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Corona-News: Falsche Inzidenzwerte - RKI bestätigt Datenpanne

Das Coronavirus grassiert weiter in Bayern und Deutschland. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.
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Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, sorgt in München, Bayern und Deutschland seit Monaten für drastische Maßnahmen. In unserem Newsblog informieren wir Sie über die aktuellen Corona-Entwicklungen in München und Bayern.


Corona-News vom 26.02.2021

+++ Falsche Inzidenzwerte: RKI bestätigt Datenpanne +++

Die Daten haben am Vormittag für einige Verwirrung gesorgt: Das Covid-19-Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI) wies am Donnerstagmorgen falsche Zahlen aus. Die 7-Tage-Inzidenzen auf Landkreisebene waren doppelt so hoch angegeben, bei Kreisen und Städten bestand eine Differenz um den Faktor 2. Inzwischen ist der Fehler behoben, und die Übersicht zeigt die korrekten Zahlen für Donnerstag. Das RKI bestätigte den Fehler und wies auch auf seiner Website darauf hin.

+++ Kostenlose Selbsttests für Schulen und Kitas +++

Lehrkräfte, Kita-Personal sowie ältere Schüler und Schülerinnen in Bayern können sich schon von der kommenden Woche an regelmäßig selbst auf das Coronavirus testen - und zwar kostenlos. 1,3 Millionen Selbsttests würden nächste Woche an die Schulen und Kitas in Bayern geliefert, teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag mit.

"Ab März können sich insgesamt rund 350.000 Lehrkräfte, Betreuerinnen und Betreuer sowie weiteres Personal zwei Mal pro Woche selbst testen - kostenlos und freiwillig", sagte Holetschek. Zudem sollen sich auch ältere Schülerinnen und Schüler selbst testen können. "Die Jugendlichen ab 15 Jahren können weitere mehr als 600.000 Selbsttests nutzen, um sich einmal pro Woche zu testen", sagte der Minister.

+++ Handel scheitert mit Eilantrag gegen Schließungen +++

Der bayerische Einzelhandel ist mit einem Eilantrag gegen die Schließung von Geschäften gescheitert. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte am Donnerstag den Eilantrag eines Modehändlers ab, wie er am Freitag bestätigte. Der Normenkontrollantrag war vom Handelsverband Bayern unterstützt worden, der seine Mitglieder Mitte Februar zu Klagen gegen die Schließungen aufgefordert hatten.

Der Modehändler hatte in seinem Antrag unter anderem eine Ungleichbehandlung des Textilhandels gegenüber anderen Betrieben wie Lebensmittelhandel, Sanitätshäusern, Waschsalons und Friseuren kritisiert, die offen sind oder bald öffnen dürfen. Die Regeln seien unverhältnismäßig. Der Verwaltungsgerichtshof sah dies anders: Die Ungleichbehandlung verschiedener Betriebe sei "nicht sachwidrig", heißt es in der Entscheidung. 

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+++ München-Inzidenz sinkt leicht +++

In München liegt der Inzidenzwert weiterhin unter 35. Nach Angaben des Robert Koch-Institut (RKI) ist die München-Inzidenz auf 32,9 (Stand 25.02, 23.59 Uhr) gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 34,4.

+++ Söder warnt vor "Blindflug" bei Lockerungen +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mahnt vor den Bund-Länder-Beratungen zur Vorsicht bei möglichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen. "Wir wollen schrittweise öffnen, aber mit Vernunft und Vorsicht. Wir dürfen angesichts der Mutation keinen Blindflug starten", sagte Söder dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). "Die Politik darf jetzt nicht die Nerven verlieren. Öffnen ja, aber klug und umsichtig", betonte der CSU-Chef.

Mit Blick auf Stufenpläne aus mehreren Bundesländern mahnte Söder ebenfalls zur Vorsicht. "Bei einem Stufenplan muss man aufpassen, dass am Ende nicht ein Datum alle nächsten Schritte bestimmt", sagte der Ministerpräsident. Am Ende müsse auch möglich sein, Öffnungsschritte zurückzunehmen. Zentrales Steuerungsinstrument sollten aus Sicht Söders die Inzidenzzahlen sein. "Eine intelligente Öffnungsmatrix sollte sich an den Zahlen von 35 und 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen orientieren." 


Corona-News vom 25.02.2021

+++ Söder regt neue Priorisierung für Astrazeneca an +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht angesichts der Zurückhaltung gegenüber dem Astrazeneca-Impfstoff Handlungsbedarf. "Wenn es so weitergeht, werden wir auf einem Berg von Astrazeneca-Impfdosen sitzenbleiben. Das kann niemand wollen bei einem Impfstoff, der gut schützt", sagte der CSU-Vorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Natürlich sei es jetzt gut, Lehrer, Erzieher und die Polizei vorzeitig zu impfen. Aber es gebe unzählige Menschen, die sich impfen lassen wollten, jedoch noch lange nicht dran seien. "Sollte sich der Trend bei Astrazeneca fortsetzen, hat es keinen Sinn, dafür ständige neue Priorisierungen vorzunehmen. Sinnvoll wäre es dann, Astrazeneca gleich über die Ärzteschaft zu verimpfen. Denn wir sollten so rasch wie möglich alles verimpfen, was geht", sagte Söder.

+++ Weniger Besucher in München: NGG fordert Plan für März +++

Nur drei Millionen Gäste haben 2020 München besucht – 66 Prozent weniger als im Vorjahr. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich auf Zahlen des Statistischen Landesamts. Die Zahl der Übernachtungen sank demnach um 62 Prozent auf sieben Millionen.

"Das Gastgewerbe erlebt eine historisch einmalige Krise, die auch die Beschäftigten mit voller Wucht trifft. Jetzt müssen Bund und Länder endlich einen Plan vorlegen, wie es im März weitergehen soll", sagt Tim Lünnemann, Geschäftsführer der NGG-Region München. "Wenn die Politik jetzt keine Öffnungsperspektive bietet, droht vielen Betrieben das Aus und den Beschäftigten Arbeitslosigkeit." Auch für die Zulieferfirmen müsse es Planbarkeit geben.

+++ Bayerische Impfkommission nimmt Arbeit auf +++

Eine Impfkommission zur Bewertung von Einzel- und Härtefällen in der Corona-Pandemie hat am Donnerstag in Bayern ihre Arbeit aufgenommen. Ab kommenden Montag (1. März) könnten Bürger Anträge auf Einzelfallprüfung einreichen, teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) mit. "Die Impfkommission schließt eine Lücke in der Impfstrategie", sagte Holetschek. "Wir schauen uns auch individuelle Schicksale von Menschen mit seltenen Krankheiten genau an, um für eine schnellstmögliche, gerechte Verteilung der Impfstoffe zu sorgen", sagte der Minister.

Entscheidungen etwa zum Vorziehen einzelner Impfkandidaten soll künftig ein Expertengremium mit fünf Mitgliedern und unter Vorsitz des ehemaligen Leiters des Klinikums der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, Professor Karl-Walter Jauch, fällen. Ebenfalls der Kommission angehören sollen: Christian Bogdan von der Ständigen Impfkommission(Stiko), Jörg Schelling von der bayerischen Landesärztekammer, die Vorsitzende des Bayerischen Ethikrates, Susanne Breit-Keßler, sowie die ehemalige Präsidentin des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes, Edda Huther.

