche der Grenzwert von 100 überschritten werden. Laut Bund-Länder-Beschluss würde dann die "Notbremse" und mit ihr erneute Einschränkungen in Kraft treten.


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