+++ Klausuranforderungen gesenkt +++

Wegen der Corona-Krise müssen die Schüler der elften Klassen in Bayern in diesem Schuljahr pro Fach nur eine Klausur schreiben. "Wir sichern trotz Corona die hohe Qualität des bayerischen Abiturs und Fachabiturs. Wichtig ist mir aber auch, dass wir eine Ballung von Schulaufgaben und Klausuren in den Präsenzphasen vermeiden", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag in München. Dies sei auch deswegen notwendig, weil sich die 11. Klassen an Gymnasien und Fachoberschulen derzeit noch vollständig im Distanzunterricht befänden.  Bei den Schulaufgaben sieht die Neuregelung vor, dass im gesamten Schuljahr eine Klausur pro Fach geschrieben werden muss. Wenn im ersten Halbjahr bereits eine Schulaufgabe geschrieben wurde, muss im zweiten Halbjahr keine weitere mehr erbracht werden. Die im gesamten Schuljahr 2020/21 erbrachten Leistungen können als Ergebnis für das erste wie für das zweite Schulhalbjahr gewertet werden.

Auch für die 12. und 13. Klasse der Beruflichen Oberschulen seien nun auch die Vorgaben für die sogenannten sonstigen Leistungsnachweise angepasst worden. Hier seien coronabedingt in Ausnahmefällen auch etwa nur zwei rein mündliche Leistungsnachweise pro Halbjahr ausreichend. "Trotz Corona wird es ein faires und qualitativ hochwertiges Abitur bzw. Fachabitur geben", sagte Piazolo.

+++ Jedem vierten Salon in Bayern droht Schließung+++

Die coronabedingte Schließung ist für viele selbstständige Friseure existenzgefährdend. "Wir befürchten, dass im Laufe des Jahres jeder vierte Friseursalon in Bayern schließen muss", sagte Landesinnungsmeister Christian Kaiser. "Die staatlichen Hilfen sind leider nach wie vor nicht passgenau für das Friseur-Handwerk und werden außerdem für viele Betriebe zu spät kommen." Einige Friseure warten dem Verband zufolge noch immer auf das Kurzarbeitergeld vom Dezember und Januar und wüssten nicht, wie sie ihren Mitarbeitern das Februar-Gehalt zahlen sollen.

Die erhöhten Schutz- und Hygieneauflagen für die Wiedereröffnung zwängen Friseure dazu, ihre Preise neu zu kalkulieren, sagte Kaiser. Kunden müssen ab Montag also vereinzelt mit einer Preissteigerung rechnen.

+++ Söder: Müssen über "Sonderoptionen" für Geimpfte reden +++

Ministerpräsident Söder zeigt sich offen für Vorteile für gegen Corona geimpfte Menschen. Man müsse auf Dauer über "Sonderoptionen" für Geimpfte sprechen, sagte er am Mittwochabend im BR. Aktuell sei es dafür aber noch zu früh, weil noch zu wenige Menschen geimpft seien. "Es kann auf Dauer nicht so sein, dass, wenn sich wahnsinnig viele Leute impfen lassen - andere nicht - für die, die sich nicht impfen lassen, alle andern ein Stück weit dieselben Einschränkungen haben."

+++ Trotz Lockdowns und Mutanten: Konsumstimmung hellt sich auf +++

Das Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK ermittelte in ihrer neuesten Konsumstudie Verbesserungen bei der Kauflust. Auch die Einkommenserwartung der Deutschen hat nach Rückgängen in vier Monaten in Folge im Februar wieder zugelegt. "Eine nachhaltige Erholung der Anschaffungsneigung und damit auch des Konsumklimas wird es erst dann geben, wenn der harte Lockdown beendet wird und Geschäfte sowie Hotels und Restaurants wieder öffnen", warnte der GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

+++  Aiwanger kritisiert Bundesregierung vor Brauerei-Gipfel +++

Vor dem bayerischen Brauerei-Gipfel hat Aiwanger mangelnde Hilfen für Bayerns Brauereigaststätten gefordert. "Der Bund will sich hier bislang nicht bewegen, vor allem der Finanzminister", sagte der Wirtschaftsminister zur dpa.

Außerdem forderte er Erstattungen für Fassbier, das wegen der Corona-Einschränkungen nicht verkauft werden könne. "Wegen der Pandemie dürfen jetzt nicht unsere gesunden mittelständischen Strukturen kaputtgemacht werden." Zuletzt mussten immer mehr Brauereien Bier, das sich nicht verkaufen ließ oder abgelaufen war, wegschütten.

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+++ Nicht einmal halb so viel Umsatz in Bayerns 58 Jugendherbergen +++

385.000 Menschen blieben nach Angaben des Bayerische Jugendherbergswerks im Jahr 2020 in den bayerischen Jugendherbergen über Nacht. Im Vorjahr waren es noch über eine Million Übernachtungen (ein Minus von 61 Prozent). Vor allem die Schulklassen blieben demnach weg. Der Umsatz ging laut Verband in demselben Zeitraum von mehr als 43 Millionen auf 18 Millionen zurück.


Corona-News vom 24.02.2021

+++ Selbsttests für Schulen und Kitas wohl nächste Woche +++

Nach ersten Sonderzulassungen für Corona-Tests zur Eigenanwendung durch Laien sollen die ersten Selbsttests in Bayern voraussichtlich kommende Woche an Schulen und Kitas ausgeliefert werden. Das kündigte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch am Rande einer Landtagssitzung in München an. Insgesamt sollen nach Angaben Holetscheks in Bayern am Ende 8,6 Millionen Selbsttests pro Monat zur Verfügung stehen. Neben älteren Verträgen wurden demnach zuletzt noch einmal 5,3 Millionen Selbsttests pro Monat zusätzlich geordert.

+++ Bayern gründet eigene Impfkommission +++

Der Freistaat Bayern gründet im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine eigene Impfkommission. Sie soll an diesem Donnerstag (16.00 Uhr) zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkommen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Sinn der Impfkommission sei unter anderem, Einzelfallentscheidungen bei der Impfpriorisierung treffen zu können.

Bürgerinnen und Bürger mit seltenen Erkrankungen könnten jetzt prüfen lassen, wann sie die Corona-Impfung bekommen können, so Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Der Freistaat schließe damit eine Definitionslücke in der Impfverordnung des Bundes, wo nicht jede seltene Erkrankung namentlich erwähnt sei.

+++ Aiwanger fordert Öffnungen im Handel auch bei höheren Corona-Zahlen +++

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat Öffnungen im Handel auch in Regionen mit höheren Corona-Zahlen gefordert. Man müsse auch in Gebieten mit höheren Inzidenzen Möglichkeiten für den Handeln eröffnen - und wenn es am Ende über Schnelltests gehe, wenn auch nicht für jeden Kunden. "Wir brauchen auch für diese Regionen Perspektive", so Aiwanger.

Er setzt sich damit erneut in einem Punkt von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ab. Dieser hatte zuletzt regionale Öffnungen unter anderem im Handel lediglich für Regionen mit stabil niedrigen Corona-Zahlen in Aussicht gestellt.

+++ Selbsttests für Schulen und Kitas wohl nächste Woche +++

Nach ersten Sonderzulassungen für Corona-Tests zur Eigenanwendung durch Laien sollen die ersten Selbsttests in Bayern voraussichtlich kommende Woche an Schulen und Kitas ausgeliefert werden. Das kündigte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch am Rande einer Landtagssitzung in München an. Insgesamt sollen nach Angaben Holetscheks in Bayern am Ende 8,6 Millionen Selbsttests pro Monat zur Verfügung stehen. Neben älteren Verträgen wurden demnach zuletzt noch einmal 5,3 Millionen Selbsttests pro Monat zusätzlich geordert.

"Alpen-Sylt Nachtexpress" fährt zu Pfingsten wieder

Der Nachtzug von Sylt in die Alpen nimmt wieder Fahrt auf. Vom 20. Mai bis zum 7. November können Reisende wieder donnerstags und samstags mit dem Alpen-Sylt Nachtexpress von Westerland bis nach Salzburg fahren. Reisende aus dem Süden können in umgekehrter Richtung freitags und sonntags Küsten und Inseln in Norddeutschland erreichen.

An Bord gilt wegen der Corona-Epidemie ein konsequentes Hygienekonzept. In das gebuchte Abteil steigen über die gesamte Strecke hinweg keine fremden Dritten zu. Deshalb muss darin unterwegs keine Maske getragen werden, wie der Betreiber RDC Autozug Sylt GmbH mitteilte. Maskenpflicht besteht beim Ein- und Ausstieg, auf den Gängen oder bei Mitfahrt im öffentlichen Sitzplatzwagen.

+++ Spahn stellt Menschen mehr Freiheit durch Corona-Tests in Aussicht+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat der Bevölkerung im Corona-Lockdown wieder mehr Freiheit durch eine Ausweitung der Tests in Aussicht gestellt. Schell- und Selbsttests würden Schritt für Schritt helfen, "ein Stück mehr Freiheit wieder zu haben", sagte Spahn am Mittwoch im Bundestag in Berlin. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Selbsttests erteilt, die man auch ohne Schulung zu Hause machen kann. Schnelltests, die geschultes Personal durchführen muss, sollen voraussichtlich in rund zwei Wochen etwa in Apotheken kostenlos gemacht werden können. Laien-Selbsttests seien geeignet, wenn jemand für sich Sicherheit haben wolle. Sie könnten perspektivisch aber auch dazu dienen, wieder Besuche von Theatern oder anderen Veranstaltungen zu ermöglichen. "Das ist die Perspektive."

+++ Spahn: Inzidenz von null nicht erreichbar +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) glaubt nicht daran, dass das Coronavirus jemals komplett verschwinden wird. Eine Inzidenz von null werde es auf Dauer nicht geben können, außer man ziehe eine Mauer um das Land, sagte der CDU-Politiker. "Wenn wir uns alle einschließen, dann sind wir vielleicht irgendwann bei einer Inzidenz null". Das sei allerdings auch kein Leben. Vielmehr gehe es darum, die richtige Balance zwischen bestmöglichem Infektionsschutz und Leben und Freiheit zu finden. "Gesundheitsschutz stärker gewichtet als andere Aspekte, aber nicht absolut", sagte Spahn.

+++ Söder will Impfreihenfolge anpassen +++

Da momentan von dem AstraZeneca-Impfstoff offenbar große Mengen übrig bleiben, plädiert Markus Söder darauf, die Impfreihenfolge dringend anzupassen. In einem Online-Interview der "Bild" mit Kindern sagte der Ministerpräsident: "Wir müssen diese Impfpriorität noch mal echt klug wägen. Ehrlich gesagt, schon in den nächsten Wochen, wenn man sieht, wie viel da übrig bleibt von AstraZeneca." Und: "Es ist ja echt absurd, dass wir Impfstoff haben, den keiner will." 

In dem Gespräch betonte er außerdem, dass ein zusätzlicher Impfstoff für Kinder und Jugendliche sein "größter Wunsch" sei. Dann könne man die Schulen durchimpfen und viele Beschränkungen für die Jüngeren würden wegfallen.

+++ Altenpflegerinnen am häufigsten an Corona erkrankt +++

Pflegekräfte in Altenheimen erkranken so häufig am Corona-Virus wie keine andere Berufsgruppe in Bayern. 11,1 von je 1.000 in der Altenpflege tätige Versicherte seien im vierten Quartal des vergangenen Jahres wegen Covid-19 krankgeschrieben gewesen, teilte die Krankenkasse Barmer mit.

Nachdem die Gesundheitsbelastung der Beschäftigten in Pflegeheimen ohnehin hoch ist, sind diese häufiger und länger krankgeschrieben als andere Berufsgruppen: Mit durchschnittlich 25,5 Ausfalltagen führen sie nach den jüngsten Daten von 2019 das Ranking der Berufsgruppen in Bayern an. Dies geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Barmer Pflege-Report 2020 hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag.

+++ München-Inzidenz steigt leicht +++

In München liegt der Inzidenzwert weiterhin unter 35. Nach Angaben des Robert-Koch-Institut (RKI) ist die München-Inzidenz auf 34,8 (Stand 23.02, 23.59 Uhr) gestiegen. Am Vortag lag der Wert bei 31,6.


Corona-News vom 23.02.2021

+++ Virus-Mutationen breiten sich in München aus +++

In München breitet sich die britische und südafrikanische Virus-Mutation immer weiter aus. Laut städtischem Gesundheitsamt liegt von den seit 5. Februar insgesamt neu gemeldeten 1.365 Fällen bei 558 Fällen ein vPCR-Ergebnis vor (Stand: 22.2.). Dabei ergab sich für 235 Fälle (42,1 % der bekannten vPCRs) ein Verdacht auf eine besorgniserregende Virusvariante (Variant of concern, VOC). Davon wiederum wurden 163 Fälle als britische Variante (B.1.1.7) bestätigt. Zur Bestimmung der südafrikanischen (B.1.351) oder der brasilianischen Variante (P.1) muss eine Genomsequenzierung durchgeführt werden.

+++ Kritik aus Baden-Württemberg +++

Dass die Bayern die Baumärkte ab Montag wieder öffnen, sorgt für Unmut im benachbarten Baden-Württemberg. Man sei irritiert angesichts der Kehrtwende des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet am Dienstag der dpa in Stuttgart. "Bisher war er immer der harte Hund, jetzt fängt er an, eine Sache nach der anderen Sache zu öffnen", sagte Hoogvliet. "Ich weiß nicht, was das soll."

In Baden-Württemberg sei eine reguläre Öffnung der Baumärkte nicht vorgesehen. Es habe keine Abstimmung Bayerns dazu gegeben, sagte der Sprecher auch mit Blick auf Shoppingtouristen, die nun möglicherweise über die Landesgrenze fahren. Auch verstehe man nicht, warum Söder damit nicht auf die Ministerpräsidentenkonferenz kommende Woche gewartet habe. Man nehme den Beschluss zur Kenntnis.

+++ Öffnungsstrategie: Merkel wird konkreter+++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Vorstellungen für vorsichtige Öffnungsschritte in Kombination mit vermehrten Testmöglichkeiten in der Corona-Pandemie konkretisiert. Es gebe drei Stränge, bei denen man Schritt für Schritt öffnen wolle, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern am Dienstag in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Die Kanzlerin nannte die persönlichen Kontaktbeschränkungen sowie den Bildungs- und den Wirtschaftsbereich. Die Öffnungsschritte sollten klug mit den erweiterten Testmöglichkeiten zusammengebracht werden.

Die Tatsache, dass es eine dritte Corona-Welle gebe, könne nicht wegdefiniert werden, sagte Merkel demnach weiter. Man müsse mit der Mutation leben. Man tue alles, auch im Gespräch mit Frankreich und den Grenzkontrollen zu Tirol, um die in Deutschland noch sehr untergeordnet vorkommende südafrikanische Virusvariante nicht ins Land zu bekommen. Sonst bestehe die Gefahr, dass bestimmte Impfstoffe darauf nicht mehr reagieren würden.

+++ Söder will Reihenfolge von Impfungen überdenken +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert für eine Änderung der Impfreihenfolge gegen das Corona-Virus. "Wir müssen diese Impfpriorität nochmal echt klug wägen. Ehrlich gesagt, schon in den nächsten Wochen, wenn man sieht, wie viel bleibt da übrig von Astrazeneca", sagte Söder am Dienstagabend in einem Online-Gespräch der "Bild"-Zeitung mit Kindern. "Es ist ja echt absurd, dass wir Impfstoff haben, den keiner will."

Söder fand deutliche Worte: "Das ist ziemlich ätzend, diese Geschichte mit Astrazeneca. Dieser Eindruck, dass der nicht wirksam sei, und dann liegt er rum." Wegen der Altersbeschränkung werde der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns inzwischen auch an Lehrkräfte und Erzieherinnen vergeben, das werde aber wahrscheinlich nicht reichen. "Mein größter Wunsch wäre ein zusätzlicher Impfstoff für Kinder und Jugendliche", sagte Söder in der Fragerunde. "Dann könnten wir in der Schule alle durchimpfen, und dann hätten wir nach wenigen Wochen wieder absolute Freiheit."

+++ Erlangen sagt Bergkirchweih wegen Corona-Pandemie ab +++

Es ist eines der bekanntesten Volksfeste Bayerns: Die Erlanger Bergkirchweih wird in diesem Jahr erneut ausfallen. Die Stadt sagte das traditionell an Pfingsten veranstaltete Fest am Dienstag ab. Trotz des Beginns der Impfungen sei eine Bergkirchweih wie üblich nicht vorstellbar, teilte Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) mit. Der Mindestabstand oder die Maskenpflicht seien bei bis zu einer Million Besucherinnen und Besuchern nicht umsetzbar. Vom 20. bis 31. Mai sollten rund 100 Fahrgeschäfte und 17 Festwirte auf dem Festgelände für Unterhaltung sorgen.

+++ Baumärkte dürfen öffnen +++

In Bayern dürfen die zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorübergehend geschlossenen Baumärkte vom kommenden Montag an wieder regulär für Kunden öffnen. Das hat das Kabinett bei seiner Sitzung am Dienstag in München beschlossen. Auch der Einzelunterricht in Musikschulen soll dort wieder möglich sein, wo die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche bei unter 100 liegt, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach der Kabinettssitzung.

Zuvor hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits angekündigt, es würden Gärtnereien und Gartenmärkte geöffnet, um zu vermeiden, dass Kunden die Waren dicht gedrängt bei Lebensmittel-Discountern kaufen. Es handele sich um verderbliche Ware. Auch körpernahe Dienstleistungen, wie die von Friseuren und Fußpflegern, dürfen von Montag an wieder erbracht werden.

+++ Höchste und niedrigste Inzidenzwerte Deutschlands liegen in Bayern +++

Die Corona-Werte in Bayern gehen nach wie vor extrem weit auseinander. Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwerte haben nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag immer noch die oberfränkischen Landkreise Tirschenreuth (355,3) und Wunsiedel (306,9). Sie sind mit deutlichem Abstand auch bundesweite Spitzenreiter.

Den niedrigsten Wert in ganz Deutschland bei der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage hat dagegen weiterhin die unterfränkische Stadt Schweinfurt (11,2). Ingolstadt in Oberbayern hat bayernweit die zweitniedrigste Sieben-Tage-Inzidenz (13,1).

+++ Kabinett will weitere Öffnungen beschließen +++

Nach wochenlangem Corona-Lockdown will das bayerische Kabinett am Dienstag (10 Uhr) weitere vorsichtige Öffnungsschritte beschließen: Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden sollen vom kommenden Montag (1. März) an wieder öffnen dürfen. Außerdem sollen neben Friseuren auch Fußpflege-Angebote und ähnliches wieder erlaubt sein.

Zudem will das Kabinett die von Söder angekündigte Gebührenerstattung für Kitas auch für März beschließen: Eltern, die ihre Kinder auch nach den Kita-Öffnungen weiter nicht in die Betreuungseinrichtungen bringen, sollen auch im März Gebühren erstattet bekommen.

+++ München-Inzidenz bleibt weiter unter 35 +++

In München liegt der Inzidenzwert weiterhin unter 35. Nach Angaben des Robert-Koch-Institut (RKI) ist die München-Inzidenz auf 31,6 (Stand 22.02, 23.59 Uhr) leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 32,5.

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Corona-News vom 22.02.2021

+++ Holetschek will "Impfturbo" für Bayerischen Schulen und Kindergärten +++

In bayerischen Schulen und Kindergärten sollen sich rund 200.000 Beschäftigte so schnell wie möglich gegen das Coronavirus impfen lassen können. Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Montagabend nach der Einigung von Bund und Ländern auf beschleunigte Impfungen der Belegschaft von Grund- und Förderschulen sowie Kinderbetreuungseinrichtungen. "Aber das kann in Sachen Impfbeschleunigung nur ein Anfang sein", sagte Holetschek. "Wir müssen jetzt gemeinsam in den Impfturbo schalten."

Ziel müsse sein, den Impfstoff des Pharmaunternehmens Astrazeneca so schnell und unkompliziert wie möglich anzubieten, sagte Holetschek. Das bezieht sich darauf, dass viele Menschen den Astrazeneca-Impfstoff wegen Berichten über Nebenwirkungen und mögliche mangelnde Wirksamkeit gegen Virusvarianten ablehnen. "Für Bayern kann ich sagen: Ich will, dass wir den sicheren und wirksamen Impfstoff von Astrazeneca so schnell wie möglich verimpfen", sagte Holetschek dazu. "Verzögerungen können wir uns angesichts des Infektionsgeschehens und von hochansteckenden Virusvarianten nicht erlauben."

Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sollen von der dritten in die zweite Gruppe der Impf-Reihenfolge vorgezogen werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat dazu einen Entwurf für eine Änderung der Impfverordnung vorbereiten lassen, die voraussichtlich an diesem Mittwoch in Kraft treten soll.

+++ Politiker und Gaststättenverband fordern Öffnung der Außengastronomie +++

Neben Friseuren sollen am 1. März auch "pflegerische Leistungen" wie Fußpflege sowie Gärtnereien, Gartencenter und Blumenläden wieder öffnen, wie Söder vor einer Schaltkonferenz des CSU-Vorstands in München erklärte. Über weitere Lockerungsschritte wird am 3. März beraten. Markus Söder stellte aber bereits in Aussicht, dass in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer konstanten 7-Tage-Inzidenz unter 35 Geschäfte wieder öffnen könnten. Wenig Hoffnung auf schnelle Öffnungen gibt es dagegen für die Gastronomie. Dies stößt zum Teil aber auf Unverständnis und Kritik, wie "BR24"berichtet. 

Demnach fordere unter anderem die FDP-Fraktion zumindest die Öffnung der Außengastronomie: "Die Menschen gehen bei diesem Wetter ohnehin raus. Das Infektionsrisiko an der frischen Luft ist minimal." Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband sieht die Lage ähnlich: "Wir fordern, zusätzliche sichere Flächen im Freien zu schaffen. Mit einem Öffnen der Außengastronomie werden unkontrollierte Ansammlungen im öffentlichen wie privaten Raum vermieden und Begegnungspunkte entzerrt." 

Söder hatte allerdings schon angekündigt, dass sich Gastronomie und Hotellerie wohl noch wesentlich länger gedulden müssen als der Handel, "weil es hier sowohl mit Maske als auch mit Abstand deutlich schwieriger ist". Auch 2020 sei dort "als letztes" geöffnet worden, "und auch da mit Vorstufen im Außenbereich". Es sei "im Moment nicht beurteilbar", wann dies 2021 der Fall sein werde. 

+++ Verstärkte Verstöße gegen Corona-Auflagen+++

Um die Einhaltung der aktuellen Infektionsschutzregelung zu überprüfen, hat die Polizei am Wochenende in der Stadt und im Landkreis 3.500 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden 350 Verstöße angezeigt. In 191 Fällen ging es um die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum.

Gärtnerplatz, Viktualienmarkt, Max-Josephs-Platz und Hirschgarten – mehrmals fanden sich am Samstag laut Polizei größere Personengruppen zusammen, die die Abstände zueinander zum Teil nicht mehr einhielten und deshalb aufgefordert wurden, die Örtlichkeiten zu verlassen. Gleich 200 Leute traf die Polizei auf einem Sportplatz in Waldperlach an. Anlass war wohl ein Training von Nachwuchskickern, das von Angehörigen begleitet wurde. Mit Lautsprecherdurchsagen und einem Einsatz mehrerer Streifen der Polizei wurden alle Personen des Platzes verwiesen.

Am Samstagabend gegen 21.45 Uhr informierte ein Mitteiler den Polizeinotruf 110 über eine Party mit mehreren Personen in einer Wohnung in der Fürstenrieder Straße in Hadern. Zwei Streifen fuhren hin und stellten in einer Wohnung dort 14 Personen fest (acht Männer und sechs Frauen im Alter von 18 bis 23), die dort feierten. Alle 14 wurden angezeigt und mussten die Wohnung verlassen.

+++ Ab nächster Woche: Söder kündigt weitere Öffnungen in Bayern an +++

In der kommenden Woche sollen in Bayern neben Friseuren auch Fußpflegepraxen, Blumenläden, Gärtnereien und Gartenmärkte wieder öffnen dürfen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor einer Videokonferenz des CSU-Vorstands am Montagmorgen an.  Zum einen handle es sich bei Blumen um verderbliche Ware. Söder betonte: "Sonst wird dieses ganze Blumengeschäft nur bei Discountern stattfinden, und dann werden die Discounter überrannt." Deshalb sei eine Anpassung an dieser Stelle sinnvoll.

Gleichzeitig warnte Söder vor einer dritten Welle der Pandemie. Wenn die als deutlich ansteckender geltende britische Virusvariante die dominante werde, dann werde es immer schwieriger, die richtige Balance zu bekommen.

+++ Gastgewerbe will Freischankflächen öffnen +++

Nach dem sonnigen Wochenende verlangen die bayerischen Wirte die Öffnung von Gärten und Freischankflächen. "Wir fordern, zusätzliche sichere Flächen im Freien zu schaffen", sagte der Landesgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga, Thomas Geppert, am Montag. Beim aktuell schönen Wetter ziehe es die Menschen nach draußen. Das führe derzeit zu Ansammlungen an wenigen Begegnungspunkten. "Mit einem Öffnen der Außengastronomie würden unkontrollierte Ansammlungen im öffentlichen wie privaten Raum vermieden und Begegnungspunkte entzerrt werden."

+++ Söder will Millionen Schnelltestes - pro Tag +++

Für die kommenden Monate braucht Deutschland nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder Millionen Corona-Schnelltests pro Tag. "Das Testen muss massiv ausgebaut werden. Wir brauchen deutlich mehr Schnelltests und zwar national", sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Schnelltests seien eine Art Sicherheitsschranke. "Denn wer geimpft ist und wer getestet ist, hat automatisch mehr Möglichkeiten, sich zu bewegen, und mehr Freiheiten", betonte Söder. Deutschland brauche es daher Millionen von Schnelltests pro Tag.

Damit dies möglich werde, müssten nun die Zulassungen für "alle Formen der Schnelltest" beschleunigt werden. "Wir warten händeringend auf neue Formen der Schnelltests, der einfachen Anwendung der Schnelltest, das muss beschleunigt werden", sagte Söder. Um die Ergebnisse des Schnelltests dann auch nachweisen zu können, brauche es eine digitale App, die vorgezeigt werden könne und in der das Ergebnis registriert bleibe. "Dies ist noch eine logistische Herausforderung, die dringend und so schnell wie möglich auf nationaler Ebene gemacht werden muss", betonte Söder.

+++ Präsenzunterricht startet: Viele Schüler dürfen wieder in den Unterricht +++

Nach Wochen des Homeschoolings dürfen viele Schüler in Bayern ab heute wieder in den Präsenzunterricht. Diese Regelung gilt aber nicht für alle Schüler und auch nicht überall. Wer wann wieder in die Schule darf und welche Regeln gelten, lesen Sie hier.

+++ Inzidenz für München weiter unter 35 +++

In München liegt die Inzidenz weiterhin unter 35. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts hat die bayerische Landeshauptstadt einen Inzidenzwert von 32,5 (Stand 21.02., 0 Uhr). Am Vortag lag der Wert bei 32,1.


Corona-News vom 21.02.2021

+++ Landkreise an der Grenze zu Tschechien fordern Perspektive +++

Die Landkreise im bayerisch-tschechischen Grenzgebiet haben mit besonders hohen Infektionszahlen zu kämpfen und fordern daher ein besseres Schutzkonzept. Im ganzen Land werde über Öffnungen gesprochen, so eine Perspektive wünschten sich die Landräte auch für ihre Regionen, heißt es in einem gemeinsamen Eckpunkte-Papier der ostbayerischen Landkreise von Sonntag. Teil des Fünf-Punkte-Plans ist unter anderem, dass Impfstoff, der in anderen Regionen nicht verwendet wird und gelagert werden müsste, in den Grenzgebieten verabreicht werden könnte. Zudem sollten auch in den betroffenen Landkreisen Kinder bald wieder zur Schule gehen können. Dazu sollten Lehrkräfte und Erzieher prioritär geimpft werden.

Unterzeichnet haben das Papier die Landräte aus Hof, Wunsiedel, Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Schwandorf, Cham, Regen und Freyung-Grafenau. Tirschenreuth und Wunsiedel haben deutschlandweit die höchsten Inzidenzahlen und liegen über dem Wert von 300 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche

+++ Grundschulleiter schicken "Brandbrief" an Kultusminister +++

Die Grundschulen öffnen ab Montag wieder für viele Kinder - doch die Schulleitungen verzweifeln oft an "unrealistischen" Corona-Vorgaben des Kultusministeriums. Die immer neuen Hygienepläne in kürzester Zeit und ohne Vorlauf umzusetzen, sei nahezu unmöglich, schrieb der bayerische Schulleitungsverband für Grund-, Mittel- und Förderschulen in einem "Brandbrief" an Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Wochenende.

"In Woche 14 des Lockdowns ist die Grenze der Belastbarkeit und vor allem auch der Realisierbarkeit bei den Schulleitungen erreicht", heißt es darin. Schulleitungen seien "einmal mehr an vorderster Front ins Dauerfeuer geschickt worden". "Das verfügbare Löschwasser geht zuneige." Ein Sprecher des Kultusministerium erklärte, der Brief werde "zeitnah beantwortet". Piazolo stehe in regelmäßigen Austausch mit Vertretern der Schulleitungen. "Wichtig ist es, den Herausforderungen der Pandemie flexibel und pragmatisch zu begegnen und gemeinsam bestmögliche Lösungen zu finden."

+++ Seehofer fordert Verlängerung der Corona-Grenzkontrollen +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat im "Sonntagsstammtisch" beim "Bayerischen Rundfunk" eine Verlängerung der Grenzkontrollen zu Tschechien und Österreich gefordert. Man könne nicht den Bürgern Einschränkungen abverlangen und gleichzeitig riskieren, dass Mutationen über die Grenze kämen, sagte Seehofer in der Sendung.

+++ Fast 16.000 Menschen an Grenzen abgewiesen +++

Bei Grenzkontrollen an den Übergängen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sind in dieser Woche fast 16 .000 Menschen zurückgewiesen worden, davon allein 4.522 Personen ohne negativen Corona-Test. Nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" wurden im Zeitraum vom 14. Februar bis Samstag insgesamt 104.178 Personen vor der Einreise nach Deutschland kontrolliert, dabei durften insgesamt 15.877 Menschen nicht passieren.

Neben fehlender Corona-Tests hatten die Abgewiesenen entweder keine digitalen Reiseanmeldung oder gehörten nicht zu den Ausnahmen für eine Einreise nach Deutschland - etwa Ärzte und Pflegepersonal. Bundespolizei-Präsident Dieter Romann sagt dem Blatt: "Die Abweisungszahlen sind seit Beginn der Kontrollen proportional zurückgegangen, weil sich die Reisenden aufgrund der Kontrollen zunehmend regelkonformer verhalten."

+++ München-Inzidenz weiter unter 35 +++

Die Corona-Inzidenz in München liegt weiter unter dem Schwellenwert 35, ist aber leicht gestiegen. Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge hat München derzeit eine Sieben-Tages-Inzidenz von 32,1 (Stand: 21.02., 0 Uhr). Am Vortag lag sie bei 30,7.


Corona-News vom 20.02.2021

+++ Söder deutet Lockerungen an +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)  wolle angesichts sinkender Infektionszahlen in Bayern nun  über Öffnungsperspektiven reden. "Die Kurven entwickeln sich jetzt runter", sagte Söder nach Agenturangaben.

Doch er schränkte ein, da  die Wahrheit sei, dass  "der Trend in Deutschland nicht mehr so stark runter geht wie letzte Woche". Mancherorts gingen die Zahlen sogar leicht hoch. Eine "Öffnungsmatrix" stelle er sich je nach Infektionslage vor Ort so vor: "Wo mehr geht, geht sehr viel mehr. Dort, wo wir skeptisch sein müssen, geht deutlich weniger."  

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+++ Söder: Corona-Impfungen in Altenheimen bis März "komplett abgeschlossen" +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) rechnet damit, dass bis März die Bewohner von Altenheimen gegen Corona geimpft sind. "Wir sind mit dem Impfen in Alten- und Pflegeheimen weitgehend durch", sagte er am Samstag bei einer Online-Veranstaltung der Christlich-Sozialen Arbeitnehmer (CSA). Er schätze, dass bis März die Zweitimpfungen "komplett abgeschlossen" seien. "Dann wird es auch in der Frage der Gefährdung (durch) Corona eine deutliche Verbesserung bringen."

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+++ Große Inzidenz-Unterschiede bei Bayerns Landkreisen +++

Über die Hälfte der Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern hat nach Angaben des Robert-Koch-Instituts den wichtigen Corona-Inzidenzwert von 50 unterschritten. Zugleich liegen aber auch die Landkreise mit den Inzidenz-Spitzenwerten in Bayern: Tirschenreuth (345) und Wunsiedel (313).

51 der 96 Kreise und Städte haben nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Samstag weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - also mehr als die Hälfte der Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern. 27 liegen noch unter 35. Bayern hat insgesamt eine Inzidenz von 55,6, Deutschland von 57,8.

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+++ Bericht: Bayern sieht Voraussetzungen für kostenlose Schnelltests erfüllt +++

Mehrere Bundesländer zweifeln nach Angaben der"Bild"-Zeitung an einer flächendeckenden Umsetzung der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplanten kostenlosen Antigen-Schnelltests bereits zum 1. März.

Demnach gaben Ministerien und Behörden in Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bremen an, dass sie die Planung zwar kennen würden, die Umsetzung aber konkretisiert werden müsse.

Nur das Gesundheitsministerium in Bayern erklärt dem Bericht nach, dass es bereits ein kostenlose Testangebote gebe.


Corona-News vom 19.02.2021

+++ Zum Schulstart: Mehr MVG-Busse im Einsatz +++

Am Montag beginnt für viele Schüler wieder der Präsenz- bzw. Wechselunterricht. Die MVG wird zwischen 7 und 8 Uhr mehr Busse auf den Linien 51, 57, 139, 162 und 170 einsetzen - finanziert vom Freistaat Bayern.

Lesen Sie auch

+++ OB Reiter will Corona-Maßnahmen lockern +++

Nach einer Videoschalte mit Kanzlerin Merkel und Minister Spahn äußert sich Münchens OB Dieter Reiter (SPD) zu weiteren Lockerungsmöglichkeiten. Sollte die Inzidenz weiter unter 35 bleiben, könne er sich vorstellen, die Grundschulen gar im Präsenzunterricht zu öffnen (mit Maskenpflicht).

Außerdem will er dann die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen abschaffen, auch ein Treffen mit zwei Haushalten sei künftig wieder denkbar. "Ich werde meine Fachleute daher bitten, diese Lockerungen vor dem Hintergrund der aktuellen Situation zu prüfen", so Reiter.

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Diese Regelungen seien auf lokaler Ebene sinnvoll, meint Reiter. "Andere denkbare Erleichterungen, wie zum Beispiel im Handel, in Kultur, Gastronomie oder Amateursport machen meines Erachtens nur im Rahmen einer gesamtbayerischen Regelung Sinn."

Reiter fordert außerdem "nachvollziehbare Stufenpläne, wie weitere Lockerungen für die einzelnen Bereiche aussehen werden. Ob Handel, Gastronomie, Kultur oder Sport – sie alle brauchen eine Perspektive, wann Öffnungen wieder möglich sind".

+++ Söder spricht über Öffnungsstrategie +++

Am Freitag informierte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) über die Ergebnisse der Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) sowie den 96 bayerischen Landräten und Oberbürgermeistern.

Konkrete Lockerungen wird es vorerst nicht geben. "Wir wollen nichts überstürzen", sagte Söder. "Die Zahlen in Bayern sind positiv, aber es gibt keinen Anlass zur Entwarnung." Sorge bereitet dem Ministerpräsidenten vor allem die rasche Ausbreitung der Corona-Mutationen.

Bei der Lockerungs-Debatte spricht sich Söder statt eines "starren Stufenplans" für eine "intelligente Öffnungsmatrix" aus. Diese Matrix solle ein "breites Instrument" bieten, damit flexibel - je nach Inzidenzzahl - reagiert werden könne.

Priorität bei den Öffnungen sollen weiterhin die Schulen haben. Nächste Schritte sollen dann - wenn es die Zahlen zulassen - ein Präsenzunterricht in den Grundschulen sowie in der Jahrgangsstufe Q11 des Gymnasiums sein. "Da muss man aber die nächsten zehn Tage abwarten."

Auch mögliche Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen zog Söder in Betracht. Beim Handel und der Gastronomie gab es in der Videoschalte "keine überstürzten Forderungen nach Öffnungen", sagte Söder. "Kluges Steuern ist entscheidend."

+++ Merkel verteidigt vorsichtigen Corona-Kurs +++

Trotz der vielerorts sinkenden Infektionszahlen setzt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weiter auf einen vorsichtigen Kurs bei weiteren Lockerungen von Corona-Auflagen. Nur bei niedrigen Inzidenzen seien mehr Öffnungen zu vertreten, sagte sie am Freitag nach dpa-Informationen in einer nicht öffentlichen Videoschalte mit rund 100 bayerischen Kommunalpolitikern. Bei Lockerungen habe für sie Schule weiterhin Priorität, sagte Merkel den Angaben aus Teilnehmerkreisen zufolge. Danach könnten dann weitere Öffnungen in den Bereichen Einzelhandel, Veranstaltungen, Kultur und Sport klug kombiniert werden.

+++ Umfrage: Stimmung der Bayern auf dem Tiefpunkt +++

Die Corona-Krise drückt die Stimmung der Bayern immer tiefer nach unten. Das "Heimatindex" genannte Stimmungsbarometer der Volksbanken und Raiffeisenbanken ist im Vergleich zum Sommer um acht auf 56 von 100 möglichen Punkten abgesackt, wie der Genossenschaftsverband Bayern am Freitag mitteilte. "Die massiven Corona-Beschränkungen zermürben die Bayern immer mehr", sagte Verbandspräsident Jürgen Gros. Bereits im Sommer hatte das halbjährlich erhobene Barometer deutlich nachgegeben.

Besonders stark sackte die Zufriedenheit bei der Vernetzung mit Freunden und Familie ab. Dieser Bereich büßte 24 Punkte ein und steht jetzt bei 58. Der Bereich Freizeit, Kultur und Bildung verliert zwölf Punkte auf 40. Und auch die allgemeine Lebenszufriedenheit ging zurück: Nachdem sie bereits im Sommer niedriger ausgefallen war, sank sie nun um weitere sechs Punkte auf 63. Mehr dazu lesen Sie hier.

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+++ Corona-Lockerungen im Amateursport in Sicht +++

Angesichts der in weiten Teilen Bayerns sinkenden Corona-Infektionszahlen erwartet Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann zeitnahe Lockerungen im Bereich Amateursport. "Insbesondere Sport an der frischen Luft hat gute Chancen, bald wieder möglich zu sein, aber auch für die Sportausübung in Fitnessstudios und Vereinshallen erarbeiten wir Lösungen", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München. Am Mittwoch hatte auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits über Lockerungen für Individualsportarten wie Tennis oder Golf gesprochen.

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Corona-News vom 18.02.2021

+++ Merkel hält Videoschalte mit bayerischen Kommunalpolitikern ab +++

Vor einer Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordern mehrere bayerische Landräte und Oberbürgermeister Kurskorrekturen in der Anti-Corona-Politik: unter anderem klarere Öffnungsperspektiven und eine Orientierung nicht mehr nur an Sieben-Tage-Inzidenzwerten. Vor allem Kommunen mit konstant niedrigen Corona-Infektionszahlen wollen raschere Lockdown-Lockerungen insbesondere für den Einzelhandel. Die in dieser Form außergewöhnliche Videoschalte der bayerischen Kommunalpolitiker mit der Kanzlerin ist für diesen Freitag angesetzt. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ FDP und Bayernpartei fordern Öffnung von Schulen und Einzelhandel +++

Die Münchner Stadtratsfraktion von FDP und Bayernpartei hat in einem Antrag an Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) den Stadtrat dazu aufgefordert, dass aufgrund sinkender Corona-Werte die Schulen wieder geöffnet werden sollen. Zudem soll die Stadt bei Bund und Land dafür Sorge tragen, dass nicht nur Frisöre, sondern auch Fitnessstudios, der Einzelhandel und die Gastronomie ihren Betrieb wieder aufnehmen können. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Infektiologe warnt vor voreiligen Öffnungen +++

Der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner warnt trotz sinkender Inzidenzen vor einer Gefahr durch Coronavirus-Mutationen. "Wir müssen jetzt das Infektionsgeschehen unbedingt flach halten und eine Ausbreitung der Mutanten im Keim ersticken", sagte der Chefarzt für Infektiologie an der München Klinik Schwabing am Donnerstag. "Wir dürfen eine Gefahr nicht erst als real anerkennen, wenn sie uns in unserer persönlichen Realität ereilt. Maßnahmen erst dann zu treffen, wäre leider zu spät und würde erneut über tausend Menschenleben täglich kosten."

Es sei zwar schwierig, zu vermitteln, warum jetzt trotz sinkender Inzidenzen nicht der richtige Zeitpunkt für Lockerungen sei, sagte Wendtner. Wie real die Gefahr sei, zeige sich aktuell aber schon in anderen Ländern: In Portugal sei der Anteil der britischen Virusvariante im Januar innerhalb von nur einer Woche von 6 auf 20 Prozent gestiegen, betonte Wendtner. "Bei uns zeigt sich aktuell die gleiche Entwicklung." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Mögliche Lockerungen in München: Nächste Woche wird's ernst +++

Die Sieben-Tages-Inzidenz für München befindet sich weiterhin unter dem Schwellenwert von 35. Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge liegt der Wert für die bayerische Landeshauptstadt derzeit bei 28,5 (Stand: 18.02., 0 Uhr). Sollte die Inzidenz für eine längere Zeit unter 35 liegen, sollen erste Öffnungsschritte erfolgen – das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zuletzt nach der Bund-Länder-Konferenz mit. Wann wird es also in München zu Lockerungen kommen?

An diesem Freitag sprechen Merkel sowie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sowie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit den bayerischen Landräten und Oberbürgermeistern in einer Videoschalte über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. "Auf Basis dieses Gesprächsergebnisses und der weiteren Entwicklung der Münchner 7-Tage-Inzidenz wird sich dann der städtische Krisenstab kommende Woche mit der Frage möglicher Lockerungen befassen", wird ein Sprecher der Stadt München von der "Bild" zitiert.

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Corona-News vom 17.02.2021

Bescheinigung für Pendler von 2.500 systemrelevanten Betrieben +++

In rund 2.500 systemrelevanten Betrieben in Bayern dürfen weiter Pendler aus Tirol und Tschechien arbeiten. Die Grenzgänger bekamen für ihre Einreise eine Bescheinigung ausgestellt. "Mit diesen Papieren kommen die Firmenmitarbeiter aus Tschechien und Tirol problemlos und schnell über die Grenze", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch in München. Die Bescheinigung der Landratsämter und kreisfreien Städte müssen die Pendler aus Tirol und Österreich ab Freitag bei der Einreise vorlegen. Als systemrelevant gelten etwa Beschäftigte in der Arzneimittel- und Medizinproduktion, Mitarbeiter von Berufsfeuerwehren und Sicherheitsdiensten oder Beschäftigte in öffentlichen Einrichtungen.

+++ Söder stellt Kontakt-Lockerungen in Aussicht +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat bei stabil niedrigeren Corona-Zahlen eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen in Aussicht gestellt. Wenn die Zahlen weiter so stabil blieben, könnten beispielsweise "bald" mehr Kontakte erlaubt werden, etwa mit zwei Hausständen oder wieder mit mehr Kindern, sagte Söder in seiner Aschermittwochs-Rede. Neue Inzidenz-Grenzen neben den Schwellen 35 und 50 will er dafür aber nicht. Man müsse keine neuen Zahlen nehmen und die Zahlen auch nicht ständig verändern. Je stabiler man die Inzidenz-Zahlen halte, umso mehr werde möglich sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Junge Liberale fordern Öffnungsperspektive für München +++

Am Dienstag ist der Inzidenzwert der Corona-Infektionen auf unter 35 gefallen Die Jungen Liberalen (JuLis) München fordern daher jetzt Nachbesserungen bei der Infektionsschutzverordnung und eine Öffnungsperspektive für die Münchner. "Der Inzidenzwert sinkt glücklicherweise immer weiter. Das wäre gerade in einer Großstadt wie München ohne das Mitziehen der Bürgerinnen und Bürger nicht möglich", teilte Juli-München-Chef Felix Meyer mit.

Auch OB Dieter Reiter (SPD) habe schließlich von Lockerungen gesprochen, sollte der Inzidenzwert anhaltend unter 35 bleiben. "Jetzt müssen er und die Staatsregierung auch liefern und eine Öffnungsperspektive für die Münchnerinnen und Münchner aufzeigen!", so der FDPler. "Für uns haben dabei Grundschulen und Kitas eine besondere Priorität. In vielen Kitas sind schon jetzt weit mehr als die Hälfte der Kinder in einer Notbetreuung. Jetzt sollte man auch für die restlichen Kinder so bald wie möglich wieder etwas Normalität herstellen."

+++ Spahn: Britische Virusmutation breitet sich schnell aus +++

Die in Großbritannien entdeckte, wohl deutlich ansteckendere Variante des Coronavirus breitet sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Deutschland schnell aus. Nach neuen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg der Anteil dieser Mutation an den untersuchten positiven Proben binnen zwei Wochen von knapp 6 Prozent auf mehr als 22 Prozent, wie Spahn am Mittwoch in Berlin sagte.

+++ Bundespolizei warnt vor Fake-Webseiten zur digitalen Einreiseanmeldung +++

Die Bundespolizei hat bei Twitter vor Fake-Webseiten zur digitalen Einreiseanmeldungen aus Corona-Risikogebieten gewarnt. Sie weist darauf hin, dass für die Einreiseanmeldungen nach Deutschland ausschließlich die Webseite einreiseanmeldung.de des Robert-Koch-Instituts verwendet werden soll. Die Nutzung dieser Seite ist kostenlos.

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+++ Chef-Pathologe: Menschen sterben an - nicht mit Corona +++

In den allermeisten Fällen, in denen mit Corona infizierte Menschen sterben, ist das Virus dem Chef-Pathologen der Uniklinik Augsburg zufolge auch Grund für ihren Tod. "Die meisten könnten noch leben, wenn sie sich nicht mit dem Coronavirus infiziert hätten", sagte der Direktor des Instituts für Pathologie und Molekulare Diagnostik, Bruno Märkl der "Augsburger Allgemeinen".

Das Klinikum hat bereits mehr als 100 verstorbene Covid-19-Patienten obduziert, wie dort bestätigt wurde. Die Annahme, tödliche Verläufe träfen nur ältere Menschen mit schweren Vorerkrankungen, die ohnehin bald gestorben wären, "das sehen wir überhaupt nicht", sagte Märkl. "Ich wünschte, ich könnte diejenigen, die an der Gefährlichkeit lauthals zweifeln, einladen, mir bei einer solchen Obduktion über die Schultern zu schauen – sie würden schnell verstummen." Letzten Endes sei es ein "inneres Ersticken", an dem die Patienten sterben.

+++ Holetschek gegen Wahlmöglichkeit beim Impfstoff +++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat eine Wahlmöglichkeit für Bürger beim Corona-Impfstoff abgelehnt. Die drei verfügbaren Impfstoffe seien regulär zugelassen und wissenschaftlich geprüft, sagte der CSU-Politiker in einem Interview der "Bayern-2-Radiowelt" am Mittwoch. Das gelte auch für den Impfstoff von Astrazeneca. Hintergrund sind Berichte über Nebenwirkungen nach Impfungen mit dem Wirkstoff des britisch-schwedischen Konzerns.

+++ München-Inzidenz unter 30 +++

Die Corona-Inzidenz in München liegt wieder unter 30 – zuletzt war das im vergangenen September der Fall. Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge hat München derzeit eine Sieben-Tages-Inzidenz von 28,6 (Stand: 17.02., 0 Uhr). Am Vortag lag sei bei 34,4 und damit ebenfalls schon unter dem Schwellenwert 35.

Zu Lockerungen kommt es deshalb aber vorerst noch nicht, jedoch könnte bereits am kommenden Freitag darüber entschieden werden. Dann diskutieren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit den bayerischen Landräten und Oberbürgermeistern in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.

Lesen Sie auch


Corona-News vom 16.02.2021

+++ Innenministerium: Keine großen Lücken bei Grenzkontrollen +++

Das Bundesinnenministerium sieht keine größeren Probleme bei den am Sonntag begonnenen Corona-Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol. "Dass es zu Beginn der Maßnahmen zu logistischen Schwierigkeiten kommt, ist völlig normal, das wird aber in den nächsten Tagen schnell gelöst sein", sagte Steve Alter, der Sprecher des Bundesinnenministeriums, am Dienstag.

Zuvor hatte "Der Spiegel" von einer ausgedünnten Grenztruppe berichtet, die in der Praxis auf Lücke setzen müsse. So werde etwa ein Grenzübergang in Sachsen in der Nacht nicht überwacht. Vom Ministerium hieß es, die Bundespolizei richte ihre Kontrollen an Schwerpunkten aus - "an den Hauptverkehrswegen findet aber eine durchgehende Kontrolle statt". Vor allem bei der Einreise aus Tschechien kam es am Montag zeitweise zu langen Staus. Am Dienstag war die Situation entspannter.

+++ "Lockdown wirkt": Erste Lockerungen in Schweinfurt +++

Spitzenreiter und Schlusslicht zugleich ist der Freistaat Bayern mit den bundesweit höchsten und niedrigsten Inzidenzwerten. Mit 309,5 neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche weist Tirschenreuth weiterhin die meisten Corona-Neuinfektionen im Bundesgebiet auf.

Schweinfurt hat mit 5,6 neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche den niedrigsten Wert im ganzen Bundesgebiet. Die Stadt will ab Mittwoch die Masken-Pflicht in der Innenstadt aufheben.
Schweinfurt hat mit 5,6 neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche den niedrigsten Wert im ganzen Bundesgebiet. Die Stadt will ab Mittwoch die Masken-Pflicht in der Innenstadt aufheben. © Nicolas Armer/dpa

Schweinfurt hingegen hat mit 5,6 neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche den niedrigsten Wert im ganzen Bundesgebiet. Die Stadt will ab Mittwoch die Masken-Pflicht in der Innenstadt aufheben. Man genieße die fallenden Zahlen jedoch mit Vorsicht, betonte eine Sprecherin. Eine vorzeitige Öffnung des Einzelhandels käme nicht infrage. "Das wäre fatal", sagte sie. Zu groß sei das Risiko, einen "Einkaufstourismus" zu provozieren. Noch im Oktober 2020 galt die unterfränkische Stadt als ein Corona-Hotspot.

+++ Britische Mutante? Corona-Ausbruch bei Stadtsparkasse München +++

Corona-Ausbruch bei der Stadtsparkasse München: Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" sind 21 Callcenter-Mitarbeiter positiv getestet worden. Bei sechs von ihnen besteht der Verdacht, dass sie sich mit der britischen und ansteckenderen Mutante B1.1.7 infiziert haben. Lesen Sie hier mehr dazu.

+++ Spahn plant Gratis-Schnelltests für alle +++

Der Einsatz von Corona-Schnelltests soll ab 1. März weiter ausgedehnt werden. Mittlerweile seien deutlich mehr Tests am Markt verfügbar, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). "Daher sollen alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können." Demnach sollen Kommunen vor Ort Testzentren oder Apotheken mit solchen Angeboten beauftragen können, die Kosten dafür soll der Bund übernehmen.

+++ Herrmann über Osterurlaub: "Durchaus vorstellbar" +++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hält Osterurlaub trotz der Corona-Pandemie für realistisch. Inlandstourismus sei Anfang April "durchaus vorstellbar", sagte Herrmann bei einer Pressekonferenz des Tourismusverbands Franken am Dienstag in Nürnberg. "Unser Ziel muss es sein, dass an Ostern Gaststätten und Hotels wieder geöffnet sind." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ München-Inzidenz unter 35: Kommen jetzt Lockerungen? +++

Erstmals seit vergangenem Oktober befindet sich die Sieben-Tages-Inzidenz in München wieder unter 35. Laut Robert Koch-Institut (RKI) liegt die Inzidenz derzeit bei 34,4 (Stand: 16.02., 0 Uhr). Sollte der Schwellenwert für mehrere Tage unterschritten werden, könnte es zu Lockerungen der Corona-Maßnahmen kommen. Erst gestern hatte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auf erste Öffnungsschritte gedrängt. 


Hinweis der Redaktion: Zum Zwecke der Übersichtlichkeit und besserer Ladezeiten unseres Newsblogs haben wir alte Beiträge ab dieser Stelle gelöscht. Der erste Eintrag stammt vom 16. Februar.

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